CH621371A5 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Fadenumlenkorgan am Heizer einer Streck-Texturiermaschine.
Beim Falschdralltexturieren wird der Faden zwischen zwei Walzenpaaren verstreckt und dazwischen über eine Heizeinrichtung und durch ein Falschdrallorgan geführt. Dabei pflanzt sich der Falschdrall vom Drallorgan über die Heizeinrichtung fort bis zum ersten Walzenpaar.
Soll nun die Texturiergeschwindigkeit erhöht werden, so bedingt dies bei gleicher Verweilzeit des Fadens auf dem Heizer eine grössere Heizerlänge. Da die Länge des Heizers nicht beliebig vergrössert werden kann, besteht beim Texturieren mit grosser Geschwindigkeit eine andere Lösung darin, den Faden am Ende des Heizers umzulenken und ihn ein zweites Mal über den Heizer zurückzuführen.
Wenn nun der Faden durch einen Stift oder eine drehbare Rolle umgelenkt wird, so wird der Drall an diesen Umlenkorganen gestaut, so dass im über den Heizer geführten Faden zwischen Umlenkung und erstem Walzenpaar praktisch kein Drall übertragen und fixiert werden kann. Zur Behebung dieses Nachteils schlägt die CH-PS 357.499 einen wandernden Draht oder einen durch Vibratoren in Schwingungen versetzten Stab vor. Die vorgeschlagenen Lösungen sind aber praktisch kaum realisierbar, und beim Stab mit Vibratoren konnte zudem die behauptete Wirkung nicht festgestellt werden.
Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, ein einfaches Fadenumlenkorgan zu schaffen, das den Falschdrall vom Falschdrallorgan bis zum ersten Walzenpaar ungestaut durchtreten lässt, so dass der Falschdrall beim beidmaligen Passieren des Fadens auf der Heizeroberfläche in ihm fixiert wird.
Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemässe Fadenumlenkorgan am Heizer einer Streck-Texturiermaschine mit einer fliegend gelagerten Welle, welche am freien Ende eine Umlenkrolle mit Fadenführungsfläche trägt, dadurch gelöst, dass die Fadenführungsfläche zwischen zwei Begrenzungsflanschen liegt, eine zylindrische Fläche mit einem geringeren Durchmesser als diese aufweist und deren Achse unter einem Winkel von 5° von bis 20° zur Wellenachse angeordnet ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Umlenkrolle kann der Winkel zwischen den beiden Achsen ca. 10° betragen. Weiter kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Fadenführungsfläche glatt ausgebildet ist und aus verschleissfe-stem Material besteht.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Fadenumlenkorgans näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch den Fadenverlauf in einer Streck-Texturiermaschine,
Fig. 2 ein Fadenumlenkorgan in der Ansicht,
Fig. 3 die Ansicht eines Schnittes III-III durch das in Fig. 2 dargestellte Fadenumlenkorgan und
Fig. 4 eine Variante einer Umlenkrolle.
Gemäss Fig. 1 wird ein Faden von einer Vorlagespule 2 über Kopf abgezogen und durch ein aus einem Walzenpaar bestehenden Lieferwerk 3 über einen Hauptheizer 4 zu einem Umlenkorgan 5 geführt. Hier wird der Faden 1 umgelenkt und über den Heizer 4 zurück in ein Falschdrallorgan 6 geführt. Von hier gelangt der Faden über eine Umlenkung 7 zu einem zweiten Lieferwerk 8 und weiter über einen Setheizer 9 zu einer Umlenkung 10. Darauf wird der Faden 1 über den Setheizer 9 zurückgeführt und nach dem Durchlaufen eines weiteren Lieferwerkes 11 wird er schliesslich auf einer Aufwickel-spule 12 aufgewunden.
Weil das Lieferwerk 8 schneller als das Lieferwerk 3 läuft, wird der Faden 1 zwischen diesen Walzenpaaren verstreckt. Gleichzeitig wird ihm im Falschdrallorgan 6 ein Falschdrall erteilt, der über das erfindungsgemässe Umlenkorgan 5 bis zum Lieferwerk 3 zurückgetragen wird. Somit wird der Falschdrall im über den Heizer 4 gleitenden Faden 1 sowohl beim Zuführen als auch beim Wegführen vom Umlenkorgan 5 fixiert.
In Fig. 2 und 3 ist das Umlenkorgan 5 im Detail dargestellt. In einem Metallblock 13 ist in einem Kugellager 14 eine Welle 15 mit ihrem einen Ende frei drehbar gelagert. Das fliegende Ende der Welle 15 ist abgesetzt ausgeführt und weist am äus-sersten Ende ein Gewinde 16 auf. Auf dem fliegenden Wellenende ist eine Umlenkrolle 17 mit einer Schraube 18 befestigt. Die Umlenkrolle 17 weist eine durch zwei Rollenflansche begrenzte Fadenführungssfläche 19 auf, welche mit der Wellenachse 20 einen spitzen Winkel a einschliesst und dadurch die Mantelfläche eines schiefen Zylinders darstellt. Der Metallblock 13 weist einen dünnen Fortsatz 21 mit einer Öffnung 22 auf, welche zur Befestigung des Fadenumlenkorgans oberhalb des Hauptheizers ausserhalb der grössten Hitzeeinwirkung am nicht dargestellten Maschinengestell dient.
Weil die Umlenkrolle als Leerlaufrolle ausgebildet ist, wird sie im Betrieb vom über die Führungsfläche geführten Faden angenähert mit Fadenlaufgeschwindigkeit angetrieben. Bei der Drehung der Führungsrolle wirkt nun der durch die Führungsfläche begrenzte schiefe Zylinder als Taumelkörper, so dass auch der über die Führungsfläche bewegte Faden zwischen den beiden Flanschenden der Führungsrolle beständig hin und her taumelt.
Es hat sich nun gezeigt, dass diese Taumelbewegung des Fadens den Falschdrall in ihm beinahe vollständig überträgt. Denn, wenn sich auf die Wellenachse bezogen, der Faden von der kleinsten Entfernung auf die grösste Entfernung anhebt, wird er einfach ohne Beeinflussung des Falschdralles auf der Führungsfläche abgerollt. Wenn sich der Faden umgekehrt von der grössten Entfernung zur kleinsten Entfernung von der Wellenachse bewegt, gleitet er praktisch ohne Stauung des Falschdralles einfach auf der Führungsfläche. Der Uebergang von der Führungsfläche zu den Rollenflanschen ist vorzugsweise mit einem kleinen Radius versehen, damit die Richtungsumkehr des Fadens problemlos erfolgt und er nicht beschädigt wird. Versuche haben ergeben, dass Umlenkrollen mit einer glatten Fadenführungfläche aus verschleissfestem Material (z.B. Aluminium, Stahl, Keramik) den Drall besonders gut übertragen.
Dazu spielt auch der Neigungswinkel a, den die Führungsfläche mit der Wellenachse einschliesst, eine grosse Rolle. So werden gute Werte des übertragenen Falschdralls erhalten, wenn sich der Winkel a in Abhängigkeit von der Garnart im s
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Bereiche von 5° bis 20° befindet. Für Polyester werden beispielsweise die besten Resultate bei einem Winkel von ca. 10° erhalten.
In Fig. 4 ist schliesslich noch eine Ausführungsform dargestellt, bei der die ganze Umlenkrolle zusammen mit dem von s der Führungsfläche begrenzten Zylinder eine Taumelbewegung ausführt. Dazu weist die Umlenkrolle 23 mit symmetri-
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schem Querschnitt eine Bohrung 24 auf, die unter dem Winkel a zur Symmetrieachse 25 der Umlenkrolle 23 und zur Führungsfläche 26 geneigt ist. Eine solche Ausführungsform mit einer schiefen Bohrung bedingt aber eine etwas kompliziertere Befestigung auf der in dieser Figur nicht dargestellten drehbaren Welle als beim in den Figuren 2 und 3 dargestellten Beispiel.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Fadenumlenkorgan am Heizer einer Streck-Texturierma-schine mit einer fliegend gelagerten Welle, welche am freien Ende eine Umlenkrolle mit Fadenführungsfläche trägt, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführungsfläche (19) zwischen zwei Begrenzungsflanschen liegt, eine zylindrische Fläche mit einem geringeren Durchmesser als diese aufweist und deren Achse unter einem Winkel von 5° bis 20° zur Wellenachse (20) angeordnet ist.
2. Fadenumlenkorgan nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen den beiden Achsen ca. 10° beträgt.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Fadenumlenkorgan nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführungsfläche (19) als glatte Oberfläche ausgebildet ist.
4. Fadenumlenkorgan nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführungsfläche (19) aus ver-schleissfestem Material besteht.
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