CH619124A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Haltevorrichtung für Schriftguteinbände, mit einer Stützplatte, welche im Zusammenwirken mit einer am Rückenabschnitt jedes Einbandes befestigten Hakenanordnung einen Einband gegen seitliche Verschiebung festhält.
Es sind Schriftgutbehälter für die Aufnahme von losen Papierblättern und Halterungen zur Loseblattsammlung von Handbüchern oder Büchern bekannt, bei denen die Unterlagen wie Seiten von Katalogen, Computer-Ausdrucken, Bedienungsanleitungen, Berichtsbögen, Zeichnungen usw. in Loseblatt- Halterungen oder -Einfassungen eingefügt werden.
Diese Massnahmen tragen zu einem gewissen Schutz der Dokumente bei und erleichtern auch deren Handhabung, Unterbringung und deren Gebrauch. Auch wurden entscheidende Schritte unternommen, um Handbücher in einer Weise zu befestigen, dass sie leicht und unproblematisch benutzt werden können. Häufig sind Telefonbücher, Ersatzteilkataloge und ähnliche Einbände an Pulten oder Ständern angebracht, wo sie an Ort und Stelle geöffnet, jedoch nicht ohne weiteres bei Bedarf verschoben oder an einen anderen Platz gelegt werden können. Ferner sind Loseblatt-Einfassungen oder Aktenhalter bekannt, welche mit einem oder mehreren Hakenelementen versehen sind, an denen sie in einer Hängeregistratur abgehängt werden können. Derartige Halterungen können jeweils an einem Ende eine Hängenase aufweisen, an der sie gleitfähig auf einem Hängeschienenpaar abhängbar sind. Zusätzlich oder wahlweise kann die Halterung zwischen ihren Enden einen Haken zur Anhängung an einer einzelnen Schiene besitzen. Beide Registraturarten sind aus dem US-Patent 3 865 445 mit dem Titel Hanging Binder, erteilt am 11. Februar 1975 für Carl J. Dean, bekannt. Es besteht jedoch das Bedürfnis, auch die für eine Hänge- oder Pendelregistratur ausgestalteten Halterungen an einer Abstützanordnung anzubringen, um sie dort bequem und ohne eine Gefahr eines Herunterfallens öffnen und einsehen zu können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht mithin in der Schaffung einer Einrichtung, bei der in Form von Schriftguteinbänden zusammengefasstes Schriftgut an einem Stützelement anbringbar ist und dort geöffnet und eingesehen werden kann, sowie in der Ausbildung eines in einer derartigen Einrichtung verwendbaren Stützelementes, ferner soll ein solches Stützelement auch in einer Hängeregistratur unterzubringende Schriftguteinbände aufnehmen können und Verriegelungsmittel zur Verhinderung eines unbefugten Entfernens una/oder Vorsatzmittel zur Unterstützung geöffneter Einbandblätter aufweisen.
Die erfindungsgemässe Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1 definiert.
An der Stützplatte kann vorteilhafterweise auch noch eine schlüsselbetätigbare Verriegelungseinrichtung vorgesehen sein, mittels welcher die Halterungen auf ihr festgelegt und gesichert werden können.
Weitere Vorteile der Erfindung sind nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Stützanordnung für einen Schriftguteinband nach den Merkmalen der Erfindung,
Fig. 2 eine Schnittansicht einer Schnittführung im wesentlichen längs der Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 eine ähnliche Ansicht wie diejenige in Fig. 2, jedoch mit einer geschlossenen Verriegelungsplatte,
Fig. 4 eine Rückansicht der in den vorstehenden Figuren gezeigten Stützanordnung,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Verriegelungselementes in seiner unverriegelten oder geöffneten Stellung,
Fig. 6 eine Ansicht ähnlich derjenigen in Fig. 5, wobei jedoch die Verriegelungsplatte in einer geschlossenen Lage gezeigt ist,
Fig. 7 eine Querschnittsdarstellung einer Schnittführung im wesentlichen längs der Linie 7—7 in Fig. 3 und
Fig. 8 eine perspektivische Teildarstellung der in den Fig. 3 und 7 gezeigten Halterung in einer aufrecht stehenden Lage.
In den Fig. 1 bis 3 ist eine Stütz- und Halterungsanordnung für Schriftguteinbände dargestellt, welche eine Stützplatte bzw. ein Stützbord 2 aufweist, die bzw. das aus Metall, jedoch vorzugsweise aus einem geeigneten thermoplastischen oder wärmehärtbaren Kunststoff wie polypropylenverstärktem Nylon, Polyester, ABS oder einem Epoxyharz gefertigt sein kann. Die Stützplatte 2 besitzt zwischen ihren oberen und ihren unteren Stützplattenenden eine Längsleiste 4, welche mit einem im wesentlichen parallel zur Stützplattenebene verlaufenden Flansch 6 versehen ist. An dem freien Längsrand des Flansches 6 ist eine Lippe 8 angeformt derart, dass diese Lippe 8 zusammen mit dem Flansch und der Längsleiste 4 ein im Querschnitt hakenförmiges Element (vgl. Fig. 2 und 3) ausbildet. Eine längslaufende Rippe 10 ist materialeinheitlich an der unteren Seite des Flansches 6 und zwischen der Leiste 4 und der Lippe 8 angeformt. Zusätzlich sind einstückig mit diesen vorgenannten Teilen Stirnwände 12 zum Abschliessen des von der
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Leiste 4, dem Flansch 6, der Lippe 8 und der Stützplatte 2 umgrenzten Raumes vorgesehen. Somit wird zwischen dem unteren Rand der Lippe 8, der oberen Fläche 26 der Stützplatte 2 und den inneren Oberflächen der Stirnwände 12 eine längslaufende rechteckige Öffnung ausgebildet.
In der Nähe der oberen und unteren Ränder der Stützplatte 2 sind zwei weitere Leisten 16 und 18 angebracht, welche jeweils zur Ausbildung von Nuten 20, vorzugsweise mit V-förmigem Querschnitt (vgl. Fig. 7), eingekerbt sind. Die in der Leiste 16 ausgebildeten Nuten 20 sind in bezug auf die in der Leiste 18 ausgeildeten Nuten 20 ausgerichtet und wirken mit der Lippe 8 der längslaufenden Lippe 10 und der Leiste zur Halterung von Schriftguteinbänden, Handbüchern, Katalogen und anderen Einbänden, welche die nachstehend beschriebenen Loseblatt-Halterungen aufweisen, zusammen.
Weiterhin ist aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, dass die Stützplatte 2 an ihrer Unterseite mit zwei Vorsprüngen 22 versehen ist, von denen jeweils einer in der Nähe einer unteren Plattenecke angeformt ist und die Funktion von Füssen erfüllt. Diese Vorspünge 22 besitzen jeweils eine untere Bodenfläche 24, die in einer gemeinsamen Ebene liegen, welche bezüglich der oberen Fläche 26 der Stützplatte 2 einen spitzen Winkel einnimmt. Mit diesen Vorsprüngen 22 wirkt eine Drahtbügel-abstützung 28 zusammen, welche einen bodenseitigen Quersteg 30 und zwei aufrechstehende Schenkelabschnitte 32 besitzt. Die oberen Enden der Schenkelabschnitte 32 sind unter Ausbildung von Winkelansätzen 34 abgebogen und können über diese Winkelansätze in geeignete, an der Unterseite der Stützplatte 2 ausgesparte Öffnungen eingesetzt werden. Bevorzugterweise ist die Stützplatte 2 an ihrer Unterseite mit zwei Öffnungspaaren 38 und 40 zur Aufnahme der Winkelansätze versehen, um durch ein Umstecken der Drahtbügelab-stützung 28 von den Öffnungen 38 in die Öffnungen 40 eine Änderung des Stützplattenwinkels vornehmen zu können. Mit dieser Massnahme kann der Winkel der Stützplatte 2 verändert werden, um die Winkellage jeweils entweder einer Sitzposition des Benutzers oder einer aufrechtstehenden Stellung anpassen zu können.
Aus den Darstellungen in den Fig. 3,4 und 7 kann entnommen werden, dass die Stützplatte 2 gross genug ausgebildet ist, um mehrere Schriftguteinbände aufnehmen zu können. Diese Einbände weisen Loseblatt-Hefter oder -Halterungen 42 auf, welche in ihrer allgemeinen Ausbildung so sind, wie die in der folgenden Zeitschrift veröffentlichten Halterungen: Modern Office Procédures, Bd. 20, Nr. 12, Seite 42, vom Dezember 1975, und Information and Records Management, Bd. 9, Nr. 9, Seite 9. Diese Halterungen können aus Polypropylen bestehen und in einem Stück oder aber aus zwei oder mehreren Teilen, welche miteinander verbunden sind, aufgebaut sein. Jede der Halterungen besitzt ein Paar von abgewinkelt zueinander verlaufenden und einander gegenüberliegenden Seitenwände 44 und 46 sowie ein Paar die Fortsetzung dieser Seitenwände bildenden Seitenwand- Randabschnitte 48 und 50 sowie eine oder mehrere quer verlaufende Verstärkungsrippen 52. Die Seitenwand-Randabschnitte 48 und 50 umgrenzen einen kanalartigen Raum 54, der zur Aufnahme der Randbereiche einer Vielzahl von Schriftgut- oder Papierblättern 56 dient. Jede der Halterungen 42 besitzt ferner Schrift-gut-Heftmittel in Form von Heftstiften 58, welche sich quer durch den kanalartigen Raum 54 und durch geeignete, in den Papierblättern 56 ausgebildete Öffnungen hindurch erstrecken und welche schliesslich mit den Seitenwand-Randabschnitten 48 und 50 verbunden sind. Die Heftstifte 58 bestehen vorzugsweise aus Kunststoff und haben einen Kopfteil 60 an einem Ende und einen Flahschteil 62 am anderen Ende und greifen mit diesen beiden Teilen an den Seitenwand-Randab-schnitten 48 bzw. 50 an. Ausserdem ist jeder Heftstift an den flanschteilseitigen Ende geschlitzt ausgeführt, um zwei nach
Art einer Feder wirkende Abschnitte 64 zu erhalten, welche aufeinander zu gebogen werden können, um ein Herausnehmen des Flanschteils 62 aus dem Seitenwand-Randabschnitt 50 zu ermöglichen, so dass der Heftstift 58 in Richtung des in Fig. 7 dargestellten Pfeiles herausgezogen werden kann, um eine Entfernung oder ein Ablegen von Schriftgut oder Papierblättern aus der Halterung heraus bzw. in diese hinein möglich zu machen. Zum Wiedereinsetzen der Heftstifte 58 in den Sei-tenrandabschnitt 50 werden sie durch die in diesem Seiten-wand-Randabschnitt 50 ausgebildete Öffnung hindurchgedrückt. Der Verbindungsbereich zwischen den geneigten Seitenwänden 44 und 46 ist mit einem V-förmigen Abschnitt 65 versehen, der eine Formgebung und Abmessung besitzt, die so sind, dass er in die Nuten an den Leisten 16 und 18 eingreifen und in diesen Nuten gehalten werden kann. Der V-förmige Abschnitt 65 kann sich längs des gesamten Halterungsfalzes erstrecken, oder er kann auch nur lediglich an den einander gegenüberliegenden Enden des Falzes und dort lang genug ausgebildet sein, dass ein Eingreifen dieses Abschnittes in die V-förmigen Nuten 20 der Leisten 16 und 18 stattfinden kann.
Ferner ist jede Halterung mit einer Aussparung 66 und einem Haken 68 versehen, wobei die Aussparung 66 eine Grösse besitzt, welche ausreicht, die Längsleiste 4 und deren Flansch 6 aufzunehmen, und der Haken 68 ist von einer Formgebung, dass er einen Aufnahmeabschnitt 70 ausbildet, in den der Flansch 6 und die Lippe 8 lösbar eingeführt werden können. Die Form und die Abmessung des Hakens 68 sind dergestalt, dass er in die zwischen der Lippe 8 und der oberen Fläche 26 der Stützplatte liegende Öffnung einführbar ist und an der längslaufenden Rippe 10 einrasten kann, womit die Halterung 42 lösbar auf der Stützplatte 2 angeordnet ist. In diesem Zusammenhang ist es noch von Bedeutung, dass die Oberfläche 69 der Halterung, welche die Aussparung 66 begrenzt, der Haken 68 und der Aufnahmeabschnitt 70 einen geraden Flächenverlauf aufweisen, welcher rechtwinklig zu den Seitenwand-Randabschnitten 48 und 50 verläuft. Gegen eine seitliche Verlagerung ist die Halterung durch den Eingriff ihres V-förmigen Abschnitts 65 an den in den Leisten 16 und 18 vorgesehenen Nuten 20 gesichert, auch kann wegen des verriegelnden Eingriffs des Hakens an der Lippe 8 und der längslaufenden Lippe 10 kein Abheben der Halterung von der Stützplatte 2 vorgenommen werden. Die ebene Fläche 69 und die benachbarte flache Oberfläche des Flansches 6 bewirken gemeinsam eine Stabilisierung der Halterung, damit diese nicht nach irgendeiner Seite kippen kann. Ein Entfernen der Halterung von der Stützplatte 2 ist nur dann möglich, wenn die Halterung gegen diese Platte nach abwärts gedrückt wird und gleichzeitig in Richtung des in Fig. 3 dargestellten Pfeiles verschoben wird, damit der Haken 68 aus dem einrastenden Eingriff mit der längslaufenden Lippe 10 freikommen kann. Die Anbringung der Halterung wird dadurch erhalten, dass zunächst ihr V-förmiger Abschnitt 65 in einander gegenüberliegenden Nuten 20 in den Leisten 16 und 18 eingelegt wird, und danach wird der Halter nach abwärts verschoben, so dass sein Haken 68 unter die Lippe 8 gelangen und die längslaufende Lippe 10 hintergreifen kann.
Ersichtlicherweise können mehrere Schriftguteinbände bzw. -Halterungen auf die vorstehend erläuterte Weise auf der Stützplatte 2 abgelegt werden, und irgendeiner dieser Einbände kann zur Einsichtnahme geöffnet werden, ohne dass dessen Entfernung aus der Halterung notwendig wäre. Anderseits ist es aber möglich, die Halterung zu entfernen, falls es notwendig sein sollte, um z. B. in sie Papierblätter einzuführen oder von ihr welche zu entfernen oder aber um den gesamten Einband an einer anderen Stelle zu benutzen.
Die Stützanordnung, welche auch als «Ständer» bezeichnet werden kann, besitzt ferner ein Paar «Vorsatzblätter», welche als Abstützung für die in der Halterung befindlichen Seiten bei
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einem geöffneten Schriftguteinband dienen. Die Stützplatte 2 ist für diesen Zweck mit zwei Lochreihen 74 und 76 versehen, welche gleichmässige und korrespondierende Abstände zueinander besitzen. Diese Vorsatzblätter besitzen die Form U-för-miger Drahtbügel, ähnlich wie die Drahtbügelabstützung 28. Im einzelnen ist jeder Vorsatzbügel aus einem Drahtstück gebogen derart, dass ein Verbindungsabschnitt 78, ein Paar Arme 80 und ebenfalls paarweise an den Enden dieser Arme 80 abgebogen ausgebildete Endstücke 82 erhalten werden. Die abgewinkelten Endstücke 82 passen in die Löcher 74 und 76 mit einem Gleitsitz ein, und die Vorsatzbügel können je nach der Anzahl der auf dem Ständer angebrachten Schriftguteinbände näher zusammengerückt oder weiter auseinanderliegend in die Löcher eingepasst werden. Die Arme 80 sind zu den Endstücken 82 so abgebogen, dass die Vorsatzbügel einen geöffneten Buchabschnitt in einem für eine Einsicht geeigneten Öffnungswinkel abstützen. Die Arme dienen auch zur Verringerung der Beanspruchung der Papierblätter 56, wenn diese über die Seitenwand-Randabschnitte 48 und 50 der Halterung hinaus abgebogen werden, womit die Gefahr eines Herausreis-sens der Blätter an ihrem Heftbereich, durch den sich die Heftstifte 58 hindurch erstrecken, gesenkt wird.
Die Stützanordnung kann ausserdem mit einer Einrichtung zur Sicherung der Halterungen auf der Stützanordnung versehen sein, um eine Diebstahlsicherung zu schaffen. In den Fig. 2 bis 6 ist eine Verriegelungsanordnung gezeigt, welche eine Befestigungsplatte 86 mit einem Randflansch 88 umfasst und über nicht gezeigte geeignete Schrauben an der Unterseite der Stützplatte 2 in der Nähe ihres oberen Endes angebracht ist. Auch sind im unteren Randbereich der Befestigungsplatte 86 zwei Längsschlitze 90 vorgesehen. Eine Verriegelungsplatte 92, welche einen weiteren Teil der Verriegelungsanordnung darstellt, besitzt an ihrer unteren Randseite ein Laschenpaar 94, das in bezug auf die Unterkante der Platte 92 abgesetzt und so gebogen ist, dass ein Winkelabschnitt 98 und eine Lippe 100 geschaffen werden. Dieses Laschenpaar 94 ist in die in der Befestigungsplatte 86 ausgebildeten Längsschlitze 90 eingehängt, damit die Verriegelungsplatte 92 relativ zur Befestigungsplatte 86 schwingen bzw. verschwenkt werden kann. Die Ausbildung des Laschenpaares 94 an der Verriegelungsplatte 92 und die Breite der Längsschlitze 90 sind dergestalt, dass die beiden Platten relativ zueinander verschwenkt werden können, wobei dann das Laschenpaar als Gelenkteil, welches ebenfalls relativ zur Befestigungsplatte 86 bewegt wird, wirkt. Die Verriegelungsplatte 92 kann, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist, flächig an der Befestigungsplatte 86 anliegend verriegelt werden, oder sie kann in eine in Fig. 2 gezeigte Lage ausgeschwenkt werden. Zur Vornahme oder Verriegelung ist die Befestigungsplatte 86 mit einer vergleichsweise grossen in Vertikalrichtung langen Aussparung 104 versehen, und die Verriegelungsplatte 92 weist eine Öffnung zur Aufnahme eines Verriegelungselementes 106 auf. Dieses Verriegelungselement 106 besitzt einen Anschlagring 108, der an der Aussenfläche der Verriegelungsplatte 92 anliegt, und ein Gewinde zur Befestigung einer an der Innenseite der Verriegelungsplatte 92 angreifenden Mutter 110. Mit dieser Befestigung ist das Verriegelungselement an der Verriegelungsplatte 92 angebracht und kann mittels eines Schlüssels 112 betätigt werden. Das Verriegelungselement besitzt einen Schlosszapfen 114, der beim Verdrehen des Schlüssels mitgedreht wird und der an seinem inneren Ende eine Sperrklinke 116 trägt. An der Befestigungsplatte 86 ist ferner ein Vorsprung 118 an einer von der Verriegelungsplatte 92 wegweisenden Seite angeformt. Dieser Vorsprung 118 verläuft an einem Rand der Aussparung 104 und umfasst eine geneigte Kantenfläche 120 und eine vergleichsweise kürzere Fläche 122, die parallel zur Ebene der Befestigungsplatte 86 verläuft. Die über das Verriegelungselement betätigte Sperrklinke 116 besitzt von der Verriegelungsplatte 92 einen genügend grossen Abstand, der es ermöglicht, dass dann, wenn die Verriegelungsplatte 92 nach oben gegen die Halterungsplatte verschwenkt ist (Fig. 3), die Sperrklinke hiner die Fläche 122 des Vorsprungs 118 nach oben gedrückt werden kann. Die Sperrklinke 116 ist etwas nachgiebig ausgeführt, so dass sie, wenn sie in ihre Verriegelungslage verdreht wird, an der geneigten Kantenfläche 120 angreift und von dieser in Richtung von der Verriegelungsplatte 92 weggedrängt wird, um hinter die Fläche 122 reibschlüssig eingreifen zu können. Dadurch wird sichergestellt, dass die Verriegelungsplatte 92 eng an der Befestigungsplatte 86 liegend gehalten wird und dass der obere Winkelabschnitt 98 der Verriegelungsplatte 92 nicht lose relativ zum benachbarten Ende einer auf der Stützplatte 2 angebrachten Halterung 42 bewegbar ist. Die Lippe 100 an der Verriegelungsplatte 92 dient zum Angreifen an den jeweiligen Halterungen 42, um eine Abnahme des oberen Endes der jeweiligen Halterung von der Stützplatte zu verhindern bzw. auszuschliessen. Gleichzeitig dient der Winkelabschnitt 98 der Verriegelungsplatte zur Verhinderung einer Verschiebung der jeweiligen Halterung in Richtung des in Fig. 3 gezeigten Pfeils parallel zur oberen Fläche 26 der Stützplätte 2. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt,
dass die Halterungen 42 der dargestellten Art an ihren Enden mit Hängenasen 126 versehen sind, über welche die Halterungen nach einem Entfernen vom Ständer in Aktenschränken oder Auszügen mit einem Paar von Hängeschienen, also in üblichen Hängeregistraturen, abgehängt werden können.
Die Lippe 100 greift direkt an der benachbarten Hängenase 126 an oder überdeckt diese und hält damit die Halterungen auf dem Einbandständer 2 fest.
Der in diesem Beschreibungszusammenhang benutzte Begriff «Einbände» soll ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Schriftgut oder Papierblättern sein, welche in einer Halterung oder einem Hefter untergebracht werden können. Der Einband kann vorderseitig und/oder rückseitig mit Einbanddek-keln versehen sein; es muss aber stets am Einbandrücken oder am Falz ein Haken ausgebildet sein, welcher an der Längsleiste 4 angreifen kann. Als Beispiel werden einige Einbände genannt: Kataloge, Ersatzteil- und Werkstatthandbücher sowie Schriftgutbehälter mit Computer-Ausdrucken, Berichtsakten usw.
Es ist für den Fachmann ersichtlich, dass die vorstehend beschriebene Stützanordnung sich auch vorteilhafterweise für Loseblattordner einsetzen lässt, welche sich von den hier beschriebenen unterscheiden, welche jedoch zur Bildung von Einbänden, die auf die vorgesehene Weise befestigt und angebracht werden können, eingesetzt werden. Somit kann die Halterung oder die Einfassung, welche einen Teil des Einbandes darstellt, auch auf andere Weise gefertigt sein, als diese hier ausführungsbeispielhaft erläutert und gezeigt ist. Zum Beispiel benötigen die Halterungen nicht unbedingt Hängenasen 126, sie könnten auch an einem Ende mit einer Rille oder einem Schlitz zur Aufnahme der Lippe 100 versehen sein, wobei die oberen Enden der Halterungen eng anliegend an die Leiste 16 durch das Zusammenwirken zwischen der Lippe 100 und den benachbarten Hängenasen 126 festgelegt werden kann. Weiterhin ist es vorgesehen, dass ein zweites Verriegelungselement am unteren Ende der Stützplatte 2 angebracht werden kann, um noch eine weitergehende Unsicherheit der Wegnahme durch eine Diebstahlsicherung auszuschliessen. Für diesen Fall würden jedoch die am oberen und unteren Ende der Stützplatte vorzusehenden Füsse länger als dargestellt auszuführen sein, um die gesamte Länge des Verriegelungselementes unterbringen zu können.
Die beschriebene und dargestellte Anordnung kann auch noch in anderer Art und Weise modifiziert werden, ohne dass dadurch der von der Erfindung beschriebene Schutzrahmen verlassen werden würde.
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Claims (7)
1. Haltevorrichtung für Schriftguteinbände, mit einer Stützplatte, welche im Zusammenwirken mit einem am Rük-kenabschnitt jedes Einbandes befestigten Halteelement einen Einband gegen seitliche Verschiebung festhält, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement auf den Einbandrücken in Form eines Hakens (66, 68) ausgebildet und auf einer Leiste (4) angeordnet ist, die sich quer über die Stützplatte (2) erstreckt und einen Flansch (6) aufweist, der von der Stützplatte (2) im Abstand angeordnet ist und einen gegen die Stützplatte weisenden Steg (10) besitzt, und dass ferner der Einband (2) am Rücken (42) unverrückbar auf der Stützplatte (2) durch mindestens eine weitere Leiste (16,18) mit mindestens einer Nut (20) gegen seitliches Verschieben gesichert ist.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Stützplatte (2) mindestens zwei weitere Leisten (16,18) in gegenseitigem Abstand angeordnet sind, wobei jede Leiste mehrere zur Lagesicherung des Einbandrük-kens (42) dienende Nuten (20) aufweist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Stützplatte Verriegelungsorgane
(92, 106) zur Halterung des einen Einbandrückenendes angeordnet sind, um damit die Einbände auf der Stützplatte zu halten.
4. Haltevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsorgane (92,106) eine schwenkbar an der Stützplatte befestigte Verriegelungsplatte (92) aufweisen sowie abschliessbare Arretierungselemente (106) zum Arretieren der Stützplatte (2) und Halterung des Einbandrückens (42).
5. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützplatte (2) aus Kunststoff besteht und dass mindestens eine Leiste (16,18) einteilig mit der Stützplatte an derselben angeformt ist.
6. Halte Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (28) zum Anheben eines Stützplattenendes, um somit den gehaltenen Einband zwecks Erleichterung des Lesens zu neigen.
7. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stützplatte Stützorgane (78, 80, 82) zur Abstützung der aufgeschlagenen Blätter angeordnet sind.
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