CH622428A5 - - Google Patents

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CH622428A5
CH622428A5 CH64178A CH64178A CH622428A5 CH 622428 A5 CH622428 A5 CH 622428A5 CH 64178 A CH64178 A CH 64178A CH 64178 A CH64178 A CH 64178A CH 622428 A5 CH622428 A5 CH 622428A5
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Description

Die Erfindung betrifft eine Spritze für eine Sprüh-Applika-tion von flüssigen Anästhetika, insbesondere zur Anästhesierung des Kehlkopf-Luftröhren-Bereichs.
Eine Spritze für den Kehlkopf-Luftröhren-Bereich ist in dem US-Geschmackmuster 245 120 dargestellt. Bei dieser vorbekannten Ausführung enthält eine gekrümmte Kanüle eine Anzahl von flüssigkeitsabgebenden Öffnungen, die in einer Linie hintereinander am freistehenden Ende des äusseren Kanülen abschnitts angeordnet sind. Die Spritze ist dafür gedacht, den Luftröhrenraum für verschiedene medizinische Eingriffe zu betäuben.
Es hat sich herausgestellt, dass das geschilderte Instrument das flüssige Anästhetikum lediglich in einer einzigen Richtung oder Ebene abgibt und dass bei einer solchen Abgabeform nicht ausreichend sichergestellt ist, dass die Gewebeumgebung mit dem flüssigen Anästhetikum in ausreichendem Masse besprüht wird.
Die vorliegende Erfindung steht vor der Aufgabe, eine Sprüh-Betäubungsspritze zu entwickeln, mit der sich insbesondere der Kehlkopf-Luftröhren-Bereich wirksamer und zuverlässiger anästhesieren lässt. Die Spritze soll dabei einfach aufgebaut sein und sich bequem handhaben lassen. Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Spritze der eingangs genannten Art erfindungsgemäss vorgesehen, dass sie enthält einen zylindrischen Behälter mit einem offenen und einem abgeschlossenen Ende, einen nachgiebigen Pfropfen, der wenigstens teilweise durch das offene Ende in den Behälter eingeführt ist und der Behälterwandung in einem Presssitz anliegt, einen Zylinder Y mit einem abgeschlossenen Ende, eine selbsttragende, flexible Kanüle, die aus dem Zylinder herausragt und eine Anzahl von flüssigkeitsabgebenden Öffnungen enthält, welche am freistehenden Ende des herausragenden Kanülenabschnitts in Umfangsrichtung verteilt sind, eine Nadel, die mit der Kanüle kommuniziert und mit einem scharfen inneren Ende in das Innere des Zylinders hineinragt, dass der Zylinder und der Pfropfen miteinander fest verschraubt werden können, derart, dass beim Verschrauben beider Teile zunächst der Behälter in eine Position kommt, in der die Spritze zusammengebaut, aber noch nicht betriebsbereit ist, und dann die Nadel den Pfropfen durchstösst und mit dem Behälter kommuniziert, und dass bei miteinander fest verschraubten Teilen durch Herausziehen des Behälters die Spritze aufgezogen und durch Hineindrücken des Behälters der Behälterinhalt durch die Auslassöffnungen hindurch mit einer 360"-Verteilung herausgepresst werden kann.
Vorzugsweise sind die Auslassöffnungen in Umfangsrichtung in 120°-Abständen voneinander angeordnet. Eine solche Konfiguration kann für eine Vollwinkel-Besprühung in aller Regel ausreichen.
Der Erfindungsgegenstand wird nun anhand eines besonders bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugsnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. In den Figuren sind einander entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigen:
Fig. 1 in einer seitlichen Perspektivansicht von dem Ausführungsbeispiel den Behälter und die Spritzenteile so, wie sie normalerweise vor dem Gebrauch aufbewahrt werden,
Fig. 2 den Behälter der Fig. 1 in einem Seitenschnitt längs der Linie 2-2,
Fig. 3 die Spritze der Fig. 1 in einem Seitenschnitt längs der Linie 3-3,
Fig. 4 in einer perspektivischen Ansicht das obere oder offene Ende der Spritze,
Fig. 5 die räumliche Zuordnung des Behälters zu den Spritzenteilen beim Zusammenbau,
Fig. 6 die Kanüle in einem Seitenschnitt längs der Linie 6-6,
Fig. 7 die Verwendung des zusammengesetzten Instruments bei der Betäubung des Luftröhrenraumes und
Fig. 8 in einem Seitenschnitt das zusammengesetzte Instrument in einem Augenblick, in dem es, wie in Fig. 7 dargestellt, in Funktion ist.
Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel enthält einen Behälter 10. Dieser Behälter ist mit einem
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Gummipfropfen 12 versehen, der seinerseits einen ein Gewinde 14 tragenden Vorsprung hat. Der Behälter enthält normalerweise ein flüssiges Anästhetikum, beispielsweise Lidokain-Hydrochlorid. Das offene Ende des Behälters wird während der Lagerung von einem entfernbaren Plastikdeckel 5 16 bedeckt, damit kein Schmutz in das Behälterinnere eindringen kann.
Die mit 18 bezeichnete Spritze enthält ein äusseres, rohr-förmiges Teil 20 und einen inneren, zum rohrförmigen Teil 20 konzentrischen Zylinder 22. Das freie Ende des Zylinders 22 10 ist mit einem Gewinde 24 versehen. Diese Gewindebohrung ist an den mit einem Gewinde versehenen Vorsprung 14 des Pfropfens 12 angepasst, so dass der Behälter, wie in Fig. 5 dargestellt, an der Spritze befestigt werden kann. Die Spritze kann ebenfalls einen entfernbaren Kunststoffdeckel 26 gegen 15 das Eindringen von Schmutz tragen. Sie ist ausserdem mit einem Flansch 28 versehen, der die Handhabung des Instruments, das Aufziehen der Spritze nach ihrer Zusammensetzung und das Halten des Geräts während der Verabreichung des Anästhetikums (Fig. 7) erleichtert. Eine konzentrisch ange- 20 ordnete Kanüle oder Nadel 30 ragt nach oben in das Innere des Zylinders 22 und endet vorzugsweise innerhalb der Zylinderwandung (Fig. 4).
Die Spritze 18 trägt an einem Vorsprung 34 eine gekrümmte Kanüle 32, die entweder dauerhaft an dem Vor- 25 sprung befestigt ist oder mit der Spritze lösbar verbunden ist, und zwar mittels einer herkömmlichen, dem einschlägigen Fachmann bekannten Luer-Verriegelung. In jedem Fall ist die Kanüle 32 über etwa die Hälfte ihrer Erstreckung gerade und beschreibt in ihrer anderen Hälfte eine luftröhrenähnliche Kurve. Diese gekrümmte Kanülenhälfte enthält eine Reihe von Löchern oder Auslassöffnungen, die, wie am deutlichsten aus Fig. 6 hervorgeht, in Umfangsrichtung einen 120°-Ab-stand zueinander einhalten. Das Ende der Kanüle 32 kann, wie dargestellt, abgeschlossen sein oder eine Öffnung enthalten. Mit einer solchen Lochanordnung wird bei der Abgabe des flüssigen Anästhetikums durch die Kanüle in der äusseren Kanülenhälfte ein «Weihnachtsbaum»-Sprühmuster mit einer 360"-Verteilung erzeugt.
Bei der Inbetriebnahme werden die Deckel 16 und 26 entfernt und die einzelnen Teile so zueinander ausgerichtet, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist. Dann wird der Behälter 10 in die Spritze 18 eingeführt und der Zylinder 22 mit dem Pfropfen 12 verschraubt. Hiernach könnte die Spritze, falls erwünscht, aufgezogen werden. Das Instrument ist dann gebrauchsfertig. Die Anwendung ist in Fig. 7 dargestellt.
Die Kanüle 32 ist vorzugsweise mit einer Leitmarke 36 für die Einführung versehen. Diese Marke stimmt mehr oder weniger mit der Aussenseite der Lippen des Patienten überein, wenn man die Kanüle in einer für eine Luftröhrenbetäubung geeigneten Länge eingeführt hat.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Auch wenn die vorgeschlagene Spritze vor allem für den Kehlfopf-Luftröhren-Bereich geeignet ist, so kann sie auch, bei geringen Abwandlungen, für die Betäubung anderer Bereiche herangezogen werden. Eine gerade und kürzere Kanüle lässt sich beispielsweise in die Nase einführen und dort die gleiche Funktion ausüben.
3 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

622 428
1. Spritze für eine Sprüh-Applikation von flüssigen Anä-sthetika, insbesondere zur Anästhesierung des Kehlkopf-Luftröhren-Bereichs, dadurch gekennzeichnet, dass sie enthält einen zylindrischen Behälter (10) mit einem offenen und einem abgeschlossenen Ende,
einen nachgiebigen Pfropfen (12), der wenigstens teilweise durch das offene Ende in den Behälter (10) eingeführt ist und der Behälterwandung in einem Presssitz anliegt,
einen Zylinder (22) mit einem abgeschlossenen Ende,
eine selbsttragende, flexible Kanüle (32), die aus dem Zylinder (22) herausragt und eine Anzahl von flüssigkeitsab-gebenden Öffnungen enthält, welche am freistehenden Ende des herausragenden Kanülenabschnitts in Umfangsrichtung verteilt sind,
eine Nadel (30), die mit der Kanüle (32) kommuniziert und mit einem scharfen inneren Ende in das Innere des Zylinders (22) hineinragt,
dass der Zylinder (22) und der Pfropfen (12) miteinander fest verschraubt werden können, derart, dass beim Verschrau-ben beider Teile zunächst der Behälter (10) in eine Position kommt, in der die Spritze (18) zusammengebaut, aber noch nicht betriebsbereit ist, und dann die Nadel (30) den Pfropfen (12) durchstösst und mit dem Behälter (10) kommuniziert,
und dass bei miteinander fest verschraubten Teilen durch Herausziehen des Behälters (10) die Spritze (18) aufgezogen und durch Hineindrücken des Behälters (10) der Behälterinhalt durch die Auslassöffnungen hindurch mit einer 360"-Verteilung herausgepresst werden kann.
2. Spritze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aus dem Zylinder (22) herausragende Abschnitt der Kanüle (32) eine gekrümmte Partie aufweist und dass das freistehende Ende dieses Kanülenabschnitts abgerundet und glatt ist.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Spritze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanüle (32) etwa auf ihrer dem freistehenden Ende zugewandten Längenhälfte gekrümmt ist.
4. Spritze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am äusseren Abschnitt der Kanüle (32) eine Leitmarke (36) für die Einführung angebracht ist.
5. Spritze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanüle (32) an dem Zylinder (22) befestigt ist.
6. Spritze nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (22) von einem äusseren rohrförmigen Teil (20) umgeben ist, das sich nach beiden Seiten genauso weit erstreckt wie der Zylinder (22).
7. Spritze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich sämtliche Auslassöffnungen in der einen, dem freistehenden Ende zugewandten Längshälfte der Kanüle (32) befinden und dass die Auslassöffnungen längs der Kanüle (32) äquidistant angeordnet sind und in Umfangsrichtung um etwa 120° versetzt zueinander angeordnet sind.
8. Spritze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das freistehende Ende der Kanüle (32) abgeschlossen ist.
9. Spritze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das freistehende Ende der Kanüle (32) offen ist.
CH64178A 1977-08-26 1978-01-20 CH622428A5 (de)

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