CH623371A5 - - Google Patents

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CH623371A5
CH623371A5 CH1536977A CH1536977A CH623371A5 CH 623371 A5 CH623371 A5 CH 623371A5 CH 1536977 A CH1536977 A CH 1536977A CH 1536977 A CH1536977 A CH 1536977A CH 623371 A5 CH623371 A5 CH 623371A5
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CH
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aluminum
precipitant
sulfate
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CH1536977A
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English (en)
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Julio Dipl Ing Ginocchio
Juergen Gnieser
Original Assignee
Sulzer Ag
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/63Inorganic compounds
    • D21H17/66Salts, e.g. alums

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Leimung von Papier mittels Harzleimen, die mit Hilfe von Aluminiumsalzen ausgefällt werden.
Bei der Leimung von Papier, die im allgemeinen durch Fällen von gelösten, verseiften Harzleimen mit Hilfe von wäss-rigen Lösungen von Aluminiumsulfaten (Alaun) vorgenommen wird, bereitet das in den Prozess eingebrachte Sulfat bei der Abwasseraufbereitung Schwierigkeiten, die besonders ins Gewicht fallen, wenn der Wasserkreislauf des Herstellungsprozesses für Papier oder Karton geschlossen wird, d.h. das aufbereitete Abwasser erneut in den Prozess zurückgeführt wird.
Diese Schwierigkeiten bestehen in Korrosions- und Geruchsproblemen, die durch eine Reduktion des Sulfats zu Sulfiden durch anaerobe mikrobielle Vorgänge und durch die anschliessende Bildung von Schwefelwasserstoff verursacht werden. Dabei können diese Probleme zusätzlich noch dadurch verschärft werden, dass bei zur Klärung des Abwassers in den Wasserkreislauf integrierten Flockungsprozessen Aluminiumsulfat als Flockungsmittel verwendet wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren für die Harzlei-mung von Papier zu schaffen, bei dem die geschilderten Korrosionsprobleme vermieden werden. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass als Flockungsmittel mindestens ein praktisch sulfatfreies Aluminiumpolyhydroxychlorid (APHC) (Alr[OH]sClt), insbesondere Ak(OH)4Cl2, verwendet wird, dessen Restgehalt an Sulfationen - bezogen auf den Gehalt an AI2O3 - maximal etwa 0,01 Gew.-% beträgt.
Zu den Mengenanteilen der einzelnen Komponenten können beispielsweise folgende orientierende Angaben gemacht werden: Der Chloranteil gehorcht etwa der Beziehung t = 3 • r-s; die Basizität des trockenen APHC, d.h. das Verhältnis zwischen den Anteilen an OH-Gruppen und an Aluminium, ergibt sich etwa aus der Funktion s/3r « 0,5 bis 0,7, während schliesslich der AI-Anteil r Werte zwischen 1 und 5 annehmen kann.
Derartige APHC sind als Flockungsmittel bekannt und im Handel erhältlich. Selbstverständlich sind für unter Umständen in dem geschlossenen Wasserkreislauf vorgesehene Flockungs-prozesse ebenfalls sulfatfreie Flockungsmittel zu verwenden.
Das als Fällungsmittel für die Harzleitung benutzte APHC kann dabei der vorbereiteten Suspension aus Faserstoff und Leimungsmittel mit Vorteil entweder als wässrige Lösung oder als Feststoff zugesetzt werden.
Während die Menge an Leimungsmittel - ausgedrückt in Trockensubstanz bezogen auf die Trockensubstanz in Faserstoffen (atro-atro) - in der Papiersuspension in üblicher Weise zwischen Null bei saugfähigem Papier bis zu mehreren Prozenten bei hochwertigem Zeichnungspapier schwanken kann und im Durchschnitt für eine Voll-Leimung 2-3% - alle Prozentangaben bedeuten Gew.-% - beträgt, ist der Mengenanteil an Fällungsmittel im allgemeinen abhängig von dem gewählten Leimungsmittel; er beträgt—angegeben in Trockensubstanz AI2O3, bezogen auf die Trockensubstanz an Leimungsmitteln -, etwa 20-50%.
Die Wirksamkeit des neuen Leimungsverfahrens wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels im Vergleich zu einer durch eine Alaunfällung hergestellten Probe verdeutlicht.
Um die Wirkungsunterschiede des Fällungsmittels besonders deutlich werden zu lassen, werden dabei besonders ungünstige Randbedingungen gewählt, nämlich eine relativ alte Harzseifenlösung, relativ geringe Stoffdichten in der Fasersuspension (2%), niedrige Trockungstemperatur (95°) und eine relativ geringe Menge an Fällungsmittel.
Für jede der beiden Leimungsversuche werden 16 g atro Zellstoff (Cellulose der Firma Bleached Softwood Kraft, Cari-boo/USA) in einer Jokro-Mühle in einer wässrigen Suspension von 6% Fasergehalt gemahlen und anschliessend mit Wasser (destilliert) auf eine Konzentration von 2% Fasergehalt verdünnt.
Pro Gewichtseinheit atro Faserstoff werden zu der verdünnten Lösung 2% atro einer handelsüblichen Harzseife (verstärkte Harzseife der Bezeichnung «Ehasol Super 50» der Firma Colloding mit einem Gehalt von 52,7% Trockensubstanz; Herstellungsjähr der Harzseife 1968) zugegeben und während 30 sek eingerührt.
Anschliessend werden die Fällungsmittel beigefügt. Der Masse A werden in einer Lösung 3% handelsübliches Al-Sulfat beigemischt, was bezogen auf den Trockensubstanzgehalt der Fasersuspension 0,525% AI2O3 entspricht. Der Alaun mit 17,5 % AI2O3 wird dabei vor der Zugabe zur Masse A in Wasser gelöst, so dass eine Lösung mit 100 g Alaun pro 1 und einem pH-Wert von 3,4 entsteht. Um auf den gleichen Mengenanteil an die Fällung bewirkende Aluminium-Partikeln zu kommen, werden der Suspension B entsprechend 5,25 % einer wässrigen Lösung von APHC zugegeben, die einen pH-Wert von 2,8 und einen Ak03-Gehalt von 10% hat, wobei das vorliegende Handelsprodukt an APHC die Summenformel Al2(OH)4Cl2 aufweist.
Nach weiterem, etwa 2 min dauerndem Rühren bleiben die beiden Versuchsansätze etwa 8 min stehen, um die Fällungsreaktion ablaufen zu lassen. Danach wird mit Brauchwasser jede Suspension zu einer Menge von 6670 ml aufgefüllt, was einer Stoff dichte von 0,24% entspricht.
Abschliessend wird die Standard-Blattbildung auf dem Rapid-Köthen-Gerät durchgeführt und die Blätter während etwa 10 min bei 95° getrocknet.
Der mit beiden Papierproben durchgeführte Leimungstest nach Cobb - in üblicher Weise Cobböo - ergibt, dass infolge der extremen Randbedingungen eine Voll-Leimung in beiden Fällen nicht erreicht wird, dass aber deutliche Unterschiede in der Leimung festzustellen sind, wobei für die mit dem neuen Fällungsmittel durchgeführte Leimung erheblich bessere Werte gemessen werden (Versuch A im Mittel 42,4° Cobb; Versuch B im Mittel 32,3° Cobb). w
Weitere Ergebnisse des geschilderten Vergleichs sind bei Versuch B nach der Leimung ein etwas erhöhter Mahlgrad nach Schopper-Riegler gegenüber demjenigen bei Versuch A (44° SR gegen 40° SR), ein pH-Wert für Versuch B von 5,2 nach der Leimung gegenüber 4,5 im Versuch A und schliesslich - abgesehen von der Fortreissfestigkeit, die bei Probe B etwa 15 % geringer ist als bei Probe A - eine 10-15 % höhere Reissfestigkeit für die Blätter aus dem Versuch B.
In der anschliessenden Tabelle sind die wichtigsten Daten und Ergebnisse des beschriebenen Ausführungsbeispiels zusammengestellt, wobei in der ersten Spalte die Daten für die
5
10
IS
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
ungeleimte Suspension angegeben sind, soweit diese Daten ermittelt worden sind.
Versuch
Faser
Versuch A
Versuch B
Art suspension
Leimung
Leimung
Fällungsmittel
Alaun
PHAC
Leimzusatz %
2,0
2,0
atro/atro
Fällungsmittel %
atro/atro
Alaun mit %
3,0
-
17,5% AI2O3
APHC mit %
5,25
10% AhOs
AI2O3 -Äquivalente
-
0,525
0,525
Jokromahlung min
42
43
43
Mahlgrad °SR
- vor Leimung
38
39
39
— nach Leimung
-
40
44
pH-Wert
— vor Leimung
-
6,7
6,7
— nach Leimung
-
4,5
5,2
Leimungsgrad
Cobbôo °Cobb
— Oberseite
-
40,7
34,2
- Unterseite
44,1
30,4
— Mittel
-
42,4
32,3
Flächengewicht g/m2
79,7
89,2
86,6
Raumgewicht g/cm3
0,774
0,768
0,766
Reisslänge m
6780
6700
7680
Dehnung %
2,1
1,7
2,3
Fortreissfestigkeit
rei. (Brecht-Imset)
cm-g/cm
222
253
211
Berstfestigkeit,
rei. (DIN, 10 cm2)
kp/cm2
3,85
3,5
3,9
Doppelfalzzahl
-
1195
1395

Claims (4)

623 371
1. Verfahren zur Leimung von Papier mittels Harzleimen, die mit Hilfe von Aluminiumsalzen ausgefällt werden, dadurch gekennzeichnet, dass als Fällungsmittel mindestens ein praktisch sulfatfreies Aluminiumpolyhydroxychlorid (Alr[OH]sClt) verwendet wird, dessen Restgehalt an Sulfationen - bezogen auf den Gehalt an AI2O3 — ^ /,Ol Gewichts-% ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aluminiumpolyhydroxychlorid als wässrige Lösung zugesetzt wird.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aluminiumpolyhydroxychlorid als Feststoff der vorbereiteten Suspension aus Faserstoff und Leimungsmittel zugesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Fällungsmittel Aluminiumpolyhydroxychlorid der Formel Ah(OH)4Cl2 verwendet wird.
CH1536977A 1977-12-14 1977-12-14 CH623371A5 (de)

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AT919077A AT356511B (de) 1977-12-14 1977-12-21 Verfahren zur leimung von papier
GB7848122A GB2010352A (en) 1977-12-14 1978-12-12 Paper Sizing Process
FR7835026A FR2411646A1 (fr) 1977-12-14 1978-12-13 Procede de collage du papier

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JPH0314957B2 (de) * 1980-09-19 1991-02-27 Sunden Olof
IT1137061B (it) * 1981-04-27 1986-09-03 Prodeco Spa Procedimento per la collatura di carta
SE8405260L (sv) * 1984-10-22 1986-04-23 Eka Ab Hydrofoberingsmedel for organiska fibrer, serskilt cellulosafibrer, sett att framstella detta medel samt anvendningen av medlet for meldhydrofobering

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AT356511B (de) 1980-05-12
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