CH620106A5 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Frisiergerät mit einer Heissluftquelle und einem Satz von vom Heissluftstrom durchströmbaren, mit Halteorganen für die Haare versehenen und austauschbar am Auslass der Heissluftquelle befestigbaren Lockenwicklern.
Bei einem solchen Frisiergerät bekannter Art (GB-PS 1 131 427) können auf das eine Ende eines Blasrohres Lokkenwickler verschiedener Durchmesser aufgesteckt werden. Die von einer Heissluftquelle erzeugte Heissluft durchströmt den aufgesetzten Lockenwickler von innen nach aussen. Unabhängig von seinem Durchmesser wird daher jeder Lokkenwickler vom gesamten erzeugten Heissluftstrom durchsetzt. Da die Mantelfläche der Lockenwickler, durch welche die
Durchsatzfläche für die Heissluft bestimmt ist, jedoch mit dem Durchmesser variiert, ergeben sich bei gegebener, gleichbleibender Heissluftmenge pro Zeiteinheit bei Lockenwicklern kleinen Durchmessers andere Trocknungsbedingungen für das Haar, als bei Wicklern grösseren Durchmessers. Dies ist u. a. bedingt durch Unterschiede in der Durchsatzgeschwindigkeit der Heissluft und im Erwärmungsverhalten des Lockenwicklers.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diese Nachteile zu beseitigen. Es stellt sich somit die Aufgabe, ein Frisiergerät der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen Haartrocknungseigenschaften von der Grösse des jeweils aufgesetzten Lockenwicklers weitgehend unbeeinflusst sind.
Die Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass einen mit einem Lockenwickler lösbar verbindbaren Kupplungsteil aufweist, der mit einer Durchtrittsöffnung versehen ist, die der Zufuhr von Heissluft an die Innenseite des aufgesetzten Lockenwicklers dient und der von einem Austrittskanal umgeben ist, durch den je nach Grösse des aufgesetzten Lockenwicklers ein Teil des Heissluftstromes austritt.
Der erzeugte Heissluftstrom wird auf einen durch die Durchtrittsöffnung hindurchtretenden Teilstrom und in einen den Austrittskanal durchströmenden Teilstrom aufgeteilt.
Diese Aufteilung ändert sich jedoch je nach Grösse des aufgesetzten Lockenwicklers. Bei kleinen Lockenwicklern wird der Austrittskanal durch den aufgesetzten Wickler nicht oder nur wenig überdeckt, so dass ein verhältnismässig grosser Teil des Heissluftstromes durch den Austrittskanal austritt und an der Aussenseite des Lockenwicklers vorbeistreicht. Der ins Innere des Lockenwicklers eintretende und dessen Mantelfläche durchströmende Teilstrom ist entsprechend klein, was in Anbetracht der geringeren Abmessungen von kleinen Lokkenwicklern auch erwünscht ist. Umgekehrt wird bei grossen Lockenwicklern der Austrittskanal zum grössten Teil oder ganz verschlossen, so dass im wesentlichen der gesamte Heissluftstrom durch den Durchtrittskanal am Kupplungsteil ins Innere des Lockenwicklers geleitet wird, von wo die Heissluft radial nach aussen strömt.
Somit ergibt sich eine auf die Grösse des Lockenwicklers abgestimmte richtige Aufteilung des erzeugten Heissluftstromes auf die beiden Teilströme.
Aus der DE-OS 2 641 811 ist ein Frisiergerät mit einem Haarwickler bekannt, der am einen Ende mit einem ringförmigen Kupplungsteil versehen ist, mit welchem der Haarwickler auf das Blasrohr einer Heissluftquelle aufsteckbar ist. Dieser Kupplungsteil bewirkt ein Aufteilen des erzeugten Heissluftstromes in einen den Lockenwicklerteil radial von innen nach aussen durchströmenden Teilstrom und einen den Lockenwicklerteil in axialer Richtung umströmenden Teilstrom. Im Gegensatz zur erfindungsgemässen Lösung wird bei diesem bekannten Frisiergerät die Aufteilung des Heissluftstromes nicht durch den entsprechend ausgebildeten Auslass der Heissluftquelle, sondern durch den Kupplungsteil des Haarwicklers bewirkt. Bei einem Satz von mehreren Haarwicklern dieser bekannten Art müsste daher jeder Wickler mit einem eigens auf seine Grösse abgestimmten Kupplungsteil versehen werden, um wie beim erfindungsgemässen Frisiergerät eine richtige Aufteilung des Heissluftstromes zu erhalten. Dies wäre jedoch sehr aufwendig, was auch der Grund dazu ist, dass zum bekannten Frisiergerät nur ein einziger Haarwickler gehört.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist ein zum rohrförmig ausgebildeten Kupplungsteil koaxialer, den Kupplungsteil umgebender Rohrabschnitt vorhanden, der mit dem Kupplungsteil den ringförmigen Austrittskanal festlegt.
Im folgenden ist rein beispielsweise eine Ausführungsform des vorgeschlagenen Gerätes näher beschrieben. Es zeigt
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Fig. 1 in auseinandergezogener Darstellung ein Frisiergerät, und zwar nur dessen in diesem Zusammenhang wesentliche Bestandteile,
Fig. 2 einen Lockenwickler und
Fig. 3 eine Stirnansicht des in Fig. 1 dargestellten Lockenwicklers von der zum Anschluss bestimmten Seite her.
Die wesentlichen Bestandteile des in Fig. 1 dargestellten Frisiergerätes 10 sind ein Heissluftgebläse 11, ein Zwischenstück 12 und ein Satz Lockenwickler, von welchen in Fig. 1 stellvertretend nur ein Lockenwickler 13 erscheint.
Vom Heissluftgebläse 11, das ein herkömmliches Zentrifugal- oder Axialgebläse sein kann, ist in Fig. 1 der Einfachheit halber nur dessen Blasrohr 14 dargestellt. Nach einer als Anschlag für das noch zu beschreibende Zwischenstück 12 dienenden Schulter 15 endet das Blasrohr 14 in einem zylindrischen Endabschnitt 16.
Auf diesen Endabschnitt 16 lässt sich das in Fig. 1 im Schnitt dargestellte, den Auslass des Gebläses 11 bildende Zwischenstück 12 z. B. in Reibschluss aufstecken. Dieses Zwischenstück 12 ist aus zwei, koaxial ineinander angeordneten Rohrabschnitten 17, 18 aufgebaut, die über radial verlaufende Halterungsstege 19 miteinander verbunden sind. Die beiden Rohrabschnitte 17,18 und die Halterungsstege 19 sind zweckmässig einstückig, beispielsweise aus Kunststoff hergestellt. Der innere Rohrabschnitt 18 ist kürzer als der äussere Rohrabschnitt 17, steht aber mit seinem Ende über das sich verjüngende Ende des äusseren Rohrabschnittes 17 vor. Das vorstehende Ende des inneren Rohrabschnittes ist als Steckmuffe mit einem polygonalen Innenprofil, z. B. mit einem Innensechskant 20, ausgebildet.
In diesen Innensechskant lässt sich reibschlüssig ein sechskantiger, an der Seitenwand 21 des Lockenwicklers 13 angeformter Steckstummel 22 einstecken. Durch den Steckstummel 22 und die Stirnwand 21 hindurch führt eine zentrale Durchlassöffnung 23 (Fig. 3). Diese Durchlassöffnung 23 führt in das Innere eines an die Stirnwand 21 anschliessenden, im wesentlichen zylindrischen, hohlen Wicklerkörpers 24, dessen Mantelfläche rasterartig verteilte Durchbrechungen 25 aufweist, und dessen der Strinwand 21 gegenüberliegendes Ende durch eine weitere, glatte Stirnwand 26 abgeschlossen ist. Im Inneren des Wickelkörpers ist eine zylindrische Bürste 27 angeordnet,
deren Borsten 28 zwischen zwei miteinander verdrillten Drähten 29 im Inneren des Wickelkörpers 24 verankert sind und sich mit ihren freien Enden radial durch die Durchbrechungen 25 hindurch nach aussen erstrecken. Dadurch erübrigt sich praktisch eine gesonderte Halterung der verdrillten Drähte 29 der Bürste 27. Die freien Enden der Borsten 28 dienen als Halteorgane für das Haar. Die Borsten 28 können auch an der Mantelfläche des Wicklerkörpers 24 verankert sein, vorausgesetzt, dass dessen Mantelfläche undurchblasbar bleibt. Anderseits können anstelle von Borsten 28 auch auf der Mantelfläche verteilt angeordnete und angeformte borstenartige Erhebungen vorgesehen sein.
Die dargestellte Ausführungsform besitzt indessen den weiteren Vorteil, dass sich die Bürste 27 ohne weiteres durch eine Öffnung 23 hindurch herausziehen lässt, damit die Bürste 27 einerseits und der Wicklerkörper anderseits einer ohnehin von Zeit zu Zeit nicht zu vermeidenden, geeigneten Reinigung zugeführt werden kann.
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1-ig. 2 zeigt einen Lockenwickler 13, der im Aufbau demjenigen der Fig. 1 mit dem Unterschied entspricht, dass er einen geringeren Aussendurchmesser hat.
Es sei wiederholt, dass das Gerät einen ganzen Satz von mehreren solchen Lockenwicklern 13 mit vorzugsweise unterschiedlichem Durchmesser aufweist, wobei deren Anzahl dem Ermessen und den Bedürfnissen des Benützers anheimgestellt bleibt.
Die Handhabe des beschriebenen Gerätes ergibt sich sozusagen schon aus der vorstehenden Beschreibung. Ist einmal das Zwischenstück 12 auf dem Blasrohr 14 aufgesteckt und einer der Lockenwickler 13 in das Zwischenstück 12 eingesteckt, wird mit den Borsten unter Einschaltung des Gebläses 11 eine Strähne erfasst und unter Drehung des Gerätes auf den Lokkenwickler 13 aufgewickelt. Dabei wird - wie mit den Pfeilen 30, 31 angegeben - durch das Zwischenstück 12 der vom Gebläse 11 herrührende Heissluftstrom in zwei Teilströme aufgeteilt. Der eine mit 30 bezeichnete Teilstrom fliesst durch eine im inneren Rohrabschnitt 18 ausgebildete Durchtrittsöffnung 100 in das Innere des Wickelkörpers 24 und von hier aus entlang der Borsten 28 durch den aufgewickelten Haarwickel. Der andere Teilstrom der mit 31 bezeichnet ist, fliesst durch einen zwischen dem äusseren Rohrabschnitt 17 und dem inneren Rohrabschnitt 18 ausgebildeten, ringförmigen Austrittskanal 101 hindurch und bestreicht den aufgewickelten Haarwik-kel von aussen. Dadurch wird nach kürzester Zeit der auf den Lockenwickler 13 vorhandene Haarwickel trocken und zugleich erhitzt. Sodann wird das Zwischenstück 12 vom bewik-kelten Lockenwickler 13 gelöst und mit einem weiteren Lokkenwickler des Satzes versehen, worauf eine weitere Strähne aufgewickelt wird. Ist die gewünschte Anzahl Locken gewik-kelt, belässt man die Lockenwickler 13 im Haar, bis dieses sich wieder auf Umgebungstemperatur abgekühlt hat. Um die Abkühlung zu beschleunigen, können mit dem Gebläse 11 (mit oder ohne Zwischenstück 12) die Haarwickel aus einiger Distanz zusätzlich noch von aussen beblasen werden. Auf alle Fälle werden die Lockenwickler erst dann entfernt, wenn sich das Haar wieder auf Umgebungstemperatur abgekühlt hat oder kurze Zeit danach. Dies ist eine Voraussetzung für eine vertretbare Dauerhaftigkeit der mit den Lockenwicklern 13 erzielten Wellung.
Es wurde erwähnt, dass beim Bewickeln der Lockenwickler 13 das Gerät 10 um seine Achse verdreht wird. Es ist aber auch möglich, dass die Verbindung zwischen dem Blasrohr 14 und dem Zwischenstück 12 derart ist, dass sich das Zwischenstück 12 um seine Achse relativ zu dem Blasrohr 14 verdrehen lässt. In diesem Falle braucht das Gebläse 11 beim Bewickeln der Lockenwickler 13 nicht mitgedreht zu werden. Bei dieser Ausbildung ist eine echte Einhand-Bedienung möglich, wenn mit dem Daumen und dem Zeigefinger das Zwischenstück 12 und mithin auch der Lockenwickler 13 in Drehung versetzt wird.
Je nach Durchmesser des Lockenwicklers 13 überdeckt dessen Stirnwand 21 den Austrittskanal 101 mehr oder weniger, wodurch dieser entsprechend verengt wird. Diese Änderung des Durchtrittsquerschnittes des Austrittskanals 101 hat eine Änderung der Aufteilung des erzeugten Heissluftstromes auf die beiden Teilströme 30, 31 zur Folge.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Frisiergerät mit einer Heissluftquelle und einem Satz von vom Heissluftstrom durchströmbaren, mit Halteorganen für die Haare versehenen und austauschbar am Auslass der Heissluftquelle befestigbaren Lockenwicklern, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass einen mit einem Lockenwickler (13) lösbar verbindbaren Kupplungsteil (18) aufweist, der mit einer Durchtrittsöffnung (100) versehen ist, die der Zufuhr von Heissluft an die Innenseite des aufgesetzten Lockenwicklers (13) dient und der von einem Austrittskanal (101) umgeben ist, durch den je nach Grösse des aufgesetzten Lockenwicklers (13) ein Teil des Heissluftstromes austritt.
2. Frisiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Lockenwickler (13) den Austrittskanal (101) zumindest teilweise überdecken.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Frisiergerät nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen zum rohrförmigen Kupplungsteil (18) koaxialen und diesen umgebenden Rohrabschnitt (17), der mit dem Kupplungsteil (18) den ringförmigen Austrittskanal (101) festlegt.
4. Frisiergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser des Rohrabschnittes (17) grösser als der Aussendurchmesser wenigstens eines Teils der Lokkenwickler (13) ist.
5. Frisiergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussendurchmesser des Kupplungsteils (18) kleiner ist als der Aussendurchmesser wenigstens eines Teils der Lockenwickler (13).
6. Frisiergerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende des Kupplungsteils (18) über das Ende des Rohrabschnittes (17) vorsteht.
7. Frisiergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein auf ein Blasrohr (14) der Heissluftquelle (11) aufgesetztes, den Auslass bildendes Zwischenstück (12), an dem die Lockenwickler (13) befestigbar sind.
8. Frisiergerät nach den Ansprüchen 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsteil (18) und der Rohrabschnitt (17) einen Teil des Zwischenstückes (12) bilden.
9. Frisiergerät nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück (12) um seine Achse verdrehbar am Blasrohr (14) der Heissluftquelle (11) befestigt ist.
10. Frisiergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lockenwickler (13) auf den Kupplungsteil (18) aufsteckbar sind.
11. Frisiergerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsteil (18) einen Muffenteil mit einem polygonalen Innenprofil aufweist und an jedem Lockenwickler (13) ein Steckstummel (22) mit gegengleichem Aussenprofil vorhanden ist.
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