Die Erfindung betrifft eine Ladevorrichtung für eine Batterie eines batteriebetriebenen elektrischen Gerätes, insbesondere eines Handscheinwerfers, mit einer Konsole, welche mit elektrischen Anschlusstücken versehen ist, die für den Ladevorgang mit korrespondierenden Anschlusskontakten des elektrischen Gerätes zu verbinden sind.
Eine Ladevorrichtung dieser Art ist beispielsweise aus dem DT-Gbm 1 927 677 bekannt; dort sind mehrere Ladeeinrichtungen für Akkumulatorenbatterien sowie für mit solchen Batterien betriebene Geräte vorgesehen, wobei die einzelnen Ladeeinrichtungen durch unterschiedliche Ausbildung der Kontaktierung sowie der elektrischen Schaltung für die Ladung verschiedener Batterien eingerichtet sind. Jede Ladeeinrichtung eignet sich nur für einen bestimmten Verbraucher.
Aus dem DT-Gbm 1 603 944 ist ein Ladegestell mit mehreren Ladestellen zum Aufladen von hintereinandergeschalteten Akkumulatorenbatterien bekannt, bei dem die nicht besetzten Ladestellen bei Herausnahme einzelner Batterien selbsttätig mittels elektrischer Widerstände überbrückt werden. Durch eine automatisch betätigbare Umschaltvorrichtung wird ein elektrischer Widerstand in den Gesamtladestromkreis eingeschaltet, welcher dem inneren Widerstand einer Batterie entspricht.
Aus dem'DT-Gbm 1 745 683 ist schliesslich ein Ladegestell bekannt, in dem elektrische Akkumulatoren verschiedener Grösse mit unterschiedlichen Ladeströmen geladen werden können. Die Ladung erfolgt dabei in Abhängigkeit des Spannungsabfalls an einem Shunt, welcher der Batterie parallelgeschaltet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ladevorrichtung für eine Batterie eines batteriebetriebenen elektrischen Gerätes zu schaffen, welche es mit einfachen Mitteln gestattet, eine automatische Anpassung des für unterschiedliche Batterien notwendigen Ladestromes, insbesondere des sogenannten Erhaltungsladestromes, zu erzielen. Die Umschaltung soll verlustarm und betriebssicher sein, so dass die Einstellung eines falschen Ladestromes ausgeschlossen ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass an der Konsole eine durch das zu ladende elektrische Gerät zu betätigende Umschaltvorrichtung für den Ladestromkreis vorgesehen ist.
Als zweckmässig hat es sich erwiesen, wenn die Umschaltvorrichtung einen längsverschiebbaren Schaltstift aufweist, der aus seiner Ruhelage heraus entgegen einer Federkraft und durch das elektrische Gerät zu betätigen ist.
Eine solche Konstruktion erlaubt mit einfachsten Mitteln eine betriebssichere, automatische Umschaltung im Ladestromkreis, wodurch der Ladestrom dem Batterietyp selbsttätig angepasst wird. Diese Vorrichtung kann besonders einfach und vorteilhaft gestaltet werden, wenn ein Schaltstift der Umschaltvorrichtung auf einen Federkontakt einwirkt, durch den ein elektrischer Widerstand im Ladestromkreis überbrückbar ist, wenn das elektrische Gerät in die Ladekonsole eingesetzt wird.
Weiterausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, welches anhand der Abbildungen näher erläutert ist. Diese zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Konsole der Ladevorrichtung,
Fig. 2 eine Teilansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein zu ladendes elektrisches Gerät mit einer ersten Ausgestaltung seines Gehäuses zur Betätigung der Umschaltvorrichtung,
Fig. 4 einen Teilschnitt durch ein zweites zu ladendes elektrisches Gerät mit einer anderen Ausgestaltung des Gehäuses, und
Fig. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V in Fig. 4.
In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Ladevorrich tung dargestellt. Sie enthält eine sesselförmige Konsole 10 mit einem aus Kunststoff hergestellten Gehäuse 11, auf dessen horizontalem, unterem Teil das zu ladende elektrische Gerät aufgesetzt wird. Als batteriebetriebenes elektrisches Gerät, dessen Batterie durch die Ladevorrichtung geladen werden soll, ist ausschnittsweise in Fig. 3 ein Handscheinwerfer 12 dargestellt. In ihrer etwa senkrecht verlaufenden Rückwand 13 enthält die Konsole 10 im oberen Teil fest angebrachte
Anschlusstücke 14 sowie einen längsverschiebbaren Schaltstift
15, welcher beim Einsetzen des Handscheinwerfers 12 in die
Konsole in waagrechter Richtung in die Konsole hineingescho ben wird und dabei einen drahtfönnigen Federkontakt 16 betätigt.
Beim Eindrücken des Federkontaktes 16 kommt dieser in Berührung mit einer weiteren Drahtfeder 17; durch diese elektrische Kontaktierung wird ein bei 18 angedeuteter
Widerstand überbrückt: Der Widerstand 18 sitzt im Lade stromkreis, vorzugsweise im Steuerkreis der Ladevorrichtung und ist entscheidend für die Höhe des Ladestromes, der über die Anschlusstücke 14 an die Batterie des zu ladenden Gerätes abgegeben wird.
Fig. 2 zeigt eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1 des oberen Teils der Rückwand 13 der Konsole 10. Aus dieser
Ansicht wird die Lage der beiden Anschlusstücke 14 sowie des Schaltstiftes 15 deutlich. Die Umschaltvorrichtung besteht gemäss den vorhergehenden Ausführungen also aus dem
Schaltstift 15, dem von ihm betätigbaren Federkontakt 16 und der kontaktierten Drahtfeder 17. Die Betätigung der
Umschaltvorrichtung erfolgt durch das zu ladende elektrische
Gerät selbst, wenn dieses in die Konsole 10 eingesetzt und mit den Anschlusstücken 14 kontaktiert wird. Je nach der Ausbil dung der der Rückwand 13 im Ladezustand benachbarten
Wand des elektrischen Gerätes wird der Schaltstift 15 einge drückt oder nicht eingedrückt und demzufolge der Ladestrom in seiner Höhe geändert und der Batterie des elektrischen
Gerätes angepasst.
Die Steuerung des Ladestromes erfolgt also durch eine vorgegebene Gestaltung an der Rückwand des
Gehäuses des elektrischen Gerätes, für welches eine Batterie bestimmter Bauart vorgesehen ist. Durch die Umschaltvorrich tung kann sowohl der eigentliche Ladestrom für die Batterie wie auch der sogenannte Erhaltungsladestrom nach Abschluss des Schnelladevorganges verändert werden. Bei einer bevor zugten Ausführungsform der Erfindung kann das zu ladende elektrische Gerät wahlweise mit einer offenen oder mit einer dicht verschlossenen Batterie bestückt werden. In diesem Fall wird der eigentliche Ladestrom für beide Batterien in gleicher
Höhe gewählt, lediglich der sogenannte Erhaltungsladestrom muss bei einem geschlossenen System grösser sein, um eine grössere Selbstentladung der Batterie auszugleichen.
Fig. 3 zeigt den Sockel eines Handscheinwerfers 12, welcher eine zu ladende Batterie 19 enthält. Der Leuchtenkopf 20 ist teilweise weggebrochen; seine Ausbildung kann beliebig sein, da die Umschaltvorrichtung entsprechend der Ausgestaltung der Rückwand des Sockels betätigbar ist.
Am Kopf 21 des Leuchtensockels, welcher zum Herausneh men der Batterie schwenkbar ist, ist bei der Ausführung gemäss Fig. 3 an der der Rückwand 13 der Konsole 10 gegen überliegenden Rückwand 22 des Handscheinwerfers ein vor springender Nocken 23 angebracht, welcher beim Einsetzen des Handscheinwerfers 12 in die Konsole 10 dem Schaltstift 15 gegenüberliegt und diesen zur Kontaktierung des Federkon taktes 16 und der Drahtfeder 17 in waagrechter Richtung verschiebt, wodurch der Widerstand 18 überbrückt wird.
Als Alternative zu der in Fig. 3 dargestellten Ausführungs form ist in den Fig. 4 und 5 die Rückwand 22 des schwenkba ren Kopfes 21 des Handscheinwerfers 12 mit einer Aussparung 24 versehen, in welche der Schaltstift 15 beim Einsetzen des Handscheinwerfers 12 in die Konsole 10 hineinragt. Der Schaltstift 15 wird bei den Ausführungen gemäss Fig. 4 und 5 nicht eingedrückt, so dass auch die Umschaltvorrichtung nicht betätigt wird. Hierdurch bleibt der Widerstand 18 im Ladestromkreis eingeschaltet, wodurch sich ein anderer Ladestrom einstellt als beim Einsetzen eines Handscheinwerfers in der Ausführung gemäss Fig. 3.
Die Kontaktgabe von den Anschlusstücken 14 an der Ladevorrichtung zur Batterie 19 erfolgt über versenkte Anschlusskontakte 25 in der Rückwand des batteriebetriebenen elektrischen Gerätes 12. Die Anschlusstücke 14 werden beim Einsetzen des Gerätes 12 in die korrespondierenden Aussparungen mit den Anschlusskontakten 25 eingedrückt, wobei sich der Ladestromkreis für die Batterie schliesst.
Durch die neuartige Gestaltung der Ladevorrichtung erreicht man also ein automatisches Umschalten derselben auf den richtigen Ladestrom, insbesondere auf den erforderlichen Erhaltungsladestrom der Batterie des eingesetzten batteriebetriebenen Gerätes durch einfaches Einsetzen dieses Gerätes in die Ladekonsole 10. Beim Eindrücken des Schaltstiftes 15 an der Konsole 10 wird ein aus den gekreuzten Drahtfedern 16 und 17 gebildeter Schliesskontakt geschlossen, beim Loslassen des Schaltstiftes 15 wieder geöffnet. Bei geschlossenem Kontakt, d. h. bei Betätigung der Umschaltvorrichtung, fliesst über die Anschlusstücke 14 beim Laden ein anderer Erhaltungsla- destrom als bei geöffnetem Kontakt, wobei der Widerstand 18 als Emitter-Vorwiderstand in einen transistorgeregelten Ladestromkreis eingeschaltet ist.
Das Eindrücken des Schaltstiftes 15 bzw. dessen Nichteindrücken erfolgt automatisch durch das zum Laden eingesetzte elektrische Gerät, wobei z. B. an der Rückwand des Gerätes, das mit dem grösseren Erhaltungsladestrom zu laden ist, ein Nocken 23 (Fig. 3), bei einem anderen Gerät zur Erzielung eines niedrigeren Erhaltungsladestroms eine Aussparung 24 (Fig. 4 und 5) vorgesehen ist. Der Benutzer der Ladevorrichtung, der die beiden mit unterschiedlichen Batteriesystemen bestückten elektrischen Geräte verwendet, kann diese in der gleichen Ladevorrichtung aufladen, ohne vorher am Ladegerät etwas verändern zu müssen. Es kann also ein und dasselbe Ladegerät für zwei unterschiedliche bzw. mit unterschiedlichen Batterien bestückte elektrische Geräte benutzt werden.