CH621196A5 - - Google Patents

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CH621196A5
CH621196A5 CH1616777A CH1616777A CH621196A5 CH 621196 A5 CH621196 A5 CH 621196A5 CH 1616777 A CH1616777 A CH 1616777A CH 1616777 A CH1616777 A CH 1616777A CH 621196 A5 CH621196 A5 CH 621196A5
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Alfred Dr Ing Spaelti
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Landis & Gyr Ag
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    • G01R11/63Over-consumption meters, e.g. measuring consumption while a predetermined level of power is exceeded
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R21/00Arrangements for measuring electric power or power factor
    • G01R21/133Arrangements for measuring electric power or power factor by using digital technique
    • G01R21/1333Arrangements for measuring electric power or power factor by using digital technique adapted for special tariff measuring
    • G01R21/1336Measuring overconsumption
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06QINFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Messverfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie auf eine Messeinrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 5.
Die Lieferanten elektrischer Energie sind bestrebt, die Energieverbraucher zu einer zeitlich konstanten Leistungsbeanspruchung anzuhalten. Bei Grossverbrauchern erfolgt dies meist durch die Anwendung leistungsabhängiger Tarife. Zur Ermittlung der Leistungsbeanspruchung werden Tarifgeräte eingesetzt, die aber heute noch viele Wünsche tarifpolitischer und technischer Art offen lassen und deshalb für die grosse Zahl der Kleinverbraucher nicht geeignet sind. Im Vordergrund der heute üblichen Tarifgeräte stehen der Maximumzähler und der Überverbrauchszähler. Bekannt sind ferner Leistungsstufen-Anzeigegeräte und Leistungsanalysatoren sowie zahlreiche Lösungsvorschläge für Tarifgeräte, die keine praktische Bedeutung erlangt haben. Ferner ist ein leistungsabhängiges Tarifgerät bekannt, das den zeitlichen Abstand zwischen den von einem Festmengenkontakt eines Elektrizitätszählers erzeugten Festmengenimpulsen auswertet und einen Summierzähler jeweils um einen nach einer bestimmten Funktion von diesem Abstand abhängigen Betrag—beispielsweise um den Kehrwert des Abstandes - weiterschaltet.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine praxisnahe Tarifierung folgenden Forderungen gerecht werden soll:
1. Der niedrigste Energiepreis je Energiemenge soll dann zur Anwendung gelangen, wenn der Verbraucher die Energie bei konstanter Leistung bezieht.
2. Der Tarif soll weder vom Verhalten während einer im Vergleich zur ganzen Berechnungsperiode sehr kleinen Zeitperiode noch vom Überschreiten einer festen Leistungsgrenze abhängig sein, sondern das Verhalten während der gesamten Berechnungsperiode berücksichtigen.
3. Rückstelloperationen an Tarifgeräten sowie das Einstellen von Grenzwerten soll vermieden werden.
4. Die Erfassung des Leistungsverhaltens soll zu beliebigen Zeiten abschaltbar sein.
Die bekannten Tarifgeräte erfüllen einzelne dieser Forderungen. Es ist jedoch keine Lösung bekannt, die gleichzeitig alle Bedingungen in befriedigendem Masse erfüllt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Messverfahren sowie eine Messeinrichtung zur Ermittlung einer Tarifgrösse für Energieverbraucher zu schaffen, welche allen Anforderungen 1 bis 4 gerecht werden.
Die Erfindung besteht in den im Kennzeichen des Anspruchs 1 sowie in den im Kennzeichen des Anspruchs 5 angegebenen Merkmalen.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer Messeinrichtung und
Fig. 2 ein Leistungs-Zeit-Diagramm.
In der Fig. 1 bedeutet 1 einen Verbraucher, der elektrische Energie aus einem Energieverteilungsnetz 2 bezieht. Mit einem Elektrizitätszähler 3, der in üblicher Weise aus einem Messwerk
4 und einem in kWh geeichten Zählwerk 5 besteht, wird die vom Verbraucher 1 bezogene Energie gemessen. Das Zählwerk
5 ist mit einem Impulsgeber 6 verbunden, der jeweils nach dem Verbrauch einer bestimmten Energiefestmenge, beispielsweise einer Kilowattstunde, einen Festmengenimpuls erzeugt. Diese Festmengenimpulse steuern ein Tarifgerät 7, das baulich mit dem Elektrizitätszähler 3 vereinigt sein kann und aus einem
3
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Mess- und Rechenglied 8 sowie einem Summierglied 9 besteht. Das Summierglied 9 ist vorteilhaft ein in kW geeichtes Zählwerk und wird im folgenden Summierzählwerk genannt.
Das Mess- und Rechenglied 8 bildet jeweils nach dem Auftreten eines Festmengenimpulses eine zum Kehrwert des zeitlichen Abstandes dieses Festmengenimpulses zum vorangehenden Festmengenimpuls proportionale Messgrösse. Im Summierzählwerk 9 werden diese Messgrössen aufsummiert. Vorzugsweise weist das Mess- und Rechenglied 8 einen Mikroprozessor auf, der den zeitlichen Abstand zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Festmengenimpulsen durch Vergleich mit der als Zeitbasis dienenden Netzfrequenz des Energievertei-lungsnetzes 2 ermittelt und den Kehrwert dieses Abstandes berechnet. Der berechnete Kehrwert kann einem Speicher zugeführt werden, dessen Speicherinhalt in festen Blöcken entleert und in das Summierzählwerk 9 eingegeben wird. Selbstverständlich kann auf den genannten Speicher auch verzichtet und das Summierzählwerk 9 nach jedem Festmengenimpuls um einen dem Kehrwert entsprechenden Betrag weitergeschaltet werden.
Das Zählwerk 5 des Elektrizitätszählers 3 und das Summierzählwerk 9 des Tarifgerätes 7 stehen über einen Nachrichtenkanal 10 mit einer gemeinsamen Auswerteeinrichtung 11 in Verbindung, die Auswerteglieder 12 und 13 aufweist. Der Nachrichtenkanal 10 kann aus einer bekannten Zählerstandübertragungseinrichtung, welche die Zählerstände über das Energieverteilungsnetz 2 oder über eine gesonderte Leitung überträgt, oder auch aus einer anderen geeigneten Nachrichtenverbindung bestehen.
In der Fig. 2 bedeutet 14 eine Lastkurve, die den Verlauf der Leistung P in Funktion der Zeit t über eine längere Berechnungsperiode T darstellt. Durch schraffierte Flächen sind Energiefestmengen E0 angedeutet, die vom Verbraucher 1 in Zeitintervallen At, bezogen werden. Die mittlere Leistung innerhalb eines Zeitintervalls At| ist mit Pj bezeichnet.
Es gilt die Beziehung
Pi=
35
At,
Im folgenden wird die Differenz zwischen den Zählwerkständen des Elektrizitätszählers 3 am Ende und zu Beginn der Berechnungsperiode T als Messwert Zj und jene des Summierzählwerkes 9 als Messwert Z2 bezeichnet. Aus dem Messwert Z[, welcher der innerhalb der Berechnungsperiode T bezogenen Energie E entspricht, lässt sich der Mittelwert P der Leistung über die Berechnungsperiode bestimmen:
p = A= Jül
T T
Der Messwert Z2 entspricht den aufkumulierten Werten der über die Zeitintervalle Atj gemittelten Leistung P,:
Das Auswerteglied 12 bildet aus den Messwerten Z, und Z2 den Mittelwert P der PrWerte zu
~ w "7
n /Cj
Das Auswerteglied 13 bildet den Quotienten aus dem Mittelwert P und dem Mittelwert P zu
P P
Z2 Z,2
Entsprechend der Terminologie aus der mathematischen Statistik ist der
Mittelwert P der PrWerte als Erwartungswert der Leistung P bezüglich der Leistungsverteilung zu bezeichnen.
Dieser Erwartungswert P stellt, wie weiter unten gezeigt wird,
eine bestgeeignete Tarifgrösse dar.
p
Auch der Quotient =■
ist als Tarifgrösse sehr gut geeignet, denn man kann zeigen, dass
JL-K2
p -kf ist, wobei KF den Fornifaktor der Lastkurve 14, d.h. das Verhältnis aus dem quadratischen Mittelwert und dem arithmetischen Mittelwert, bedeutet. Aus der Anzeige des Auswertegliedes 13 kann also der Formfaktor KF gewonnen werden, der gleich 1 ist, wenn der Verbraucher seine Energie bei konstanter Leistung bezieht. Praktisch ist der Formfaktor KF immer grösser als 1.
Der für die bezogene Energie zu bezahlende Betrag K kann z.B. nach der Formel
K = a • E + b • T • P
•E'(l
+
Z, =
n 2
i= 1
Pi
Die Anzahl n der aufkumulierten PrWerte ist aus dem Messwert Z] bekannt:
n =
ermittelt werden, wobei a und b Proportionalitätsfaktoren bedeuten. Der Energiepreis je kWh steigt also mit zunehmendem p
Wert von — = Kp2, so dass die eingangs gestellte Forderung 1. erfüllt ist.
Es ist leicht ersichtlich, dass auch die Forderung 2. erfüllt ist,
da die Tarifgrösse P durch den Energiebezug während der gesamten Berechnungsperiode T kontinuierlich beeinflusst wird und keine Leistungsgrenzwerte verwendet werden. Eine Rückstellung des Tarifgerätes 7 zu Beginn einer neuen Berechnungsperiode ist nicht erforderlich, so dass auch die Forderung 3. erfüllt ist. Schliesslich ist auch die Forderung 4. erfüllt, da der Summiervorgang im Tarifgerät 7 jederzeit unterbrochen und später wieder fortgesetzt werden kann, ohne hierdurch Fehlanzeigen hervorzurufen.
Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Lösung besteht darin, dass sie die Ermittlung von Tarifgrössen gestattet, die nicht irgendwelche beliebig gewählte Funktionen der Leistungsbeanspruchung darstellen, sondern durch Gesetze der mathematischen Statistik begründet sind.
1 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

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1. Messverfahren zur Ermittlung einer Tarifgrösse für Energieverbraucher, wobei mittels eines einem Verbrauchszähler zugeordneten Impulsgebers Festmengenimpulse erzeugt werden, von denen jeder den Verbrauch einer vorbestimmten ? Energiefestmenge darstellt, und wobei dem Kehrwert der zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Festmengenimpulsen proportionale Messgrössen ermittelt und diese in einem Summierglied aufsummiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Auswerteeinrichtung (11) der Quotient aus dem Messwert m (Z2) des Summiergliedes (9) und dem Messwert (Z[) des Verbrauchszählers (3) gebildet wird.
2. Messverfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Messwert (Z2) des Summiergliedes (9) und dem Messwert (Z[) des Verbrauchszählers (3) der 15
Erwartungswert (P ) der Leistung bezüglich der Leistungsverteilung gebildet wird.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Messverfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Quotient aus dem
9. Messeinrichtung nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mess- und Rechenglied (8) einen Mikroprozessor aufweist.
:o
Erwartungswert (P ) der Leistung und dem Mittelwert (P) der Leistung gebildet wird.
4. Messverfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Messwert (Z2) des Sum-miergliedes (9) und aus dem Messwert (Zj) des Verbrauchszählers (3) der Formfaktor der Lastkurve (14) gebildet wird.
5. Messeinrichtung zur Durchführung des Messverfahrens nach Patentanspruch 1, mit einem Verbrauchszähler, einem diesem zugeordneten Impulsgeber zur Erzeugung von Festmengenimpulsen, einem Mess- und Rechenglied zur Ermittlung von dem Kehrwert der Zeitabstände zwischen den einzelnen Festmengenimpulsen proportionalen Messgrössen und mit einem Summierglied zum Aufsummieren der Messgrössen, dadurch gekennzeichnet, dass das Summierglied (Z2) und der Verbrauchszähler (3) über einen Nachrichtenkanal (10) mit einer gemeinsamen Auswerteeinrichtung (11) in Verbindung stehen.
6. Messeinrichtung nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (11) ein Auswerteglied (12) zur Ermittlung des
Erwartungswertes P der Leistung bezüglich der Leistungsverteilung nach der Beziehung
30
35
45
P =E,
° z,
aufweist, wobei E0 die Energiefestmenge, Zl den Messwert des Verbrauchszählers (3) und Z2 den Messwert des Summierglie- 50 des (9) bedeutet.
7. Messeinrichtung nach Patentanspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (11) ein Auswerteglied (13) zur Ermittlung des Quotienten aus dem
= _ 35
Erwartungswert P der Leistung und dem Mittelwert P der Leistung nach der Beziehung
T"e"
• T-
Z,2
60
aufweist, wobei E0 die Energiefestmenge, Z] den Messwert des Verbrauchszählers (3), Z2 den Messwert des Summiergliedes (9) und T die Dauer der Messperiode bedeutet. f,s
8. Messeinrichtung nach einem der Patentansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Summierglied (9) ein Zählwerk ist.
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