CH623392A5 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Rohrverbindung für Rohrenden mit einer auf die zu verbindenden Rohrenden aufzuschiebenden Dichtungshülse, welche eine sich von ihren beiden Enden her konisch gegen ihren mittleren Umfang hin erweitende Aussenfläche aufweist, wobei für jeden konischen Aussenflächenteil ein aufschiebbarer Flanschring vorgesehen ist, welche Flanschringe miteinander verspannbar sind.
Bei derartigen Rohrverbindung ist bekannt, die Dichtungshülse aus Polyolefinen mit einem Kristallinanteil von weniger als 24% anzufertigen.
Bei der Verwendung von Dichtungshülsen aus Polyolefinen mit einem Kristallinanteil von weniger als 24% besteht der Nachteil, dass die Rohrverbindung nach relativ kurzer Zeit undicht wird, was auf ein Fliessen des Hülsenmaterials zurückzuführen ist. Dadurch wird die Lebensdauer der Rohrverbindung entscheidend gekürzt.
Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Rohrverbindung der eingangs erwähnten Art derart zu verbessern, dass sie eine langfristige dichtende Verbindungsstelle gewährleistet. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Dichtungshülse aus einem Kunststoff mit einem Kristallinanteil von mehr als 24% besteht.
Ein Vorteil dieser Erfindung besteht darin, dass die Rohrverbindung Aussendurchmesserdifferenzen an den zu verbindenden Rohrenden von mehr als 1 % auffangen kann, ohne dass die Dichtheit der Verbindungsstelle beeinträchtigt wird.
Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Rohrverbindung und
Fig. 2 und 3 eine Seitenansicht bzw. eine Draufsicht auf eine Kontaktklammer.
Die Rohrverbindung in Fig. 1 zeigt in strichpunktierter Darstellung die Enden 1 und 2 der zu verbindenden Rohre. Die beiden Rohrenden 1 und 2 sind in an sich bekannter Weise in eine Dichtungshülle 3 eingeschoben, welche zwei sich konisch gegen die Hülsenlängsmitte hin erweiternde Aussenflächen aufweist. Die Dichtungshülse 3 besteht aus einem Material, das sich weitgehend elastisch verformen lässt und überdies nur einen geringen Kaltfluss aufweist. Als Hülsenmaterial ist insbesondere 5 ein Polyolefin mit einem Kristallinanteil von mehr als 24%, vorzugsweise 40 bis 50% geeignet. Mit einem solchen Material ist es möglich, Rohraussendurchmesserdifferenzen an den Rohrenden von mehr als 1 % des Aussendurchmessers aufzufangen. Weitere Vorteile dieses Materials sind seine physiologi-Ki sehe Unbedenklichkeit, seine Sterilisierbarkeit, seine chemische Beständigkeit und die geringe Neigung zur Wasseraufnahme. Weitere Vorteile bestehen darin, dass es spritzbar ist, nur wenig Alterungserscheinungen zeigt und mit geringen Kräften verformbar ist. Symmetrisch auf die beiden konischen Aussenflä-15 chen ist je ein Flanschring 4 und 5 aufgeschoben, welche eine den Aussenkonen der Dichtungshülsen 3 entsprechende konische Innenfläche aufweisen. Werden die Flanschringe 4 und 5 mittels den Schrauben 6 bis in die strichpunktiert angedeutete Lage gegeneinander gezogen, üben sie auf die Dichtungshülse 3 2o eine konzentrische Kraft aus und verformen diese, so dass sie dichtend gegen die Aussenfläche der zu verbindenden Rohrenden angepresst wird. Die dabei auftretende rein elastische Verformung der Dichtungshülse 3 muss so gross sein, dass sie einen allfälligen Kaltfluss des Dichtungshülsenmaterials ausgleichen 25 kann, ohne dass die Verbindungsstelle undicht wird. Besteht die Dichtungshülse 3 aus einem elektrisch nicht leitenden Material, und ist eine elektrisch leitende Überbrückung der Verbindungsstelle erforderlich, so kann diese Überbrückung wie folgt bewerkstelligt werden. Über jedes Ende der Dichtungshülse 3 30 wird mindestens eine Kontaktklammer 7 aus einem elektrisch leitenden Material geschoben. Fig. 2 und 3 zeigen die Ausbildung einer Kontaktklammer. Der eine Schenkel 7' der Kontaktklammer 7 kommt dabei auf die zylindrische Innenfläche der Dichtungshülse 3 zu liegen, wogegen der andere Schenkel 7" 35 zwischen der Aussenfläche der Dichtungshülse 3 und der Innenfläche des entsprechenden Ringflansches 4 bzw. 5 zu liegen kommt. Dadurch entsteht eine elektrisch leitende Verbindung vom Rohrende 2 über die Kontaktklammer 7 zum Ringflansch 4 und von diesem über die Schraube 6, den Ringflansch 5 und die 40 andere Kontaktklammer 7 auf das Rohrende 1. Eine elektrisch leitende Überbrückung der Dichtungshülse 3 kann notwendig sein, um eine elektrostatische Aufladung der Rohrleitung in explosionsgeschützten Räumlichkeiten zu vermeiden. Sie kann aber auch für einen kathodischen Korrosionsschutz bei einer 45 Erdverlegung der Rohre erforderlich sein, sowie als Erdleiter eingesetzt werden. Die Kontaktklammern 7 bestehen, vorzugsweise aus einem nicht korrodierenden elektrischen Leiter, aus Stahl, Aluminium oder Kupfer.
In der Längsmitte der Dichtungshülse 3 ist innenseitig eine so Ringnut 8 angeordnet, in welcher ein ringförmiger Körper 9 mit einem T-Querschnitt gelagert ist. Der Quersteg 9' des Körpers 9 liegt bündig mit der Innenfläche der Dichtungshülse 3 in der Nut 8, wogegen der Mittelsteg 9" in Form einer Ringrippe gegen die Längsachse der Dichtungshülse 3 vorsteht. Die mit-55 einander zu verbindenden Rohrenden 1 und 2 stossen mit ihren benachbarten Stirnflächen gegen die Ringrippe 9". Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass der Körper 9 aus einem korrosionsfesten oder chemisch widerstandsfähigen Material hergestellt werden kann, wenn in den Rohren 1 und 2 ein fi» aggressives Medium gefördert wird. Dabei kann die Dichtungshülse 3 aus einem beliebigen Material bestehen, da der Körper 9 eine Dichtung darstellt, die einen Berührungskontakt zwischen dem fliessenden Medium einerseits und der Dichtungshülse 3 andererseits verhindert. Ein weiterer Vorteil dieser Ausfüh-"5 rungsform besteht darin, dass in einer Dichtungshülse 3 mit gegebenem Innendurchmesser Körper 9 mit unterschiedlich hoher Ringrippe 9", entsprechend der Wandstärke der zu verbindenden Rohrenden, einsetzbar sind. Dies ist besonders in der
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Nahrungsmittelindustrie von Bedeutung, wo in den Förderlei- Nach einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann tungen zurückspringende Vertiefungen, die potentielle Keim- der Ringkörper 9 aus dem gleichen Material bestehen wie die herde darstellen, untersagt sind. Dichtungshülse 3 und mit diesem aus einem Stück gefertigt sein.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Rohrverbindung für Rohrenden mit einer auf die zu verbindenden Rohrenden aufschiebbaren Dichtungshülse, deren Aussenf läche sich von ihren Enden her gegen die Längsmitte hin konisch erweitert und auf deren konische Aussenflächen-teile Spannmittel aufgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungshülse (3) aus einem Kunststoff mit einem Kristallinanteil von mehr als 24% besteht.
2. Rohrverbindung nach Patentanspruch 1, mit Flanschringen als Spannmittel, dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden Enden der Dichtungshülse (3) je ein U-förmig gebogener elektrischer Leiter (7) angeordnet ist, der mit einem Schenkel gegen die Dichtungshülseninnenfläche anliegt und mit dem anderen Schenkel bis unter den entsprechenden Flanschring (4, 5) greift.
3. Rohrverbindung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Längsmitte der Dichtungshülse (3) innenseitig eine Ringrippe (9") angeordnet ist.
4. Rohrverbindung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringrippe (9") in einer entsprechenden Nut (8) in der Dichtungshülse (3) gelagert ist.
5. Rohrverbindung nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringrippe Teil eines im Querschnitt T-förmigen Ringkörpers (9) ist, der mit dem Quersteg in der erwähnten Nut (8) gelagert ist.
6. Rohrverbindung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff Polyolefin ist.
7. Rohrverbindung nach Patentanspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kristallinanteil 40 bis 50% beträgt.
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