CH622194A5 - - Google Patents
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- CH622194A5 CH622194A5 CH709577A CH709577A CH622194A5 CH 622194 A5 CH622194 A5 CH 622194A5 CH 709577 A CH709577 A CH 709577A CH 709577 A CH709577 A CH 709577A CH 622194 A5 CH622194 A5 CH 622194A5
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- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
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- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/08—Accessories for starting the casting procedure
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stranggiessanlage mit einer Lagereinrichtung zum Lagern eines Anfahrstranges, mit einer wenigstens teilweise gebogenen Strangführung, die mit einem Treibrichtaggregat und einem Rollgang versehen ist, wobei die Lagereinrichtung eine Hebevorrichtung aufweist, womit der Anfahrstrang unmittelbar nach dem Treibrichtaggregat vom Rollgang abhebbar und derart lagerbar ist, dass er im gelagerten Zustand mindestens teilweise vertikal verläuft.
Es ist bereits bekannt, den Anfahrstrang in Stranglaufrichtung direkt nach dem Treibrichtaggregat mittels einer Winde abzuheben, wobei der obere Teil des Anfahrstranges auf ein trommelartiges Aufnahmesegment gezogen wird, während der untere Teil des Anfahrstranges frei herunterhängt. Dieser Lösung, gemäss welcher lediglich eine Einfahrmöglichkeit des Anfahrstranges in die Kokille von unten möglich ist, sind aber weder Anregungen für platzeinsparende Lagerungsmöglichkeiten für den Anfahrstrang oder für eine Verkürzung des Rollganges, noch wie eine eventuelle Funktionsbeschränkung anderer Anlageteile zu verhindern wäre, zu entnehmen.
És ist Aufgabe der Erfindung, eine platzeinsparende Lagereinrichtung für den Anfahrstrang zu schaffen, die keine Beeinträchtigung des Arbeitsbereiches irgendwelcher Anlagekrane darstellt und die konstruktiv einfach und dabei kostenschonend ist. Insbesondere sollte auch eine Einführmöglichkeit des Anfahrstranges in die Kokille von oben und unten ermöglicht sowie eine Verringerung der Ausförderlänge erlaubt werden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass sich der senkrechte Wirkungsbereich der Hebevorrichtung sowie mindestens ein Abschnitt des Anfahrstranges zwischen dem Arbeitsbereich eines ersten Hallenkranes und dem Arbeitsbereich eines in Stranglaufrichtung nach dem ersten Kran angeordneten, zweiten Kranes befinden.
Dadurch, dass der immer vorhandene Raum, der Totraum, zwischen den Arbeitsbereichen zweier benachbarter Krane für die Lagerung des Anfahrstranges ausgenutzt wird, ist einerseits eine platzeinsparende Lagerung des Anfahrstranges gegeben und wird anderseits eine Beeinträchtigung der Arbeitsbereiche dieser betreffenden Krane vermieden. Dadurch, dass die Verlängerung dieses Raumes den Rollgang unmittelbar nach dem Treibrichtaggregat schneidet, d.h. dass der Anfahrstrang unter Einhaltung eines Bogens direkt nach Austritt aus dem Treibrichtaggregat vom Rollgang abgehoben und in die Vertikale gebracht wird, kann die Strangtrennvorrichtung entgegen der Stranglaufrichtung bis an die Abhebezone des Anfahrstranges zurück verschoben werden, wodurch sich die Ausförderlänge verringert. Eine derartige Anordnung der Lagerstellung ist am wirtschaftlichsten bei einer Neuplanung einer Anlage durchzuführen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung kann sich dadurch ergeben, dass sich der gelagerte Anfahrstrang zwischen zwei einander gegenüberliegenden, den Kranen zugeordneten Säulenreihen befindet. Dadurch kann auch ein längerer Anfahrstrang Verwendung finden, der dann den Kran höhenmässig überragt.
Es kann von Vorteil sein, wenn sich der gelagerte Anfahrstrang oberhalb einer Arbeitsbühne befindet. So kann der Anfahrkopf abseits der Strahlungshitze bei Bedarf bequem ausgewechselt bzw. repariert werden.
Obgleich ein langer Anfahrstrang gegebenenfalls in seiner Lagerstellung oberhalb eines Kranes in eine andere als vertikale Stellung umgelenkt sein kann, wird eine konstruktiv einfache und kostenschonende Ausgestaltung dadurch erreicht, dass die Hebevorrichtung, synchron mit dem Treibrichtaggregat antreibbar, zwischen den Säulenreihen angeordnet ist. Die Winde kann dann an einer bestehenden Dachträgersäule befestigt sein.
Damit die Abhebung des Anfahrstranges vom Rollgang leichter vor sich gehen kann und insbesondere die Einführung in das Treibrichtaggregat erleichtert wird, ist es vorteilhaft, wenn im Rollgang unter der Lagereinrichtung ein mit dieser zusammenwirkendes, hochschwenkbares Aus- bzw. Einlaufstück angeordnet ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt eine Stranggiessanlage für Stahl mit einer sich kreisbogenförmig von einer Kokille 1 erstreckenden Strangführung 2, die im Bereich eines Treibrichtaggregates 3, in welchem einige Rollen 6 angetrieben sind, in die Horizontale übergeht. Nach dem Treibrichtaggregat 3 wird der Strang, weil durcherstarrt, nur einseitig durch Rollen eines Rollganges 7 unterstützt. In Stranglaufrichtung unmittelbar nach dem Treibrichtaggregat 3 ist der Rollgang 7 mit einem hochschwenkbaren Auslauf- bzw. Einlaufstück 10 für das Ausfördern bzw. Einführen eines Anfahrstranges 12 versehen. Der Anfahrstrang 12 hängt in seiner Lagerstellung, das ist seine Position, in welcher er während des Giessens gehalten wird, vertikal zwischen Dachträgersäulen 13, welche die Grenze zwischen einer Stranggiesshalle 14 und einer Ausförder- bzw. Abtransporthalle 16 bilden. Die Stranggiesshalle 14 wird durch einen auf zwei Kransäulenreihen 20, 21 laufenden Strang-giess-Hallenkran 19 überbrückt, während eine Kransäulenreihe 25 für einen Ausförderkran 26 in der Ausförderhalle 16 so nah wie möglich an den Dachträgersäulen 13 angeordnet ist. Nicht zu den Arbeitsbereichen der Krane 19, 26 gehört der Raumabschnitt 30 zwischen den zwei einander gegenüberliegenden Säulenreihen 20, 25, vermehrt mit durch die Anfahrmasse 31 und 32 der Krane 19 bzw. 26 gebildeten Raumabschnitten. Die Säulen 20, 25 können auch, je nach Hallenkonzeption, als Hallensäulen bis zum Dach reichen und Konsolen zur Aufnahme der Kranbahnen aufweisen.
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Auf geeigneter Höhe an der Dachträgersäule 13 ist eine Hebevorrichtung in Form einer Winde 37, die von einem Elektromotor 38 angetrieben wird, auf einer Plattform 39 montiert. Im beschriebenen Fall reicht die Höhe der Winde 37 zu einer gänzlich senkrechten Lagerung des Anfahrstranges 12 5 aus, wobei sich der Anfahrkopf 41 gerade oberhalb einer Arbeitsbühne, beispielsweise der Giessbühne 44 oder einer Zwischenbühne 45, befindet, so dass Arbeiten am Anfahrkopf 41 abseits der Strahlungshitze des Warmstranges stattfinden können. Gegebenenfalls, wenn der Anfahrstrang nicht vertikal io zwischen einer Arbeitsbühne 44 bzw. 45 und dem Dach 47 untergebracht werden kann, muss die Winde 37 in der Stranggiesshalle 14 oberhalb des Hallenkranes 19 angeordnet werden, so dass der obere Wirkungsbereich nicht vertikal ausgerichtet ist. 15
Bei Giessbeginn wird der Anfahrstrang 12 durch die Rollen 6 oder durch in der Strangführung 2 angeordnete, angetriebene Rollen 49 abgezogen. Das Auslaufstück 10, das ebenfalls angetriebene Rollen 51 aufweist, ist mittels eines Hydro-zylinders 52 in die hochgeschwenkte Stellung gebracht. Ein 20 Haken 56 der Winde 37 ist durch verschliessbare Luken 57 und 58 in der Giess- bzw. Zwischenbühne abgesenkt worden. Sobald der Anfahrstrang 12 aus dem Treibrichtaggregat 3 kommt, wird er durch das Auslaufstück 10 nach oben umgelenkt, wobei die Verbindung mit dem Haken 56 automatisch 25 erfolgt. Auch die Entkupplung des Anfahrstranges 12 mit dem Warmstrang geschieht automatisch. Hiernach klappt das in der Abhebezone des Rollganges 7 befindliche Auslaufstück 10 wieder herunter, so dass der Warmstrang horizontal in die Strangtrennvorrichtung, in diesem Falle ein Brennschneidgerät 30 60, weiterfahren kann. Die Ausgangsposition dieses Brennschneidgerätes 60 ist in Stranglaufrichtung unmittelbar nach dem Auslaufstück 10 oberhalb des Rollganges 7 angeordnet. Der Antriebsmotor 38 ist, wenigstens während des Abhebens des Anfahrstranges 12 vom Rollgang 7, synchron mit den An- 35 triebsrollen 6 des Treibrichtaggregates 3 geschaltet.
Wenn die richtige Lage des Anfahrstranges 12 erreicht worden ist, wird die Winde 37 durch eine Haltevorrichtung in Form eines Querriegels 61 entlastet, der das Gewicht des Anfahrstranges 12 in Lagerstellung aufnimmt.
Bei einer Einführung des Anfahrstranges 12 in das Treibrichtaggregat wird der Anfahrstrang entriegelt und mittels der Winde 37 auf das hochgeschwenkte Einlaufstück 10 heruntergelassen. Die Rollen 51 befördern den Anfahrkopf 41 in das Treibrichtaggregat 3. Gerade vor der eigentlichen Einführung wird der Anfahrkopf 41 durch eine Zentriereinrichtung 65, die aus zwei beidseits des Stranges horizontal angeordneten Hy-drozylindem besteht, in die richtige Lage gebracht.
Das Ein- bzw. Auslaufstück 10 kann auch nicht schwenkbar ausgeführt sein. Dann aber wird eine gemäss dem Pfeil 63 in Stranglaufrichtung verfahrbare Winde 37 verwendet, wobei die Plattform 39 als Fahrbahn dienen kann. Der Einfahrvorgang geht derart vonstatten, dass der Anfahrkopf 41 so nah wie möglich am Treibrichtaggregat 3 mit dem Rollgang 7 in Berührung gebracht wird, wonach die Winde 37 in Stranglaufrichtung vom Treibrichtaggregat 3 weg verfahren wird, währenddessen das Absenken des Kranhakens 56 in dem Sinne weitergeht, dass die Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen Rollen 51 nunmehr der Kranabsenkgeschwindigkeit ange-passt werden muss. Der Anfahrstrang 12 wird auf diese Weise auf den Rollgang 7 abgelegt und sofort in das Treibrichtaggregat 3 eingefahren.
Wenn der Anfahrstrang 12 von oben in die Kokille 1 eingeführt werden soll, wird das dem Anfahrkopf 41 entgegengesetzte Ende des Anfahrstranges 12 an einen in der Zeichnung im Uhrzeigersinn verfahrbaren Haken 66 eines Zubringerwagens 67, der während des Giessbetriebes ausserhalb den Arbeitsbereichen der Krane 19, 26 abgestellt ist, aufgehängt. Der Wagen 67 rollt mit dem etwa in horizontal ausgerichteter Bereitschaftsstellung befindlichen Anfahrstrang 12 über der Giessbühne 44 bis vor die Kokille 1. Der Wagen 67 kann auch bei einem Anfahrstrangwechsel Verwendung finden.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Stranggiessanlage mit einer Lagereinrichtung zum Lagern eines Anfahrstranges (12), mit einer wenigstens teilweise gebogenen Strangführung (2), die mit einem Treibrichtaggregat (3) und einem Rollgang (7) versehen ist, wobei die Lagereinrichtung eine Hebevorrichtung (37) aufweist, womit der Anfahrstrang (12) unmittelbar nach dem Treibrichtaggregat (3) vom Rollgang (7) abhebbar und derart lagerbar ist, dass er im gelagerten Zustand mindestens teilweise vertikal verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass sich der senkrechte Wirkungsbereich der Hebevorrichtung (37) sowie mindestens ein Abschnitt des Anfahrstranges (12) zwischen dem Arbeitsbereich eines ersten Hallenkranes (19) und dem Arbeitsbereich eines in Stranglaufrichtung nach dem ersten Kran angeordneten, zweiten Kranes (26) befinden.
2. Stranggiessanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der gelagerte Anfahrstrang (12) zwischen zwei einander gegenüberliegenden, den Kranen (19,26) zugeordneten Säulenreihen (20, 25) befindet.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Stranggiessanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der gelagerte Anfahrstrang (12) oberhalb einer Arbeitsbühne (44, 45) befindet.
4. Stranggiessanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebevorrichtung (37), synchron mit dem Treibrichtaggregat (3) antreibbar, zwischen den Säulenreihen (20,25) angeordnet ist.
5. Stranggiessanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Rollgang (7) unter der Lagereinrichtung ein mit dieser zusammenwirkendes, hochschwenkbares Aus- bzw. Einlaufstück (10) angeordnet ist.
Priority Applications (6)
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