CH620167A5 - Container for receiving and delivering liquid and pasty products under pressure - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Behälter zur Aufnahme und Abgabe von flüssigen und pastösen Produkten unter Druck, bestehend aus einem steifen Aussenbehälter und einem elastischen Innenbehälter, dessen oberer Rand an dem Aussenbehälter befestigt ist, mit einem auf den oberen Rand des Aussenbehälters aufgesetzten Ventiltragdeckel und einem in diesem angeordneten, in den Innenbehälter hineinragenden Abgabeventil und mit in dem freien Raum zwischen Aussen-und Innenbehälter eingefüllten Treibgas.
Bei solchen Behältern, die im folgenden auch Druck- oder Sprühdosen genannt werden, drückt das Treibgas bei Betätigen des Abgabeventils das in dem Innenbehälter enthaltene Produkt durch das dann geöffnete Abgabeventil nach aussen. Dabei drückt sich der Innenbehälter mehr und mehr zusammen. Schliesslich ist das gesamte in ihm anfangs enthaltene Produkt ausgetrieben. Der Innenbehälter hat die Form eines zusammengedrückten Schlauches oder einer zusammengedrückten Wurst angenommen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass sich der Innenbehälter nicht gleichmässig auf seiner gesamten Länge zusammendrückt. So kann er sich unmittelbar am Abgabeventil einschn��ren. Durch die dadurch entstandene Verengung kann das im übrigen Teil des Innenbehälters verbleibende Produkt nicht ausgetrieben werden. Dies stellt einen Verlust an wertvollem Produkt dar.
Zum Vermeiden dieser Verluste hat man den Innenbehältern schon verschiedene Formen gegeben.
Bekannt ist eine Sprühdose aus einem festen Aussen- und einem in diesem angeordneten flexiblen Innenbehälter. Der Innenbehälter ist mit seinem oberen Rand am Aussenbehälter befestigt. Sein Mantel ist nach Art einer Ziehharmonika gerippt und weist entsprechende Wellen auf. Diese Wellen verlaufen in Umfangsrichtung. Bei einem Oeffnen des in den Innenbehältern hineinragenden Abgabeventils kommt der zwischen Aussen- und Innenbehälter herrschende Ueberdruck zur Wirkung und presst diesen in Längsrichtung derart zusammen, dass sich die die Rippen bildenden Wandungen einander annähern. Der Innenbehälter wird wie eine Ziehharmonika zusammengedrückt. Dieses Zusammendrücken endet, wenn die Aussenseiten der die Rippen bildenden Wandungen aufeinander liegen. Die Wandstärke des Behälters und die Anzahl seiner Rippen oder Faltlinien begrenzen damit seine Entleerung. Ein vollständiges Entleeren ist nicht möglich. Ein Restvolumen bleibt im Innenbehälter übrig. Es kommt hinzu, dass sich der Innenbehälter niemals in dieser idealen Form nur in Richtung seiner Längsachse zusammendrücken wird. Zusätzlich wird er radial eingeschnürt. Dies wird begünstigt durch Wandstärkenverdünnungen an den Faltlinien. Diese unterschiedlichen Wandstärken und die relativ hohe Zahl der Rippen oder Faltlinien verteuern weiter die Fertigung (CH-PS 447 968).
Bekannt ist weiter eine Sprühdose, in deren Innenbehälter mehrere in Längsrichtung verlaufende Faltlinien angeordnet sind. Im horizontalen Schnitt können diese die Form von flache^ Mulden oder Vertiefungen aufweisen. Diese Faltlinien führen zu einem gesteuerten Zusammenlegen des Innenbehälters. Auf seiner gesamten Länge schnürt er sich gleichmässig ein. Diese Form eines Innenbehälters lässt sich jedoch nur dann verwenden, wenn sein Aussenumfang in etwa dem Innenumfang des Aussenbehälters entspricht. Manchmal muss der Innenbehälter jedoch einen wesentlich kleineren Umfang erhalten, damit er auch bei einem Verlust an Treibgas noch genügend zusammengedrückt wird (DT-PS 2 103 447). Von diesem Stand der Technik ausgehend, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Innenbehälter so auszubilden, dass er sich auch bei Einsetzen in grosse Aussenbehälter völlig entleert, dass er ein hohes effektives Nutzvolumen hat und in der Herstellung wie auch der Montage kostengünstig ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung bei einem Behälter der eingangs genannten Gattung vor, dass der Innenbehälter im Querschnitt die Form von mindestens drei Kreisbogenabschnitten hat, die entlang von in Längsrichtung verlaufenden Materialstreifen verbunden sind, wobei der Radius der Kreisbogenabschnitte grösser ist als der Radius, entlang dessen die Materialstreifen in Umfangsrichtung gebogen sind.
Der Innenbehälter hat eine über seinem Umfang veränderliche Festigkeit. Die Kreisbogenabschnitte sind schwächer als die Materialstreifen gebogen. Damit können die Kreisbogenabschnitte im Vergleich zu den Materialstreifen als ebene oder fast ebene Flächen angesehen werden. Solche ebenen oder fast ebenen Flächen setzen einem senkrecht auf sie einwirkenden Druck weniger Widerstand als gebogene Flächen entgegen, die als vorgespannt angesehen werden können. Damit hat der Innenbehälter entlang der Kreisbogenabschnitte eine geringere Festigkeit als entlang der Materialstreifen. Auf den Innenbehälter wirkt nun der Druck des zwischen ihm und dem Aussenbehälter eingesperrten Treibgases ein. Infolge seiner unterschiedlichen Festigkeit beult er sich unter dem Druck dieses Treibgases zuerst entlang der mittleren Bereiche der Kreisbo-genabschnitte ein und faltet sich unter der Bildung einer drei-flügeligen Form nach innen. Damit faltet er sich gesteuert und über seiner gesamten Länge gleichmässig ein. Im Endzustand hat er die Form eines dreizackigen oder mindestens dreizackigen Sternes. Entlang der Mittellinie bzw. entlang des Zentrums des Sternes bleibt ein Hohlkanal offen, durch den das Produkt nach oben zum Abgabeventil steigen kann. Damit wird eine fast vollständige Entleerung des Innenbehälters gewährleistet.
In einer zweckmässigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Stärke der Materialstreifen über der der Kreisbogenabschnitte liegt. Damit werden die Materialstreifen zusätzlich noch fester und steifer und setzen sich einem Zusammendrük-ken radial nach innen stärker entgegen.
Infolge seiner einfachen Form lässt sich der Innenbehälter kostengünstig herstellen. Als Werkstoff kommt jedes flexible Material, insbesondere Kunststoff oder ein weiches Aluminium in Betracht.
Vorzugsweise setzt sich der Innenbehälter aus drei Kreisbos
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genabschnitten zusammen. Es können jedoch auch vier oder mehr Kreisbogenabschnitte sein.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die Materialstreifen die Form von Ausstülpungen mit einem radial aussen liegenden und sich an die Innenseite des Aussenbehälters s anlegenden Steg aufweisen. Diese Stege legen sich bei gefülltem Innenbehälter infolge des durch das Produkt ausgeübten Innendrucks an die Innenseite des Aussenbehälters an und verhindern, dass der Innenbehälter durch das Gewicht des Produkts in dem Aussenbehälter nach unten durchrutscht. io
Am Beispiel der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsformen wird die Erfindung nun weiter beschrieben. In der Zeichnung ist:
Fig. 1 ein Längsschnitt durch eine Ausführungsform der is erfindungsgemässen Druckdose,
Fig. 2 ein Querschnitt entlang der Schnittlinie 2-2 in Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht des Innenbehälters,
Fig. 4 ein Querschnitt entlang der Schnittlinie 4-4 in Fig. 3, Fig. 5 ein Querschnitt durch Innen- und Aussenbehälter zu 20 Beginn der Entleerung,
Fig. 6 ein Querschnitt durch Innen- und Aussenbehälter während der Entleerung des Innenbehälters,
Fig. 7 ein Schnitt durch Innen- und Aussenbehälter nach Entleerung des Innenbehälters, 25
Fig. 8 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des Innenbehälters,
Fig. 9 ein Querschnitt entlang der Schnittlinie 9-9 in Fig. 8 mit gleichzeitiger Darstellung des Aussenbehälters und
Fig. 10 eine Aufsicht auf die in Fig. 9 gezeigte Ausführungs- 30 form von Innen- und Aussenbehälter.
Die Figuren 1 bis 4 zeigen den Aussenbehälter 12 mit einem Boden 14, mit einem eine Füllöffnung im Boden verschliessen-den Stopfen 16, einem domförmigen Aufsatz 18, der über 3s einen unteren Bördelrand 20 mit dem Mantel des Aussenbehälters verbunden ist, mit einem oberen Bördelrand 22, in den der Ventiltragdeckel 24 eingehangen ist, und mit einem im Tragdeckel 24 gehaltenen Abgabeventil 26. Der Innenbehälter, 28 ist an seinem oberen Ende offen und weist dort den Rand 30 auf. Mit diesem Rand 30 ist er im Bördelrand 22 aufgehangen und verklemmt. Zwischen Innen- und Aussenbehälter 28 bzw. 12 befindet sich der Gasraum 32. Der Innenbehälter 28 besteht aus den drei Kreisbogenabschnitten 34 und den diese verbindenden Materialstreifen 36. In Fig. 4 ist der Halbmesser der Kreisbogenabschnitte 34 mit R angegeben. Der kleinere Halbmesser der Materialstreifen 36 ist mit r angegeben.
Die Figuren 1, 2 und 4 zeigen, dass die Stärke der Materialstreifen 36 über der Stärke der Kreisbogenabschnitte 34 liegt.
Fig. 5 zeigt die Form des Innenbehälters bei völliger Füllung. Die Pfeile deuten die Hauptwirkungsrichtung des Druk-kes an, der durch das im Gasraum 32 befindliche Treibgas ausgeübt wird. Infolge der unterschiedlichen Festigkeit des Innenbehälters gegenüber den auf ihn einwirkenden Aussendruck macht sich dieser zuerst in den mittleren Bereichen der Kreisbogenabschnitte 34 bemerkbar. Dort drückt sich der Innenbehälter zu Beginn der Entleerung in die in Fig. 6 gezeigte Form ein. Bei völliger Entleerung hat er sich bis in die in Fig. 7 gezeigte Form zusammengedrückt. Nur noch ein mittlerer Durchtrittskanal 42 bleibt offen. Um diesen herum nimmt der Innenbehälter die Form eines Strahlensternes 44 ein. Diese Form weist er auf seiner gesamten Länge auf. Damit kann das anfangs im Innenbehälter enthaltene Produkt über den Durchtrittskanal 42 vollständig austreten.
Bei der in den Figuren 8 bis 10 gezeigten Ausführungsform sind die Materialstreifen 36 durch Ausstülpungen 38 ersetzt. Diese liegen mit Stegen 40 an der Innenseite des Aussenbehälters 12 an. Diese Stege liegen mit Reibungsschluss am Innenbehälter 12 an. Sie verhindern ein Durchrutschen des Aussenbehälters infolge des Gewichtes des in ihm enthaltenen Produktes. Im übrigen geht die Entleerung in der gleichen Weise vor sich, wie dies für die Figuren 1 bis 7 beschrieben wurde.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Behälter zur Aufnahme und Abgabe von flüssigen und pastösen Produkten unter Druck, bestehend aus einem steifen Aussenbehälter und einem elastischen Innenbehälter, dessen oberer Rand an dem Aussenbehälter befestigt ist, mit einem auf den oberen Rand des Aussenbehälters aufgesetzten Ventiltragdeckel und einem in diesem angeordneten, in den Innenbehälter hineinragenden Abgabeventil und mit in dem freien Raum zwischen Aussen- und Innenbehälter eingefüllten Treibgas, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenbehälter (28) im Querschnitt die Form von mindestens drei Kreisbogenabschnitten (34) hat, die entlang von in Längsrichtung verlaufenden Materialstreifen (36) verbunden sind, wobei der Radius (R) der Kreisbogenabschnitte (34) grösser ist als der Radius (r), entlang dessen die Materialstreifen (36) in Umfangsrich-tung gebogen sind.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der Materialstreifen (36) über der der Kreisbogenabschnitte (34) liegt.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Innenbehälter (28) aus vier oder mehr Kreisbogenabschnitten (34) zusammensetzt.
4. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialstreifen die Form von Ausstülpungen (38) mit einem radial aussen liegenden und sich an die Innenseite des Aussenbehälters (12) anlegenden Steg (40) aufweisen.
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