CH626946A5 - Gathered blind - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Raffstore mit vertikal verlaufenden Tragschnüren, wobei die Tragschnüre zur Anbringung der Lamellen in regelmässigen Abständen mit Schlaufen und die Lamellen mit Durchbrechungen für die Schlaufen versehen sind und die Schlaufen durch die Durchbrechungen in den Lamellen geführt sind.
Herkömmliche Raffstores der eingangs genannten Art sind darauf ausgelegt, eine wesentliche Reduzierung des Wärmeeintritts in einen Raum zu ermöglichen und durch Schliessen der Lamellen einen vollständigen Blendschutz gegen Sonnenstrahlen zu gewährleisten. Insbesondere bei Schulbauten besteht das Erfordernis, zumindest bestimmte Räume zum Zwecke der Vorführung von Film- oder Fernsehdarstellungen ausreichend abzudunkeln. Hierzu ist es in erster Linie üblich, zusätzlich zu den Raffstores Vorhänge oder dgl. vorzusehen. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, Raffstores so abzuändern, dass sie einen gewissen Verdunklungseffekt erreichen. Bei den bekannten Lösungen war es jedoch erforderlich, hierzu Lamellen mit einer besonderen Profilgebung oder spezielle Kordeileiterbänder, deren Querstege die Lamellen tragen, einzusetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Raffstore der eingangs genannten Art so umzugestalten, dass mit diesem möglichst unter Verwendung der auch bisher eingesetzten Bauelemente eine günstige Abdunklungs- bzw. Verdunklungswirkung erreicht werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass die zum Rauminneren liegenden Schlaufen von den Lamellenunterseiten und die gegenüberliegenden Schlaufen von den Lamellenoberseiten her durch die Durchbrechungen geführt und jeweils im mittleren Lamellenbereich befestigt sind. Im Gegensatz zu den bekannten Raffstores der eingangs genannten Art, bei denen die Schlaufen sowohl an der zum Rauminneren liegenden Seite als auch an der gegenüberliegenden Seite von den Lamellenunterseiten her durch die Durchbrechungen geführt sind, bietet die erfindungsgemässe Massnahme den Vorteil, dass die der Aussenseite zugewandten unteren Lamellenkanten sich in Schliessstellung auf die jeweils darunterliegende Lamelle ohne Spaltbildung durch die ansonsten die Unterkante umgreifenden Schlaufen auflegen können.
Die Lamellen können an ihren dem Rauminneren zugewandten Ecken Ausnehmungen aufweisen, wobei die sich quer zur Lamellenlängsrichtung erstreckende Tiefe der Ausnehmungen höchstens dem Mass entspricht, um das sich die Lamellen im Schliesszustand überlappen, und wobei ein in Richtung des Führungsprofils angeordnetes, in waagerechter Lamellenstellung in den Bereich der Ausnehmungen ragendes Lichtschutzprofil vorgesehen ist. Mit dieser Massnahme wird erreicht, dass ein seitlicher Lichteinfall vermieden wird, und zwar auch dann, wenn seitliche Führungsprofile von grosser Breite vorgesehen sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, eine asymmetrische Lamellenaufhängung vorzunehmen, derart, dass sich auf die Lamellen in geschlossenem Zustand praktisch keine Windeinflüsse bemerkbar machen können. Hierzu kann vorgesehen sein, dass die Drehachse der in der Storekopfleiste angeordneten Umlenkeinrichtung für das durch Schlitzöffnungen aus der Storekopfleiste herausgeführte und auf die oberen Enden der Tragschnüre einwirkende Wendeband asymmetrisch gegenüber der Mitte des Abstandes der Schlitzöffnungen zur Lamelleninnenseite hin verlagert angeordnet ist. An Stelle dieser Massnahme oder zusätzlich dazu kann auch vorgesehen sein, dass die unteren Enden des Wendebandes und die oberen Enden der Tragschnüre über eine derart asymmetrisch ausgebildete Wendeplatte verbunden sind, dass die der Lamelleninnenseite zugeordneten Tragschnüre bei geöffneter Store in Richtung auf die Lamellenmitte verlagert sind. Durch die asymmetrische Anordnung des Wendebandes und/oder die Asymmetrie der Wendeplatte wird nach dem Erreichen der unteren Endstellung das äussere Kordelleiterband entlastet, so dass die Lamellen nur noch in den inneren Schlaufen hängen und sich die Unterkanten der Lamellen auf die Aussenseite der jeweils darunter angeordneten Lamellen infolge des durch die Zugwirkung der inneren Tragschnüre ausgeübten Drehmomentes und der Schwerkraft auflegen. In diesem Zusammenhang erweist es sich als besonders zweckmässig, als Aufzugsband ein Band aus textilem Werkstoff zu verwenden, da ein solches Aufzugsband flexibler als das üblicherweise verwendete Stahlband ist.
Im inneren Lamellenwulst kann ein Keder angeordnet sein. Dadurch wird der in Schliesstellung der Lamellen verbleibende Abstand unterbrochen, so dass innerhalb des Behanges nur diffuses Licht nach innen dringen kann. Um einen direkten Lichteintritt zwischen der untersten Lamelle und der Endschiene zu vermeiden, ist zweckmässig vorgesehen, dass die untere Endschiene an ihrer Oberseite einen zur Anlage gegen die unterste Lamelle vorgesehenen Keder aufweist.
Der erfindungsgemässe Raffstore ermöglicht eine sehr gute Abdunklung und kann durch die asymmetrische Anordnung s
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weitgehend windunabhängig gestaltet werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich der optische Gesamteindruck des Raffstores von einem herkömmlichen Raffstore der eingangs genannten Art praktisch nicht unterscheidet, so dass eine gemischte Verwendung von zur Abdunklung geeigneten und nicht zur Abdunklung geeigneten Raffstore an einer Fassadenseite vertretbar ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Vertikal-Schnitt durch einen Raffstoren,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht der Befestigung einer Einzellamelle,
Fig. 3 eine Draufsicht auf ein Seitenende einer Einzellamelle in Oeffnungslage.
In einer als Kasten ausgebildeten Storekopfleiste 1 hängt an einer als Umlenkrolle ausgebildeten Umlenkeinrichtung 2 ein Wendeband 3, welches durch Schlitzöffnungen 4a und 4b nach unten durchgeführt ist. Die Drehachse 5 der Umlenkeinrichtung ist asymmetrisch gegenüber der Mitte M des Abstandes A der Schlitzöffnungen 4a und 4b zur Lamelleninnenseite hin verlagert. Die Lamellenaussenseite bzw. die Aussenseite des Raffstoren ist mit B und die dem Rauminneren zugewandte Innenseite ist mit C bezeichnet. Die unteren Enden des Wendebandes 3 sind mit einer Wendeplatte 6 verbunden, an welcher die oberen Enden von Tragschnüren 7 und 8 angreifen. Die Tragschnüre 7 und 8 sind an der Wendeplatte 6 derart asymmetrisch angebracht, dass die der Lamelleninnenseite C zugeordneten Tragschnüre 8 in Richtung auf die Mitte der einzelnen Lamellen 9 verlagert sind, so dass in der Endstellung «AB», in welcher die Lamellen die in der in Fig. 1 dargestellte Lage einnehmen, die Tragschnüre 7 entlastet sind, und die Tragschnüre 8 auf Zug belastet sind. Die Lage der Tragschnüre in der Oeffnungsstellung der Lamellen 9 ist gestrichelt dargestellt und mit 1' bzw. 8' bezeichnet. Die Tragschnüre 7 und 8 weisen in regelmässigen Abständen Schlaufen 10 und 11 auf, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich. Die Lamellen 9 weisen an ihren Längsrändern 9a und 9b Durchbrechungen 12 auf, durch welche die Schlaufen 10 bzw. 11 der Tragschnüre 7 bzw. 8 geführt sind. Die Anordnung ist derart, dass die jeweils zum Rauminneren C liegenden Schlaufen 11 von den Lamellenunterseiten und die gegenüberliegenden Schlaufen 10 von den Lamellenoberseiten her durch die Durchbrechungen geführt und dann jeweils im mittleren Lamellenbereich befestigt sind. Durch die Lamellen 9 und eine Oeffnung 13 im Boden der Storekopfleiste 1 läuft ein Aufzugband 14, welches s auf die Drehachse 5 in der Storekopfleiste 1 aufgewickelt werden kann und an einer unteren Endschiene 15 angreift. In dem inneren Wulst der Lamellen 9 ist jeweils ein Keder 16 angebracht, welcher zweckmässigerweise bei der Herstellung der Lamellen 9 miteinprofiliert wurde. Die untere Endschiene io 15 weist an ihrer Oberseite einen zur Anlage gegen die unterste Lamelle vorgesehenen Keder 17 auf.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, weisen die Lamellen 9 an ihren dem Rauminneren C zugewandten Ecken Ausnehmungen 18 auf, deren Tiefe D höchstens dem Mass entspricht, um das sich ls die Lamellen 9 im Schliesszustand überlappen. Seitlich des Raffstoren ist in bekannter Weise ein Führungsprofil 19 vorgesehen, in welches je ein Führungselement 20 des Raffstoren einfasst. Weiterhin ist ein in Richtung des Führungsprofils 19 angeordnetes Lichtschutzprofil 21 vorgesehen, welches in waagerechter Lamellenstellung in die Ausnehmung 18 hineinragt.
Die Lamellen 9 können in bekannter Weise durch Aufwik-keln des vorzugsweise als Textilband ausgebildeten Aufzugs-25 bandes 14 nach oben zusammengerafft werden. Das Verschwenken der Lamellen erfolgt durch Betätigung der Umlenkeinrichtung 2 des Wendebandes 3. Infolge der asymmetrischen Anordnung des Wendebandes 3 und der Asymmetrie der Wendeplatte 6 wird nach dem Erreichen der unteren 30 Endstellung die äussere Tragschnüre 7 entlastet, so dass die Lamellen 9 nur noch in den inneren Schlaufen 11 hängen und die Unterkanten der Lamellen, begrenzt durch das Aufzugsband 14, sich auf die jeweils darunterliegende Lamelle legen. Der durch den noch zwischen den Lamellen verbleibenden 35 Abstand einfallende direkte Lichtstrahl wird an den im inneren Lamellenwulst einprofilierten Kedern 16 unterbrochen, so dass innerhalb des Raffstorebereiches nur diffuses Licht nach innen dringen kann. Ein direkter Lichteintritt in den Bereich oberhalb der Endschiene 15 und der untersten Lamelle 9 wird io durch den Keder 17 verhindert. Ein seitlicher direkter Lichteintritt wird durch die seitlich angebrachten Lichtschuztprofile 21 verhindert. Die Ausnehmungen 18 dienen zur Verhinderung eines Anstossens der Lamellen an den Lichtschuztprofi-len 21. Im Schliesszustand werden die Ausnehmungen 18 <<5 jeweils durch die überlappende obere Lamelle 9 abgedeckt.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Raffstore mit vertikal verlaufenden Tragschnüren, wobei die Tragschnüre zur Anbringung der Lamellen in regelmässigen Abständen mit Schlaufen und die Lamellen mit Durchbrechungen für die Schlaufen versehen sind, und die Schlaufen durch die Durchbrechungen in den Lamellen geführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Rauminneren (C) liegenden Schlaufen (11) von den Lamellenunterseiten und die gegenüberliegenden Schlaufen (10) von den Lamellenoberseiten her durch die Durchbrechungen (12) geführt und jeweils im mittleren Lamellenbereich befestigt sind.
Raffstore nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (9) an ihren dem Rauminneren (C) zugewandten Ecken Ausnehmungen aufweisen, wobei die sich quer zur Lamellenlängsrichtung erstreckende Tiefe (D) der Ausnehmung (18) höchstens dem Mass entspricht, um das sich die Lamellen (9) im Schliesszustand überlappen, und dass ein in Richtung des Führungsprofils angeordnetes, in waagerechter Lamellenstellung in den Bereich der Ausnehmungen ragendes Lichtschutzprofil (21) vorgesehen ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Raffstore nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (5) der in der Raffstorekopfleiste (1) angeordneten Umlenkeinrichtung (2) für das durch Schlitzöffnungen (4a, 4b) aus der Raffstorekopf leiste (1) herausgeführte und auf die oberen Enden der Tragschnüre (7, 8) einwirkende Wendeband (3) asymmetrisch gegenüber der Mitte (M) des Abstandes (A) der Schlitzöffnungen (4a, 4b) zur Lamelleninnenseite hin verlagert angeordnet ist.
4. Raffstore nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Enden des Wendebandes (3) und die oberen Enden der Tragschnüre (7, 8) über eine derart asymmetrisch ausgebildete Wendeplatte (6) verbunden sind, dass die der Lamelleninnenseite zugeordneten Tragschnüre (8) bei geöffneter Store in Richtung auf die Lamellenmitte verlagert sind.
5. Raffstore nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufzugsband (14) als Textilband ausgebildet ist.
6. Raffstore nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem inneren Lamellenwulst der Lamellen ein Keder (16) angeordnet ist.
7. Raffstore nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Endschiene (15) an ihrer Oberseite einen zur Anlage gegen die unterste Lamelle vorgesehenen Keder (17) aufweist.
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