CH626575A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lokomotive mit mindestens einer Führerkabine und mindestens einem Gehäuse für die Antriebsmaschine und die Hilfsaggregate, mit Dach und Seitenwänden sowie Lärmschutzisolation.
Die Lokomotive ist insbesondere als Rangierlokomotive vorgesehen und kann mit elektronischer Fernbedienung versehen sein und ist insbesondere zur Verbesserung in der Lärmisolation gegenüber bestehenden Ausführungen ausgeführt. Ferner bietet die Lokomotive guten Zugang für Reparaturen und Service.
Heutzutage ist es besonders wichtig, dass Rangierlokomotiven geräuscharm sind, weil sie sich nur langsam bewegen und oft während einer längeren Zeit an einer Stelle stehen. Eine gute Lärmisolation für die Antriebsmaschine erschwert aber auch die Zugänglichkeit für Reparaturen und Service, was einen ernsten Nachteil darstellt, wenn die Arbeitskosten hoch sind und ein rascher Service notwendig ist. Herkömmliche Rangierlokomotiven sind mit einem oder mehreren Deckeln oder Gehäusen für den Motor und Hilfsaggregate ausgestattet und können einen fest angeordneten Rahmen aufweisen, an welchem entfernbare oder verschiebbare Platten und/oder Türen mit Scharnieren montiert sind. Im allgemeinen ist die Lärmisolation schlecht und der Zugang erschwert entweder, weil Platten zuerst abgenommen werden müssen, oder weil verschiebbare Platten oder Türen im offenen Zustand einander behindern und den Gang neben dem Motorgehäuse versperren. Eine derartige Ausführung mit einem solchen Gehäuse und einem Rahmen sowie Türen mit Scharnieren und verschiebbarer Platte ist in der US-Patentschrift Nr. 2 407 506 beschrieben.
Eine weitere Ausführungsform, die anscheinend nicht stark verbreitet ist, hat die gleichen Probleme und ist in der US-Patentschrift Nr. 2 370 237 beschrieben. Diese Lokomotive ist mit zwei Hauben versehen, welche in teleskopartiger Weise ineinander verschiebbar sind. Bei dieser Ausführung ist die Zugänglichkeit besser, jedoch gleichzeitig nur für eine Hälfte.
Ein Problem mit der Lärmreduktion ist in «Glasers An-nalen», 1961, 85, November 1961, Seite 363 beschrieben. Die in den Fig. 8 und 9 gezeigte Lokomotive hat eine Führerkabine, welche zwischen zwei geschlossenen Abteilen für die Antriebsmaschine und Hilfsaggregate angeordnet ist. Die Gehäuse rund um die Abteile sind stark isoliert und die Führerkabine ist allseitig von einer Isolation umgeben. Zwischen der Führerkabine und der Antriebsmaschine ist eine Trennwand angeordnet, die gleichzeitig mit Isolation versehen ist.
Ein weiteres Problem der Zugänglichkeit, das sich nur auf Schienen bezieht, ist Anlass für die US-Patentschriften Nr. 3 098 456 und 3 670 664, welche Eisenbahnwagen, insbesondere kastenförmige oder flache Wagen zeigen, sind mit Gehäusen oder Deckeln für die transportierten Güter versehen, die vom Boden des Wagens gehoben werden können, um das Be- und Entladen zu ermöglichen. In der US-Patentschrift Nr. 3 098 456 ist ein rechtwinkliger, geschlossener Körper mit Eckpfostgehäusen dargestellt, welche sich nach aussen an jeder Ecke erstrecken. In diesen Gehäusen sind Hebeschrauben vertikal angeordnet, die zusammen montiert werden, um den Körper mittels Kegelrädern zu heben, wobei sich zwei Stangen in der Längsrichtung des Wagens erstrecken und eine Kette die Stangen verbindet, die sich quer über den Wagen erstrecken.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer Lokomotive, insbesondere einer Rangierlokomotive, die mit einer guten Lärmisolation versehen ist, und bei der die Antriebsmaschine gut zugänglich ist.
Die erfindungsgemässe Lokomotive der eingangs genannten Art ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse als einstückige Haube ausgebildet ist und mit einem Dach, zwei Seiten- und zwei Stirnwänden versehen ist, die den Antrieb und die Hilfsaggregate abdecken, wobei eine Hebevorrichtung zum Heben der Haube nach oben dient, damit die Antriebsmaschine und die Hilfsaggregate zugänglich sind, und dass die Führerkabine eine mit Abstand von der Stirnwand angeordnete Wand aufweist, wenn die Haube geschlossen ist.
Bei dieser Ausführung ist es möglich, den erwünschten Lärmisolationswert sowie einen guten Zugang zu erreichen.
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Die kastenförmige, mit Isolation ausgekleidete Haube um-schliesst das Motorabteil und dämpft den Motorlärm sehr gut. Die Kastenform der Haube ist auch einfach und stabil ausgebildet, und ermöglicht, dass sich ein nachgiebiger Ab-schluss rund um die Haube erstreckt, um in die Platte einzugreifen, welche die Antriebsmaschine trägt. Diese Platte ist vorzugsweise unter der Antriebsmaschine lärmisoliert
Die Wand der Führerkabine benachbart zur Stirnwand der Haube ist vorzugsweise ebenfalls lärmisoliert. Die Anordnung dieser beiden Wände mit einem kleiner Spalt zwischen ihnen führt zu einer besonders guten Lärmisolation zwischen der Führerkabine und dem Motorabteil und trennt diese beiden in zwei separate Teile. Empfindliche Steuervorrichtungen, z.B. eine elektronische Fernsteuerung können in der Führerkabine angeordnet sein. Diese Ausführung weicht bedeutend von bekannten Lokomotiven ab, bei welchen der Rahmen und das Motorgehäuse an der Führerkabine befestigt sind. Getrennte Gehäuse für die Antriebsmaschine und Hilfsaggregate, z.B. für den Kompressor, sind nicht notwendig.
Auf der anderen Seite ermöglicht das Heben der Haube ' einen nicht beeinträchtigten Zugang. Ferner wird der Service beschleunigt und erleichtert und die Kosten reduziert.
Die Hebevorrichtung für die Haube kann ein geeigneter, linear betätigbarer Mechanismus sein, und beispielsweise aus Riemenscheiben und Seiten, pneumatischen oder hydraulischen Aggregaten bestehen. Bevorzugt ist aber die Haube rechtwinklig in der Ebene ausgebildet und die Hebevorrichtung umfasst vier Spindeln, die jeweils innerhalb der Haube in den vier Ecken angeordnet sind.
In diesem Falle kann die erwünschte Hebung der Haube in allen vier Ecken mittels der Spindeln an jedem Längsende der Haube dadurch erfolgen, dass sie alle mit einer gemeinsamen Antriebswelle versehen sind, die sich in der Längsrichtung an der kurzen Seite der Haube befindet, wobei jede Antriebswelle durch synchron rotierende Motoren betrieben werden, und die bèiden Antriebsmotore alle vier Spindeln mit der gleichen Drehzahl betätigen.
Um eine gute Abdichtung der Haube an der Stahlplatte zu erreichen, sind die Hebevorrichtungen für die Haube vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie eine extra Drehkraft auf die elastische Abdichtung ausüben, welche Kraft zusätzlich zum Gewicht der Haube wirkt, wenn die Haube sich in der unteren Stellung befindet.
Auf der Innenseite ist die Haube mit einer lärmisolierenden Schicht versehen. Vorzugsweise sind die Abschlussflächen für die Einlass- und die Auslassöffnungen für Verbrennungsluft, Kühlluft usw. in der Haube mit Abdichtungen an der Haube versehen. Vorzugsweise sind die Abschlussflächen der Lufteinlassöffnung oder Öffnungen in der Seitenwand oder in den Wänden der Haube gut abgedichtet.
Die Anzahl der Türen in der Haube sollte auf ein Mindestmass reduziert werden. Vorzugsweise ist in einer oder in den beiden Seitenwänden der Haube eine Inspektionstür vorgesehen, die ebenfalls auf der Innenseite mit Lärmisolation versehen ist. Durch diese Tür ist ein rascher Service und die Zufuhr von Öl und Wasser und Brennstoff möglich.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der erfindungs-gemässen Lokomotive anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht einer Lokomotive gemäss der vorliegenden Ausführung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Lokomotive nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht der Lokomotive nach Fig. 1,
Fig. 4 eine Draufsicht der Haube der Lokomotive nach Fig. 1,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Haube nach Fig. 4, . Fig. 6 eine Vorderansicht der Haube nach Fig. 4,
Fig. 7a die Verbindung der Haube nach Fig. 4 mit einer Spindel, längs des Schnittes A-A nach Fig. 5,
Fig. 7b eine Draufsicht der Teile nach Fig. 7a, Fig. 8 einen Abschluss der Seiteneinlassöffnung für Ab-5 gase im Schnitt längs der Linie B-B nach Fig. 5,
Fig. 9 einen Abschluss längs der unteren Kante der Haube gegen die Tragplatte in einem Schnitt C-C nach Fig. 5,
Fig. 10 den Abschluss an der unteren Kante der Haube an der kürzeren Seite in einem Schnitt längs der Linie D-D io in Fig. 4,
Fig. 11 eine Abdichtung eines weiteren, seitlichen Einlasses für Kühlluft, in einem Schnitt längs der Linie E-E nach Fig. 5, und
Fig. 12 die Abdichtung gemäss der Linie F-F in Fig. 4. 15 In den Fig. 1 bis 3 ist eine Lokomotive mit zwei vierrädrigen Drehgestellen 1 und 2 dargestellt, die auf Schienen aufgesetzt sind. Die Lokomotive hat eine Bodenplatte 3, die als Boden für den Führer dient. Am vorderen und hinteren Ende der Bodenplatte 3 sind zwei offene Durchgänge 4 und 5 vor-20 gesehen, an deren Seiten Stufen 6 zum Be- und Entsteigen sowie zum Stehen vorgesehen sind. Vorne und hinten sind geschützte Kabinen 7 und 8 für den Führer vorgesehen. Weitere Details der allgemeinen Auslegung dieser Lokomotive sowie andere Eigenschaften sind in der Schweizerischen Patent-25 schritt Nr. 607 962 beschrieben.
Zwischen den beiden Kabinen 7 und 8 ist ein Motorabteil 9 vorgesehen, in welchem der Dieselmotor, die Kühlinstallation, der Kompressor usw. angeordnet sind. Auf beiden Seiten des Maschinenabteils 9 sind zwei Durchgänge 10 30 vorgesehen, welche jeweils mit einem Geländer versehen sind. Das Motorabteil ist von einer kastenförmigen, hebbaren Haube 11 abgedeckt, die rechtwinklig ausgebildet ist und zwei lange Seiten- und zwei kurze Stirnwände aufweist. Aus den Fig. 4 bis 6 geht hervor, dass die Haube 11 als 35 rechtwinkliger Kasten ausgebildet ist, der auf der unteren Seite vollständig offen ist und im geschlossenen Zustand den Motorraum vollständig abschliesst. Aus den Fig. 1 und 2 geht hervor, dass jede Stirnwand der Haube 11 mit Abstand zur Stirnwand der Kabine an diesem Ende der Lokomotive ange-40 ordnet ist. Die linke Kabine 7 hat ein Abteil benachbart zur Haube 11, das empfindliche Steuervorrichtungen, beispielsweise die elektronische Ausrüstung für die Fernbedienung der Lokomotive enthält.
Zum Heben der Haube 11 während Kontrollen und Re-45 paraturen in der Werkstatt dient ein Mechanismus mit einer Spindel, die jeweils in allen vier Ecken der Haube, innerhalb dieser, angeordnet sind. Vertikale Spindeln 13 sind drehbar an der Bodenplatte 3 angeordnet (Fig. 6) und über Kegelräder in Paaren mittels horizontalen Wellen angeordnet, die 50 sich längs der kurzen Seite der Motorhaube erstrecken. In jeder dieser Wellen 14 ist ein Drehstrom-Synchron-Reluk-tanzmotor 15 an der Bodenplatte 3 für den Antrieb angeordnet.
Die Haube 11 ist in den vier Ecken in einer Weise abge-55 stützt, die in den Fig. 7 a und 7b ersichtlich ist. Eine Spindelmutter 16 ist an der Spindel 13 montiert und hat eine kugelförmige Aussenfläche und ist mittels eines dehnbaren Elementes mit einem Lagerblock 16a verbunden. Dadurch wird eine Selbsteinstellung bei der Montage erreicht. Ein befriedi-60 gender Betrieb des Hebemechanismus ist infolgedessen auch dann gewährleistet, wenn kleine Abweichungen in der Konstruktion vorhanden sind oder wenn kleine Verformungen später auftreten sollten. Der Block 16a ist mit der Haube 11 verbunden, wie dies durch eine Schraubenverbindung in einer 65 Öffnung in der Haube gezeigt ist. Die Verbindung wird mittels eines Mittelloches 19 und eines Inspektionsloches 20 gewährleistet, die auf der Aussenseite der Haube mittels einer Klappe 17 mit einer Umfangsdichtung 18 geschlossen sind.
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Um das Heben mittels des Hebemechanismus zu erleichtern ist die Haube 11 robust und starr ausgebildet. Wenn es notwendig ist, kann die Haube 11 durch Lösen der Schrauben 21a nach den Fig. 7a und 7b vollständig mittels eines Kranes abgehoben werden, wie dies beispielsweise für ein Grossservice zweckmässig ist. Die Deckelmuttern 21b sind am Block 16a festgeschweisst.
Die Haube ist auf der gesamten Innenfläche, mit Ausnahme der Einlass- und Auslassöffnungen für den Motor und die Kühlinstallationen mit einer Lärmschutzschicht 22 versehen, die in Fig. 4 dargestellt ist.
In der Haube 11 ist eine Abgasöffnung 23 für den Dieselmotor sowie eine Auslassöffnung 24 für die Kühlinstallation vorgesehen. In einer der langen Seitenwände der rechtwinkligen Motorhaube ist eine Lufteinlassöffnung 25 für den Motor und eine Lufteinlassöffnung 26 für die Kühlinstallation vorgesehen.
Die Abdichtung für den Lufteinlass für den Dieselmotor ist in Fig. 8 detailliert dargestellt. In der unteren Stellung der Haube, oberhalb des Lufteinlassrohres 27, ist ein praktisch gleichseitiger Kasten 28 vorgesehen, der an den Stellen 30 und 31 auf der Haube 11 befestigt und mit Lärmisolation versehen ist. Ein Kanal 29 öffnet zum Boden dieses Kastens 28 und verbindet das Einlassrohr 27 mittels einer Abdichtung 27a. Der Rahmen 28 ist nach aussen hin offen und in dieser Öffnung sind schräg angeordnete Lüftungsplatten 32 vorgesehen, damit praktisch kein Regen eindringen kann.
In der anderen langen Seitenwand der Haube 11 ist eine Inspektionstür 33 vorgesehen, welche auch auf dieser Seite mit Lärmisolation versehen ist. Diese Tür öffnet sich nach aussen und da sie sich um etwa 180° drehen kann, ist sie in der offenen Stellung gegen die Wand der Haube befestigbar, damit sie beim Wind nicht hin- und herschlägt.
Um die gesamte untere Kante der Haube 11 ist eine nachgiebige Abdichtung vorgesehen, welche die Haube gegen die Bodenplatte 3 abdichtet. Diese ist in den Fig. 9 und 10 gezeigt. An den Langseiten der Haube (Fig. 9) ist eine untere Rippe 34 montiert und benachbart zur unteren Kante der Haube und dem untersten Träger derselben ist ein nachgiebiges, rohrförmiges, Abdichtungsprofil 35 vorgesehen, das gegen die Rippe 34 anliegt, wenn die Haube geschlossen ist. Auf der äusseren Seite der unteren Kante der Haube ist ferner ein nachgiebiger, sich nach unten erstreckender Flansch 36 vorgesehen, der in die Bodenplatte 3 eingreift.
Auf der unteren Seite der Haube wird die Abdichtung der Haube gegen die Bodenplatte 3 (Fig. 10) mittels eines weiteren, geschlossenen Abdichtungsprofiles 38 aus nachgiebigem Material erreicht, das am untersten Träger 37 der Motorhaube angeordnet ist, wobei dieses Profil ruht, wenn die Haube auf einer grösseren, nach oben versetzten Rippe 39 ruht, die auf die Bodenplatte 3 festgeschweisst ist.
Wenn die Haube 11 mittels der zwei Motoren 15 geschlossen wird, wird eine Druckkraft auf die Dichtungen 34, 35, 38, 39 zusätzlich zum Gewicht der Haube ausgeübt. Diese Kraft wird mittels der Motoren ausgeübt und wird von der Selbstschlusswirkung der Schraubenspindeln 13 aufrechterhalten. Dies ist deshalb möglich, weil, wie dies in den Fig. 9 und 10 gezeigt ist, die Unterkante 40 der Haube nicht direkt gegen die Bodenplatte 3 in der geschlossenen Stellung anliegt.
In Fig. 11 ist gezeigt, wie die Abdichtung der Einlassöffnung 26 zum Einlasskanal 41 der Kühlinstallation in der Längswand der Haube 11 erreicht wird. In der Öffnung 26 der Haube 11 ist ein Rahmen mit einem inneren Flansch montiert, der eine Dichtimg 43 trägt, die in der unteren Stellung der Haube einen Umfangsflansch am Einlasskanal 41 berührt. In dieser Öffnung 26 sind schräg angeordnete Platten
44 vorgesehen, die ebenfalls das Eindringen von Regen beschränken.
In Fig. 12 ist die Abdichtung eines weiteren Kanals 41 zur Kühlinstallation gezeigt. Die Einlassöffnung 45 ist in der einen Endwand der Haube 11 für die Ventilation des Motorraumes vorgesehen und ist mit einem Rahmen 46 versehen, der den Kanal mittels eines Abdichtungsringes 47 berührt, der in einer Ebene liegt, die sich schräg nach oben und innerhabt des unteren Randes der Öffnung erstreckt. Infolgedessen sind die Abschlussflächen 42,43 und 46,47 für diese beiden Lufteinlassöffnungen schräg abgedichtet, so dass die Haube 11 vertikal gehoben und gesenkt werden kann, ohne dass die Gefahr einer Störung möglich ist.
In Fig. 12 ist der Abschluss der Haube 11 gegen das Ab-gasrohr für die Kühlinstallation 41 dargestellt. Dies wird mittels eines Rahmens 48, der rund um alle Seitenöffnungen der Haube 11 montiert ist, sowie mittels einer zugeordneten Dichtung 49 erreicht.
Wie bereits erwähnt, wird die Haube 11 an allen vier Ecken mittels vier Spindel-Hebevorrichtungen gehoben, die gleichzeitig synchron mittels Drehstrom-Reluktanzmotoren angetrieben werden, die mit einer Drehstromquelle in der Werkstatt verbunden sein können. Endschalter an jedem Ende der Spindeln geben die Endstellungen während des Hebens und Senkens der Motorhaube an. Die untere Endstellung ist derart gewählt, dass die zusätzliche Druckkraft auf die obengenannten Dichtungen 35, 39 dann ausgeübt wird, wenn sich die Haube nicht mehr nach unten bewegt.
Damit die Haube eine ausreichende Stabilität erhält, so dass sie robust und starr ist, ist ihr Rahmen aus rohrförmigen Profilkörpern hergestellt. Das Gesamtgewicht kann infolgedessen relativ niedrig sein. In der dargestellten Ausführungsform wiegt die Haube einschliesslich der Lärmisolation und der Abdichtungskörper 3200 kg. Wenn zwei Drehstrom-Re-luktanzmotoren von je 1,5 kW verwendet werden, beträgt die Hebezeit für die Haube etwa 110 Sekunden. Die Hebehöhe beträgt etwa 2 Meter, damit das Bedienungspersonal in der Werkstatt freien Zugang hat.
Tägliche und längere Unterhaltsperioden der gezeigten Lokomotive sind niedrig, und die Suche nach Fehlern sowie die mechanischen und elektrischen Ausbesserungen sind infolgedessen einfach und erfordern wenig Zeit. Ein Niveau von Öl, Brennstoff und Wasser ist in der Kabine zusammen mit dem Öldruck und der Wassertemperatur angezeigt. Der Lokomotivführer muss nur Brennstoff durch die Inspektionstür 33 (Fig. 3) zuführen, wenn dies gemäss der Anzeige in der Kabine erforderlich ist.
Die Lärmmessungen haben gezeigt, dass die dargestellte Lokomotive praktisch geräuschlos ist. Ein Pegel von 62 dB (A) in einem Abstand von 40 Meter wurde gemessen. Die dazu beitragenden Faktoren sind die folgenden:
— Vollständig geschlossene Haube die mit zusätzlichem Lärmisolations- und Abschirmungsmaterial versehen ist;
— Der Hauptrahmen ist auf der unteren Seite vollständig geschlossen;
— Die Motorkühlung ist überdimensioniert und weist einen langsam laufenden Ventilator auf, der zudem während
5 Minuten abgestellt wird, wenn die Lokomotive z.B. durch eine Wohngegend fährt;
— Speziell ausgebildeter Auspuff;
— Die Drehgestelle und die Räder sind mittels Gummielementen aufgehängt;
— Die Räder sind schwer und kastenförmig ausgebildet, so dass der Lärm bedeutend reduziert wird;
— Die Getriebe für die Drehgestelle sind mit genau maschinengearbeiteten Zahnrädern versehen.
Die beschriebene Lokomotive genügt somit den heutigen Anforderungen der Lärmkontrolle.
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5 Blätter Zeichnungen
Claims (9)
1. Lokomotive mit mindestens einer Führerkabine und mindestens einem Gehäuse für die Antriebsmaschine und die Hilfsaggregate, mit Dach und Seitenwänden sowie Lärmschutzisolation, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse als einstückige Haube (11) ausgebildet und mit einem Dach, zwei Seiten- und zwei Stirnwänden versehen ist, welche die Antriebsmaschine und die Hilfsaggregate addecken, wobei eine Hebevorrichtung zum Heben der Haube (11) nach oben dient, damit die Antriebsmaschine und Hilfsaggregate zugänglich sind, und dass die Führerkabine (7, 8) eine mit Abstand von der Stirnwand angeordnete Wand aufweist, wenn die Haube (11) geschlossen ist.
2. Lokomotive nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (11) quaderförmig ausgebildet ist, und dass die Hebevorrichtungen vier vertikale Spindeln (13) aufweisen, die innerhalb der Haube (11) benachbart zu den vier Ecken angeordnet sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Lokomotive nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei Spindeln (13) mit einer gemeinsamen Antriebswelle (14) verbunden sind, die sich längs der Schmalseite der Haube erstrecken, wobei jede Antriebswelle (14) mittels eines Drehstrom-Synchron-Reluktanzmotors (15) angetrieben wird, so dass die vier Spindeln mit der gleichen Drehzahl rotieren.
4. Lokomotive nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bodenplatte (3), an welcher der Antriebsmotor und die Spindeln für die Haube montiert sind, eine Lärmisolation unterhalb des Antriebsmotors aufweist, wobei die Haube (11) eine elastische Dichtung (35, 38) aufweist, um die Haube (11) gegen die Bodenplatte (3) in der unteren Stellung abzudichten.
5. Lokomotive nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindeln für die Haube derart ausgebildet sind, dass sie eine zum Gewicht der Haube zusätzliche Druckkraft auf die elastische Dichtung (35, 38) ausüben, wenn die Haube sich in der unteren Stellung befindet.
6. Lokomotive nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (11) mindestens eine Öffnung (26,45) als Einlass und eine Öffnung (24) als Auslass von Luft zur bzw. von der Antriebsmaschine aufweist, die mit einem ortsfesten Luftkanal (41) in Verbindung stehen und welche in geschlossener Stellung der Haube (11) gegen diesen Luftkanal (41) abgedichtet (43, 47, 48) sind.
7. Lokomotive nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (11) in mindestens einer der Seitenwände eine Tür (33) aufweist.
8. Lokomotive nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Sperrvorrichtung aufweist, die gewährleistet, dass die Spindeln für die Haube (11) nicht betätigt werden können, wenn die Lokomotive fährt.
9. Lokomotive nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Führerkabine (7, 8) an jedem Ende der Lokomotive angeordnet ist, wobei sich die Haube (11) zwischen ihnen befindet, und dass beide Führerkabinen (7, 8)
eine Wand benachbart zur betreffenden Stirnwand der Haube aufweisen, die jeweils mit Abstand von der betreffenden Stirnwand angeordnet ist.
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