Die Erfindung betrifft ein Gitter, bestehend aus einzelnen zusammenfügbaren Elementen, vorzugsweise aus Kunststoff, wobei jedes Gitterelement zumindest zwei Befestigungsstellen zur Aufnahme von weiteren Gitterelementen oder von Verbindungselementen aufweist, die zwischen benachbarten Gitterelementen einfügbar sind, und wobei die Befestigungsstellen in Form von Aufnahmeösen gebildet sind, in die Verbindungsteile, einerseits der Verbindungselemente oder anderseits benachbarter Gitterelemente einsteckbar sind.
Es ist bereits bekannt, ein Gitter aus Kunststoff- oder Metallteilen bestehend zu erstellen und die einzelnen Elemente verschiedenartig zusammenzufügen. Derartige Lösungen zeigen beispielsweise die DT-AS 1 509 673, die FR-PS 2 116 343 und 2 180 590, die GB-PS 1 187 396 und 1 267 643 und die US-PS 3 456 711. Die bekannten Ausführungen sind in ihrer Ausgestaltung verhältnismässig kompliziert, darüber hinaus meist auch an ein bestimmtes Muster gebunden.
Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, ein Gitter aus Kunststoffelementen derart zu gestalten, dass es eine Vielfalt von Mustern gestattet und dabei eine einfache und sichere Halterung zwischen den einzelnen Elementen ermöglicht.
Darüber hinaus soll das Gitter auch eine ausreichende Stabilität aufweisen.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäss dadurch, dass jeder Verbindungsteil an einer Seite eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Befestigungsbolzens aufweist, dessen nach aussen vorstehender Kopf einen grösseren Durchmesser aufweist als der Durchmesser der Aufnahmeösen.
Die Befestigung der Verbindungselemente an den Gitterelementen bzw. das Zusammenhalten der Gitterelemente zueinander erfolgt durch einfaches Zusammenstecken von Gitterelement und Verbindungselement und kann daher von jedermann erstellt werden. Dabei werden die einzelnen Bestandteile vorfabriziert, wodurch die Material- und Herstellungskosten wesentlich vermindert werden können. Obwohl kein bzw. kein nennenswertes Verspannen stattfindet, werden trotzdem verwindungssteife Felder (gegenüber z. B. Badematten) erstellt.
Es werden vorzugsweise ringförmige Gitterelemente mit runden Aufnahmeösen verwendet, es ist jedoch ohne weiteres denkbar, die Gitterelemente oval, dreieckig, quadratisch, viereckig usw., sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch zugestalten. Auch hinsichtlich der Profilquerschnitte bestehen keine Einschränkungen, allerdings werden I-, T-, L- und U Profile bevorzugt. Bezüglich der Bestimmung der Abmessungen der zur Verwendung gelangenden Gitterelemente steht dem Hersteller bzw. Benützer ein grosser Spielraum zur Verfügung. Die einzelnen Gitterelemente können beliebige Verzierungen aufweisen, die vorwiegend in einem Stück gefertigt werden. Auch die Aufnahmeösen können mit beliebigen Querschnitten gestaltet sein, wenn auch ein runder Querschnitt aus Fertigungsgründen bevorzugt wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann der Befestigungsbolzen mit Presssitz in der zugehörigen Ausnehmung einrasten. Die Verwendung dieser Verbindungsteile ermöglicht einen Ausgleich kleinerer Massabweichungen, die infolge Temperaturunterschiede oder Herstellungsungenauigkeiten entstehen können.
Die Verbindungselemente werden in beliebiger Anzahl und auch in unterschiedlichen Längen verwendet, wodurch das zu erstellende Muster eine Vielfalt von Möglichkeiten bietet.
Es ist auch nicht notwendig, dass Gitter- und Verbindungselemente in einer Ebene liegen; einzelne Gitterelemente und/ode Verbindungselemente können in einer von der Grundebene abweichenden Ebene oder Ebenen angeordnet sein, in derartige Ebenen ragen oder eine solche bestimmen.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun an Hand der Zeichnungen, die verschiedene Ausführungsformen darstellen, näher erläutert. Hiebei zeigen: Fig. 1 bis 10 Bestandteile eines Gitterelementes mit angesetzten Verbindungsteilen bzw. den Verbindungsteil in einander zugeordneten Rissen, wobei Fig. 1, 3, 4, 5, 7 und 9 jeweils eine Draufsicht bzw. Ansicht und Fig. 2, 6, 8 und 10 zugehörige Schnitte entlang der Linien II-II, VI-VI, VIII-VIII bzw. X-X der vorher genannten Figuren sind, Fig. 12 bis 18 verschiedene Befestigungen des Gitters an Halteteilen, wobei Fig. 11, 13, 15 und 17 jeweils eine Seitenansicht und Fig. 12, 14, 16 und 18 zugehörige Schnitte entlang der Linien XII-XII, XIV-XIV, XVI-XVI bzw.
XVIII-XVIII der vorangehenden Figuren sind, Fig. 19 eine Draufsicht zu Fig. 18 und Fig. 20 eine Verdrehungssicherung für die Befestigungsschraube nach Fig. 15 und 16.
Wie beispielsweise der Fig. 1 entnommen werden kann, ist ein Gitterelement 1 als ein etwa ringförmiges Gebilde gestaltet, welches an seinem Umfang vier Befestigungsstellen 3 zur Aufnahme von im weiteren noch näher zu beschreibenden Verbindungselementen 2 aufweist Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind von den vier Befestigungsstellen 3 zwei freiliegend, die dritte mit einem Verbindungselement 2, welches über seinen Steg 5 sowie über sein freies Ende mit einem anderen Gitterelement 1 verbunden ist, in Eingriff und die vierte nicht dargestellt. Die einzelnen Befestigungsstellen 3 sind in Form von Aufnahmeösen 3a mit einem kreisförmigen Querschnitt gebildet und weisen je einen radial nach aussen gerichteten Spalt 4 auf.
Die einzelnen Verbindungselemente 2 weisen an ihren beiden Enden Verbindungsteile 6 auf, die mittels je eines Halses 6a an den Steg 5 des Verbindungselementes 2 fest angeschlossen sind. Die Verbindungsteile 6 sind den Querschnitten der Aufnahmeösen 3a entsprechend gestaltet; im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit einem kreisförmigen Querschnitt. Die Stärke des Halses 6a ist dem Spalt 4 angepasst. Vorzugsweise ist der Hals 6a etwas schmäler als der Steg 5 des Verbindungselementes 2, so dass der Spalt 4 nicht mit einer die Stabilität des Gitterelementes 1 gefährdenden Abmessung zu gestalten ist. Zum leichteren Einführen in den Spalt 4 kann der Hals 6a Abschrägungen 6b aufweisen.
Die Verbindungselemente 2 weisen an ihrer Vorderseite einen Zierdekor, im vorliegenden Fall je einen Kegel 7, auf, der aus einem Material mit dem Verbindungsteil 6 besteht und im eingerasteten Zustand in der Aufnahmeöse 3 die Befestigungsstelle 3 abdeckt. Am hinteren Teil ist jeder Verbindungsteil 6 mit einer Bohrung 8 ausgestattet, die zur Aufnahme von Befestigungsmitteln, hier von Befestigungsbolzen 9 mit Presssitz dient. Wie z. B. der Fig. 2 entnommen werden kann, sind die Befestigungsbolzen 9 mit einem nach aussen stehenden kegeligen Kopf, der die Befestigungsstellen 3 gleichfalls abdeckt, gebildet, so dass nach Fertigstellung des Gitters der Eindruck nach aussen und nach innen derselbe sein kann.
Es ist ohne weiteres denkbar, den Querschnitt der Ausnehmung der Aufnahmeösen 3a von einem kreisförmigen Querschnitt abweichend z. B. dreieckig, viereckig, vieleckig zu gestalten. Auch der Spalt 4 kann in einem beliebigen, vom radialen abweichenden Winkel zum Gitterelement 1 liegen.
Hinsichtlich der Ausgestaltung des Zierdekors bestehen gleichfalls keine Einschränkungen; es kann ein Flachkopf, ein Sechskant, ein Vierkant oder eine ovale Abdeckung usw.
Anwendung finden. Es ist auch nicht Bedienung, dass vordere Abdeckung 7 und Aussenseite der Befestigungsbolzen 9 gleichartig gestaltet werden müssen. Wenn es für die zu erstellende Ausgestaltung des Gitters erwünscht ist, können auch unterschiedliche Abdeckungen an den einzelnen Befestigungsstellen 3 Verwendung finden.
Zur Versteifung des zusammengebauten Gitters insbes.
gegen Verdrehenkönnen, wie Fig. 3 und 4 zeigen, die Verbindungsteile 6' des Verbindungselementes 2' mit Arretierungszapfen 10 versehen sein, die in Aufnahmebohrungen (s. Fig. 5 und 6) der Befestigungsstellen 3 einrastbar sind.
Die Arretierungszapfen 10 sind vorzugsweise dem zugehörigen Spalt 4 diametral entgegengesetzt angeordnet, so dass nach dem Einrasten in die entsprechende Aufnahmebohrung ein durch die Verbindungselemente 2' ausgerichtetes Gebilde bzw. Gefüge entsteht.
Fig. 5 und 6 bzw. 7 und 8 zeigen zwei weitere Ausführungsformen der Verbindungen mit unterschiedlicher Ausgestaltung der Befestigungsstellen 3' bzw. 3". In beiden Ausführungsformen weisen die Befestigungsstellen 3' bzw. 3" Absetzungen 11 auf, die mit abgesetzten korrespondierenden Bereichen 12 der Verbindungselemente 2" in Eingriff gebracht werden. Dabei weisen in Fig. 5 und 6 die Befestigungsstellen 3' Aufnahmebohrungen 3b zur Aufnahme von Arretierungszapfen 10' der Verbindungselemente 2" auf. Die Arretierungszapfen 10' sind nach diesem Ausführungsbeispiel am abgesetzten Bereich 12 des Verbindungselementes 2" angeordnet; die Aufnahmebohrungen 3b sind in den Absetzungen 11 vorgesehen. In diesem Fall sind die Verbindungsteile 6" unabhängig von den Verbindungselementen 2" ausgebildet.
Beim Zusammenbau des Gitters durchsetzen sie sowohl die Aufnahmeösen 3a' als auch Bohrungen 13 der Verbindungselemente 2".
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 7 und 8 sind die Verbindungsteile 6" mit den Befestigungsstellen 3" vereinigt, wobei hier die Aufnahmeöse 3a" einen kreisringförmigen Querschnitt, der um einen Bolzen 16 gebildet ist, aufweist. Auch durch diese Ausführung kann die Stabilität des gesamten Gitters erhöht werden, insbesondere, wenn zusätzlich auch Arretierungszapfen, wie in Fig. 5 und 6 gezeigt, verwendet werden.
In der Ausführungsform nach den Fig. 9 und 10 ist das Verbindungselement 2"' mittels einer Senkverbindung 14 an die Befestigungsstelle 3"' angeschlossen. Zu diesem Zweck weist der Steg 5"' an seinen Enden je eine Ausnehmung 14a auf, die in einen Raster 14b (oder eine Erhebung) der Befestigungsstelle 3"' einschnappbar ist. Solche Stege 5"' werden nur bei Überdeckung der Aufnahmeöse 3a verwendet. In diesem Fall reicht eine Zierabdeckung 15 über das Gitterelement 1"' und über die Befestigungsstellen 3"'.
Das erfindungsgemässe Gitter wird hauptsächlich für Gartenzäune, Balkongitter, Türen und Tore, Fenstergitter, Zwischenwände, Garderoben, Blumenbänke und dergleichen verwendet.
Um das Gitter an Begrenzungselementen, wie z. B. Metallrahmen in Pfösten, Mauern, eigenen Metallrahmen od. dgl., die als Halteeinrichtung dienen, befestigen zu können, werden verschiedene Verbindungsstücke angewendet, je nachdem, welche Art von Zwischenstücken zwischen Gittern und Begrenzungselementen vorgesehen sind. Beispiele hiefür zeigen die Fig. 11 bis 20.
Nach den Fig. 1 f und 12 wird ein endseitiges Gitterelement 1"' in einem Winkelrahmen 18 dadurch befestigt, dass anstelle des Befestigungsbolzens 9 eine Senkkopfschraube 19 in die Bohrung 8 eingeschraubt wird. Aus ästhetischen Gründen kann der Kopf der Senkkopfschraube 19 etwas tiefer in seinem Sitz sitzen, so dass noch eine Deckschicht aufgebracht werden kann, die dann mit einer Farbe versehen die Art der Befestigung abdeckt. In diesem Fall wird von der anderen Seite der Bohrung 8 ein Kopfstück 17 eingesetzt.
Wird nach den Fig. 13 und 14 als Halteelement ein T Eisen 20 verwendet, so wird das Ende des Gitterelementes liV mit geschlitzten Befestigungsstellen 3'V versehen. Dabei nimmt ein Schlitz 21 den Schenkel 20a des T-Eisens 20 auf.
Der Schenkel 20a ist mit einer Bohrung 22 versehen, die nach Zusammenstellen mit der üblichen Bohrung 8 fluchtet und durch den Befestigungsbolzen 9 zusammengehalten wird.
Bei Verwendung von einem Profilrohr, hier Vierkantrohr 24 nach Fig. 15 und 16 wird eine Verbindung angewendet, bei der die erforderliche Befestigungsstelle 3" mit der Aufnahmeöse 3a durch eine Schraube 25 mit dem vorher in das Vierkantrohr 24 eingeführten kegelförmigen, als Spreizdübel 23 gestalteten Gegenstück zusammengehalten wird. Eine Sicherung gegen Verdrehung der Befestigungsschraube 25 zeigt hiezu Fig. 20.
Die Befestigung kann auch, wie in den Fig. 17 bis 19 angedeutet, durch an den Eisenrahmen 24 unter Verwendung von z. B. einer Blechtreibschraube 26 befestigt werden, wobei sich die Blechtreibschraube 26 ihr Gewinde im Eisenrahmen 24 selbst schneidet. Die Ausbildung der Befestigungsstelle 3v entspricht der der vorangehenden.
Wie eingangs erwähnt, ermöglicht das Gitter eine grosse Anzahl von Verwendungen und gibt eine fast unbegrenzte Vielfalt der Gestaltung der Musterung. In diesem Zusammenhang soll darauf hingewiesen werden, dass einerseits die Steckverbindungen zwischen Gitterelement und Verbindungselement, gegebenenfalls zwischen zwei einander gereihten Gitterelementen und/oder sich schneidenden Verbindungselementen, die variable Länge der Verbindungselemente hinsichtlich der möglichen Variationen wesentlich sind.