CH616823A5 - - Google Patents
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kreiselheuwerbungsmaschine mit mindestens einem Kreisel, der nahe seinem Umfang mit Zinken zum Versetzen von Erntegut versehen ist, und mit einer Vorrichtung, mit der an den Zinken hängendes Erntegut von den Zinken lösbar ist.
Bei Heuwerbungsmaschinen mit einem Kreisel kommt es häufig vor, dass das von den Zinken erfasste Erntegut zu weit mitgenommen wird und ausserhalb eines zu bildenden Schwadens fällt. Bei Kreiseln mit einzelnen Zinken ist ein Abstreifstab vorgeschlagen worden (DE-PS 937 677), um das Gut rechtzeitig von den Zinken zu lösen, aber diese Lösung arbeitet mangelhaft und ist für Kreisel mit Zinkengruppen nicht geeignet. Es sind zu diesem Zweck auch Zinkensteuerungen (DE-PS 1 221 481) bekanntgeworden, die jedoch aufwendig und teuer sind.
Bei zwei gegensinnig drehenden Kreiseln kommt es vor, dass erfasstes Erntegut zu früh von den Zinken abgeschleudert wird und in den Arbeitsbereich des anderen Kreisels gelangt, so dass ein sauberes Ablegen des Erntegutes nicht erreicht wird und Knäuelbildung entstehen kann. Um dies zu verhindern, ist vorgeschlagen worden, ein vertikales Trennbrett anzubringen, das in Fahrtrichtung verläuft und in der Symmetrieebene zwischen den beiden Kreiseln angeordnet ist (DE-AS 2 065 379). Das frühzeitige Abschleudern von Erntegut hängt mit der Zinkenstellung zusammen, da die Zinken zur Schwadbildung häufig in Drehrichtung nach hinten gerichtet sind; auch bei etwa radial angestellten Zinken und abhängig von der Art des Erntegutes kann diese unerwünschte Erscheinung auftreten.
Um die erwähnten aufwendigen und komplizierten Konstruktionen zu vermeiden, könnten die Zinken so angeordnet sein, dass sie in Drehrichtung nach vorne gerichtet sind, wobei das Erntegut über einen grossen Bereich längs des Umfanges des Kreisels mitgeführt werden soll. Es soll deshalb an der gewünschten Stelle von den Zinken bzw. Zinkengruppen gelöst werden.
Nach der Erfindung weist die Vorrichtung ein Gebläse auf, dessen Ausströmöffnung auf einen Bereich der Zinkenumlaufbahn gerichtet ist. In dieser Weise wird erreicht, dass das an den Zinken hängende Erntegut an einer vorbestimmten Stelle der Umlaufbahn vollständig abgeblasen wird. Das Gebläse kann sehr einfach ausgebildet sein, insbesondere kann es drehbar um die Drehachse des Kreisels ausgebildet sein, und nur eine Anzahl an der Kreiselnabe befestigter, aus gebogenen Platten bestehender Schaufeln sowie einen einfachen Leitkanal aufweisen. Weiterhin ist der Vorteil vorhanden, dass die Fahrtgeschwindigkeit der Maschine erheblich grösser sein kann als im Fall der Maschinen mit gesteuerten Zinken.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer Maschine mit einem Kreisel,
Fig. 2 eine Draufsicht und teilweise einen Schnitt eines Kreiselteiles.
Die Heuwerbungsmaschine der Ausführungsform nach Fig. 1 hat ein Gestell 86, in dem ein Kreisel 87 um eine aufwärtsgerichtete Achse 88 drehbar gelagert ist, die in der Betriebsstellung in Fahrtrichtung F schräg nach vorne und nach oben nahezu vertikal gerichtet ist, je nach der Bauart des Kreisels 87 und/oder der Art des zu versetzenden Erntegutes. Das Gestell 86 hat einen U-förmigen Anbaubock 89, an dessen unteren Enden Anschlüsse 90 für die Unterlenker einer Hebevorrichtung eines die Maschine fahrenden Schleppers angebracht sind, während nahe dem oberen Ende des Anbaubockes 89 Anschlüsse 91 für den Oberlenker der Dreipunkt-Hebevor-richtung des Schleppers vorgesehen sind. Von den freien Enden des Anbaubockes 89 aus divergierten Tragrohre 92 in Fahrtrichtung F nach hinten. In Draufsicht bilden diese Tragrohre 92 mit dem Anbaubock 89 ein im wesentlichen gleichschenkliges Dreieck, dessen Grundseite quer zur Fahrtrichtung F auf der Vorderseite der Maschine verläuft. Die rückwärtigen Enden der beiden Tragrohre 92 sind an einem Getriebegehäuse 93 befestigt, in dem ein über eine Antriebswelle 93A antreibbares Zahnrad-Getriebe für den Kreisel 87 gelagert ist. Im Bereich der oberen Anschlüsse 91 des Anbaubockes 89 ist ein Rohr 94 angebracht, das in Fahrtrichtung F nach hinten und schräg nach unten gerichtet ist und dessen rückwärtiges Ende ebenfalls am Gehäuse 93 angebracht ist. Die Achse des Rohres 94 fällt mit der in Fahrtrichtung F liegenden Höhenlinie des Dreieckes zusammen.
Am Getriebegehäuse 93 und an den rückwärtigen Enden der Rohre 92 und 94 ist ein quer zur Fahrtrichtung F verlaufender Querträger 95 befestigt, dessen Länge etwas grösser ist als der Durchmesser des Kreisels 87. Der Querträger 95 ist an seinen beiden Enden in Fahrtrichtung F nach vorne abgebogen, wobei auf beiden Seiten der Maschine je ein rohrförmiger Bügel 96 gebildet wird. Die Bügel liegen in Fahrtrichtung F und sind an ihrem vorderen Ende in Richtung auf den Anbaubock 89 abgebogen, wobei Stützen 97 gebildet werden. Die Bügel 96 liegen somit ausserhalb des Umfanges des Kreisels 87 und dienen zusammen mit den Querträgern 95 und den Stützen 97 als Schutz gegen eine Berührung mit dem rotierenden Kreisel.
Die Drehachse 88 bildet eine in bezug auf das Gestell stillstehende Achse, an deren unterem Ende unterhalb des Kreisels spiegelbildlich angeordnete Laufräder 98 angebracht sind,
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die auf je einer Seite der vertikalen, in Fahrtrichtung F verlaufenden Längssymmetrieebene der Maschine angeordnet sind. Die Berührungspunkte der Laufräder 98 mit dem Boden liegen im Betrieb vor einer vertikalen, quer zur Fahrtrichtung F verlaufenden und durch den Schnittpunkt der Drehachse 88 s mit dem Boden gehenden Ebene.
Die Laufräder 98 sind in nichtdargestellter bekannter Weise höhenverstellbar. Durch diese Höheneinstellung kann die Neigung des Kreisels 87 zum Boden geändert und eingestellt werden. io
Der Kreisel 87 ist mit einem Tragring 169 versehen, der durch Speichen 100 an der Nabe des Kreisels befestigt ist. Die Speichen 100 sind an einem Nabenteil befestigt, der um die Drehachse 88 drehbar und antreibbar ist.
Der Kreisel 87 ist längs des Umfanges des Tragringes 169 15 mit einer grossen Zahl von sich nach unten und/oder nach aussen erstreckenden Mitnehmern, beispielsweise mit Zinken oder Zinkengruppen 183 aus Federstahl, versehen, die fest am Tragring befestigt sein können. Nach Fig. 2 ist ein Gebläse 181 vorgesehen, durch das das an den Zinken mitgeführte Erntegut 20 an einer bestimmten Lage längs des Umfanges des Kreisels 87 von den Zinken abgeblasen werden kann. Eine Nabe 182, die sich konzentrisch zur Drehachse des Kreisels 87 erstreckt und an der die Speichen 100 befestigt sind, ist nach unten über die Ebene der Speichen 100 fortgesetzt und am Aussenumfang mit 25 mehreren gekrümmten Flügeln 184 versehen, die ein Schaufelrad bilden. Dadurch haben die Flügel 184 im Betrieb die gleiche Drehzahl wie der Kreisel 87. In Draufsicht beschreiben die freien Enden der Flügel 184 einen zur Drehachse 88 konzentrischen Kreis. Die gleichlangen Flügel 184 sind in einem Ge- 30 häuse 185 untergebracht, dessen einer Gehäuseteil 186 teilweise auf dem Mantel eines gedachten Zylindermantels liegt, dessen Achse im Abstand und parallel zur Drehachse 88 verläuft. Der Gehäuseteil 186 geht in einen Ausströmkanal 187 über, der zwei in Richtung des Kreiselumfanges konvergie- 35 rende Wände aufweist, die am freien Ende des Ausströmkanals 187 eine Ausströmöffnung 188 begrenzen. Die in Höhe der Zinken angeordnete Ausströmöffnung 188 verläuft etwa in gleicher Richtung als die der benachbarten Zinken. Im Ausströmkanal 187 ist im Bereich der Ausströmöffnung 188 eine verstellbare Drosselklappe 189 angeordnet, die um eine axial verlaufende Achse in mehrere Lagen führbar und festsetzbar ist. Das Gebläse 181 ist nach oben und nach unten durch senkrecht zur Drehachse 88 des Kreisels verlaufende Wände verschlossen. Vorzugsweise in der oberen Wand ist im Bereich der Drehachse 88 mindestens eine Ansaugöffnung vorgesehen. Das Gebläse 181 ist um die Drehachse 88 schwenkbar und kann in mehreren Lagen mit einer am Gehäuseteil 186 befestigten Zunge 190 festgesetzt werden. Zu diesem Zweck ist unterhalb des Gebläses 181 an der starren Achse des Kreisels ein gebogener Streifen 192 befestigt, der um die Achse des Gehäuseteils 186 verläuft und mehrere Öffnungen 193 aufweist. Mit Hilfe eines Riegelbolzens, der durch eine Öffnung 191 in der Zunge 190 und durch eine der Öffnungen 193 im Streifen 192 gesteckt werden kann, kann das Gehäuse 185 und damit die Lage der Ausströmöffnung 188 am Umfang des Kreisels 87 eingestellt werden.
Im Betrieb haben die Flügel 184 die gleiche Drehzahl wie der Kreisel 87. Die Drehzahl der Flügel 184 kann aber auch durch eine nichtdargestellte Zahnradübersetzung vergrössert werden. Die bei dieser Ausführungsform auf der Oberseite des Gebläses 181 angesaugte Luft wird in bekannter Weise durch die Flügel 184 mit hoher Geschwindigkeit in den Ausströmkanal 187 gedrückt. Durch die mit grosser Geschwindigkeit aus der Ausströmöffnung 188 austretende Luft wird das mitgeführte Erntegut von den Zinken abgeblasen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Erntegut an einer bestimmten Stelle längs des Umfanges des Kreisels 87 von den Zinken abfällt, auch wenn die freien Enden der Zinken radial oder gar in Drehrichtung G nach vorne gerichtet sind. Die Ausström-Ge-schwindigkeit der Luft kann mit Hilfe der Drosselklappe 189 eingestellt werden. Die Ausströmöffnung 188 kann durch die Drosselklappe 189 auch vollständig gesperrt werden.
Die beschriebene Vorrichtung zum Ablösen des Erntegutes kann ebenfalls bei Maschinen mit zwei oder mehr Kreiseln verwendet werden.
1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Kreiselheuwerbungsmaschine mit mindestens einem Kreisel, der nahe seinem Umfang mit Zinken zum Versetzen von Erntegut versehen ist, und mit einer Vorrichtung, mit der an den Zinken hängendes Erntegut von den Zinken lösbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Gebläse (181) aufweist, dessen Ausströmöffnung (188) auf einen Bereich der Zinkenumlaufbahn gerichtet ist.
2. Kreiselheuwerbungsmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtung der Ausströmöffnung (188) mit derjenigen der sich im Bereich befindenden Zinken (183) übereinstimmt.
3. Kreiselheuwerbungsmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Ausströmöffnung am Umfang des Kreisels (87) einstellbar ist.
4. Kreiselheuwerbungsmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebläse (181) ein Schaufelrad (182,184) aufweist, das um die Drehachse (88) des Kreisels antreibbar ist.
5. Kreiselheuwerbungsmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl eines dem Gebläse (181) zugehörigen Schaufelrades (182,184) mit derjenigen des Kreisels übereinstimmt.
6. Kreiselheuwerbungsmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl eines dem Gebläse (181) zugehörigen Schaufelrades (182,184) diejenige des Kreisels (87) übersteigt.
7. Kreiselheuwerbungsmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausströmöffnung (188) des Gebläses (181) mindestens teilweise abschliessbar ist.
8. Kreiselheuwerbungsmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der Zinken (183) etwa radial oder in bezug auf die Drehrichtung (G) des Kreisels (87) nach vorne gerichtet sind.
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