CH624219A5 - - Google Patents

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CH624219A5
CH624219A5 CH548176A CH548176A CH624219A5 CH 624219 A5 CH624219 A5 CH 624219A5 CH 548176 A CH548176 A CH 548176A CH 548176 A CH548176 A CH 548176A CH 624219 A5 CH624219 A5 CH 624219A5
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CH
Switzerland
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test
serum
thrombin
coagulation
heparin
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CH548176A
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English (en)
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Irving Innerfield
Original Assignee
Irving Innerfield
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Publication of CH624219A5 publication Critical patent/CH624219A5/de

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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12QMEASURING OR TESTING PROCESSES INVOLVING ENZYMES, NUCLEIC ACIDS OR MICROORGANISMS; COMPOSITIONS OR TEST PAPERS THEREFOR; PROCESSES OF PREPARING SUCH COMPOSITIONS; CONDITION-RESPONSIVE CONTROL IN MICROBIOLOGICAL OR ENZYMOLOGICAL PROCESSES
    • C12Q1/00Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions
    • C12Q1/56Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions involving blood clotting factors, e.g. involving thrombin, thromboplastin, fibrinogen
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N2333/00Assays involving biological materials from specific organisms or of a specific nature
    • G01N2333/90Enzymes; Proenzymes
    • G01N2333/914Hydrolases (3)
    • G01N2333/948Hydrolases (3) acting on peptide bonds (3.4)
    • G01N2333/974Thrombin
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
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    • G01N2400/10Polysaccharides, i.e. having more than five saccharide radicals attached to each other by glycosidic linkages; Derivatives thereof, e.g. ethers, esters
    • G01N2400/38Heteroglycans, i.e. polysaccharides having more than one sugar residue in the main chain in either alternating or less regular sequence, e.g. gluco- or galactomannans, Konjac gum, Locust bean gum or Guar gum
    • G01N2400/40Glycosaminoglycans, i.e. GAG or mucopolysaccharides, e.g. chondroitin sulfate, dermatan sulfate, hyaluronic acid, heparin, heparan sulfate, and related sulfated polysaccharides

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Description

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PATENTANSPRÜCHE solange mit isotonischer Kochsalzlösung verdünnt, bis 0,1 ml
1. Verfahren zum Bestimmen der Koagulationsfähigkeit von verdünnte zweite Thrombinlösung 0,2 ml Normalplasma in 15 Serum, dadurch gekennzeichnet, dass man verschiedene Men- bis 16 Sekunden koaguliert.
gen Heparin zu aliquoten Mengen Serum gibt, sodann jede der 8. Verfahren nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeich-
resultierenden Heparin-Serum-Lösungen in ein anderes, eine 5 net, dass man 0,9 ml der zweiten Thrombinlösung, 0,1 ml der Thrombin-Lösung enthaltendes Reagensglas gibt, sodann einen weiteren Serum-Menge und 0,2 ml weiteres Plasma verwendet, Teil einer jeden der resultierenden Thrombin-Heparin-Serum- wobei man dieses auf 37° C einstellt und man 0,1 ml des Gemi-Lösüngen mit Normalplasmalösung reagieren lässt, um festzu- sches aus der Thrombin-Serum-Mischung mit der weiteren Plas-stellen, ob eine Koagulation stattfindet, und falls eine Koagula- ma-Menge verwendet und man die Mischung aus der zweiten tion stattfindet, die Koagulationszeit bestimmt, wobei alle Ver- io Thrombin-Lösung und der weiteren Serum-Menge bei 37° C 3 fahrensschritte unter Standardbedingungen ausgeführt werden, Minuten lang unmittelbar vor der Zugabe von 0,1 ml der weite-wodurch ein Vergleich der gemessenen Koagulationszeit mit ren Plasma-Menge inkubiert und man die Koagulationszeit des den unter ähnlichen Bedingungen mit Serum von gesunden Plasma-Thrombin-Serum-Gemisches bestimmt.
unbehandelten Personen und von Personen mit bekannten 9. Verfahren nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeich-
thrombotischen Zuständen gemessenen Koagulationszeiten er- 15 net, dass man die Koagulationszeiten der gemischten zweiten möglicht wird und um festzustellen, ob die gemessenen Koagu- Thrombin-Lösung und weiterer Serum- und Plasma-Mengen lationszeiten in einen ersten normalen Bereich entsprechend mittels einer automatischen Vorrichtung notiert.
den normalen unbehandelten Personen, in einen zweiten niederen Bereich entsprechend den thrombotischen Personen oder in
einen dritten und vierten Bereich, die zwischen dem normalen 20
und dem niederen Bereich liegen, wobei die beiden letzteren Schnelltests zur Bestimmung von Proagulantien im Blut
Bereiche Personen mit einer steigenden Koagulationsfähigkeit machen es möglich, den Zustand eines Patienten hinsichtlich entsprechen, fallen, wobei eine niedere Koagulationszeit mit einer Thrombose zu bestimmen und zu bestimmen, ob ein einer hohen Koagulationsfähigkeit des Serums zusammenhängt, vorthrombotischer Zustand existiert. Ferner kann mit Hilfe des
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich- 2s Testergebnisses bestimmt werden, ob und was für eine Art von net, dass man festes Plasma mit destilliertem Wasser zu Normal- Behandlung notwendig wird.
plasma rekonstituiert, festes Thrombin mit einer isotonischen Das häufige Auftreten von Koronararterienerkrankungen
Kochsalzlösimg zu einer Thrombinlösung rekonstituiert und und die Notwendigkeit einer entsprechenden Behandlung, wel-diese Thrombinlösung derart standardisiert, dass man sie mit che häufig eine Notfallbehandlung ist, führt zu einer starken isotonischer Kochsalzlösung solange verdünnt, bis 0,1 ml der 30 Nachfrage nach diagnostischen Tests, mit denen man rasch den verdünnten Thrombinlösung 0,2 ml Normalplasma in 10,5 bis Zustand eines Patienten feststellen kann, so dass die entspre-11 Sekunden koaguliert, wobei sowohl die Thrombin- als auch chende Behandlung verordnet werden kann. Eine zweite grosse die Plasmalösung jeweils 37° C aufweisen. Personengruppe, welche eine starke Überwachung bedarf, sind
3. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeich- die Frauen, welche Kontraceptiva einnehmen. Alle oralen Konnet, dass man vier aliquote Mengen Serum von jeweils 0,1 ml 35 traceptiva basieren auf Östrogenen, von denen man weiss, dass verwendet, wobei die zu den vier Aliquoten zugesetzte Heparin- sie die Tendenz zur Thrombosebildung erhöhen. Ein gewisser menge 1,0,0,7,0,6 und 0,5 E pro 0,1 ml Lösung beträgt: Anstieg der Koagulationstendenz kann toleriert werden. Was
4. Verfahren nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeich- aber die Personen betrifft, welche hinsichtlich der Wirkung der net, dass man jede der Heparin-Serum-Lösungen zu 0,9 ml Kontraceptiva besonders empfindlich sind, ist es notwendig, standardisierter Thrombinlösung zugibt, diese Heparin-Serum- 40 dass diese erhöhte Empfindlichkeit aufgedeckt wird, so dass Thrombin-Lösungen bei 37° C 2 Minuten lang inkubiert, von Vorsichtsmassnahmen vorgenommen werden können.
jeder inkubierten Lösung 0,1 ml in je ein separates Reagensglas Eine Abweichung der Koagulationsfähigkeit des Blutes gibt, wobei jedes 0,2 ml auf 37° C eingestelltes Normalplasma kann bei anderen Patiententypen, wie beispielsweise Patienten, enthält und die Koagulationszeiten der Inhalte der jeweiligen welche für eine Thrombose oder für Thromboembolie-Krank-Reagensgläser notiert. 45 heiten prädestiniert sind, katastrophal sein. Ähnlich kann es
5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich- notwendig sein, eine Abweichung von der normalen Koagula-net, dass man die Koagulationszeiten mittels einer automati- tionsfähigkeit zur Neigung in Richtung einer Abnahme dieser sehen Vorrichtung notiert. aufzudecken, da ein Fehlen entsprechender Koagulationsfakto-
6. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich- ren zu Blutungen führen kann, die sowohl intern als auch extern net, dass man zusätzlich eine weitere Serum-Menge mit einer 50 sein können. In der US-PS Nr. 3 853 710 wird ein Prokoagulans bestimmten Menge einer zweiten Thrombinlösung vermischt, (niedrige Fibrinogenabbauprodukte) (Low EDP) -Versuch beeinen Teil dieses Thrombin-Serum-Gemisches mit einer weite- schrieben. Wie sich zeigen wird, hat sich auch dieser Test ren Plasma-Menge versetzt, wobei alle Verfahrensschritte unter hinsichtlich des vorliegenden Verfahrens als wichtig erwiesen. Standardbedingungen ausgeführt werden und man die Koagula- ' Die Erfindungen, die Gegenstand dieses Patentes sind und tionszeit bestimmt, wodurch ein Vergleich der gemessenen Ko- 55 besondere Ausführungsarten davon, sind in den Patentansprü-agulationszeit des Gemisches aus zweiter Thrombinlösung, Se- chen definiert.
rum und Plasma mit den Koagulationszeiten, welche man unter Um den Zustand eines Patienten hinsichtlich der Koagula-
ähnlichen Bedingungen aus dem Serum gesunder unbehandelter tionsfähigkeit seines Blutes zu ermitteln, wird eine Blutprobe Personen und aus dem Serum von Patienten, die an bekannten entnommen und vorzugweise zweier Tests unterzogen, wobei Krankheiten leiden, ermöglicht wird, wobei eine Koagulations- 60 der erste Test ein Heparin-Proagulans-Test (H-PA) und der zeit unterhalb des Bereiches, der für gesunde, unbehandelte zweite Test ein Prokoagulans-Test (PA) ist.
Personen charakteristisch ist, auf eine Abnahme der Fibrino- Beim erfindungsgemässen Verfahren werden standardisier-
gen-Abbauprodukte hinweist. te Plasma- und Thrombin-Lösungen hergestellt und zu aliquo-
7. Verfahren nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeich- ten Mengen des Serums aus dem Blut des Patienten unter-net, dass man festes Plasma mit destilliertem Wasser zu Normal- 65 schiedliche Heparinmengen gegeben. Jede Probe des mit Hepa-plasma rekonstituiert, festes Thrombin mit isotonischer Koch- rin behandelten Serums wird einzeln mit Thrombinlösung ge-salzlösung zu einer zweiten Thrombinlösung rekonstituiert und mischt und vorteilhaft nach einer Inkubationszeit weiter mit diese zweite Thrombinlösung derart standardisiert, dass man sie Plasma vermischt. Die Koagulationszeit wird sodann notiert.
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Ferner werden auch ähnliche Tests mit Serum von gesunden Personen durchgeführt. Bei dem PA-Test wird das aus dem Blut des Patienten gewonnene Serum mit einer standardisierten Thrombinlösung vermischt und sodann mit einer standardisierten Plasmalösung vermischt. Die Koagulationszeit wird notiert. 5 Die Patienten ergeben vier verschiedene Testschemen, je nachdem, wie weit die Tendenz zu einer Thrombosenbildung vorliegt. Wie bereits erwähnt, können je nach den durch die Ergebnisse der zwei Tests festgelegten speziellen Koagulationsschemen die jeweils spezifischen Bedingungen aufgezeigt wer- 10 den, die wiederum spezielle Behandlungsweisen erfordern.
Demgemäss kann mit dem vorliegenden Verfahren rasch und zuverlässig der Zustand einer Person bestimmt werden, wie seine Neigung zur jeweiligen Thrombosenbildung ist. Ferner kann mittels des vorliegenden Verfahrens schnell und zuverläs- 15 sig bestimmt werden, ob eine Person eine Notfallbehandlung wegen eines bevorstehenden bedrohlichen Koronararterienzu-standes bedarf. Ferner kann mittels des vorliegenden Verfahrens rasch und zuverlässig bestimmt werden, ob die Verwendung oraler Kontraceptiva bei den jeweiligen Personen zu einer 20 Thrombosebildung führen kann.
Ein besonders wichtiger Gesichtspunkt bei dem vorliegenden Verfahren ist der, dass ein rascher und zuverlässiger Test vorliegt, mittels dessen ein Arzt bestimmen kann, ob für eine Person entweder eine Notfallbehandlung oder eine Dauerbe- 25 handlung hinsichtlich einer Koagulations-Abnormalität erforderlich ist.
Ferner ist das vorliegende Verfahren ein rascher und zuverlässiger Test auf die Koagulationsfähigkeit des Blutes, wobei der 30 Test auch für automatische Verfahren und/oder Diagnosen geeignet ist. Ferner liegt mit Hilfe der vorliegenden Verfahrens ein rascher und zuverlässiger Test vor, welcher zu Routineuntersuchungen bei Patienten, welche in eine Klinik eintreten, vorgenommen werden kann, um tatsächlich völlig sicher zu 35 gehen, dass Probleme hinsichtlich der Koagulationsfähigkeit vom Blut nicht während einer Behandlung bei anscheinend nicht damit zusammenhängenden Zuständen auftreten werden.
Das vorliegende Verfahren umfasst mehrere Verfahrensschritte, wobei der Zusammenhang dieser Verfahrensschritte 40 nachfolgend noch genauer beschrieben wird.
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Verfahrens werden nachfolgend anhand der Beispiele und der Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine grafische Darstellung der Testergebnisse eines 45 Schemas A, wobei die PA- und die H-PA-Testergebnisse beide normal sind;
Fig. 2 eine grafische Darstellung der Koagulationszeit bei einer akuten Thrombophlebitis, verglichen mit einem Normal-Kontrollwert beim H-PA-Test ; 50
Fig. 3 eine grafische Darstellung der Testergebnisse eines Schemas B, wobei die Ergebnisse beim PA-Test normal sind und die Ergebnisse des H-PA-Tests intermediär sind;
Fig. 4 eine grafische Darstellung der Testergebnisse eines Schemas C, wobei die Ergebnisse des PA-Tests niedrig liegen 55 und die Ergebnisse des H-PA-Tests intermediär sind; und
Fig. 5 eine grafische Darstellung der Testergebnisse eines Schemas D, wobei sowohl die Ergebnisse des PA- und des H-PA-Tests niedrig liegen.
Bei der Vorbereitung zur Durchführung eines Tests wird 60 von einem Patienten eine Blutprobe entnommen, diese eine halbe Stunde lang zum Ausklumpen bei Zimmertemperatur stehen gelassen und sodann das Serum durch Zentrifugieren abgetrennt. Für gewöhnlich kann das Zentrifugieren bei ungefähr 2000 Umdrehungen/Minute während ungefähr 15 Minuten 65 durchgeführt werden. Das Serum kann entweder sofort verwendet werden oder aber bei Zimmertemperatur während 6 bis 8 Stunden aufbewahrt werden. Für gewöhnlich werden bei dem
Serum zwei verschiedene Tests durchgeführt, welche als PA-Test und als H-PA-Test bezeichnet werden.
Diese beiden Tests können wie folgt vorgenommen werden:
Standardisierung des Plasmas und des Thrombins für den PA-Test
Durch Auflösen von 80 mg festem Plasma (TCC, erhältlich von Ortho Diagnostics) in 1 ml destilliertem Wasser wird Normal-Plasma hergestellt. Die Thrombinlösung wird durch Re- . konstituieren von Thrombin («Fibrindex» von Ortho Diagnostics, wobei die Packung 50 Einheiten Thrombin enthält) mit 1 ml Kochsalzlösung zubereitet. Die Standardisierung der Thrombinlösung erfolgt derart, dass man die Thrombinlösung solange mit isotonischer Kochsalzlösung verdünnt, bis 0,1 ml der verdünnten Thrombinlösung 0,2 ml Normalplasma (beide Lösungen waren auf 37° C eingestellt) in 15 bis 16 Sekunden koaguliert. Diese Thrombinlösung wird als PA-Thrombin bezeichnet und wird nur für den nachfolgenden PA-Test verwendet.
Pro- Coagulierungstest (PA-Test)
Mindestens ein, vorzugsweise jedoch mehrere Reagensgläser, von denen jedes 0,2 ml Normalplasma enthält, werden alle in einem Wasserbad auf 37° C eingestellt. In einem anderen Reagensglas werden zu 0,9 ml standardisiertem (PA) Thrombin 0,1 ml Patientenserum hinzugefügt. Das Serum und das Thrombin werden gut vermischt und das Reagensglas ebenfalls 3 Minuten lang in dem Wasserbad von 37° C inkubiert. Am Ende der dreiminütigen Inkubationszeit werden 0,1 ml des Thrombin-Serum-Reaktionsgemisches entnommen und rasch in eines der Reagensgläser mit dem Plasma gegeben, wobei dieses Reagensglas annähernd gleichzeitig aus dem Wasserbad genommen wird. Dieses Zusammenfügen der Lösungen erfolgt derart, dass die Komponenten alle gut vermischt werden und ein Zeitmesser in dem Augenblick der Zugabe des Thrombin-Serum-Reak-tionsgemisches zum Plasma gestartet wird. Die Zeit, bei der das erste Auftreten einer Koagulation bemerkt werden kann, wird als die PA-Zeit notiert. Da bei der Mischung eine wesentliche Änderung der optischen Dichte beim Auftreten der Koagulation vor sich geht, kann die Bildung und das Erscheinen der Koagulation entweder durch das blosse Auge oder unter Verwendung eines geeigneten Instrumentes, welches eine Lichtschranke aufweist, bestimmt werden, wobei im letzteren Falle Vorrichtungen zum Durchschicken der Lichtschranke durch das Reagensglas und eine Nachweisvorrichtung, wie beispielsweise eine Fotozelle, vorliegen.
Die restlichen Reagensgläser, welche ebenfalls jeweils 0,2 ml Plasma enthalten, können zur Durchführung des gleichen Tests in doppelter oder dreifacher Ausführung verwendet werden. Andererseits können aber einige dieser Reagensgläser zur Durchführung von Kontrolltests oder für Bluttests anderer Patienten verwendet werden.
Die durchschnittliche Koagulationszeit eines Serums mit normaler Pro-Koagulanswirkung, d.h. beim Serum gesunder Patienten, liegt bei 33 ± 2,5 Sekunden. Eine einzelne Standardabweichung liegt bei 11 % der Koagulationszeit. Eine Koagulationszeit unter SO Sekunden wird als niedrig Eingesehen und ist ein Grund für eine angezeigte Behandlung.
Standardisierung vom Plasma und Thrombin für den H-PA-Test
Durch Lösen von 80 mg festem Plasma (TCC, erhältlich von Ortho Diagnostics) in 1 ml destilliertem Wasser wird Normalplasma hergestellt. Die Thrombinlösung wird derart hergestellt, dass man Thrombin («Fibrindex» von Ortho Diagnostics, die Packung enthält 50 Einheiten Thrombin) mit 1 ml Kochsalzlösung rekonstituiert. Die Thrombinlösung wird derart standardisiert, dass man sie solange mit isotonischer Kochsalzlösung verdünnt, bis 0,1 ml der destillierten Thrombinlösung 0,2 ml
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Normalplasma in einem Reagensglas (wobei beide Lösungen auf 37° C eingestellt sind) in 10,5 bis 11 Sekunden koaguliert. Dabei wird die Koagulationsreaktion mittels der Kipp-Röhr-chenmethode durchgeführt, wobei diese Methode nahezu gleichzeitig mit dem Entfernen des die Lösung enthaltenden Reagensglases aus dem Wasserbad von 37° C begonnen wird. Wird jedoch eine der herkömmlichen automatischen Thermostat-Vorrichtungen verwendet, so kann das Reagensglas mit dem Koagulations-Reaktionsgemisch in der Vorrichtung bei 37° C solange bleiben, bis der Koagulationsendpunkt erreicht ist. Mit Hilfe der letzteren Methode wird die Koagulationszeit ungefähr um 1 Sekunde verkürzt, diese Veränderung kann jedoch vernachlässigt werden. Diese Thrombinlösung wird als H-PA-Thrombin bezeichnet und wird nur für den folgenden H-PA-Test verwendet.
Heparin-Procoagulans- Test (H-PA)
Testverfahren:
1. In mehrere Reagensgläser werden in jedes einzelne 0,2 ml Normalplasma einpippetiert und das Ganze in einem Wasserbad auf 37° C gehalten.
2. In mehrere Reagensgläser werden in jedes einzelne jeweils 0,9 ml standardisiertes (H-PA) Thrombin einpippetiert.
3. In jedes einzelne von 4 Reagensgläser werden 0,1 ml Serum eines Patienten und jeweils 0,1 ml von 4 verschiedenen Heparinlösungen in normaler Kochsalzlösung gegeben, wobei diese 0,1 ml Heparinlösung jeweils 0,1,0,07,0,06 und 0,05 Heparineinheiten enthalten und der Inhalt jedes Reagensglases sorgfältig vermischt. Die Heparinkonzentrationen in den Hepa-rin-Kochsalzlösungen sind natürlich 0,1,0,07,0,06 und 0,05 E/0,1 ml oder 1,0,0,7,0,6 und 0,5 E/ml, wobei das Zeichen E Heparineinheiten bedeutet.
4. Zu einem der Thrombin-Reagensgläser wird der Inhalt eines der vier Reagensgläser mit dem heparinbehandelten Serum hinzugefügt, sorgfältig vermischt, in das Wasserbad von 37° C gegeben und ein Zeitmesser gestartet.
5. Nach genau 2-minütiger Inkubation werden 0,1 ml des Thrombin-Heparin-Serum-Gemisches entnommen, ebenso aus dem Wasserbad ein Reagensglas mit Plasma entfernt und ungefähr gleichzeitig die 0,1 ml des Thrombin-Heparin-Serum-Ge-misches in das 0,2 ml Plasma enthaltende Reagensglas gebracht und der Inhalt sorgfältig vermischt. Auch hier kann bei der Verwendung einer automatischen Vorrichtung die Koagulationsreaktion in der Vorrichtung bei 37° C ausgeführt werden. Gleichzeitig mit der Zugabe des Thrombin-Heparin-Serum-Gemisches zu dem Plasma wird eine Stoppuhr in Gang gebracht und die Koagulationszeit in Sekunden gemessen. Sodann wird dieser Vorgang wiederholt, wobei aus jedem der anderen drei Reagensgläser 0,1 ml des mit Heparin behandelten Serums verwendet wird und ebenfalls die Koagulationszeit festgestellt wird. Dabei genügt es, das Thrombin-Heparin-Serum-Gemisch 180 Sekunden lang zu beobachten.
Die durchschnittliche normale Koagulationszeit für Serum von gesunden Patienten liegt über 180 Sekunden, wenn die 0,1 ml Serum mit 0,1 ml aliquoten Heparinlösungen verdünnt wird, wobei die 0,1 ml aliquoten Lösungen jeweils 0,1,0,07 und 0,06 Heparineinheiten enthalten. Für das Serum, welches mit einer Heparinlösung verdünnt wird, welche 0,05 Heparineinheiten enthält, beträgt die Koagulationszeit 60 ± 12 Sekunden.
Um die Tests auf die Serum-Koagulationsfähigkeit auszuwerten, wird Serum aus drei Patientengruppen mittels der PA-und H-PA-Tests untersucht. Die Gruppe 1 besteht aus 25 gesunden Personen (Studenten, Krankenschwestern, Techni- . kern). Die Gruppe 2 besteht aus 39 Frauen, welche empfängnisverhütende Mittel («die Pille») während eines Zeitabschnittes von 3 Wochen bis zu 5 Jahren eingenommen haben. Die Gruppe 3 sind 8 hospitalisierte Patienten, mit kürzlicher akuter Thrombophlebitis, 4 Patienten mit arterieller Embolie, 3 Patienten, welche unter arteriosklerotisch bedingtem Arterienver-schluss leiden und 7 Patienten mit kürzlicher Lungenembolie (bewiesen durch Lungenszintigraphie).
Die Testergebnisse können in die vier nachfolgend beschrie-5 benen Schemen zusammengefasst werden:
A.Normal PA; Normal H-PA
In dieses Schema fallen alle normalen gesunden Personen und vier der 39 «Pillen»-Patientinnen (10%). (Koagulationszeit io beim PA-Test mindestens 30 Sekunden).
B.PA Normal; H-PA intermediär
Das H-PA-Testergebnis wird dann als intermediär bezeichnet, wenn die Serumprobe, zu der die 0,1 Einheiten enthaltende 15 Heparinlösung zugegeben war, in 40 bis 180 Sekunden koaguliert. Wie oben wird das PA-Testergebnis als normal angesehen, wenn die Koagulationszeit mindestens zu ungefähr 88% normal ist, d.h. wenn sie 30 Sekunden beträgt.
In dieses Schema fallen 29 der 39 «Pillen»-Patientinnen 2o (74%). Die 3 Patienten mit einem arteriellen Verschluss (keine Embolie) waren ebenfalls in dieser Gruppe.
Der PA-Test zeigt, dass die Fibrinogen-Abbauprodukte, welche auch als FDP bezeichnet werden, sowie Spaltprodukte nicht erhöht waren. Die H-PA-Testergebnisse zeigen, dass ein 25 leichtes Ansteigen beim Proagulans im Serum bei den Personen zu beobachten war, bei denen die Koagulationstestergebnisse dem Schema B entsprechen. Wie bereits bekannt ist, neigen Frauen, welche Kontraceptiva einnehmen, zu einer leicht gesteigerten Thrombosebildung. Liegt jedoch die H-PA-Koagula-30 üonszeit in dem eben beschriebenen Bereich, so müssen keine Vorkehrungen getroffen werden.
C.PA nieder; H-PA intermediär
Von den 39 «Pillen»-Patientinnen fallen 4 (10%) in dieses 35 Schema. Bei zweien dieser vier Personen waren die Spaltprodukte erhöht. Ebenfalls befand sich einer der vier Patienten mit einer arteriellen Embolie in dieser Gruppe und wies ebenfalls vermehrt Spaltprodukte auf.
Für eine in das vorliegende Schema C fallende Frau, welche 40 Kontraceptiva einnimmt, sollte die Dosis gesenkt werden, wobei entweder die östrogenmenge oder die Häufigkeit der Anwendung reduziert werden soll. Ferner können koagulationsverhin-dernde therapeutische Mittel, wie beispielsweise Aspirin und Dipyridamol, angewendet werden.
45
D.PA nieder; H-PA nieder
In dieses Schema fallen 2 (6%) der 39 «Pillen»-Patientin-nen. Die Koagulationszeit bei dem PA-Test wird als nieder gewertet, wenn sie unter 30 Sekunden liegt. Das Ergebnis des so H-PA-Tests wird dann als nieder bezeichnet, wenn die Koagulationszeit der Serumprobe, welche 0,1 E Heparin enthält, unter 40 Sekunden liegt.
Zusätzlich zu den zwei «Pillen»-Patientinnen fallen die 8 Patienten mit akuter Thrombophlebitis, die 7 Patienten mit 55 Lungenembolie und 3 der 4 Patienten mit einer arteriellen Embolie in dieses Schema.
Für die Patienten, welche in das Schema D fallen, ist eine Notfallbehandlung mit den entsprechenden therapeutischen Mitteln, wie beispielsweise Heparin und so weiter, dringend 6o erforderlich.
Es sei bemerkt, dass die vorliegenden Versuche alle mit Serum und nicht mit Plasma durchgeführt worden sind. Die Prokoagulans-Wirkung, wie sie durch die PA-Ergebnisse aufgezeigt ist, ist in Serum um ungefähr 35 % stärker als im Plasma. 65 Dieses Phänomen wird dem Antithrombin-«Verbrauch» während der Koagulation zugeschrieben. Es besteht jedoch kein wesentlicher Unterschied zwischen Serum und Plasma hinsichtlich des gefundenen Antithrombin-III (AT-III)-Gehaltes, wo
5
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bei Versuche mit Serum- und Plasmaproben von gesunden Personen mittels Immunoelektrophorese gegen einen bekannten Antikörper, der monospezifisch für menschliches AT-III ist, gemacht wurde.
Die PA-Testergebnisse spiegeln die algebraische Gesamt- 5 summe der Antithrombine gegen die Prokoagulantien wieder. Die oben gezeigten Ergebnisse unterstützen die Ansicht, dass die Serum-Proagulans-Wirksamkeit stärker ist als die des Plasmas, da das Serum mehr von Blutplättchen abgeleitete Prokoagulantien, insbesondere den Plättchenfaktor 4, aufweist. i o Darüberhinaus waren die Immunoversuche auf AT-III in jeder der drei geprüften Gruppen normal. Dies wiederum unterstützt die Ansicht, dass verkürzte PA-Koagulationszeiten bei den Patienten der Gruppe II und der Gruppe III nicht auf weniger AT-III zurückzuführen ist und erhärtet somit den begründeten 15 Zusammenhang mit zirkulierenden Prokoagulantien. Dadurch kann auch die Hypothese als richtig erklärt werden, dass das Fehlen des hämostatischen Gleichgewichtes bei Patienten mit koronaren Arterienerkrankungen und welche deshalb niedere PA-Testergebnisse liefern, auf das Übergewicht der Prokoagu- 20 lantien gegenüber den Antithrombinen zurückzuführen ist.
AT-ni ist als Heparin-Cofaktor bekannt und die Anti-thrombinwirkung wird wesentlich erhöht, wenn das Heparin mit dem AT-III zusammenwirkt. Wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, wobei bei diesem Versuch das Heparin in Mengen von 0,1,0,07,25 0,06 und 0,05 E zu 0,1 ml Normalserum zugesetzt war, erfolgte die Koagulation nur bei einem Heparingehalt von 0,05 E. Wird jedoch im Gegensatz dazu der H-PA-Test mit einem Serum von einem Patienten mit akuter Thrombophlebitis durchgeführt, so erfolgt die Koagulation in nur 22 Sekunden, trotz der Zugabe 30 von 0,1 ml einer Lösung, welche 0,1 E enthält. Dieses Ergebnis muss mit der unendlichen Koagulationszeit für den Normalkontrollwert verglichen werden, wie es in der Fig. 2 der Fall ist. Bei dem Thrombophlebitispatienten wurde die unendliche Koagulationszeit nur nach Zugabe von 0,4 E erreicht, wogegen bei 35 dem Kontrollwert, der ebenfalls in Fig. 2 gezeigt wird, die unendliche Koagulationszeit mit einer Zugabe von nur 0,1 E erreicht wurde. Es scheint, dass bei steigenden Konzentrationen des zugegebenen Heparins zu dem Serum des Thrombophlebitispatienten die H-PA-Testergebnisse konstant bleiben, viel- 40 leicht aufgrund der ungenügenden AT-III-Heparin-Komplex-bildung, bis die Heparinmenge die gesamten Antiheparinfakto-ren im Serum übersteigt. Entsprechend der Fig. 2 lag die benötigte Heparinkonzentration, um ein Ansteigen der Koagulationszeit zu bewirken, ungefähr bei 0,2 E und es wurden 0,4 E 45 benötigt, um eine Unkoagulierbarkeit zu bewirken. Im Gegensatz dazu kann normales Serum bei einer Zugabe von nur 0,1 E Heparin nicht mehr koagulieren. So scheint der H-PA-Test die gesamte Serum-Antiheparinwirksamkeit wiederzugeben, d.h. das gesamte Proagulans, und zwar mehr als jede einzelne Anti- 50 heparinkomponente, wie beispielsweise Plättchenfaktor 4, Faktor XIa, Faktor IXa, Faktor Xa oder Thrombin.
Es scheint deshalb, dass die Kombination der PA- und H-PA-Versuche bei der Ermittlung von Nutzen ist, ob das Koagulationssystem ausgelöst oder aktiviert wurde, sowie zur 55 Feststellung, in welchem Ausmass solch eine Aktivierung stattfindet. Wird einer der Tests allein vorgenommen, so kann diese wichtige Aufzeichnung verloren gehen, wie sich bereits in mehreren Fällen herausgestellt hat. Dies wird vor allem bei Patienten ersichtlich, welche in die Testschemen B und C fallen. Eine 60 Mehrzahl der Frauen, welche Ovulationshemmer nehmen (29 von 39 oder 74%) fallen in das Schema B, welches ein normales PA-Testergebnis und ein intermediäres H-PA-Testergebnis aufweist. Die Ergebnisse sind in der Fig. 3 aufgezeigt. Dieses Schema zeigt die früheste und wahrscheinlich die schwächste 65 Form eines «in Gang gebrachten» Koagulationssystems. Es wäre zu einem Fehlschluss gekommen, wenn nur der PA-Test durchgeführt worden wäre, da die Koagulationszeit bei 88 % lag oder, grob gesprochen, innerhalb der Standardabweichung der Durchschnitts-Koagulationszeit lag. Keine der 29 Patientinnen dieser Gruppe zeigte erhöhte FDP-Spaltprodukte.
Beiläufig sei erwähnt, dass in Betracht gezogen werden kann, dass ein Ergebnis bei dem PA-Test, das sich von dem Mittelwert durch mehr als eine Standardabweichung unterscheidet, den Arzt auf die Möglichkeit eines vorliegenden pathologischen Zustandes aufmerksam machen sollte. Normalerweise wird der Standpunkt angenommen, dass eine Hypothese solange zweifelhaft ist, bis ein Testergebnis sich vom Mittelwert durch mindestens zwei Standardabweichungen unterscheidet. Solch eine Unterscheidung entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 19 von 20 Fällen, dass die Hypothese stimmt. Es wird jedoch vorgeschlagen, dass bei der Auswertung der Ergebnisse des PA-Testes eine konservative Einstellung angenommen wird, dass nämlich, wenn der Unterschied eine Standardabweichung überschreitet, eine weitere Analyse der vorliegenden Lage vorgenommen wird. Diese Einstellung stimmt mit der Art überein, mit der die Testergebnisse den verschiedenen Schemen zugeteilt worden sind.
Die normalen PA-Ergebnisse im Schema B unterscheiden dieses Schema von dem Schema C dadurch, dass die PA-Ergebnisse nieder sind, jedoch die H-PA-Ergebnisse intermediär bleiben, wie aus der Fig. 4 ersichtlich wird. Dieses Schema findet man bei 4 «Pillen»-Patientinnen, bei 3 Patienten mit arteriellen Verschlusskrankheiten (keine Embolie) und einem Patienten mit einem Arterien-Embolus. Bei diesem Schema ist ein wesentlich stärker «in Gang gebrachtes» Koagulationssystem ersichtlich, welches wiederum ohne die begleitenden PA-Werte nicht hätte festgestellt werden können.
Die durchschnittliche Koagulationszeit bei dem PA-Test betrug 60% des Normalwertes oder 20 Sekunden. Spaltprodukte waren bei zweien der vier «Pillen»-Patientinnen erhöht und ebenso bei dem Patienten mit dem Arterien-Embolus. 3 Patienten mit arteriosklerotisch verschlossenen Gef ässkrankheiten zeigten ebenfalls das Schema B. Dies würde besagen, dass eine intravaskuläre Fibrinablagerung für die Schemen B und D bei einer peripheren Gefässkrankheit wesentlich ist.
Es scheint, dass für die Schemen A und D der H-PA-Test allein genügt. Es ist jedoch äusserst eindrücklich, dass jeder Patient mit einer Venenthrombose oder einer Lungenembolie und 3 von 4 Patienten mit einer Arterienembolie äusserst niedere PA- und H-PA-Ergebnisse aufwiesen, wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist. Es sei bemerkt, dass die Koagulationszeit bei dem H-PA-Test weniger als 20 Sekunden betrug, sogar dann, wenn die zugegebene Heparinmenge bei dem Test 0,1 E war. Demzufolge genügte der H-PA-Test allein, die schwere Krankheit anzuzeigen. Bei diesem Punkt des H-PA-Tests, welcher für die Schemen A und D genügt, sei bemerkt, dass ein normales H-PA-Testergebnis nur für das Schema A erhalten werden kann. Kurz gesagt erhält man einen normalen H-PA-Test nur für das Schema A und einen niederen H-PA-Test nur für das Schema D.
Es kann nützlich sein, das Testschema D derart kenntlich zu machen, dass es Patienten in einem «vor-thrombotischen» Zustand anzeigt und das Schema B Patienten in einem «vor-vor-thrombotischen» Zustand anzeigt. Die vielen Frauen, welche Antikonceptiva einnehmen und in die Schemen B und C fallen, ermöglichen es, die kontraceptive Medikation weniger «empirisch» zu machen und bereits ein leichtes Auftreten von Throm-boembolien, welche mit den Kontraceptiva zusammenhängen, zu reduzieren, indem man die Dosierung auf einen spezifischen Wert für die PA- und H-PA-Wirkung einstellt. Dies kann entweder durch Herabsetzen der Östrogenmenge, welche mit jeder Dosis eingenommen wird, oder durch Herabsetzen der Dosierungshäufigkeit erfolgen. Von grösster Bedeutung ist jedoch, dass die PA- und H-PA-Versuche ermöglichen, eine Thromboseneigung zu identifizieren und Personen mit Throm-
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bosezuständen herauszufinden, bei denen eine gegen Blutplätt- entsprechenden Koagulationswerte sowohl bei den PA- sowie chen gerichtete oder eine gerinnungshemmende Therapie ange- bei den H-PA-Tests ermittelt werden, um die Ergebnisse in die zeigt ist. Diese Therapie kann durch Verabreichen von Medika- vier verschiedenen Schemen einzureihen. Darüberhinaus sei menten, wie beispielsweise Aspirin und Dipyridamol, erfolgen. bemerkt, dass im Fall, wenn die Ergebnisse bei dem H-PA-Test
Ferner sei noch darauf hingewiesen, dass das vorliegende 5 entweder normal oder niedrig sind, d.h., nicht intermediär, es
Verfahren variiert werden kann, um dieselben Ergebnisse zu unnötig ist, den PA-Test vorzunehmen. Nichts desto weniger erreichen. So kann beispielsweise die Konzentration des ver- können jedoch die aus dem PA-Test resultierenden Werte als wendeten Thrombins variiert werden, ferner die Temperatur nützliche Bestätigungen dienen, dass der Patient zu dem Sche-
und die Inkubationszeit bei dem PA-Test geändert werden und ma A oder D gehört.
es können verschiedene Heparinkonzentrationen und Reak- 10
tionstemperaturen bei dem H-PA-Test verwendet werden. Je- Es geht somit hervor, dass die oben aufgeführten Aufgaben doch können diese Änderungen je nach Verwendungszweck sowie die, welche sich aus der obigen Beschreibung ergeben,
vom jeweiligen Fachmann abgeändert werden und sodann die wirkungsvoll gelöst sind.
C
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