CH621686A5 - Method for feeding cattle and sheep - Google Patents

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CH621686A5
CH621686A5 CH435876A CH435876A CH621686A5 CH 621686 A5 CH621686 A5 CH 621686A5 CH 435876 A CH435876 A CH 435876A CH 435876 A CH435876 A CH 435876A CH 621686 A5 CH621686 A5 CH 621686A5
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zinc
ppm
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methionate
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CH435876A
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Nikolaus Dipl Ing Danzig
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Interchemie Ag
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/142Amino acids; Derivatives thereof

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Fütterung von Rindvieh und Schafen, dadurch gekennzeichnet, dass man diesen als wachstumsfördernden Zusatz Zink-methionat mit dem Futter verabreicht.
Das Zink-methionat wird vorzugsweise in Dosen von 3 bis 85 mg pro kg Lebendgewicht und Tag verabreicht.
Das Zink-methionat wird dazu in Dosen von 250 bis 1500 ppm bezogen auf die Gesamtfuttermenge verabreicht.
Die Erfindung betrifft auch ein Zusatzfuttermittel zur Wachstumsförderung und Futtereinsparung bei der Intensivmast von Kälbern, Rindvieh und Schafen, dadurch gekennzeichnet, dass es als aktive Komponente Zink-methionat enthält.
Rasches Wachstum und optimale Futterverwertung sind bei der industrienahe betriebenen Intensivmast von Rindern und Schafen insbesondere von Kälbern und Lämmern entscheidende Faktoren.
Für die ausreichende Proteinversorgung der rasch wachsenden Erdbevölkerung ist eine optimale Ausnutzung aller vorhandenen Futterquellen unerlässlich.
Es ist daher ein dringendes Erfordernis, neben der Mast von Schweinen auch die Produktion von ernährungsphysiologisch besonders wertvollem Kalb- und Rindfleisch durch besondere spezifisch wachstumsfördernd und futtersparend wirkende Zusätze zum Futter zu rationalisieren.
Solche Zusätze für die Mast von Rindern sind bis heute nicht bekanntgeworden.
Die bei der Mast von Schweinen bisher benutzten wachstumsfördernden Futtermittelzusätze sind bei der Rindermast in der Regel unwirksam. Ausserdem sind sie gewöhnlich physiologisch etwas fragwürdig.
Als wachstumsfördernde Mittel wurden bisher Antibiotika mit schmalem Wirkungsspektrum wie beispielsweise Zinkbaci-tracin, Penicillin, Streptomycin, aber auch Antibiotika mit breitem Wirkungsspektrum wie Tetracyclin, Oxytetracyclin oder Chlortetracyclin in grossem Ausmasse verwendet. Diese Mittel wirken gewöhnlich indirekt wachstumsfördernd einerseits durch Hemmung bzw. Unterdrückung bestimmter Keime im Magen-Darmkanal, womit der sonst für die Erhaltung dieser Keime verwendete Futteranteil vom Tier nun auch zur Fleischerzeugung herangezogen wird und anderseits durch Verhütung von energieabsorbierenden Infektionskrankheiten.
Die Verwendung von Antibiotika als wachstumsfördernde Zusätze in Futtermitteln ist humanmedizinisch nicht unbedenklich. Es besteht die Gefahr, dass durch die anhaltende, hochdosierte Verfütterung von Antibiotika Fleisch produziert wird, das Spuren von Antibiotika enthält, die zu Resistenzbildungen beim Fleischkonsumenten Anlass geben können. Die
Warnungen von Seiten der Wissenschaft haben bereits zu behördlichen Beschränkungen geführt. Es ist damit zu rechnen, dass die regelmässige, nicht therapeutischen Zwecken dienende Verwendung von Antibiotika im Tierfutter früher s oder später verboten wird.
Ausser Antibiotika wurden jedoch auch andere, in der Humanmedizin verwendete, stark antimikrobiell wirkende Chemotherapeutika als wachstumsfördernde Zusatzfuttermittel verwendet, beispielsweise Furazolidon [3-(5-Nitro-2-furfu-lo rylidenamino)-oxazolidon-(2)] vgl. z.B. Jucker et al., Wiener Tierärztliche Monatsschrift 60.213.100-103, oder Sulfanilami-de, vgl. z. B. Schweizer Patentschrift Nr. 467 025. Furazolidon hat den Nachteil einer verhältnismässig starken Toxizität. Die prophylaktische Verwendung von Sulfanilamiden ist heute 15 verboten.
Den geäusserten Bedenken mindestens teilweise Rechnung tragend, kommen neuerdings immer mehr antimikrobiell wirkende Chemotherapeutika als wachstumsfördernde Zusatzfuttermittel in Gebrauch, die in der Humanmedizin nicht verwen-20 det werden. Dazu gehört beispielsweise das unter dem Gattungsnamen (Generic name) Carbadox bekanntgewordene, allerdings verhältnismässig toxische und für die Mast von Tieren der Rindviehgattung nicht anwendbare Methyl-3-(2-chin-oxylinylmethylen)-carbazat-N\N4-dioxyd.
25 Neuerdings wird auch das unter der allgemeinen Bezeichnung (Generic name) Nitrovin bekanntgewordene l,5-Bis-(5-nitro-2-furyl)-l,4-pentadien-3-on-amidinhydrazon-hydrochlo-rid — Schweizer Patentschrift Nr. 460 501 ; Schneider et al. Landwirtschaftliche Forschung 1970.23(4), S. 350-352 — als 30 wachstumsfördernder Zusatz zu Futtermitteln empfohlen. Auch in der Humanmedizin nicht verwendete Antibiotika wie beispielsweise Virginiamycin werden als wachstumsfördernde Wirkstoffe dem Futter zugesetzt. Diese Mittel führen in der Regel über die Unterdrückung der Darmflora und damit deren 35 futterverzehrendem Stoffwechsel zu einer Wachstumsförderung. Gleichzeitig werden infektionsbedingte, die Futterverwertung senkende Durchfälle, Salmonellosen, Koli-Enteritiden und dergleichen verhütet.
Auch gegen die Verwendung dieser neuen, auf die Anwen-40 dung an Tiere beschränkten Chemotherapeutika während der ganzen Dauer der Aufzucht sind Bedenken wach geworden. Das so gewonnene Fleisch enthält Spuren dieser Chemotherapeutika, die hygienisch nicht ganz unbedenklich sind, selbst wenn diese Chemotherapeutika in der Humanmedizin nicht 45 verwendet werden. Resistenzbildungen sind nicht spezifisch nur auf ganz bestimmte Verbindungen gerichtet, es können sich Kreuzresistenzen bilden. Antimikrobielle Hemmstoffrückstände verursachen darüber hinaus bei der mikrobiellen Verarbeitung tierischer Produkte technologische Probleme. (Eich-50 hoff, MERCK-Kontakte 3/74 Seite 34).
Ähnlich wie bei den Pestiziden sind konzentriertere Ablagerungen dieser körperfremden, toxischen Stoffe in bestimmten Organen prinzipiell möglich. Eine zurückhaltende und sparsame Anwendung ist deshalb angezeigt.
55 Aus diesen Gründen sind für die Fütterung von Kälbern und Schafen von den Gesundheitsbehörden nur noch wenige Futtermittelzusätze erlaubt.
Dazu gehört insbesondere das Antibiotikum Zink-baci-trazin. Es wird gewöhnlich in Dosen von 30 ppm dem Futter 60 zugemischt. Weitere behördlich zugelassene für die Fütterung vpn Kälbern und Schafen geeignete Futtermittelzusätze sind Furazolidon (zulässige Dosis 100 ppm), Nitrovin (zulässige Dosis 40 ppm), Virginiamycin und Spiramycin.
Die bisher bekannten und insbesondere die für die Fütte-65 rung erlaubten Zusätze zeigen nur eine beschränkte Wirksamkeit. Bei der Rindermast waren zudem bisher wachstumsfördernde Zusätze nicht üblich, da keine wirksamen Mittel bekannt waren.
3
621 686
Es wurde nun gefunden, dass ein Zusatz von vorzugsweise 250 bis etwa 1500 ppm Zink-methionat (Teilen pro Million) [entsprechend ca. 50 bis 300 ppm Zink] mit einem Optimum im Bereich von etwa 500 bis 1000 ppm zum üblichen Mastfutter zu einer stark verbesserten Futterverwertung bei Nutztieren, vor allem bei Kälbern, Rindern und Schafen, von durchschnittlich etwa 7 bis 12% und einer rascheren Gewichtszunahme derselben im Bereiche von 7 bis 11 % gegenüber üblich und ausreichend ernährten Kontrolltieren führte. Bei jüngeren Tieren (z. B. Kälbern) kann die Steigerung noch über diesem Bereich liegen.
Besonders bemerkenswert ist die Wachstumsbeschleunigung und gleichzeitig die Futtereinsparung von je gut 8% bei der Rindermast, wie sie etwa im Beispiel 3 nachgewiesen wurde. Derartig günstige Ergebnisse sind bisher in der Rindermast nicht bekanntgeworden. Sie stellen für den Fachmann eine überraschende Neuheit dar.
Dementsprechend sind wachstumsfördernde Futtermittelzusätze in der Rindermast bisher nicht verwendet worden.
Der durch Zusatz von Zink-methionat zum Futter erzielte Fortschritt ist darum besonders wertvoll, weil er nicht mit hygienischen Nachteilen erkauft werden muss, ganz im Gegenteil, die weiter oben erwähnten Nachteile der heute üblichen wachstumsfördernden Zusatzfuttermittel, wie z. B. Resistenzbildung, Toxizität, Ablagerung körperfremder Verbindungen im Organismus, fallen dahin.
Der Zusatz von Zink-methionat zum Futter dient nicht in erster Linie zur Deckung des optimalen Bedarfes an dem Spurenelement Zink — der wesentlich niedriger ist, als in einer noch wachstumsfördernd wirkenden Dosis von Zink-methionat enthalten ist — sondern hat den verbindungsspezifischen Effekt einer Beschleunigung des Wachstums der Tiere weit über die Norm.
Vergleichende Mastversuche von jungen Stieren und Ochsen haben ergeben, dass mit Zinksulfat-Zusätzen zum Futter in Dosen von 170 ppm Zink nur die normalen Wachstumsraten erzielt werden können, während mit Zink-methionat-Zusätzen bereits in Dosen von 100 ppm Zink unter sonst gleichen Bedingungen eine stärkere Gewichtszunahme und zudem signifikante Futtereinsparungen nachgewiesen wurden (vergleiche Beispiel 4).
Diese Resultate sind sehr überraschend. Kirchgessner, Ernährungsphysiologische Spurenelementforschung, Bayerisches Landwirtschaftliches Jahrbuch, Sonderheft 2/1973 S. 79ff, hat gerade am Beispiel des Zinks gezeigt, dass eine über den natürlichen Bedarf an entsprechendem Spurenelement hinausgehende Versorgung zu keinen erhöhten Leistungen beitragen kann. Es wird gezeigt, dass im Zulageversuch bei 15 ppm Zink optimale Zunahmen an Lebendgewicht zu erzielen sind, höhere Dosierungen aber keine zusätzliche Wirkung hervorbringen. Darüber hinausgehende Zulagen verändern aufgrund der homöostatischen Regulation den Zinkstatus der Organe nicht mehr, so dass nach diesen Untersuchungen der Bedarf spätestens mit 12 bis 15 ppm Zink in der Diät vollauf gedeckt war. Erst extrem hohe Zulagen (500 ppm Zn), die das Regulationsvermögen des Organismus überfordern, führen zur präpathologischen Akkumulation in den Geweben.
Versuche von Thomas und Kornegay, Va. Polytech. Inst. State Univ., Res. Div. Rep. 1974(158) Seite 147 bis 148 [siehe auch Chemical Abstracts 82. (1975) 138 085f] führten zum Ergebnis, dass Zusätze von Zink und Zink-methionin-Kom-plexen in Dosen von bis zu 170 ppm Zink bei der Mast von Schweinen unter exakt kontrollierten Bedingungen weder wachstumsfördernde noch futtersparende Wirkungen zeitigen.
Auch die in der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 2 436 946 (Offenlegungstag 27.3.1975) beschriebenen sauren wasserlöslichen Zink-methionin-Komplex-Salze der Formel [CH3-S-CH2-CH2-CH(NH2)-COO~- Zn++]WX,
worin X ein Anion und W eine ganze Zahl bedeutet, sind nur in der Lage, den natürlichen, für die Gesunderhaltung, die normale Gewichtszunahme und die richtige Ernährung der Tiere ausreichenden Zinkspiegel zu schaffen.
Zulagen von 500 bis 800 ppm Zink zum Futter von Kälbern, Milchkühen, Ziegen und Schafen sind toxikologisch unbedenklich. Auch die Reproduktion wird dabei nicht negativ beeinflusst.
Erst ab Zulagen von 800 bis 1000 ppm Zn wurden teilweise Wachstumsdepressionen und Blutbildveränderungen (Anämie) festgestellt. Vgl. dazu Lantzsch, Übersicht zur Tierernährung 1 (1973) 57 bis 88.
Methionin als in der natürlichen Nahrung enthaltene essentielle Aminosäure ist ebenfalls toxikologisch ganz unbedenklich.
Zink-methionat verursacht im allgemeinen erst in Dosen von über 10 000 ppm, d.h. von über 10 g pro kg Futter toxische Erscheinungen, z. B. Anämien. Diese Dosis enthält 2000 ppm Zink, d. h. 2 g Zn/kg Futter. Für Kälber liegt die Toxizi-tätsgrenze tiefer, etwa bei 4000 bis 5000 ppm Zink-methionat (entsprechend ca. 800 bis 1000 ppm Zn).
Die zuständige Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrikulturchemie, Liebefeld-Bern (Schweiz) hat dementsprechend Zink-methionat ohne zahlenmässige Beschränkung (... in fütterungstechnisch angepassten Mengen...) als Futterzusatz für den Handel zugelassen, während von derselben Behörde andere wachstumsfördernde Zusätze mengenmässig beschränkt wurden, z.B. Zink-bacitracin auf Maximal-Dosen von 50 ppm Nitrovin auf 40 ppm, Carbadox auf 50 ppm.
Zink-methionat wird zweckmässig in Dosen von etwa 3 bis 85 mg pro kg Lebendgewicht und Tag verabreicht.
Bei den Mastversuchen unter Zusatz von Zink-methionat konnten die Antibiotika vollkommen weggelassen werden. Trotzdem waren auch in Betrieben mit nur durchschnittlichen hygienischen Bedingungen, unter denen Infektionen nicht auszuschliessen sind, die Tiere während der ganzen Zeit der Fütterung mit Zink-methionat-Zusatz bei ausgezeichneter Gesundheit.
Verglichen mit den Kontrolltieren, die genau dasselbe Futter, aber ohne Zink-methionat-Zusatz erhielten, waren die Tiere munterer, zeigten eine erhöhte Vitalität und eine geringere Krankheitsanfälligkeit.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter illustrieren, ohne die Erfindung selbst auf die Einzelheiten dieser Beispiele zu beschränken.
Beispiel 1 Ochsenmastversuch
24 Ochsen mit einem durchschnittlichen Einstellgewicht von 100,3 kg wurden in 3 Gruppen von je 8 Tieren aufgeteilt und gleichmässig mit üblichem Kraftfutter, das alle erforderlichen Zusätze und die Spurenelemente Mangan [187 ppm MnS04- H20], Eisen [250 ppm FeS04-H20], Jod [3 ppm KJ] und Cobalt [0,6 ppm CoS04 • H20] enthielt, sowie mit Maissilage, Maiskolbenschrot und Heu gemästet.
Die Gruppe 1 erhielt in dem Futter zusätzlich 30 ppm Zink-bacitracin (ein Polypeptidantibiotikum aus Bacillus subti-lis [das sind 3/s der amtlich erlaubten Maximaldosis des Antibiotika-Zusatzes]).
Die Gruppe 2 erhielt zusätzlich 553 ppm Zink-methionat Ci0H20N2O4S2Zn enthaltend 18,07% Zink (= 100 ppm).
Die Gruppe 3 erhielt zusätzlich 941 ppm Zink-methionat entsprechend 170 ppm Zink.
Die Futterverwertung in kg Fleisch pro kg verbrauchtes Futter nach 28, 56, 84 und 112 Tagen wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1, Seite 9, aufgezeichnet.
Der Gewichtszuwachs und die Futterverwertung der Tiere, die Zink-methionat zum Futter erhielten, ist signifikant besser
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
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4
(+7.5%) als die der Kontrollen, welche die in der Praxis übliche Dosis (60% der zugelassenen Menge) von Zink-bacitracin erhielten. Zink-methionat-Zusätze sind aufgrund ihrer nachgewiesenen Unbedenklichkeit von der Zulassungsbehörde im Gegensatz zum Zn-bacitracin zahlenmässig nicht beschränkt worden.
Tabelle 1
Versuchstage
Gruppe 1 Zn-bacitracin
30 ppm 553 ppm
Gruppe 2 Gruppe 3 Zink-methionat
941 ppm
1-
-28
Zuwachs
pro Tier
19,5 kg
24,0 kg
22,4 kg
Futtermenge
93,3 kg
100,1 kg
95,0 kg
Futterverwertung
0,211
0,240
0,236
(kg Fleisch/
kg Futter)
28-
-56
Zuwachs
28,7 kg
30,6 kg
31,4 kg
Futtermenge
132,3 kg
137,2 kg
133,5 kg
Futterverwertung
0,217
0,223
0,235
56-
-84
Zuwachs
37,3 kg
38,5 kg
37,8 kg
Futtermenge
157,2 kg
157,2 kg
157,2 kg
Futterverwertung
0,237
0,245
0,240
84-
-112
Zuwachs
43,4 kg
42,4 kg
46,9 kg
Futtermenge
184,0 kg
189,2 kg
184,0 kg
Futterverwertung
0,236
0,224
0,255"
1-
-112
Zuwachs insgesamt
128,9 ka
135.5 kg
138.5 ke
Relativer Zuwachs
100
105,1
107,4
Verbesserung
gegenüber der Norm
+7,4%
Futterverwertune
0,225
0,233
0.242
Relative Futter
verwertung
100
103,6
107,6
Verbesserung
gegenüber der Norm
+7,6%
Beispiel 2 Kälbermastversuch 24 Kälber mit einem durchschnittlichen Einstellgewicht von 65,5 kg wurden analog wie im Beispiel 1 im einzelnen beschrieben in Gruppen unterteilt und mit Kraftfutter gemästet, das entweder 30 ppm Zn-bacitracin, 553 ppm Zink-me-thionat bzw. 941 ppm Zink-methionin und jeweils die Spurenelemente Mangan (187 ppm MnS04-H20), Eisen (250 ppm FeS04 ■ H20), Jod (3 ppm KJ) und Kobalt (0,6 ppm CoS04 ■ H20) enthielt.
Nach 55 Tagen wurden folgende Daten für die Futterverwertung ermittelt:
Tabelle 2
10
Kälber- Zusatz zum Kraftfutter gruppe Relative Werte
Futterverwertung
15
20
1 30 ppm Zn-bacitracin (übliche Dosis)
Relativer Wert 553 ppm Zink-methionat 1:2 (entsprechend 100 ppm Zn) Relativer Wert
Verbesserung gegenüber der Norm 941 ppm Zink-methionat 1:2 (entsprechend 170 ppm Zn) Relativer Wert
0,366 kg Zuwachs pro kg Futter 100
0,392 kg Zuwachs pro kg Futter 107,1 + 7,1%
0,387 kg Zuwachs pro kg Futter 105,7
Beispiel 3 Vergleichsmast von jungen Stieren 16 männliche Kälber (Stierenkälber) gleicher Rasse und ähnlicher Abstammung mit einem Durchschnittsgewicht von 30 etwa 180 kg wurden in 2 Gruppen von je 8 Tieren aufgeteilt und gleichmässig mit Kraftfutter, Gras- und Maissilage und Heu gemästet.
Das Kraftfutter enthielt pro Tonne 8000 internationale Einheiten (IE) Vitamin A und 800 I. E. Vitamin D3 sowie 35 10 g Harnstoff.
Das Kraftfutter der Kontrollgruppe enthielt keine weiteren Zusätze: wogegen das Kraftfutter der Versuchsgruppe 553 ppm Zink-methionat, d.h. 553 g Ci0H2oN204S2Zn pro Tonne Futter enthielt.
40 Das Wachstum (Gewichtszunahme) der Tiere, der Futterverzehr und die Futterverwertung wurden untersucht. Tabellen 3 und 4.
Tabelle 3 Wachstum / Gewichtszunahme in kg
Mastdauer Kontroll- Versuchs-
(Tage) gruppe gruppe
+ 553 ppm Zn-methionat im Kraftfutter
0
Anfangsgewicht 0
180,5 kg
179 kg
0-
-28
Zuwachs 0
21
22,7
28-
-56
26,7
28,8
56-
-84
33
31,9
84-
-112
33,6
36,1
112-
-140
38,4
42,9
140-
-168
33,4
39,7
168
Endgewicht 0
367,1
381,2
Zuwachs pro Tier
186,6
202,2
Zuwachs pro Tier und Tag
1,11
1,2
1-
-168
Relativer Zuwachs Wachstumsbeschleunigung über die Norm (Kontroll
100
108,4
gruppe)
-
+ 8,4%
5
621 686
Dieser Vergleichsversuch weist eine bedeutende Wachs- chen Ausmass für die Produktion gleicher Mengen von Fleisch tumsbeschleunigung bei der Rindermast von +8% gegenüber nach. Ähnlich günstige Ergebnisse sind bisher in der Rinder-der Norm und gleichzeitig eine Futtereinsparung etwa im glei- mast nicht bekanntgeworden.
Tabelle 4 Futterverzehr und Futterverwertung
Kontrollgruppe • Versuchsgruppe mit zusätzlich
553 ppm Zink-methionat im Kraftfutter
Trocken verdaul.
Stärke
Trocken verdaul.
Stärke
gewicht
Eiweiss einheiten
gewicht
Eiweiss einheiten
kg kg kg
STE1
kg kg kg
STE1
Kraftfutter
4 335
3771
647
2963
4 335
3771
647
2963
Grassilage
512
169
17,4
92
512
169
17,4
92
Maissilage
11223
3142
135
1908
11 402
3192
137
1938
Heu
1 664
1431
66,6
616
1 552
1335
62,1
574
Total
8513
866
5579
8467
863,5
5567
pro Tier
1064
108
697
1058
108
696
Zuwachs pro Tier
186,6
202,2
Verbrauch pro kg
Zuwachs
5,70
0,58
3,74
5,23
0,53
3,44
Relativer Verbrauch
pro kg Zuwachs
100
100
100
92
91
92
Verbesserung gegen
8%
über der Norm
Norm
Norm
Norm
8%
9%
1 Stärkeeinheiten (STE) = entspricht dem Fettbildungsvermögen von 1 g verdaulicher Stärke (in der Tierernährung verwendete Einheit).
Beispiel 4
Vergleichsmast von Kälbern bzw. jungen Stieren (Muni) 16 männliche Kälber ähnlicher Abstammung wurden in Gruppen von je 8 Tieren aufgeteilt und gleichmässig mit Kraftfutter bestehend anfänglich aus Aufzuchtmilch und Aufzuchtmehl und später, nach Erreichen eines Körpergewichtes von 180 kg, mit handelsüblichem Rindviehmastfutter während 385 bzw. 380 Tagen gemästet.
Das Kraftfutter enthielt alle erforderlichen Futterkomponenten, Spurenelemente (mit Ausnahme von Zink) sowie
Vitamine.
Die Gruppe 1 erhielt mit dem Kraftfutter zusätzlich 170 ppm Zink in Form von Zinksulfat (d.s. 748 g Zinksulfat- 7H20 pro Tonne Kraftfutter).
Die Gruppe 2 erhielt mit dem Kraftfutter 100 ppm Zink in
Form von Zink-methionat (d.s. 553 g Cio^oNîC^SaZn pro Tonne Kraftfutter).
Die Tiere erhielten ab 180 kg Körpergewicht ausser dem vorgenannten Grundfutter noch gleiche Mengen von Maiskol-35 benschrot, Maissilage, Grassilage, Maiswürfel und Heu.
Der Gewichtszuwachs, der Futterverbrauch und die Futterverwertung wurden untersucht. Siehe Tabelle 5.
Im vorliegenden Vergleichsversuch wird nachgewiesen,
dass Zink-Zusätze zum Viehfutter dann eine über die Norm 40 hinausgehende wachstumsfördernde und zugleich futtersparende Wirkung ausüben, wenn das Zink dem Futter in Form von Zink-methionat zugesetzt wird, während selbst beinahe doppelt so hohe Zink-Dosen keine vergleichbaren Wirkungen ausüben, wenn sie etwa in Form von wasserlöslichem Zink-45 sulfat verabreicht werden.
Tabelle 5
Gruppe 1 Zink-sulfat (ZnS04-7H20) entsprechend 170 ppm Zn (385 Masttage)
Gruppe 2 Zink-methionat entsprechend 100 ppm Zn (380 Masttage)
0 Gewichtszuwachs pro Tier 429,5 kg 441,2 kg
0 Gewichtszuwaehs pro Tag 1,115 kg 1,161 kg
Relativer Zuwachs 100 104 Futterverzehr:
Nährstoffverbrauch pro kg Zuwachs
Trockensubstanz (kg) 5,52 5,24
verdauliches Eiweiss (kg) 0,56 0,54
Stärkeeinheiten (STE) 3,65 3,46 Relativer Futterverbrauch:
Trockensubstanz 100 94,9
verdauliches Eiweiss 100 96,4
Stärkeeinheiten 100 94,8
621 686
Beispiel 5 Lämmermastversuch 10 Schaflämmer von durchschnittlich 19,5 kg Gewicht wurden mit Kraftfutter, welches ausreichend Spurenelemente enthielt, und mit Heu gefüttert.
Fünf dieser Tiere erhielten einen Futtermittelzusatz von
941 ppm Zink-methionat (entsprechend 170 ppm Zn) bezogen auf die Kraftfuttermenge.
Die Kontrollgruppe von 5 Tieren erhielt dagegen die branchenübliche Ration von 30 ppm Zn-bacitracin. 5 Die Ergebnisse sind in der Tabelle 7 zusammengefasst.
Tabelle 6
Tiergruppe
Masttage
Zuwachs
Kraftfutter
Futterverwertung
Heu
pro Tier menge kg Fleisch
kg kg kg Futter kg
Kontrollen
1-28
7,2
26,6
0,271
11
28-56
8,2
34,6
0,237
13,2
Relative Werte
1-56
15,6
61,2
0,252
24,2
100
100
Zusatz von Zn-
1-28
8,6
26,0
0,331
12
methionat
28-56
8,7
35,7
0,244
12,5
1-56
17,3
61,7
0,280
24,5
Relative Werte
110,9
111,1
Verbesserung in %
gegenüber der Norm
+ 10,9%
+ 11,1%
Die Gewichtszunahme der mit Zink-methionat-Zusätzen gefütterten Lämmer ist beinahe 11 % höher und die Futterverwertung um über 11 % besser als die der Kontrolltiere, deren Zuwachs und Futterverwertung der Norm entspricht.

Claims (4)

621 686
1. Verfahren zur Fütterung von Rindvieh und Schafen, dadurch gekennzeichnet, dass man diesen als wachstumsfördernden Zusatz Zink-methionat mit dem Futter verabreicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Zink-methionat in Dosen von 3 bis 85 mg pro kg Lebendgewicht und Tag verabreicht.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Zink-methionat in Dosen von 250 bis 1500 ppm bezogen auf die Gesamtfuttermenge verabreicht.
4. Zusatzfuttermittel, geeignet zur Wachstumsförderung und Futtereinsparung bei der Intensivmast von Kälbern, Rindern und Schafen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als aktive Komponente Zink-methionat enthält.
CH435876A 1976-04-08 1976-04-08 Method for feeding cattle and sheep CH621686A5 (en)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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