CH604508A5 - ((N-Benzyl-3-trifluoromethyl-anilino)methylene)malonitrile derivs - Google Patents

((N-Benzyl-3-trifluoromethyl-anilino)methylene)malonitrile derivs

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CH604508A5
CH604508A5 CH53375A CH53375A CH604508A5 CH 604508 A5 CH604508 A5 CH 604508A5 CH 53375 A CH53375 A CH 53375A CH 53375 A CH53375 A CH 53375A CH 604508 A5 CH604508 A5 CH 604508A5
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benzyl
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trifluoromethyl
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CH53375A
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Jozef Dr Drabek
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Ciba Geigy Ag
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Description


  
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schädlingsbekämpfungsmittel, enthaltend als aktive Komponente ein   N(2,2-Di-    cyanovinyl)-N-benzyl-anilin, und dessen Verwendung zur Schädlingsbekämpfung.



   Die im erfindungsgemässen Mittel enthaltenen Verbindungen entsprechen der Formel I
EMI1.1     
 worin   X1    und X2, unabhängig voneinander, ein Chloratom oder einen Trifluormethylrest bedeuten.



   Von besonderer Bedeutung wegen ihrer Wirkung gegen Schädlinge vor allem gegen Insekten, sind Verbindungen der Formel 1, worin X1 einen meta-Trifluormethylrest bedeutet.



   Die neuen Verbindungen der Formel I können nach an sich bekannten Methoden dadurch erhalten werden, dass man z. B. eine Verbindung der Formel II
EMI1.2     
 worin   Xt    und X2 die unter Formel I schon angegebenen Bedeutungen haben, mit einem Benzylhalid der Formel III
EMI1.3     
 worin Z für ein Halogenatom insbesondere ein Chlor- oder Bromatom steht, in Gegenwart einer Base, umsetzt.



   Als für diese Reaktion geeignete Basen kommen beispielsweise tertiäre Amine wie Trialkylamine und Pyridin, Hydroxide, Oxide, Carbonate und Bicarbonate von Alkali- und Er dalkalimetallen, sowie Alkalimetallalkoholate wie z. B. Kalium-tbutylat und Natrium-methylat in Betracht.



   Die Reaktion wird vorzugsweise bei normalem Druck bei einer Temperatur zwischen   0     und 120   "C,    meist zwischen   20O    und 100   "C    und in Gegenwart eines gegenüber den Reaktionsteilnehmern inerten Lösungs- oder Verdünnungsmittels durchgeführt. Als Lösungs- oder Verdünnungsmittel sind beispielsweise folgende geeignet: aromatische Kohlenwasserstoffe wie z. B. Chlorbenzol, Polychlorbenzole und Brombenzol; chlorierte Alkane mit 1-3 Kohlenstoffatomen; Äther wie Dioxan und Tetrahydrofuran; Ester wie Essigsäureäthylester; Ketone wie Aceton, Methyläthylketon und Diäthylketon; Formamid; Nitrile wie Acetonitril; Alkohole wie Äthylalkohol; Dimethylsulfoxyd und Wasser.



   Die Ausgangsstoffe der Formel II sind bekannt bzw. können nach bekannten Methoden hergestellt werden (vgl. U. S.



  Patentschrift Nr. 3 551 573).



   Die Verbindungen der Formel I eignen sich zur Bekämpfung von verschiedenartigen tierischen und pflanzlichen Schädlingen. Insbesondere eignen sie sich zur Bekämpfung von Insekten der Familien: Acrididae, Blattidae, Gryllidae, Gryllotalpidae, Tettigoniidae, Cimicidae, Pyrrhocoridae, Redu viidae, Aphididae, Delphacidae, Diaspididae, Pseudococci dae, Chrysomelidae, Coccinellidae, Bruchidae, Scarabaeidae,
Dermestidae, Tenebrionidae, Curculionidae, Tineidae, Noctui dae, Lymantriidae, Pyralidae, Galleriidae, Culicidae, Tipuli dae, Stomoxydae, Muscidae, Calliphoridae, Trypetidae und
Pulicidae.



   Vor allem aber eignen sich die Verbindungen der For mel I zur Bekämpfung von pflanzenschädigenden Insekten, insbesondere pflanzenschädigenden Frassinsekten, in Zier und Nutzpflanzkulturen wie z. B. Baumwoll- und Reiskultu ren.



   Diese insektizide Wirkung lässt sich durch Zusatz von an deren Insektiziden wesentlich verbreitern und an gegebene
Umstände anpassen. Als Zusätze eignen sich z. B.: organi sche Phosphorverbindungen, Nitrophenole und ihre Deri vate, Formamidine, Harnstoffe, pyrethrinartige Verbindun gen, Carbamate und chlorierte Kohlenwasserstoffe.



   Die im Vergleich zu den aus dem U.S. Patent Nr.



   3 551 573 bekannten Analogen günstigere Toxizität der erfin dungsgemässen Verbindungen gegen Warmblüter soll auch vermerkt werden.



   Die Verbindungen der Formel I werden erfindungsge mäss zusammen mit geeigneten Trägern und/oder Zuschlags stoffen eingesetzt. Geeignete Träger und Zuschlagsstoffe kön nen fest oder flüssig sein und entsprechen den in der Formu lierungstechnik üblichen Stoffen wie z. B. natürlichen oder re generierten Stoffen, Lösungs-, Dispergier-, Netz-, Haft-, Ver dickungs-Binde- und/oder Düngemitteln.



   Die Herstellung erfindungsgemässer Mittel erfolgt in an sich bekannter Weise durch inniges Vermischen und/oder
Vermahlen von Verbindungen der Formel I mit den geeigne ten Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Zusatz von gegen  über den Wirkstoffen inerten Dispergier- oder Lösungsmit teln. Die Wirkstoffe können in den folgenden Aufarbeitungs formen vorliegen und angewendet werden:
Feste Aufarbeitungsformen: Stäubemittel, Streumittel und Granulate (Umhüllungsgranulate, Imprägnierungsgranu late und Homogengranulate);
Flüssige Aufarbeitungsformen: a) in Wasser dispergierbare Spritzpulver, Pasten und
Emulsionen; b) Lösungen.



   Der Gehalt an Wirkstoff (Verbindung der Formel I) in den oben beschriebenen Mitteln liegt zwischen 0,1-95%, dabei ist zu erwähnen, dass bei der Applikation aus dem Flug zeug oder mittels anderer geeigneter Applikationsgeräte
Konzentrationen bis zu 99,5% eingesetzt werden können.



   Die Verbindungen der Formel I können beispielsweise wie folgt formuliert werden (Teile bedeuten Gewichtsteile):
Beispiel 1
Stäubemittel: Zur Herstellung eines a)   50/obigen    und b)    20/eigen    Stäubemittels werden die folgenden Stoffe verwen det: a) 5 Teile Wirkstoff,
95 Teile Talkum; b) 2 Teile Wirkstoff,
1 Teil hochdisperse Kieselsäure,
97 Teile Talkum.



   Die Wirkstoffe werden mit den Trägerstoffen vermischt und vermahlen.



   Granulat: Zur Herstellung eines   50/obigen    Granulates wer den die folgenden Stoffe verwendet:  
5 Teile Wirkstoff,
0,25 Teile Epichlorhydrin,
0,25 Teile Cetylpolyglykoläther,
3,50 Teile Polyäthylenglykol,
91 Teile Kaolin (Korngrösse 0,3-0,8 mm).



  Der Wirkstoff wird mit Epichlorhydrin vermischt und mit 6 Teilen Aceton gelöst, hierauf wird Polyäthylenglykol und Cetylpolyglykoläther zugesetzt. Die so erhaltene Lösung wird auf Kaolin aufgesprüht und anschliessend das Aceton im Vakuum verdampft.



   Spritzpulver: Zur Herstellung eines a)   400/obigen,    b) und c)    250/obigen    und d)   1 00/obigen    Spritzpulvers werden folgende Be standteile verwendet: a) 40 Teile Wirkstoff,
5 Teile Ligninsulfonsäure-Natriumsalz,
1 Teil   Dibutylnaphthalinsulfonsäure-Natriumsalz,   
54 Teile Kieselsäure; b) 25 Teile Wirkstoff,
4,5 Teile Calcium-Ligninsulfonat,
1,9 Teile Champagne-Kreide/Hydroxyäthylcellulose
Gemisch (1:1),
1,5 Teile Natrium-dibutyl-naphthalinsulfonat,
19,5 Teile Kieselsäure,
19,5 Teile Champagne-Kreide,
28,1 Teile Kaolin; c) 25 Teile Wirkstoff,
2,5 Teile Isooctylphenoxy-polyäthanol,
1,7 Teile Champagne-Kreide/Hydroxyäthylcellulose
Gemisch (1:1),
8,3 Teile Natriumaluminiumsilikat,
16,5 Teile Kieselgur,
46 Teile Kaolin;

   d) 10 Teile Wirkstoff,
3 Teile Gemisch der Natriumsalze von gesättigten
Fettalkoholsulfaten,
5 Teile Naphthalinsulfonsäure/Formaldehyd
Kondensat,
82 Teile Kaolin.



   Die Wirkstoffe werden in geeigneten Mischern mit den
Zuschlagstoffen innig vermischt und auf entsprechenden
Mühlen und Walzen vermahlen. Man erhält Spritzpulver, die sich mit Wasser zu Suspensionen der gewünschten Konzen tration verdünnen lassen.



   Emulgierbare Konzentrate: Zur Herstellung eines a)    1 00/oigen,    b)   250/obigen    und c)   500/eigen    emulgierbaren Konzen trates werden die folgenden Stoffe verwendet: a) 10 Teile Wirkstoff,
3,4 Teile epoxydiertes Pflanzenöl,
3,4 Teile eines Kombinationsemulgators, bestehend aus Fettalkoholpolyglykoläther und Alkylarylsulfonat-Calcium-Salz,
40 Teile Dimethylformamid,
43,2 Teile Xylol; b) 25 Teile Wirkstoff,
2,5 Teile epoxydiertes Pflanzenöl,
10 Teile eines Alkylarylsulfonat/Fettalkoholpoly glykoläther-Gemisches,
5 Teile Dimethylformamid,
57,5 Teile Xylol; c) 50 Teile Wirkstoff,
4,2 Teile Tributylphenol-Polyglykoläther,
5,8 Teile Calcium-Dodecylbenzolsulfonat,
20 Teile Cyclohexanon,
20 Teile Xylol.



   Aus solchen Konzentraten können durch Verdünnen mit Wasser Emulsionen der gewünschten Konzentration hergestellt werden.



   Sprühmittel: Zur Herstellung eines a)   50/obigen    und b)   950/obigen    Sprühmittels werden die folgenden Bestandteile verwendet: a) 5 Teile Wirkstoff
1 Teil Epichlorhydrin,
94 Teile Benzin (Siedegrenzen 160-190   "C);    b) 95 Teile Wirkstoff,
5 Teile Epichlorhydrin.



  Die nachfolgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der Erfindung.



  Beispiel 2 Herstellung von   N (2,2-Dicyanovinyl)-N-benzyl-3,5-bistnfluor-    methyl-anilin
30,4 g N-(2,2-Dicyanovinyl)-anilin werden in einer Lösung von 5,61 g KOH in 100 ml Methanol gelöst. Das Methylalkohol wird abdestilliert und der Rückstand in 150 ml Acetonitril suspendiert. Zu dieser Suspension wird 12,6 g Benzylchlorid zugegeben und das erhaltene Reaktionsgemisch während drei Stunden bei 60-70   "C    gerührt. Das Gemisch wird abgekühlt und abgenutscht und das Acetonitril abdestilliert. Das Rohprodukt wird in heissem Tetrachlorkohlenstoff aufgeschlämmt und heisst abgenutscht. 

  Aus dem Filtrat krystallisiert nach Abkühlung das   N-(2,2-Dicyanovinyl > N-benzyl-3,5-bis-    trifluormethyl-anilin in gelblichen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von   93"-96      "C.    Analog werden folgende Verbindungen der Formel I erhalten.



  Verbindung Nr.
EMI2.1     
  



   Beispiel 3 A) Insektizide Frassgift-Wirkung
Baumwollpflanzen und Kartoffelstauden wurden mit einer   0,02 /0igen    Wirkstoffemulsion (erhalten aus einem
10%igen emulgierbaren Konzentrat) besprüht.



   Nach dem Antrocknen des Belages wurden die Baumwollpflanzen je mit Spodoptera littoralis- bzw. Heliothis virescens-Larven im L-3 Stadium und die Kartoffelstauden mit
Kartoffelkäfer-Larven (Leptinotarsa decemlineata) im L-3-Stadium besiedelt.



   Der Versuch wurde bei 24   "C    und 60% relativer   Luftfeuch    tigkeit durchgeführt und die prozentuale Auswertung der erzielten Abtötung erfolgte nach 3 Tagen.



  Resultate:      /Oige Abtötung nach 3 Tagen Heliothis Verbindung Leptinotarsa Spodoptera    Nr.   decemlineata    littoralis virescens   100%    100% 100% 2   900/0    100% 90% B) Insektizide Frassgift-Dauer-Wirkung
Obiger Versuch (Spodoptera littoralis und Heliothis virescens) wurde wiederholt unter Verwendung einer   0,05 /Oigen    anstelle 0,02%igen Wirkstoffemulsion. Die Pflanzen wurden 8 Tage nach Behandlung mit der Wirkstoffemulsion mit den Testtieren besiedelt und die Auswertung der erzielten Abtötung erfolgte 3 Tage nach   Besiedlung.   



  Resultate:  %ige Abtötung
Verbindung Spodoptera Heliothis Nr. littoralis   virescens   
1   100%      1000/0   
2   1000/,,    100% Beispiel 4 Wirkung gegen Chilo supressalis
Je 6 Reiskeimlinge der Sorte Caloro wurden in Plastiktöpfen so angezogen, dass ihr Wurzelwerk zu einer Scheibe verfilzt war. Die Wurzeln wurden in eine 0,08%bige Wirkstofflösung eingetaucht und abtropfen gelassen. Anschliessend wurden 5 Versuchstiere (Chilo supressalis-Larben supressalis-Larven im L2-Stadium) je einen Topf gesetzt und die behandelten Pflanzen darauf gegeben.



   Eine prozentuale Auswertung der erzielten Abtötung erfolgte nach 5 Tagen.



   Als Vergleichssubstanzen dienten:
EMI3.1     
 Bekannt aus U. S. Patentschrift   Nur. 3 551    573 (Verbindung A) und
EMI3.2     
 Bekannt aus U. S. Patentschrift Nr. 3551 573 (Verbindung B) Resultate: Verbindung 1 2 A B    /Oige    100% 100%   0%      0%    Abtötung
PATENTANSPRUCH 1
Schädlingsbekämpfungsmittel, enthaltend als aktive Komponente eine Verbindung der Formel I
EMI3.3     
 worin X1 und X2 unabhängig voneinander, ein Chloratom oder einen Trifluormethylrest bedeuten.

 

   UNTERANSPRÜCHE
1. Mittel gemäss Patentanspruch I, enthaltend eine Verbindung der Formel I, worin X1, einen meta-Trifluormethylrest bedeutet.



   2. Mittel gemäss Unteranspruch 1, enthaltend N-(2,2-Dicya   novinyl)-N-benzyl-3,5.bistrifluormethylanilin.   



   3. Mittel gemäss Unteranspruch 1, enthaltend N-(2,2-Dicya   novinyl > N-benzyl-3-trifluormethyl-4-chloranilin.   



   PATENTANSPRUCH II
Verwendung der Mittel gemäss Patentanspruch I zur Bekämpfung von Insekten. 

Claims (1)

  1. UNTERANSPRUCH
    4. Verwendung gemäss Patentanspruch II zur Bekämpfung von pflanzenschädigenden Insekten.
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