CH617962A5 - Process for the preparation of a mixture to be added to mineral oil products for disposal - Google Patents

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CH617962A5
CH617962A5 CH1700574A CH1700574A CH617962A5 CH 617962 A5 CH617962 A5 CH 617962A5 CH 1700574 A CH1700574 A CH 1700574A CH 1700574 A CH1700574 A CH 1700574A CH 617962 A5 CH617962 A5 CH 617962A5
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Eberhard Dipl Chem Potratz
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Jodehl Poul Albert
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    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/26Processes using, or culture media containing, hydrocarbons

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Description

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen einer abzulagernden Mineralölprodukten zuzu-Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer setzenden Mischung, durch welche der biologische Abbau die-abzulagernden Mineralölprodukten zuzusetzenden Mischung. ser Mineralölprodukte, gegebenenfalls mittels Demulgierung,
Es ist bekannt, dass die bei der Verarbeitung von Holz nach 25 beschleunigt wird, zu schaffen.
dem Sulfitverfahren entstehenden Sulfitablaugen als Hauptbe- Das Obige wurde überraschenderweise durch die Erfin-standteil Ligninsulfonsäuren, welche wasserlösliche Umwand- dung erreicht.
lungsprodukte des Lignines mit Gruppen der Formel -SO3H Die Erfindung fusst auf den Erkenntnissen der Beeinflus-
sind, enthalten. sung des mikrobakteriellen Abbaues von Kohlenwasserstoffen
Bezüglich der Verwertbarkeit dieser Ligninsulfosäuren gibt 30 und der Überführung in Eiweisse unter Zugrundelegung der es eine grosse Zahl von Vorschlägen, die auch zum Teil prak- Wirkungsweisen von geringen Konzentrationen von Salzen tisch verwirklicht werden konnten. Beispielsweise werden aus seltener Erden zur Potenzierung des oxydativen Stoffwechsels ihnen Bindemittel für Briketts, Klebstoffe für Leim und Papier, der Mikroorganismen.
Düngemittel durch Umwandlung in Humusstoffe, Zusätze zu Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen
Kunststoffpressmassen, Emulgatoren für Strassenbaustoffe, 35 einer abzulagernden Mineralölprodukten zuzusetzenden Hilfsmittel und Netzmittel für Textilveredelungen, Feuer- Mischung, durch die der biologische Abbau dieser Mineralöl schutzmittel, Gerbextrakte, Flockungsmittel zur Eiweissfällung produkte beschleunigt wird, welches dadurch gekennzeichnet und Kondensationsprodukte für die Kautschukindustrie ist, dass 100 g eines Calciumligninsulfonats mit einem standardi-
gewonnen. Ferner ist es bekannt, dass Ligninsulfosäuren zur sierten Eisengehalt von 0,1% in 11 Wasser gelöst werden, diese Gelbildung bei der Oxydation von Chrom(IV)-salzen verwen- 40 Lösung auf 75 °C erwärmt wird und unter ständigem Rühren det werden. 40,4 g Cer(IV)-sulfat zugesetzt werden und einer Menge von
In calciumhaltigen Sulfitablaugen mit einem Gehalt an 50 0,5 g der an Cer angereicherten Ligninsulfonatlösung 2 g einer bis 60% Trockensubstanz sind auch Zucker und Kohlenhydrate Lösung aus 50 g Stearinsäure und 8 g Triäthanolamin auf enthalten. Es ist bekannt, derartige Substanzen mit Hilfe von 1000 cm3 Wasser unter ständigem Rühren und unter Erwär-Mikroorganismen, zum Beispiel Hefepilzen, in verwertbare « mung auf 85 °C oder eine 20%ige Aluminiumsulfatlösung bei Fette und Eiweisse zu überführen und auch als lonenaustau- einer Temperatur von höchstens 35 °C zugesetzt werden.
scher zu verwenden (Römpp, Chemie-Lexikon, Abschnitt Lig- Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der obigen nin; Fiedler F. Nat Diss. Univ. Greifswald 1957 ; Chemiker-Zei- Mischung zum Auskleiden von Ölbecken und zur Abdeckung in _ tung 1954, Seite 508). die Becken eingebrachten Öles.
Ferner ist es bekannt, dass Cer sowie auch die Salze von so Die Lösung aus Stearinsäure und Triäthanolamin wirkt Praseodym und Neodym in der Grössenordnung von Konzen- absorptiv.
trationen von 1:10 000 die Gärungskraft der Hefe zu vermeh- Vorzugsweise werden calciumhaltige Ligninsulfonate der ren vermögen sowie die Koagulation der Milch durch Lab folgenden Zusammensetzung als Ausgangsmaterial verwendet:
durch Zusatz dieser Salze beschleunigt und die Gerinnung von
Blut in vitro gehemmt oder verhindert wird (Hara: Arch. f. 55 Unlösliches 0,01%
exper. Pathol. 100,224; Drossbach: ZBL, Bakt. 1,21,57). Holzzucker 46,00%
Bestimmte Kolloidsysteme aus Salzen seltener Erden sind CaO 10,00%
bekanntlich darüberhinaus in der Lage, als Spurenelemente Fe 0,10%
wirkend die Wachstumsentwicklung der Pflanzen zu aktivie- Na 0,10%
ren, was durch kürzere Auskeimungszeiten, frühere Keimblatt- w> K 0,10%
bildung, bessere Bewurzelung und dichteren Bestand augenfäl- pH-Wert der wässrigen Lösung = 4,6.
lig und zahlenmässig zu beobachten ist. In experimentellen
Feldversuchen konnte nachgewiesen werden, dass bei Kultu- Es wurde zugrundegelegt, dass nach den Gesetzen der Oxy-
ren der Ertrag beim Einsatz solcher Spurenelementenkolloide dimetrie die Bestimmung des Eisens durch Cer(IV)-sulfat in um 24,6% gesteigert werden konnte, wobei die Pflanzen 65 einer '/io n Lösung durchführbar ist.
gegenüber Krankheits- und Schädlingsbefall resistenter wur- Hierbei besteht die Beziehung: 1 cm3 verbrauchte V10 n den (N. A. Schweigart: Pflanzenernährung durch Anreicherung Cer(IV)-sulfatlösung entspricht 5,585 mg Eisen. Die Bestim-
der Saat mit Spurenelementkontaktkolloiden, Vitalstoffe Heft mung wird nach Zusatz von etwa 5 cm konzentrierter Schwe-
3 617962
feisäure bei einer erwarteten Menge von 0,1 bis 0,2 g Fe in das in der ausgeflockten Masse enthaltene Cersalz potenziert
100 cm3 zu untersuchender Flüssigkeit durchgeführt. wird. Dabei wird das Öl zu von Pflanzen verwertbaren Stoffen
Diese Bestimmungsmöglichkeit wird zur Standardisierung umgesetzt. Der Abbau der Kohlenwasserstoffe der Mineralöle des Eisengehaltes im Ausgangsmaterial des Ligninsulfonates, wird auch durch Oxydation hervorgerufen. Den dafür erforder-
um gleiche Ausgangsbedingungen zu erhalten und andererseits 5 liehen Sauerstoff holen sich die durch die erfindungsgemäss durch Einbringung bestimmter Mengen des Cer(IV)-sulfates hergestellte Mischung stark vermehrten Bakterien aus dem mit Errechnung des jeweiligen Cergehaltes nach der obigen Wasser, zum Beispiel dem Grundwasser des Bodens bezie-
Festlegung den dem Gegenstand der Erfindung eigenen, in der hungsweise aus dem bei Ölemulsionen durch die Ausflockung
Wirkung optimalen Cergehalt des Endproduktes zu erzielen, frei werdenden Wasseranteil der Emulsionen.
herangezogen. Die Oxydationseigenschaften des Cers bezie- 10 In Feldversuchen konnte nachgewiesen werden, dass beim hungsweise dessen Wertigkeitswechsel werden hierbei zugrun- Anlegen von Grubensystemen zur Kompostierung ölhaltiger degelegt. Abfälle bei gleichzeitigem Unterlegen mit Bindematerial bezie-
An Hand der vorstehenden Überlegungen sind den verwen- hungsweise Filtermaterial unter Verwendung der erfindungs-deten Mengen von Ligninsulfonat unter Zugrundelegung des gemäss hergestellten Mischung ein nachweisbarer aerober Eisengehaltes von 0,1% mit einer Menge von 0,5 g nach vorhe- 15 Abbau von Kohlenwasserstoffen in potenzierter Wirkung riger Cerimetrie bei Berücksichtigung des Umrechnungsfak- durch Oxydation und gleichzeitig eine Förderung des Pflanzentors 1,4 mg Cer zuzusetzen. Diese Dosierung wurde bei der bewuchses auf solchen Deponien durch verbesserte Sauerstoff-Anwendung des gewonnenen Produktes als optimal erkannt. ausnutzung und Chelatbildung erreicht werden konnte.
Mit der erfindungsgemäss hergestellten Mischung können auch Altölgruben ausgekleidet werden, bevor das Altöl einge- 20 Nachweislich wird der biologische Abbau durch die einbracht wird. Als andere Möglichkeit kann die gefüllte Grube dungsgemäss hergestellte Mischung bei Mineralölen poten-auch mit der Emulsion abgedeckt werden. ziert, wobei die Geschwindigkeit der Oxydation der Kohlen-
Beim Mischen der Ölgrubenauskleidungsmasse mit Wasser Wasserstoffe etwa verdoppelt wird. Diese anregende Wirkung im Verhältnis von 1 :1 flockt aus der Auskleidungsmasse eine wird über das Redoxpotential des Cers bewirkt.
Substanz aus, die ölaufsaugend, j edoch wasserabweisend ist. 25 Ein solcher Vorgang wurde während einer Dauer von 2 Jah-
Diese ausgeflockte Masse setzt sich im Randbereich, zum Bei- ren beobachtet, wobei beim Verrottungsvorgang eine Tempe-
spiel im Erdreich der Ölgruben fest. Das eindringende Öl zer- ratur von etwa 30 °C beobachtet wurde und an Hand von setzt sich dann biologisch sehr schnell, da dieser Abbau durch Bodenproben folgende Kenndaten ermittelt wurden :
Kenndaten Grubeninhait Gartenkompost nach nach
2 Monaten 2 Jahren
pH-Wert
5,6
4,7
5,3
Wassergehalt
62 Gew.-%
27 Gew.-%
29 Gew.-%
Von
Oxydasche
25,8 Gew.-%
76,6 Gew.-%
87,0 Gew.-%
der
Art der Asche
Trocken
Hauptbestandteile
Si, Fe, AI
Si, Fe, AI
Si, Fe, AI
substanz
N ebenbestandteile
Ba, K, Ca,
Ba, K, Ca,
Ba, K, Ca
Zn, S, Pb
Zn, S
Gesamtstickstoff
0,25 Gew.-%
1,26 Gew.-%
0,46 Gew.-%
Gesamtkalium
0,12 Gew.-%
0,60 Gew.-%
0,40 Gew.-%
extrahierbare
organische
50,0 Gew.-%
2,51 Gew.-%
0,04 Gew.-%
Substanz
Von der polare Verbindungen
130,0 g/kg
17,2 g/kg
0,26 g/kg organischen
Kohlen
370,0 g/kg
7,9 g/kg
0,14 g/kg
Substanz wasserstoffe
Von den
Siedebeginn/Siedeende 210 "C/570 °C
280°C/800°C
Kohlenwasser- Aromaten
14,8%
48,7%
Stoffen
Paraffine
85,2%
51,3%
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele näher Erwärmen auf 85 °C zugesetzt. Das so erhaltene Produkt erläutert. wurde als Filtermaterial für die Auskleidung und Abdeckung
55 von geordneten Deponien zum grundwassersicheren Einbrin-Beispiel 1 gen ölhaltiger Abfälle (Altöle, Emulsionen) verwendet.
a) Es wurden 100 g eines Calciumligninsulfonates mit einem standardisierten Eisengehalt von 0,1% in 11 Wasser gelöst. Der auf 75 °C erwärmten Lösung wurden 40,4 g Cer(IV)-sulfat unter Beispiel 2
ständigem Rühren zugesetzt. w> Die im Beispiel 1, Abschnitt a) erhaltene Lösung wurde b) Die aus der nach dem vorstehenden Abschnitt a) erhalte- 0,5 cm3 einer absorptiv wirkenden 20%igen Aluminiumsulfatlö-nen Lösung auskristallisierte Substanz wurde in einer Menge sung bei einer Temperatur von höchstens 35 °C zugesetzt. Das von 0,5 g einer Menge von 2,0 g einer absorptiv wirkenden so erhaltene Produkt diente über die Demulgierung von ölhalti-Mischung und Emulsion von 50 g Stearinsäure und 8 g Triätha- gen Emulsionen von anionenaktivem, kationenaktivem oder nolamin in 1000 cm3 Wasser unter ständigem Rühren und 65 nicht-ionogenem Charakter zum Abbau derselben.
G

Claims (2)

617962 2 PATENTANSPRÜCHE 20,1960). In weiteren Veröffentlichungen wurde nachgewiesen,
1. Verfahren zum Herstellen einer abzulagernden Mineral- dass bestimmte katalasefreie Bakterien, wie BAC. Delbrüggi, ölprodukten zuzusetzenden Mischung, durch die der biologi- ihren oxydativen Stoffwechsel mit Hilfe von Cerperoxyd sehe Abbau dieser Mineralölprodukte beschleunigt wird, durchführen können, also unter bestimmten Voraussetzungen dadurch gekennzeichnet, dass 100 g eines Calciumligninsulfo- 5 oxydative Stoffwechselvorgänge entweder durch Cerverbin-nats mit einem standardisierten Eisengehalt von 0,1 % in 11 düngen beeinflusst oder allein bewerkstelligt werden können. Wasser gelöst werden, diese Lösung auf 75 °C erwärmt wird Hierbei spielen die Eigenschaften des Cers mit seiner Valenz-und unter ständigem Rühren 40,4 g Cer(IV)-sulfat zugesetzt Wechselmöglichkeit und seinem Redoxpotential (Spannungswerden und einer Menge von 0,5 g der an Cer angereicherten unterschied) von 1,57 Volt sicherlich eine Rolle. Es ist ferner Ligninsulfonatlösung 2 g einer Lösung aus 50 g Stearinsäure 10 darauf hinzuweisen, dass Cerlegierungen unter Ausnutzung der und 8 gTriäthanolamin auf 1000 cm3 Wasser unter ständigem sauerstoffaffinen Eigenschaften des Cers im Feuerstein sowie Rühren und unter Erwärmung auf 85 °C oder eine 20%ige Alu- in Gasglühstrümpfen Verwendung fanden (Evens: Proc. Soc. miniumsulfatlösung bei einer Temperatur von höchstens 35 °C exper. Biol. a. Med. 73,1955,18,198; Dipl.-Chem. E. Potratz, zugesetzt werden. Zeitschr. für diagnostische und therapeutische Sondermetho-
2. Verwendung der Mischung nach Anspruch 1 zum Aus- <5 den Band IV, 1957).
kleiden von Ölbecken und zur Abdeckung in die Becken einge- Ölhaltige Abfälle, insbesondere nicht mehr verwertbare brachten Öles. Mineralöle, wie Altöl oder dergleichen, werden zum Beispiel zwecks Kompostierung in wasserdicht angelegten Ölgruben abgelagert, wobei die Kompostierung als normaler biologi-20 scher Abbau nur sehr langsam abläuft.
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