CH616584A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine einteilige Form zur Herstellung und zur Aufnahme eines Kieferabgussarbeitsmodells zur Zahnersatzherstellung.
In der einschlägigen Technik sind zahlreiche Formen verschiedenartiger Gestalt und Zusammensetzung zur Aufnahme von Arbeitsmodellen für die Zahnprothesenherstellung bekannt. Für die Herstellung von Zahnersatz wird von dem Oberkiefer oder dem Unterkiefer oder von beiden ein Abdruck (Negativ) seitens des Zahnarztes hergestellt, und dieser Abdruck wird dem Zahntechniker für die Fertigstellung von Zahnersatz übersandt. Der Zahntechniker stellt von dem seitens des Zahnarztes hergestellten Abdruck ein Arbeitsmodell (Positiv) aus Gips oder gipsähnlichem Material in einer Form her.
Zur Herausnahme des Arbeitsmodells zusammen mit dem Sockel aus der Form ist es bekannt, an der Form für das Arbeitsmodell lösbare Retentionsteile vorzusehen.
Es ist eine aus Kunststoff bestehende einteilige Form zur Herstellung und Aufnahme eines Kieferabgussarbeitsmodells zur Zahnersatzherstellung mit mit der Form lösbar verbundenen Retentionsteilen zum Halten des Arbeitsmodells in der Form sowie eine im Abstand von der Aussenwandung der Form angeordnete bogenförmige Zwischenwand und ein innerhalb der Begrenzungen der Zwischenwand angeordneter Boden bekannt, wobei zwischen der Aussenwand und der Zwischenwand der Form Halterippen für das Arbeitsmodell angeordnet sind. Der Boden der zuletzt genannten Form ist mit einer Sollbruchstelle bzw. einer Schwächungsstelle versehen, die herausgebrochen wird, so dass dann nach Entfernen der Retentionsteile das Arbeitsmodell von Hand aus der Form nach oben herausgedrückt werden kann. Eine solche Ausführung hat den Nachteil, dass zufolge des an nur einer einzigen verhältnismässig kleinen Stelle ausgeübten mechanischen Drucks das Arbeitsmodell nur schwer herausnehmbar ist und beschädigt werden kann.
Der Zweck der Erfindung besteht darin, bei Formen insbesondere der zuletzt gekennzeichneten Art die Möglichkeit zu schaffen, nach Entfernen der Retentionsteile das Arbeitsmodell unter Zuhilfenahme von Druckluft bzw. Druckgas gleichmässig herauszudrücken.
Demgemäss geht die Erfindung von einer einteiligen Form zur Herstellung und Aufnahme eines Kieferabgussarbeitsmodells zur Zahnersatzherstellung mit mit der Form lösbar verbundenen Retentionsteilen zum Halten des Arbeitsmodells in der Form sowie einer im Abstand von der Aussenwandung der Form angeordneten bogenförmigen Zwischenwand und einem innerhalb der Begrenzungen der Zwischenwand angeordneten Boden aus, wobei zwischen der Aussenwand und der Zwischenwand der Form Halterippen für das Arbeitsmodell angeordnet sind. Eine solche Form ist in der US-PS 4 022 419 aufgezeigt. Gemäss der Erfindung ist in dem Boden der Form innerhalb der Zwischenwand ein sich in den Innenraum der Form erstreckender Hohlansatz mit leicht durchstossbarem Boden vorgesehen. In diesen Hohlansatz wird eine Druckluftdüse eingeführt, nachdem der Boden durchstossen worden ist. Die eingeführte Luft verteilt sich gleichmässig über den Boden des Innenraums innerhalb der Zwischenwand der Form und sorgt dafür, dass das Arbeitsmodell gleichmässig aus der Form herausgedrückt wird, nachdem die Retentionsteile entfernt worden sind.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist der in dem Innenraum der Form innerhalb der Zwischenwand im Boden vorgesehene Hohlansatz als Hohlzylinder mit leicht durchstossbarem Boden ausgebildet.
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann dieser Hohlansatz vorzugsweise auch als Hohlkegelstumpf ausgebildet sein.
Durch eine solche Ausführung kann eine Gas- oder Luftdüse mit entsprechendem kegelstumpfförmigem Ende mit Reibung in den Hohlansatz bequem eingesetzt werden.
Bei grösseren Formen der vorgekennzeichneten Art hat sich herausgestellt, dass bei Einführen eines Druckgases die Neigung besteht, dass das Arbeitsstück sich am hinteren Ende der Form etwas anhebt und dadurch das wirksame Herausdrücken des Arbeitsmodells aus der Form behindern kann.
Um dies zu vermeiden, ist nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in dem Innenraum innerhalb der Zwischenwand der Form nahe dem hinteren Ende der Form eine Stauwand vorgesehen.
Diese Stauwand, die sich innerhalb des Innenraums der Form vom Boden nach oben erstreckt, lässt in dem Innenraum nach Einsetzen einer Druckgasdüse den nötigen verteilten Druck am Innenboden der Form entstehen, so dass auch Arbeitsmodelle in einer grösseren Form aus der Form wirksam und einwandfrei herausgedrückt werden können.
Diese Stauwand erstreckt sich nach einer Ausführungsform der Erfindung von der einen Zwischenwand zur gegenüberliegenden Zwischenwand, so dass in dem innerhalb der Zwischenwand angeordneten Raum die erforderliche Drucksteigerung zum einwandfreien Herausdrücken des Arbeitsmodells gewährleistet ist.
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Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung hat die nahe der Hinterwand der Form angeordnete Stauwand Winkelform, wobei die Spitze des Winkels gegen die Vorderseite der Form gerichtet ist. Eine solche Ausführung ermöglicht, dass ein möglichst grosser Teil des Innenbodens der Form von der eingeführten Druckluft beaufschlagt wird. Sie hat weiter den Vorteil, dass Raum für Hohlansätze im Boden der Form vorgesehen ist, die zum Verbinden einer Form mit einem Artikulator dienen.
In der beigefügten Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise zur Darstellung gebracht.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht der Form mit den Merkmalen der Erfindung.
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch die Form von der Seite gesehen nach Linie I-I der Fig. 1.
Mit 10 ist allgemein eine Form bezeichnet, die in Draufsicht bzw. im Querschnitt etwa U-Form hat, deren Schenkel sich nach aussen etwas erweitern und dann wieder verjüngen. Die Form 10 weist eine mit 11 bezeichnete Seiten wand und eine mit 12 bezeichnete Hinterwand auf. Die Seitenwand 11 verläuft, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, vom Boden 14 der Form 10 her nach oben und aussen. Die Seitenwand 11 und die Hinterwand 12 sind an ihrem oberen Ende mit je einem nach aussen gerichteten ringsumlaufenden Führungsflansch 13 versehen, unter welche Flansche von zwei (nicht dargestellten) Retentionsteilen greifen können, die mit oberen waagerechten, die Flansche 13 von oben übergreifenden Flanschen versehen sind, welche das Arbeitsmodell in der Form 10 festhalten. Von dem Boden 14 der Form 10 erstreckt sich im Abstand von der Seitenwand 11 eine ringsumlaufende Rippe oder Zwischenwand 15, die sich nur über einen Teil der Höhe der Form 10 erstreckt, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Der Wandungsteil 11, ein Teil des Bodens 14 und die Rippe 15 sind an ihren Wandungen mit einer Vielzahl von mit 16 bezeichneten kleinen Rippen versehen, deren Querschnitt sich vom Boden bzw. von den Wandungen her nach aussen verjüngt. Dadurch wird eine Vielzahl Nuten gebildet, in welche der Gips eintreten kann.
In der Unterwandung des Bodens 14 der Form 10 sind innerhalb der Rippe oder Zwischenwand 15 mehrere Ausnehmungen 18 ausgebildet, in welche Teile eines Artikulators eingreifen können. Bei der dargestellten Ausführungsform sind vier solcher Ausnehmungen 18 vorgesehen, deren Wandungen mit dem Boden 14 der Form 10 einstückig ausgebildet sind.
Im Boden 14 der Form 10 ist innerhalb der Zwischenwand 15 ein Hohlansatz 19 mit leicht durchbrechbarem Boden 20
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ausgebildet, in den nach Durchstossen des Bodens 20 mittels eines geeigneten Werkzeugs Druckluft eingeführt werden kann, um nach Lösen der Retentionsteile das Arbeitsmodell zusammen mit seinem Sockel aus der Form herauszudrücken.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, ist im hinteren Bereich des durch die Zwischenwand 15 und den Boden 14 gebildeten Raum eine im Winkel verlaufende Stauwand 21 vorgesehen, die verhindert, dass bei abgenommenen Retentionsteilen und Anwendung von Druckgas oder Druckluft das Arbeitsmodell sich unerwünscht einseitig anheben kann. Durch diese Stauwand 21 wird erreicht, dass sich innerhalb des Innenraums, gebildet aus Zwischenwand 15 und Boden 14, ein ausreichender Druck zum Herausdrücken auch grösserer Arbeitsmodelle in grösseren Formen aufbaut.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung verjüngt sich der Querschnitt dieser Stauwand 21 vom Boden nach oben. Dadurch wird das Herausbewegen des Arbeitsmodells bei Anwendung von Druckluft erleichtert.
Die Stauwand 21 ist vorzugsweise als Winkelstauwand symmetrisch zur Mittelachse der Form 10 ausgebildet, so dass, wenn Druckluft in den Raum oberhalb des Bodens der Form eingeführt wird, sich in diesem Raum ein gleichmässiger Druck ausbildet, der ein einwandfreies Herausdrücken eines Arbeitsmodells gewährleistet.
Vor der Durchführung von Arbeiten werden die Retentionsteile vermittels ihrer lösbaren Verriegelungen an der Form 10 so angebracht, dass die Retentionsteile sich in der verriegelten Lage befinden. Dann werden in bekannter Weise der vom Zahnarzt gelieferte Abdruck und die Form 10 mit Gips ausgegossen und, noch bevor der Gips abgebunden hat, wird das Gipsmodell auf den Gips in der Form 10 aufgesetzt und der Uberschuss abgestrichen. Nach dem Abbinden und Aushärten des Gipses wird die Kombination aus Arbeitsmodell und Sockel nach Lösen der Verriegelungen der Retentionsteile und nach Durchstossen des Bodens 20 des Hohlansatzes 19 auf die vorbeschriebene Weise aus der Form 10 herausgedrückt. Das Arbeitsmodell mit dem Sockel kann nun in beliebig viele Teile zersägt werden, und die so entstandenen kleinen Modellelemente können wieder in die Form 10 zurückgesetzt und durch die Retentionsteile festgelegt werden.
Die Form bzw. Halbform der Erfindung kann aus einem zweckentsprechenden Material hergestellt sein; vorzugsweise wird sie aus Polystyrol hergestellt, das vergleichsweise billig ist.
Die Form lässt sich zufolge ihrer einteiligen Ausbildung unter Zuhilfenahme eines einzigen geteilten Werkzeugs herstellen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Einteilige Form zur Herstellung und Aufnahme eines Kieferabgussarbeitsmodells zur Zahnersatzherstellung mit mit der Form lösbar verbundenen Retentionsteilen zum Halten des Arbeitsmodells in der Form sowie einer im Abstand von der Aussenwandung der Form angeordneten bogenförmigen Zwischenwand und einem innerhalb der Begrenzungen der Zwischenwand angeordneten Boden, wobei zwischen der Aus-senwand und der Zwischenwand der Form Halterippen für das Arbeitsmodell angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Boden innerhalb der Zwischenwand ein sich in den Innenraum erstreckender Hohlansatz mit leicht durchstossba-rem Boden vorgesehen ist.
2. Form nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlansatz Zylinderform hat.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Form nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlansatz Kegelstumpfform hat.
4. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Innenraum innerhalb der Zwischenwandung eine aus dem Material der Form gebildete Stauwand vorgesehen ist.
5. Form nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauwand nahe der Hinterwandung der Form angeordnet ist.
6. Form nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauwand sich von einer Seite der Zwischenwand der Form bis zur gegenüberliegenden Seite der Zwischenwand erstreckt.
7. Form nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauwand, in Draufsicht gesehen, Winkelform hat.
8. Form nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauwand sich bis zur Höhe der Zwischenwand der Form erstreckt.
9. Form nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauwand in dem durch die Zwischenwand und den Boden gebildeten Hohlraum achssymmetrisch verlaufend angeordnet ist.
10. Form nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauwand sich vom Boden nach oben in ihrem Querschnitt verjüngt.
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