CH618003A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen mechanischen Abstreifer zum Entfernen von Schlacke von der Oberfläche geschmolzenen Metalls in einem Ofen. Er ist insbesondere dazu bestimmt, Schlacke automatisch von der Oberfläche des geschmolzenen Metalls in dem Ofen zu entfernen, bevor der Ofen gekippt oder angestochen wird.
Beim Schmelzen oder Raffinieren gebräuchlicher Metalle und Legierungen, beispielsweise beim Schmelzen von Kupferlegierungen wie Messing, bildet sich auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls im Ofen in der Regel eine Schlackeschicht. Dies kommt vor allem beim Schmelzen in der Luft in elektrischen Induktionsöfen oder in mit Brennstoffen beheizten Öfen vor. Die Natur und Menge der auf dem geschmolzenen Metall gebildeten Schlacke hängt von der Zusammensetzung des Metalls ab und wird üblicherweise bis zu einem gewissen Grade durch Anwendung von Schutzabdeckungen und Schutzgasen verhindert. Welche und wieviel Schlacke sich unter diesen Umständen auch bildet — sie muss periodisch aus dem Ofen entfernt werden, insbesondere bevor im Falle von Kippöfen das geschmolzene Metall abgegossen wird.
Bei der bisher gebräuchlichen Methode zur Entfernung der Schlacke aus dem Ofen bedient man sich manuell gehandhabter Schöpflöffel und Abstreifer, mit denen die Schlacke aus dem Ofen ausgetragen wird. Diese manuelle Schlackenabschöpfung ist zumindest schwierig, körperliche Schwerarbeit und zeitraubend. Sie ist abzulehnen, weil die Arbeiter Hitze und giftigen Dämpfen ausgesetzt sind.
Zwar sind schon gewisse Typen mechanischer Abstreifer vorgeschlagen worden, doch beschränken sich diese Vorrichtungen darauf, den Schaum oder die Schlacke einfach über die Kante des Ofens in einen Behälter zu schieben oder zu ziehen. Derartige Einrichtungen erfordern eine sorgfältige Regulierung der Standhöhe des geschmolzenen Metalls im Ofen und bergen das Risiko, dass beim Abstreifen des Schaums oder der Schlacke über die Ofenkante ein Teil der Schlacke an den Ofenwänden entlangläuft und den Ofen beschädigt.
Hieraus ergibt sich die Aufgabe, einen mechanischen Abstreifer zur bequemen und automatischen Entfernung von Schaum oder Schlacke von der Oberfläche des geschmolzenen Metalls im Ofen zur Verfügung zu stellen.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe bei einem mechanischen Abstreifer der eingangs genannten Art gelöst durch einen Schieberkopf für die Schlacke, einen Antrieb zum Hin-und Herbewegen des Schieberkopfes über das geschmolzene Metall von einer Seite zur anderen des Ofens, einem schwenkbar montierten Schlackeaufnehmer mit einer offenen Seite, der mindestens teilweise in dem Ofen gegenüber dem Schieberkopf zur Aufnahme der von dem Schieberkopf weggedrückten Schlacke angeordnet ist, und einem Antrieb zum Schwenken des Schlackenaufnehmers aus einer Stellung im Ofen um einen bestimmten Winkel zur Entleerung der aufgenommenen Schlacke ausserhalb des Ofens.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen angegeben.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht des mechanischen Abstreifers gemäss der Erfindung in Verbindung mit einem herkömmlichen Ofen, und
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Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf die Vorrichtung von Fig. 1.
Der mechanische Abstreifer 10 gemäss der Erfindung besteht aus einem Schieberkopf 12, der in eine Schlackenschicht 14 einzutauchen vermag, die sich an der Oberfläche des geschmolzenen Metalls 16 in einem herkömmlichen Schmelzofen 18 gebildet hat. Der Schieberkopf 12 arbeitet mit einem Schlackenaufnehmer 20 zusammen, der zwischen einer durch die ausgezogenen Linien in Fig. 1 dargestellten ersten Stellung, bei der er sich in dem Ofen 18 befindet, und einer durch gestrichelte Linien in Fig. 1 dargestellten zweiten Stellung, bei der die von dem Schlackenschieberkopf 12 eingedrückte Schlacke über die Oberkante des Ofens in einen Behälter oder auf einen Förderer 22 entleert wird, schwenkbar ist. Der Arbeitstakt der Vorrichtung wird vorzugsweise von einer elektrischen Steuerung, die auf die verschiedenen pneumatischen Zylinder der Vorrichtung einwirkt, in der nachstehend beschriebenen Weise in einer vorgegebenen Reihenfolge gesteuert.
Der Schieberkopf 12 besteht, wie aus Fig. 2 ersichtlich, aus einem allgemein U-förmigen Element mit einem eingebuchteten Teil 24 und zwei Seitenschenkeln oder Flanschen 26, die die Schlacke vor dem ausgebuchteten Teil 24 halten, wenn der Schieber sich über die Oberfläche des geschmolzenen Metalls in dem Ofen 18 in Richtung des Pfeils A bewegt. Der Schieberkopf 12 ist mit der Kolbenstange 28 eines doppeltwirkenden pneumatischen Zylinders 30 verbunden, der den Schieberkopf 12 durch den Ofen 18 zu dem Schlak-kenaufnehmer 20 hin- und wieder zurückbewegen kann.
Der Zylinder 30 ist in zweckmässiger Weise unbeweglich auf einer ersten Stützplatte 32 montiert, die ihrerseits an ihrem hinteren Ende 34 mit einem Drehzapfen 38 od. dgl. auf einer zweiten Stützplatte 36 montiert ist. Die Platte 36 ist unbeweglich auf einem Gestell 40 an dem Ofen 18 befestigt, so dass die gesamte Schieberkopfeinrichtung unbeweglich an dem Ofen montiert ist. Die schwenkbare Befestigung der Stützplatte 36 für den Zylinder 30 ermöglicht jedoch, die Lage des Schieberkopfes 12 in bezug auf die Standhöhe der Schlacke in dem Ofen während der Tätigkeit der Vorrichtung zu verändern, wie nachstehend noch beschrieben wird.
Die vertikale Bewegung des Schieberkopfes 12 wird von einem zweiten doppeltwirkenden pneumatischen Zylinder 42 ausgeführt, der um einen Zapfen 44 od. dgl. schwenkbar auf einem starren Gestell 46 montiert ist. Das Gestell ist mit seinem oberen Ende 48 an der Unterseite der Platte 36 und mit einem Stützteil 50 an seiner Unterseite an der Seitenwand des Ofens 18 befestigt. Die Kolbenstange 52 des pneumatischen Zylinders 42 ist drehbar mit einem an der Unterseite der Stützplatte 32 befestigten Rahmen 54 verbunden, der durch eine Öffnung 56 in der Platte 36 hindurchragt. Mit Hilfe dieser Vorrichtung kann die Platte 32 durch Betätigung des Zylinders 42 während eines Arbeitstaktes der Vorrichtung geschwenkt werden, um den Schieberkopf wahlweise aus der Schlacke herauszuheben.
Wenn daher Schlacke 14 in den Schlackenaufnehmer 20 gefördert werden soll, wird der Schieberkopf 12 durch Ausfahren der Kolbenstange 28 des doppeltwirkenden Zylinders 30 aus der durch die ausgezogenen Linien dargestellten Lage (rechts in Fig. 1) geradlinig in die durch die unteren gestrichelten Linien dargestellte Lage 12' an der linken Seite des Ofens 18 bewegt. Durch diese Bewegung des Schieberkopfes wird die Schlacke zu dem Schieber hin und in dessen offene Seite geschoben, wie weiter unten noch näher beschrieben wird. Wenn der Arbeitsgang beendet ist, wird der Schieberkopf 12 durch den Zylinder 30 in seine ursprüngliche Lage zurückgezogen. Vorzugsweise wird, wenn der Schieberkopf 12 die in Fig. 1 durch die gestrichelte Linie angedeutete Stellung 12' erreicht hat, der Zylinder 42 betätigt und die gesamte Einrichtung aus Schieberkopf 12, Zylinder 30 und Platte 32 um den Zapfen 38 geschwenkt, so dass das untere Ende 58 des Schieberkopfes 12 aus der Schlackenschicht 14 heraus- und der Kopf in die Stellung 12" gehoben wird.
Wenn dann der Zylinder 30 betätigt wird und den Schieberkopf 12 nach rechts in Richtung des Pfeils B in Fig. 1 in seine ursprüngliche Stellung zurückzieht, rührt der Kopf 12 nicht die in dem Ofen zurückgebliebene restliche Schlackenschicht auf. Wenn der Zylinder 30 den Kopf voll zurückgezogen hat und dieser sich in der Stellung 12'" in Fig. 1 befindet, wird der doppeltwirkende Zylinder 42 in entgegengesetzter Richtung angetrieben und senkt den Kopf 12 in die durch die ausgezogenen Linien dargestellte Stellung, wobei die untere Kante 58 des Schieberkopfes 12 wieder in die Schlackenschicht eingetaucht wird.
Der Schieberkopf 12 ist an den Zylinder 30 und der Platte 32 verstellbar montiert, so dass die Eintauchtiefe des Schieberkopfes in die Schlackenschicht verstellt werden kann, um nach dem Schiebevorgang zur Verhinderung oder Begrenzung der Oxydation des Metalls eine restliche Schlackenschicht auf dem geschmolzenen Metall in dem Ofen zurückzulassen. Wie am deutlichsten aus Fig. 2 zu erkennen, weist der Schieberkopf 12 zwei Stützplatten 60 auf, die an seiner Rückseite angebracht sind und sich nach rückwärts zum Zylinder 30 hin erstrecken. Diese Platten sind mit einer Reihe vertikal angeordneter Öffnungen 62 versehen, durch die der Schieberkopf 12 mit Schrauben 66 od. dgl. an zwei Führungsstangen 64 befestigt ist. Die Führungsstangen sind gleitbar auf der Stützplatte 32 montiert und können sich in horizontaler Richtung in vier Stützrollenlagern 68 bewegen, die unbeweglich auf der Platte 32 befestigt sind. Dadurch führen und stützen die Führungsstangen 64 den Kopf 12, wenn dieser von dem Zylinder 30 durch den Ofen bewegt wird.
Der Schieberkopf 12 enthält ferner zwei an seiner Rückseite angebrachte L-förmigc Führungsteile 70, die zwischen sich einen Schlitz 72 bilden. Ein an der Kolbenstange 28 angebrachter Buchs- oder Befestigungsring 74 ist in diesem Schlitz untergebracht und hindert den Kopf 12 an einer Bewegung in horizontaler Richtung in bezug auf die Kolbenstange, ermöglicht aber eine vertikale Bewegung und Einstellung des Kopfes in bezug auf die Kolbenstange. Um daher die vertikale Stellung des Kopfes 12 in bezug auf den Zylinder 30 — und damit in bezug auf den Flüssigkeitsspiegel im Ofen — zu verändern, werden die Schrauben 66 gelöst, und der Kopf 12 wird vertikal in die gewünschte Stellung gebracht. Dann werden die Schrauben 66 wieder in die Führungsstange 64 und die zugehörigen Löcher 62 in den Platten 60 eingesetzt und befestigt. Wenn die Schrauben mit Muttern od. dgl. in üblicher Weise befestigt sind, ist der Kopf 12 zuverlässig an der Kolbenstange 28 des Zylinders 30 befestigt und bewegt sich mit diesem. Wie schon erwähnt, kann durch Veränderung der Stellung des Schieberkopfes an den Führungsstangen die Dicke der restlichen Schlackenschicht auf der Oberfläche 76 des geschmolzenen Metalls unter dem unteren Ende 58 des Schieberkopfes nach Bedarf variiert werden.
Wie ersichtlich, kann die Hublänge des den Schieberkopf 12 antreibenden Zylinders 30 und die Tätigkeit des Zylinders 42 in verschiedener Weise gesteuert werden, beispielsweise durch Verwendung pneumatischer oder elektrischer Grenz-und Steuerschalter.
Der Schlackenaufnehmer 20, der die von dem Schieberkopf 12 vor sich hergedrückte Schlacke aufnimmt, hat ein Bodenteil 86 und drei Seitenteile 88. Die vierte Seite 89 des im allgemeinen rechteckigen Schlackenaufnehmers ist offen, damit die in ihm enthaltene Schlacke durch Kippen, wie nachstehend beschrieben, ausgegossen werden kann. Wie am besten aus Fig. 2 zu ersehen, ist der Boden 86 des Schlacken5
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aufnehmers V-förmig ausgebildet, während die vertikalen Seitenwände 88 sich vom Boden aus nach aussen erweitern. Die untere Seitenwand 88 ist leicht nach oben geneigt (Figur 1). Die dem Boden 86 gegenüberliegende Vorderseite des Schlackenaufnehmers ist offen und zu dem Schlackenschie-ber 12 hin gerichtet. Die Breite des Schlackenaufnehmers ist etwas grösser als die Breite des Schieberkopfes, so dass die gesamte von dem Schieberkopf vor sich hergedrückte Schlak-ke in dem Schlackenaufnehmer aufgenommen werden kann.
Der Schlackenaufnehmer 20 ist mit Hilfe zweier Bratzen 92 fest an einer Welle 90 angebracht. Die Welle wiederum ist drehbar in Lagern 94 od. dgl. gelagert, die auf einer an dem Ofen 18 in herkömmlicher Weise unbeweglich montierten Stützplatte 96 befestigt sind. Die Eintauchtiefe des Schlackenaufnehmers 20 in die Schlackenschicht ist in gleicher Weise wie diejenige des Schieberkopfes 12 einstellbar. Die vertikalen Seitenwände 88 des Schlackenaufnehmers sind deshalb mit einer Reihe vertikal übereinander angeordneter Löcher 98 versehen, die Schrauben 100 zur Befestigung des Schlackenaufnehmers an die Bratzen 92 aufnehmen. Um die vertikale Stellung des Schlackenaufnehmers zu verändern, braucht man nur die Schrauben 100 in verschiedene Befestigungslöcher 98 einzusetzen und festzuziehen.
Auf einem U-Profil-Träger 97 an dem Ofen 18 ist drehbar ein doppeltwirkender pneumatischer Zylinder 102 montiert, dessen Kolbenstange 104 über eine Kurbel 106 mit der Welle 90 verbunden ist. Die Kurbel ist an einem Ende der Welle 90 fest angebracht und durch einen Zapfen 108 drehbar mit der Kolbenstange 104 verbunden. Bei Betätigung des doppeltwirkenden Zylinders 102 wird der Schlackenaufnehmer 20 aus der in Fig. 1 durch die ausgezogenen Linien dargestellten Stellung in die durch die gestrichelten Linien angedeutete Stellung gebracht, in der er über die Oberkante des Ofens 18 gekippt ist, so dass die durch den Schieberkopf 12 in den Schlackenaufnehmer hineingeschobene Schlacke durch die offene Seite 89 entleert wird. Der Kippwinkel des Schlackenaufnehmers, d. h. der Grad der Drehung durch Betätigung des Zylinders 102, lässt sich in jeder beliebigen Weise einstellen, beispielsweise durch Verwendung elektrischer Grenzschalter. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind zwei Grenzschalter 110 vertikal verstellbar auf der Platte 96 montiert und haben zwei Schaltarme, die an einer fest an der Welle 90 angebrachten Schaltplatte 112 angreifen. Wie zu erkennen, kann durch Verstellung der vertikalen Stellung der Schalter auf der Platte 96 der Kippwinkel des Schlackenaufnehmers variiert oder auf einen gewünschten Wert eingestellt werden.
Darüber hinaus enthält die Steuerschaltung, die die Tätigkeit der verschiedenen Zylinder, und insbesondere des Zylinders 102, steuert, vorzugsweise ein Zeitschaltglied, das den Schlackenaufnehmer in der in Fig. 1 durch die gestrichelten Linien angedeuteten Kippstellung einige Zeit verweilen lässt, während der die in dem Schlackenaufnehmer 20 enthaltene Schlacke in den Behälter oder auf den Förderer 22 fliesst. Nach Ablauf der gewählten Zeitspanne wird der Zylinder 102 erneut betätigt und bringt den Schlackenaufnehmer in seine vertikale Stellung zurück.
Im Betrieb befindet sich der Schlackenaufnehmer 20 zunächst in der durch die ausgezogenen Linien in Fig. 1 dargestellten vertikalen Stellung, und der Schieberkopf 12 nimmt ebenfalls die durch die ausgezogenen Linien dargestellte Stellung ein. Die relativen Vertikalstellungen des Schlackenaufnehmers und des Schieberkopfes in bezug zueinander und in bezug auf den Flüssigkeitsspiegel in dem Ofen werden zu Beginn nach Bedarf eingestellt, indem die Halterung des Schlackenaufnehmers 20 in den Bratzen 92 und die Halterung des Schieberkopfes 12 in den Führungsstangen 64 eingestellt werden. Diese Einstellung wird so vorgenommen, dass bei der Bewegung des Schieberkopfes durch den Ofen eine Restschicht Schlacke von vorbestimmter Höhe auf dem geschmolzenen Metall zurückbleibt.
Nachdem in dieser Weise die Eintauchtiefe des Schieberkopfes 12 und des Schlackenaufnehmers 20 eingestellt sind, wird der pneumatische Zylinder 30 betätigt, dessen Kolbenstange 28 ausfährt und den Schieberkopf 12 in die durch die gestrichelte Linie angedeutete Stellung 12' an dem Schlak-kenaufnehmer 20 bewegt. Bei dieser Bewegung drückt der Schieberkopf die Schlacke auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls vor sich her in den Schlackenaufnehmer 20, wo sie zwischen den Seitenwänden 88 aufgenommen wird. Nachdem der Schieberkopf 12 das Ende seiner Bewegung erreicht hat, wird der Zylinder 42 betätigt, der den Schieberkopf 12 in die durch die gestrichelten Linien angedeutete Stellung 12" an- und damit aus der Schlackenschicht heraushebt. Wenn der Schieberkopf 12 auf diese Weise angehoben ist, wird der Zylinder 30 betätigt, der den Schieberkopf in Richtung des Pfeils B in seine durch die gestrichelten Linien in Fig. 1 angedeutete Ausgangsstellung 12'" zurückzieht. Wenn die voll zurückgezogene Stellung des Schieberkopfes 12 erreicht ist, wird der Zylinder 42 betätigt, der die Stützplatte 32 senkt und damit den Schieberkopf 12 wieder in die Schlackenschicht eintaucht.
Nachdem der Schieberkopf 12 zurückgezogen worden ist, wird der Zylinder 102 betätigt, der den Schlackenaufnehmer 20 aus der durch die ausgezogenen Linien dargestellten Stellung in die durch die gestrichelten Linien angedeutete Stellung schwenkt. Wenn der Schlackenaufnehmer um den durch die Einstellung der Grenzschalter 110 vorgewählten Winkel geschwenkt ist, verbleibt er während einer vorgewählten Verweilzeit in dieser Kippstellung über der Ofenkante. Während dieser Zeit fliesst die in den Schlackenaufnehmer hineingeschobene Schlacke aus der offenen Seite 89 in den Behälter 22. Nach Ablauf der Verweilzeit wird der Zylinder 102 erneut in Tätigkeit gesetzt und bringt den Schlackeaufnehmer wieder in die durch die ausgezogenen Linien dargestellte Stellung zurück. Die Schlackenabstreifvorrichtung ist dann für einen weiteren Arbeitstakt bereit. Der Arbeitsvorgang kann in jeder gewünschten Weise durch geeignete Steuerungen oder elektrische Schaltungen automatisch so gesteuert werden, dass der Schieberkopf 12 je nach Verfahren und dem in dem Ofen 18 behandelten Metall sofort nach Rückkehr des Schlackenaufnehmers 20 in seine durch die aufgezogenen Linien dargestellte Stellung oder eine vorgewählte Zeitspanne danach erneut mit einem Arbeitsgang beginnt.
Es sei bemerkt, dass bei der beschriebenen Ausführungsform der Erfindung der Ofen 18 in der Draufsicht allgemein als rechteckig dargestellt ist, wobei Schieberkopf 12 und Schlackenaufnehmer 20 in festen Stellungen an einem Ende des Ofens montiert sind. Diese Anordnung gewährleistet eine befriedigende Schlackenentfernung von der ganzen Oberfläche des Ofens, da Schlacke ein gut fliessendes Materia ist. Wenn Schlacke an einem Ende des Ofens durch die Tätigkeit des Schieberkopfes 12 und des Schlackenaufnehmers 20 entfernt wird, fliesst ein Teil der in dem übrigen Teil des Ofens befindlichen Schlacke in den Raum zwischen Schieberkopf und Schlackenaufnehmer. Infolgedessen kann die Schlacke aus dem ganzen Ofen an nur einem Ende des Ofens kontinuierlich entfernt werden, wobei aber noch ein ausreichender Schlackespiegel im ganzen Ofen erhalten bleibt. Bei einigen Öfen kann es notwendig sein, zur ordnungsgemässen Entfernung der Schlacke ein grösseres Oberflächengebiet abzustreifen.
Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, dass durch die Erfindung ein einfacher und billig herstellbarer mechanischer Abstreifer zur Verfügung gestellt wird, der im Gegensatz zum manuellen Abschöpfen die Schlacke in regel-
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massigen, häufigen Intervallen entfernt, und dies ohne das geschmolzene Metall unter der Schlackenschicht aufzurühren, da der Abstreifer so eingestellt werden kann, dass er restliche Schlacke in jeder gewünschten Schichtdicke auf der Schmelze zurücklässt. Verluste flüchtiger Bestandteile, wie Zink aus geschmolzenem Messing, werden, dadurch verringert. Dies führt zu Kosteneinsparungen und verringert auch die Menge der in die Atmosphäre entweichenden schädlichen Emissionen, was im Hinblick auf die Bekämpfung der Luftverschmutzung von Vorteil ist. Da ausserdem der Abstreifer voll automatisch arbeitet, benötigt er zur Steuerung keine Be-5 dienungsperson. Dadurch werden die Kosten gegenüber dem manuellen Abstreifer weiter verringert.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
- 618 0032PATENTANSPRÜCHE1. Mechanischer Abstreifer zum Entfernen von Schlacke von der Oberfläche geschmolzenen Metalls in einem Ofen, gekennzeichnet durch einen Schieberkopf (12) für die Schlak-ke (14), einen Antrieb (28, 3Q) zum Hin- und Herbewegen des 5 Schieberkopfes (12) über das geschmolzene Metall (16) von einer Seite zur anderen des Ofens (18), einem schwenkbar montierten Schlackeaufnehmer (20) mit einer offenen Seite, der mindestens teilweise in dem Ofen (18) gegenüber dem Schieberkopf (12) zur Aufnahme der von dem Schieberkopf io (12) weggedrückten Schlacke (14) angeordnet ist, und einem Antrieb (102,104) zum Schwenken des Schlackeaufnehmers (20) aus einer Stellung im Ofen (18) um einen bestimmten Winkel zur Entleerung der aufgenommenen Schlacke ausserhalb des Ofens. 15
- 2. Mechanischer Abstreifer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Antrieb (42, 44) zum Herausheben des Schieberkopfes (12) aus der Schlackeschicht (14) in dem Ofen (18) nach dem Einschieben der Schlacke (14) in den Schlackeaufnehmer (20) und zum Heraushalten des Schieber- 20 kopfes (12) aus der Schlackeschicht (14) während der Rückkehr des Schieberkopfes (12) von dem Schlackeaufnehmer(20) in seine Ausgangsstellung.
- 3. Mechanischer Abstreifer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (28, 30) zum Hin- 25 und Herbewegen des Schieberkopfes (12) und der Antrieb (42, 44) zum Heben des Schieberkopfes jeweils aus pneumatischen Zylindern bestehen.
- 4. Mechanischer Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (102, 104) 30 zum Schwenken des Schlackeaufnehmers (20) aus einem pneumatischen Zylinder besteht.
- 5. Mechanischer Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch verstellbare Verbindungen (66, 100), die eine Veränderung der Stellung des Schieberkopfes 35 (12) und des Schlackeaufnehmers (20) gegenüber dem Spiegel des geschmolzenen Metalls (16) in dem Ofen (18) ermöglichen.
- 6. Mechanischer Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlackeaufnehmer 40 (20) zwei vertikale Seitenwände (88), eine untere Wand (88), die bei der Stellung des Schlackeaufnehmers (20) in seiner Stellung im Ofen (18) in die Schlacke (14) eintaucht, und eine offene Seite (89) hat, die der unteren Seitenwand (88) gegenüberliegt und durch die die Schlacke (14) aus dem 45 Schlackeaufnehmer (20) ausfliesst, wenn der Schlackeaufnehmer sich in Kippstellung befindet.
- 7. Mechanischer Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieberkopf (12) allgemein U-förmig ausgebildet ist, einen eingebuchteten Ver- 50 tikalteil (24) sowie zwei zu dem Schlackeaufnehmer (20) hin gerichtete vertikale Seitenwände (26) hat, deren Abstand kleiner als der Abstand zwischen den vertikalen Seitenwänden(88) des Schlackeaufnehmers (20) ist.
- 8. Mechanischer Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 55 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlackenschieber-kopf (12) in dem Ofen (18) angeordnet, der Antrieb (28, 30) zum Hin- und Herbewegen des Schieberkopfes (12) beweglich auf dem Ofen (18) und der Schlackeaufnehmer (20) schwenkbar auf dem Ofen (18) an der dem Schieberkopf (12) ge- 60 genüberliegenden Seite montiert ist und der Schlackeaufnehmer (20) zur Entleerung der in ihm enthaltenen Schlacke über die obere Ofenkante aus seiner Stellung in dem Ofen (18) um einen bestimmten Winkel in eine Kippstellung über der oberen Ofenkante schwenkbar ist. 65
- 9. Mechanischer Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (28, 30) für den Schieberkopf (12) auf einer Platte (32) montiert ist,die (bei 38) schwenkbar auf einer fest an dem Ofen (18) angebrachten Platte (36) befestigt ist und dass der Schlackeaufnehmer (20) schwenkbar (bei 90, 94) auf Bauteilen montiert ist, die fest an dem Ofen (18) angebracht sind.
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