CH618207A5 - - Google Patents

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CH618207A5
CH618207A5 CH1585775A CH1585775A CH618207A5 CH 618207 A5 CH618207 A5 CH 618207A5 CH 1585775 A CH1585775 A CH 1585775A CH 1585775 A CH1585775 A CH 1585775A CH 618207 A5 CH618207 A5 CH 618207A5
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CH
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resins
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CH1585775A
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Alan Edward Mink
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Dow Corning
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Description

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine härtbare Harzmischung auf Basis von lösungsmittelfreiem Silikonharz aufzuzeigen, die einen verbesserten thermischen Schock aufweist, und zwar sowohl dann, wenn sie Füllstoffe aufweist als auch 55 dann, wenn sie frei von Füllstoffen ist, so dass diese Harzmischung ausgesprochen gut geeignet als Kunstharz zu Einkapselungszwecken ist
Ein Gesichtspunkt, der in Betracht gezogen werden muss, wenn man ein Harz des lösungsmittelfreien Typs herstellen so oder formulieren will, ist derjenige, dass nicht nur die Zusammensetzung des Grundharzes in Betracht gezogen werden muss, sondern auch die Zusammensetzung des Vernetzungsmittels. Beispielsweise kann das gleiche Grundharz nach der Aushärtung völlig unterschiedliche Eigenschaften bezüglich 65 des thermischen Schocks aufweisen, je nach der Zusammensetzung des Vernetzungsmittels, mit dem die Aushärtung erreicht wurde. Die Erfolge, die mit der erfindungsgemässen Harzmischung erreicht werden können, sind auf die verwendeten Ver-
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netzungsmittel zurückzuführen, und zwar insbesondere bezüglich des Dimethylgehaltes dieser Verbindungen.
Seit dem Jahre 1956 sind lösungsmittelfreie Harze des SiH-Vinyl-Typs bekannt, wie dies aus der US-Patentschrift 2915 497 zu ersehen ist. In dieser Patentschrift ist das Vernetzungsmittel eine Phenylgruppen aufweisende Methyl-Wasser-stoff-Verbindung und die dort beschriebenen Vernetzungsmittel besitzen überhaupt keine Dimethylsiloxangruppen.
Eine Modifikation eines lösungsmittelfreien Harzes wird in der US-Patentschrift Nr. 3 631220 beschrieben. Bei dem dort offenbarten Harz werden die Probleme bezüglich der Unverträglichkeit des Harzes und des Vernetzungsmittels gelöst, indem man bestimmte mit a-Methylstyrol modifizierte Organo-polysiloxane einsetzt. In diesem Patent wird gesagt, dass falls nicht bestimmte kritische Einschränkungen im Molekulargewicht des zur Erzielung der Verträglichkeit eingesetzten Mittels eingehalten werden, wieder eine Unverträglichkeit zwischen den Harzkomponenten auftritt. In dieser Patentschrift werden auch Versuche beschrieben, mit Hilfe welcher man die thermische Beständigkeit der lösüngsmittelfreien Harze verbessern wollte, nämlich die Beständigkeit dieser Harzzusammensetzungen, bei erhöhten Temperaturen gegenüber einem oxydativen Abbau oder einer oxydativen Zersetzung.
Eine weitere Modifikation bezüglich lösungsmittelfreien Harzen ist in der US-Patentschrift Nr. 3 732 330 beschrieben, in welcher in erster Linie lösungsmittelfreie Harze erwähnt sind, die zu Beschichtungszwecken eingesetzt werden sollen. Harze dieses Typs haben sich im Handel als sehr erfolgreich herausgestellt, wenn sie zur Beschichtung von Antriebsmotoren oder Zugmotoren eingesetzt werden, jedoch ist die Widerstandsfähigkeit von Harzen dieses Typs gegenüber dem thermischen Schock sehr schlecht, wenn diese Harze in dicken Schichten bzw. tiefen Abschnitten gehärtet werden. Dies wird in der vorliegenden Beschreibung anhand der Ergebnisse von Vergleichsversuchen noch näher erläutert.
In dem nicht zum Stande der Technik gehörenden US-Patent Nr. 3 944 519 wird eine rasche Aushärtung von lösungsmittelfreien Harzen beschrieben, die eine hervorragend gute Widerstandsfähigkeit gegenüber dem thermischen Schock aufweisen. In diesen Harzen sind jedoch die Vinylfunktionen und die =Si-H-Funktionen auf trisubstituierte Siliziumatome beschränkt. Dimethylvinylsiloxane und Dimethylwasserstoff-siloxane sind relativ teurer als Methylvinylsiloxane und Methyl-wasserstoffsiloxane, und auch die raschen Härtungseigenschaften dieser Harze sind nicht immer wünschenswert, wenn die erwähnten Harze zu Einkapselungszwecken oder Einbettungszwecken eingesetzt werden. Man war daher bestrebt, weniger teure Organo-silikonharze, sie lösungsmittelfrei sind, zu entwik-keln, und zwar insbesondere solche, die bei höheren Temperaturen härten, die jedoch hervorragend gute Widerstandsfähigkeiten beim thermischen Schock besitzen.
Überraschenderweise wurde gefunden, dass die angestrebten Ziele durch die erfindungsgemässen Harzmischungen erreicht werden können.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine härtbare Harzmischung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie die folgenden Komponenten enthält:
A) ein Copolymer, das, angegeben in Mol.-%, aus 35 bis 42 Monophenylsiloxan-Einheiten,
0 bis 12 Diphenylsiloxan-Einheiten,
35 bis 50 Dimethylsiloxan-Einheiten und 8 bis 15 Vinylmethylsiloxan-Einheiten aufgebaut ist und
B) ein Copolymer, das, angegeben in Mol.-%, aus 8 bis 15 Diphenylsiloxan-Einheiten,
30 bis 55 Methyl-Wasserstoffsiloxan-Einheiten,
28 bis 45 Dimethylsiloxan-Einheiten und 5 bis 12 Trimethylsiloxan-Einheiten aufgebaut ist, wobei die Komponenten A) und B) in einem derartigen Mengenanteil enthalten sind, dass eine im wesentlichen stöchiometrische Menge an Gruppen der Formel SiH und Gruppen der Formel Si-Vinyl in der Mischung aus den beiden 5 Bestandteilen vorliegt, wobei diese Menge von der stöchiome-trischen Menge um nicht mehr als =F 10% abweiéht.
Die erfindungsgemässen Harzmischungen können in irgendeiner beliebigen Weise gehärtet werden, die dazu führt, dass die Addition von SiH an Si-Vinyl erfolgt und zu diesem 10 Zweck können beispielsweise Peroxide und Rhodium-Katalysatoren eingesetzt werden, wobei jedoch die bevorzugten Katalysatoren, die bis jetzt bei der Durchführung dieser Arbeiten gefunden wurden, Platin-Katalysatoren sind. Diese bekannten Katalysatoren können entweder anorganische Platinverbin-15 düngen sein, wie z. B. Platin, das auf Kohle dispergiert ist, oder Dichlorplatinsäure, oder es können auch organische Platinverbindungen eingesetzt werden, wie zum Beispiel Komplexe aus Platin oder Chlorplatinsäure mit Olefinen oder Komplexe aus Platin mit ungesättigten Organosiliziumverbindungen oder Pla-20 tin-Schwefel-Komplexe.
Die Katalysatoren können der Harzmischung in irgendwelcher geeigneten Weise einverleibt werden. Wenn erwünscht ist, dàss die Harzmischung in Form einer einkomponentigen Packung vorliegt, dann ist es vorzuziehen, Inhibitoren beizufü-25 gen, wie zum Beispiel acetylenische Alkohole oder ähnliche Verbindungen. Diese Inhibitoren sollen ein zu frühes Aushärten der Harzmischung verhindern. Die erfindungsgemässen Harzmischungen können jedoch auch in Form von 2-Kompo-nenten-Packungen in den Handel gebracht werden, und zwar 30 im allgemeinen in solcher Form, dass eine Mischung aus A und B entweder mit Füllstoff oder ohne Füllstoff in einer der beiden Packungen vorliegt und eine Mischung aus A und beispielsweise dem Platinkatalysator in der zweiten Packung abgepackt ist. Die beiden Packungen können dann zu demjenigen Zeit-35 punkt, wo das Harz verwendet wird, miteinander vermischt und die Mischung gehärtet werden, indem man sie auf die gewünschte Temperatur erhitzt, im allgemeinen auf 150 °C oder eine noch höher liegende Temperatur.
Wie bereits oben angeführt wurde, erreicht man mit den 40 erfindungsgemässen Harzmischungen eine ausserordentlich gute Widerstandsfähigkeit gegenüber dem thermischen Schock und im allgemeinen auch eine sehr gute Stossfestigkeit, und zwar auch im füllstoff-freien Zustand. Dementsprechend können diese Harze entweder zu Beschichtungszwecken oder 45 als Harze zu Imprägnierzwecken eingesetzt werden. In manchen Fällen ist es jedoch sowohl vom wirtschaftlichen Standpunkt her und in bestimmten Fällen auch wegen des thermischen Schocks vorteilhaft, den Harzen Füllstoffe zuzusetzen. Die bevorzugten Füllstoffe, die zu diesem Zweck eingesetzt 50 werden, sind Glasfasern und feinverteiltes kristallines Siliziumdioxid oder kristalline feinverteilte Kieselsäure. Eine bevorzugte härtbare Harzmischung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie 35 bis 65 Gew.-% der Harzmischung A plus B, 5 bis 25 Gew.-% Glasfasern einer durchschnittlichen Länge von 0,08 bis 55 0,32 cm, und 10 bis 50 Gew.-% kristallines Siliziumdioxid enthaltendes Material oder kristallines Siliziumdioxid einer durchschnittlichen Teilchengrösse von 2 bis 8 |i enthält. Speziell bevorzugt sind diejenigen Harzmischungen, die aus 45 bis 55 Gew.-% an den Komponenten A plus B, 10 bis 15 Gew.-% Glas-60 fasern und 30 bis 45 Gew.-% feinverteiltem Siliziumdioxid enthaltendem Material aufgebaut sind. Die Glasfasern, die zu diesem Zweck eingesetzt werden, sind vorzugsweise ein in einer Hammermühle behandeltes Glas, das eine durchschnittliche Faserlänge im bevorzugten Bereich von 0,08 bis 0,32 cm auf-65 weist. Fasern, die eine Länge von 0,16 cm besitzen, sind dabei speziell bevorzugt. Derartige Fasern sind im Handel erhältlich. Das bevorzugte Siliziumdioxid enthaltende Material, das als Füllstoff eingesetzt wird, ist zerschlagener Quarz, der eine
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durchschnittliche Teilchengrösse im bevorzugten Bereich von 2 bis 8 p. und vorzugsweise im Bereich von 2 bis 5 n besitzt Derartige Siliziumdioxid-Füllstoffe sind ebenfalls im Handel erhältlich.
Die in den erfindungsgemässen Harzmischungen enthaltenen Harzkomponenten A und B werden am besten hergestellt, indem man eine Cohydrolyse der entsprechenden Chlorsilane durchführt und dann eine Kondensation des Produktes ablaufen lässt, um den Hydroxylgehalt zu vermindern und das Harz auf die gewünschte Viskosität einzustellen. Die Hydrolyse und die Kondensation werden im allgemeinen in Anwesenheit eines Kohlenwasserstofflösungsmittels, wie zum Beispiel Toluol durchgeführt Beispielsweise können die gemischten Chlorsilane in Toluollösung zugesetzt werden und nachdem die Hydrolyse vollständig ist, kann dann die Wasserschicht entfernt werden und die Toluolschicht in Anwesenheit eines sauren Katalysators unter Rückfluss gekocht werden, wobei gleichzeitig wieder Wasser entfernt wird.
Wie bereits weiter oben erwähnt wurde, sind die erfindungsgemässen Harzmischungen speziell gut geeignet, um eine Einkapslung und Einbettung von elektrischen Vorrichtungen und elektronischen Vorrichtungen zu erreichen. Die erfindungsgemässen Harzmischungen können jedoch auch als Beschichtungszusammensetzungen eingesetzt werden und auch in anderen Anwendungsgebieten verwendet werden, in denen Silikonharze normalerweise angewandt werden.
Die Widerstandsfähigkeit der erfindungsgemässen Harzmischungen gegenüber dem thermischen Schock wurde nach den folgenden Arbeitsmethoden getestet:
Eine Probe des mit dem Katalysator versehenen Harzes wurde in eine Aluminiumschale eines Durchmessers von 5,08 cm gegeben, man entlüftete die Masse und Hess sie bis zu dem Punkt gelieren oder verfestigen, dass sie die Festigkeit hatte, einen Stahlring zu tragen. Der verwendete Stahlring hatte einen äusseren Durchmesser von 2,54 cm, einen inneren Durchmesser von 1,1 cm, eine Dicke von 0,16 cm und er wog 6,6 g. Dieser Stahlring wurde im Zentrum der Schale auf die Oberfläche des Gels gelegt Dann wurde eine zusätzliche Menge der Harzmischung in die Schale eingegossen, damit eine vollständige Einkapslung des Stahlringes gewährleistet ist. Die gesamte Menge an Harz oder Harz plus Füllstoff, die bei diesen Versuchen angewandt wurde, betrug 25 g. Die Proben wurden dann in einem Heizschrank mit Luftumwälzung gehärtet, und man liess sie auf Zimmertemperatur abkühlen und entfernte sie dann aus der Schale. Die Bruchtemperatur der gehärteten Proben wurden dann bestimmt, indem man sie thermischen Zyklen, d. h. Erwärmungen und Abkühlungen unterwarf, die zwischen einem der beiden Tests variierten. Bei dem Test Nr. 1 wurde die Probe bei 100 °C 16 Stunden lang gehärtet und dann in einen Heizschrank gegeben, und auf 200 °C erhitzt. Man entfernte sie dann aus dem Heizschrank und liess sie auf Zimmertemperatur abkühlen. Die gekühlte Probe wurde zusammen mit einem Thermometer in einen Behälter gegeben und der Behälter wurde in ein Trockeneisbad eingetaucht Auf diese Weise wurde die Temperatur allmählich erniedrigt und diejenige Temperatur, bei der die Probe brach, wurde bestimmt, indem man zu dem Moment des Bruches, die am Thermometer angezeigte Temperatur ablas.
Beim Test 2 erfolgte die Einkapslung des Stahlringes in der gleichen Weise, wie dies oben beschrieben ist und dann erfolgte eine Härtung der Probe bei einer Temperatur von 150 °C während 90 Minuten. Die Proben wurden aus dem Härtungsofen entnommen und sofort in ein Kühlbad eingetaucht, das entweder eine Temperatur von -50 °C oder eine von -75 °C aufwies. Die Proben wurden dann Erhitzungs- und Abkühlungsschritten unterworfen, und zwar jeweils auf +150 °C erhitzt und dann wieder auf -50 °C oder -75 °C abgekühlt Es wurde die Anzahl der Zyklen festgehalten, bis das Brechen auftrat.
Diese Anzahl der zyklischen Aufheizungen und Abkühlungen wurde festgehalten.
Unter dem Ausdruck «äquivalente Menge», wie er hier verwendet wird, versteht man, dass das Grundharz und das Vernetzungsmittel in einer solchen Menge eingesetzt wurden, dass gleiche molare Mengen an Gruppen SiH und Gruppen Si-Vinyl vorliegen, wobei Abweichungen von der äquimolaren Menge von nur =F 10% auftreten.
Die Erfindung sei nun anhand von Beispielen näher erläutert.
Beispiel 1
Anhand dieses Beispiels sollen die überlegenen Eigenschaften von erfindungsgemässen, keinen Füllstoff enthaltenden Harzmischungen gegenüber keinen Füllstoff aufweisenden Beschichtungsharzen desjenigen Typs veranschaulichen, der in der US-Patentschrift Nr. 3 723 330 beschrieben ist Die erfin-dungsgemässe Harzmischung enthielt ein Grundharz
A), das zu 40 MoL-% aus Monophenylsiloxan-Einheiten, zu 10 Mol.-% aus Diphenylsiloxan-Einheiten,
zu 40 Mol.-% aus Dimethylsiloxan-Einheiten und zu 10 Mol.-% Vinylmethylsiloxan-Einheiten bestand. Der Vernetzer
B), der in dieser Harzmischung eingesetzt wurde, war ein Copo-lymerisat, das
10 Mol.-% Diphenylsiloxan-Einheiten,
35 Mol.-% an Dimethylsiloxan-Einheiten,
45 Mol.-% an Methyl-Wasserstoff-siloxan-Einheiten und 10 Mol.-% an Trimethylsiloxan-Einheiten enthielt
Das Harz, das zu Vergleichszwecken verwendet wurde, war eine Mischung aus einem Harz mit 37,5 Mol.-% Monophenylsiloxan-Einheiten, 7,5 Mol.-% Monomethylsiloxan-Einheiten, 30 Mol.-% Dimethylsiloxan-Einheiten, 20 Mol.-% Methylvinylsi-loxan-Einheiten und 5 Mol.-% Trimethylsiloxan-Einheiten und dieses Harz wurde in Kombination mit einem Vernetzungsmittel verwendet, das zu 35 Mol.-% aus Diphenylsiloxan-Einheiten, 55 Mol.-% Methyl-Wasserstoffsiloxan-Einheitenund 10 Mol.-% Trimethylsiloxan-Einheiten bestand.
Jede dieser beiden Harzmischungen wurde mit einer geeigneten Menge an einem Platinkatalysator vermischt, und man verwendete dieses Material, um den Stahlring nach dem oben beschriebenen Verfahren einzukapseln. Jede dieser Proben wurde dann dem oben beschriebenen thermischen Schocktest Nr. 1 unterworfen, und es zeigte sich dabei, dass die erfindungs-gemässe Harzmischung eine Bruchtemperatur von -44 °C aufwies, während die zu Vergleichszwecken eingesetzte Harzmischung eine Bruchtemperatur von +150 °C besass.
Beispiel 2
Das Grundharz, das bei der Durchführung dieses Versuches angewandt wurde, war die Komponente A,der in Beispiel 1 verwendeten Harzmischung. Dieses Grundharz wurde mit den unten angeführten Vernetzungsmitteln in äquivalenten Mengen vermischt, und in jedem Fall wurde die gleiche Menge an Platin-Katalysator verwendet Die Kombination aus Grundharz und Vernetzungsmittel wurde unter Zugabe von Füllstoffen formuliert wobei 50 Gew.-% an Grundharz plus Vernetzer mit 45 Gew.-% an krisallinem Siliziumdioxid einer Korngrösse von 2 bis 3 n und 5 Gew.-% an Glasfasern einer Länge von 0,08 cm, die in einer Hammermühle zerkleinert worden waren, vermischt wurden. Jede dieser Formulierungen wurde dann dem thermischen Schock-Test Nr. 2 unterworfen, der oben angeführt ist und die dabei erzielten Ergebnisse sind in der Tabelle 1 zusammengestellt
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
5
Tabelle 1
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Diphenyl- Dimethyl- Methylwasserstoff- Trimethyl- Anzahl der Zyklen siloxan siloxan siloxan siloxan bis Bruch eintrat
35 0 55 10 Bruch
10 15 65 10 Bruch
10 . 20 60 10 Bruch
10 25 55 10 Bruch
10 30 50 10 3
10 35 45 10 5
Dieses Beispiel zeigt, dass die Menge an Dimethylsiloxan-Einheiten in dem Vernetzer bezüglich der Eigenschaft des thermischen Schocks kritisch ist.
Beispiel 3
Das Grundharz A und der Vernetzer B waren genauso wie in Beispiel 1. Diese Harzmischung wurde zusammen mit einem Platin-Katalysator und der unten angeführten Füllstoffkombination verwendet. In jedem Fall wurde das formulierte Material dem thermischen Test 2 unterworfen, bei dem die Temperaturzyklen aus Behandlungen bei +150 °C und -75 °C bestanden. Die in der folgenden Tabelle 2 angeführte Formulierung 1 war nach 5 derartigen Zyklen nicht gebrochen und die Formulierung 2 der folgenden Tabelle war nach 10 derartigen Zyklen nicht gebrochen.
Bestandteil
Formulierung 1
Formulierung 2
i5 Platin-
Katalysator*
1
1
Bestandteil
Tabelle 2
Formulierung 1 Formulierung 2
A 55
B 9
kristallines Siliziumdioxid mit 2-3 [1 10 0,16 cm lange
Glasfasern 25
schwarzes
Pigment 1
43 7
37
12
1
* Der verwendete Platin-Katalysator enthielt 0,4 Gew.-% Platin.
20 Alle in der Tabelle 2 angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Beispiel 4
Anhand dieses Beispiels wird die Verwendung eines Grundharzes veranschaulicht, das keine Diphenylsiloxangruppen ent-25 hält.
Das in diesem Beispiel verwendete Grundharz war ein Copolymerisat aus 40 Mol.-% Monophenylsiloxan, 48 Mol.-% Dimethylsiloxan und 12 Mol.-% Methylvinylsiloxan. Auch dieses Grundharz wurde in Kombination mit dem Vernetzungs-3o mittel B des Beispiels 1 verwendet. Das Grundharz und das Vernetzungsmittel wurden in äquivalenten Mengen vermischt und es wurden die unten angeführten Füllmaterialien zugesetzt. Es stellte sich heraus, dass das so erhaltene Material 5 thermischen Zyklen nach dem Test 2 unterworfen werden konnte, 35 ohne dass ein Bruch auftrat. Die verwendete Formulierung bestand aus 40 Gew.-Teilen Grundharz plus Vernetzungsmittel, 47 Gew.-Teilen kristallinem Siliziumdioxid einer Korngrösse von 2 bis 3 (i, 12 Gew.-Teilen Glasfasern einer Länge von 0,16 cm, einem Gew.-Teil schwarzem Pigment und 1 Gew.-Teil 4o Platin-Katalysator.
Das gehärtete Harz hatte eine Shore D Härte (shore'D hardness) von 60.

Claims (10)

618207 PATENTANSPRÜCHE
1. Härtbare Harzmischung, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgenden Komponenten enthält:
A) ein Copolymer, das, angegeben in Mol.-%, aus 35 bis 42 Monophenylsiloxan-Einheiten,
0 bis 12 Diphenylsiloxan-Einheiten,
35 bis 50 Dimethylsiloxan-Einheiten und 8 bis 15 Vinylmethylsiloxan-Einheiten aufgebaut ist und
B) ein Copolymer, das, angegeben in Mol.-%, aus 8 bis 15 Diphenylsiloxan-Einheiten,
30 bis 55 Methyl-Wasserstoffsiloxan-Einheiten,
28 bis 45 Dimethylsiloxan-Einheiten und 5 bis 12 Trimethylsiloxan-Einheiten aufgebaut ist, wobei die Komponenten A) und B) in einem derartigen Mengenanteil enthalten sind, dass eine im wesentlichen stöchiometrische Menge an Gruppen der Formel SiH und Gruppen der Formel Si-Vinyl in der Mischung aus den beiden Bestandteilen vorliegt, wobei diese Menge von der stöchiome-trischen Menge um nicht mehr als T10% abweicht.
2. Härtbare Harzmischung nach Patentanspruch 1, dadurqji gekennzeichnet, dass sie zusätzlich einen Platin-Katalysator enthält.
3. Härtbare Harzmischung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich zu den Komponenten A und B noch Füllstoffe enthält.
4. Härtbare Harzmischung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie
35 bis 65 Gew.-% der Harzmischung A plus B,
5. Härtbare Harzmischung nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich einen Platin-Katalysator enthält
5 bis 25 Gew.-% Glasfasern einer durchschnittlichen Länge im Bereich von 0,08 bis 0,32 cm, und
10 bis 50 Gew.-% kristallines Siliziumdioxid enthaltendes Material oder kristallines Siliziumdioxid einer durchschnittlichen Teilchengrösse von 2 bis 8 n enthält.
6. Härtbare Harzmischung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus
45 bis 55 Gew.-% der Harzmischung A plus B,
10 bis 15 Gew.-% Glasfasern einer Faserlänge von 0,08 bis 0,32
cm und
30 bis 45 Gew.-% an kristallinem Siliziumdioxid enthaltendem oder aus Siliziumdioxid bestehendem Material, welches eine durchschnittliche Teilchengrösse im Bereich von 2 bis 8 (x aufweist, aufgebaut ist
7. Härtbare Harzmischung nach Patentanspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die in ihr enthaltenen Glasfasern eine durchschnittliche Länge von 0,16 cm aufweisen und dass der Füllstoff eine durchschnittliche Teilchengrösse im Bereich von 2 bis 5 n besitzt.
8. Verwendung der Harzmischung nach Patentanspruch 1 zur Herstellung eines gehärteten Harzes, dadurch gekennzeichnet dass man sie mit einem Katalysator härtet
9. Verwendung nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet dass der Katalysator ein Edelmetallkatalysator, vorzugsweise Platin, ist.
10. Verwendung gemäss Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Harzmischung als Einbettungsmaterial, als Überzugsmaterial oder zu Imprägnierungszwecken gehärtet wird.
Das Arbeitsfeld der lösungsmittelfreien Silikonharze liegt im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung. Ein lösungsmittelfreies Silikonharz ist ein solches, das entweder auf die Oberfläche eines Substrates aufgetragen werden kann oder das als Harz zur Imprägnierung oder zur Einkapselung verwendet werden kann, ohne dass dieses Harz mit einem Lösungsmit-5 tel verdünnt werden muss. Von den lösungsmittelfreien Silikonharzen ist die im Handel am besten vertretene Art diejenige, in der die Härtung erfolgt, indem man an Si-Vinyl eine Addition von SiH vornimmt Derartige Harze sind in zwei Hauptanwendungsgebieten gut verwendbar, nämlich als Beschichtungs-10 materialien und als Einkapselungsmaterialien.
Die Eigenschaften, die bei einem Harz benötigt werden, um es als erfolgreiches Harz zu Beschichtungszwecken einzusetzen, sind unterschiedlich von denjenigen, die benötigt werden, wenn das Harz mit Erfolg zu Imprägnierzwecken oder zu Ein-15 kapselungszwecken eingesetzt werden soll. Dies trifft insbesondere auf diejenige Eigenschaft zu, die als «thermischer Schock» bezeichnet wird. Unter «thermischem Schock» versteht man die Fähigkeit eines Harzes, eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber raschen Temperaturänderungen über weite Tempe-20 raturbereiche zu besitzen. Wenn ein Harz als Beschichtungs-material verwendet wird, dann besteht die einzige Berührungsfläche zwischen dem Harz und dem Substrat, das im allgemeinen aus Metall besteht, an der Oberfläche dieser beiden Materialien. Wenn daher ein Unterschied in der Ausdehnung und im 25 Zusammenziehen, also der Expansion und der Kontraktion zwischen dem Harz und dem Substrat besteht, dann tritt in diesem Fall eine Spannung nur an einer Fläche des Harzes auf. Ausserdem liegt ein Harz zu Beschichtungszwecken immer in Form eines dünnen Filmes vor und dem Fachmann ist es bekannt, 30 dass dünne Filme einem thermischen Schock weniger stark unterworfen sind, als dicke Harzteile oder tiefe Abschnitte eines Materiales.
Andererseits haben Harze zu Einkapselungszwecken und zur Imprägnierung, die in der elektronischen Industrie verwen-35 det werden, beispielsweise Teile der Vorrichtung oder Komponente in dem Grundgerüst des Harzes eingebettet und diese Teile können Expansionskoeffizienten aufweisen, die sich sehr stark von denjenigen des zur Einbettung verwendeten Harzes unterscheiden. Unter solchen Bedingungen führen Tempera-turänderungen zu einer wesentlich grösseren Beanspruchung des Harzes als dies bei Temperaturänderungen der Fall ist, denen genau das gleiche Harz ausgesetzt ist wenn es zur Herstellung einer Beschichtung verwendet wurde. Aus diesem Grund sind solche Harze, die zu ausgesprochen befriedigenden 45 Ergebnissen bei der Verwendung zur Herstellung von Beschichtungen führen, wie zum Beispiel bei der Verwendung auf Antriebsmotoren, vollkommen ungeeignet, um als Einbettungsmaterial oder Einkapselungsmaterial für elektrische Vorrichtungen oder elektronische Ausstattungen verwendet zu so werden.
CH1585775A 1975-08-04 1975-12-05 CH618207A5 (de)

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