CH618255A5 - Device for heating liquids contained in pools, in particular water in swimming pools - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Beheizung von in Becken enthaltenen Flüssigkeiten, insbesondere von Wasser in Schwimmbecken.
Wenn sich in Becken Flüssigkeiten befinden, die stets auf einer etwa gleichbleibenden Temperatur gehalten werden müssen, ergeben sich, sofern diese Temperatur oberhalb der normalen Umgebungstemperatur liegt, ständig die bekannten Probleme der Abstrahlung von Wärmeenergie und im Zusammenhang damit der Zufuhr von neuer Wärmeenergie. Dies ist üblicherweise mit erheblichen technischen Aufwendungen und auch mit einem erheblichen Energieverbrauch verbunden, vor allem dann, wenn solche flüssigkeitshaltigen Becken, insbesondere Schwimmbecken, den üblichen Witterungseinflüssen der Umwelt ausgesetzt sind, d. h. also, wenn ein solches Becken im Freien steht oder auf dem Dach eines Gebäudes aufgebaut ist. Durch wärmedämmende Baumass-nahmen (Seitenverkleidungen, Abdeckungen auf der Oberfläche der Flüssigkeit, z. B. des Schwimmbadwassers usw.) können natürlich die Wärmeenergieverluste auf ein gewisses Mindestmass reduziert werden. Dennoch bleibt grundsätzlich das Problem bestehen, dass zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Temperatur laufend eine gewisse Wärmeenergiezufuhr erforderlich ist.
Die Aufgabe der Erfindung liegt daher in der Schaffung einer solchen Vorrichtung zur Beheizung von in Becken enthaltenen Flüssigkeiten, insbesondere von Wasser in Schwimmbecken, wobei mit einem minimalen technischen Aufwand die erforderliche Wärmeenergienachlieferung realisiert werden kann.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
dass zur Nutzbarmachung von Sonnenenergiestrahlung eine zur Aufnahme und Leitung von Wärmeenergie befähigte Schwarzfläche mit der Flüssigkeit in Berührung steht.
Der Begriff «Schwarzfläche» bedeutet, dass gedunkelte, also insbesondere zur Absorption von eingestrahlter Sonnenwärme befähigte Flächen, Schichten, Bahnen usw. vorhanden sind, die die aufgenommene Wärmeenergie über eine zugehörige leitende Fläche, Schicht oder Bahn usw. an die Flüssigkeit, z. B. das Schwimmbadwasser, weitergeben. Hierbei kann es sich um geschwärzte Folien, Bahnen oder Schichten aus Metall, beispielsweise Aluminium oder Kupfer, oder um metallimprägnierte Bahnen oder Schichten aus Geweben oder Kunststoffen oder kunststoffbeschichteten Geweben, die mit Metallen durchsetzt sind, handeln. Die schwarze Oberfläche ist üblicherweise der Sonnenrichtung zugewandt. Wenn die eigestrahlte Sonnenenergie auf diese Weise als Wärmeenergie aufgenommen und an die in Berührung damit befindliche Flüssigkeitsschicht abgegeben wird, kann eine örtliche Überhitzung dadurch vermieden bzw. eine Gleichverteilung in der Flüssigkeitsschicht, beispielsweise in dem Schwimmbadwasser, dadurch erreicht werden, dass diese Flüssigkeit mit Hilfe üblicher Mittel einer ständigen Umwälzung unterliegt.
In einer besonderen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Schwarzfläche als aus- und einfahrbare Abdeckung auf der Wasseroberfläche ausgeführt ist. Die Schwarzfläche kann auch als aus- und einfahrbare Schicht innerhalb des Wasservolumens ausgeführt sein. Ferner besteht die Möglichkeit, dass die Schwarzfläche am Beckenboden fest angeordnet oder dort aus- und einfahrbar ausgeführt ist. Hierdurch wird der laufende Zutritt zu dem flüssigkeitsgefüllten Becken, beispielsweise Schwimmbecken, ermöglicht, nämlich dadurch, dass bei entsprechender Benutzung oder beim Füllen oder Entleeren die Schwarzfläche eingefahren wird, während bei entsprechender Sonnenenergieeinstrahlung die Schwarzfläche zu Beheizungszwecken wieder ausgefahren werden kann.
In einer weiteren besonderen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die aus- und einfahrbare Schwrarzfläche als durchgehende Bahn oder als Lamellen-Rolladen ausgeführt ist. Hierdurch sind Anpassungsmöglichkeiten an jegliche technischen Gegebenheiten vorhanden, wenn beispielsweise die mechanische Stabilität erforderlich macht, dass infolge der lamellenförmigen Ausführung eine bessere Stabilität erzielt wird, beispielsweise zum Zweck der Begehung.
Nach einer anderen bevorzugten Ausgestaltung kann die Ausführung der Schwarzfläche als durchgehende Bahn in Form eines Flachsacks ausgebildet sein, wobei der Flachsack gegebenenfalls ein flexibles tragendes Gerippe in seinem Inneren enthält und/oder gegebenenfalls luftaufblasbar ist. Dabei ist die geschwärzte Fläche des Flachsacks in Verbindung mit der zur Aufnahme und Leitung von Wärmeenergie befähigten Schicht vorzugsweise an der Unterseite dieses Flachsacks, die mit der Flüssigkeitsoberfläche, beispielsweise Schwimmbadwasser, in Berührung steht, angeordnet, so dass sich darüber die zweite Flachsackschicht, gegebenenfalls durch ein flexibles tragendes Gerippe von der unteren Flachsackschicht getrennt, in transparenter Ausführung befindet. Dieser Flachsack kann auch mit einem Gas, beispielsweise Luft, in üblicher Weise aufgeblasen werden. Wenn ein solcher Flachsack auf der Flüssigkeitsoberfläche, beispielsweise Schwimmbadwasser-Oberfläche, ausgefahren ist, ermöglicht er zusätzlich eine Dämmung der Wärmeabgabe nach oben in die auf niedrigerer Temperatur befindliche Atmosphäre, beispielsweise während der Nachtzeit, während gleichzeitig eine Abdeckung gegenüber Verschmutzung geschaffen ist.
Führt man die Schwarzfläche innerhalb des Flüssigkeitsvolumens, beispielsweise des Schwimmbadwasservolumens, aus, z. B. 10 cm oder 20 cm unterhalb der Flüssigkeitsoberfläche, strahlt die Sonnenenergie zunächst durch die Flüssigkeitsschicht, um alsdann von der Schwarzfläche in Wärmeenergie umgesetzt zu werden, die entsprechend an die Flüssigkeit abgegeben wird. Hierbei erweist sich natürlich eine einschichtige Ausführung der Schwarzfläche als besonders vorteilhaft, sei es als durchgehende Bahn oder sei es in Lamellenform.
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Führt man die Schwarzfläche auf der Bodenfläche des Beckens aus, kann man hier entweder einen aus- und einfahrbaren Rolladen oder eine entsprechende Bahn anordnen; oder andererseits besteht die Möglichkeit, dass die fest eingebaute Bodenfläche schwarz beschichtet ist, gegebenenfalls auf ei- s nem darunter befindlichen wärmeaufnahmefähigen und wär-meleitfähigen Material.
Sofern die Schwarzfläche aus- und einfahrbar gestaltet ist, können die üblichen Mittel am Beckenrand angewendet werden, nämlich Welle, Motor, Kasten usw. io
Bei allen Ausführungsformen der Schwarzflächen kann diese entweder voll oder teilweise schwimmfähig sein, und/
oder zusätzlich in seitlichen Führungen bewegt werden.
Mit Hilfe einer solchen Vorrichtung kann man stets die eingestrahlte Sonnenenergie während der Sonnenscheinstun- 15 den optimal auswerten, wobei stets die Möglichkeit besteht, das flüssigkeitsgefüllte Becken zu anderen Zwecken freizugeben. Dies ist von besonderer Bedeutung nicht nur bei Schwimmbädern, sondern auch bei allen anderen flüssigkeitsgefüllten Becken, z. B. für Salzflüssigkeiten, Lösungsmittel usw.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher veranschaulicht. In der Zeichnung bedeuten:
Fig. 1 eine Ausführungsform mit teilweise ausgefahre- 25 ner Flüssigkeitsoberflächenbahn;
Fig. 2 eine Ausführungsform mit einer teilweise ausgefahrenen «getauchten» Bahn;
Fig. 3 eine Ausführungsform mit Schwarzfläche am Boden des Beckens. 30
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In Fig. 1 ist der Beckenrand mit 1, der Beckenboden mit 2, die Flüssigkeitsoberfläche mit 3 und die teilweise ausgefahrene Oberflächenbahn mit 4 bezeichnet. Diese teüweise ausgefahrene Oberflächenbahn 4 kann als volle Bahn oder als aus Lamellen bestehende Bahn ausgeführt sein, die gegebenenfalls in seitlichen Führungen geleitet wird. Mit 6 ist die Einrichtung angedeutet, die zum Ausfahren und Einfahren der Bahn 4 dient, beispielsweise Welle, Elektromotor, Kasten usw. Auch besteht die Möglichkeit einer einfachen me-chanischen-Betätigung der Bahn 4. Ferner kann die Bahn 4 auch von Hand ausgebreitet werden.
In Fig. 2 ist mit 5 eine teilweise ausgefahrene «getauchte» Bahn bezeichnet. Eine solche Bahn am Beckenboden ist in Fig. 3 mit 7 bezeichnet. Diese Bahn kann dort entweder mit Hilfe der Einrichtung 6 aus- und einfahrbar angeordnet sein; oder der Beckenboden kann mit der Schwarzfläche versehen sein.
Insbesondere dann, wenn sich ein Lamellenrolladen oder ein Flachsack gemäss Fig. 1 als Bahn 4 auf der Flüssigkeitsoberfläche befindet, ergeben sich zusätzlich die Möglichkeiten der Dämmung gegen Wärmeabstrahlung und der Verhinderung von Verschmutzung.
Bei kleinen Becken kann die Schwarzfläche auch insoweit einstückig ausgebildet und handhabungsfähig sein, als die gesamte und den Beckendimensionen angepasste Schwarzfläche aufgelegt, eingetaucht und/oder bis auf den Boden versenkt wird und dabei gegebenenfalls auch von seitlichen Haltemitteln in der gewünschten Höhe getragen wird.
Die Schwarzfläche, die die Sonnenwärme aufnimmt,
kann grundsätzlich aus beliebigem Material hergestellt sein.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Beheizung von in Becken enthaltenen Flüssigkeiten, insbesondere von Wasser in Schwimmbecken, dadurch gekennzeichnet, dass zur Nutzbarmachung von Sonnenenergiestrahlung eine zur Aufnahme und Leitung von Wärmeenergie befähigte Schwarzfläche (4, 5, 7) mit der Flüssigkeit in Berührung steht.
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwarzfläche (4) als aus- und einfahrbare Abdeckung ausgeführt und auf der Wasseroberfläche (3) angeordnet ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwarzfläche (5) als aus- und einfahrbare Schicht ausgeführt und innerhalb des Wasservolumens angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwarzfläche (7) am Beckenboden fest angeordnet oder dort aus- und einfahrbar ausgeführt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die aus- und einfahrbare Schwaxzfläche (4, 5, 7) als durchgehende Bahn oder als Lamellenrolladen ausgeführt ist.
6. Vorrichtung nach Patentanspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwarzfläche (4, 5, 7) als durchgehende Bahn ausgebildet ist und die Form eines Flachsacks aufweist, wobei der Flachsack gegebenenfalls ein flexibles tragendes Gerippe in seinem Inneren enthält und/oder gegebenenfalls luftaufblasbar ist.
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