CH627503A5 - Mittel zum behandeln der waesche im waeschetrockner. - Google Patents

Mittel zum behandeln der waesche im waeschetrockner. Download PDF

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CH627503A5
CH627503A5 CH1600177A CH1600177A CH627503A5 CH 627503 A5 CH627503 A5 CH 627503A5 CH 1600177 A CH1600177 A CH 1600177A CH 1600177 A CH1600177 A CH 1600177A CH 627503 A5 CH627503 A5 CH 627503A5
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CH1600177A
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Karl Schwadtke
Werner Kuenzel
Rudolf Weber
Rolf Dr Puchta
Alexander Cioc
Michael Kik
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Henkel Kgaa
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    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D17/00Detergent materials or soaps characterised by their shape or physical properties
    • C11D17/04Detergent materials or soaps characterised by their shape or physical properties combined with or containing other objects
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Description

Die Erfindung betrifft ein zum Behandeln, insbesondere zum Weich- und Antistatischmachen sowie zum Parfümieren von gewaschener Wäsche im Wäschetrockner geeignetes Mittel, ein Verfahren zur Herstellung des Mittels und dessen Verwendung in einem Wäschetrockner.
In vielen Fällen ist es wünschenswert, Wäschestücken nach der Wäsche durch eine Nachbehandlung vorteilhaftere Gebrauchseigenschaften, z.B. einen weicheren Griff, angenehmen Geruch, leichte Bügelbarkeit, antimikrobiellen Schutz zu verleihen. Hierzu werden im Anschluss an den Wasch-prozess häufig dem letzten Spülbad flüssige Mittel zugesetzt. Um für diese Nachbehandlungsmethode geeignet zu sein, müssen sich diese Mittel nicht nur in der kalten Spülflotte gleichmässig verteilen, sondern sie müssen auch in kurzer Zeit aus der Flotte auf die Textilien aufziehen. Zwar sind brauchbare Produkte auf dem Markt, die der Wäsche beim Einsatz im letzten Spülbad die gewünschten, hauptsächlich weichmachenden und antistatischen Eigenschaften vermitteln, jedoch werden durch diese Art der Behandlung alle Wäschestücke gleichmässig betroffen, so dass bereits vor dem Waschen die Wäsche im Hinblick auf die Wäschenachbehandlung sortiert werden muss. Ausserdem muss bei dieser Methode darauf geachtet werden, dass das Nachbehandlungsmittel zur rechten Zeit bzw. über eine spezielle Dosiervorrichtung und ohne Kontakt mit dem eigentlichen Waschmittel in die Waschmaschine gegeben wird. Ein weiterer Nachteil der bekannten Wäschenachbehandlungsmittel ist es, dass sie nur als stark verdünnte wässrige Suspensionen konfektioniert werden können, da die Lagerstabilität, die Giessbarkeit und die rasche Verteilung im kalten Spülwasser nur gewährleistet ist, wenn die Wirkstoffe in 10- bis 20facher Verdünnung vorliegen, was zu relativ hohen Kosten für Verpackung und Transport führt. In kaltem Wasser unlösliche Substanzen sind für diese Art der Wäschebehandlung ebensowenig geeignet wie solche, die keine spezifische Affinität zur Textilfaseroberfläche besitzen und demzufolge mit dem gebrauchten Spülwasser verlorengehen, so dass die Zahl der brauchbaren Wirksubstanzen beschränkt ist.
Mit dem Einsatz von Geräten zum Wäschetrocknen, die in den gewerblichen Wäschereien aber auch in den Privathaushalten ständig zunehmen, weil damit im Vergleich zum Trocknen der Wäsche durch Aufhängen auf der Wäscheleine eine räum- und zeitsparende Wäschetrocknung erreicht wird, ergeben sich neue Möglichkeiten, den Prozess der Wäschenachbehandlung in den Wäschetrockner zu verlegen und gleichzeitig mit dem Trocknen der Wäsche vorzunehmen. Es sind deshalb in jüngster Zeit eine Reihe von Vorschlägen gemacht worden, wie bekannte und neue Wirkstoffe zur Wäschenachbehandlung im Wäschetrockner appliziert werden
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können. Im wesentlichen betreffen diese Vorschläge den Einsatz von Textil- oder Papierbahnen, die mit dem Wirkstoff imprägniert sind, und von schäumenden oder nichtschäumenden Aerosolgemischen, mit denen der Wirkstoff auf die Innenwandung des Wäschetrockners oder die feuchten Textiistücke aufgesprüht wird. Ferner wird die Anwendung von perforierten Hohlkörpern, die eine Lösung des Wirkstoffes enthalten, und die im Wäschetrockner zusammen mit der Wäsche bewegt werden, und von festen stückigen Mischungen der Wirkstoffe mit löslichen Trägerstoffen, die während des Trocknungsprozesses auf die Textiloberfläche aufziehen sollen, diskutiert. Diesen Applikationsformen des Standes der Technik haftet jedoch eine Reihe von Nachteilen an. So beobachtet man beispielsweise bei der Anwendung von festen Textilweichmacherpräparaten eine ungleichmässige Verteilung und damit Fleckenbildung auf der Wäsche. Auch bei den mit flüssigem Nachbehandlungsmittel gefüllten perforierten Hohlkörpern ist das Problem der gleichmässigen Verteilung der Wirkstoffe nicht gelöst, wozu noch als weitere Nachteile die Unhandlichkeit dieser Körper und die Schwierigkeit der Wirkstoffdosierung kommen. Bei der Anwendung des Mittels in Sprayform bilden sich häufig unerwünschte Niederschläge auf den für das Funktionieren des Wäschetrocknergeräts wichtigen Geräteteilen wie z.B. den Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren. Schliesslich ist bei den mit dem Wirkstoff imprägnierten Flächengebilden aus Papier, Geweben oder Vlies zu beobachten, dass der am Substrat haftende Wirkstoff, der sich vom Substrat lösen und auf das zu trocknende Textil aufziehen soll, dadurch, dass sich die grossflächigen Gebilde an der Wandung der Trocknertrommel oder an Wäschestücken anlegen, nur unvollständig und un-gleichmässig abgegeben wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese den bekannten Wäschenachbehandlungsmitteln anhaftenden Nachteile zu verringern oder zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch ein Mittel, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es aus einem allseitig verschlossenen Beutel aus zweischichtigem Folien-verbundmaterial besteht, wobei die Aussenflächen des Beutels aus einem porösen, mit den Wirkstoffen beladenen saugfähigen Folienmaterial und dessen Innenflächen aus einem bei Raumtemperatur praktisch duftstoffundurchlässigen und bei den erhöhten Temperaturen des Wäschetrockners für Duftstoffe durchlässigen Folienmaterial gebildet werden und wobei die Duftstoffe sich im Innern des Beutels befinden.
Das erfindungsgemässe Mittel wird im folgenden der Einfachheit halber als Konditionierbeutel bezeichnet.
Als Material für den Konditionierbeutel ist insbesondere ein aus zwei Folien bestehender Folienverbund vorgesehen, bei dem die innenliegende Folie aus einer dünnen Folie besteht, die bei Raumtemperatur praktisch duftstoffundurch-lässig ist und bei erhöhter Temperatur, d.h. zwischen 35 und 100°C, besonders aber den Betriebstemperaturen des Wäschetrockners von ca. 60°C für den Duftstoff durchlässig wird, während die aussenliegende Folie des Folienverbundes eine offenzellige Schaumstoffolie ist.
Geeignete Folien, die bei Raumtemperatur duftstoffun-durchlässig sind, während sie bei erhöhter Temperatur für den Duftstoff durchlässig werden, sind Folien der Stärke 0,03 bis 0,15, vorzugsweise 0,05 bis 0,08 mm. Das bevorzugte Material für diese Folie ist Polyäthylen.
Die aussenliegende Folie des Folienverbundes, die den Wirkstoff trägt, kann aus einem offenzelligen Schaumstoff der Stärke 0,5 bis 3 mm, vorzugsweise 1,0 bis 2,5 mm bestehen. Die Dichte geeigneter Schäume beträgt 0,005 bis 0,05, bevorzugt 0,01 bis 0,04 g/cm3.
Als Folienverbund kommen für den Konditionierbeutel auch Strukturschaumfolien in Betracht, deren eine, beim er-
findungsgemässen Mittel aussenliegende Seite aus einem porösen offenzelligen Schaum besteht, der mit dem Wirkstoff imprägniert ist und deren andere Seite eine dünne, durchgehend geschlossene, bei Raumtemperatur praktisch duftstoff-undurchlässige und bei erhöhter Temperatur für die Duftstoffe durchlässige Haut, die einer dünnen Folie entspricht, darstellt.
Dieser Folienverbund kann im Prinzip aus allen Materialien bestehen, die unter den Betriebsbedingungen eines Wäschetrockners, d.h. bis etwa 100°C stabil sind und gegenüber den mit ihm in Kontakt kommenden Wirk- und Duftstoffen inert sind. Für den Schaumstoff geeignete Materialien sind z.B. aufgeschäumtes Celluloseacetat, Viskose, Polyvinylchlorid, Polyolefin, Polyamid, Acrylnitril/Butadien/Styrol-Copolymere, Natur- und Synthesekautschuk sowie vorzugsweise Polyurethan. Die bevorzugten Polyurethanschäume werden in bekannter Weise durch Umsetzen von Diisocya-naten mit Polyäther- bzw. Polyester-Polyolen hergestellt. Das Aufschäumen erfolgt hier durch Zugabe von Wasser zu überschüssigem Isocyanat, gegebenenfalls in Anwesenheit von schaumbildenden Mitteln, wobei Kohlendioxid freigesetzt wird, welches die Schaumbildung bewirkt.
Der die Wirkstoffe tragende und den Duftstoff enthaltende Beutel hat vorzugsweise die Form eines Kissens, dessen Ränder um den Kissenumfang verlaufen und allseitig, insbesondere durch Schweissen oder Kleben stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
Das erfindungsgemässe Mittel hat vorzugsweise — in der Draufsicht — eine rechteckige oder quadratische Form mit einer Kantenlänge von 5-30 cm. Aber auch kreisrunde, elliptische, ovale, polygone und beliebige nichtgeometrische Formen kommen in Betracht.
Einzelheiten einer besonderen Ausführung des erfindungs-gemässen Mittels werden anhand schematischer Zeichnungen erläutert. Die Fig. 1 zeigt den Konditionierbeutel im Querschnitt; die Fig. 2 zeigt den Konditionierbeutel in der bevorzugten Kissenform in der Draufsicht.
In den Figuren 1 und 2 ist die Schicht 1 die aussenliegende, mit den Wirkstoffen imprägnierte, offenzellige Schaum-stoff-Folie, die vorzugsweise aus geschäumtem Polyurethan besteht. Sie bildet zusammen mit der innenliegenden, dünnen Folie 2, die beispielsweise aus Polyäthylen besteht oder die geschlossene Haut einer Strukturschaumfolie sein kann, den Folienverbund. Beide Folien umhüllen das saugfähige Trägermaterial 4, z.B. ein Vlies, für den Duftstoff und sind am Rand 3 des kissenförmigen Beutels insbesondere durch Kleben oder Schweissen miteinander verbunden. Im Fall des Zusammenfügens durch Kleben hat der Rand 3 eine Dicke, die sich aus den Dicken der miteinander verklebten Folien und des Klebstoffauftrags ergeben, während beim Verschweissen die Schaumstoff-Folien 1 zusammengedrückt und dadurch dünner werden. Die innere Folie 2 liegt meist locker auf dem duftstoffgetränkten Trägermaterial 4 auf.
Als Wirkstoffe, mit denen der Konditionierbeutel imprägniert ist, kommen vor allem Textilweichmacher und Textilantistatika in Frage. Ebenso sind Antimikrobika, Soil-release-Substanzen, Bügelhilfen, Imprägniermittel, Flammschutz- und Mottenschutzmittel geeignete Wirkstoffe. Sie werden einzeln oder im Gemisch verwendet.
Als textilweichmachende Wirkstoffe eignen sich die quar-tären Ammoniumverbindungen mit vorzugsweise zwei lang-kettigen, vorzugsweise gesättigten aliphatischen Resten mit je 14-26, vorzugsweise 16-20 Kohlenstoffatomen und wenigstens einem quartären Stickstoffatom im Molekül. Die lang-kettigen aliphatischen Reste können geradkettig oder verzweigt sein und dementsprechend von Fettsäuren, bzw. von Fettaminen, Guerbetaminen, oder aus den durch Reduktion von Nitroparaffinen erhältlichen Alkylaminen abstammen.
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Bei diesen quarlären Ammoniumverbindungen handelt es sich insbesondere um Derivate des Ammoniaks, d.h. um die durch Alkylierung von langkettigen sekundären Aminen erhältlichen quartären Salze, wie z.B. die Verbindungen Distearyl-dimethylammoniumchlorid bzw. Ditalgalkyldimethylammo-niumchlorid, oder um die durch Umsetzung von 1 Mol eines Aminoalkyläthylendiamins oder Hydroxyalkyläthylendiamins mit 2 Mol einer langkettigen C12-C26-Fettsäure oder deren Ester erhältlichen Imidazolinverbindungen, die anschliessend durch Alkylierung in die quartären Imidazoliniumverbin-dungen übergeführt werden. In diesen quartären Ammoniumverbindungen besteht das Anion im allgemeinen aus dem Säurerest, der aus dem bei der Quaternierung verwendeten Alkylierungsmittel entstanden ist. Beispielsweise kommt als Anion daher Chlorid, Bromid, Methylsulfat, Äthylsulfat, Methan-, Äthan- oder Toluolsulfonat in Betracht. Neben diesen quartären Ammoniumverbindungen kommen als Textil-weichmacher auch die Kondensationsprodukte aus 1-3 Mol Fettsäure oder Fettsäurealkylester oder %-l Mol Fettsäure-triglycerid mit einem Mol eines Hydroxyalkylpolyamins, beispielsweise Hydroxyäthyläthylendiamin oder Hydroxyäthyl-diäthylentriamin, in Betracht. Besonders geeignet ist das durch Umsetzung von 1 Mol eines Fettsäuretriglycerids, insbesondere gehärtetem Talg, mit 1 Mol Hydroxyäthyläthylendiamin bei 90-150°C erhältliche Produkt. Vorzugsweise wird als Textil Weichmacher eine Kombination aus einer quartären Ammoniumverbindung des Ammoniaktyps mit 2 C16-C20-Al-kyl- oder Alkenylgruppen und 2 Methylgruppen im Molekül, und mit dem Chlorid-, Bromid- oder Methylsulfat-Anion, insbesondere Ditalgalkyldimethylammoniumchlorid, zusammen mit dem Fettsäurekondensationsprodukt aus 1 Mol gehärtetem Talg und 1 Mol Hydroxyäthyläthylendiamin im Verhältnis 4:1 bis 1:4 eingesetzt. Diese Kombinationen führen bei den behandelten Textilien zu einer gleichmässigen markanten Griffverbesserung ohne Fleckenbildung.
Bei den antistatischmachenden Wirkstoffen handelt es sich im allgemeinen um gleiche oder ähnliche Verbindungstypen wie bei den Textilweichmachern. Ausser den oben beschriebenen quartären Ammoniumverbindungen und Fettsäurekondensationsprodukten eignen sich auch die quartären Ammoniumverbindungen mit einem langkettigen und drei kurzkettigen aliphatischen Resten als Textilantistatika. Weitere geeignete Antistatika sind beispielsweise die Umsetzungsprodukte aus einem Mol eines aliphatischen C6-C20-Al-kohols und mehr als 20 Mol, vorzugsweise 35-50 Mol Äthylenoxid.
Bei den geeigneten antimikrobiellen Wirkstoffen, d.h. bakterizid oder bakteriostatisch bzw. fungizid oder fungi-statisch wirkenden Verbindungen, handelt es sich meist ebenfalls um quartäre Ammoniumverbindungen, insbesondere solche, die neben einem langkettigen aliphatischen und zwei kurzkettigen aliphatischen Kohlenwasserstoffresten einen aromatischen, über ein aliphatisches Kohlenstoffatom mit dem Stickstoffatom verknüpften, oder einen aliphatischen, Doppelbindungen aufweisenden organischen Rest im Molekül enthalten. Typische Vertreter für derartige antimikrobielle Wirkstoffe sind die Verbindungen Dimethylbenzyldodecyl-ammo-niumchlorid, oder Dibutyl-allyl-, und Äthylcyclohexyl-allyl--dodecyl-ammoniumchlorid. Brauchbare antimikrobielle Wirkstoffe sind auch die Bromnitroalkohole wie z.B. die Verbindungen 2-Brom-2-nitropropan-l,3-diol, 1-Brom-l-nitro--3,3-trichlor-2-propanol, 2-Brom-2-nitrobutanol. Als antimikrobielle Wirkstoffe eignen sich auch halogenierte und/oder trifluormethylsubstituierte phenolische Verbindungen, insbesondere die halogenierten Salicylanilide, z.B. die Verbindungen Dibrom- und Tribromsalicylanilid, sowie Derivate des p-Phenoxyphenols wie z.B. die Verbindung 2-Hydroxy-2',4,4'--trichlordiphenyläther.
Als Wirkstoffe zur Soil-release-Ausrüstung für Textilien eignen sich Verbindungen, die das Schmutzablösevermögen während der Wäsche verbessern. Dazu gehören Verbindungen vom Typ der Polyacrylpolyvinylalkohole, der modifizierten Fluorkohlenwasserstoffe, und hydrophile Polymere. Polyvi-nylacetate aber auch Borax eignen sich als Zusätze, die das Bügeln der Wäsche erleichtern.
Der Konditionierbeutel ist im allgemeinen mit 0,5-10, vorzugsweise 1-5 g Wirkstoff pro dm2 Schaumstoffoberfläche beladen.
Das erfindungsgemässe Mittel enthält die Duftstoffe vorzugsweise gebunden an saugfähiges Trägermaterial. Geeignete Trägermaterialien sind Vliese, z.B. aus Polyamid, Polyvinylchlorid oder auf Cellulosebasis, Filz, Papier, Schaumstoffe, Schwämme oder textile Stoffe. Bevorzugt sind Vliesein einer auf die jeweilige Form der Kissen zugeschnittenen Grösse.
Der Duftstoff kann in reiner Form, als alkoholische Lösung oder als wässrige Emulsion eingesetzt werden. Bevorzugt wird der Duftstoff als Emulsion, d.h. als Gemisch aus Parfümöl, Wasser und einem Emulgator eingesetzt. Als Duftstoffe geeignet sind alle Parfümarten, die die gewünschten Duftnoten geben und die unter den Anwendungsbedingungen stabil sind.
Als Parfümemulgatoren sind hydrophile oberflächenaktive Substanzen geeignet, wie z.B. hydriertes Ricinusöl mit 40 Mol Äthylenoxid oder Kokosalkohol mit 4 Mol Äthylenoxid.
Die den Beutel bildenden Folienstücke sind zweckmässigerweise durch Verschweissen miteinander verbunden. Als andere mögliche Verschlussart kommt das Kleben in Betracht. Weist der Beutel die Form eines Säckchens auf, sind auch das Zunähen oder Zuschnüren des Beutels mit Bindfäden, das Abklemmen mit Metalldraht oder Kunststoffbügeln usw. mögliche Verschlussarten.
Die erfindungsgemässen Konditionierbeutel haben — wie bereits erläutert — vorzugsweise eine rechteckige oder quadratische Form mit einer Seitenlänge von 5 bis 30 cm. Die Dicke beträgt 0,15 bis 1 cm. Der Rand 3 in Figur 1 und 2 weist eine Breite von 0,1 bis 1,5 cm auf.
Ein typischer Vertreter des erfindungsgemässen Mittels gemäss Figur 1 und 2 hat eine quadratische Form mit der Seitenlänge 10 cm. Das Gewicht des fertigen Konditionier-kissens beträgt 12,7 g. Hiervon entfallen 5 g auf den Wirkstoff und 4 g auf eine Parfümölemulsion mit 40% Parfümöl. Der Träger 4 für die Parfümölemulsion wiegt ca. 3,0 g und das umüllende Folienmaterial 1 und 2 0,7 g.
Der Konditionierbeutel ist für die Anwendung in Standard-Haushaltswäschetrocknern im allgemeinen so dimensioniert, dass die abzugebenden Wirkstoffe und Duftstoffe für die Konditionierung einer Füllmenge eines üblichen Haushaltswäschetrockners, d.h. von ca. 2-3 kg Trockenwäsche, ausreichen. Hierzu sind etwa 0,5 bis 5 g an textilweichma-chenden bzw. antistatischmachenden Wirkstoffen erforderlich, die von einer Kissenoberfläche von 0,2 bis 2 dm2 abgegeben werden. Selbstverständlich können auch mehrere Konditionierbeutel für einen Konditioniergang benutzt werden. Auch eine Mehrfachbenutzung ist bei unvollständiger Abgabe der Wirkstoffe, z.B. wenn der Wäschetrockner nicht maximal beladen wird, möglich.
Für die Anwendung in Wäschetrocknern gewerblicher Wäschereien werden entsprechend dem grösseren Fassungsvermögen der Trockner (bis ca. 50 kg) grössere Konditionier-kissen, beispielsweise mit einer Oberfläche von 18 dm2 und stärkerer Beladung eingesetzt.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung der Mittel. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein gegebenenfalls zusammengefaltetes Stück saugfähigen Trägermaterials in den aus dem Folienverbund gebildeten Beutel legt, der vorzugsweise aus zwei gleichen Stücken des Fo-
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Weiterhin betrifft die Erfindung die Verwendung des Mittels zur Nachbehandlung von gewaschener Wäsche in einem Wäschetrockner. Bei dieser Verwendung wird die Wäsche zusammen mit dem erfindungsgemässen Mittel in die Trommel des Wäschetrockners gegeben. Während des Trocknungsvor-ganges macht das Konditionierkissen die Bewegungen der Wäschestücke mit und kommt dabei in wiederholten und innigen Kontakt mit der Wäsche, wobei die bei den Temperaturen im Trockner erweichten oder verflüssigten Wirkstoffe von dem Mittel gleichmässig auf die Wäschestücke übergehen. Die Duftstoffe durchdringen die bei der erhöhten Temperatur durchlässig gewordene innere Folie des Beutels und werden ebenfalls auf den Wäschestücken fixiert. Besonders überraschend war hierbei die Beobachtung, dass erst in der auf die Warmphase der Wäschetrocknung folgenden Kaltphase ein wesentlicher Teil des anschliessend auf der Wäsche festgestellten Duftstoffes abgegeben wird.
Beispiele
Diese Beispiele beschreiben die Herstellung und Wirkungsweise eines für einen Standard-Haushaltswäschetrockner vorgesehenen erfindungsgemässen Mittels.
Beispiel 1
Ein Papiervlies von 21X21 cm (Gewicht ca. 70 g/m2) wurde in 9 Lagen auf die Masse von ca. 7 X 7 cm gefaltet und mit 4 ml einerParfümölemulsion aus 40 Gewichtsteilen Parfümöl, 5 Gewichtsteilen Emulgator (Kokosalkohol mit 4 Mol ÄO) und 55 Gewichtsteilen Wasser getränkt. Das so getränkte Vlies wurde zwischen 2 Verbundfolienstücken, bestehend aus 0,08 mm dicker Polyäthylen-Folie und 1,5 mm dicker Schaumstoffolie aus Polyäther-Polyurethanschaum (Dichte: 0,019 g/cm3) der Grösse 10 X 10 cm eingeschweisst, wobei die Schaumfolie die Aussenseiten bildete. Der
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Schweissrand des Kissens hatte eine Breite von ca. 0,5 cm. Das Kissen wurde etwa 7 Sekunden lang in eine Lösung (Temperatur: 35°C) aus 50 Gewichtsteilen Ditalgalkyldimethyl-ammoniumchlorid und 50 Gewichtsteilen Isopropanol getaucht und bei Raumtemperatur getrocknet. Die Schaumstoffolie hatte ca. 5 g Wirkstoff aufgenommen. Das gesamte Gewicht des fertigen Mittels betrug etwa 12,5 g.
Dieses Kissen wurde zu einem Posten feuchter Wäsche (Trockengewicht: 2,8 kg; y3 Frottierware, % glatte Ware aus Baumwolle) zusammen mit Teststreifen aus Polyester/Baumwolle 65:35 in einem handelsüblichen feuchtigkeitsgesteuerten Wäschetrockner gegeben und mit dem Programm «extra trocken» getrocknet und anschliessend der Duft, der Griff und die Veränderung des elektrostatischen Verhaltens festgestellt, wobei das elektrostatische Verhalten an den Teststreifen mit einem Statik-Voltmeter R 1020 der Firma Rothschild, Zürich, Schweiz, bestimmt wurde.
Hierbei zeigten sich eine markante Verbesserung des Griffs, ein angenehmer Duft sowie ausgezeichnetes elektrostatisches Verhalten, im Vergleich zu nichtbehandelter Wäsche.
Beispiel 2
Zwei 0,15 mm dicke Strukturschaumfolienstücke (Dichte 0,035 g/cm3) der Grösse 12 X 12 cm wurden mit ihren geschlossenen Oberflächen aufeinander gelegt und zunächst an drei der vier Kanten miteinander verschweisst. Zwischen diese beiden verschweissten Folienstücke wurde ein Viskosevlies der Grösse 10 X 10 cm geschoben und mittels einer Pipette mit 4 ml einer Parfümölemulsion, bestehend aus 40 Gewichtsteilen Parfümöl, 5 Gewichtsteilen eines hydrierten Ri-cinusöls mit 40 Mol Äthylenoxid und 55 Gewichtsteilen Wasser getränkt. Nach dem Verschliessen der vierten Kante durch Verschweissen wurde das Kissen mit einem bei 80°C aufgeschmolzenen Mischung aus 50 Gewichtsteilen Ditalgalkyl-dimethylammoniumchlorid als 75% ige Paste (Rest Isopropyl-alkohol) und 50 Gewichtsteilen eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol gehärtetem Talg und 1 Mol Hydroxyäthyläthylendiamin imprägniert. Nach dem Abkühlen in einem kalten Luftstrom wurde das fertige Mittel gewogen. Sein Gewicht betrug 13,8 g, von denen 8,2 g auf den Wirkstoff entfielen.
Bei Anwendung und Prüfung dieses Mittels wie in Beispiel 1 wurden ein deutlich besserer Griff, ein rascherer Abbau statischer Ladung sowie ein ausgeprägter Duft festgestellt.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (12)

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1. Mittel zum Behandeln gewaschener Wäsche im Wäschetrockner, enthaltend Wirkstoffe für Textilien sowie Duftstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem allseitig verschlossenen Beutel aus zweischichtigem Folienverbund besteht, wobei die Aussenflächen des Beutels aus einem porösen, mit den Wirkstoffen beladenen saugfähigen Folienmaterial (1) und dessen Innenflächen aus einem bei Raumtemperatur praktisch duftstoffundurchlässigen und bei den erhöhten Temperaturen des Wäschetrockners für Duftstoffe durchlässigen Folienmaterial (2) gebildet werden und wobei die Duftstoffe sich im Innern des Beutels (4) befinden.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es die Form eines viereckigen, vorzugsweise quadratischen Kissens aufweist, dessen Ränder (3) um den Kissenumfang verlaufen und allseitig, insbesondere durch Schweissen oder Kleben stoffschlüssig miteinander verbunden sind und eine Kantenlänge von 5-30 cm aufweisen.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem aus 2 Folien bestehenden Folienverbund aus einer innenliegenden, bei Raumtemperatur praktisch duftstoffundurchlässigen und bei erhöhter Temperatur duft-stoffdurchlässigen Folie (2) und einer aussenliegenden offen-zelligen Schaumstoff-Folie (1) gebildet wird.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die innenliegende Folie des Folienverbundes aus Folien der Stärke 0,03 bis 0,15 mm, vorzugsweise 0,05 bis 0,08, insbesondere aus Polyäthylenfolie dieser Stärke, besteht und dass die aussenliegende Folie des Folienverbundes aus einem Schaumstoff der Stärke 0,5 bis 3 mm, vorzugsweise 1,0 bis 2,5 mm mit einer Dichte von 0,008 bis 0,05, vorzugsweise 0,01 bis 0,03 g/cm3, insbesondere aus Polyurethanschaum besteht und beide Folien, insbesondere durch Kaschieren aufeinanderhaften.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel aus einer Strukturschaumfolie besteht, deren aussenliegende Seite aus einem porösen offen-zelligen Schaum besteht, der mit dem Wirkstoff imprägniert ist, und deren andere Seite eine dünne, durchgehend geschlossene, bei Raumtemperatur praktisch duftstoffundurch-lässige und bei erhöhter Temperatur für die Duftstoffe durchlässige Haut, die einer dünnen Folie entspricht, darstellt.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenflächen des Beutels aus einem verschäumten Material aus der Gruppe Celluloseacetat, Viskose, Polyvinylchlorid, Polyolefin, Polyamid, Acrylnitril/ Butadien/Styrol-Copolymere, Natur- und Synthese-Kautschuk und vorzugsweise Polyurethan bestehen.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wirkstoffe Textilweichmacher, Tex-tilantistatika, Antimikrobika, Soil-release-Substanzen, Bügelhilfen, Imprägniermittel, Flammschutz- und Mottenschutzmittel einzeln oder in Mischungen enthält.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es pro dm2 Oberfläche 0,5 bis 10, vorzugsweise 1 bis 5 g Wirkstoff enthält.
9. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wirkstoff eine quartäre Ammoniumverbindung des Ammoniak-Typs mit zwei C16-C20-Alkylgrup-pen und zwei Methylgruppen im Molekül und mit einem Chlorid-, Bromid oder Methylsulfat-Anion, insbesondere Di-talgalkyldimethylammoniumchlorid, allein oder in Kombination mit dem Kondensationsprodukt aus 1 Mol gehärtetem Talg und 1 Mol Hydroxyäthyläthylendiamin im Verhältnis 4:1 bis 1:4 enthält.
10. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Duftstoff im Innern des Beutels sich auf einem saugfähigen Trägermaterial aus einem Gewebe, einem Vlies oder Papier befindet
11. Verfahren zur Herstellung eines Mittels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein saugfähiges Trägermaterial in den aus dem Folienverbund gebildeten Beutel legt, das Trägermaterial vor oder nach dem Einlegen mit dem Duftstoff, einer Lösung oder Emulsion des Duftstoffes tränkt, anschliessend den Beutel allseitig verschliesst, diesen in eine Lösung, Schmelze oder Dispersion der Wirkstoffe eintaucht und anschliessend den so applizierten Wirkstoffüberzug in kalter oder warmer Luft trocknen oder erstarren lässt.
12. Verwendung des Mittels nach Anspruch 1 zur Wäschenachbehandlung in einem Wäschetrockner, dadurch gekennzeichnet, dass man das Mittel zusammen mit feuchter Wäsche in einen Wäschetrockner gibt und dieses während des Trocknungsvorganges auf die Wäsche einwirken lässt.
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