CH625178A5 - Device for grouping and transporting merchandise dispatch containers - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für das Gruppieren und den Transport von Warenversandbehältern von einem Grosshandlungslager zum Einzelhändler mit Hilfe von Lieferkraftfahrzeugen.
Bei der Auftragszusammenstellung in Grosshandlungs-lagern bedient man sich kastenförmiger Warenversandbehälter, die im Grosshandlungslager auf weit verzweigten Rollenbahnen zu den einzelnen Warengruppen transportiert, dort gefüllt und anschliessend für den jeweiligen Einzelhändler gruppiert werden (Kundensortierung). Die gruppierten Warenversandbehälter mehrerer Einzelhändler müssen dann wieder zu grösseren Gruppen je Lieferfahrzeug zusammengestellt werden. Die beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1 980 635 bekannten mit einem Deckel versehenen kastenförmigen Warenversandbehälter werden dann auf dem Lieferfahrzeug übereinandergestapelt. Selbstverständlich muss beim Übereinanderstapeln darauf geachtet werden, dass die Warenversandbehälter der Kunden der zunächst anzufahrenden Orte oben im Stapel untergebracht sind und diejenigen der folgenden Orte weiter unten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die ein sehr vereinfachtes und verbilligtes Füllen, Gruppieren und Transportieren der Warenversandbehälter im Grosshandlungslager u. ein vereinfachtes Beladen der Lieferkraftfahrzeuge ermöglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung durch einen Warenversandbehälter mit einer an diesem befestigten Zielsteuerschiene und zwei Zielmarkierungsträgern, die auf der
Zielsteuerschiene beliebig versetzbar sind, sowie mit zwei an zueinander parallelen Seitenwänden des Warenversandbehälters aussenseitig befestigten, nach unten gerichteten Führungsnasen, und durch ein mit Führungsschienenpaaren ausge-5 rüstetes, entweder fest mit dem Lieferkraftfahrzeug oder mit einer Palette verbundenes Transportregal, in das die Warenversandbehälter mit den Führungsnasen in den Führungsschienenpaaren hängend ein- und herausschiebbar sind.
Die Zielsteuerungsschiene kann eine im Dezimalzahlen-10 system bezifferte und/oder eine mit Buchstabenalphabet bezeichnete 2 X lOstellige Unterteilung aufweisen.
Ferner kann die Zielsteuerschiene zusätzlich zu der 2 X lOstelligen Unterteilung am Anfang und Ende der Schiene ein Feld aufweisen, in die die Zielmarkierungsträger in Ruhe-15 Stellung gebracht werden können.
Zweckmässig übersteigt die Länge der Zielsteuerschiene die halbe Länge des Warenversandbehälters nicht.
Vorteilhaft sind die verschiebbaren Zielmarkierungsträger in Form von aufsetz- oder einsteckbaren Lichtreflex-20 oder Dauermagnetmarken ausgebildet.
Die Zielsteuerschiene ist zweckmässig an dem Warenversandbehälter -— insbesondere an der Oberkante — befestigt und gegebenenfalls in die Behälterform von vornherein spritztechnisch integriert. Damit wird die Zielsteuerschiene 25 allseitig bedienbar und an der von dem Bediener abgewandten Seite optoelektronisch lesbar. Ebenso werden die Bedienungsseite und die optoelektronische Ableseseite voneinander getrennt. Der Lesekopf kann platzsparend den Bediener der Zielleiste nicht behindernd, angebracht werden. Durch die 30 besondere Anbringungsform und Ausführungsform der Zielsteuerschiene an der Oberkante des Stapelbehälters bleibt die Stapelbarkeit der leeren Behälter ineinander erhalten.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung eine Ausführungsform der Erfindung näher erläutert.
35 ,-1
Es zeigen:
Fig. 1 den Warenversandbehälter in Seitenansicht,
Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 in Draufsicht, und
Fig. 3 den Gegenstand nach Fig. 1 in Stirnansicht und 40 im Lagenregal eingehängt.
Der in der Zeichnung dargestellte Warenversandbehälter
1 besitzt etwa kastenförmige Form mit einem Volumen von ca. 20 bis ca. 401. In einem Arzneimittel-Grosshandlungs-lager muss jeder dieser Warenversandbehälter über ein belie-
45 biges, weit verzweigtes Fördermittelsystem zu den verschiedenen Warengruppen transportiert werden, damit der Warenversandbehälter die vom Besteller gewünschten Waren aufnehmen kann. Zur Erleichterung dieser ersten Füllphase (Kommissionieren genannt) ist jeder Versandbehälter mit so einer Zielsteuerschiene 2 ausgerüstet, die eine 2 X lOstellige Unterteilung und an einem oder beiden Enden eine optoelektronisch oder magnetisch lesbare Bezugsmarke 22 aufweist. Bei dem in der Zeichnung gezeigten Beispiel wird diese
2 X lOstellige Unterteilung durch entsprechende in der Ziel-55 steuerschiene 2 eingelassene Einstecklöcher 13 verwirklicht.
Die Wahl einer 2 X lOstelligen Unterteilung gestattet in Verbindung mit zwei in die Einstecklöcher 13 beliebig einsteckbaren Zielmarkierungsträgern 3 und 4 die Bestimmung von 99 Zielorten innerhalb des Grosshandlungslagers. Jeder Lager-60 zielort wird durch eine unterschiedliche zweistellige Ziffer gekennzeichnet. Soll also der Warenversandbehälter zunächst zum Zielort «Salben» mit der Codenummer 20 transportiert werden, so wird ein Zielmarkierungsträger 3 in das Loch 2 der einen Unterteilungshälfte der Zielsteuerschiene gesteckt 65 und der zweite Zielmarkierungsträger 4 in das Loch o der anderen Unterteilungshälfte. Da das Fördersystem mit entsprechenden elektrischen bzw. elektronischen Ableseeinrichtungen ausgestattet ist, wird auf diese Weise ein automati-
3
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scher Transport des Warenversandbehälters zum Warenort «Salben» bewerkstelligt. Wenn der Warenversandbehälter an dem Zielort «Salben» die gewünschten mehreren Salben aufgenommen hat, dann werden die Zielmarkierungsträger 3, 4 auf der Zielsteuerschiene umgesteckt, so dass der Warenversandbehälter beispielsweise den Zielort «Puder» mit der Codenummer 30 erreichen kann. Auf diese einfache Weise lässt sich also in der Füllphase der Warenversandbehälter ohne Zuhilfenahme eines teuren und komplizierten Computers oder anderer aufwendiger gearteter Zielsteuerleisten oder Zielsteuerscheiben nacheinander an alle beliebigen Zielorte innerhalb eines Grosshandlungslagers dirigieren.
Wenn die Füllphase eines Warenversandbehälters abgeschlossen ist, dann besteht die nächste Aufgabe, mehrere gefüllte Warenversandbehälter eines einzigen Bestellers zu einer Gruppe, einem sogenannten Auftrag, zusammenzustellen. Auch dies geschieht mit der gleichen Zielsteuerleiste mit Hilfe des Umsteckens der Zielmarkierungsträger auf der gleichen Zielsteuerschiene gemäss der jedem Besteller zugeordneten zweistelligen Kunden-Codeziffer.
Danach stellt sich die Aufgabe, die richtig gruppierten Warenversandbehälter zu grösseren Einheiten je Lieferkraftfahrzeug zusammenzustellen, damit jedes von mehreren Lieferkraftfahrzeugen einer Grosshandlung mit den richtigen Warenversandbehältern beladen wird. Auch hier kann wieder mit dem einfachen System mit der gleichen Zielsteuerschiene und den umsteckbaren Zielmarkierungsträgern gearbeitet werden, wobei die Zusammenstellung gemäss den zweistelligen Codierungsziffern jedes Lieferkraftfahrzeuges geschieht. Um mit der gleichen Zielsteuerschiene bei auf dem Versandkasten aufgesetzten Deckel codieren zu können, ist der Deckel zu diesem Zweck an der entsprechenden Stelle in der notwendigen Form der Zielsteueriochungen bzw. der gesamten Zielsteuerschiene durchbrochen. Andernfalls besitzt der Deckel eine eigene Zielsteuerschiene.
Wenn die jedem Lieferkraftfahrzeug richtig zugeordneten Warenversandbehälter auf der Laderampe in ungeordneter Folge ankommen, dann stellt sich als vierte Aufgabe die Forderung, das Lieferkraftfahrzeug mit den Warenversandbehältern in Übereinstimmung mit dem Auslieferungs-Fahrpro-gramm zu beladen. Diese Aufgabe stellt sich besonders bei den bekannten mit einem Deckel abgedeckten Warenversandbehältern, die auf dem Lieferkraftfahrzeug übereinander-gestapelt werden, da es nicht möglich ist, die Warenversandbehälter anders als nur lagenweise von oben nach unten abzuladen. Gerade dieser letzte Vorgang ist zeitraubend, da mit der Beladung eines Lieferkraftfahrzeuges erst begonnen werden kann, wenn sämtliche Warenversandbehälter in ihrer 5 Auslieferungsreihenfoige wohlsortiert auf der Laderampe zusammengestellt sind. Es ist nicht möglich, schon die ersten auf der Laderampe ankommenden gefüllten Warenversandbehälter sogleich auf das Lieferkraftfahrzeug zu laden, da die Reihenfolge der Ankuft auf der Rampe unabhängig von der io Reihenfolge der Auslieferung an die Empfänger ist.
Zur Vermeidung dieses Nachteils besitzt der in Fig. 3 dargestellte Warenversandbehälter 1 zwei an zueinander parallelen Seitenwänden 6, 7 aussenseitig befestigte, nach unten gerichtete Führungsnasen 8, 9. Da gleichzeitig vorgese-15 hen ist, das in der Zeichnung nicht dargestellte Lieferkraftfahrzeug mit einem Transportregal 12 auszurüsten, das mit Führungsschienenpaaren 10, 11 ausgestattet ist, besteht die Möglichkeit, jeden auf der Laderampe ankommenden gefüllten Warenversandbehälter unverzüglich an beliebiger Stelle 20 mit den Führungsnasen in den Führungsschienenpaaren hängend in das Transportregal 12 einzuschieben. Es entfällt die Notwendigkeit, den Beladungsvorgang nach einem bestimmten Plan zu vollziehen, da das Entladen an jedem beliebigen Punkt des Transportregals möglich ist, weil die Warenver-25 sandbehälter nicht unmittelbar aufeinandergestapelt sind.
Jede Zielsteuerschiene kann anstelle oder zusätzlich zum Dezimalzahlensystem auch noch im Buchstabenalphabet unterteilt sein, wobei sich gegebenenfalls 20-24 Codierungsmöglichkeiten ergeben.
30 Die Länge der Zielsteuerschiene wird zweckmässig derart gewählt, dass sie die halbe Länge des Warenversandbehälters nicht übersteigt, da es üblich ist, die in den Versandbehälter einzulegende Ware zuerst auf einer Auffangschale (allgemein als Kontrollschale bezeichnet) abzusetzen, die auf 35 den Warenversandbehälter gesetzt ist und diesen zur Hälfte abdeckt.
Die versetzbaren Zielmarkierungsträger können einfach gebaute aufsetzt-, einsteckt- oder verschiebbare Lichtreflexoder Dauermagnetmarkenträger sein.
40 Die beschriebene Vorrichtung hat somit besondere Vorteile wegen der besonderen Einfachheit und Wirtschaftlichkeit der Codierungsmittel jedes Warenversandbehälters und beschleunigt und vereinfacht die Kommissionierung und die Beladungsarbeit der Lieferkraftfahrzeuge.
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3 Blätter Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung für das Gruppieren und den Transport von Warenversandbehältern von einem Grosshandlungslager zum Einzelhändler mit Hilfe von Lieferkraftfahrzeugen, gekennzeichnet durch einen Warenversandbehälter (1) mit einer an diesem befestigten Zielsteuerschiene (2) und zwei Zielmarkierungsträgern (3, 4), die auf der Zielsteuerschiene (2) beliebig versetzbar sind, sowie mit zwei an zueinander parallelen Seitenwänden (6, 7) des Warenversandbehälters aussen-seitig befestigten nach unten gerichteten Führungsnasen (8, 9) und durch ein mit Führungsschienenpaaren (10, 11) ausgerüstetes, entweder fest mit dem Lieferkraftfahrzeug oder mit einer Palette verbundenes Transportregal (12), in das die Warenversandbehälter mit den Führungsnasen in den Führungsschienenpaaren hängend ein- und herausschiebbar sind.
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zielsteuerschiene eine im Dezimalzahlensystem bezifferte und/oder eine mit dem Buchstabenalphabet bezeichnete 2 X lOstellige Unterteilung aufweist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zielsteuerschiene zu der 2 X lOstelligen Unterteilung zusätzlich am Anfang und Ende der Schiene ein Feld (14) aufweist, in die die Zielmarkierungsträger in Ruhestellung gebracht werden können.
4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Zielsteuerschiene die halbe Länge des Warenversandbehälters nicht übersteigt.
5. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die versetzbaren Zielmarkierungsträger in Form von auf- oder einsteckbaren Lichtreflex- oder Dauermagnetmarkenträgern ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zielsteuerschiene an dem Warenversandbehälter — insbesondere an der Oberkante — befestigt ist.
7. Vorrichtung nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zielsteuerschiene spritztechnisch in den Behälter integriert ist.
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