CH616132A5 - Process for producing insulating-glass windows with metallic spacer rails, and special insulating glass produced by the process - Google Patents

Process for producing insulating-glass windows with metallic spacer rails, and special insulating glass produced by the process Download PDF

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CH616132A5
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spacer
rail
rails
glass
spacer rails
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Josef Hoebenreich
Kaj Nurup
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Isolierglasfenstem und ein nach dem Verfahren hergestelltes spezielles Isolierglasfenster mit mindestens zwei Glasscheiben, die mittels metallischer Distanzschienen in einem vorbestimmten Abstand gehalten sind, wobei man zunächst mindestens die zu Anlage an die Distanzschienen kommenden Oberflächenbereiche der Glasscheiben metallisiert, dann die Distanzschienen zwischen den zu verbindenden Glasscheiben in der gewünschten Lage anordnet und durch Erwärmen der Distanzschienen eine Metallverbindung herstellt.
Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von gelöteten Isolierglasfenstern wird als Distanzschiene ein streifenförmig ausgebildetes Bleiband hochkant mittels fremd zugeführten Lötzinns mit einer sich längs der Randbereiche, der zu verbindenden Glasscheiben erstreckenden Metallisierung, die in der Regel aus einer flammengespritzten Kupferschicht und einer darüber aufgebrachten Lötschicht, zumeist Zinnschicht, besteht, verbunden. Dieses Verfahren ist aus mehreren Gründen nachteilig. Einerseits ist es arbeitstechnisch schwierig und nur manuell von Fachkräften durchführbar, das Bleiband auf die Metallisierung mittels eines Lötkolbens aufzulöten, andererseits sind bei aller beachteten Sorgfalt der diese Arbeit durchführenden Arbeitskräfte Ungenauigkeiten und Fehler nicht ausgeschlossen, die zu späteren Undichtigkeiten und Ablösungen des Bleibandes von der Glasscheibe führen, was bekanntlich die Thermofensterscheiben wegen der dann im Scheibenzwischenraum entstehenden Kondensatbildung unbrauchbar macht.
Ferner ist es bei dieser manuellen Lötzinnzugabe unmöglich, die Lötzinnmenge längs der Nähte zwischen dem Bleiband und der Metallisierung auf der Glasscheibe gleich-mässig aufzutragen.
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Ferner lassen sich durch die Verwendung eines Lötkolbens grössere Temperaturgefälle in Richtung der Längserstreckung des Bleibandes nicht vermeiden, was leicht zu Verwerfungen des Bleibandes und damit zu unverlöteten Stellen und somit zu Undichtigkeiten an der Naht zwischen dem Bleiband und den metallisierten Randbereichen führen kann.
Um die genannten Nachteile zu vermeiden und insbesondere aus Gründen der arbeitstechnischen Vereinfachung bei der Herstellung von gelöteten Isolierglasfenstern hat man daher statt des Bleibandes eine Distanzschiene mit einem U-förmigen Profil verwendet, wobei diese Distanzschiene zwischen den zu verbindenden Glasscheiben so angeordnet ist, dass die beiden Schenkel nach aussen weisen. Ferner weist diese bekannte, U-förmig ausgebildete Distanzschiene an beiden äusseren Längsseiten der Schenkel monometallisch angeformte Lötzinnwülste auf, die zum Schmelzen gebracht werden und eine zusätzliche Abdichtung bewirken sollen.
Ferner ist es bekannt, anstelle von metallischen Distanzschienen einen Dichtungsstreifen aus Kunststoff mit einem eingelegten Widerstandsdraht zu verwenden, durch den zur Erzielung eines Kantenverschlusses ein elektrischer Strom hindurchgeleitet wird. Da der Kunststoff hierbei erweicht, müssen besondere Massnahmen getroffen werden, um die zu verbindenden Glasscheiben während des Kantenverschlusses in einem vorbestimmten Abstand voneinander zu halten. Diese bekannten Verfahren besitzen den Nachteil, dass sie sehr aufwendig sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines einfachen und preiswerten Verfahrens zum Herstellen von Isolierglasfenstern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass man die Distanzschienen mittels Wirbelstrom, Hochfrequenz und/oder Ohmscher Wärme gleichmässig erwärmt, und dadurch in der Querschnittsfläche der Distanzschienen einen Temperaturgradienten vermeidet und in der Längsfläche höchstens einen geringen Temperaturgradienten zulässt.
Das erfindungsgemässe Verfahren bietet den Vorteil,
dass Verformungen bzw. Verwerfungen der Distanzschiene, die zu Undichtigkeiten führen können, vermieden werden, und dass die zur Metallisierung der Glasoberfläche als zweite Schicht nach einer Kupferschicht aufgebrachte Zinnschicht im allgemeinen zur Herstellung einer dichten metallischen Verbindung genügt, ohne dass zusätzlich Lötzinnwülste an den Längsseiten der Distanzschiene oder eine zusätzliche Lötzinnschicht auf den Auflageflächen der Distanzschiene notwendig sind.
Nach der Erfindung kann man mittels an die Distanzschiene in Längsrichtung in einem wesentlichen Abstand voneinander angeschlossener Elektroden eine elektrische Spannung einer solchen Stärke anlegen, dass der in Längsrichtung der Schiene fliessende Strom für die Erhitzung derselben auf die Löttemperatur ausreichend ist. Die nötige Erhitzung kann somit auf besonders einfache Weise ohne irgendeine im Verhältnis zu dem Wärmeerzeuger auszuführende Bewegung und ohne Gebrauch von teuren Wärmeerzeugern vorgenommen werden, die stationär alle oder einzelne längliche Randgebiete des Fensterscheibenelements erhitzen können. Wie in den Ansprüchen 2, 3 und 4 angegeben, können die Elektroden so angeschlossen werden,
dass die Distanzschiene in ihrer ganzen Länge stromführend wird, welches somit bedeutet, dass die ganze Schiene gleichzeitig auf die Löttemperatur erhitzt wird, wodurch man einerseits dem Auftreten der erwähnten Verwerfungen entgegentritt, die ja gerade auf die nicht gleichzeitige Erhitzung der verschiedenen Teile der Schiene zurückzuführen sind, und andererseits eine wesentliche Reduzierung der zur Ausführung der Lötung erforderlichen Zeit erzielt.
Indem man eines Wechselstroms, insbesondere einen hochfrequenten Wechselstrom, als Erhitzungsstrom in Längsrichtung durch die Distanzschiene leitet, wird zusätzlich erreicht, dass der Strom aufgrund des Skineffektes auf der Schienenoberfläche fliesst, d.h. gerade dort, wo die Wärme abgeleitet und daher benötigt wird, und dieses trägt dazu bei, dass eine Thermofensterscheibe bei Anwendung der Erfindung in verhältnismässig kurzer Zeit zusammengelötet werden kann. Nicht nur die Erhitzung kann schnell durchgeführt werden, sondern auch die nachfolgende Kühlung kann ohne besondere Hilfsmittel schnell ausgeführt werden, weil die Wärmeerzeugung der Lötbereiche konzentriert und kurzfristig erfolgt ist, so dass die anliegenden Teile der Glasscheibe und der Schiene selber, sobald der Strom ausgeschaltet wird, auf die Lötbereiche kühlend wirken. Die metallisch verbundene Thermofensterscheibe erträgt daher nach der Lötung ein schnelles Entfernen vom Arbeitsplatz, wodurch die Arbeitskapazität um weiteres erhöht wird.
Bei Verwendung der gewöhnlichen Materialien, d.h., allgemeiner Lötzinn und eine Distanzschiene aus Blei, wird zwischen der genügenden Löttemperatur und der Schmelztemperatur des Schienenmaterials nur geringer Unterschied bestehen, weshalb die Stromstärke genau angepasst werden soll, so dass für eine gegebene Schiene eine bestimmte Spannung per Längeneinheit der Schiene zu benutzen ist. Die Erzeugung einer gleichmässigen Wärmeentwicklung in der ganzen Schiene kann man erreichen, indem man eine Schiene mit einer schmalen Unterbrechung zwischen Anfang und Ende der Schiene dadurch mit einem gleichmässigen Strom versieht, dass man unmittelbar an jeder Seite der Unterbrechung eine Elektrode anbringt und über diese beiden Elektroden eine Spannung anlegt, wobei notwendigerweise der gleiche Strom durch die ganze Schiene fliesst; quer über der Unterbrechung wird ein Kurzschluss durch die metallisierte Schicht an den Fensterscheibenkanten auftreten, aber da diese Schichten sehr dünn sind, und die verwendete Spannung nicht besonders hoch ist, hat dieses in der Praxis nur wenig Bedeutung. Nach ausgeführter Lötung kann die Unterbrechung bzw. Spalte auf gewöhnliche Weise durch Zulötung nach Entlüftung des Fensterscheibenelements geschlossen werden. Man kann auch die Schiene ohne Unterbrechung ganz herumführen und die Spannung über diagonal entgegengesetzte Gebiete, vorzugsweise zwei gegenüberstehende Ecken, anlegen, wodurch der Stromweg und somit die Stromstärke und Wärmeentwicklung in den zwei gegenüberstehenden Strombahnen zwischen den Spannungsklemmen gleich sein werden.
Insbesondere ist die Kombination der folgenden Merkmale bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens vorteilhaft:
a) Verwendung einer Distanzschiene mit im wesentlichen exakt gleichbleibendem Querschnitt und mit im wesentlichen planparallelen, über die ganze Länge der Distanzschiene gleichen Abstand voneinander aufweisenden Auflageflächen für die metallisierten Randbereiche der zu verbindenden Glasscheiben;
b) vorzugsweise gleiche Erwärmung jedes Volumenteilbereiches der ganzen Distanzschiene oder zumindest eines grösseren Längsabschnittes derselben;
c) Verwendung einer Distanzschiene mit breiten Auflageflächen, wobei die Breite der Auflageflächen im allgemeinen gleich oder grösser als die Höhe der Distanzschienen, vorzugsweise mindestens etwa 5, mit Vorteil 8 bis 15 mm, gewählt wird;
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d) Durchführung der an den Ecken der Glasscheiben erforderlichen Biegung der Distanzschiene im wesentlichen ohne Veränderung der Planparallelität der Auflageflächen, vorzugsweise durch Biegung der Distanzschiene mit besonders grossem Krümmungsgrad und/oder mittels einer die Planparallelität der Auflageflächen und den gegenseitigen Abstand derselben voneinander nicht beeinträchtigenden Biegevorrichtung und/oder durch teilweises Ausnehmen der die Auflageflächen aufweisenden Querstege der Distanzschiene im Bereich der Biegung bzw. Ecke;
e) Herstellen der metallisierten Randbereiche der mit der Distanzschiene zu verbindenden Glasoberflächen durch Aufspritzen einer dünnen Kupferschicht, vorzugsweise mit einer Dicke zwischen etwa 10 und 50 |im und anschliessendes Aufspritzen einer Zinnschicht, deren Dicke vorzugsweise zwischen 30 und 300 [im, insbesondere zwischen 30 und 100 [im, liegt;
f) Belasten der zu verbindenden Glasscheiben mit hinreichend grossen, sich senkrecht zu deren Oberflächen erstreckenden Kräften, um einen derartigen Anpressdruck zwischen den Glasscheiben und den Auflageflächen der Distanzschienen zu erzielen, dass die durch Erwärmung flüssig gewordene Zinnschicht durch Kapillarwirkung zwischen der metallisierten Glasoberfläche und der Auflagefläche der Distanzschienen gleichmässig verteilt wird.
Die gleichmässige Erwärmung jedes Volumenteilbereiches bzw. Volumenelementes der Distanzschiene gemäss vorstehendem Merkmal b) kann dadurch modifiziert und verbessert werden, dass man denjenigen Bereichen der Distanzschiene, die durch Wärmeableitung und Wärmeabstrah-lung relativ stark gekühlt werden, mehr Wärme zuführt, als den übrigen Bereichen. Bei den zuerst genannten Bereichen handelt es sich in erster Linie um die Bereiche der Auflageflächen, die ihre Wärme an die Metallisierungsschichten abgeben. Erfindungsgemäss kann hier eine Ver-gleichsmässigung der Erwärmung dadurch erzielt werden, dass man Wechselstrom, insbesondere hochfrequenten Wechselstrom, in Längsrichtung durch die Distanzschiene leitet, wobei der Skineffekt eine stärkere Erwärmung der Oberflächenbereiche der Distanzschiene und damit eine weitere Verringerung des Temperaturgradienten in der Querschnittsfläche ermöglicht. Vorzugsweise werden dabei Distanzschienen mit I-förmigen Profil verwendet.
All die vorgenanten Merkmale tragen dazu bei, ein Verwerfen der Distanzschiene und damit ein ungenaues Anliegen zwischen deren Auflageflächen und den metallisierten Glasscheiben zu verhindern, wobei überraschenderweise das Ergebnis erzielt wird, dass eine aufgespritzte Metallschicht, insbesondere Zinnschicht, zur Herstellung der gewünschten metallischen Verbindung allein ausreicht.
Bei einem abgewandelten Verfahren nach der Erfindung wird die Distanzschiene bzw. die Distanzschienen einer Thermofensterscheibe insgesamt mittels induktiven Wirbelströmen und/oder Hochfrequenz in einem entsprechend gross bemessenen induktiven oder Hochfrequenzfeld, letzteres vorzugsweise in Form eines Hochfrequenzofens, erwärmt.
Man kann für manche Fälle ausreichend gute Ergebnisse erzielen, wenn man einen grösseren Distanzschienenabschnitt mittels Hochfrequenz, induzierter Wirbelströme und/oder mittels Ohmscher Wärme, die durch Hindurchleiten eines mittels Schleifkontakten zugeführten elektrischen Gleich-, Wechsel- oder Hochfrequenzstromes durch den vorgenannten Distanzschienenabschnitt erzeugt wird, allmählich auf die für die Metallverbindung erforderliche Temperatur erwärmt und man anschliessend diese Erwärmung längs der Distanzschiene sukzessive und stetig fortschreiten lässt, vorzugsweise, indem man eine langsame sukzessive Relativverschiebung der Hochfrequenzquelle, der Wirbelstromquelle bzw. der Schleifkontakte gegenüber der Distanzschiene in der Längsrichtung vornimmt.
Gemäss einer speziellen Ausführungsform des erfindungs-gemässen Verfahrens werden die Randgebiete der herzustellenden Thermofensterscheibe, zwischen denen die Distanzschiene angeordnet ist, langsam sukzessive und im wesentlichen stetig durch ein elektrisches Hochfrequenzfeld be- • wegt, das vorzugsweise mittels Hochfrequenzspulen erzeugt wird. Dabei kann es vorteilhaft sein, die Distanzschiene zunächst in einem in etwa dem Durchmesser des Hochfrequenzfeldes entsprechenden Längsabschnitt langsam auf die für die Metallverbindung erforderliche Temperatur zu erwärmen und dann die benachbarten Randgebiete sukzessive durch das Hochfrequenzfeld zu führen, um so fortschreitend jeden Abschnitt der Distanzschiene auf die für die Metallverbindung erforderliche Temperatur zu erwärmen.
Erfindungsgemäss kann es vorteilhaft sein, hochfrequenten Wechselstrom in Längsrichtung durch die Distanzschienen zu leiten, dessen Frequenz so gewählt ist, dass durch den Skineffekt die stärkere Abkühlung der Distanzschiene im Bereich der Auflageflächen durch Wärmeableitung an die metallischen Glasscheiben mindestens teilweise ausgeglichen, vorzugsweise aber etwas überkompensiert wird, um die Wärmezufuhr zur Zinnschicht zu verbessern.
Bei allen Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens werden die Glasscheiben vorzugsweise horizontal angeordnet.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäss hergestellten Thermofensterscheibe näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Thermofensterscheibe in perspektivischer Ansicht.
Fig. 2 einen Schnitt durch ein Randbereich der Thermofensterscheibe,
Fig. 3 einen Teil der Thermofensterscheibe nach Fig. 1, teilweise geschnitten, in vergrössertem Massstab,
Fig. 4a eine eine Unterbrechung aufweisende, zwischen den beiden Glasscheiben angeordnete Distanzschiene, an deren Enden Elektroden zur Zuführung eines Stromes zum Erwärmen der Distanzschiene angeordnet sind,
Fig. 4b eine geschlossene Distanzschiene, bei der die Elektroden diametral angeordnet sind, und
Fig. 4c eine geschlossene Distanzschiene, an die die Distanzschiene in vier gleiche Zweige aufteilende Elektroden angeordnet ist.
Fig. 1 zeigt einen Fertigungstisch 4, auf dem eine in Explosionsdarstellung dargestellte Thermofensterscheibe aufliegt, bestehend aus einer unteren Glasscheibe 2, einer oberen Glasscheibe 6 und einer zwischen diesen Glasscheiben angeordneten, längs des Randes der beiden Glasscheiben verlaufenden Distanzschiene 8. Die vorzugsweise aus Blei bestehende Distanzschiene 8 weist, wie Fig. 2 und 3 zeigen, einen breitflanschigen, I-förmig ausgebildeten Querschnitt auf, was den Vorteil bietet, dass man die Erwärmung der Distanzschiene im wesentlichen ohne jeglichen Temperaturgradienten in der Querschnittsfläche vornehmen kann, wodurch Spannungsnester aufgrund von Wärmedehnungen im wesentlichen verhindert werden können, die zu Verformungen bzw. Verwerfungen der Distanzschiene und damit zu unerwünschten Ablösungen an den zur Anlage an die Glasscheiben kommenden Auflageflächen der Distanzschiene führen. Darüber hinaus ist die Verwendung
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eines I-förmigen Querschnitts der Distanzschiene 8 deshalb vorteilhaft, weil diese derart ausgebildeten Schienen an den Krümmungen im Bereich der Ecken des Thermoscheiben-fensters formstabiler sind, als die herkömmlich verwendeten Distanzschienen mit einem U-förmigen Querschnitt, deren Schenkel sich im Bereich der Krümmungen leicht aufwerfen, so dass eine vollständige Anlage der Glasscheiben über die gesamte Auflagefläche der Distanzschiene im Bereich der Krümmungen nicht gewährleistet ist.
Die breitflanschige Ausbildung der Auflageflächen der Distanzschiene gewährleistet ausserdem eine gute Auflagefläche für die Glasscheiben 2 und 6. Vorzugsweise ist die Breite der Auflagefläche etwa so gross wie die Höhe der Distanzschiene 8. Die Distanzschiene kann eine Höhe zwischen etwa 5 und 15 mm aufweisen.
Aus Gründen der übersichtlicheren Darstellung ist die Distanzschiene 8 in Fig. 1 als ein streifenförmiges Band dargestellt. Die zueinander zugekehrten Randbereiche der Glasscheiben 2,6 sind mit einem streifenförmigen Metallbelag 10 versehen, wobei man zur Metallisierung dieser Randbereiche der Glasscheiben 2,6 zunächst in bekannter Weise, z.B. mittels Flammenspritzens, eine Kupferschicht zwischen ca. 10 und 50 [im Dicke auf die Glasoberfläche aufbringt und diese eine Zinnschicht aufspritzt. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, der Zinnschicht eine Dicke zwischen etwa 30 und 100 [im zu geben. Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn die Zinnschicht unmittelbar auf der Glasscheibenoberfläche aufgebrachte Kupferschicht an deren Rändern überdeckt. Diese Zinnschicht wird durch Erwärmen der Distanzschiene 8 zum Schmelzen gebracht. Nach Abkühlen des geschmolzenen Lötzinns wird eine feste Metallverbindung zwischen den Auflageflächen der Distanzschiene 8 und dem Metallbelag 10 und damit der Glasscheibe 2,6 hergestellt.
Die Distanzschiene 8 kann mittels Wirbelströmen, Hochfrequenz oder Ohmscher Wärme erhitzt werden.
Fig. 1 bis 4c zeigen eine Anordnung für die Zuführung Ohmscher Wärme, wobei die Distanzschiene 8 gemäss Fig. 1 und 4a an einer Stelle eine Unterbrechung 12 aufweist, beispielsweise in der Mitte der vorderen Längsseite. Wie in Fig. 2 und 3 dargestellt ist, wird an den freien Enden der Distanzschiene 8 jeweils eine Elektrodenklemme 14 und 16 angebracht, um anschliessend an die Klemmen eine elektrische Spannung anzulegen, die so gross ist, dass in der Distanzschiene ein Strom mit einer Stromstärke von etwa 300 Amp. fliesst.
Die aus Blei bestehende Distanzschiene 8 wird so lange mit dieser Spannung beaufschlagt, bis die dünne Zinnschicht des Metallbelages 10 zu schmelzen beginnt, wobei darauf zu achten ist, dass die Temperatur der Distanzschiene 8 nicht den Schmelzpunkt von Blei erreicht. Die Spannung wird etwa % bis 1 Minute zwischen den Elektrodenklemmen 14 und 16 angelegt. Die hierbei entwickelte Wärme reicht zur Herstellung der Metallverbindung aus und erhitzt die Randbereiche der Glasscheiben 2,6 nur in begrenztem Umfang, so dass diese, sobald der Strom abgeschaltet wird,
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im Bereich der Metallverbindung kühlend wirken, wodurch das zum Schmelzen gebrachte Lötzinn rasch erhärtet, und eine feste Verbindung zwischen der Distanzschiene 8 und dem Metallbelag 10 geschaffen wird.
Die derart metallisch verbundene Thermofensterscheibe kann demnach sofort vom Fertigungstisch 4 entfernt und dieser für die Fertigung einer neuen Thermofensterscheibe frei gemacht werden. Zuvor muss jedoch noch der Zwischenraum zwischen den Glasscheiben 2,6 durch die vorzugsweise als Absaug- und/oder Spülöffnung ausgebildete Unterbrechung 12 entlüftet und durchgespült werden, um anschliessend die Unterbrechung 12 luftdicht zu verlöten.
Statt des Fertigungstisches 4 kann vorzugsweise ein nicht dargestelltes Transportband dienen, auf dem die Thermo-fensterscheiben gemäss Fig. 1 zusammengesetzt und schliesslich nach dem oben beschriebenen Verfahren metallisch verbunden werden.
Gemäss Fig. 4b kann die Distanzschiene 8 geschlossen ausgebildet sein, wobei dann die Elektrodenklemmen so an der Distanzschiene angeordnet sind, dass diese die Distanzschiene in zwei gleiche Stromkreise teilen.
Vorzugsweise werden, wie in Fig. 4b dargestellt, die Elektrodenklemmen diametral an zwei gegenüberliegenden Ecken der Distanzschiene, oder — wie mit punktierten Linien dargestellt — in der Mitte von zwei gegenüberliegenden Seiten der Distanzschiene angebracht. Die Elektroden müssen stets so angebracht werden, dass die beiden Stromstrecken zwischen den Elektroden gleich lang sind.
Fig. 4c zeigt eine Anordnung von vier Elektrodenklemmen an der Distanzschiene, wobei diese Elektrodenklemmen die Distanzschiene in vier gleiche Stromkreise aufteilen. Die Ohmsche Wärmezufuhr kann sowohl mittels Gleichstrom als auch Wechselstrom, insbesondere hochfrequentem Wechselstrom, erfolgen.
Die Vorteile einer Ohmschen Wärmezufuhr liegen neben des einfachen Aufbaus der Anlage sowie der leichten Bedienung vor allem in der gleichzeitigen und gleichmässigen Erwärmung der Distanzschiene 8 sowohl über ihren Querschnitt als auch in ihrer Längserstreckung. Auf diese Weise werden Spannungsnester innerhalb der Distanzschiene in Richtung ihrer Längserstreckung durch ungleichmässige Erwärmung und Ausbildung eines Temperaturgradienten verhindert, die zu Verformungen der Distanzschiene und damit zu Undichtigkeiten und Ablösung an der Naht zwischen der Distanzschiene 8 und dem Metallbelag 10 führen können.
Dadurch, dass man ferner Distanzschienen 8 verwendet, deren Querschnittsprofil eine sich senkrecht zu den Flächen der zu verbindenden Glasscheiben erstreckende Spiegelsymmetrieachse sowie eine zweite sich zu der zuerst genannten, senkrecht erstreckende Spiegelsymmetrieachse aufweisen, werden auch mechanische Spannungen in der Querschnittsfläche der Distanzschiene 8 und damit Verformung quer zur Längserstreckung der Distanzschiene 8 im wesentlichen vermieden und eine im wesentlichen vollständige Anlage der Auflageflächen der Distanzschiene 8 an dem Metallbelag 10 über die gesamte Auflagebreite erreicht.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (15)

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1. Verfahren zum Herstellen von Isolierglasfenstern aus mindestens zwei Glasscheiben, die mittels metallischer Distanzschienen in einem vorbestimmten Abstand voneinander gehalten sind, wobei man zunächst mindestens die zur Anlage an die Distanzschienen kommenden Oberflächenbereiche der Glasscheiben metallisiert, dann die Distanzschienen zwischen den zu verbindenden Glasscheiben in der gewünschten Lage anordnet und durch Erwärmen der Distanzschienen eine Metallverbindung herstellt, dadurch gekennzeichnet, dass man die Distanzschienen mittels Wirbelstrom, Hochfrequenz und/oder Ohmscher Wärme gleich-massig erwärmt und dadurch in der Querschnittsfläche der Distanzschienen einen Temperaturgradienten vermeidet und in der Längsfläche höchstens einen geringen Temperaturgradienten zulässt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen jeweils zwei zu verbindenden Glasplatten eine im Randbereich der Glasplatten zwischen denselben umlaufende, in sich geschlossene Distanzschiene anordnet und diese mittels zwei oder mehr Elektroden in der Weise an elektrische Spannungen anschliesst, dass in jedem Teil der Distanzschienen ein Strom weitgehend gleicher Stromstärke fliesst.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man an die Distanzschienen mittels zweier Elektroden eine Spannung an zwei Stellen anschliesst, die die Distanzschienen in zwei Zweige mit gleicher Länge unterteilt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen jeweils zwei zu verbindende Glasplatten eine Distanzschiene anbringt, die an einer Stelle unterbrochen ist, und dass man über zwei Elektroden, die man im Bereich der beiden an die Unterbrechung angrenzenden Enden der Distanzschiene an diese anklemmt, eine Spannung anlegt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Unterbrechung als Absaugöffnung und/ oder Spülöffnung ausbildet.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen grösseren Distanzschienenabschnitt mittels Hochfrequenz, induzierter Wirbelströme und/oder mittels Ohmscher Wärme, die durch Hindurchleiten eines mittels Schleifkontakten zugeführten elektrischen Stromes durch den Distanzschienenabschnitt erzeugt wird, allmählich auf die für die Metallverbindung erforderliche Temperatur erwärmt und man diese Erwärmung längs der Distanzschiene sukzessive und stetig fortschreiten lässt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man die Erwärmung durch Relativverschiebung der Hochfrequenzquelle, Wirbelstromquelle bzw. der Schleifkontakte gegenüber der Distanzschiene sukzessive längs letzterer fortschreiten lässt.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Distanzschienen verwendet, deren Querschnittsprofil eine sich senkrecht zu den Flächen der zu verbindenden Glasscheiben erstreckende Spiegelsymmetrieachse aufweist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man Distanzschienen verwendet, deren Querschnittsprofil neben der sich senkrecht zu den zu verbindenden Flächen der Glasscheiben erstreckenden Spiegelsymmetrieachse eine zweite Spiegelsymmetrieachse aufweist, die sich zu der zuerst genannten Spiegelsymmetrieachse senkrecht erstreckt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass man Distanzschienen mit einem breitflächigen I-Profil verwendet.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Wechselstrom, insbesondere hochfrequenten Wechselstrom, in Längsrichtung durch die Distanzschienen leitet, wobei man die Frequenz des Wechselstromes etwa so wählt, dass durch den Skineffekt die stärkere Abkühlung der Distanzschiene im Bereich der Auflageflächen durch Wärmeableitung an die metallisierten Glasscheiben im wesentlichen ausgeglichen wird.
12. Isolierglasfenster, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzschienen (8) ein Querschnittsprofil mit einer sich senkrecht zu den zu verbindenden Glasscheiben (2, 6) erstrek-kenden Spiegelsymmetrieachse aufweisen.
13. Isolierglasfenster nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzschienen (8) ein Querschnittsprofil besitzen, das neben der sich senkrecht zu den zu verbindenden Flächen der Glasscheiben (2, 6) erstreckenden Spiegelsymmetrieachse eine zweite Spiegelsymmetrieachse aufweist, die sich zu der zuerst genannten Spiegelsymmetrieachse senkrecht erstreckt.
14. Isolierglasfenster nach den Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzschienen (8) ein breitflanschiges I-Profil aufweisen.
15. Isolierglasfenster nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Verbindung zwischen den Auflageflächen der Distanzschiene (8) und den mittels einer Kupferschicht mit einer Dicke zwischen 10 und 50 [im metallisierten Glasscheiben (2, 6) von einer dünnen Zinnschicht gebildet wird, deren Dicke zwischen 20 und 250 um, vorzugsweise zwischen 30 und 150 [im, liegt.
CH345875A 1974-03-18 1975-03-18 Process for producing insulating-glass windows with metallic spacer rails, and special insulating glass produced by the process CH616132A5 (en)

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