CH620522A5 - Centre part hinge for spectacle frames - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Mittelteilscharnier bestehend aus Scharnierauge mit Verankerungsteil zum Einformen als Einspritzscharnier bei Duro- und Thermoplast-Brillenfassungen, bei dem der in den Kunststoff einzubringende Verankerungsteil eine in der zur Drehachse parallelen Höhenrichtung vorstehende Randschulter aufweist.
Es sind Brillenscharniere für Kunststoffbrillen-Mittelteile bekannt, die in üblicher Weise ein oder zwei Scharnieraugen sowie ein Verankerungsteil in Pilzform od. dgl. aufweisen, welches zum Eindrücken in das plastifizierte Kunststoffteil dient. Desweiteren kennt man z.B. nach der US-PS 2 270 338 sogenannte Einklebscharniere, welche jedoch lange Liegezeiten erfordern und heute nicht mehr praktikabel sind.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber eine besondere Scharnierform zu fertigen für Duro- und Thermoplast-Brillenfassungen, bei welchen das Mittelteilscharnier während des Einspritzvorgangs in der Spritzform zu halten ist unter Berücksichtigung der notwendigen Abdichtungen bei den auftretenden hohen Drücken als auch einer guten Verankerung im Einspritzmaterial.
Das Mittelteilscharnier, bestehend aus Scharnierauge mit Verankerungsteil zum Einformen als Einspritzscharnier bei Duro- und Thermoplast-Brillenfassungen, bei dem das in den Kunststoff einzubringende Verankerungsteil eine in der zur Drehachse parallelen Höhenrichtung vorstehende Randschulter aufweist, kennzeichnet sich gemäss der Erfindung dadurch, dass das Scharnier von der Achse ausgehend auf den Verankerungsteil zu zunächst eine verminderte Breite, dann darauffolgend Parallelschulter mit gleicher Breite wie das Scharnierauge aufweist, dass das Scharnier sich an der daran anschliessenden Grenze zum Verankerungsteil in einem als Abdichtfläche beim Einspritzen dienenden Absatz in Höhe und Breite erweitert, und dass als zweiter Absatz die Randschulter folgt. Es wird sowohl eine einwandfreie Verankerung ohne Lockerungseffekt im Brillenmaterial als auch eine vollständige Abdichtung beim Einspritzvorgang erreicht und zwar durch den kaskadenförmi-gen Aufbau des Scharniers vom Scharnierauge her mit Erweiterung durch mindestens zwei Absätze, wobei der erste Absatz dem Scharnierauge folgend als Abdichtfläche beim Spritzvorgang dient, wenn das Scharnierauge gehalten wird und der Verankerungsteil in die Spritzform reicht. Die weitere Ausbildung des Scharnierauges mit an sich bekannter Querschnittsverminderung zur Inklinationsverstellung beim Anpassen der Brille mit anschliessender Parallelschulter entsprechend der Augenbreite bringt die notwendige Abdichtung, während die weitere Randschulter am Verankerungsteil gegen Lockerung bei Dreh-und Zugbeanspruchung dient.
Im einzelnen kann gemäss einer ersten Ausführungsform der Verankerungsteil Keil- oder Sichelform und an der vom Scharnierauge abgewandten Aussenseite zur Drehverankerung die Randschulter aufweisen und innenseitig eine Einwölbung als Zugverankerung besitzen, wobei im Verlauf der Randschulter die Höhe derselben abnimmt oder aber kann vorzugsweise nach einer zweiten Ausführungsform das Scharnierauge am Verankerungsteil über Eck stirn- und flankenseitig angeordnet sein, wobei die Stirn- und Flankenseite des Verankerungsteils sich als Abdichtfläche beidseits dem Austritt des flachen Scharnierauges anschliessen. Hierdurch kann der beidseitige Brillenbacken am Brillenmittelteil in fliessender Form auf den Querschnitt des anzuschliessenden Brillenbügels übergehen. Solche Gussbrillen am Brillenmittelteil können beidseitig nach aussen gerundet werden, da diese im Spritz- oder Gussverfahren gefertigt werden, während Kunststoff brillen bisher aus einer Platte ausgearbeitet worden sind.
Weitere Einzelheiten von Mittelteilscharnieren gemäss der Erfindung sind beispielsweise in der Zeichnung an Hand verschiedener Ausführungsformen dargestellt und nachfolgend beschrieben, und zwar zeigen: _
Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht des ersten Ausführungsbeispiels eines Brillenscharniers,
Fig. 2 bis 4 die Seitenansicht, Draufsicht und Vorderansicht hierzu,
Fig. 5 eine perspektivische Gesamtansicht des zweiten Ausführungsbeispiels eines Brillenscharniers,
Fig. 6 und 7 die Draufsicht und Innenansicht des Brillenscharniers in eingegossener Ausführung und
Fig. 8 die Draufsicht auf ein drittes Ausführungsbeispiel eines Brillenscharniers in eingegossener Ausführung.
Wie aus der Zeichnung in Fig. 1 bis 4 ersichtlich wird, besitzt das Mittelteilscharnier nach der ersten Ausführungsform Keilinsbesondere Sichelform des Verankerungsteils, hier der Keilrippe 1 mit zur Fassungsaussenseite liegender Verankerungsschulter 2, welche sowohl nach oben, wie auch nach unten reicht und gleichzeitig eine Fortsetzung der Bügeleinlage bildet. Hierdurch wird ein Lockerungseffekt bei häufiger Brillenöffnung und damit Scharnierbetätigung vermieden.
Der Verankerungsteil in Form einer Keilrippe 1 besitzt überdies eine innenseitige Ausnehmung 3, wodurch eine einwandfreie Verankerung erreicht wird und an dessen (1) kurzer Seite ist das Scharnierauge 4 abgesetzt. Das Scharnierauge 4 besitzt wiederum eine seitliche Hinterschneidung 5 zur Querschnittsverminderung, um für den Optiker eine Inklinationseinstellung ohne weiteres zu ermöglichen sowie eine Parallelschul-
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ter 6, so dass die Ansatzbreite b des Scharnierauges an der Keilrippe 1 der Augenbreite a entspricht und so bei der Halterung beim Einspritzen in der Form hier eine einwandfreie Abdichtung (bei b) erreicht wird.
Wie vorallem aus Fig. 3 und 4 ersichtlich wird, weist das 5 Mittelteilscharnier 1 bis 6 vom Scharnierauge 4 ausgehend über die Verankerungsrippe 1 mit Schultern 2 Kaskadenform auf, was eine besonders günstige Befestigung in Verbindung mit der Einspritzabdichtung bedingt.
Wie aus der Zeichnung in Fig. 5 bis 8 weiter ersichtlich wird, [U ist bei der zweiten und dritten Ausführungsform das Scharnierauge 11 am Verankerungsteil in Form eines abgerundeten Halteblocks 12 mit anschliessender Verankerungsschulter 13 über Eck stirn- und flankenseitig 14,15 angeordnet. Hierbei schlies-sen sich die Stirn- und Falnkenseiten 14,15 des Halteblocks 12 15 als Abdichtfläche beidseits dem Austritt des flachen Scharnierauges 11 an. Desweiteren besitzt das zum Halteblock 12 abgesetzte, flache Scharnierauge 11 eine linksseitige Hinterschneidung 16, entsprechend Fig. 1 und 2 oder eine rechtsseitige Hinterschneidung 17 entspr. Fig. 8, welche als Querschnittsver- 20 minderung zur Inklinationsverstellung dient, wobei zur Halterung und Abdichtung beim Eingiessen bzw. -spritzen des Halteblocks 12 im Brillenmittelteil 18 am Brillenbacken 19 eine
Parallelschulter 20 bzw. 21 zum Augenrücken 22 bzw. 23 entsprechend der Augenbreite a vorgesehen ist.
Vom Scharnierauge 11 ausgehend bildet der Verankerungsteil in Form eines Halteblocks 12 eine Kaskade, wie insbesondere aus der perspektivischen Darstellung nach Fig. 5 ersichtlich wird, wobei den Stirn- und Flankenseiten 14,15, welche als Abdichtungsflächen beim Eingiessen oder -spritzen dienen, die Verankerungsschultern 13 in Form einer verkürzten, überstehenden Halteplatte mit Vorderabsatz 24 folgen. Diese Halteplatte kann auf ihrer Aussenseite A als Schmuckbildner oder -träger ausgebildet sein, wie dies vor allem für transparente Kunststoffbrillen von Interesse ist.
Diese erfindungsgemässen Brillenscharniere eignen sich durch ihre Formgebung vor allem sowohl beim Spritzeigiessen zur Fertigung von Duroplast-Brillenmittelteilen als auch zum Einspritzen in Thermoplasten. Hierbei lässt sich vorallem bei den beiden letzten Ausführungen der Brillenbacken 19 beidseits am Brillenmittelteil 18 verlaufend auf den Brillenbügel 25 mit dem Bügelscharnier 26 hin ausbilden, im Gegensatz zu den bisher üblichen Brillenbacken in Form von Anschlussstutzen für herkömmliche Kunststoffbrillen und Scharniere in sogenannter 90° -Ausführung, während es sich im vorliegenden Falle um eine sogenannte 180° -Ausführung handelt.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Mittelteilscharnier bestehend aus Scharnierauge (4,11) mit Verankerungsteil (1,2; 12,13) zum Einformen als Einspritzscharnier bei Duro- und Thermoplast-Brillenfassungen, bei dem der in den Kunststoff einzubringende Verankerungsteil eine in der zur Drehachse parallelen Höhenrichtung vorstehende Randschulter (2,13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier von der Achse ausgehend auf den Verankerungsteil (1,2; 12,13) zunächst eine verminderte Breite, dann darauffolgend eine Parallelschulter (6; 20,21) mit gleicher Breite (a, b) wie das Scharnierauge (4,11) aufweist, und dass das Scharnier sich an der daran anschliessenden Grenze zum Verankerungsteil in einem als Abdichtfläche beim Einspritzen dienenden Absatz (12) in Höhe und Breite erweitert, und dass als zweiter Absatz die Randschulter (2 ; 13) folgt.
2. Mittelteilscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsteil (1,2) Keil- oder Sichelform und an der vom Scharnierauge (4) abgewandten Aussenseite zur Drehverankerung die Randschulter (2) aufweist und innenseitig eine Einwölbung (3) als Zugverankerung besitzt, und dass im Verlauf der Randschulter (2) die Höhe derselben abnimmt (Fig. 1-4).
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PATENTANSPRÜCHE
3. Mittelteilscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnierauge (11) am Verankerungsteil (12, 13) über Eck stirn- und flankenseitig angeordnet ist, wobei die Stirn- und Flankenseite (14,15) des Verankerungsteils (11,13) sich als Abdichtflächen dem Austritt des flachen Scharnierauges
(11) anschliessen (Fig. 5-8).
4. Mittelteilscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsteil (12,13) als vorzugsweise abgerundeter Halteblock mit anschliessender Verankerungsschulter (13) ausgebildet ist.
5. Mittelteilscharnier nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungsschulter (13) dem Halteblock
(12) als verkürzte, überstehende Halteplatte mit Vorderabsatz (24) folgt.
6. Mittelteilscharnier nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatte als Schmuckbildner (A) oder -träger ausgebildet ist.
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