CH621839A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Bewehrungsdraht oder Bewehrungsstab mit am Umfang angeordneten Rippen und Nuten, die in einem spitzen Winkel zur Richtung der Achse angeordnet sind.
Bewehrungsstäbe der verschiedensten Art gibt es vielfältig.
Ein bekannter Bewehrungsstab weist Rippen in gegenläufig schraubenlinienförmiger Anordnung auf, wobei wenigstens eine der Rippen gleiche oder ungleiche Unterbrechungen in gleichen oder ungleichen Abständen aufweist (DE-PS 1 484 229).
Durch die DE-OS 2 033 759 sind solche Rippen und Nuten bekanntgeworden, die parallel verlaufend sich in Achsrichtung erstrecken. Diese Rippen können auch im Verlauf der Umfangsfläche eines Bewehrungsstabes mit um eine halbe Ganghöhe gegeneinander versetzten Rippen versehen sein, so dass bezogen auf einen Umfang Nuten entstehen, die an einer Stelle breit und an einer anderen Stelle schmal sind. Solche Rippen lassen sich aber nur senkrecht zur Stabachse oder in Stabachse verlaufend vorsehen und nicht in einem spitzen Winkel zur Stabachse; dies einfach deshalb nicht, weil zum damaligen Zeitpunkt die Fertigungsmöglichkeiten noch gar nicht so weit entwickelt waren. Ähnliche Rippen- bzw. Nutenformen zeigt die DE-OS 2 037 749.
Alle sonst noch bekannten Nutenformen liegen vom Anmeldungsgegenstand sehr viel weiter entfernt, so dass sich deren Diskussion erübrigt. Es seien nur die entsprechenden Literaturstellen wie folgt genannt, nämlich DE-PS 1 084 464, DE-AS 1 035 606, DE-AS 1 153 402 und 1 139 352 sowie die AT-PS 213 363.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Nutform zu schaffen, die a) eine gute Haftfähigkeit im Beton gewährleistet,
b) einen geringen Verschleiss der Bearbeitungswerkzeuge bewirkt und c) mit deren Formgebung man angestrebte Werkstoffeigenschaften erreichen kann.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäss durch mindestens eine Nut, die in ihrem gewindeähnlichen Verlauf eine unterschiedliche Breite und/oder unterschiedliche Tiefe aufweist.
Gegenüber dem Stand der Technik ergeben sich hier beachtliche Vorteile, weil alle Punkte der Aufgabe gelöst werden können, wobei sich insbesondere der geringe Verschleiss (Abnutzung) der Werkzeuge sowie deren einfache und billige Herstellung günstig auswirken.
Man erhält eine derartige Nut bei Verwendung einer Vorrichtung, die mindestens einen angetriebenen Walzrollensatz aufweist sowie einen geschwindigkeitsmässig unabhängigen Werkzeugkopf, der die Walzrollen trägt, wobei beide Geschwindigkeiten (von Rollensatz und Werkzeugkopf) regulierbar sind; dabei findet ein Elektromotor mit Innen- und
Aussenrotor Verwendung, wovon der eine Rotor dem Werkzeugkopf und der andere Rotor den Rollen zugeordnet ist, wobei wiederum massgeblich ist, dass diesem vorbeschriebenen System an einer beliebigen Stelle eine Hilfskraft durch einen Servomotor zugeleitet wird, und dass das System in mindestens zwei Achsen, nämlich in mindestens eine Antriebsachse und eine Achse für den Werkzeugkopf, unterteilt ist. Dabei soll die vom Servomotor erzeugte Kraft mindestens so gross sein wie die Summe aller Reibungs- und Massenträgheitsverluste (gleicht diese also alle aus) des Systems.
Durch die Massnahme kann man nunmehr alle beschriebenen Nutformen (Querschnittsformen) anordnen und vor allem eine veränderliche Breite der Nut im Verlauf ihrer Längsrichtung und ausserdem die Nuttiefe verändern bzw. beide Grössen, was bisher nicht möglich war, so dass nunmehr praktisch alle «Nutmuster» herstellbar sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen in der Zeichnung und der Beschreibung, und zwar zeigen:
Fig. 1 bis 4 einige unterschiedliche Profilmuster gemäss Erfindimg in Abwicklung (Teilstücke) und
Fig. la bis 6a unterschiedliche Nutprofile im Querschnitt gesehen.
Es sei bemerkt, dass es noch eine weitere grosse Anzahl Varianten sowohl der Profilmuster als auch der Profilausführungen (Querschnitte) gibt. Beispielsweise kann man alle hier gezeigten Ausführungsformen in geeigneter beliebiger und sinnvoller Weise auch kombinieren.
Verwendet wird bei den gezeigten Ausführungsformen ein Rollensatz, bestehend aus drei Walzrollen. Die Walzrolle erzeugt eine durchgehend sich schraubenlinienförmig um den Draht oder Stab herumwindende Nut 1. Eine nächste Rolle erzeugt ebenfalls eine Nut 2, jedoch grösserer Breite, die aber Erhöhungen 4 aufweist z. B. Nocken, Rippen usw. Diese Nocken 4 können beispielsweise auch länger, schmaler oder auch völlig anders geformt sein (im Mittelbereich z. B. schmaler). Diese Nocken 4 könnten auch durchgehen, also beispielsweise noch eine durchgehende Rippe bilden, die wieder höher oder tiefer sein kann als die sonstigen Rippen 5.
Benachbart ist eine Nut 3, die aber beispielsweise eine andere Breite als die Nut 1 haben könnte.
Fig. 2 zeigt zwei nebeneinanderliegende durchgehende Nuten 1 und eine durchgehende Nut mit unterschiedlicher Breite, d. h. an den Stellen 7 treten Verengungen auf. Dabei kann die Linienführung 8 auch anders gewählt sein. Wellentäler können enger zusammenliegen oder auch weiter auseinandergezogen sein. Der Radius der Ausbiegungen braucht nicht gleichmässig zu sein.
Beispielsweise könnte man eine Nut 6 in Fig. 1 auch unterbringen und die Nut 1 oder. 3 ersetzen.
Fig. 3 zeigt eine geradlinig und zwar schraubenförmig um den Draht oder Stab gewundene Nut 1, die etwa in 45° ausgerichtet ist; jede andere Schrägstellung ist denkbar. Benachbart ist eine durchgehende Nut 9 mit unterschiedlicher Breite angeordnet, die zur Nut 10 spiegelbildlich liegt. Diese Nuten 9 und 10 können zueinander versetzt liegen. Die Linienführung (z. B. Abstand von Wellental zu Wellental) kann je Nut unterschiedlich sein.
Fig. 4 zeigt durchgehende Nuten, die beispielsweise in Wellenform verlaufen, wobei sich ebenfalls Nut- und Rippenbildungen ergeben, die eine ganz hervorragende Haftung im Beton gewährleisten. Die gezeigten Nuten können auch in unterschiedlicher Breite angebracht sein.
Die Nuttiefe kann unterschiedlich sein; dies ist bei den Abbildungen nicht erkennbar.
Nutquerschnitte unterschiedlicher Art zeigen die Fig. la bis
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6a; dabei ist die Nut gemäss Fig. la flach und durchgehend und die nach Fig. 2a etwa V-förmig, wobei der Grund abgerundet ist. Statt der Abrundung könnte auch eine geradlinige Grundlinie gewählt werden oder die beiden Schenkel laufen beispielsweise in eine ähnliche verkleinerte Form nach Fig. la aus. Eine abgerundete Form zeigt Fig. 3a (Halb- oder Teilkreisform) und Fig. 4a entspricht Fig. la, weist aber im Mittelbereich Teilkreisbogenform bzw. Halbbogenform auf. Solch eine Bogenform kann mehrfach vorgesehen sein; die Tiefe könnte auch unterschiedlich sein. Man könnte noch zusätzlich eine Querschnittsform nach Fig. la in stark verkleinerter Form ein- oder zweimal vorsehen.
Fig. 5a entspricht im Prinzip der Ausführungsform nach Fig. 2a, nur ist hier eine Wölbung nach innen vorgesehen, die beispielsweise in Fig. 6a erkennbar ist, wobei Fig. 6a Fig. la s entspricht, jedoch Bogenform nach innen aufweist. Mehrere Bogenformen dieser Art oder V-Formen usw. können vorgesehen sein.
An diesen Beispielen soll gezeigt werden, wieviel Varianten es gibt, die nicht erschöpft aufgeführt sind. Bei drei Nuten i« könnte die Querschnittsform jeder Nut wieder anders ausfallen, wobei auch die Nuttiefen unterschiedlich sein können.
1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Bewehrungsdraht oder Bewehrungsstab mit am Umfang angeordneten Rippen und Nuten, die in einem spitzen Winkel zur Richtung der Achse angeordnet sind, gekennzeichnet durch mindestens eine Nut (2, 7, 9,10), die in ihrem gewindeähnlichen Verlauf eine unterschiedliche Breite und/oder eine unterschiedliche Tiefe aufweist.
2. Bewehrungsdraht oder Bewehrungsstab nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Draht oder Stab mindestens zwei Nuten (9,10) unterschiedlicher Form angeordnet sind.
3. Bewehrungsdraht oder Bewehrungsstab nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten, bezogen auf ihre Querschnittsform, V- (2a), Halbkreis- (3a), Doppelhalbkreis-oder Wellenlinienform bzw. abgerundete Form oder Trogform aufweisen.
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