CH616885A5 - - Google Patents

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CH616885A5
CH616885A5 CH368079A CH368079A CH616885A5 CH 616885 A5 CH616885 A5 CH 616885A5 CH 368079 A CH368079 A CH 368079A CH 368079 A CH368079 A CH 368079A CH 616885 A5 CH616885 A5 CH 616885A5
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sheet
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sheets
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CH368079A
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George E Maalouf
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Moore Business Forms Inc
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Description

Die Erfindung betrifft einen Durchschreibsatz aus kohlefreien Aufzeichnungsblättern, die mit ursprünglich farblosen Reaktionskomponenten wenigstens eines ursprünglich farblosen, farbbildenden Reaktionssystems beschichtet sind, welche Reaktionskomponenten bei Druckanwendung miteinander reagieren und eine farbige Markierung ergeben.
Durchschreibsätze aus kohlefreien Aufzeichnungsblättern weisen in der Regel ein oberes Blatt, ein unteres Blatt und mindestens ein dazwischen angeordnetes Mittel- oder Zwischenblatt auf. Das obere Blatt ist üblicherweise auf seiner Rückseite mit einer eingekapselten Lösung eines farblosen Farbbildners in einem geeigneten Lösungsmittel beschichtet und wird daher in der Regel als CB-Papier (Coated Back-Papier) bezeichnet. Das unterste Blatt ist üblicherweise auf seiner Vorderseite mit einem festen Material, das eine aufzeich-nungsentwickelnde Substanz enthält, beschichtet, und dieses vorn-beschichtete Blatt wird in der Regel als CF-Papier (Coated Front-Papier) bezeichnet. Die Zwischenblätter sind oftmals mit dem angegebenen festen aufzeichnungsentwickelnden Material in den Vorderschichten und mit der angegebenen Farbvorläuferverbindung in den Rückschichten beschichtet, und diese vorn und hinten beschichteten Blätter werden daher als CFB-Papier (Coated Front- and Back-Papier) bezeichnet.
Die Rückschichten weisen in der Regel durch Druckanwendung zerbrechbare Mikrokapseln auf, die eine in flüssiger Form vorliegende Farbvorläuferverbindung enthalten, die zur Umsetzung mit dem Entwicklungsmaterial in der Vorderschicht des nächsten benachbarten Blattes unter Bildung einer farbigen Verbindung befähigt sind, so dass beim Anschlag durch eine Schreibmaschinentaste oder durch Druckanwendung mit Hilfe eines Schreibstiftes auf das oberste Blatt der Inhalt der zerbrochenen Kapseln in den Rückschichten ausläuft und mit dem Entwicklungsmaterial reagiert unter Bildung einer farbigen Markierung auf letzteren, die der Markierung entspricht, welche durch das Schreibgerät oder die Schreibmaschinentaste aufgedrückt wurde.
In üblichen bekannten Durchschreibsätzen aus kohlefreien Aufzeichnungsblättern weisen zwar in der Regel die Rückschichten eine in Mikrokapseln untergebrachte Lösung der Farbvorläuferverbindung und die Vorderschichten ein festes aufzeichnungsentwickelndes Material auf, doch verdient hervorgehoben zu werden, dass auch die umgekehrte Anordnung möglich ist, so dass die Vorderschichten Mikrokapseln und die Rückschichten ein festes aufzeichnungsentwickelndes Material aufweisen können. Ferner können die miteinander reagierenden Komponenten beide als in Mikrokapseln untergebrachte Flüssigkeiten vorliegen. Verschiedene Typen von zur Herstellung kohlefreier Übertragungspapiere geeigneten Systemen werden z. B. in den US-Patentschriften 2 299 694, 1 712 507, 3 016 308, 3 429 827 und 3 720 534 beschrieben.
Aus den angegebenen US-Patentschriften 2 712 507 und 3 016 308 ist der üblichste Typ von kohlefreien, auf Druck ansprechenden Übertragungspapieren bekannt, wobei Mikrokapseln mit einer Füllung aus einer Flüssigkeit, welche eine chemisch reaktive farbbildende Vorläuferverbindung enthält, auf der Rückseite eines Blattes in Form einer Schicht aufgetragen sind und eine Trockenschicht aus einem festen chemischen Reaktionspartner für die Farbvorläuferverbindung auf der Vorderseite eines Empfangsblattes aufgetragen ist.
In den Durchschreibsätzen aus kohlefreien Aufzeichnungsblättern wird das Bild in der Regel auf den Vorderseiten der Blätter entwickelt. In bestimmten Fällen ist es jedoch wünschenswert und vorteilhaft, Bilder auf beiden Seiten einzelner oder aller Blätter eines Satzes aus Mehrfach-Geschäftsform-blättern zu erzeugen. Je nach den besonderen Geschäftserfordernissen müssen verschiedene Typen von Eintragungen auf den Blättern eines Formblatt-Mehrfachsatzes gemacht werden, was dazu führt, dass grössere und detailliertere Formblattsätze hergestellt werden müssen, so dass das Bedürfnis nach mehr Papier und genaueren Drucktechniken die Folge sind. Es wurden daher bisweilen zwischen Kohleübertragungsblätter kohlefreie Aufzeichnungsblätter gelegt, so dass nach Erzeugung eines Bildes auf der Vorderseite des Empfangsblattes unter Verwendung des kohlefreien Blattes ein Bild auch auf der Rückseite dieses Empfangsblattes mit Hilfe des üblichen bekannten Kohlepapiers erzeugt werden kann. Die Probleme der Kohleverschmutzung, einer schlechten Vervielfältigung und von Schwierigkeiten bei der Herstellung sind jedoch in einer derartigen Anordnung unübersehbar.
Ein interessanter Stand der Technik ist aus der japanischen Patentveröffentlichung 43-28 652 bekannt, welche ein kohlefreies Vervielfältigungsnotizbuch beschreibt, das aus einem Satz ursprünglich farbloser Kopierblätter besteht, welche durch Druckeinwirkung zerbrechbare Komponenten für die Übertragung der farbbildenden Stoffe enthalten. Diese Druckschrift ist
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hauptsächlich auf eine Anordnung gerichtet, in der ein Grundblatt vorliegt, das auf jeder Seite einen ersten farbbildenden Reaktionspartner enthält. Ferner ist eine Vielzahl von Zweitblättern vorgesehen, von denen jedes auf einer Seite mit einem zweiten farbbildenden Reaktionspartner beschichtet ist, der mit dem farbbildenden Reaktionspartner zu reagieren vermag unter Bildung eines Farbstoffes, und die zweite Seite dieser Blätter ist mit dem ersten farbbildenden Reaktionspartner beschichtet. Es werden Sätze gebildet durch Aufbringen der Zweitblätter auf jede Seite des Grundblattes, wobei die mit dem zweiten farbbildenden Reaktionspartner beschichteten Oberflächen den mit dem ersten farbbildenden Reaktionspartner beschichteten Oberflächen zugekehrt werden. Dieser Druckschrift ist jedoch nicht das Konzept zu entnehmen, ein Bild auf jeder Seite der Blätter eines derartigen Mehrfachsatzes zu erzeugen.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Durchschreibsatz aus kohlefreien Aufzeichnungsblättern für beidseitige Blattbeschriftung anzugeben, wobei die Aufzeichnungsblätter so beschaffen sein sollen, dass bei jedem Blatt allein eine farbbildende Reaktion durch Anwendung von Druck ausgeschlossen ist und der Durchschreibesatz mit nur wenigen Blättern auskommt.
Die erfindungsgemässe Lösung der Aufgabe besteht in dem in Anspruch 1 gekennzeichneten Durchschreibesatz.
Die vorliegende Erfindung ist in keiner Weise von der exakten Natur oder dem Typ der verwendeten Reaktionskomponenten abhängig, ausser dass mindestens ein Reaktionssystem von miteinander reagierenden Reaktionskomponenten erforderlich ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles mit Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 als Vergleich einen vergrösserten Querschnitt durch einen auseinandergezogenen möglichen Durchschreibsatz aus kohlefreien Aufzeichnungsblättern mit einer Blattanordnung für Vorderseiten-Beschriftung;
Fig. 1A den Durchschreibsatz der Fig. 1 mit einer Blattanordnung für Rückseiten-Beschriftung;
Fig. 2 eine Querschnittansicht eines Durchschreibsatzes nach der Erfindung, mit einer Anordnung der Blätter für Vorderseiten-Beschriftung, und
Fig. 2A den Durchschreibsatz der Fig. 2 mit einer Blattanordnung für Rückseiten-Beschriftung.
Bei den in den Figuren dargestellten Durchschreibsätzen ist nur ein farbbildendes Reaktionssystem verwendet, dessen in übertragbarer Form vorhandene erste Reaktionskomponente durch eine Reihe von eingekreisten Pluszeichen und dessen in nichtübertragbarer Form vorhandene zweite Reaktionskomponente durch eine Reihe von Pluszeichen wiedergegeben ist.
Der in Fig. 1 dargestellte mögliche Durchschreibsatz 30 aus kohlefreien Aufzeichnungsblättern für beidseitige Blattbeschriftung weist ein Deckblatt 36, ein Bodenblatt 37 und dazwischenliegende Zwischenblätter 38 bis 43 auf. Jedes der Blätter befindet sich in direktem Kontakt mit dem benachbarten Blatt, obwohl sie zur besseren Übersichtlichkeit auseinandergezogen dargestellt sind. Blatt 36 hat eine Rückschicht 18a, Blatt 37 hat eine Vorderschicht 18b, Blatt 39 hat Schichten 18c und 18d auf seinen gegenüberliegenden Seiten und Blatt 42 hat Schichten 18e und 18f auf seinen gegenüberliegenden Seiten. Jede der Schichten 18a bis 18f weist die zweite Reaktionskomponente eines farbbildenden Reaktionssystems auf. Die Zwischenblätter 38, 41 und 43 haben Rückschichten 44a, 44b und 44c, welche Mikrokapseln aufweisen, die die erste Reaktionskomponente dieses Reaktionssystems enthalten. Dieser Durchschreibsatz weist daher drei Blattgruppen mit gleicher Beschichtungsfolge auf drei aufeinanderliegenden
Blättern auf. Die oberste Blattgruppe umfasst die Blätter 36,
38, 39 mit einer rückseitigen Beschichtung 18a auf dem obersten Blatt 36, einer rückseitigen Beschichtung 44a auf dem mittleren zweiten Blatt 38 und einer vorderseitigen Beschichtung 18c auf dem untersten dritten Blatt 39 der Blattgruppe. Dieses dritte Blatt 39 der ersten Blattgruppe weist eine rückseitige Beschichtung 18d auf und bildet das erste, oberste Blatt der zweiten Blattgruppe, deren zweites, mittleres Blatt das Blatt 41 mit der rückseitigen Beschichtung 41 ist und deren drittes, unterstes Blatt 42 die vorderseitige Beschichtung 18e hat. Dieses Blatt 42 trägt zudem eine rückseitige Beschichtung 18f und ist wiederum das erste Blatt der anschliessenden dritten Blattgruppe, mit dem die rückseitige Beschichtung 44c tragenden Blatt 43 als zweites Blatt der Blattgruppe und dem die vorderseitige Beschichtung 18b aufweisenden Blatt 37 als drittes Blatt der Blattgruppe.
Bei Druckeinwirkung mit einem Schreibstift oder einer Maschinentaste in der Richtung des Pfeiles 74 wird daher eine Markierung 45 auf die obere Oberfläche des Blattes 36 aufgedrückt, die in der Schicht 44a vorhandenen Mikrokapseln, welche die erste Reaktionskomponente des farbbildenden Reaktionssystems enthalten, werden zerbrochen, und es folgt eine Umsetzung mit der zweiten Reaktionskomponente in der Schicht 18c, weil die erste Reaktionskomponente ausläuft und mit der zweiten in Kontakt gelangt. Ebenso reagieren die ersten Reaktionskomponenten der Schichten 44b und 44c mit den zweiten Reaktionskomponenten in den Schichten 18e bzw. 18b, so dass vorderseitige Markierungen 46 auf den Blättern
39, 42 und 37, d. h. auf jedem dritten Blatt jeder Blattgruppe, erzeugt werden. Da die oberen Oberflächen der Blätter 38, 41 und 43 unbeschichtet sind, wird keine Markierung auf diese Oberflächen übertragen. Es verdient hervorgehoben zu werden, dass weitere Zwischenblätter, die in gleicher Weise wie die Blätter 42 un 43 beschichtet sind, in diesem Durchschreibsatz verwendet werden können, und ebenso könnten auch nur drei Blätter, z. B. die Blätter 36, 38 und 37, zur Anwendung gelangen, so dass der Durchschreibsatz eine oder mehrere Blattgruppen aufweist. Für die Rückseiten-Beschriftung werden zunächst die Blätter 38,41 und 43, d. h. die zweiten Blätter der Blattgruppen, umgedreht und der Durchschreibsatz von der Rückseite her beschrieben, wozu zweckmässig der gesamte Durchschreibsatz umgedreht wird, so dass der in Fig. 1A gezeigte Durchschreibsatz 30A vorliegt, der zur Markierung der Rückseiten der Blätter 37, 42, 39 und 36, d. h. des ersten und dritten Blattes jeder Blattgruppe des Durchschreibsatzes 30, geeignet ist, wie dies in Fig. 1A gezeigt ist. Bei Druckeinwir-kung auf die nunmehr obere Seite des Blattes 37 mit Hilfe eines Schreibstiftes oder einer Maschinentaste in der Richtung des Pfeiles 75 wird eine Markierung 47 auf das Blatt 37 sofort aufgedrückt, und die Blätter 42, 39 und 36 erhalten ebenfalls Farbmarkierungen 48, da die Mikrokapseln in den Schichten 44c, 44b und 44a zerbrochen werden, wobei deren Füllmaterial ausläuft und mit der als Reaktionspartner wirkenden zweiten Reaktionskomponente in den entsprechenden darunterliegenden Schichten 18f, 18d und 18a reagiert. Als Folge davon weist das Blatt 37 auf seinen beiden Seiten die Markierungen 46 und 47 auf, während die beiden Seiten des Blattes 36 die Markierungen 45 und 48 tragen. Jedes der Zwischenblätter 42 und 39 hat Markierungen 46 und 48 auf seinen gegenüberliegenden Oberflächen. Mit einem solchen Durchschreibesatz wird zwar eine beidseitige Blattbeschriftung erreicht, doch sind verhältnismässig viele Aufzeichnungsblätter nötig und zudem ist die Umordnung für die Beschriftung der zweiten Blattseite umständlich, so dass dieser Durchschreibesatz für die Praxis nicht als eine Ideallösung angesehen werden kann.
Der erfindungsgemässe Durchschreibesatz weist wenigstens eine zwei übereinander angeordnete Blätter umfassende Blattgruppe auf. Fig. 2 zeigt einen nur eine solche Blattgruppe um5
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fassenden Durchschreibesatz 40 nach der Erfindung. Der Durchschreibesatz 40 bzw. die Blattgruppe umfasst nur ein Deckblatt 49 und ein Bodenblatt 51. Das Deckblatt 49 weist eine beidseitige Beschichtung 44d und 44e auf, welche Mikrokapseln enthält, die die erste Reaktionskomponente des Reaktionssystems enthält, und das Bodenblatt 51 trägt auf jeder Seite eine Schicht 18g bzw. 18h, welche die zweite Reaktionskomponente des Reaktionssystems enthält. Für die Vordersei-ten-Beschriftung wird eine Markierung 52 auf die vorderseitige Schicht 44d des oberen, ersten Blattes 49 mit Hilfe eines Schreibstiftes oder einer Schreibmaschinentaste unter Druckeinwirkung in Richtung des Pfeiles 76 aufgedrückt, und die Vorderseite des unteren, zweiten Blattes 51 erhält so eine Markierung 53, da die Mikrokapseln in der Schicht 44e zerbrechen und deren Füllmaterial ausläuft und mit der als Reaktionspartner wirkenden zweiten Reaktionskomponente in der Schicht 18g des Blattes 51 reagiert.
Für die Rückseiten-Beschriftung werden die Blätter 49 und 51 sodann nur einzeln umgedreht, so dass sich die Schichten 44d und 18h gegenüberliegen und der in Fig. 2A gezeigte Durchschreibsatz 40A gebildet ist. Wird nun eine Markierung 54 auf das Blatt 49 mit einem Schreibstift oder einer Maschinentaste unter Druckeinwirkung in Richtung des Pfeiles 77 aufgedrückt, so reagieren die Reaktionspartner in den miteinander in Kontakt stehenden Schichten 44d und 18h der beiden Blätter miteinander, und auf dem Blatt 51 wird Farbmarkierung 55 erzeugt, da wiederum die Mikrokapseln in der Schicht 44d zerbrechen, so dass das darin enthaltene Füllmaterial ausläuft und mit der als Reaktionspartner wirkenden Reaktionskomponente in der Schicht 18h reagiert.
Es soll betont werden, dass gemäss jeder Ausführungsform, bei der ein oder mehrere Blätter oder Mehrfachsätze umgedreht werden, das Wenden um eine Achse erfolgt, die senkrecht zur Papierebene der Zeichnungen liegt.
In dem Durchschreibesatz ist, wie vorstehend erwähnt, nur ein farbbildendes Reaktionssystem verwendet. Es können auch mehrere Reaktionssysteme zur Anwendung gelangen. Um z. B. die eine Blattseite in einer Farbe und die andere Blattseite in einer anderen Farbe zu beschriften, bestehen die aus-senliegenden Schichten 44d und 18h des Durchschreibesatzes 40 aus den Reaktionskomponenten eines anderen Reaktionssystems als die innenliegenden Schichten 44e und 18g.
Die in kohlefreien Durchschreibsätzen verwendbaren Farbvorläuferverbindungen sind solche des verschiedensten Typs und dem Fachmann bekannt. So wird z. B. besonders Bezug genommen auf die aus der US-Patentschrift 3 455 721 bekannten Farbvorläuferverbindungen und insbesondere auf diejenigen, die in dem die Spalten 5 und 6 dieser Patentschrift überbrückenden Absatz aufgeführt sind. Diese Materialien sind zur Umsetzung mit einer CF-Schicht befähigt, welche ein saures Material enthält, z. B. den mit Säure ausgelaugten Ton vom Bentonittyp, wie er beispielsweise in der US-Patentan-meldung No. 125 075 beschrieben wird (auf welche besonders Bezug genommen wird), oder das sauer reagierende organische Polymermaterial, wie es in der angegebenen US-Patentschrift 3 455 721 beschrieben wird. Es verdient auch hervorgehoben zu werden, dass eine grosse Zahl von Patenten existiert, die ursprünglich farblose Farbvorläuferverbindungen betreffen, welche in kohlefreien Durchschreibsätzen verwendbar sind. Die vorliegende Erfindung ist in keiner Weise von der exakten Natur oder dem Typ der verwendeten Reaktionspartner abhängig, ausser dass mindestens ein Reaktionssystem von miteinander reagierenden Reaktionspartnern erforderlich ist.
Für ein Reaktionssystem ist insbesondere jedes der in der angegebenen US-Patentschrift 3 455 721 beschriebenen Materialien, die zur Eingehung einer Reaktion vom Säure-Basentyp mit einem sauren Material befähigt sind, verwendbar. In diesem System ebenfalls verwendbar sind die Spirodipyranverbin-
dungen, welche z. B. in der US-Patentschrift 3 293 060 beschrieben werden, wobei insbesondere auf die Ausführungen in Spalte 11, Zeile 32 bis Spalte 12, Zeile 21 dieser Patentschrift Bezug genommen wird. Besonders geeignete Farbvorläuferverbindungen werden in den US-Patentschriften 3 193 404 3 278 327 und 3 377 185 beschrieben. Die aus allen vorstehend genannten Patentschriften bekannten Farbvorläuferverbindungen sind ursprünglich farblos und zur Ausbildung einer starken Färbung befähigt, wenn sie mit einem sauren Material in Kontakt gebracht werden, z. B. einem säureaktivierten Ben-tonitton oder einem sauer reagierenden Polymermaterial. Auf sämtliche angegebenen Patentschriften wird besonders Bezug genommen, obwohl es eine grosse Zahl ähnlicher Farbvorläuferverbindungen gibt, die eine Reaktion mit einer sauren Schicht unter Bildung eines Farbstoffes einzugehen vermögen und die verwendbar sind.
In der Regel werden die in sämtlichen angegebenen Patentschriften beschriebenen Farbvorläuferverbindungen in einem Lösungsmittel gelöst, und die erhaltene Lösung kann eingekapselt werden, wie dies in den weiter oben angegebenen US-Patentschriften 3 016 308 und 2 712 507 gelehrt wird. Andere Verfahren zum Einkapseln von Farbvorläuferverbin-dungen werden in den US-Patentschriften 3 429 827 und 3 578 605 beschrieben. In diesem Zusammenhang verdient hervorgehoben zu werden, dass der genaue Typ der Kapsel selbst nicht kritisch ist, solange diese imstande ist, die Farbvorläuferverbindung aufzunehmen und wobei die Kapseln zerbrechbar sein müssen bei Druckeinwirkung gemäss den üblichen kohlefreien Kopiertechniken. Typische geeignete Lösungsmittel zum Lösen der Farbvorläuferverbindungen sind z. B. chlorierte Biphenyle, pflanzliche Öle (Rizinusöl, Kokos-nussöl, Baumwollsamenöl und dgl.), Ester (Dibutyladipat, Di-butylphthalat, Butylbenzyladipat, Benzyloctyladipat, Tricro-sylphosphat, Trioctylphosphat u. dgl.), Erdölderivate (Ligroi-ne, Kerosin, Mineralöle u. dgl.), aromatische Lösungsmittel (Benzol, Toluol u. dgl.), Siliconöle oder beliebige Kombinationen derselben. Besonders geeignet erweisen sich die alkylier-ten Naphtalinlösungsmittel, die in der US-Patentschrift 3 806 463 beschrieben werden.
Bezüglich der sauren Schichten, die zur Umwandlung der Farbvorläuferverbindungen in ihre stark farbige Form befähigt sind, wird besonders Bezug genommen auf die Tonschichten, die in der angegebenen US-Patentanmeldung No. 125 075 beschrieben werden.
In jedem der angegebenen farbbildenden Systeme sind die Farbvorläuferverbindungen in der Regel in durch Druckanwendung zerbrechbaren Mikrokapseln enthalten, die auf den Rückseiten der Blätter der kohlefreien Durchschreibsätze in Form von Schichten aufgebracht sind. Ferner sind die sauren Schichten in der Regel auf den Vorderseiten der Blätter vorgesehen, wobei das in einem Lösungsmittel gelöste Farbvorläufermaterial von einer benachbarten Rückschicht auf die saure Vorderschicht übertragen wird beim Bruch der das Farbvorläufermaterial enthaltenden benachbarten Kapseln.
Bezüglich eines weiteren, ursprünglich farblosen Reaktionssystems wird z. B. verwiesen auf die US-Patentschriften 3 481 759, 3 516 846 und 3 516 941. Die aus diesen Patentschriften bekannten Systeme weisen eine Dithiooxamidverbin-dung als eine Komponente und ein Metallrosinat, insbesondere Nickelrosinat, als die andere Komponente auf. In der Regel wird das Dithiooxamidmaterial in ein dafür geeignetes Lösungsmittel, z. B. Cyclohexan, einverleibt und in Mikrokapseln eingeschlossen. Die das Dithiooxamid-Füllmaterial enthaltenden zerbrechbaren Mikrokapseln werden sodann als Rückschicht in einem kohlefreien Durchschreibsatz verwendet. Das Metallrosinatsalz wird als Vorderschicht verwendet, und die beiden Materialien reagieren miteinander unter Bildung einer klaren Markierung. Weitere Druckschriften, die farbbildende
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Dithiooxamid-Reaktionssysteme beschreiben, sind z. B. die USA-Patentschriften 3 287 154, 3 437 677 und 3 558 341.
Andere verwendbare, ursprünglich farblose, farbbildende Systeme weisen ein Alkalimetallgallat-Eisenlactatsalzsystem auf, wie es z. B. in der US-Patentschrift 2 870 040 beschrieben 5 wird; oder ein System, in welchem ein durch saure Ester substituiertes mehrwertiges Phenol umgesetzt wird mit einer Eisen- oder Vanadiumverbindung unter Bildung einer stark gefärbten Chelatverbindung, wie z. B. in der US-Patentschrift 3 535 139 beschrieben wird; oder ein System, in welchem eine 10 Organovanadiumverbindung umgesetzt wird mit einer aromatischen Hydroxyverbindung, wie es z. B. in den US-Patent-schriften 3 592 677 und 3 632 617 beschrieben wird; oder Systeme, in welchen Phloroglucin, 3-Hydroxyphenylharnstoff, Anilinhydrochlorid, 4-Aminophenylglycinhydrochlorid, N, 15 N-Dimenthyl-p-phenylendiamin-hydrochlorid, 3-Aminopyri-din, Skatol, 3,4-Dimethyl-5-pyrazolon, 2-Methylindol oder Cobaltthiocyanat umgesetzt wird mit Lignin unter Bildung eines sichtbaren Reaktionsproduktes, wie sie z. B. in der US-Patentschrift 3 450 553 beschrieben werden; und Systeme, in 20 welchen eine Alkalimetall- oder Ammoniumjodidlösung auf eine Oberfläche aufgebracht wird, die eine farbbildende, mit Jod reagierende Substanz und ein Mittel zur Freisetzung von Jod aus der Jodlösung enthält, wie sie z. B. in der US-Patentschrift 3 677 786 beschrieben werden. Ein weiteres verwend- 25 bares System ist ein System, in welchem Diphenylcarbazid mit Nickelstearat umgesetzt wird.
Bezüglich der durch die Fig. 2 veranschaulichten vorteilhaften Ausführungsformen der Erfindung ist festzustellen, dass die Schichten 44d und 44e Mikrokapseln aufweisen können, 30 die ein Füllmaterial enthalten, das als die erste, ursprünglich farblose Reaktionskomponente eines ursprünglich farblosen Reaktionssystems eine Farbvorläuferverbindung des in den
US-Patentschriften 3 455 721, 3 293 060, 3 193 404, 3 278 327 und 3 377 185 beschriebenen Typs aufweist. Die Schichten 18g und 18h können als die zweite Reaktionskomponente eines derartigen Reaktionssystems ein farbbildendes reaktives Material des aus der angegebenen US-Patentanmel-dung No. 125 075 bekannten Typs, bei dem es sich um einen mit Säure behandelten Ton vom Bentonittyp handelt, oder des aus der angegebenen US-Patentschrift 3 455 721 bekannten Typs, bei dem es sich um saure Polymermaterialien handelt, aufweisen. Als einzige Basis für die Wahl zwischen dem einen oder dem anderen der verschiedenen angegebenen chemischen Reaktionspartnern gilt lediglich die Farbe, welche in den fertigen, von kohlefreien Durchschreibsätzen erzeugten Kopien gewünscht wird.
Als spezielles Beispiel für erfindungsgemäss verwendbare farbbildende Materialien können die Schichten 44d und 44e in besonders vorteilhafter Weise eine in Mikrokapseln untergebrachte Lösung von p-Toluolsulfinat von Michler's Hydrol in einem dafür geeigneten Lösungsmittel aufweisen. Die saure farbbildende reaktive Komponente der Schichten 18g und 18h weisen in besonders vorteilhafter Weise das mit Säure behandelte Tonmaterial vom Bentonittyp auf, wie es in der angegebenen USA-Patentanmeldung No. 125 075 beschrieben wird.
Es ergibt sich somit, dass erfindungsgemäss ein in einfacher und wirtschaftlicher Weise herstellbarer, äusserst wirksamer Mehrfachsatz aus kohlefreien Kopierpapieren in den verschiedensten Ausführungsformen zur Verfügung steht, wobei nach jeder dieser Ausführungsformen Bilder auf entgegengesetzten Seiten von Blättern des Mehrfachsatzes erzeugt werden können.
Dem Fachmann sind selbstverständlich zahlreiche Modifikationen und Abwandlungen geläufig, die im Rahmen der Erfindung anwendbar sind.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

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    2
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Durchschreibsatz aus kohlefreien Aufzeichnungsblättern für beidseitige Blattbeschriftung, dadurch gekennzeichnet, dass er wenigstens eine zwei übereinander angeordnete Blätter (49, 51) umfassende Blattgruppe (40) aufweist, in welcher jedes Blatt (49; 51) auf jeder seiner beiden Seiten eine Beschichtung (44d, 44e; 18g, 18h) trägt, die eine ursprünglich farblose Reaktionskomponente eines farbbildenden Reaktionssystems enthält, wobei jede Beschichtung (44d, 44e) des einen Blattes (49) der Blattgruppe eine Reaktionskomponente in übertragbarer Form enthält, die durch Anwendung von Druck auf die Blattgruppe auf das andere Blatt (51) übertragbar ist und eine Farbmarkierung erzeugt, wenn sie mit einer Reaktionskomponente in der Beschichtung (18g, 18h) des anderen Blattes (51) der Blattgruppe durch Anpressen in Kontakt gebracht wird, wobei in jeder Beschichtung (18g, 18h) des anderen Blattes (51) der Blattgruppe die Reaktionskomponente in einer nichtübertragbaren Form vorhanden ist, um die Markierung auf diesem anderen Blatt (51) der Blattgruppe zu erzeugen; dass für eine Vorderseiten-Beschriftung die beiden Blätter (49, 51) der Blattgruppe so zueinander angeordnet sind, dass die rückseitige Beschichtung (44e) des einen Blattes (49) die vorderseitige Beschichtung (18g) des anderen Blattes (51) überdeckt und durch Anwendung von Druck auf die Blattgruppe auf dem anderen Blatt (51) eine vorderseitige Farbmarkierung (53) erzeugt wird, und dass für eine Rückseiten-Beschriftung die Blätter (49, 51) der Blattgruppe so umgewendet sind, dass die ursprünglich vorderseitige Beschichtung (44d) des einen Blattes (49) die ursprünglich rückseitige Beschichtung (18h) des anderen Blattes (51) überdeckt und durch Anwendung von Druck auf die Blattgruppe auf dem anderen Blatt (51) eine rückseitige Farbmarkierung (55) erzeugt wird.
  2. 2. Durchschreibesatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattgruppe (40) in ihren Beschichtungen die Reaktionskomponenten nur eines farbbildenden Reaktionssystems enthält.
  3. 3. Durchschreibesatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattgruppe (40) in ihren Beschichtungen die Reaktionskomponenten von zwei farbbildenden Reaktionssystemen enthält.
  4. 4. Durchschreibesatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Beschichtung (44d, 44e) des einen Blattes (49) der Blattgruppe (40) eine Vielzahl von durch Druckanwendung auf die Blattgruppe zerbrechbaren Mikrokapseln aufweist, die die farbbildende Reaktionskomponente in der übertragbaren Form enthalten.
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