CH626054A5 - - Google Patents

Download PDF

Info

Publication number
CH626054A5
CH626054A5 CH758977A CH758977A CH626054A5 CH 626054 A5 CH626054 A5 CH 626054A5 CH 758977 A CH758977 A CH 758977A CH 758977 A CH758977 A CH 758977A CH 626054 A5 CH626054 A5 CH 626054A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
parts
acid
reaction
mixture
anhydride
Prior art date
Application number
CH758977A
Other languages
English (en)
Inventor
Chem Dieter Dr Schneider
Chem Horst Dr Scheuermann
Original Assignee
Basf Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Basf Ag filed Critical Basf Ag
Publication of CH626054A5 publication Critical patent/CH626054A5/de

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00—Carboxylic acid nitriles
    • C07C255/61—Carboxylic acid nitriles containing cyano groups and nitrogen atoms being part of imino groups bound to the same carbon skeleton
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/04—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms
    • C07D295/12—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly or doubly bound nitrogen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

626054
2
PATENTANSPRUCH
Verfahren zur Herstellung von N-(2-Cyanphenyl)-formamidinen der Formel I:
,2 5
C=N
N=CH-N
(i)
R-
R
worin die einzelnen Reste R1 gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom, einen aliphatischen Rest, einen araliphatischen Rest, einen aromatischen Rest bedeuten oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom auch Glieder eines heterocyclischen Ringes bezeichnen, die einzelnen Reste R2 gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen aliphatischen Rest, eine Alkoxygruppe, eine Cyangruppe oder eine Nitro-gruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Isatosäu-reanhydrid der Formel II:
(II)
Anthranilsäureamid und o-Ureidobenzoesäure umsetzt. Die Umsetzung von 5,7-Dichlorisatosäureanhydrid mit Ammoniak führt zu 6,8-Dichlorbenzoylenharnstoff (J. org. Chem., Band 3, Seiten 141 ff (1938) Band 12, Seiten 743 (1947)), andere durch Chloratome substituierte Isatosäureanhydride ergeben nur mäßige Ausbeuten an chlorierten Anthranilsäureamiden (J. org. Chem., Band 26, Seiten 613 ff (1961)).
Es ist aus c jr deutschen Offenlegungsschrift Nr. 2115625 bekannt, daß man Anthranilamide mit einem N,N-disubstituierten Formamidinchlorid zu N-o-Cyanophenyl-N',N'-disubstituierten Formamidinen umsetzt.
Es wurde nun gefunden, daß man N-(2-Cyanphenyl)-formamidi-ne der Formel I:
*2
(I)
30
worin R2 die vorgenannte Bedeutung besitzt, in einem ersten Schritt mit Ammoniak umsetzt und das Umsetzungsgemisch in einem zweiten Schritt mit einem Gemisch von Säurehalogeniden der phosphorigen Säure, Phosphorsäure, Kohlensäure, Oxalsäure, schwefligen Säure oder Schwefelsäure und Formamiden der Formel III:
R
R
(in)
H-CH
^ S
worin R1 die vorgenannte Bedeutung besitzt, umsetzt.
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von N',N'-disubstituierten N-(2-Cyanphenyl)-formamidinen durch Umsetzung von Isatosäureanhydriden mit Ammoniak und anschließend mit einem Gemisch von Säurehalogeniden und Formamiden.
Es ist aus J. prakt. Chem., 2 Band 30, Seiten 467 ff (1884); J. org. Chem., Band 13, Seiten 347 ff (1948), Band 24, Seiten 1 214 ff (1959) bekannt, daß sich Isatosäureanhydrid mit wäßrigem Ammoniak zu
NH, + 2C0C1, -5
Im Vergleich zu den bekannten Verfahren liefert das Verfahren nach der Erfindung auf einfacherem und wirtschaftlicherem Wege N-(2-Cyanphenyl)-formamidine in guter Ausbeute und Reinheit und worin die einzelnen Reste R1 gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom, einen aliphatischen Rest, einen araliphatischen Rest, einen aromatischen Rest bedeuten oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom auch Glieder eines heterocyclischen Ringes bezeichnen, die einzelnen Reste R2 gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen aliphatischen Rest, eine Alkoxygruppe, eine Cyangruppe oder eine Nitro-gruppe bedeuten, vorteilhaft erhält, wenn man ein Isatosäureanhydrid der Formel II:
(II)
35
40
= 0
worin R2 die vorgenannte Bedeutung besitzt, in einem ersten Schritt mit Ammoniak umsetzt und das Umsetzungsgemisch in einem zweiten Schritt mit einem Gemisch von Säurehalogeniden der phosphorigen Säure, Phosphorsäure, Kohlensäure, Oxalsäure, schwefligen Säure oder Schwefelsäure und Formamiden der Formel III:
(III)
worin R1 die vorgenannte Bedeutung besitzt, umsetzt.
Die Umsetzung kann für den Fall der Verwendung von Isatosäu-55 reanhydrid, Dimethylformamid und Phosgen durch die folgenden Formeln wiedergegeben werden:
CsN
;=CH-N:
CH
3
CH-
besserer Raum-Zeit-Ausbeute. Eine Herstellung der Anthranilamide und die damit verbundenen Abtrennungs- und Reinigungsoperationen zu ihrer Isolierung werden eingespart. Da bei dieser Isolierung
3
626054
hohe anorganische Salzmengen anfallen, ist das erfindungsgemäße Verfahren gleichzeitig vorteilhafter im Hinblick auf Abwasserreinigung und Umweltschutz. Bei der Synthese des Anthranilamids kann der Endstoff, infolge seiner Löslichkeit in den wäßrigen Reaktionsgemischen bzw. Aufarbeitungsmedien nicht vollständig isoliert werden; die Gesamtausbeute, ausgehend von dem entsprechenden Isatosäu-reanhydrid, ist daher bei dem erfindungsgemäßen Verfahren besser als bei einer zweistufigen Arbeitsweise. Alle diese vorteilhaften Ergebnisse sind im Hinblick auf den Stand der Technik überraschend, denn man hätte Folgereaktionen der bei der Umsetzung von Isato-säureanhydrid mit Ammoniak entstehenden Reaktionsprodukte mit dem Formamid und/oder dem Säurehalogenid und somit zumindest eine erhebliche Verschlechterung der Ausbeute und die Bildung eines heterogenen, schwer trennbaren Reaktionsgemisches zahlreicher Komponenten erwarten müssen.
Der Ausgangsstoff II wird mit Ammoniak und dem Gemisch von Säurehalogeniden und Ausgangsstoffen III in stöchiometrischer Menge oder im Überschuß, vorzugsweise in einem Verhältnis von 1 bis 10, insbesondere von 1 bis 3 Mol Ammoniak je Mol Ausgangsstoff II, in einem Verhältnis von 2 bis 10, insbesondere von 2 bis 3 Äquivalenten Säurehalogenid je Mol AusgangsstofTII, in einem Verhältnis von 1 bis 20, insbesondere von 1 bis 8 Mol Formamid III je Mol Ausgangsstoff II, umgesetzt. Bevorzugte Ausgangsstoffe II und III und dementsprechend bevorzugte Endstoffe I sind solche, in deren Formeln die einzelnen Reste R1 gleich oder verschieden sein können und jeweils ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 8, insbesondere mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, einen Aralkylrest mit 7 bis 12 Kohlenstoffatomen oder einen Phenylrest bedeuten oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom Glieder eines 5- oder 6-gliedrigen, gesättigten, heterocyclischen Ringes, der noch ein weiteres Stickstoffatom oder ein Sauerstoffatom enthalten kann, bezeichnen, die einzelnen Reste R2 gleich oder verschieden sein können und jeweils ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, ein Bromatom, Chloratom, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Cyangruppe oder eine Nitrogruppe bedeuten. Die genannten Reste und Ringe können noch durch unter den Reaktionsbedingungen inerte Gruppen, z.B. Alkyl-, Alkoxy-gruppen mit jeweils 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, substituiert sein.
Es kommen beispielsweise folgende Ausgangsstoffe II:
miger Form zugeführt werden; ebenfalls kommen unter den Reaktionsbedingungen Ammoniak bildende Stoffe wie Ammoniumcar-bonat, Ammoniumcarbaminat oder Ammoniumacetat in Frage. Als Säurehalogenide kommen vorzugsweise Säurebromide und insbeson-5 dere Säurechloride, zweckmäßig Oxalylchlorid, Oxalylbromid, Thio-nylchlorid, Phosphortrichlorid, Phosphortribromid, Sulfurylchlorid und insbesondere Phosphoroxychlorid oder Phosgen in Betracht. Das Säurehalogenid wird mit Bezug auf den Ausgangsstoff III in stöchiometrischer Menge oder im Überschuß, zweckmäßig in einer io Menge von 2 bis 3 Mol Säurehalogenid je Mol Ausgangsstoff III, verwendet. Man läßt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zuerst Säurehalogenid und Ausgangsstoff III aufeinander wirken und es lassen sich so die für das Vilsmeiersche Verfahren bekannten Anlagerungsprodukte herstellen. Diese Anlagerungsprodukte können z.B. 15 (Houben-Weyl, loc. cit., Seite 30) für den Fall der Verwendung von Phosphoroxychlorid durch das folgende Formelschema wiedergegeben werden:
20
CH, 0 O H
.N-C +P0C1-,
t ^
CH, H
Cl-C-H
N-CH, i 2
CH, ? -
©
[P°2012]9
Numerierung in Betracht:
6-Chlor-, 7-Chlor-, 8-Chlor-, 5-Chlor-, 6,8-Dichlor-, 6-Nitro-,
7-Nitro-, 5-Nitro-, 6,7-Dichlor-, 6,8-Dinitro-, 6-Chlor-8-nitro-, 6-Nitro-7-chlorisatosäureanhydrid; entsprechend in 5-Stellung, 6-Stellung, 7-Stellung oder 8-Stellung einfach oder in 5,6-Stellung,
6.7-Stellung, 7,8-Stellung, 5,7-Stellung, 5,8-Stellung, 6,8-Stellung zweifach durch ein Bromatom, eine Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Iso-propyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, sek.-Butyl-, tert.-Butyl-, Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-, Isopropoxy-, Butoxy-, Isobutoxy-, sek.-Butoxy-, tert.-Butoxy-, Cyangruppe substituierte Isatosäureanhydride; entsprechend mit 2 vorgenannten, aber unterschiedlichen Substituenten substituierte Isatosäureanhydride; bevorzugt sind Isatosäureanhy-drid, 6-Chlorisatosäureanhydrid, 6-Nitroisatosäureanhydrid,
6.8-Dinitroisatosäureanhydrid, 6,8-Dichlorisatosäureanhydrid.
Es kommen z.B. die folgenden Formamide als Ausgangsstoffe III in Frage: Formamid, Formanilid, N-Formylpiperidin, N-Formyl-pyrrolidin, N-Formylmorpholin, N,N-Diäthylformamid, N-Isobu-tylformamid, N-Methylformamid, Form-(p-Chlor)-anilid, N,N-Di-benzylformamid und insbesondere N-Methylformanilid oder N,N-Dimethylformamid.
Ammoniak kann in fester, flüssiger oder zweckmäßiger in gasför-
25 Doch muß das Anlagerungsprodukt nicht in jedem Fall die vorgenannte Struktur aufweisen, die Bildung eines Anlagerungsproduktes ist auch nicht Vorbedingung für die Durchführbarkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die Reaktion wird in der Regel bei einer Temperatur von — 15 30 bis + 100°C, vorzugsweise beim ersten Schritt von 60 bis 90° C, beim zweiten Schritt von 0 bis 40°C, drucklos oder unter Druck, kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt. Man kann, insbesondere im Falle gasförmiger Säurehalogenide, unter den Reaktionsbedingungen inerte, organische Lösungsmittel verwenden. Als Lö-35 sungsmittel kommen z.B. in Frage: aromatische Kohlenwasserstoffe, z.B. Toluol, Äthylbenzol, o-, m-, p-Xylol, Isopropylbenzol, Methylnaphthalin; Halogenkohlenwasserstoffe, insbesondere Chlorkohlenwasserstoffe, z.B. Tetrachloräthylen, Methylenchlorid, Chlornaphthalin, Dichlornaphthalin, Tetrachlorkohlenstoff, 1,1,1- oder 40 1,1,2-Trichloräthan, Trichloräthylen, cis-Dichloräthylen, o-, m-, p-Diffluorbenzol, 1,2-Dichloräthan, 1,2-cis-Dichloräthylen, n-Butylchlorid, 2-, 3- und iso-Butylchlorid, Chlorbenzol, Fluorbenzol, Brombenzol, Jodbenzol, o-, p- und m-Dichlorbenzol, o-, p-, m-Dibrombenzol, o-, m-, p-Chlortoluol, 1,2,4-Trichlorbenzol; Äther, 45 z.B. Äthylpropyläther, Methyl-tert.-butyläther, n-Butyläthyläther, Di-n-butyläther, Diisobutyläther, Diisoamyläther, Diisopropyläther, Anisol, Phenetol, Cyclohexylmethyläther, Diäthyläther, Äthylen-glykoldimethyläther, Tetrahydrofuran, Dioxan, Thioanisol; aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, z.B. Heptan, Pinan, so Nonan, Benzinfraktionen innerhalb des Siedepunktintervalls von 70 bis 190°C, Cyclohexan, Methylcyclohexan, Petroläther, Dekalin, Pentan, Hexan, Ligroin, 2,2,4-Trimethylpentan, 2,2,3-Trimethylpentan, 2,3,3-Trimethylpentan, Octan; N-Methyl-pyrrolidon; und entsprechende Gemische. Zweckmäßig verwendet 55 man das Lösungsmittel in einer Menge von 200 bis 10000 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 300 bis 500 Gewichtsprozent, bezogen auf Ausgangsstoff II. Man kann das Lösungsmittel ganz oder teilweise schon dem Ausgangsgemisch zusetzen oder ganz dem Gemisch von Säurehalogenid und Formamid vor Beginn des zweiten Schrittes zu-60 geben. In einer bevorzugten Ausführungsform verwendet man das umzusetzende Formamid III als Lösungsmedium, z.B. Dimethylfor-mamid oder Formamid. In solchen Fällen verwendet man das Formamid III zweckmäßig in einer Gesamtmenge von 300 bis 500 Gewichtsprozent, bezogen auf Ausgangsstoff II; man kann mit der Ge-65 samtmenge das Gemisch mit dem Säurehalogenid bilden oder zweckmäßiger einen Teil, z.B. den zweiten bis vierten Teil der Gesamtmenge, schon dem Ausgangsstoff II vor Beginn des ersten Schrittes zufügen.
626054
Man kann die Reaktion so durchführen, daß man den Ausgangsstoff II und gegebenenfalls Lösungsmittel und/oder Ausgangsstoff III vorlegt, dann Ammoniak und schließlich das Gemisch von Säurehalogenid und Formamid III zugibt. In einer bevorzugten Ausführungsform hält man ein Gemisch von Ausgangsstoff II, Ammoniak, gegebenenfalls Lösungsmittel und/oder einem Teil von Ausgangsstoff III während 60 bis 200 Minuten bei der Reaktionstemperatur, verdrängt gegebenenfalls Reste des freien Ammoniaks mit einem Inertgas, z.B. Stickstoff, oder mit Luft. Nun gibt man zweckmäßig das Gemisch des Ausgangsstoffs II zu einem Gemisch von Säurehalogenid und Ausgangsstoff III und gegebenenfalls Lösungsmittel; gegebenenfalls kann man aber auch das vorgenannte Gemisch des Ausgangsstoffs III langsam portionsweise zu dem Gemisch des Ausgangsstoffs II zugeben. Man hält das gesamte Reaktionsgemisch schließlich während 40 bis 200 Minuten bei der Reaktionstemperatur. Dann wird der Endstoff aus diesem Gemisch in üblicher Weise, z.B. durch Neutralisation mit wäßrigem Alkali, z.B. Natronlauge, und Filtration, isoliert.
Die durch das Verfahren der Erfindung herstellbaren N-(2-Cyanphenyl)-formamidine sind wertvolle Ausgangsstoffe für die Herstellung von Farbstoffen, Pflanzenschutzmitteln und Pharma. Bezüglich der Verwendung wird auf vorgenannte Veröffentlichungen verwiesen. So kann man z.B. mit ihnen durch Hydrolyse in saurem . Medium die in der deutschen Offenlegungsschrift 2115624 beschriebenen, zur Herstellung von Farbstoffen und Pharmazeutika dienenden o-Aminobenzonitrile erhalten.
Die in den folgenden Beispielen aufgeführten Teile bedeuten Gewichtsteile. Die Gewichtsteile verhalten sich zu den Volumenteilen wie Kilogramm zu Liter.
Beispiel 1:
Bei 25=C werden 815 Teile Isatosäureanhydrid in 615 Teilen Di-methylformamid suspendiert. Man erhitzt das Gemisch während 20 Minuten auf 60 C, leitet dann während 2,5 Stunden 85 Teile Ammoniak ein, wobei die Temperatur auf 87°C steigt. Die Suspension geht in eine tiefbraune Lösung über. Nach Beendigung der Umsetzung bläst man durch die Lösung noch 40000 Volumenteile Stickstoff bei 80° C, um freien Ammoniak zu entfernen. Man erhält ca. 1400 Teile Lösung (Lösung A).
In 1925 Teile Dimethylformamid werden bei einer Innentemperatur von 20CC unter Eiskühlung 1400 Teile Phosgen eingeleitet. Man rührt 10 Minuten nach, leitet 5 Minuten trockenen Stickstoff durch die Suspension und gibt in 90 Minuten die Lösung A zu. Die Temperatur wird durch Eiskühlung bei 30 " C gehalten. Danach rührt man das Gemisch weitere 10 Minuten, gibt es in 6200 Teile Wasser, stellt das Gemisch bei 30° C mit 2020 Teilen 50prozentiger Natronlauge auf pH 7, saugt ab und wäscht den Endstoff I mit 300 Teilen Wasser. Die Ausbeute beträgt 736 Teile N-(2-Cyanphenyl)-N',N'-dimethyl-formamidin von Fp 61 bis 63°C (85% der Theorie, bezogen auf Isatosäureanhydrid).
Beispiel 2:
In 138 Teile Dimethylformamid werden 163 Teile Isatosäureanhydrid suspendiert und bei 60°C beginnend 192 Teile Ammoncar-bonat zugegeben. Es entwickelt sich C02; die Temperatur steigt auf 80°C. Nach 6 Stunden bei 80°C wird die erhaltene Lösung analog Beispiel 1 umgesetzt. Man erhält 144 Teile N-(2-Cyanphenyl)-N',N'-dimethylformamidin (83% der Theorie) vom Fp 62°C.
Beispiel 3:
Bei 25°C werden 815 Teile Isatosäureanhydrid in 600 Teilen N-Methylpyrrolidon suspendiert. Die weitere Umsetzung erfolgt analog Beispiel 1. Man erhält 720 Teile N-(2-Cyanphenyl)-N',N'-dimethyl-formamidin (83% der Theorie) vom Fp 60 bis 63°C.
Beispiel 4:
In 131 Teilen Dimethylformamid werden 163 Teile Isatosäureanhydrid suspendiert und bei 60°C beginnend 156 Teile Ammonium-carbaminat zugegeben. Die weitere Reaktion erfolgt analog Beispiel 2. Man erhält 147 Teile N-(2-Cyanphenyl)-N',N/-dimethylformami-din (85% der Theorie) vom Fp 61 bis 63°C.
Beispiel 5:
Die Umsetzung wird analog Beispiel 1, aber mit 988 Teilen 6-Chlorisatosäureanhydrid, durchgeführt. Man erhält 832 Teile N-(2-Cyan-4-chlorphenyl)-N',N'-dimethylformamidin (80% der Theorie) vom Fp 73 bis 75°C.
Beispiel 6:
Die Umsetzung wird analog Beispiel 1, aber mit 1040 Teilen 6-Nitroisatosäureanhydrid, durchgeführt. Man erhält 895 Teile N-(2-Cyan-4-nitrophenyl)-N',N'-dimethylformamidin (82% der Theorie) vom Fp 140 bis 142°C.
Beispiel 7:
Die Umsetzung wird analog Beispiel 1 mit 2140 Teilen Phosphoroxychlorid durchgeführt. Man erhält 692 Teile (80% der Theorie) N-(2-Cyanphenyl)-N',N'-dimethylformamidin vom Fp 60 bis 63° C.
Beispiel 8:
Die Umsetzung wird analog Beispiel 6 mit 1840 Teilen Phosphoroxychlorid durchgeführt. Man erhält 872 Teile (80% der Theorie) N-(2-Cyan-4-nitrophenyl)-N',N'-dimethylformamidin vom Fp 140 bis 141 °C.
Beispiel 9:
Die Umsetzung wird analog Beispiel 4 mit 233 Teilen 6,8-Dichlorisatosäureanhydrid und 114 Teilen Ammoniumcarbonat durchgeführt. Man erhält 200 Teile N-(2-Cyan-4,6-dichlorphenyl)-N',N'-dimethylformamidin (82% der Theorie) vom Fp 119°C.
4
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
R
CH758977A 1976-06-23 1977-06-21 CH626054A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19762628055 DE2628055A1 (de) 1976-06-23 1976-06-23 Verfahren zur herstellung von n-(2- cyanphenyl)-formamidinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH626054A5 true CH626054A5 (de) 1981-10-30

Family

ID=5981203

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH758977A CH626054A5 (de) 1976-06-23 1977-06-21

Country Status (7)

Country Link
US (1) US4154755A (de)
JP (1) JPS52156833A (de)
BE (1) BE856020A (de)
CH (1) CH626054A5 (de)
DE (1) DE2628055A1 (de)
FR (1) FR2355813A1 (de)
GB (1) GB1576874A (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BR0309599A (pt) * 2002-05-03 2005-03-01 Du Pont Composto, composições fungicidas e método para o controle de doenças vegetais
US7498401B2 (en) * 2005-03-03 2009-03-03 Sabic Innovative Plastics Ip B.V. Thermoplastic polycarbonate compositions, articles made therefrom and method of manufacture

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2115625B2 (de) 1971-03-31 1978-07-06 Basf Ag, 6700 Ludwigshafen Verfahren zur Herstellung von N-o-Cyanophenyl-N', N'-disubstituierten Formamidinen und deren Salzen

Also Published As

Publication number Publication date
GB1576874A (en) 1980-10-15
JPS52156833A (en) 1977-12-27
US4154755A (en) 1979-05-15
FR2355813B3 (de) 1980-04-04
FR2355813A1 (fr) 1978-01-20
DE2628055A1 (de) 1978-01-05
BE856020A (fr) 1977-12-23

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2105687C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-substituierten 2,1,3-Benzothiadiazin-4-on-2,2-dioxiden
DE1166767B (de) Verfahren zur Herstellung von als Unkrautbekaempfungsmittel und gegen Eingeweideparasiten wirksamen N-Alkanoyldinitrobenzoesaeureamiden
DE2362279A1 (de) Penicillinderivate und deren salze, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneipraeparate
DE2613420A1 (de) Benzamidderivate
DE2166657A1 (de) Neue triazolbenzodiazepinderivate und verfahren zu ihrer herstellung
DE2533821A1 (de) Thiazolidinderivate und verfahren zu ihrer herstellung
DE2628055A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-(2- cyanphenyl)-formamidinen
DE2164176C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfamidsäurechloriden und bestimmte Sulfamidsäurechloride als solche
DE2363458B2 (de) Aminobenzaldehydverbindungen und ein Verfahren zu ihrer Herstellung
DE69915945T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Carboxamidoximen
DE3514843A1 (de) Iminothiazolidinderivate, verfahren zu deren herstellung und pharmazeutische derivate
EP0152759B1 (de) Aminoisothiazolverbindungen
DE2330241C3 (de) Chlorthio-N-phthalimid, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung
DE3721430A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1-(3'-(mercapto)-(2's)-(methyl)-propionyl)-pyrrolidin-(2s)-carbonsaeure oder ihren salzen
EP0009658B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Oxalylchlorid
DE2212693A1 (de) Dihydro-2-aminoisochinoline und Verfahren zu deren Herstellung
CH616914A5 (de)
DE2747121A1 (de) 6-(m-aminophenyl-2,3,5,6-tetrahydroimidazo eckige klammer auf 2,1-b eckige klammer zu thiazolderivate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
AT211296B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfamylanthranilsäuren
US3147273A (en) Certain 2h-isothiazolo [4, 5-b] indol-3 (4h)-one 1-oxide compounds and their preparation
DE2064061A1 (de) Neue tuberkulostatisch wirkende alpha-aminoxy-carbonsaeureamid-derivate und verfahren zur herstellung derselben
DE1695092A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden
DE2414498A1 (de) Verfahren zur herstellung von - eckige klammer auf n,n-dialkylamino-alkyl eckige klammer zu - 2-alkoxy-5-sulfamoylbenzamiden
CH502356A (de) Verfahren zur Herstellung von Benzodiazepin-Derivaten
DE1543655A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Acylamino-phenyl-arylketonen

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased