CH624150A5 - Bath for electrolytically stripping silver layers - Google Patents

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CH624150A5
CH624150A5 CH1565376A CH1565376A CH624150A5 CH 624150 A5 CH624150 A5 CH 624150A5 CH 1565376 A CH1565376 A CH 1565376A CH 1565376 A CH1565376 A CH 1565376A CH 624150 A5 CH624150 A5 CH 624150A5
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CH
Switzerland
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bath
bath according
silver
electrolyte
polyethylene glycol
Prior art date
Application number
CH1565376A
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English (en)
Inventor
Michael Ahlgrim
Gerhard Dr Mietens
Original Assignee
Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25FPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
    • C25F5/00Electrolytic stripping of metallic layers or coatings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)
  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description

Vorliegende Erfindung betrifft ein Bad zum elektro-lytischen Ablösen von chemisch aufgebrachten, galvanisch aufgebrachten oder aufgedampften Silberschichten.
Das Ablösen einer Silberschicht ist immer dann erforderlich, wenn die Silberschicht fehlerhaft aufgebracht oder bei einer anschliessenden Bearbeitung des Werkstückes verletzt wurde. Die defekte Silberschicht des Werkstückes muss vor einer neuerlichen Silberbeschichtung vollständig entfernt werden.
Das früher übliche Ablösen der Silberschicht nach chemischen Verfahren, z. B. mit konzentrierter Schwefelsäure bei der Entsilberung von Stahl oder mit 7,5 gewichtsprozentiger Salpetersäure bei der Entsilberung von Nichteisenmetallen, wird in steigendem Masse durch elektrolytische Verfahren ersetzt. Die elektrolytischen Verfahren zum Ablösen von Silberschichten benötigen kürzere Ablösezeiten und können daher in vollautomatischen Galvanisierprozessen eingesetzt werden.
In der DT-AS 1 908 625 wird ein elektrolytisches Ablösen von Metallüberzügen von Werkstücken beschrieben, bei dem ein Elektrolyt eingesetzt wird, der Salze von organischen Säuren und Hypochlorit enthält. In diesem Bad werden Überzüge aus Nickel, Kupfer, Silber etc. elektrolytisch abgelöst. Das Basismetall muss allerdings rostfreier Stahl sein.
In dem «Handbuch der Galvanotechnik», Carl Hauser Verlag, 1969, ist auf den Seiten 345 und 346 der Zusatz von Natriumcyanid zum Ablösen von Silberschichten für Werkstücke aus Nickel, Bleilegierungen und Stahl beschrieben. Zum anodischen Entsilbern von Kupfer und seinen Legierungen ist dieser Elektrolyt ungeeignet (Seite 345, Abschnitt 31.122).
Allen bisher bekanntgewordenen Elektrolyten haftet der Mangel an, dass das Werkstück und besonders die Glanznickelschicht, auf der die Silberschicht galvanisch abgeschieden wird, bei der Entsilberung beschädigt wird. Auf der Glanznickelschicht entstehen braune Schleier, die nur schwer mechanisch zu entfernen sind. Bei dieser Reinigung kommt es leicht zu Schäden der Glanznickelschicht, so dass eine Neuvernickelung nötig wird.
Da die Silberschichten meist auf Glanznickelschichten aufgebracht sind, werden an das Bad zum elektrolytischen Ablösen von Silberschichten folgende Anforderungen gestellt:
1. Die Silberschicht soll vollständig abgelöst werden,
ohne dass das Werkstück, insbesondere die auf das Werkstück aufgetragene Nickelschicht, angegriffen wird.
2. Bei dem Ablöseverfahren darf es zu keiner Glanzminderung oder Wolkenbildung auf der Nickelschicht kommen.
3. Im Elektrolyten dürfen keine Zersetzungsprodukte gebildet werden, die zu einer Verschlechterung der Wirkungsweise des Bades führen.
4. Die Standzeit des Elektrolyten soll unbegrenzt sein,
wobei nur Ausschlepp- und Fällungsverluste ergänzt werden müssen.
5. Spitzen, Kanten und Vertiefungen des versilberten Werkstückes sollen gleichmässig und vollständig entsilbert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bad zur elektrolytischen Ablösung von Silberschichten zu schaffen, das neben einer schnellen und vollständigen Entsilberung, insbesondere bei hochglanzvernickelten Werkstücken aus Messing und Edelstahl, keine Veränderung der Oberfläche des Werkstückes bewirkt. Die nach dem Ablösen der Silberschicht freigelegte Werkstückoberfläche, insbesondere die Glanznickelschicht, soll nach einem Spülvorgang mit Wasser ohne weitere Zwischenbearbeitung für das Auftragen einer neuen Silberschicht vorbereitet sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch einen Elektrolyten erreicht, der Cyanide, langkettige Glykole, wie Polyäthylenglykol mit einem Molgewicht zwischen 200 und 4000, kurzkettige Alkohole, wie n-Butanol und Ammoniak und/
oder Amine wie Äthylamin, enthält.
Der Elektrolyt enthält 10-100 g/1 Cyanid, vorzugsweise 50 g/1 Cyanid.
Sehr gute Ablöse-Ergebnisse erzielt man mit Elektrolyten, die 10 bis 100 g/1, vorzugsweise 40 bis 60 g/1, Polyäthylenglykol enthalten und dessen Molgewicht zwischen 200 und 4000 liegt. Gehalte an Polyäthylenglykol mit höherem Molgewicht sind in grösserer Dosierung anzuwenden.
Für eine Arbeitstemperatur von 20 ° C kann der Elektrolyt bis zu 64 g/1 n-Butanol enthalten. Bevorzugt werden Gehalte von 40-50 g/1 n-Butanol eingesetzt.
Der Elektrolyt wird zur Verbesserung der Leitfähigkeit mit Ammoniak und/oder Aminen versetzt. Als Amine können primäre, sekundäre, tertiäre Verbindungen oder auch quar-täre Ammoniumbasen Verwendung finden. Der fertige Elektrolyt enthält 1 bis 20 g/1, bevorzugt 2 bis 5 g/1 Ammoniak.
Die Erfindung wird durch folgendes Beispiel näher erläutert:
Beisiel 1
Der Elektrolyt hatte folgende Zusammensetzung:
50 g/lNaCN 50 g/1 Polyäthylenglykol 45 g/1 n-Butanol 2,5 g/1 NH3
Ein glanzvernickeltes und danach glanzversilbertes Messingblech von 3 dm2 wurde als Anode in den Elektrolyten getaucht. Als Kathode wurde ein Edelstahlblech mit 2 dm2 benutzt. Der Abstand zwischen Anode und Kathode betrug 15 cm. Bei einer Badtemperatur von 23°C wurde eine Spannung von 6 V angelegt. Die Stromdichte, bezogen auf die Anode, erreichte 2 A/dm2. Nach 3 Minuten wurde das Anodenblech aus dem Bad genommen. Auf der Blechoberfläche war ein hellbrauner Schleier, der mit wenig Wasser einfach abgespült werden konnte, das Messingblech zeigte keinerlei Glanzminderung oder Wolkenbildung auf der Nickeloberfläche. Nach der optischen Beurteilung war die Silber2
s
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schicht vollständig abgelöst. Das entsilberte Messingblech wurde anschliessend nach üblichem Verfahren galvanisch fehlerfrei versilbert.
Beispiel 2 (Vergleichsbeispiel) Die elektrolytische Nickelablösung von glanzvernickelten Stahlblechen (3 X15 cm) wurde 10 Minuten lang unter sonst gleichen Versuchsbedingungen wie in Beispiel 1 angegeben in zwei verschiedenen Elektrolyten durchgeführt.
Elektrolyt A war identisch mit der in Beispiel 1 angegebenen Zusammensetzung.
Eletrolyt B war eine 5 gewichtsprozentige wässrige Natriumcyanid-Lösung, entsprechend 50 g NaCN/1 Elektrolyt.
3 624150
Die Versuchsergebnisse sind in der Tabelle zusammen-gefasst:
Elektrolyt Abtrag Bemerkungen
4,9 mg hellbrauner, leicht abwaschbarer Film Glanz ist nach Wäsche erhalten B 66,1mg brauner, schwer abwaschbarer Film
Das Vergleichsbeispiel zeigt deutlich, dass durch die io Anwendung des erfindungsgemässen Elektrolyten eine nur geringe Einwirkung auf die Nickelglanzschicht erfolgt. Nach einer Spülung in fliessendem Wasser enthält man eine Glanznickeloberfläche, bei der keine Glanzeinbusse erfolgte.
5 A
B

Claims (9)

624150 PATENTANSPRÜCHE
1. Bad zum elektrolytischen Ablösen von Silberschichten von metallischen Werkstücken, das in wässeriger Lösung Cyanide enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Bad lang-kettige Glykole, kurzkettige Alkohole und Ammoniak und/ oder Amine enthält.
2. Bad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es Polyäthylenglykol, n-Butanol und Ammoniak enthält.
3. Bad nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass es 10 bis 100 g/1 Polyäthylenglykol enthält.
4. Bad nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass es 40 bis 60 g/1 Polyäthylenglykol enthält.
5. Bad nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Polyäthylenglykol mit einem Molgewicht zwischen 200 und 4000 eingesetzt wird.
6. Bad nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass es 10 bis 64 g/1 n-Butanol enthält.
7. Bad nach Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass es 40 bis 50 g/1 n-Butanol enthält.
8. Bad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es 1 bis 20 g/1 Ammoniak enthält.
9. Bad nach Ansprüchen 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass es 2 bis 5 g/1 Ammoniak enthält.
CH1565376A 1975-12-27 1976-12-13 Bath for electrolytically stripping silver layers CH624150A5 (en)

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DE19752558873 DE2558873C2 (de) 1975-12-27 1975-12-27 Bad zum elektrolytischen Ablösen von Silberschichten

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CH624150A5 true CH624150A5 (en) 1981-07-15

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DE (1) DE2558873C2 (de)
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2249249A1 (de) * 1972-10-07 1974-04-11 Philippi & Co Kg Bad und verfahren zum elektrolytischen glaenzen und polieren von silber und silberlegierungen

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GB1515069A (en) 1978-06-21
SE7614372L (sv) 1977-06-28
DE2558873C2 (de) 1978-01-12
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DK581876A (da) 1977-06-28

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