CH623527A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Dosiervorrichtung nach der Gattung des Patentanspruchs 1. Bei einer beispielsweise durch die DT-AS 2 163 097 bekanntgewordenen Dosiervorrichtung dieser Art sind am Vorratsraum und am erweiterten Raum der Dosierpumpe Anschlüsse angeordnet, durch die eine Spülmittellösung zum Reinigen der mit dem Gut in Berührung kommenden Teile eingeleitet werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dosiervorrichtung so einzurichten, dass während des Betriebs in dem über dem Füllgutspiegel liegenden Teil des Vorratsraumes, im erweiterten Raum der Dosierpumpe und im Abfüllraum eine sterile Atmosphäre aufrechterhalten werden kann, und dass die Vorrichtung in einfacher Weise gereinigt werden kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 hat den Vorteil,
dass durch Zufuhren eines sterilen Gases an einer einzigen Stelle eines der sterilzuhaltenden Räume in diesen Räumen eine Sterilatmosphäre aufrechterhalten wird und durch Einleiten einer Spülmittellösung durch den Gutzulauf des Vorratsbehälters alle diese Räume gereinigt werden können.
Ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Dosiervorrichtung in Abfüllstellung im Querschnitt,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in Sterilisierstellung im Querschnitt,
Fig. 3 Dosierpumpen der Vorrichtung nach Fig. 1 im Längsschnitt in der Ebene III-III der Fig. 2 in verkleinertem Massstab und
Fig. 4 einen Teil der Steuerventile der Vorrichtung nach Fig. 1 im Längsschnitt in der Ebene IV-IV der Fig. 2 in verkleinertem Massstab.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel einer Flüssigkeitsdosiervorrichtung hat mehrere, beispielsweise vier parallel nebeneinander angeordnete Dosierpumpen, die je einen Kolben 11 in einem waagerecht ausgerichteten Zylinder 12 und je einen dazu senkrecht bewegbaren Ventilschieber 13 haben. Auf der dem Ventilschieber 13 abgewandten Seite der Kolben 11 schliesst sich an die Zylinder 12 über je eine konische Erweiterung 14 ein Gehäuse 15 mit einem abgeschlossenen, erweiterten Raum 16 an, in den die Kolbenstangen 17 der Kolben 11 ragen und in dem ein die Kolben 11 mit ihren Kolbenstangen 17 tragendes Joch 18 bewegbar ist. Das Joch 18 ist an zwei seitlich der Zylinder 12 in den Raum 16 ragenden Stangen 19 befestigt, die in der Wand des Gehäuses 15 geführt und ausserhalb des Gehäuses 15 zum Hin- und Herbewegen der Kolben 11 mit geeigneten Antriebsmitteln verbunden sind. Zum Abdichten der Lagerstellen 21 der Stangen 19 ist je eine-Rollmembran 22 mit ihrem einen Ende am Gehäuse 15 und 5 mit ihrem anderen Ende an der Stange 19 dicht befestigt.
Den Kopfraum der Zylinder 12 begrenzt ein Ventilblock
25 mit für jeden Ventilschieber 13 zwei Steuerräumen 26,27, von denen der eine, untere 26 zu dem Kopfraum des Zylinders
12 und der andere, obere 27 zu einem Vorratsraum 28 für das io abzufüllende Gut hin offen ist. Ferner hat der Ventilblock 25
einen dritten durchgehenden Raum 29, welcher durch eine an seine Decke angrenzende Aussparung 30 mit dem Kopfraum des Vorratsraumes 28 verbunden ist. Der Vorratsraum 28 wird . von einem gegen den Ventilblock 25 offenen Behälter 31 ge-15 bildet, welcher oberhalb der Zylinder 12 angeordnet ist. Nahe dem Boden des Behälters 31 mündet eine Leitung 32 zum Zuführen des abzufüllenden Gutes in den Vorratsraum 28, in dem der Füllgutspiegel des eingeführten Gutes mittels eines Niveautasters 33 gesteuert wird. Unterhalb des Ventilblockes 20 25 und der Zylinder 12 befindet sich ein kanalförmiger, geschlossener Abfüllraum 34, in den durch nicht dargestellte Schleusen Behälter b eingeführt und aus dem diese nach dem Füllen und Verschliessen wieder herausgeführt werden können.
25 In den die einzelnen Räume 26,27 und 29 des Ventilblok-kes 25 voneinander trennenden Wänden 35, 36 und in der mit einem Stutzen 41 versehenen Bodenwand 37 des unteren Steuerraumes 26 sind für jeden Ventilschieber 13 fluchtende Bohrungen angeordnet, deren Umfangsflächen als Ventilflächen 30 38,39,40 mit den Ventilschiebern 13 zusammenwirken.
Jeder Ventilschieber 13 hat zwei Durchlasskanäle 42,43, von denen der eine 42 in der untersten Stellung des Schiebers
13 den gegen den Dosierraum des Zylinders 12 offenen Steuerraum 26 mit dem Abfüllraum 34 (Fig. 1) und der andere 43
35 in einer mittleren Stellung des Schiebers 13 den gegen den Vorratsraum 28 offenen Steuerraum 27 mit dem Steuerraum
26 verbindet Ferner hat jeder Schieber 13 zwei Einschnürungen 45,46, deren Abstand voneinander gleich dem Abstand der den Steuerraum 27 oben und unten begrenzenden Trenn-
40 wände 35 und 36 ist, und deren Länge jeweils etwas grösser als die Dicke der zugeordneten Trennwände 35,36 ist, so dass sie in einer dritten, obersten Stellung des Schiebers 13 Verbindungen zwischen den Steuerräumen 26 und 27 untereinander und dem Steuerraum 27 mit dem oberen Raum 29 des Ventilblok-45 kes 25 schaffen (Fig. 2).
Die einzelnen Ventilschieber 13 ragen in den oberen Raum 29 des Steuerblockes 25 und sind dort an einem Joch 47 befestigt, das von zwei an den Enden des Ventilblockes 25 in den Raum 29 ragenden Stangen 48 getragen wird. Diese Stangen so 48 sind mit geeigneten Antriebsmitteln hin- und herbewegbar, welche zusammen mit denen für die Kolbenbewegung während des Abfüllbetriebes so gesteuert werden, dass die Schieber 13 während der Saugbewegung der Kolben 11 ihre mittlere Stellung und während der Ausschiebebewegung der Kolben 55 11 ihre unterste Stellung (Fig. 1) einnehmen. Ähnlich wie die Stangen 19 sind auch die Stangen 48 mittels Rollmembranen 49 abgedichtet.
Damit während des Dosierens und Abfüllens des zuvor sterilisierten Gutes, beispielsweise Milch oder eines Milchpro-60 duktes, keine Keime in das Gut gelangen können, werden die Luft enthaltenden Räume der Vorrichtung, wie der Abfüllraum 34, der erweiterte Raum 16, in dem sich das Joch 18 und die Kolbenstangen 17 befinden, der Raum 29, in dem sich das Joch 47 und die oberen Enden der Ventilschieber 13 befinden, 65 und der Kopfraum des Vorratsraumes 28 mit keimfreier Luft unter leichtem Überdruck gegenüber der umgebenden Atmosphäre beaufschlagt. Zum einfachen Versorgen all dieser Räume mit keimfreier Luft und zum Aufrechterhalten eines glei
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chen Druckes sind diese Räume durch fest angeordnete Leitungen miteinander verbunden. Ein geradliniges, senkrechtes Rohr 50 ragt mit seinem oberen Ende in den durch einen Dom 51 erweiterten Kopfraum des Vorratsraumes 28, durchbricht abgedichtet den Boden des Behälters 31 und die Decke des Abfüllraumes 34 und ragt mit seinem unteren Ende in den Abfüllraum. Ein abgewinkeltes Rohr 52 ist an das senkrechte Rohr 50 angeschlossen und mündet in den erweiterten Raum 16, in dem das Joch 18 und die Kolbenstangen 17 angeordnet sind. Wie oben bereits erwähnt, ist der Kopfraum des Vorratsraumes 28 durch einen Durchbruch 30 mit dem Raum 29 verbunden, der das Joch 47 und die oberen Enden der Ventilschieber 13 aufnimmt. Die sterile Luft wird in diese Räume 16,28 und 29 und 34 durch eine Leitung 53 zugeführt, welche in den Abfüllraum 34 mündet.
Vor Inbetriebnahme der Vorrichtung werden alle Flächen innerhalb der Vorrichtung zunächst mit einer Reinigungslösung gespült, anschliessend mit Wasserdampf sterilisiert und schliesslich mit steriler Luft beaufschlagt. Dazu werden die Kolben 11 aus den Zylindern 12 heraus in den erweiterten 5 Raum gezogen (Fig. 3) und die Ventilschieber 13 in ihre oberste Stellung gebracht (Fig. 4), so dass die Führungsflächen der Kolben 11 und der Schieber 13 freigestellt sind. Ferner werden Ablaufstutzen 55, 56 mit einer Ablaufleitung 57 vor das untere Ende des Rohres 50 und der Stutzen 41 gebracht. Die io Reinigungslösung, der Wasserdampf und die sterile Luft werden durch die Produktzulaufleitung im Abstand nacheinander in den Vorratsraum 28 eingeführt. Sie durchströmen den Vorratsraum 28, den Raum 29, die Steuerräume 27 und 26, den Dosierraum des Zylinders 12 und den erweiterten Raum 16 sois wie die Rohre 50 und 52 und gelangen schliesslich durch die Ablaufstutzen 55 und 56 in die Ablaufleitung.
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2 Blätter Zeichnungen
Claims (3)
1. Dosiervorrichtung zum keimfreien Abmessen und Abfüllen von Einzelportionen flüssigen Gutes mit einer an einen Vorratsraum und an einen Abfüllraum angeschlossenen Dosierpumpe, die einen ein Freistellen ihres Dosierkolbens zulassenden erweiterten Raum hat, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil des Vorratsraumes (28), der erweiterte Raum (16) der Dosierpumpe und der Abfüllraum (34) durch fest angeordnete Kanäle (50, 52) miteinander dauernd verbunden sind, um diese Räume mit einer sterilen Atmosphäre beaufschlagen zu können.
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle durch fest angeordnete Rohre (50, 52) gebildet sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Kopfraum des Vorratsraumes (16) ein Raum verbunden ist, in dem sich die Steuerbewegung übertragende Elemente (47,48) für Ventilschieber (13) der Dosierpumpe befinden.
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