Die Erfindung betrifft einen Schaukasten mit einem rechteckigen Rahmen bestehend aus einem Profil, insbesondere einem stranggepressten Metallprofil, mit Eckverbindern und mit Befestigungsteilen für einen Fensterflügel oder für Glasschiebetüren.
Es sind bereits verschiedenartige Schaukästen bekannt, deren Konstruktion viele Wünsche, insbesondere bezüglich einfachem Aufbau, leichter Handhabung, Stabilität gegen Verzug und Formschönheit, offen lässt. Die bekannten Schaukästen lassen sich mangels Formsteifigkeit auch nicht in der oftmals gewünschten Breite, nämlich bis zu 2,50 m, herstellen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die bekannten Nachteile zu beseitigen und einen formschönen, aus nur zwei Hohiprofilen für den Rahmen und den Fensterflügel sowie einer auswechselbaren Rückwand zusammengesetzten Schaukasten zu schaffen, der glatte Aussenseiten und eine mit den Seitenwänden abschliessende Vorderfront aufweist und dessen Inneres gegen Regenwasser geschützt ist. Der Schaukasten soll auch glatte Innenwände besitzen.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung bei Schaukästen der eingangs genannten Gattung durch die Kombination folgender Merkmale gelöst: a) das Profil ist als Hohlprofil mit an der Aussenseite angebrachten Verlängerungen ausgebildet; b) an der der Rückseite zugekehrten Verlängerung ist mit Hilfe von einklipsbaren Schienen eine Rück'wand befe steigt; cl die Innenseite des Fensterflügels liegt bei geschlossenem Schaukasten an der etwas vorstehenden Seitenkante der Innenseite des Hohlprofils an.
Vorzugsweise sind die Scharnierteile an einer Verlängerung des Hohlprofils derart angebracht, dass das Profil des Fensterflügels mit der zur Vorderseite des Schaukastens geichteten Verlängerung abschliesst. Vorzugsweise besteht das Profil für den Schaukasten aus einem rechteckigen Hohlpro- i1 mit einer an einer Schmalseite angebrachten, den Hohl- aum des Hohlprofils vergrössernden Verlängerung, an die ;
;ich ein Winkelprofilteil anschliesst. Hierbei sind an der ge Jenüberliegenden Schmalseite des Hohlprofils zwei nebeneinanderstehende kurze Winkelprofilteile und in Verlängerung der glatten Aussenseite des Hohiproflis ein weiteres Winkelfi profilteil mit einem kurzen Winkelprofilteil zum Einklipsen einer Halteschiene angeschlossen.
Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, dass z.B. ein wirklich formschöner Schaukasten geschaffen ist, der einen sofort ins Auge springenden ästhetischen Effekt besitzt. Bei der Kon struktion des Profils für den Rahmen des erfindungsgemässen Schaukastens kann nämlich auf eine besondere Linienführung Wert gelegt werden und darauf, dass eine saubere und einwandfreie Herstellung des Schaukastens erleichtert wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Fenster- flügel mit der in Gummiprofile eingelegten Scheibe an dem äusseren Winkelprofilteil des Rahmens bündig anschliesst und damit auch den Innenraum des Schaukastens gegen Regenwasser abdichtet.
Nach einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein Schaukasten mit Glasschiebetüren vorgeschlagen, wobei auf der Verlängerung des Hohlprofils ein Doppel-U- -Profil, z.B. mit Blindnieten befestigt ist, das sich mit einem kleinen T-förmigen Profilteil auf dem Winkelprofilteil der vorderen Verlängerung abstützt und mit einem am äusseren Schenkel des Doppel-U-Profils in Fortsetzung nach unten angebrachten Winkelprofilteil an die Verlängerung aussen anschliesst, und wobei im Doppel-U-Profil zwei U-förmige
Schienen mit je einer Laufleiste eingesetzt sind. Bei diesem ichaukasten wird vorteilhaft das gleiche Hohlprofil für den Rahmen verwendet wie bei den anderen Schaukästen mit einem Fensterflügel.
Die geschilderten und weitere Einzelheiten der Erfindung sind anhand der beigefügten Zeichnung nachfolgend näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen rechteckigen Schaukasten in Ansicht schräg von vorn,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Schaukasten nach der Linie II-II der Fig. 1 mit Flügeltür und
Fig. 3 einen Querschnitt entsprechend Fig. 2 mit Glasschiebetüren.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Schaukasten sind nur der Rahmen 1 und der mit einer Glasscheibe versehene Fensterflügel 8 sowie die Rückwand 7 mit den darauf befestigten, nicht abgebildeten Reklame- bzw. Anzeigetafeln von aussen sichtbar. Dadurch erhält der Schaukasten das besonders hervorstechende ästhetische Aussehen.
Aus Fig. 2 ist der Aufbau des erfindungsgemäss gestalteten Schaukastens erkennbar. Der Schaukasten besteht aus dem Rahmen 1, der mit Schienen 5, 6 befestigten und in Dichtungen 15, 16 wasserdicht eingesetzten Rückwand 7 sowie dem an Scharnierteilen 9 befestigten Fensterflügel 8 und einer in Dichtungen 17, 18 eingesetzten Glasscheibe 19.
Der Rahmen 1 begrenzt den Schaukasten an den Seiten sowie oben und unten. Dieser Rahmen wird durch ein rechtek kiges Hohlprofil 2 und durch Verlängerungen 13, 14, 3, 4 gebildet, wobei an der zum Fensterflügel 8 gelegenen Schmalseite 11 mit Verlängerungen 13, 14 ein schmaler Hohlraum 23 gebildet ist, der mit dem grossen Hohlraum 22 des Hohlprofils 2 in Verbindung steht. Die Verlängerung 13 ist fortgesetzt durch die Verlängerung 3, die in einem rechtwinklig abgebogenen Winkelprofilteil 24 endet. An der zur Rückwand 7 gelegenen Schmalseite 21 des Rahmens 1 befinden sich zum Festhalten der inneren Dichtung 16 der Rückwand 7 zwei nebeneinander angeordnete kurze Winkelprofilteile 25 und 26. An der Aussenseite ist der Rahmen 1 durch die Verlängerung 4 und das Winkelprofilteil 27 bis zur Rückseite des Schaukastens fortgesetzt.
Zum Befestigen der Rückwand 7 können Schienen 5, 6 verwendet werden, die zwischen den Winkelprofifteilen 27 und 28 eingeklipst sind und die Dichtungen 15 und 16 derart gegen die Rückwand 7 drücken, dass Regenwasser nicht eindringen kann. An der Vorderseite des Schaukastens ist zwischen dem Fensterflügel 8 und dem Winkelprofilteil 24 nur ein schmaler Spalt, in den Gegen wasser eindringen könnte, das dann nach unten abläuft und aus den Bohrungen 31 entweicht. Da der Fensterflügel 8 mit seiner Innenseite an der etwas vorstehenden Seitenkante 29 der Innenseite 12 des Hohlprofils 2 anliegt, kann das Regenwasser jedoch nicht in den Innenraum 30 des Schaukastens eindringen, so dass dieser wasserdicht abgeschlossen ist.
Der Schaukasten kann mit einem oder mehreren Schlössern 20 abgeschlossen werden.
Die Erfindung ist nicht auf Schaukästen beschränkt, die aus einem Hohlprofil 2 mit bestimmten Abmessungen aufgebaut sind. Vielmehr können zum Herstellen eines Schaukastens mit den erfindungsgemässen Merkmalen auch Profile anderer Abmessungen, z.B. das Hohlprofil 45 (Fig. 3), verwendet werden, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen So kann beispielsweise das Hohlprofil 2 derart verlängert werden, dass die Innenseite 12 und damit die Tiefe des Innenraumes 30 des Schaukastens vergrössert wird. Dadurch wird ermöglicht, eine nicht dargestellte Beleuchtung, z.B.
aus Leuchtstofflampen bestehend, im oberen Teil des Innenraumes 30 unterzubringen. Falls eine Beleuchtung nicht erforderlich sein sollte, kann ein verkürztes Profil 45 (Fig. 3) zur Anwendung kommen. Das Profil des Fensterflügels 8 kann in entsprechender Weise breiter oder schmaler gehalten werden, wobei die Grösse des Fensterflügeis 8 für die Aus wahl des schmaleren oder breiteren Profils massgebend ist, um in jedem Falle den Anforderungen an die Stabilität zu genügen.
Gemäss Fig. 3 besteht ein Schaukasten mit Glasschiebetüren im wesentlichen aus einem Hohlprofil 45 für den äusseren Rahmen, einem unteren Doppel-U-Profil 33 für die U-förmigen Schienen 35 und 36 zur Führung je eines Laufschlittens 32, einem oberen Doppel-U-Profil 34 und je einer Glasscheibe 44 für die Glasschiebetüren. Das Doppel-U Profil 33, 34 wird mit Blindnieten 40 auf der Verlängerung 14 des Hohlprofils 45 befestigt und stützt sich mit einem T-förmigen Profilteil 39 auf dem Winkelprofilteil 24 des Hohlprofils 45 ab. Der äussere Schenkel 41 des Doppei-U- -Profils 33 bildet aussen eine glatte Oberfläche, so dass ein formschönes Aussehen erreicht wird.
Im unteren Bereich schliesst das Winkelprofilteil 42 des Doppei-U-Profils 33 ohne Absatz an das Winkelprofilteil 24 des Hohlprofils 45 an. Die U-förmigen Schienen 35 und 36 besitzen an der Oberseite Laufleisten 37, 38 für die Rollen je eines Laufschlittens 32 der Glasschiebetüren. Die Glasscheibe 44 ist unten in einem Laufschlitten 32 und oben innerhalb des Doppel;U-Profils 34 mit mehreren Klammern 43 geführt.
Durch die Verwendung von gleich aufgebauten Hohlprofilen 2 (Fig. 2) und 45 (Fig. 3) ist es in vorteilhafter Weise möglich, im Bedarfsfalle einen Schaukasten mit einem Fensterflügel 8 in einen Schaukasten mit Glasschiebetüren (Fig. 3) umzubauen. Hierzu brauchen lediglich der Fensterflügel mit den Scharnieren 9 von der Verlängerung 14 des Hohlprofils 2 abgenommen und die Doppel-U-Profile 33 und 34 befestigt, die U-Schienen 35 und 36 eingelegt sowie die Glasschiebetüren eingesetzt zu werden.