CH623758A5 - Apparatus for feeding casting powder into a mould of a continuous casting installation for steel - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Zuführen von Giesspulver in mindestens eine Kokille einer Stranggiessanlage für Stahl, die mit mindestens einer am Zwischenbehälterwagen angeordneten, in den Bereich des Hohlraumes der Kokille reichenden Zufuhrvorrichtung für das Giesspulver ausgerüstet ist, wobei die Zufuhrvorrichtung mit einem Giesspulverbehälter mit mindestens einer Dosiervorrichtung zusammenwirkt.
Es ist eine Einrichtung bekannt, die einen Giesspulverbehälter mit einer zugeordneten Dosiervorrichtung auf einem Wagen aufweist. Dieser Pulverzulieferwagen befindet sich während des Giessbetriebes dicht am Kokillentisch auf der Giessbühne, braucht viel Platz und behindert das Griesspersonal. Das Wechseln des Zwischenbehälters bedingt ein Rückziehen des Pulverzulieferwagens, was das Wegfahren des Zwischenbehälterwagens verzögert. Solche Verzögerungen können bei Sequenzguss zu Giessabbrüchen führen.
Es ist weiter eine Einrichtung bekannt, bei welcher der Giesspulverbehälter zusammen mit einer Dosiervorrichtung auf einem Zwischenbehälterwagen montiert ist. Dadurch kann auf den Pulverzulieferwagen verzichtet werden, und die Behinderung für das Personal ist weniger gravierend. Da der Giesspulverbehälter aber wegen der Platzverhältnisse nicht unbegrenzt gross gestaltet werden kann, muss er von Zeit zu Zeit — speziell beim Sequenzgiessen — nachgefüllt werden. Dazu müssen Schläuche an den Giesspulverbehälter angeschlossen oder irgendwelche andere Verbindungen mit demselben erstellt werden. Diese Verbindungen können sich insofern ungünstig auswirken, wenn der Zwischenbehälter bei einer plötzlich auftauchenden Giessbehinderung, z. B. bei einem Düsendefekt, unverzüglich ausgewechselt werden muss. Das Lösen dieser Verbindungen benötigt zuviel Zeit, so dass der Zwischenbehälterwechsel zu lange dauert, was zu Giessabbrüchen führen kann. Im weiteren stört ein Auffüllen des Giesspulver-behälters im Giessstand die Arbei des Giesspersonals. Bei dieser Einrichtung müssen nicht nur ein Giesspulverbehälter und eine Dosiervorrichtung auf dem in der Giessstellung befindlichen Zwischenbehälterwagen montiert sien, sondern auch auf jedem Reserve-Zwischenbehälterwagen. Dies bedingt eine Erhöhung der Investitions- und Instandhaltungskosten. Die letzteren werden auch durch die störanfällige Anordnung der Dosiervorrichtung samt Motoren im Strahlungsbereich der Schmelz zusätzlich erhöht. Weiterhin erfordert die Anordnung des Giesspulverbehälters auf dem Zwischenbehälterwagen Platz und behindert die Sicht bzw. die Zugänglichkeit zum Bereich zwischen der Kokille und dem Zwischenbehälter.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung zu schaffen, die die oben aufgeführten Nachteile nicht aufweist, die ein schnelles Auswechseln des Zwischenbehälterwagens jederzeit ermöglicht, die Investitions- und Instandhaltungskosten der Anlage senkt, die Störanfälligkeit der Stranggiessanlage herabsetzt, die Zugänglichkeit im oberen Kokillenbereich erhöht und Platz spart.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Giesspulverbehälter mit der Dosiervorrichtung getrennt von der mit dem Zwischenbehälterwagen verschiebbaren Zufuhrvorrichtung an einem über der Giessbühne befindlichen Standort angeordnet ist.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ermöglicht jederzeit ein rasches Auswechseln des Zwischenbehälterwagens, was für das Aufrechterhalten des Giessbetriebes von ausschlaggebender Bedeutung ist. Da nicht jeder Zwischenbehälterwagen über einen Giesspulverbehälter und eine Dosiervorrichtung verfügen muss, werden die Investitionskosten, aber auch die Instandhaltungskosten. gesenkt. Durch das Anordnen der Dosiervorrichtung ausserhalb des Strahlungsbereiches werden die Unterhaltskosten zusätzlich verringert und der Giessbetrieb weniger störanfällig. Durch den Fortfall des Giesspulverbehälters wird am Wagen Platz eingespart und die Zugänglichkeit bzw. die Sicht zum oberen Kokillenbereich wird erhöht. Weil auf der Giessbühne kein zusätzlicher Platz benötigt wird, kann die erfindungsgemässe Einrichtung ohne weiteres in bestehende Anlagen eingebaut werden.
Eine vorteilhafte Lösung wird dann erreicht, wenn sich der Standort auf der Pfannenbedienungsbühne befindet, womit bei Anlagen mit Drehtürmen eine bereits vorhandene Bühne benützt werden kann.
Mit Vorteil besteht die Zufuhrvorrichtung aus einem mit einem Vibrator versehenen Durchlaufrohr, wobei mit dem Rohr ein Stauben vermieden wird, der Vibrator für eine regelmässige Giesspulverzufuhr in die Kokille sorgt und Verstopfungen ausbleiben.
Es ist empfehlenswert, das obere Ende des Durchlaufrohres mit einem unterhalb der Austrittsöffnung der Dosiervorrichtung befindlichen Auffangtrichter zu versehen. Dadurch wird mehr Spielraum beim Ausrichten des Zwischenbehälterwagens auf diese Austrittsöffnung geschaffen und ein einwandfreier Ubergang des Giesspulvers von der Dosiervorrichtung zur Zufuhrvorrichtung gewährleistet, auch beim Bewegen derselben.
Vorteilhafterweise weist das untere Ende der Zufuhrvorrichtung ein auswechselbares Verteilstück für das Giesspulver auf, so dass bei Formatwechsel das geeignete und bei Ver-schleiss ein neues Verteilstück aufgesetzt werden kann.
Wenn das Verteilstück derart ausgebildet ist, dass es das Giessrohr klauenartig umgreifen kann, wird die Verteilung des Giesspulvers auf dem Badspiegel wesentlich verbessert.
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Bei breiteren Kokillen wird, nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, das Verteilen des Giesspulvers auf dem Badspiegel regelmässiger, wenn pro Strang beidseits des Giessrohres mindestens je eine Zufuhrvorrichtung angeordnet ist, deren unteres Austrittsende über dem Badspiegel hin und 5 her bewegbar ist.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren beispielsweise näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Einrichtung bei einer Vor- 10 blockanlage, gesehen in Fahrrichtung des Zwischenbehälterwagens,
Fig. 2 eine Ausführungsform, von unten gesehen, eines auswechselbaren Verteilstückes, und
Fig. 3 eine andere erfindungsgemässe Einrichtung bei einer 15 Zweistrang-Brammenanlage, mit Blick quer zur Fahrrichtung des Zwischenbehälterwagens.
Wie Fig. 1 zeigt, trägt ein Zwischenbehälterwagen 1 einer Stahlstranggiessanlage mit auf Schienen 7 auf der Giessbühne 10 laufenden Rädern 4 einen Zwischenbehälter 13. Am Zwi- 2o schenbehälter 13 ist ein Giessrohr 16 befestigt, das in den Hohlraum 19 einer Kokille 22 unterhalb des Badspiegels eines Warmstranges 25 ragt. Ein Giesspulverbehälter 28 mit einem Fassungsvermögen von etwa 500 kg zusammen mit einer Dosiervorrichtung 31 mit einer von einem Elektromotor 34 ge- 2s triebenen Schnecke oder Spirale 37 hat als Standort über der Giessbühne die Pfannenbedienungsbühne 40, die für die Bedienung einer auf einem Arm 43 eines Pfannendrehturmes gelagerten Pfanne 46 vorhanden ist. Die Schnecke befördert das Giesspulver in einem in die Vertikal abgewinkelten Rohr 30 49. Unterhalb der Austrittsöffnung 48 dieses Rohres 49, mit einem Abstand 52 getrennt, ist eine am Zwischenbehälterwagen 1 verschiebbare Zufuhrvorrichtung 50 befestigt. Diese in den Bereich des Hohlraumes der Kokille 22 reichende Zufuhrvorrichtung 50 besteht aus einem Fall- bzw. Durchlaufrohr 35 58 mit einem Auffangtrichter 55. Dem Durchlaufrohr 58 kann zusätzlich ein Vibrator 64 und/oder ein Verteilstück 70 zugeordnet werden. Anstelle des Vibrators 64 kann eine andere Fördervorrichtung für das Giesspulver in das Durchlaufrohr 58 eingebaut werden. Das Durchlaufrohr 58 ist um eine quer zu 40 dessen Längsrichtung verlaufende Achse 61 verschwenkbar,
gleitet beim Verschwenken über eine Leitfläche 67 und weist an dessen unterem Ende das in der Fig. 2 dargestellte, auswechselbare Verteilstück 70 mit Austrittslöchern 73 auf. Nach einer kleinen Schwenkung des Rohres 58 um die Achse 61 45 kann dieses das Giessrohr 16 klauenartig umgreifende Verteilstück rasch abgezogen und durch eine neues ersetzt werden.
Beim Sequenzgiessen ist es unumgänglich, dass der Giesspulverbehälter 28 während des Giessbetriebes nachgefüllt wird. Der Zwischenbehälterwagen 1 kann aber, unabhängig von einem solchen Nachfüllvorgang, jederzeit den Schienen 7 entlang verschoben und durch einen in Bereitschaft befindlichen anderen Zwischenbehälterwagen ersetzt werden, weil die Dosiervorrichtung 33 von der Zufuhrvorrichtung 50 getrennt angeordnet ist. Dabei geht, dank des Trichters 55, keine Zeit mit dem genauen Ausrichten des neuen Zwischenbehälterwagens auf das Rohr 49 verloren.
Fig. 3 zeigt den Zwischenbehälterwagen 1 einer Zweistrang-Brammenanlage, wobei nur ein Strang mit seiner Brammenkokille 25 dargestellt ist. Die Position des Zwischenbehälters 13 mit dem Giessrohr 16 ist strichliert angedeutet. Der Zwischenbehälterwagen 1 hat an beiden Längsseiten eine Halterung 76 für zwei Durchlaufrohre 58, die je einen Giess-puIver-Streubereich 77 zwischen dem Giessrohr 16 und einer Kokillenschmalseite 79 bestreichen. Die Hin- und Herbewegung um die Achsen 61 der zwei Druchlaufrohre 58 über dem Badspiegel 82 erfolgt über Gelenkstangen 85 mittels einem einzigen Hydro- oder Pneumatikzylinder 88, wobei mittels Zwischenstücken 91 der Gesamtstreubereich der Kokillenbreite 94 angepasst werden kann. Für grosse Brammenbreiten können zwei oder mehr Rohre 58 beidseits des Giessrohres 16 für eine gleichmässigere Giesspulververteilung sorgen.
Im dargestellten Beispiel nach Fig. 3 ist jedem Rohr 58 eine separate Dosiervorrichtung 31 zugeordnet, wobei die Dosiervorrichtungen mit einem Giesspulverbehälter 28 zusammenwirken. Andere Variationen sind aber möglich, z.B. kann die Einrichtung einen Giesspulverbehälter 28 mit nur einer Dosiervorrichtung 31 aufweisen, wobei eine Aufteilung des Giesspulvers in die beiden Rohre mittels eines T-Stückes geschehen kann.
Das Durchlaufrohr 58, inklusive des Verteilstücks 70, kann geradlinig oder kurvenförmig verlaufen. Es hat sich gezeigt, dass zur stetigen Aufrechterhaltung der Giesspulverzufuhr das Verteilstück 70 gegenüber der Horizontalen mindestens 10° geneigt sein soll. Das Durchlaufrohr 58 kann auch mit einer Heizung ausgerüstet werden, um das Giesspulver vorzuwärmen.
Es kann ein einziger Geisspulverbehälter im Bereich der Drehachse des Drehturmes plaziert werden, von welchem Dosiervorrichtungen zu den Drehturmarmen 43 und somit zu den Trichtern 55 verlaufen.
Der Giesspulverbehälter 28 kann von der ortsfesten Dosiervorrichtung 31 abhebbar sein, so dass beim Vergiessen einer anderen Stahlqualität auf einfache Weise ein anderer Giesspulverbehälter 28 mit dem passenden Giesspulver aufgebracht und mittels Befestigungen 97 mit der Dosiervorrichtung verriegelt werden kann.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Einrichtung zum Zuführen von Giesspulver in mindestens eine Kokille einer Stranggiessanlage für Stahl, die mit mindestens einer am Zwischenbehälterwagen angeordneten, in den Bereich des Hohlraumes der Kokille reichenden Zufuhrvorrichtung für das Giesspulver ausgerüstet ist, wobei die Zufuhrvorrichtung mit einem Giesspulverbehälter mit mindestens einer Dosiervorrichtung zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der Giesspulverbehälter (28) mit der Dosiervorrichtung (31) getrennt von der mit dem Zwischenbehälterwagen (1) verschiebbaren Zufuhrvorrichtung (50) an einem über der Giessbühne (10) befindlichen Standort (40) angeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Standort auf der Pfannenbedienungsbühne (40) befindet.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhrvorrichtung (50) ein mit einem Vibrator (64) versehenes Durchlaufrohr (58) ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende des Durchlaufrohres (58) einen unterhalb der Austrittsöffnung (48) der Dosiervorrichtung (31) befindlichen Auffangtrichter (55) aufweist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende der Zufuhrvorrichtung (50) ein auswechselbares Verteilstück (70) für das Giesspulver aufweist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilstück (70) klauenartig ausgebildet ist und das Giessrohr (16) umgreift.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass pro Strang (25) beidseits des Giessrohres (16) mindestens je eine Zufuhrvorrichtung (50) angeordnet ist, deren unteres Austrittsende über dem Badspiegel (82) hin und her bewegbar ist.
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