CH624014A5 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Sprinkler-Schliessvorrichtung, z. B. für Sprinkler in hängender und stehender Anordnung, mit einem an ein manuell zu handhabendes Bedienungsgestänge anschliessbares Steuerglied zur Betätigung eines die Düsenöffnung eines Sprinklers wasserdicht zu schliessen bestimmten Verschlusselementes.
Zieht man einesteils in Betracht, dass das Auslöseglied eines Sprinklers bei den meisten heute gebräuchlichen Sprink-lern bei seinem Ansprechen zerstört wird (Bersten des Glas-fässchens, Abschmelzen einer Schmelzsicherung usw.), was nicht nur bei einem wirklichen Ernstfall eintreten kann, und andernteils die Speiseleitungen einer Sprinkleranlage aus Sicherheitsgründen höchstens kurzzeitig wasserdrucklos gemacht werden dürfen, so wird klar, dass beim Eintreten einer Fehlauslösung die Störung möglichst rasch und möglichst ohne Beeinträchtigung der Betriebsbereitschaft der Anlage behoben werden soll. Besonders in weit verzweigten Anlagen 5 mit einer grossen Anzahl kritischer Überwachungsstellen sind allfällige auch nur vorübergehende Druckreduktionen oder Unterbrechungen der Wasserzufuhr mit erheblichen Risiken verbunden, so dass eine Aufhebung der vollen Schutzbereitschaft auf eine minimale Zeitdauer zu beschränken ist. io Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher in der Schaffung einer Sprinkler-Schliessvorrichtung der eingangs genannten Art, die das Verschliessen eines einzelnen durch Fehlauslösung aktiv gewordenen Sprinklers gegebenenfalls unter voll austretendem Wasserstrahl erlaubt, ohne dass die 15 ganze Anlage oder erhebliche Teile davon drucklos gemacht werden muss bzw. müssen.
Die erfindungsgemässe Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1. Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Sprinkler-Schliess-20 Vorrichtung ist nachstehend anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäss gestaltete Vorrichtung im Eingriff an einem Sprinkler, dessen Auslöseglied ausgeworfen wurde, und 25 Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II—II in Fig. 1.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Sprinklerdüse 1 herkömmlicher Art mit einem Düsenkörper 2, einer Prallplatte 3 und (mit unterbrochenen Strichen dargestellt) Tragbolzen 4 gezeigt, welche die Prallplatte mit dem Düsenkörper 2 verbinden. Der die 30 Bauteile der Schliessvorrichtung tragende Basiskörper 5 besitzt die Gestalt eines Gehäuses, in welchem in seitlich angebrachten Ausnehmungen 6 zwei zueinander spiegelbildlich angeordnete Zangenglieder 7 um je einen Gelenkstift 8 entgegen einer Druckfeder 9 in Pfeilrichtung A und senkrecht zur Ebene der 35 Düsenachse 2"' schwenkbar gelagert sind. Über die Vorderkante des Gehäuses, welche im Betrieb der Vorrichtung ein Anschlagpaar 10 für diese an den Tragbolzen 4 des Spinkiers bildet, ragt in ebener Fortsetzung der Gehäuseoberseite 11 eine Führungszunge 12 vor, deren Breite etwas geringer ist als 40 die lichte Weite zwischen den Tragbolzen 4, bezüglich welchen sie die Schliessvorrichtung bei deren Einführen in den Sprinkler zentriert. Zur Erleichterung des Einführens der Schliessvorrichtung in den Sprinkler ist der Einlaufbereich 12' der Führungszunge 12 leicht angeschrägt und stirnseitig gerundet 45 (Fig. 2). Die Zangenglieder 7 besitzen der Zunge 12 gegenüberliegende Einlaufflächen 13, deren gegen die Längsachse
14 der Schliessvorrichtung konvergierender Verlauf so gewählt ist, dass sie sich — entgegen der Vorspannungskraft der Federn 9 — beim Einführen der Schliessvorrichtung in den Sprinkler 1
so leicht nach aussen verschwenken lassen. Ein Hakenvorsprung
15 am innern Ende der Einlauffläche 13 an jedem der Zangenglieder 7 ermöglicht, bei vollständigem Einführen der Schliessvorrichtung in den Sprinkler, die Vorrichtung an den Tragbolzen 4 zu verankern.
55 Auf seiner Unterseite (Fig. 1) enthält das Gehäuse 5 eine axial orientierte Ausnehmung 16 zur Aufnahme eines Sperrhebels 17, der in einer die Längsachse 2"' des Sprinklers 1 enthaltenden Ebene verschwenkbar ist. Das Gehäuse 5 enthält ferner auf seinem der Führungszunge 12 gegenüberliegenden 60 Ende eine Gewindebohrung 18 zur Aufnahme einer Spindelmutter 19. Die Spindelmutter 19 besitzt einerseits eine periphere umlaufende Spannute 20, in die das rückwärtige abgesetzte Ende 17' des Sperrhebels 17 eingreift, und anderseits eine axial-zentrale 4-Kant-Stecköffnung 21 zur Aufnahme 65 eines 4-Kant-Anschlussendes 22 am obern Ende einer Betätigungsstange 23. Durch Drehen der Betätigungsstange 23 ist die Spindelmutter 19 im Gehäuse 5 auf- und abwärts schraubbar.
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624 014
Der Sperrhebel 17 ist in der Ausnehmung 16 um einen Gelenkzapfen 24 schwenkbar gelagert. Er trägt an seinem vordem Ende 17" ein Dichtungselement 25, vorzugsweise einen auf das Hebelende 17" aufgeschraubten oder aufgeklebten Gummipfropfen, dessen Durchmesser etwa demjenigen des Dichtungssitzes 2' entspricht.
In der Bereitschaftstellung der gezeigten Sprinkler-Schliessvorrichtung befindet sich die Spindelmutter 19 in ihrer in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien gezeigten, nach unten geschraubten Stellung. Durch den Eingriff des rückwärtigen abgesetzten Endes 17' des Sperrhebels 17 in die Spannute 20 wird das den Gummipfropfen 25 tragende vordere Ende 17" des Sperrhebels in seine ebenfalls mit ausgezogenen Linien gezeigte obere Endlage gebracht. Der Abstand zwischen dem obern Rand 2" des Düsenkörpers 2 und der diesem Rand am nächsten liegenden Stelle am Gummipfropfen 25 ist nun so gross, dass es auch bei Anwesenheit eines aus der Düsenöffnung austretenden Wasserstrahls möglich ist, vorerst mit dem gerundeten Einlaufbereich 12' der Führungszunge 12 und anschliessend auch mit dem den Gummipfropfen tragenden vordem Ende 17" des Sperrhebels 17 zwischen die Tragbolzen 4 am Sprinkler 1 zu gelangen.
Bei diesem Vorgang ist die Schliessvorrichtung zweckmässig bereits auf die Betätigungsstange 23 aufgesetzt, wobei sich deren 4-Kant-Anschlussende 22 in der zentralen Stecköffnung
21 der Spindelmutter 19 befindet. Die Vorrichtung kann so in der Art eines einköpfigen Hammers an den zu verschliessenden Sprinkler herangebracht werden. Wenn das Anschlagpaar 10 am Gehäuse 5 der gezeigten Schliessvorrichtung an den Trag-5 bolzen 4 des Sprinklers anschlägt, haben sich die beim Einfahren der Führungszunge 12 zwischen die Tragbolzen 4 geöffneten Zangenglieder 7 wieder geschlossen und ihre Hakenvorsprünge 15 halten die Schliessvorrichtung am Sprinkler fest. Dreht man nun die Betätigungsstange 23 so, dass sich die io Spindelmutter nach oben schiebt, so verschwenkt sich der Sperrhebel 17 im Gegenuhrzeigersinn, bis der Gummipfropfen 25 auf dem Dichtungssitz 2' am Düsenkörper 2 zum Anliegen und schliesslich auf diesem Sitz in druckdichten Kontakt gelangt. Die Auswechslung des Sprinklers kann nun sorgfältig i5 vorbereitet werden, so dass nur ein kurzzeitiger Unterbruch in der Betriebsbereitschaft der Sprinkleranlage resultiert.
Es versteht sich, dass die beispielsweise beschriebene Sprinkler-Schliessvorrichtung sowohl für stehend als auch für hängend angeordnete Sprinklerdüsen verwendbar ist. Bei hän-20 gender Anordnung braucht, bezogen auf Fig. 1, nur die Betätigungsstange 23 von der andern Seite her in die 4-Kant-Steck-öffnung der Spindelmutter 19 eingesteckt zu werden, damit die Führungszunge 12 wieder gegen die Prallplatte 3 und der Gummipfropfen 25 gegen den Dichtungssitz 2' des Düsenkör-25 pers anzuliegen kommt.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Sprinkler-Schliessvorrichtung mit einem an ein manuell zu handhabendes Bedienungsgestänge (22, 23) anschliessbaren Steuerglied (19, 20) zur Betätigung eines die Düsenöffnung eines Sprinklers (1) wasserdicht zu schliessen bestimmten Verschlusselementes (17, 25), gekennzeichnet durch ein mit Ausnehmungen (16, 18) und Führungsmitteln (18, 24) zur Aufnahme und Lagerung des Steuergliedes (19, 20) und des Verschlusselementes (17, 25) versehenes Gehäuse (5), an diesem Gehäuse stirnseitig angebrachten Anschlag- und Zentriermit-teln (10, 12) zum approximativen Ausrichten des Gehäuses auf den zu verschliessenden Spinkler und mit dem Gehäuse beweglich verbundene federbelastete Verankerungsmittel (7-9, 15) zum lösbaren Anschliessen des Gehäuses an den genannten Sprinkler.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement als Hebelanordnung mit einem im Gehäuse (5) und in der Ebene der Sprinklerachse (2"') schwenkbar gelagerten Sperrhebel (17) gestaltet ist, dessen be-tätigungsseitiges Ende (17') mit dem Steuerglied (19, 20) im Eingriff steht und dessen verschlussseitiges Ende (17") ein die Düsenöffnung des Sprinklers zu verschliessen bestimmtes Dichtungselement (25) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerglied eine in einer Gewindebohrung (18) des Gehäuses (5) drehbar gelagerte Spindelmutter (19) mit einer zentralen Aufnahmeöffnung (21) für das Bedienungsgestänge (22, 23) und einer peripheren umlaufenden Spannute (20) zur Aufnahme des betätigungsseitigen Endes (17') des Sperrhebels (17) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitig am Gehäuse vorhandenen Anschlag- und Zentriermittel ein am vorderen Gehäuseende angeformtes, mit Referenzteilen (4) am Sprinkler in Kontakt zu bringen bestimmtes Anschlagschulterpaar (10) und eine Führungszunge (12) sind, welch letztere in einen durch die genannten Referenzteile (4) gebildeten Durchgriffbereich einzugreifen bestimmt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungsmittel am Gehäuse (5) senkrecht zur Ebene der Sprinklerachse (2"') schwenkbar gelagerte Zangenglieder (7) mit einender zugewandten Greifgliedern (15) sind, die beim Einführen der Führungszunge (12) zwischen die Referenzteile (4) entgegen der Rückführkraft einer Druckfeder (9) so weit radial nach aussen spreizbar sind, dass die Greifglieder (15) über die Referenzteile (4) hinweg führbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zangenglieder (7) stirnseitig mit in Einführrichtung der Vorrichtung schräg nach innen konvergierenden Einlauf-flächen (13) versehen sind.
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