CH622832A5 - - Google Patents

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CH622832A5
CH622832A5 CH964377A CH964377A CH622832A5 CH 622832 A5 CH622832 A5 CH 622832A5 CH 964377 A CH964377 A CH 964377A CH 964377 A CH964377 A CH 964377A CH 622832 A5 CH622832 A5 CH 622832A5
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CH
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spinning
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CH964377A
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Inventor
Hans Raasch
Original Assignee
Schlafhorst & Co W
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H13/00Other common constructional features, details or accessories
    • D01H13/32Counting, measuring, recording or registering devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Dabei wird gewöhnlich jeder Spinnstelle ein Zähler, z.B. in Form eines abfragbaren Speichers, zugeordnet. Hierbei ist es nicht immer erforderlich, die Zähler an den Spinnstellen selbst anzuordnen. Der Zähler kann auch zentral angeordnet und jeder Spinnstelle in diesem Zähler ein z.B. abgegrenzter Zählerplatz zugewiesen sein.
Das fehlerhafte Arbeiten einzelner Spinnstellen ergibt sich bei Rotorspinnmaschinen insbesondere durch Verschmutzung des Rotors, aber auch durch Abnutzung von Maschinenteilen. Fehlerhaftes Arbeiten einer Spinnstelle führt in den meisten Fällen zu einem Fadenbruch. Das Ansteigen der Anzahl der Fadenbrüche gegenüber dem Durchschnitt ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass an der betreffenden Spinnstelle auch allgemein ein Garn schlechterer Qualität gesponnen wird. Es ist daher sehr wichtig, eine fehlerhaft arbeitende Spinnstelle schon frühzeitig zu erkennen, möglichst so früh, dass die Qualität des an dieser Spinnstelle hergestellten Garns noch nicht wesentlich verschlechtert ist. Eine fehlerhaft arbeitende Spinnstelle kann durch das Bedienungspersonal kaum ermittelt werden, da das Personal in der Hauptsache für die Behebung der Fadenbrüche zu sorgen hat. Erst dann, wenn die Anzahl der Fadenbrüche an einer bestimmten Spinnstelle bemerkbar ansteigt, wird das fehlerhafte Arbeiten dieser Spinnstelle festgestellt.
Es ist bekannt, zur Überwachung von Rotorspinnmaschinen Prozessrechner einzusetzen. Der Aufwand für den Einsatz eines Prozessrechners ist jedoch sehr gross, und es ist hierbei nur mit zusätzlichem Aufwand möglich, direkt an den Spinnstellen anzuzeigen, dass überdurchschnittlich viele Fadenbrüche aufgetreten sind. Hierzu müssten vom Prozessrechner zu jeder Spinnstelle Rückmeldeleitungen geführt werden, zu denen auch entsprechende Signalverstärker gehören müssten. Eine Überwachung von Rotorspinnmaschinen mit Prozessrechnern ist in aller Regel nur dann wirtschaftlich, wenn auch noch andere Daten durch den Prozessrechner gesammelt und verarbeitet werden sollen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens der eingangs genannten Art und einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, um die Nachteile bekannter Ausführungen zu vermeiden und um insbesondere fehlerhaft arbeitende Spinnstellen mit geringem Aufwand frühzeitig zu ermitteln. Diese Aufgabe wird beim Verfahren durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 und bei der Vorrichtung durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 4 definierten Massnahmen gelöst.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Ansprüchen 2 und 3 und besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den Ansprüchen 5 bis 10 umschrieben. •
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine ohnehin vorhandene und vorausgesetzte, relativ zu den Spinnstellen verfahrbare Arbeitsvorrichtung mit geringem technischem Aufwand zur Ermittlung fehlerhaft arbeitender Spinnstellen herangezogen wird, ohne dass diese Arbeitsvorrichtung die Arbeitsweise oder den Arbeitsrhythmus derjenigen Tätigkeiten, für die sie von vornherein zuständig ist, zu ändern braucht.
Dabei wird davon ausgegangen, dass an modernen Spinnmaschinen relativ zu den Spinnstellen verfahrbare Arbeitsvor-richtungen vorhanden sind. Bei diesen Arbeitsvorrichtungen handelt es sich z.B. um Anspinnvorrichtungen, Anknüpfvorrichtungen, Reinigungsvorrichtungen oder Spulenwechselvor-richtungen. Meist werden derartige Arbeitsvorrichtungen an den Spinnstellen vorbeigeführt. Es ist aber auch der umgekehrte Fall denkbar, dass die Arbeitsvorrichtung stillsteht und die Spinnstellen an der Arbeitsvorrichtung vorbeiwandern.
Die Abfrageperioden brauchen nicht gleich lang zu sein, und zwar aus folgenden Gründen. Bei ungestörten Rotor-Spinnbetrieb vergehen vom Anspinnen bis zum Leerlaufen einer Spinnkanne etwa 10 Stunden. Eine Arbeitsvorrichtung, z.B. Anspinnvorrichtung, Reinigungsvorrichtung o. dgl., wird also bei ungestörtem Spinnbetrieb nur etwa alle 10 Stunden an ein und derselben Spinnstelle tätig. Eine derartige Betriebsunterbrechung ist normal und wird nicht gezählt. Treten jedoch
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während des Spinnens Fadenbrüche auf, wird jeder Fadenbruch als anomale Betriebsunterbrechung durch den der Spinnstelle zugeordneten Zähler oder Zählerplatz gezählt. Durch Beobachtung des Spinnbetriebes ist vorher festgestellt worden, wieviel Fadenbrüche pro Zeiteinheit im Mittel an der einzelnen Spinnstelle auftreten dürfen, ohne dass man von einer fehlerhaft arbeitenden Spinnstelle sprechen kann. Diese Zeitabstände liegen etwa in der Grössenordnung von Stunden. Es ist daher unerheblich, wenn die Zeitabstände des Zählerabfragens nicht ganz genau gleich lang sind. Eine Beeinflussung des Zeitabstands ergibt sich betriebsmässig z.B. auch schon dadurch, dass die fahrbare Arbeitsvorrichtung auf ihrer Reise vom Anfang zum Ende der Spinnmaschine oder Maschinenseite an den einzelnen Spinnstellen die ihr zugewiesenen Arbeiten in ungleichmässigem Zyklus verrichtet. Wird das Zählerabfragen nun z.B. bei jeder zehnten Reise der Arbeitsvorrichtung durchgeführt, so können bei dieser Reise ausser dem Zählerabfragen noch Arbeiten unterschiedlicher Zeitdauer verrichtet werden, wodurch sich eben die Abfragezeitab-stände verändern. Geschieht das Abfragen der Zähler alternativ nur anlässlich eines Tätigwerdens der Arbeitsvorrichtung an der betreffenden Spinnstelle, so ergeben sich hierdurch ohnehin recht unterschiedliche Abfragezeitabstände. Dennoch werden die fehlerhaft arbeitenden Spinnstellen richtig ermittelt, denn nur sie melden eine anomale Betriebsunterbrechung und veranlassen die Arbeitsvorrichtung zum Tätigwerden.
Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 2 kann so vorgegangen werden, dass die Anzahl der anomalen Betriebsunterbrechungen während der gerade zu Ende gehenden Zählperiode mit dem zulässigen Mittelwert der anomalen Betriebsunterbrechung pro Zeiteinheit verglichen wird. In diesem Fall wird vorteilhaft unmittelbar nach dem Abfragen des Zählerstandes der Zähler in eine Ausgangsstellung gestellt. Diese Ausgangsstellung braucht nicht den Wert Null zu haben.
Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 3 kann man vorteilhaft einen Wert grösser als Null zur Ausgangsstellung bestimmen, z.B. den Wert 10. Das Rückstellprogramm wird bemessen nach der Anzahl der zulässigen anomalen Betriebsunterbrechungen pro Zeiteinheit. Befindet sich nun die Spinnmaschine in einem zwar nicht ungestörten, aber dennoch normalen Betriebszustand, wird im Mittel die Anzahl der gezählten anomalen Betriebsunterbrechungen durch die selbsttätigen Zählerrückstellungen kompensiert. Bei einer vorbestimmten Toleranz von einigen Betriebsunterbrechungen, z.B. vier bis sechs, werden die Zähler der einzelnen Spinnstellen, sofern sie nur sehr wenig von der Ausgangsstellung abweichen, kein Fehlersignal veranlassen. Die Zählerabfrage ist dabei vorteilhaft so eingestellt, dass immer dann, wenn die fahrbare Arbeitsvorrichtung an einer Spinnstelle tätig wird und an dieser Spinnstelle der Zähler die festgelegte Grenze überschritten hat, ein Fehlersignal für die Spinnstelle gesetzt wird. Zugleich wird der Zähler wieder auf die Ausgangsstellung zurückgestellt.
Sofern die Zähler an den einzelnen Spinnstellen installiert sind, braucht weder die Zählerstand-Vergleichsvorrichtung noch die Zählerrückstellvorrichtung der fahrbaren Arbeitsvorrichtung zugeordnet zu sein, es genügt, wenn die genannten Vorrichtungen unmittelbar den Zählern zugeordnet sind.
Die Ausgestaltung nach Anspruch 6 erlaubt einen kompakten Aufbau ohne Schleppleitungen o. dgl.. Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 7 wird der Vorteil ausgenutzt, den elektronische Schaltkreise hinsichtlich Raumbedarf, Gewicht und Preis bieten. Da ein Schieberegister oder ein Adresszähler durch Fremdeinflüsse, z.B. Kurzzeitunterbrechungen, ausser Tritt fallen kann, ist die Ausgestaltung nach Anspruch 8 vorteilhaft.
Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 9 ist die Zählrichtung der anomalen Betriebsunterbrechungen beliebig. Z.B. können die Betriebsunterbrechungen vorwärts und der Rückstelltakt rückwärts gezählt werden oder umgekehrt. Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 10, braucht der Zähler der einzelnen Spinnstelle im Normalbetrieb überhaupt nicht zurückgestellt zu werden, da er stets in der Nähe seiner Ausgangsstellung bleibt. Bei einem Zählerüberlauf wird für die betreffende Spinnstelle das Fehlersignal gesetzt und der Zähler wieder auf den Ausgangswert gestellt, damit er die zwischenzeitlich zu reinigende oder instand zu setzende Spinnstelle erneut auf fehlerhaftes Arbeiten überwachen kann. Das Fehlersignal kann an der Spinnstelle selbst, an einer zentralen Stelle oder an beiden Stellen gleichzeitig gesetzt werden.
Bevorzugte Ausführungsformen des Erfindungsgegenstands sind nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen schematisch und unter Fortlassung von in diesem Rahmen unwesentlichen Einzelheiten:
Fig. 1 eine Vorrichtung mit Anordnung des Zählers auf einer fahrbaren Arbeitsvorrichtung einer Spinnmaschine;
Fig. 2 eine Abwandlung der Vorrichtung der Fig. 1; und
Fig. 3 eine zweite Vorrichtung für den Fall der Anordnung je eines separaten Zählers an jeder Spinnstelle der Spinnmaschine.
Die Spinnmaschine 11 der Fig. 1 weist aus Darstellungsgründen nur vier durch strichpunktierte Linien begrenzte Spinnstellen 12 bis 15 auf.
Jede Spinnstelle 12 bis 15 besitzt eine Fehlersignallampe 16, einen feststehenden Schaltmagneten 17 und einen beweglichen Schaltmagneten 18. Ausserdem befindet sich ein Schaltmagnet 19 rechts neben der Spinnstelle 12 und ein Schaltmagnet 20 links neben der Spinnstelle 15.
Eine relativ zu den Spinnstellen in Richtung des Doppelpfeils 21 verfahrbare Arbeitsvorrichtung 22 besitzt einen elektronischen Vorwärts-/Rückwärts-Zähler 23 mit den Zählerplätzen 12a, 13a, 14a und 15a. Die Benennung der Zählerplätze gibt zugleich einen Hinweis auf die Zuordnung zu den Spinnstellen. Ausserdem erkennt man in der Arbeitsvorrichtung 22 eine Zählerstand-Abfrageeinrichtung 24, bestehend aus einem Adresszähler 25 und folgenden, durch Leitungen 26 bis 33 mit dem Adresszähler 25 oder untereinander verbundenen elektronischen Bauteilen:
Vier Näherungsschalter 34 bis 37 und vier UND-Glieder 38 bis 41.
Daneben besitzt die Arbeitsvorrichtung 22 eine Fehlersignal-Ausgabevorrichtung 42, bestehend aus einem Elektromagneten 43 und einem durch den Elektromagneten 43 zu betätigenden Stössel 44 sowie eine Zählerrückstellvorrichtung 45.
Im ungestörten Normalbetrieb der Spinnmaschine 11 fährt die Arbeits Vorrichtung 22 in Richtung des Doppelpfeils 21 im Pendelverkehr an den Spinnstellen 12 bis 15 vorbei. In den Endstellungen, also vor den Spinnstellen 12 bzw. 15 wird die Fahrtrichtung der Arbeitsvorrichtung 22 umgekehrt. Die Umkehr der Fahrtrichtung geschieht vor der Spinnstelle 12 dadurch, dass der Näherungsschalter 37 sich dem Schaltmagneten 19 nähert, worauf der Näherungsschalter 37 über die Leitung 46 ein Signal für Linkslauf an den Fahrwerksmotor M gibt. Vor der Spinnstelle 15 geschieht die Umkehr der Fahrtrichtung dadurch, dass der Näherungsschalter 34 sich dem Schaltmagneten 20 nähert, worauf der Näherungsschalter 34 über die Leitung 47 ein Signal zum Rechtslauf an den Fahrwerksmotor M gibt. Ein Signal zum Stillstand erhält der Fahrwerksmotor M dadurch, dass der Näherungsschalter 36 sich einem der beweglichen Schaltmagnete 18, 18a, 18b oder 18c nähert. Es erfolgt dann über die Leitung 48 ein Signal zum Stillstand an den Fahrwerksmotor M.
Der Näherungsschalter 36 kann sich nur dann einem der Schaltmagnete 18 bis 18c nähern, wenn der betreffende
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Schaltmagnet in die Annäherungsstellung vorgeschoben ist, wie das z.B. bei der Spinnstelle 13 der Fall ist. Dieses Vorschieben des Schaltmagneten geschieht auf mechanischem Wege und nur dann, wenn an der betreffenden Spinnstelle ein Fadenbruch auftritt.
Die Arbeitsvorrichtung 22 startet ihre Reise von der Spinnstelle 12 aus. Beim Start wird der Näherungsschalter 35 durch den feststehenden Schaltmagneten 17a und der Näherungsschalter 37 durch den feststehenden Schaltmagneten 19 beein-flusst. Durch den Näherungsschalter 37 wird die Zählrichtung des Adresszählers 25 über die Leitung 28 vom Zählerplatz 12b in Richtung auf den Zählerplatz 15b gestellt. Durch den Näherungsschalter 35 wird über die Leitung 27 ein 1-Signal an den Adresszähler 25 gegeben, wodurch der Zählerplatz 12b über die Leitung 29 ein 1-Signal an das UND-Glied 38 gibt. Der Näherungsschalter 36 spricht nicht an, weil der Schaltmagnet 18a nicht in der Annäherungsstellung steht. Am Ausgang des UND-Gliedes 38 steht ein O-Signal an, die Stellung des Zählers 23 bleibt unverändert.
Da der Fahrwerksmotor M durch den Näherungsschalter 37 auf Linkslauf gestellt ist, fährt die Arbeitsvorrichtung 22 nach links weiter zur Spinnstelle 13. Fig. 1 zeigt, dass die Arbeitsvorrichtimg 22 gerade vor der Spinnstelle 13 angelangt ist.
Hier steht infolge eines Fadenbruchs der bewegliche Schaltmagnet 18 in der Annäherungsstellung, so dass der Fahrwerksmotor M durch den Näherungsschalter 36 bereits ein Signal zum Stillstand erhalten hat.
Zugleich geht vom Näherungsschalter 36 über die Leitung 33 ein 1-Signal an die Eingänge der UND-Glieder 38 bis 41. Vom Näherungsschalter 35 geht erneut ein 1-Signal über die Leitung 27 an den Adresszähler 25, das an den nächstfolgenden Zählerplatz 13b weitergegeben wird, dessen Ausgangsleitung 30 nun ebenfalls ein 1-Signal an den Eingang des UND-Gliedes 39 gibt. Da nun beide Eingänge des UND-Gliedes 39 ein 1-Signal führen, geht über den Ausgang des UND-Gliedes 39 ein 1-Signal an den Zählerplatz 13a des Zählers 23. Der Zählerplatz 13a zählt in der Zählrichtung um einen Zählwert weiter. Sofern hierdurch der Zählerplatz 13a bereits überläuft, erscheint an seinem Ausgang und somit auf der Leitung 49 ebenfalls ein 1-Signal, durch das die Fehlersignal-Ausgabevorrichtung 42 eingeschaltet wird. Der Stössel 44 wird durch den Elektromagneten 43 ausgefahren und schaltet die Fehlersignallampe 16 mittels ihres Schalters 50 ein. Damit ist ein Fehlersignal an der Spinnstelle 13 gesetzt. Das Fehlersignal soll eine Bedienungsperson darauf aufmerksam machen, dass an dieser Spinnstelle eine unzulässig grosse Anzahl anomaler Fadenbrüche pro Zeiteinheit aufgetreten ist. Die Fehlersignallampe kann nur von Hand durch eine Bedienungsperson wieder ausgeschaltet werden. Die Zählerplätze des Vorwärts-/ Rückwärts-Zählers 23 sind intern so geschaltet, dass beim -Auftreten eines 1-Signals am Ausgang eines Zählerplatzes der betreffende Zählerplatz automatisch in die Ausgangsstellung zurückgestellt wird, was z.B. durch Überlaufen des Zählers vor sich gehen kann. Wenn es zum normalen Aufgabengebiet der Arbeitsvorrichtung 22 gehört, einen Fadenbruch zu beseitigen, so wird sie dies auf jeden Fall dann tun, wenn bei einer Spinnstelle ein Fadenbruch aufgetreten ist, ohne dass bei der Zählung dieses Fadenbruches der zugeordnete Zählerplatz überläuft. Erst nachdem der Fadenbruch beseitigt ist, fährt die Arbeitsvorrichtung 22 dann zur nächsten Spinnstelle weiter.
Deutet ein Überlaufen des Zählerplatzes jedoch an, dass eine anomale Fadenbruchhäufigkeit vorliegt, kann es unter Umständen vorteilhafter sein, den Fadenbruch nicht zu beseitigen, sondern erst nach der Ursache des Fadenbruches zu forschen, die Spinnturbine zu reinigen, sonstige Mängel oder Fehler zu beseitigen und dabei nach Möglichkeit für die Zukunft das Auftreten gehäufter Fadenbrüche zu verhindern.
Bei der Weiterfahrt gibt der Näherungsschalter 35 vor jeder
Spinnstelle ein 1-Signal an den Adresszähler 25, der dieses 1-Signal von Zählerplatz zu Zählerplatz weiterschiebt. Da die Schaltmagnete 18c und 18b der Spinnstellen 14 und 15 nicht in der Annäherungsstellung stehen, behalten die Zählerplätze 14a und 15a ihren Zählerstand. Vor der Spinnstelle 15 nähert sich der Näherungsschalter 34 dem Schaltmagneten 20. Der Näherungsschalter 34 wird dadurch eingeschaltet und gibt ein 1-Signal über die Leitung 26 an den Adresszähler 25, der hierdurch zur Umkehr der Zählrichtung vom Zählerplatz 15b in Richtung zum Zählerplatz 12b veranlasst wird. Bei der Rückfahrt der Arbeitsvorrichtung 22 wird nun durch die vom Näherungsschalter 35 ausgesendeten Signale das 1-Signal in umgekehrter Richtung durch den Adresszähler 25 geschoben, so dass nacheinander die Zählerplätze 15b, 14b, 13b und 12b immer dann ein 1-Signal ausgeben, wenn die Arbeitsvorrichtung 22 wegen eines Fadenbruchs vor der zugeordneten Spinnstelle steht.
Durch die Zählerrückstellvorrichtung 45 werden über die Leitung 51 in vorbestimmtem, der als normal ermittelten Fehlerhäufigkeit entsprechendem Takt Zählimpulse mit umgekehrter Zählrichtung in den Vorwärts-/Rückwärts-Zähler 23 eingegeben. Im vorliegenden Fall wird im Abstand von z.B. einigen Stunden ein 1-Signal zum Zweck des Rückwärtszählens um einen Zählwert gleichzeitig in alle Zählerplätze des Zählers 23 eingegeben. Ein Zählerplatz kann daher nur dann über einen vorbestimmten Wert hinaus überlaufen, wenn das Vorwärtszählen, veranlasst durch Fadenbrüche, schneller vor sich geht als das Rückwärtszählen entsprechend der als normal geltenden Häufigkeit der Fadenbrüche.
Auf die sonstigen Funktionen der Arbeitsvorrichtung 22 wird an dieser Stelle nicht eingegangen. Es kann sich dabei z.B. um eine automatische Anspinnvorrichtung in Verbindung mit einer Spinnstellen-Reinigungsvorrichtung handeln. Auch die Normalfunktion einer Spinnmaschine, aus Vorgarn oder Faserband Garn zu spinnen, ist allgemein bekannt.
In Fig. 1 ist besonders auf die vorteilhafte Konzentration aller wesentlichen Bauteile in der fahrbaren Arbeitsvorrichtung 22 hinzuweisen. Diese Bauteile brauchen bei einer Spinnmaschine mit jeweils hundert oder mehr Spinnstellen nur einmal vorhanden zu sein.
Gemäss Fig. 2 kann statt des Vorwärts-/Rückwärts-Zählers 23 ein Zähler 23a verwendet werden, dessen einzelne Zählerplätze nur in einer Richtung, also z.B. nur vorwärts zählen, der aber auf den Ausgangswert, z.B. auf den Wert Null, zurückgestellt werden kann. Das Rückstellen auf den Wert Null besorgt in einstellbaren Zeitabständen selbsttätig eine Zählerrückstellvorrichtung 45a.
Der Zähler 23a besitzt ausserdem eine Zählerstand-Ver-gleichsvorrichtung 52, die auf einen vorbestimmten Grenzwert des Zählerstandes einstellbar ist. Wird dieser Grenzwert an einem Zählerplatz überschritten, erscheint am Ausgang dieses Zählerplatzes und damit auf der Leitung 49 ein 1-Signal, das die Fehlersignal-Ausgabevorrichtung 42 zum Ansprechen bringt.
Bei dieser Abwandlung der Fig. 2 wird die Betriebszeit der Spinnmaschine gewissermassen in Überwachungsabschnitte unterteilt, die so bemessen sind, dass bei normalem, wenn auch nicht ganz ungestörtem Betrieb kein Zählerplatz den Grenzwert überschreitet. Ist das dennoch der Fall, wird diese Spinnstelle selbsttätig als fehlerhaft arbeitend erkannt.
Bei der zweiten Vorrichtung der Fig. 3 weist die Spinnmaschine 111 ebenfalls aus Darstellungsgründen nur vier durch strichpunktierte Linien begrenzte Spinnstellen 112 bis 115 auf, von denen jede eine Fehlersignallampe 116 und einen Schalter 117 besitzt. Die Schalter sind durch eine Leitung 118 mit einer Stromquelle 119 verbunden. Jeder Spinnstelle ist ein Vorwärts-/ Rückwärts-Zähler 120 zugeordnet, dessen Eingang 121 mit dem Ausgang des Schalters 117 verbunden ist.
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Eine relativ zu den Spinnstellen in Richtung des Doppelpfeils 123 verfahrbare Arbeitsvorrichtung 122 besitzt eine Fehlersignal-Ausgabevorrichtung 124, bestehend aus einem Elektromagneten 125 und einem durch den Elektromagneten zu betätigenden Stössel 126 sowie eine Zählerstand-Abfrage- s einrichtung 127, bestehend aus einem mit einer Exzenterwelle 128 verbundenen Stössel 129.
Der Ausgang 130 des Zählers 120 ist jeweils mit seinem Löscheingang 131 und mit dem Eingang einer Diode 132 verbunden. Die Ausgänge sämtlicher Dioden liegen an einer i« Sammelleitung 133, die als Schleppleitung zum Elektromagneten 125 der Fehlersignal-Ausgabevorrichtung 124 führt. Die Rückstelleingänge 134 aller Zähler sind mit einer Leitung 135 verbunden, die mit einer Zählerrückstellvorrichtung 136 verbunden ist. 15
Die Arbeitsvorrichtung 122 wird auf bekannte, hier nicht näher erläuterte Weise bei ihrem Vorbeigang nur dann an einer Spinnstelle festgehalten, wenn an dieser Spinnstelle eine Arbeit erledigt, also z.B. ein Fadenbruch beseitigt werden soll. In diesem Fall wird die Arbeitsvorrichtung 122 zunächst an 20 der Spinnstelle, z.B. gemäss Fig. 3 an der Spinnstelle 113, arretiert. Dann macht die Exzenterwelle 128 eine Umdrehung, wodurch die Zählerstand-Abfrageeinrichtung 127 den Schalter 117 kurz einschaltet und wieder ausschaltet. Dabei geht über den Eingang 121 ein Zählimpuls in den Zähler 120. Sofern 25 durch diesen Impuls der Zähler 120 seinen Grenzwert erreicht bzw. überläuft, steht am Ausgang 130 ein 1-Signal an, das über die Diode 132 auf die Sammelleitung 133 gegeben wird.
Zugleich wird über den Löscheingang 131 der Zähler gelöscht. Die Dioden der anderen Zähler verhindern dabei eine Rück- 3« Wirkung auf die Zähler der anderen Spinnstellen. Das 1-Signal auf der Sammelleitung 133 hat zur Folge, dass der Stössel 126 der Fehlersignal-Ausgabevorrichtung 124 den Schalter 137 der Fehlersignallampe 116 betätigt und dadurch die Lampe einschaltet. Die Fehlersignallampe macht darauf aufmerksam,
dass an dieser Spinnstelle eine unzulässig grosse Anzahl anomaler Fadenbrüche pro Zeiteinheit aufgetreten ist. Die Fehlersignallampe kann nur von Hand durch eine Bedienungsperson wieder ausgeschaltet werden.
Durch die Zählerrückstellvorrichtung 136 werden über die Leitung 135 in vorbestimmtem, der als normal ermittelten oder geltenden Fehlerhäufigkeit entsprechendem Takt Zählimpulse mit umgekehrter Zählrichtung in die Vorwärts-/Rück-wärts-Zähler 120 sämtlicher Spinnstellen eingegeben. Ein einzelner Zähler kann daher nur dann über einen vorbestimmten Wert hinaus überlaufen, wenn das Vorwärtszählen, veranlasst durch Fadenbrüche, schneller vor sich geht als das Rückwärtszählen entsprechend der als normal geltenden Häufigkeit der Fadenbrüche.
Die zweite Vorrichtung der Fig. 3 besitzt eine vorteilhaft einfache Schaltung. Die Betätigungselemente sind in der Betätigungsvorrichtung konzentriert, also nur einmal vorhanden. Zwar besitzt jede Spinnstelle einen eigenen Zähler, der jedoch sehr einfach aufgebaut sein kann und nur wenige Schritte vorwärts und rückwärts zu zählen braucht. Ausserdem können auch hier durchaus mehrere Zähler zu einem einzigen Zähler mit entsprechend vielen Zählerplätzen zusammengefasst werden. Dieser Zähler braucht aber nicht auf der Arbeitsvorrichtung stationiert zu sein. Die elektronischen Zähler sind alternativ durch einfach aufgebaut mechanische Zähleinrichtungen ersetzbar.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

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    PATENTANSPRÜCHE
    1. Verfahren zum Ermitteln fehlerhaft arbeitender Spinnstellen einer Spinnmaschine durch Zählen der anomalen Betriebsunterbrechungen, wobei hierfür jeder Spinnstelle ein Zähler oder Zählerplatz zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Zählerstand durch eine relativ zu den Spinnstellen verfahrbare Arbeitsvorrichtung (22,122) in Zeitabständen abgefragt und beim Überschreiten eines vorgegebenen Zählerstandes für die betreffende Spinnstelle (13,113) selbsttätig ein Fehlersignal gesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zähler (23,23a, 120) nach dem Überschreiten des vorgegebenen Zählerstandes selbsttätig in eine Ausgangsstellung gestellt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Zähler gleichzeitig oder sukzessive in Zeitabständen nach einem gemeinsamen Rückstellprogramm um einen vorbestimmten Wert gegen die Zählrichtung selbsttätig zurückgestellt werden.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsvorrichtung (22,122) eine Zählerstand-Abfrageeinrichtung (24,127) zum Abfragen des Zählerstandes jeder einzelnen Spinnstelle (13,113) und eine auf das Erreichen oder Überschreiten eines vorgegebenen Zählerstandes ansprechende Fehlersignal-Ausgabevorrichtung (42,124) zugeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsvorrichtung (22,122) eine Zählerstand-Vergleichsvorrichtung (52) zum Vergleichen des Zählerstandes jeder einzelnen Spinnstelle (13,113) mit vorgegebenen Vergleichswerten und/oder eine Zählerrückstellvorrichtung (45, 45a, 136) zugeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähler (23, 23a) oder Zählerplätze an der verfahrbaren Arbeitsvorrichtung (22) angeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsvorrichtung (22) ein elektronisches Schieberegister oder einen elektronischen Adresszähler (25) zum Anwählen des der einzelnen Spinnstelle (12 bis 15) zugeordneten Zählers oder Zählerplatzes (12a bis 15a) besitzt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schieberegister oder der Adresszähler (25) eine Synchronisiervorrichtung (34,37) zur selbsttätigen Synchronisation der Datenübergabe von der Spinnstelle an den zugehörigen Zähler (23, 23a) oder Zählerplatz (12a bis 15a) besitzt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Zählern um Vorwärts/Rückwärts-Zähler (23,120) handelt, denen in vorbestimmtem Takt Zählimpulse eingegeben werden, während die Eingabe der den anomalen Betriebsunterbrechungen entsprechenden Zählimpulse mit umgekehrter Zählrichtung erfolgt.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der einzelne Zähler (120) oder Zählerplatz (12a bis 15a) nur dann in eine Ausgangsstellung zurückgestellt wird, wenn ein vorbestimmter Zählerstand überschritten, bzw. der Zähler übergelaufen ist.
CH964377A 1976-08-07 1977-08-05 CH622832A5 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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