CH622736A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Werkzeug zum Bohren mit Selbstbohrdübeln nach der Gattung des Patentanspruchs 1. Es ist bereits bekannt, im Einsteckende eines Bohrwerkzeugs eine Sackbohrung auszubilden, die über einen Spülkopf an einen Saugkanal und ein Absauggebläse angeschlossen ist. Über diese Teile wird beim Bohren anfallendes Bohrklein abgesaugt, damit der das Gerät Bedienende nicht belästigt und die Umwelt nicht verschmutzt werden. Diese Bauart ist jedoch aufwendig und hat vor allem den Nachteil, das grössere Gesteinsteile zum Verstopfen des Spülkopfes und des Schlauches und damit zu Funktionsstörungen fuhren können.
Die erfindungsgemässe Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, dass kleines Bohrgut beim Einsatz des Werkzeugs ständig und unmittelbar abgesaugt wird, grosses Bohrgut dagegen getrennt so gesammelt wird, dass es nicht zu Funktionsstörungen führen kann, die Konstruktion dabei sehr einfach ist und die Luftzufuhr zum Sauggebläse immer gewährleistet ist. 5 Durch die in den abhängigen Patentansprüchen aufgeführten Massnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale möglich.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Saugkopf von einer "10 in einem Federraum angeordneten Feder in Ruhestellung bringbar ist, worauf dieser mit dem Sauggebläse in Verbin- ' dung steht und das dort angesammelte Bohrklein abgesaugt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeich-15 nung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Selbstbohrdübel-Werkzeug im Längsschnitt und in Ruhestellung,
Fig. 2 dasselbe Werkzeug in Arbeitsstellung. 20 Das Selbstbohrdübel-Werkzeug 10 besteht im wesentlichen aus einem Dübelhalter 11 und einem Schaft 12, der mit dem Dübelhalter ein integrales Teil bildet. Der Schaft 12 besitzt an seinem Ende ein Mitnahmeprofil, z.B. Keilwelle 13, mit welcher er in einen nicht dargestellten Bohrhammer eingesetzt 25 wird. Im Dübelhalter ist eine Sackbohrung 14 ausgebildet, die an ihrem offenen Ende einen Innenkonus 14' hat, in welchen der strichpunktiert dargestellte Selbstbohrdübel 15 eingesetzt wird. In bekannter Weise hat der Selbstbohrdübel eine durchgehende Bohrung 15', so dass sein Inneres mit der Sackboh-3o rang 14 verbunden ist. Da der Aufnahmeteil des Dübels relativ kurz ist, verbleibt ein grosser freier Bohrungsteil, welcher einen Aufnahmeraum 16 bildet.
Am innenliegenden Ende des Innenkonus 14' dringen mehrere radiale Bohrungen 17 in die Sackbohrung 14 ein. 35 Durch diese kann ein winkelförmig gebogenes Werkzeug eingebracht werden, um den Dübelansatz durch Drehen aus dem Innenkonus 14' zu entfernen.
Von einer Stelle nahe des innere Endes der Sackbohrung gehen mehrere Radialbohrungen 18,18' nach aussen und •40 münden dort in einer breiten Ringnut 19, die am Aussenumfang des Dübelhaltersi 1 ausgebildet ist. Die Nut endet an ihrem dem Dübel abgewandten Teil an einem Ringflansch 20, welcher den Dübelhalter vom Schaft 12 trennt.
Auf das Werkzeug 10 ist ein Saugkopf 22 aufgeschoben. 45 Dieser besteht aus Kunststoff und hat einen rohrförmigen Stutzen 23, der dicht gleitend auf der Oberfläche des Dübelhalters 11 geführt ist und der sich zum Dübel 15 hin erstreckt. An den Stutzen 23 schliesst sich ein erweitertes Mittelteil 24 an, an den ein Saugstutzen 25 angeformt ist. Dieser mündet in so eine Ausbuchtung 26, auf welche zwei Bereiche 27,28 mit kleinerem Durchmesser folgen, d.h. der Saugstutzen verjüngt sich zu seinem dem Stutzen 23 abgewandten Ende hin und hat dort eine Wandung 29, die auf dem Schaft 12 geführt ist. Der Bereich 26 und gegebenenfalls noch die Bereiche 27,28 bilden, je 55 nach der Stellung des Ringflansches 20, einen Federraum 30 mit veränderbarer Länge. In dem Federraum 30 ist eine Feder 31 angeordnet, deren eines Ende sich an der Wand 29 abstützt, ihr anderes Ende am Ringflansch 20. Vom Bereich 28 verlaufen mehrere Radialbohrungen 32 nach aussen. An den Saug-60 stutzen 25 ist ein Schlauch 33 angeschlossen, der zu einem Sauggebläse führt.
Der Saùgkopf22 wird mit seinem Stutzen 23 vom Schaft her über den Dübelhalter 11 geschoben, wobei eine schmale Schulter 34 am hinteren Ende des Stutzens 23 über die Schul-65 ter 35 des Ringflansches 20 schnappt.
In Ruhestellung des Geräts, d.h. wenn nicht gearbeitet wird, drückt die Feder 31 den Saugkopf 22 in seine rechte Endstellung, in welcher die Schulter 34 des Saugstutzens am
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Rand 35 des Ringflansches anliegt, d.h. die Feder 31 kann den Saugkopf 22 nicht weiter nach rechts verschieben. Ist das Sauggebläse eingeschaltet, so wird Luft über die Radialbohrungen 32 durch den Federraum 30 gesaugt und gelangt über den Saugstutzen 25 in einen an das Sauggebläse angeschlosse- 5 nen Behälter. Befanden sich im Federraum 30 Schmutzpartikel, so werden diese nun abgesaugt.
Wird mit dem Werkzeug gearbeitet, so drückt der Werkzeughalter den Saugkopf gegen die Kraft der Feder so weit nach links, bis die Feder praktisch zusammengedrückt ist und 10 vom Stutzen 23 die Radialbohrungen 17 überdeckt sind. Dies ist die Arbeitsstellung, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist. Zuvor wurde in den Dübelhalter 11 der Selbstbohrdübel 15 eingesetzt. Der Durchmesser des Ringflansches 20 ist so gross, dass nun gerade der zylindrische Bereich 27 an seinem Aussen- « durchmesser anliegt, worauf die Verbindung vom Saugstutzen zum Federraum vollständig unterbrochen ist. Der erweiterte Bereich 24 des Mittelteils bildet nun mit der Ringnut 19 einen Ringraum 36, welcher über die Radialbohrungen 18,18' mit dem Aufnahmeraum 16 in Verbindung steht. Die durch den 2o Selbstbohrdübel angesaugte Luft gelangt jetzt durch den relativ grossen Aufnahmeraum 16, die Querbohrungen 18 und den Ringkanal 36 zum Saugstutzen 25. Beim Bohren entsteht durch die keilförmigen Schneiden des Selbstbohrdübels feines Bohrgut, das unmittelbar vom Aufnahmeraum 16 über die 25 oben beschriebene Verbindung zum Saugbehälter gelangt, und zwar soweit es kleiner ist als der Querschnitt der Bohrungen 18, 18'.
Beim Bohren entstehen aber auch gröbere Gesteinsbrok-ken, unter anderem linsenförmige Teile mit einem Durch-messer, der dem Kerndurchmesser des jeweiligen Dübelgewindes entspricht und die in ihrem Querschnitt grösser sind als die Bohrungen 18. Diese Gesteinsteile werden ebenfalls angesaugt und gelangen in den hinteren Teil des Aufnahmeraumes 16, wo sie vom dort herrschenden Luftstrom gehalten werden. Ist der Bohrvorgang beendet, wird.der Selbstbohrdübel mit dem Bohrhammer aus dem Bohrloch gezogen. Darauf schiebt die Druckfeder 31 den Saugkopf 22 wieder in seine Ruhestellung gegen den nicht dargestellten Werkzeughalter. Dadurch kommen die Schultern 34,35 wieder zur Anlage, worauf der Luftstrom abreisst, da die Verbindung zum Saugstutzen unterbrochen ist. Wird nun der Bohrhammer nach unten gehalten, fallen die im Aufnahmeraum 16 verbleibenden grossen Teile aus der Sackbohrung 14 heraus, nachdem zuvor der Dübel aus dem Werkzeug genommen wurde.
Sind in der Ringnut 19 Gesteinsbrocken nach dem Bohren liegengeblieben, so schiebt die Schrägfläche 26 an der Ausbuchtung 24 diese beim Zurückgehen in die Ruhestellung in die Radialbohrungen 18 zurück. Diese Gesteinsbrocken können in einen bereitstehenden Behälter geschüttet werden.
Durch das erfindungsgemässe Werkzeug wird also kleines Bohrgut unmittelbar abgesaugt, grosses Bohrgut fällt nach jedem Bohrvorgang aus dem Werkzeug heraus, wenn der Bohrhammer mit seinem Werkzeug nach unten gehalten wird, weil der Luftstrom hierbei abgeschnitten wird. Die Luftzufuhr zum Sauggebläse ist damit stets gewährleistet. Die Grösse des Leerlaufweges des Saugkopfes 22 ist so gross, dass die vorderen Radialbohrungen überdeckt werden, wenn das Werkzeug in Arbeitsstellung steht. Der Leerlaufweg ist gleich oder kleiner als der Federweg des Werkzeugs. Die Säuberung des Bohrloches erfolgt sofort beim Bohren (waagerecht und nach unten) und nicht erst hinterher. Beim Bohren nach oben fallt dem Bedienenden des Bohrhammers kein Borgut ins Gesicht.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Werkzeug zum Bohren mit Selbstbohrdübeln, das in den Werkzeughalter eines Bohrhammers eingesetzt wird und aus einem Dübelhalter (11) und einem in eine Werkzeugaufnahme des Bohrhammers einzusteckenden Schaft (12) besteht, wobei im Dübelhalter eine den Dübel (15) aufnehmende Axialbohrung (14) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialbohrung (14) derart ausgebildet ist, dass sie einen Aufnahmeraum (16) für grobes Bohrgut bildet, dass über den Dübelhalter (11) und einen Teil des Schaftes (12) ein verschiebbarer Saugkopf (22) geschoben ist mit einem Saug-anschluss (25), der eine Verbindung zu einem in Arbeitsstellung des Werkzeugs vom Saugkopf und Dübelhalter gebildeten Ringraum (36) hat, welcher über mindestens einen Durchbruch (18) mit dem Aufnahmeraum (16) in Verbindung steht.
2. Werkzeug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkopf (22) von einer in einem Federraum (30) angeordneten Feder (31) in Ruhestellung bringbar ist und dass der Federraum in dieser Stellung mit dem Saug-anschluss (25) in Verbindung steht.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Werkzeug nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkopf (22) den Dübelhalter (11) und Teile des Schaftes (12) abdichtend umfasst und daiss der vom Saugkopf gebildete Federraum (30) eine Öffnung (32) zur Atmosphäre hat.
4. Werkzeug nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in Ruhestellung des Werkzeugs ein Ringflansch (20), der an den Dübelhalter angeformt ist, an einer am Saugkopf (22) ausgebildeten Ringschulter (35) anliegt und in Arbeitsstellung des Werkzeugs die Verbindung vom Ringraum (36) zum Federraum (30) unterbricht.
5. Werkzeug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkopf etwa in seinem mittleren Bereich eine Erweiterung (24) hat, an die der als Saugstutzen (25) ausgebildete Saugkanal angeschlossen ist.
6. Werkzeug nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Feder (31) einerseits an einer Wand (29) des Saugkopfes (22) abstützt, andererseits am rückwärtigen Teil des Ringflansches (20).
7. Werkzeug nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringraum (36) durch eine breite Ringnut (19) am Aussenumfang des Dübelhalters (11) und durch die Erweiterung (24) am Saugkopf gebildet ist, und dass sich vom hinteren Bereich dieses Ringraumes mehrere Radialbohrungen (18, 18') in den Aufnahmeraum (16) erstrecken.
8. Werkzeug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufnahme des Selbstbohrdübels (15) ein konischer Bohrungsteil (14') am offenen Ende des Dübelhalters (11) angeordnet ist und dass sich an dieses Bohrungsteil eine langgestreckte Sackbohrung (14) anschliesst, die den Aufnahmeraum (16) bildet.
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