CH602099A5 - Sitting or prone patient transporter - Google Patents
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Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Transportein richtung für kranke, insbesondere be.x-egungsgehemmte Personen, welche ein fahrbares Untergestell, mindestens eine auf dem Untergestell angebrachte Hebevorrichtung und min destens eine auf dieser vorgesehene Trageinheit aufweist, wo bei die Trageinheit zwei Tragorgane aufweist, die im Abstand voneinander parallel verlaufen und mit denen mindestens ein Sitz- oder Liegeelement aus biegsamem Material verbunden ist. Bei Einrichtungen der eingangs beschriebenen Gattung ist das Sitz- oder Liegeelement gewöhnlicherweise auf einem Tragarm angebracht, von dem es in der Form einer Schleife weit herabhängt. Solche Sitz- oder Liegeeinrichtungen haben den Nachteil, dass die auf dem Sitz- bzw. Liegeelement plazierte Person von dem Sitz- oder Liegeelement einem Druck ausgesetzt wird, und dieser Druck wird besonders gross, falls die betreffende Person schwer ist. So bedeutet dies z. B., dass die Oberschenkel einer auf dem Sitzelement sitzenden Person gegeneinander zusammengepresst werden, was als wesentlicher Mangel angesehen werden muss, weil Patienten mit Oberschenkel- oder Unterleibsverletzungen nach Oberschenkel- bzw. Unterleibsoperationen solchen Belastungen nicht ausgesetzt und somit mittels derartiger Einrichtungen nicht transportiert werden dürfen. Man hat versucht, dieses Problem dadurch zu beseitigen, dass man das Sitz- oder Liegeelement derart streckt, dass es in flachgespanntem oder nur ein wenig herabhängendem Zustand verläuft. Das Sitz- oder Liegeelement erhöht sich aber durch die Streckung, wodurch zu transportierende Personen im Verhältnis zu Handgriffen und zur Rücklehne eine allzu hohe Stellung einnehmen. Demzufolge wird die Person sich während des Transportes unsicher fühlen, insbesondere falls das Sitz- oder Liegeelement dabei pendelnde Bewegungen ausführt, was in der Regel der Fall ist. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen und bei einer Einrichtung des eingangs beschriebenen Typs zu bewirken, dass das Sitz- oder Liegeelement in einem derart zweckmässig gestreckten Zustand angebracht werden kann, dass Klemmtendenzen aller Art beseitigt werden, und gleichzeitig zu bewirken, dass zu transportierende Personen im Verhältnis zu Handgriffen, Armlehnen und Rücklehne sehr niedrig sitzen oder liegen. Diese Vorteile werden durch die im angeschlossenen Patentanspruch definierten Merkmale ermöglicht. Die Erfindung wird im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen beispielsweise näher beschrieben, worin: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Einrichtung ist und Fig. 2 eine durch Seitenansicht ein Moment der Überführung einer Person zur erfindungsgemässen Einrichtung darstellt. Die auf den Zeichnungen dargestellte Transporteinrichtung 1 weist ein auf Rädern fahrbares Untergestell 2 auf, das mindestens eine Hebevorrichtung 3, z. B. eine Hebesäule, trägt, die aus zwei verschiebbaren Teilen 4 und 5 besteht, die durch einen manuell oder selbsttätig betätigten Kraftantrieb (nicht gezeigt) an sich vorbekannter Gattung verschoben werden. Beispielsweise kann der eine Teil 5 im Verhältnis zum anderen Teil 4 dadurch verschoben werden, dass man mittels einer Handkurbel 3a einen an sich bekannten, im Innern der Hebevorrichtung vorgesehenen Schneckenmechanismus dreht. Die Hebevorrichtung 3 trägt eine Trageinheit 6, die zwei Tragorgane 7 und 8 aufweist, welche im Abstand voneinander verlaufen und mit welchen ein Sitz- oder Liegeelement 9 aus biegsamem Material verbindbar ist. Um bei dieser Transporteinrichtung sicherzustellen, dass eine zu transportierende Person weder Druckwirkungen von dem Sitz- oder Liegeelement noch einer Gefährdung oder Unbehaglichkeit dadurch ausgesetzt wird, dass sie allzu hoch im Verhältnis zu Hand-, Arm- und Rücklehnen sitzt oder liegt, weist jedes Tragorgan 7, 8 einen oberen Steg 7a, 8a od. dgl. und einen in wesentlichem Abstand darunter verlaufenden unteren Steg 7b, 8b od. dgl. auf, wobei der untere Steg 7b, 8b die Aufgabe hat, das Sitz- oder Liegeelement 9 derart anzukoppeln, dass dieses Element sich zwischen den Tragorganen 7, 8 ohne wesentliche Durchbiegung und in wesentlichem Abstand unterhalb der oberen Stege 7a, 8a erstreckt. Um das Sitz- oder Liegeelement 9 an den Stegen 7b, 8b schnell und sicher ankoppeln zu können, weist dessen biegsamer Teil 9a (der z.B. aus Tuch, Plastgewebe od. dgl. besteht) längs zwei entgegengesetzter Seiten verlaufende Hakenglieder 9b und 9c auf, die aus langgestreckten, formsteifen Teilen bestehen, welche die Form von Halbzylindern haben, wodurch dieselben von oben am betreffenden Steg 7b, 8b angehakt werden können und ihre angehakte Lage bei der Belastung des Sitz- oder Liegeelemente 9 beibehalten. Wenn die Stege 7b, 8b z. B. aus runden Rohrstücken bestehen, können die Hakenglieder 9b, 9c derart bemessen sein, dass sie sich abwärts ungefähr bis an die Rohrmitte oder an dieser vorbei und somit ungefähr die Hälfte oder etwas mehr des Rohrumfangs umgreifen. Um den Tragorganen 7, 8 eine stabile und zudem ästhetisch wirkende Formgebung zu erteilen, stehen die unteren Stege 7b bzw. 8b mit den oberen Stegen 7a bzw. 8a durch im wesentlichen senkrechte Verbindungsstege 7c, 7d bzw. 8c, 8d in Verbindung. Die Ecken zwischen den Verbindungsstegen 7c, 7d und dem Steg 7b sowie zwischen den Verbindungsstegen 8c, 8d und dem Steg 8b sind mit mindestens auswendig abgerundeten Spitzen versehen, um bei der Bewegung der Tragorgane 7, 8 über einem Bett eine Anhakung der Tragorgane 7, 8 ans Bettleinen u. dgl. zu verhindern. Um eine Gleitbewegung der Hakenglieder 9b, 9c längs der Stege 7b und 8b zu verhindern, ist die Länge desjenigen Teils der Stege 7b und 8b, der zur Aufnahme der Hakenglieder 9b, 9c dient, gleich gross wie oder nur ein wenig grösser als die Länge der Hakenglieder 9b, 9c. Die Länge des erwähnten Teils ist entweder durch die Verbindnngsstege 7c, 7d bzw. 8c, 8d oder durch auf den Stegen 7b, 8b vorgesehene Anschläge 7e, 8e begrenzt. Um eine Rücklehne 10 ankoppeln zu können, weist jedes Tragorgan 7, 8 einen nach oben gerichteten Zapfen 11 bzw. 12 auf, wobei die Rücklehne aus einem biegsamen Stützteil 10a besteht, der an entgegengesetzten Endteilen Hülsen 10b bzw. 10c aufweist, welche auf die betreffenden Zapfen 11 und 12 aufgeschoben werden können. In einer alternativen Ausgestaltung kann jedes Tragorgan 7, 8 ein (nichtgezeichnetes) Loch aufweisen, worin auf dem Stützteil 10a angebrachte Zapfen (nicht gezeigt) eingepresst werden können. Die Transporteinrichtung 1 soll derart im Verhältnis zu einer bettlägrigen Person gestellt werden können, dass diese, auf dem Sitz- oder Liegeelement 9 sitzend oder liegend, vom Bett weggehoben werden kann, ohne zuerst relativ zum Bett bewegt oder gedreht werden zu müssen. Um dies zu ermöglichen, ist die Hebevorrichtung 3 an einer Seite der Transporteinrichtung 1, vorzugsweise an oder in der Nähe einer der Ecken der Transporteinrichtung 1, plaziert. Das eine Tragorgan 7 der Trageinheit 6 ragt vorzugsweise unmittelbar von der Hebevorrichtung 3 aus sowie auch ein Tragarm 13, der an seinem Aussenende das andere Tragorgan 8 trägt. Um es nicht nötig zu haben, die Trageinheit 6 so weit hochfahren zu müssen, dass die unteren Stege 7b, 8b der Tragorgane 7, 8 oberhalb z. B. einer bettlägrigen und zu holenden Person passieren können, weisen die Verbindungsstege 8c, 8d Hülsen 8f, 8g auf, die auf dem oberen Steg 8a drehbar gelagert sind. Demzufolge wird der durch den unteren Steg 8b und die Verbindungsstege 8c, 8d gebildete Rahmenteil schwenkbar, so dass er von seiner Normallage (in Fig. 1 durch voll ausgezogene Linien angedeutet) nach oben zu einer ausgeschwenkten Lage (in Fig. 1 durch gestrichelte Linien angedeutet) geschwenkt werden kann. Dieser schwenkbare Rahmenteil kann in Normallage und in ausgeschwenkter Lage (und eventuell in weiteren Zwischenstellungen) mittels einer Verriegelung gesperrt werden, die in ihrer einfachsten Form z. B. aus einem Bolzen 14 besteht, der ein Loch der Hülse 8g durchsetzt und der zum Eingriff mit einem (nicht gezeigten) Loch des oberen Stegs 8a gebracht werden kann. Die Verriegelung kann jedoch auch anders ausgestaltet sein, z. B. als eine Schnappvorrichtung herkömmlicher Gattung. Um den Abstand zwischen den Tragorganen 7 und 8 variieren zu können, kann der Tragarm 13 aus einem auf der Hebevorrichtung 3 angebrachten Teil 13a und einem auf diesem verschiebbar gelagerten Teil 13b bestehen. Dieser lässt sich am Teil 13a in verschiedenen Lagen versplinten od. dgl. (nicht gezeigt). Der Tragarm 13 weist zwei parallel gerichtete Haltestiele 15 und 16 auf, auf denen man ein Stützorgan 17 für die Beine einer zu transportierenden Person anbringen kann. Das Stützorgan 17 kann teils einen biegsamen Teil 17a, z. B. aus Tuch oder Plastgewebe, teils zwei Hakenglieder 17b und 17c aufweisen, welch letztere derart ausgestaltet sind, dass sie von oben an die Haltestiele 15, 16 angehakt werden können. Jeder Haltestiel 15 und 16 besteht vorzugsweise aus einem auf dem Tragarm 13 angebrachten Teil und einem auf diesem aufgeschobenen, teleskopierend verschiebbaren Teil, der in verschiedenen Lagen versplintet od. dgl. werden kann. Auf diese Weise kann die Lage des Tragorgans 17 der Beinlänge der zu transportierenden Person angepasst werden. Die Transporteinrichtung wird beispielsweise wie folgt für die Aufhebung und Transportierung einer bettlägrigen Person angewandt: Zunächst muss das Sitz- oder Liegeelement 9 auf dem Bett unter der betreffenden Person angebracht werden. Um diese Operation auszuführen, hebt man die Beine der Person A unter Biegung der Hüft- und eventuell Kniegelenke auf, bis die Oberschenkel C im Winkel zum Oberkörper D stehen. Dieses Beinanheben wird so lange fortgesetzt, bis ein möglichst grosser Teil, zumindest der untere Teil des Gesässes E der Person entlastet oder sich oberhalb des Bettes 18 befindet. Dabei schiebt man das Sitz- oder Liegeelement 9 möglichst weit unter das Gesäss E hinein. Wenn die Beine B der Person A wieder abgesenkt worden sind, so dass ihre Füsse auf dem Bett 18 aufliegen, stützen sich die unteren Gesässteile der Person auf die Oberseite des Sitz- oder Liegeelements 9 ab. Danach senkt man die Beine B, C der Person A so weit herab, dass ihre Oberschenkel C sich von oben auf das Sitz- oder Liegeelement 9 und das Bett 18 abstützen. Eventuell schiebt man danach das Sitz- oder Liegeelement 9 weiter, bringt es zum Anliegen ans Hüftgebiet der Person A und koppelt es oberhalb des Hüftgebietes mittels (nicht gezeigter) Bänder mit Haken (nicht gezeigt) zusammen. Danach fährt man die Transporteinrichtung 1 ans Bett 18 und mit der Trageinheit 6 über das Bett, wobei der Rahmen des Tragorgans 8 aufgeschwenkt und in aufgeschwenkter Stellung gesperrt ist. Wenn die Tragorgane 7, 8 sich zu beider Seiten der Person befinden, wird der Rahmen des Tragorgans 8 herabgeschwenkt und in seiner Normalstellung gesperrt. Danach werden die Hakenglieder 9b, 9c des Sitz- oder Liegeelements 9 mit den unteren Stegen 7b bzw. 8b durch eine Abwärtsbewegung derselben gegen die Stege verbunden. Danach wird die Rücklehne 10 und eventuell das Stützorgan 17 zur Aufnahme der Beine aufgesetzt. Die betreffende Person wird danach vom Bett mittels der Hebevorrichtung 3 aufgehoben und kann dann wegtransportiert werden. Die vorstehend beschriebene Transporteinrichtung 1 ist eine besonders zweckmässige Ausführungsform der Erfindung, die jedoch im Rahmen der Erfindung noch abgeändert werden kann. Als Beispiele alternativer Ausführungen kann genannt werden, dass beide Tragorgane 7, 8 aufschwenkbar angeordnet werden können und dass das Tragorgan 7 auf dem Tragarm 13, z. B. auf dessen Teil 13a, angebracht werden kann. Die erfindungsgemässe Transporteinrichtung ermöglicht eine ausserordentlich schonende Behandlung von Personen beim Aufheben derselben sowie einen ebenso schonenden Transport und vermittelt das sichere Gefühl, während dem Heben, Senken und Transport stabil zu sitzen oder zu liegen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHTransporteinrichtung für kranke, insbesondere bewegungsgehemmte Personen, welche ein fahrbares Untergestell, mindestens eine auf dem Untergestell angebrachte Hebevorrichtung und mindestens eine auf dieser vorgesehene Trageinheit aufweist, wobei die Trageinheit zwei Tragorgane aufweist, die im Abstand voneinander parallel verlaufen und mit denen mindestens ein Sitz- oder Liegeelement aus biegsamem Material verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Tragorgan (7, 8) einen oberen Steg (7a, 8a) und einen unterhalb dieses Steges verlaufenden unteren Steg (7b, 8b) aufweist, wobei das Sitz- oder Liegeelement (9) zwischen den Tragorganen (7, 8) an den unteren Stegen (7b, 8b) befestigt und derart angeordnet ist, dass ein minimales Durchhängen des besagten Elementes (9) erreichbar ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitz- oder Liegeelement (9) ein biegsames Tuch aufweist, das an zwei entgegengesetzten Seiten langgestreckte Hakenglieder (9b, 9c) hat, die ausgestaltet sind, von oben an den unteren Stegen (7b bzw. 8b) angehakt zu werden und bei Belastung des Sitz- oder Liegeelements (9) ihre angehakte Lage beizubehalten.2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Tragorgan (7, 8) eine Anhakepartie für die Hakenglieder (9b, 9c) aufweist, deren Länge von aufwärtsragenden Teilen (7e, 8e oder 7c, 7d und 8c, 8d) begrenzt wird.3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebevorrichtung (3) die Trageinheit (6) an oder in der Nähe von deren einen Ecke hält.4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das eine Tragorgan (8) der Trageinheit (6) einen unteren Steg (8b) aufweist, der schwenkbar mit dem oberen Steg (8a) verbunden ist und von einer Position unterhalb des oberen Stegs (8a) in eine im Verhältnis zum oberen Steg (8a) gleichhohe Position schwenkbar ist, wobei der untere Steg (8b) durch zumindest eine Sperrvorrichtung (14) in den genannten Positionen im Verhältnis zum oberen Steg (8a) sperrbar ist.5. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Tragorgan (8) der Trageinheit (6) durch einen Tragarm (13) mit der Hebevorrichtung (3) verbunden ist, wobei der Tragarm (13) einen an der Hebevorrichtung (3) befestigten Teil (13a) aufweist und einen auf diesem Teil (13c) teleskopartig verschiebbaren Teil (13b) aufweist, an dem das Tragorgan (8) angeordnet ist.6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der verschiebbare Teil (13b) des Tragarms (13) Halter (15, 16) zum Tragen eines Tragorgans (1) aufweist, welches zum Tragen der Beine einer Person, die transportiert wird, vorgesehen ist.7. Einrichtung nach Patentanspruch, welche ein mehrseitiges Untergestell aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebevorrichtung (3) in einer Ecke oder in der Nähe von einer Ecke des Untergestells (2) angeordnet ist.
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