PATENTANSPRUCH Mylar® auf, die über einen zweiten Plastikfilm 2 aus Teflon®
Temperaturstabiles Elektret-Mikrofon, in dem ein metalli- gespannt ist und an einer darunter befindlichen festen Elek-sierter Plastikfilm (1) über einen polarisierten Plastikfilm (2), trode in Form einer metallischen Grundplatte 3 befestigt ist. der wenigstens auf einer Seite eine Reliefmusterprägung auf- Der erste Plastikfilm 1 ist auf seiner Oberseite mit einer Metallweist, gespannt und an einer darunter befindlichen festen Elek- 5 schicht 4 belegt, während der zweite Plastikfilm 2 so polarisiert trode (3) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Flä- ist, dass er Elektret-Ladungen enthält. Der polarisierte Plastikchenbereich der festen Elektrode (3) grösser als der des polari- film 2 ist zusätzlich mit einem Reliefmuster versehen, indem sierten Plastikfilms (2) ist und dieser mittels des metallisierten seine beiden Flächen mit einem Glasgewebe geprägt worden Plastikfilms (1) konzentrisch auf der festen Elektrode (3) festge- sind gemäss dem Verfahren, wie es im schwedischen Patent Nr. legt ist. io 74.104084 dargestellt ist.
Das Elektret-Mikrofon hat eine Isolierstoffabdeckung 5 mit einer metallischen Sprechplatte 6, in der Schallöffnungen 7 angebracht sind. Die metallische Grundplatte 3 ist in bekannter Weise mit Luftkanälen 8 ausgestatet. Schallwellen setzen die 15 beiden Plastikfilme 1 und 2 über die Schallöcher 7 so in Bewe-Die Erfindung betrifft ein temperaturstabiles Elektret- gung, dass sie in Schwingung geraten und eine Signalspannung
Mikrofon, in dem ein metallisierter Plastikfilm über eine polari- hervorrufen, die zwischen dem elektrischen Anschluss 9 der sierten Plastikfilm, der wenigstens auf einer Seite eine Relief- metallischen Grundplatte 3 und einem weiteren Anschluss 10 musterprägung aufweist, gespannt und an einer darunter auf der Metallschicht 4 des Plastikfilms 1 abgenommen werden befindlichen festen Elektrode befestigt ist. 20 kann. Die elektrische Anschlussverbindung 9 ist als Kontaktfe in der schwedischen Patenschrift 362 571 ist ein derartiges der ausgebildet, die an der metallischen Grundplatte 3 anliegt, Elektret-Mikrofon beschrieben. Zwischen den Plastikfilmen während der zweite elektrische Anschluss 10 zur Befestigung und der festen Elektrode sind mikroskopisch kleine Luftspalte der Sprechplatte 6 an der Abdeckung 5 und damit auch des Piaausgebildet aufgrund der Unregelmässigkeit ihrer Oberflächen, stikfilms 1 auf der Grundplatte 3 dient.
Diese mikroskopisch kleinen Luftspalte lassen im Elektret- 25 Im Hinblick auf die Temperaturstabilität sind Materialien Mikrofon einen hohen Kapazitätswert entstehen und damit mit vorzugsweise niedrigen und im wesentlichen gleichen ther-auch eine hohe Empfindlichkeit. Der Nachteil, der damit ver- mischen Dehnungskoeffizienten als Plastikfilme 1 und 2 und bunden ist, ergibt sich jedoch durch Schwankungen der Ernp- metallische Grundeplatte 3 zu verwenden. Dies lässt sich erzie-findlichkeit, die dadurch auftreten können, dass die Luftspalte len, wenn für den metallisierten Plastikfilm 1 das gewählte nicht hinreichend genau bestimmt sind. So sind z. B. die Span- 30 Material einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten von nungsverhältnisse in den Plastikfilmen eine in dieser Beziehung etwa 17 x 10~6/°C hat, ist jedoch nicht zu erzielen für den polari-kritische Grösse, da sich die Filme durch Alterungsbedingun- sierten Plastikfilm 2, dessen Material Teflon® hauptsächlich im gen dehnen können. Im schwedischen Patent Nr. 74.10408-4 Hinblick auf das Erreichen eines möglichst maximalen Widerwird als Gegenmassnahme ein polarisierter Plastikfilm mit standswertes gewählt wird, der bei etwa 2x 1016 ohm-m liegt, einem Reliefmuster verwendet, das mit Hilfe einer Glasgewe- 35 während der thermische Dehnungskoeffizient verhältnismässig beschicht auf beiden Seiten eingeprägt ist. gross ist mit 100 x 10~6/°C.
Mit Hinblick auf eine Temperaturstabilität wäre es erstre- Erfindungsgemäss wird das Problem der Temperaturstabiii-
benswert, Materialien zu verwenden, die gleiche thermische tät des Elektret-Mikrofons dadurch gelöst, dass der polarisierte Dehnungseigenschaften besitzen, und zwar für die Plastikfilme und mit Reliefmuster versehene Plastikfilm 2 eine kleinere Flä-und für die feste Elektrode des Elektret-Mikrofons. Das Mate- 40 chenausdehnung als die darunter liegende metallische Grund-rial des polarisierten Plastikfilms muss j edoch hauptsächlich im platte 3 hat und konzentrisch darauf mit Hilfe des metallisier-Hinblick darauf ausgewählt werden, dass ein möglichst hoher ten Plastikfilm 1 befestigt wird. Der polarisierte Plastikfilm 2 Widerstandswert erzielt wird, so dass in der Praxis ein Material erhält als Folge davon einen verbleibenden thermischen Deh-mit einem thermischen Dehnungsfaktor verwendet werden nungsspielraum, womit ausgeschlossen wird, dass durch Wär-muss, der erheblich grösser ist als der thermische Dehnungsfak- 45 meeinfluss Kräuselungen unter dem metallisierten Plastikfilm 1 tor derjenigen Materialien, die sich für einen metallisierten Pia- wegen seiner grösseren thermischen Dehnungseigenschaften stikfilm oder für die feste Elektrode eignen. Bei dem aus der entstehen.
oben genannten Patentveröffentlichung bekannten Elektret-
Mikrofon besteht deshalb die Gefahr, dass bei Wärmeeinwir- Die Erfindung basiert auf der Erfahrung, dass das in den kung der polarisierte Plastikfilm unter dem metallisierten Pia- 50 polarisierten Plastikfilm 2 eingeprägte Reliefmuster einen stikfilm Falten bildet oder sich verwirft. Da aber die Empfind- genau definierten Luftspalt im Elektret-Mikrofon ergibt, ohne lichkeit eines Elektret-Mikrofons mit dem Quadrat der effekti- dass der polarisierte Plastikfilm 2 für sich über die Basisplatte 3 ven Membranfläche abnimmt, ergibt eine derarige Kräuselung gespannt werden muss, wie es in der oben genannten schwedi-aufgrund von Wärmeeinwirkung eine drastische Verringerung sehen Patentschrift Nr. 74.104084 beschrieben ist die Flächendes Ausgangssignals des Elekret-Mikrofons. 55 Verringerung des polarisierten Plastikfilms 2 ergibt nur eine Damit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein tempe- geringfügige Verringerung der wirksamen Membranfläche, raturstabiles Elektret-Mikrofon zu schaffen, in dem der polari- während sich in sonstigen Beziehungen keine Nachteile sierte Plastikfilm bei einer auftretenden Erwärmung sich unter gezeigt haben. Ausser der besseren Temperaturstabilität dem metallisierten Plastikfilm nicht kräuselt oder verwirft. Die konnte aufgrund des geringeren Materialverbrauchs eine Ko-Lösung dieser Aufgabe findet sich in den kennzeichnenden 60 steneinsparung erzielt werden und es besteht die Möglichkeit, Merkmalen des Patentanspruches. dass das Elektret-Mikrofon eine längere Lebensdauer hat, da Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung der polarisierte Plastikfilm 2, wie deutlich aus der Zeichnung dargestellt, die nachfolgend im einzelnen beschrieben wird und hervorgeht, von dem metallisierten Plastikfilm 1 gut umschlos-die einen Querschnitt durch ein Mikrofon nach der Erfindung sen wird. Damit kann keine Feuchtigkeit hinzutreten, die für die zeigt. 65 Elektret-Ladungen einen Entladewiderstand darstellen würde,
Das in der Zeichnung dargestellte Elektret-Mikrofon weist zwischen den gegenüberliegenden Flächen des polarisierten eine wegbare Elektrode in Form eines ersten Plastikfilm 1 aus Plastikfilms 2.
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1 Blatt Zeichnungen