CH627713A5 - Apparatus for the automatic drawing-off of samples of liquid - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum automatischen Abfüllen von Flüssigkeitsproben nacheinander aus verschiedenen Behältern in entsprechend viele Flaschen.
Es ist bekannt bei Vorrichtungen dieser Art sicherzustellen, dass Flüssigkeitsproben beim Abfüllen weder durch Reste vorher abgefüllter Flüssigkeit, noch durch andere Stoffe verunreinigt werden. Bei solchen Vorrichtungen sind Zwischenbehälter für die Aufnahme von Flüssigkeit und eine bei jeder Probeentnahme ein- und ausschaltbare, die Flüssigkeit unter Überdruck in ein Messgerät fördernde Pumpe vorgesehen, sowie die Zufuhr von Druckluft zwecks Reinigens der Vorrichtung nach jeder Probeentnahme.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum automatischen Abfüllen von Flüssigkeiten nacheinander aus verschiedenen Behältern in entsprechend viele Flaschen zu schaffen, die erheblich einfacher im Aufbau ist als bekannte Vorrichtungen.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass eine Leitung an ihrem einen Ende mit einer Kammer und an ihrem anderen Ende mit dem einen Ende eines Rohres verbunden ist, das in seiner Wandung im Bereich seines anderen Endes eine Öffnung besitzt und in seiner Längsrichtung um einen so grossen Hub bewegbar ist, dass diese Öffnung sich bei Erreichen des unteren Endes des Hubes in der Flasche und bei Erreichen des oberen Endes des Hubes in einem Hohlraum befindet, in den das eine Ende einer zweiten Leitung mündet, deren anderes Ende mit einer Unterdruckquelle verbunden ist, während die Kammer von einem Schieber durchsetzt wird, der mit dem Rohr derart verbunden ist, dass er die Kammer bei Erreichen des oberen Endes des Hubes mit einem die abzufüllende Flüssigkeit enthaltenden Behälter verbindet und bei Erreichen des unteren Endes des Hubes mit einem Raum verbindet, in dem ein Druck herrscht, der grösser ist als der in der zweitgenannten Leitung herrschende Druck.
Vorzugsweise ist die Anordnung so getroffen, dass das eine Rohr in das der erstgenannten Leitung mündet, als ein Doppelrohr ausgebildet ist, dessen Innenrohr am einen Ende offen ist und am anderen Ende durch die Wand des Aussenrohres hindurchgehend eine Öffnung besitzt, die einen Abstand von einer Öffnung in der Wandung des Aussenrohres hat, der im wesentlichen gleich dem genannten Hub ist, vorzugsweise derart, dass das Doppelrohr als Füll-rohr ausgebildet ist, wobei das Aussenrohr am Ende geschlossen und zugespitzt ist und das Innenrohr durch dieses Ende des Aussenrohres hindurchgeht und am Ende zugespitzt ist.
Der Schieber der Vorrichtung hat vorzugsweise die Form eines mit der erstgenannten Leitung mechanisch verbundenen Rohres, dessen Achse in der Richtung des Hubes liegt, das in einem dem Hub entsprechenden Abstand Seitenöffnungen hat, zwischen denen das Rohr gegenüber Durchfluss gesperrt ist, und dessen unterer Teil zu dem die abzufüllende Flüssigkeit enthaltenden Behälter führt, während dessen oberer Teil in die Atmosphäre oder in einen Raum führt, in dem ein Druck herrscht, der grösser ist als der in der zweitgenannten Leitung. Ferner ist vorzugsweise unterhalb der Kammer eine ebenfalls von dem als Rohr ausgebildeten Schieber durchsetzte, mit der zweitgenannten Leitung verbundene Kammer in einem solchen Abstand vorgesehen,
dass bei Erreichen des unteren Endes des Hubes die untere Öffnung des als Rohr ausgebildeten Schiebers sich in dieser Kammer befindet. Die Verbindung zwischen dem Aussenrohr des Doppelrohres und dem Schieber ist vorzugsweise derart, dass die Bewegung des Doppelrohres in Richtung auf die Flasche erst beginnt, nachdem der Schieber die Verbindung der Kammer mit dem die abzufüllende Flüssigkeit enthaltenden Behälter bereits gesperrt hat.
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Die Fig. 1 und 2 zeigen zwei verschiedene Arbeitsstellungen eines Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Die dargestellte Vorrichtung dient dazu, Proben einer Flüssigkeit aus Behältern B in Flaschen 14 abzufüllen, insbesondere dazu, jeweils eine Probe in eine Flasche 14 aus je einem Milchbehälter B abzufüllen.
Die Vorrichtung besitzt eine an ihr fest angebrachte Leitung 1, die an ihrem einen Ende mit einem unter Unterdruck stehenden Behälter oder dem Ansaugende einer Pumpe verbunden ist. Das andere Ende der Leitung 1 mündet in den Hohlraum 19 eines ebenfalls unbeweglichen Endstückes 2. Von der Leitung 1 zweigt eine Leitung la ab,
die in eine untere Kammer 6 eines an der Vorrichtung unbeweglichen Teiles 9 mündet. Der Teil 9 enthält oberhalb der Kammer 6 eine obere Kammer 5, an die eine Leitung 4 angeschlossen ist, deren anderes Ende mit einer Füllnadel 3 verbunden und mit ihrem an die Füllnadel anschliessenden Teil in Axialrichtung der Füllnadel beweglich ist. In der Achse der Füllnadel 3 befindet sich ein Röhrchen 18, das das vordere geschlossene Ende der Füllnadel durchdringt und an seinem vorderen Ende 18a durch schräges Abschneiden angespitzt ist. Das obere Ende des Röhrchens 18 ist zur Seitenwand der Füllnadel abgebogen und hat dort eine nach aussen offene Mündung 18b. Die Füllnadel 3 besitzt in der Nähe ihrer Spitze eine seitliche Öffnung 17.
Die Füllnadel 3 und der unmittelbar an sie anschliessende Teil der Leitung 4, der als Schlauch ausgebildet sein kann, ist mittels einer Kolbenstange 11 eines in einem Zylinder pneumatisch oder hydraulisch betätigten Kolbens über ein Querhaupt 13 in Achsrichtung der Füllnadel 3 um einen so grossen Hub H beweglich, der im wesentlichen gleich dem Abstand der Öffnungen 17 und 18b ist.
Durch die beiden Kammern 5 und 6 und Dichtungen zum Abdichten gegenüber dem Teil 9 führt ein Rohr 7, das mit dem Querhaupt der Kolbenstange 11 verbunden und daher in gleicher Weise beweglich ist wie die Füllnadel 3. Das Rohr 7 besitzt eine seitliche Öffnung 16, die in die Kammer 5 mündet, wenn das Rohr die in Fig. 1 dargestellte Stellung einnimmt, also die seitliche Öffnung 17 der Füllnadel 3 in den Hohlraum 19 mündet. In einem Abstand, der gleich der Grösse des Hubes H ist, befindet sich in der Seitenwand des Rohres 7 eine weitere Öffnung 8. Zwischen den Öffnungen 16 und 8 ist das Rohr 7 durch einen Einsatz 7c verschlossen. Das untere Ende des Rohres 7 ist als Schlauch 7a ausgebildet und führt in den Behälter B.
Das die Füllnadel bewegende Ende des Querhauptes 13 ist mit diesem nicht fest verbunden, sondern dieses Ende des Querhauptes 13 liegt zwischen zwei Flanschen 12 und 12a, die so angeordnet sind, dass bei der Abwärtsbewegung des Querhauptes 13 die Bewegung der Füllnadel erst beginnt, nachdem die Öffnung 16 ausserhalb der Kammer 5 gelangt ist, die Kammer 5 also nicht mehr in Verbindung steht mit dem Behälter B.
Die dargestellte Vorrichtung arbeitet bei Entnahmen von Milchproben aus Milchkannen wie folgt:
Der Schlauch 7a wird in einen Behälter B eingeführt. Infolge des in der Leitung 1 herrschenden Unterdrucks, der auch in der über die Öffnung 17 mit der Leitung 1 verbundenen Leitung 4 und somit auch in der Kammer 5 herrscht,
wird Milch aus dem Behälter B durch den Schlauch 7a in die Kammer 5, die Leitung 4, die Füllnadel 3 und von dort über die Öffnung 17 auch in die Leitung 1 gesaugt. Dann wird mittels der Kolbenstange 11 das Querhaupt 13 abwärtsbewegt. Dadurch wird das mit ihm verbundene Rohr 7 sofort in gleichem Masse abwärtsbewegt, so dass die Öffnung 16 aus dem Bereich der Kammer 5 gerät. Erst nachdem dies geschehen ist, trifft das rechte Ende des Querhauptes 13 auf den Flansch 12. Anschliessend werden sowohl das Rohr 7 als auch die Füllnadel 3 samt dem daran angrenzenden Teil der Leitung 4 abwärtsbewegt. Die Spitze 18a und das vordere Ende der Füllnadel 3 durchstechen dabei den Verschluss 15 der Flasche 14. Am Ende dieses Abwärtshubes H liegt die Seitenöffnung 17 der Füllnadel 3 im Inneren der Flasche 14 und die Öffnung 18b des Röhrchens 18 innerhalb des Hohlraums 19; gleichzeitig liegt die Öffnung 16 des Rohres 7 innerhalb der Kammer 6 und die Öffnung 8 des Rohres 7 innerhalb der Kammer 5. Dieser Zustand ist in der Fig. 2 dargestellt.
In diesem Zustand wird der Unterdruck durch die Leitung 1, den Hohlraum 19 und das Röhrchen 18 zum Inneren der Flasche 14 geleitet. Infolgedessen wird in die Flasche 14 die Milch eingesaugt, die sich im Inneren der Füllnadel 3, der Leitung 4 und der Kammer 5 befinden, da diese nunmehr über die Öffnung 8 mit dem an seinem Ende zur Atmosphäre offenen Rohr 7 verbunden ist. Auf diese Weise wird in die Flasche 14 genau diejenige Milchmenge gefördert, die sich in der Füllnadel, der Leitung 4 und der Kammer 5 befindet. Das so in die Flasche 14 zu fördernde Milchvolumen kann dadurch geändert werden, dass die Leitung 4 durch eine Leitung mit einem anderen Innenvolumen ersetzt wird.
Soll nach der Entnahme einer solchen in eine Flasche 14 eingebrachten Probe der in einem Behälter B enthaltenen Milch eine Probe der Milch eines anderen Milchbehälters B in eine andere Flasche 14 abgefüllt werden, während die Vorrichtung sich in der in Fig. 1 dargestellten Stellung befindet, der Schlauch 7a in den anderen Milchbehälter B eingeführt und die gefüllte Flasche 14 durch die andere leere Flasche 14 ersetzt. Der Abfüllvorgang wird dann wiederholt.
In der Fig. 1 dargestellten Stellung wird durch den in der Leitung 1 herrschenden Unterdruck auch Milch aus dem Behälter B über die Leitung 7a in die Kammer 6 gefördert und durch die Leitung la aus ihr herausgefördert.
Es werden somit die Teile 1,3,4, 5, 7a und 16 der Vorrichtung, die bei einem Abfüllvorgang von Milch durchströmt worden sind, vor dem Beginn des folgenden Abfüllvorganges mit der Milch durchgespült, die dann abgefüllt werden soll.
Bei einer einfacheren Ausführungsform der Erfindung, bei der in oben offene Flaschen 14 abgefüllt wird, enthält das Rohr 3 keine Röhrchen 18 und das obere Ende 7b des Rohres 7 ist an einen Behälter angeschlossen, in dem ein geringer Luftüberdruck herrscht. Wenn sich bei dieser Ausführungsform das Rohr 3 in der oberen Hubstellung befindet, wird es, ebenso wie das in Fig. 1 dargestellt ist, mit Flüssigkeit aus dem Behälter B gefüllt; bei Erreichen der unteren Hubstellung strömt die Flüssigkeit durch die Öffnung 17 in die Flasche 14.
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2 Blätter Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum automatischen Abfüllen von Flüssigkeitsproben nacheinander aus verschiedenen Behältern in entsprechend viele Flaschen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Leitung (4) an ihrem einen Ende mit einer Kammer (5) und an ihrem anderen Ende mit dem einen Ende eines Rohres (3) verbunden ist, das in seiner Wandung im Bereich seines anderen Endes eine Öffnung (17) besitzt und in seiner Längsrichtung um einen so grossen Hub (H) bewegbar ist, dass diese Öffnung (17) sich bei Erreichen des unteren Endes des Hubes in der Flasche (14) und bei Erreichen des oberen Endes des Hubes in einem Hohlraum (19) befindet, in den das eine Ende einer zweiten Leitung (1) mündet, deren anderes Ende mit einer Unterdruckquelle verbunden ist, während die Kammer (5) von einem Schieber (7) durchsetzt wird, der mit dem Rohr (3) derart verbunden ist, dass er die Kammer (5) bei Erreichen des oberen Endes des Hubes (H) mit einem die abzufüllende Flüssigkeit enthaltenden Behälter (B) verbindet und bei Erreichen des unteren Endes des Hubes (H) mit einem Raum verbindet, in dem ein Druck herrscht, der grösser ist als der in der zweitgenannten Leitung (1) herrschende Druck.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (3) als ein Doppelrohr (3, 18) ausgebildet ist, dessen Innenrohr (18) am einen Ende (18a) offen ist und am anderen Ende die Wand des Aussenrohres (3) hindurchgehend eine Öffnung (18b) besitzt, die einen Abstand von der Öffnung (17) in der Wandung des Aussenrohres (3) hat, der im wesentlichen gleich dem genannten Hub (H) ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Doppelrohr (3, 18) als Füllrohr ausgebildet ist, wobei das Aussenrohr (3) am Ende geschlossen und zugespitzt ist und das Innenrohr (18) durch das Ende des Aussenrohres (3) hindurchgeht und am Ende (18a) zugespitzt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (7) die Form eines mit der erstgenannten Leitung (4) mechanisch verbundenen Rohres hat, dessen Achse in der Richtung des Hubes (H) liegt, das in einem dem Hub (H) entsprechenden Abstand Seitenöffnungen (8,16) hat, zwischen denen das Rohr (7) gegen Durchfluss gesperrt ist, und dessen unterer Teil (7a) zu dem die abzufüllende Flüssigkeit enthaltenden Behälter (B) führt, während dessen oberer Teil (7b) in die Atmosphäre oder in einen Raum führt, in dem ein Druck herrscht, der grösser ist als der in der zweitgenannten Leitung (1).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erstgenannte Leitung (4) und der Schieber (7) an dem Querhaupt (13) einer Kolbenstange (11) angebracht sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Kammer (5) eine ebenfalls von dem als Rohr ausgebildeten Schieber (7) durchsetzte, mit der zweitgenannten Leitung (1) verbundene Kammer (6) in einem solchen Abstand vorgesehen ist, dass bei Erreichen des unteren Endes des Hubes (H) die untere Öffnung (16) des als Rohr ausgebildeten Schiebers (7) sich in dieser Kammer (6) befinden.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (13) zwischen dem Aussenrohr (3) und dem Schieber (7) derart ist, dass der Hub des Doppelrohres (3, 18) in Richtung auf die Flasche (14) erst beginnt, nachdem der Schieber (7) die Verbindung der Kammer (5) mit dem die abzufüllende Flüssigkeit enthaltenden Behälter (B) bereits gesperrt hat.
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