CH627895A5 - Telephone exchange system with distributed control - Google Patents

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CH627895A5
CH627895A5 CH225878A CH225878A CH627895A5 CH 627895 A5 CH627895 A5 CH 627895A5 CH 225878 A CH225878 A CH 225878A CH 225878 A CH225878 A CH 225878A CH 627895 A5 CH627895 A5 CH 627895A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
memory
subscriber
switching
line
microprocessor
Prior art date
Application number
CH225878A
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English (en)
Inventor
John Edward Cox
Robert Treiber
John Michael Cotton
Original Assignee
Int Standard Electric Corp
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Publication date
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Publication of CH627895A5 publication Critical patent/CH627895A5/de

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Description

Die Erfindung betrifft eine dezentral gesteuerte Fernsprechanlage mit digitaler Durchschaltung und mit einer Vielzahl von Teilnehmern, für die wahlweise Herstellung von Verbindungen mehrerer Teilnehmerleitungen.
Bei modernen Vermittlungsanlagen wird eine Vielzahl von Daten benötigt, die den Zustand der an die Anlage angeschlossenen Leitungen und Fernverbindungen angeben. Weiterhin müssen auch Daten über Schaltungen im Koppelfeld gespeichert werden, die in Abhängigkeit von Zustandsänderungen auf den Leitungen und Fernleitungen erforderlich sind. Notwendige Daten sind die Teilnehmerberechtigung, die Art einer Fernleitung, Teilnehmerbeschränkungen, Umwandlungen von Rufnummern in Positionsnummern und umgekehrt. Angaben zur Leitweglenkung. Bei einem zentralgesteuerten System nach dem Stand der Technik sind diese Daten in einem Zentralspeicher enthalten, der aus Sicherheitsgründen dupliziert ist und von den zentralen Steuerrechnern ansteuerbar ist.
Bei Lastverteilung oder mehreren zentralen Steuerungen muss mehr als ein Rechner zur gleichen Zeit Zugriff zum gemeinsamen Speicher haben. Dabei ergeben sich Probleme, durch die sich der Durchsatz verringert und dies umso mehr je grösser die Zahl der Rechner wird.
Es sind auch schon Anlagen mit dezentraler Steuerung mit verteilten Steuerfunktionen entwickelt worden. Eine Anlage, bei der Steuerungen mit gespeichertem Programm über die ganze Anlage verteilt sind, ist in der US-PS 3 974 343 beschrieben. Aus der US-PS 3 860 761 ist eine stufenweise gesteuerte Vermittlungsanlage bekannt, die mit Registriersteuerung jeweils eine Verbindung vollständig aufbaut.
Bei den bekannten Anlagen hat man sich darauf konzentriert, einen hohen Wirkungsgrad für die Verarbeitung zu erreichen. Mehrfachverarbeitung wurde eingeführt, um mehr Verarbeitungsmöglichkeiten zu erhalten, jedoch mit der Aufgabenstellung, nicht mehr Möglichkeiten als notwendig vorzusehen. Dieses führte dann zu unerwünschten Wechselwirkungen zwischen Programmpaketen, wobei sich die Änderungen oder Hinzufügung von Merkmalen auf andere, vorhandene Merkmale in weitgehend unvorhersehbarer Weise auswirken konnte.
Deshalb mussten bei den bekannten Anlagen bei Änderungen im Programm immer aufwendigere Prüfungen vorgeno-men werden, um sicherzustellen, dass die nicht geänderten Programmteile nicht beeinflusst wurden.
Der Hauptgrund für diese Probleme liegt bei den bekannten Anlagen darin, dass sich eine Verarbeitungsfunktion einer Steuerung mit gespeichertem Programm zeitlich eine Vielzahl von Aufgaben aufteilt, die in Abhängigkeit von dem willkürlich auftretenden gehenden und kommenden Verkehr gefordert werden. Bei einem Fehler im Programm und einer Störung im Rechner kann das Programm dann auf ungewünschte Speicherabschnitte springen und dadurch den richtigen Ablauf des vollständigen Programmpaketes unterbrechen. Dieses alles wirkt sich bei bekannten Anlagen nachteilig aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fernsprechanlage zu schaffen, bei der der Prüfungsaufwand bei Programmänderungen sehr gering ist.
Dies wird erfindungsgemäss durch die im Anspruch 1 angegebenen Massnahmen erreicht.
Die Erfindung wird nun anhand des in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Vermittlungsanlage mit dezentraler Steuerung,
Fig. 2 ein Diagramm der Kosten in Abhängigkeit von der Zahl der Anschlüsse,
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer Gruppe von Teilnehmerschaltungen mit einem gemeinsamen Speicher,
Fig. 4 ein Blockschaltbild eines gemeinsamen Speichers, Fig. 5 ein Blockschaltbild einer Teilnehmerschaltung mit einer Rufsteuereinheit und
Fig. 6 ein Blockschaltbild eines Umwerters.
Das Koppelfeld 102 (Fig. 1) übt eine zentrale Funktion in der Vermittlungsanlage aus. Es ist erforderlich, dass es sich um ein nicht blockierendes Koppelfeld handelt. Das Koppelfeld 102, das auch als Konzentrator oder Dekonzentrator oder eine andere Art von PCM-Koppelfeld sein kann, ermöglicht Raumdurchschaltung und Zeitlagenvermittlung, um eine Information einer Zeitlage auf einer ankommenden Multiplexleitung in eine andere Zeitlage einer anderen gehenden Multiplexleitung zu übertragen. Das Koppelfeld enthält eine Wegesuchsteuerung zur Regulierung des Verkehrs in nicht blockierender Art über die Sprechwege, um eine dezentrale Steuerung der Teilnehmerleitungen zu ermöglichen. Diagnostikprogramme, mit denen Fehler bis hinunter zu einer auswechselbaren Einheit (Baugruppe oder Modul) sind dezentralisiert und in der Mikroprozessorsteuerung für die Teilnehmerleitungen enthalten. Dabei ist ein Mikroprozessor je Sicherheitsblock vorgesehen. Ein Sicherheitsblock kann zwischen einer und sechzig Leitungen enthalten. Mit dem dezentralisierten Diagnostikprogramm wird verhindert, dass sich Verbindungen zwischen einer Fehler-
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stelle auf einer Leitung und dem Verkehr auf anderen Leitun- gilt für eine Anlage mit Steuerung durch gemeinsame verdrah-gen ergeben. Durch die Verlagerung der Diagnose auf die indi- tete Logik, wie z. B. das Nummer 5 Crossbar System. Solche viduellen Mikroprozessoren muss der Durchgriff nicht vergrös- Anlagen haben nicht nur den schon erwähnten Nachteil, dass sert werden und die dezentralisierten Programme können so eine Duplizierung notwendig ist, sondern sind auch nur über gebildet werden, dass sie jede Stufe zur Unterhaltung und Prü- 5 einen relativ geringen Bereich erweiterbar, z. B. eins zu acht, fung ermöglichen. Das Koppelfeld 102 ist in vereinfachter Die Steuerung mit gemeinsamer verdrahteter Logik erlaubt
Weise dargestellt und zeigt in der ersten Koppelstufe die Kop- auch nicht, dass Teilnehmer die Durchschaltung durch Signale pelvielfache 1,2,3 und N, die mit 104,106,108 und 110 bezeich- über den Sprechweg selbst steuern. Die Kurve c gilt auch für net sind. Die jedem Koppelvielfach dieser Stufe zugeordneten elektronische Vermittlungsanlagen mit Steuerung durch Steuerungen für die Wegesuche sind mit 112,114,116 und 118 io gespeicherte Programme. Auch bei diesen ist die Erweiterungs-bezeichnet. Von der m-ten Koppelstufe des Koppelfeldes 102 möglichkeit durch die Durchsatzleistung der Prozessoren sind nur die Koppelvielfache 1 und N dargestellt, die mit 120 beschränkt.
und 122 bezeichnet sind, sowie ihre zugehörigen Steuerungen Kurve d gilt für die erfindungsgemässe Anlage. Da die
124 und 126. Steuerelemente, z. B. Mikroprozessoren, je Leitung oder je Lei-
Ein Eingang des Koppelvielfachs 102 ist über die Multiplex- 's tungsgruppe vorgesehen sind und da, wie es noch beschrieben leitung 204 mit einem Multiplexer 148 verbunden, der mit einer wird, die Anlage modular und gleichmässig herstellbar ist und Gruppe von Teilnehmerschaltungen 128 zusammenarbeitet. eine Standardschnittstelleneinrichtung zum Koppelfeld auf-Von diesen Teilnehmerschaltungen führen analoge Zweidraht- weist anstelle einer Informationsübertragung über Programmleitungen 132 bzw. 134 zu den Teilnehmern. In den Teilnehmer- kanäle wie beim Stand der Technik, ist die Anlage leicht erwei-schaltungen 128 wird mit Hilfe eines Mikroprozessors der vom 20 terbar mit nahezu gleichförmigen Kosten von z. B. 1000 bis Teilnehmer kommende Verkehr einer Analog-Digitalwandlung 100 000 Teilnehmern. Der insgesamt mögliche Erweiterungs-unterzogen und der zum Teilnehmer fliessende Rückwärtsver- Spielraum liegt bei eins zu tausend oder mehr. Wenn die Anlage kehr einer Digital-Analogwandlung. Als Mikroprozessor der erweitert wird, wird automatisch Durchsatzleistung hinzuge-Teilnehmerschaltung 128 dient z. B. ein Mikroprozessor 8080 fügt. Diese Massnahme und die entsprechende modulare oder ein anderer ähnlicher Mikroprozessor, der dann die Teil- 25 Erweiterung des Koppelfeldes hebt die obere Grenze für nehmerleitung bedient. Der Aufbau der Teilnehmerschaltung Erweiterungen auf, die üblicherweise bei Anlagen mit gemeinist Gegenstand einer anderen Patentanmeldung. Digitale Teil- samer Steuerung gespeichertem Programm bestehen, ohne nehmerleitungen 130, Teilnehmer-TF-Leitungen 136 und digi- einen Verlust der Flexibilität bei den Leitungsmerkmalen zu tale Fernleitungsgruppen 13 sind an eine digitale Endstelle 140 erleiden. Durch diese Modularität können auch neuen Lei-angeschlossen, die eine Speicherung durchführt und die 30 stungsmerkmale und Dienstleistungen in einem oder mehrere
Gespräche steuert und mit dem Koppelfeld 102 verbunden ist. Moduln hinzugefügt werden, ohne dass eine aufwendige Nach-Notwendige Datenbasen (Umwerter usw.) 142 und andere prüfung der bestehenden Leistungsmerkmale erforderlich ist,
Speicher 144 (für Gebührenerfassung, Überwachung usw.) und was ein Nachteil bei den bekannten Anlagen mit gespeicher-Diensteinrichtungen 146 sind ebenfalls mit dem Koppelfeld 102 tem Programm ist.
verbunden. Die in der Datenbasis 142 enthaltenen Umwerter 35 Anhand der Fig. 3,4 und 5 wird jetzt die Verbindungsteue-werten die vom Teilnehmer gewählten oder getasteten Ziffern rung, der gemeinsame Speicher und die dezentralisierte Steue-aus, wie es auch normale Umwerter tun. Sie werden hier auch rung beschrieben. Für die Verbindungssteuerung enthält jede dazu benutzt die dezentralisierte Steuerung zu realisieren, Teilnehmerschaltung 128 (Fig. 5) eine Verbindungssteuerein-
indem sie mit dem einzigen Datenverbindungsweg zwischen heit 302, die zu unterschiedlichen Zeiten arbeitet, um die gehenden Teilnehmerschaltungen 128 und dem Koppelfeld 102 40 den und kommenden Hälften der Verbindungen zu steuern. Die zusammenarbeiten, die nur Sprechwege sind, von denen einer Verbindungssteuereinheit 302 enthält einen Mikroprozessor mit 204 bezeichnet ist. Der Aufbau des Umwerters wird weiter 402 mit einem eigenen Speicher 516, eine Schnittstelleneinrich-unten anhand der Fig. 6 ausführlicher beschrieben werden. Das tung 512 zu einem gemeinsamen Programmspeicher, eine gleiche Koppelfeld stellt sowohl einen Datenverbindungsweg Schnittstelleneinrichtung 518 zu einer Stromversorgungsein-als auch einen Sprechverbindungsweg zwischen Teilnehmerlei-45 heit, ein Paar von Multiplexverbindungsleitern 212 und 214 tungen zur Verfügung. Da die einzelnen Teilnehmerschaltun- zum Koppelfeld 102, die auch noch von anderen Teilnehmer-gen 128 den Aufbau von Wegen zu dem Koppelfeld steuern, Schaltungen erreicht werden. Die Verbindungssteuereinheit sind die bisher benötigten Funktionen eines zentralen Prozes- hat eine Adressenkapazität von etwa 256 kBit und erlaubt eine sors weggefallen. An die Koppelvielfache 108 und 110 des Kop- digitale Filterung. Die Verbindungssteuereinheit 302 ermög-pelfeldes 102 sind entsprechende Einrichtungen angeschlossen, 50 licht die Steuerung von Gleichstrom und Wechselstrom bis zu wie sie oben für die Koppelvielfache 112 und 114 beschrieben 300 Hz, um die Speisespannung und die Rufströme zu erzeugen, wurden. eine Sprachfrequenzverarbeitung für den Bereich von 300 bis
In der Fig. 2 sind mit verschiedenen Kurven die Kosten je 3800 Hz und eine Verbindungssteuerung. Die Verarbeitung der Leitung in Abhängigkeit von der Zahl der angeschlossenen Lei- Sprachfrequenzen wird von einem Prozessor 500 für Sprachtungen für verschiedene Anlagen dargestellt. Kurve a stellt die 55 frequenzen durchgeführt, der vom Mikroprozessor 402 Kosten für eine Vermittlungsanlage mit dem bekannten elek- gesteuert wird. Jede Zweidrahtanlogleitung 132 liegt über tromechanischen Schrittschaltwerken dar, die von den Teilneh- einem Überspannungsschutz 510 an einem Coder 502 und mern direkt mit Hilfe der Nummernscheibe eingestellt wurden, einem Decoder 504. Das digitale Ausgangssignal des Coders Eine derartige Anlage ist über einen grossen Bereich mit lang- 502 wird im Prozessor 500 digital gefiltert und in eine Bitfolge sam ansteigenden Kosten erweiterbar, bedingt durch die man- 60 umgewandelt, z. B. in einen linearen 14 Bit PCM-Seriencode mit gelnde Flexibilität der Anlage, wenn sie grösser wird. Kurve b zusätzlichen Bits zur Steuerung des Koppelfeldes 102 und zur gilt für eine durch Register/Umwerter gesteuerte Schrittan- Informationsübertragung zwischen verschiedenen Verbin-lage, in der Registersender und ein Umwerter verwendet wer- dungssteuereinheiten und Umwerten. Bei der digitalen Filte-den, um den Numerierungsplan ausweiten zu können und in rung erfolgt eine Zweidraht-/Vierdrahtumsetzung und eine den Leistungsmerkmalen flexibler sein zu können. Die Dupli- 65 Kompensation der Dämpfungscharakteristik der entsprechen-zierung der gemeinsamen Teile für die Registersender und den Leitung 132. Der Mikroprozessor 402 ist programmierbar
Umwerterfunktionen ist notwendig, dadurch steigen jedoch die und ermöglicht so eine Steuerung von Entzerrung, Dämpfung Kosten je Leitung für Anlagen mit wenig Leitungen. Kurve c und Verstärkung und man erhält so ein Äquivalent zur Schal-
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tung von Verlängerungsleitungen. Weiterhin werden die Ausgangssignale des Coders 502 digital gefiltert, um Töne feststellen zu können. Der Prozessor 500 erzeugt auch digitale Signale und legt diese an den Decoder 504 an, der dann entsprechende Hörtöne im Bereich von 300 bis 3800 Hz zur Signalisierung von Besetztton/Rufton usw. auf der Teilnehmerleitung 132 abgibt.
Wählimpulse oder entsprechende Tonfrequenzen werden vom Mikroprozessor 402 empfangen und verarbeitet, um festzulegen, wann ein Zugriff zu gemeinsamen Datenbasen und Umwertern wegen weiterer Daten notwendig ist. Eine Reihe von Instruktionen, die Berechtigungen und Leistungsmerkmale der einzelnen Leitung betreffen, sind von einem gemeinsamen Speicher 200 (Fig. 4) über eine Sammelleitung 306 und eine Schnittstelleneinrichtung 512 (Fig. 5) für Speicher abrufbar. Ein solcher Zugriff ist auf eine Gruppe von Teilnehmerschaltungen bzw. eine Sammelleitung beschränkt und geht deshalb nicht über das Koppelfeld 102, um diese Daten zu erhalten. Man hat so eine Verteilung der Programmbefehle auf die einzelnen Leitungen, so dass unterschiedliche Leitungsblöcke ohne weiteres unterschiedliche Kombinationen von Programmen haben können, die unterschiedliche Dienstklassen oder Leistungsmerkmale darstellen können. Es ist also nicht notwendig, alle Programmbefehle dezentralisiert zu speichern, und man spart dann Speicherplatz. Gegenseitige Beeinflussungen von unterschiedlichen Kombinationen von Programmbefehlen über die Multiplexleitungen 212 und 214 werden durch das Koppelfeld 102 verhindert. Dadurch hat man die Möglichkeit, Leistungsmerkmale zu ändern, hinzuzufügen oder zu löschen. Ein einzelner Mikroprozessor hat auch nur Zugang zu dem Teil des Programmes, der zur gehenden oder kommenden Hälfte einer Verbindung gehört, abhängig von der Richtung des Verbindungsaufbaus. An der Schnittstelleneinrichtung 512 ist auch eine Kanaltaktleitung 506, eine Sammelleitung 306 für Daten und Adressen, eine Anforderungsleitung 308 und eine Haupttaktleitung 514 angeschlossen, die den oben beschriebenen Informationsaustausch zwischen den Modulen ermöglichen. Die Schnittstelleneinrichtung zum Koppelfeld 102 enthält Ausgangseinrichtungen 520 und 522 und Eingangseinrichtungen 524 und 526.
Durch die bei dieser Anlage vorgesehene dezentrale Steuerung, bei der jeder Verbindung exklusiv ein Mikroprozessor für die Dauer des Gesprächs zugeordnet ist, entfällt der bei den bekannten Systemen erforderliche Mehraufwand für den Vielfachzugriff zu einem einzigen Prozessor für mehrere Gespräche. Es kann dabei ein Mikroprozessor je Erlang, je Endstelle oder je Gruppe vorgesehen werden. Auf jeden Fall ist ein Mikroprozessor einer Leitung wenigstens für die Dauer der Zeit fest zugeordnet, während der ein Gespräch über diese Leitung geführt wird. Im Ausführungsbeispiel ist ein Mikroprozessor je Leitung vorgesehen.
In Fig. 3 ist eine Anordnung von sechzig Teilnehmerschaltungen 128 dargestellt, die als Gruppe für einen Multiplexer 148 betrachtet werden kann. Jede Teilnehmerschaltung 128 stellt die Schnittstelle zwischen den Teilnehmerleitungen 132 und dem Koppelfeld 102 dar. In der Teilnehmerschaltung wird die Zweidraht-/Vierdrahtumsetzung durchgeführt, werden die ankommenden analogen Signale digitalisiert, die digitalen Signale gefiltert, Digitalsprachfrequenzen verarbeitet und es wird das Gespräch überwacht. Der in der Teilnehmerschaltung enthaltene Mikroprozessor mit einem eigenen Speicher, der die Gesprächssteuerung, die Umwertung, die Erzeugung von Signalen zur Wegesuche und verschiedene diagnostische Funktionen ausführt, ist über eine Schnittstelleneinrichtung 512 (Fig. 5) in der Teilnehmerschaltung 128 mit einem gemeinsamen Speicher 200 (Fig. 3) verbunden. Die in Fig. 3 dargestellte Gruppe von sechzig Teilnehmerschaltungen 128 benutzt gemeinsam den Speicher 200. Jede Leitung, wie z. B. die Lei-tung212 von der Teilnehmerschaltung 128 wird im Zeitmulti-
plex an eine 32-Kanal-Gruppe 204, d. h. an einen gemeinsamen Übertragungsweg angelegt, der einen linearen 14 Bit PCM-Code mit einer Abtastfrequenz von 8 kHz führt. Zwei der Kanäle sind üblicherweise für Informationsaustausch mit anderen Anlagemoduln vorgesehen, d. h. für Synchronisation und Signalisierungszwecke. Weiterhin ist noch eine Betriebseinheit 216 angeschlossen.
Jeder Mikroprozessor 402 (Fig. 5) hat einen eigenen Speicher 516 mit einer Speicherkapazität von 4 kBytes und hat Zugang zu einem gemeinsamen Speicher 200 (Fig. 3), der eine Adressenkapazität von 256 kBytes hat.
Sowohl Programmspeicher als auch Speicher für feste Daten werden gemeinsam benutzt. Jedoch werden die Speicher, die den Mikroprozessoren fest zugeordnet sind und auch Startbefehle für den Mikroprozessor abgeben, nicht gemeinsam verwendet, um gegenseitige Beeinflussungen der Mikroprozessoren zu vermindern. Bei jedem Speichersystem, das von mehreren Prozessoren angesteuert wird, ergeben sich Probleme infolge von Schwierigkeiten beim Zugriff eines Prozessors zum Speicher, der notwendigen Zugriffszeit zu bestimmten Abschnitten des gemeinsamen Speichers und einer Komplexität der Einrichtungen und Programme, um diese Schwierigkeiten möglichst zu vermeiden.
Der gemeinsame Speicher kann ein Speicher mit mehreren Eingängen sein, zu dem jeder Mikroprozessor 402 (Fig. 5) in einer Verbindungssteuereinheit 302 Zugang hat über seine eigene Schnittstelleneinrichtung 512 und eine daran angeschlossene Sammelleitung 306 für Daten und Adressen, die mit den Sammelleitungen anderer Einheiten am Vielfachpunkt 318 (Fig. 4) zusammengefasst wird und dann als gemeinsame Sammelleitung 310 weiterläuft. Weiterhin ist für jede Schnittstelleneinrichtung 512 eine individuelle Anforderungsleitung 308 vorgesehen. Wie schon oben erläutert, haben maximal sechzig Teilnehmerschaltungen Zugriff zu dem gemeinsamen Speicher. Durch einen Entscheidungskreis 316 wird sichergestellt, dass zu einer Zeit nur ein Mikroprozessor Zugriff zu dem gemeinsamen Speicher 200 hat, um die bei gleichzeitigen Arbeiten auftretenden Schwierigkeiten zu vermeiden. Eine Speichersteuerung 312 steuert die Adressierung des gemeinsamen Speichers 200 über die Leitung 320, die Übertragung von Daten über die Leitung 322 über die doppelt gerichteten Sammelleitungen 310 und 306 zur Schnittstelleneinrichtung 512. Zur Sicherstellung der Übertragung von Daten und Adressen werden Paritätsbi-ten in der Schnittstelleneinrichtung 512 und in der Speichersteuerung 312 erzeugt und geprüft. Der gemeinsame Speicher 200 kann Halbleiterchips mit wahlfreiem Zugriff (RAM) enthalten, die in 32 Bitworten organisiert sind, so dass man die obengenannte Adressenkapazität von 256 kByte erhält. Ein über die Haupttaktleitung 514 angelegter Haupttakt erzeugt in der Taktverteilung 314 die unterschiedlichen Taktsignale, die über die Kanaltaktleitung 506 zur Schnittstelleneinrichtung 512 übertragen werden, sowie über entsprechende Leitungen zum Entscheidungskreis 316, zur Speichersteuerung 312 und zum gemeinsamen Speicher 200.
Der Umwerter 202 (Fig. 3), die sechzig Teilnehmerschaltungen 128 und der gemeinsame Speicher 200 sind mit dem Koppelfeld 102 über die Multiplexleitungen 204,206,208 und 210 verbunden. Die Leitung 204 führt zu einem Eingang X eines Koppelvielfachs Y und die Leitung 208 zum Eingang X+1 des gleichen Koppelvielfachs. Die Leitung 206 führt zum Eingang X eines Koppelvielfachs Y +1 und die Leitung 210 zum Eingang X+l des gleichen Koppelvielfachs Y+l. Wie schon oben erwähnt ist jede der Leitungen 204 bis 210 eine Multiplexschal-tung mit 32 Kanälen. Jede Teilnehmerschaltung 128 ist mit zwei Multiplexleitungen mit je dreissig Sprachkanälen verbunden. Weiterhin sind noch Synchronisierkanäle vorgesehen, so dass die Ausgänge der Teilnehmerschaltungen und die Eingänge des Koppelfeldes 102 synchronisiert sind, um die notwendige Paral-
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lel-Serien- oder Serien-Parallel-Umwandlung durchführen Hälfte einer Verbindung steuert, wählt einen Weg durch das können. Der Speicher 516 (Fig. 5) des Mikroprozessors 402 Netzwerk zu der Teilnehmerschaltung, die durch die Positions-kann einen Festwertspeicher oder einen programmierbaren nummer gekennzeichnet ist, und signalisiert die Informationen, Festwertspeicher enthalten, die durch Maske programmiert die für die Durchverbindung des Gespräches notwendig sind, sind. Der Speicher 516 hat auch einen Speicherbereich in der s Der Mikroprozessor, der die kommende Hälfte der Verbin-Grössenordnung von 4 bis 8 kBytes, der überschreibbar ist, für . dung steuert, sendet ein Bestätigungssignal zum Umwerter, um dauernde Programme und variable Daten, die Daten der zu bestätigen, dass die Teilnehmerschaltung jetzt belegt ist und
Berechtigungen einschliessen. um die Einrichtung zu identifizieren, von der das Gespräch aus-
Der Umwerter 202 (Fig. 6) wird vorteilhaft bei Organsatio- geht.
nen mit dezentraler Steuerung eingesetzt und arbeitet über den io Als Umwerterspeicher 550 kann ein ladungsgekoppelter einzigen Datenweg zwischen dem Block der Teilnehmerschal- Speicher oder ein Magnetblasenspeicher oder irgendein ande-tungen und den anderen Untersystemen der Vermittlung, der rer Festkörperspeicher verwendet werden, indem mindestens durch das Koppelfeld 102 für Sprache gegeben ist. Die sich bei 90 000 Worte gespeichert werden können müssen, von denen bekannten Umwertern in programmgesteuerten Vermittlungs- 80 000 Worte für den Umwerterspeicher vorgesehen sind und systemen mit zentraler Steuerung ergebenden Unzulänglich- is 10 000 Worte für den Speicher für das Umwerterprogramm. In keiten bei Änderungen von Daten für die Vermittlungsstelle Abhängigkeit von der Datenstruktur kann die Wortlänge dann oder für die Teilnehmer werden das erfindungsgemässe System 16,24 oder 32 Bit betragen. Die Übergangseinrichtungen 558 vermieden. Der Umwerter 202 enthält einen Speicher 550, bis 562 sind in Richtung zum Koppelfeld identisch mit den Teileinen Steuerprozessor 552 mit einem Mikroprozessor 554 und nehmerschaltungen und können in gleicher Art wie die Teilneh-einem zugeordneten Programmspeicher 556 und acht Über- 20 merschaltungen durch Positionsnummern identifiziert und auf-gangseinrichtungen zum Koppelfeld 102, von denen nur die gewählt werden. Die Verteilung der Übergangseinrichtungen Übergangseinrichtungen 558,560 und 562 dargestellt sind. Der ist derart, dass der Ausfall eines Koppelmoduls nicht mehr als Umwerter kann verdoppelt werden, wenn es durch angestiege- eine Übergangseinrichtung sperrt und dass ein Ausfall eines nen Verkehr, Zuverlässigkeit und Lebensdauer notwendig Koppelvielfachs der Stufe nicht mehr als die Hälfte der Über wird. 25 gangseinrichtungen sperrt. Die den Übergangseinrichtungen
Der Umwerter empfängt Berechtigungsinformationen ver- zugeordneten Positionsnummern sind so gewählt, dass ein schiedener Arten, Belastungsdaten, statistische Informationen Algorithmus im Programmspeicher 556 aus einer gegebenen usw., während er die normalen Umwertfunktionen durchführt: Positionsnummer eine andere Positionsnummer ableiten kann, d. h. Umwertungen von Rufnummer in Positionsnummer unter Funktionell enthält jede Übergangseinrichtung Mittel, um von Verwendung einer Tabelle im Speicher 550; Umwertung der 30 der Multiplexleitung die Nachrichten des Kanales herauszuzie-Positionsnummer in eine Rufnummer; Umwertung eines hen, der durch die Positionsnummer definiert ist, sowie Mittel,
Bereichs- oder Amtscodes in eine Kabelrichtung; und Umwer- um in dem Kanal Mikroprozessor zu Mikroprozessor Steuerung einer Leitungsrichtung in eine entsprechende Einrich- nachrichten zu identifizieren. Weiterhin enthält jede Über-tungsnummer. gangseinrichtung ein Speicherregister, um eine oder mehrere
Jede Teilnehmerschaltung 128 (Fig. 3) ist, wie schon oben 35 solcher Nachrichten zwischenzuspeichern, einen Ausgangsanhand der Fig. 3 erläutert wurde, mit zwei Multiplexleitungen Speicher, und Mittel zum Einfügen solcher Nachrichten in den mit je 32 Kanälen verbunden. Jede dieser Multiplexleitungen ist richtigen Kanal auf den Multiplexleitungen 564,566 und 568 mit einem Eingang des Koppelfeldes 102 verbunden. Bei einem und Mittel zum Aussenden von Nachrichten, um den Übertra-typischen Amtsaufbau sind 960 Teilnehmerschaltungen, die der gungsweg freizuhalten, wenn der Mikroprozessor 554 des Teilnehmerschaltung 128 identisch, mit dem Koppelfeld ver- 40 Umwerters Ausgangsdaten erzeugt.
bunden. Die dreissig Teilnehmerschaltungen, die mit einer Mul- Die Übergangseinrichtungen 558,560 und 562 enthalten tiplexleitung verbunden sind, haben noch einen zweiten Aus- auch, wie dargestellt, Eingangsleitungen. In Abhängigkeit von gang, über den sie mit einer zweiten Multiplexleitung verbun- Nachrichten, die über die Eingangsleitungen erhalten werden, den sind. Die zwei Multiplexleitungen, die die dreissig Teilneh- werden Daten aus dem Speicher 550 herausgezogen. Die Ände-merschaltungen bedienen, sind mit gleichbezifferten Eingän- 45 rung der Daten im Speicher 550 wird durch den Mikroprozes-gen von zwei aufeinanderfolgenden Koppelvielfachen der sor gesteuert, in Abhängigkeit von den Programmen im Pro-
Stufe 1 verbunden. Den sechzig Teilnehmerschaltungen, die gammspeicher 556. Der Mikroprozessor 554 kann von gleicher einen gemeinsamen Speicher haben, stehen also vier Multiplex- Bauart sein wie der Mikroprozessor, der in den Teilnehmerleitungen zur Verfügung. Wenn jedes Koppelvielfach der Schaltungen 128 verwendet wird und in Fig. 5 als Mikroprozes-ersten Stufe vier Eingänge hat, dann müssen bei den oben 50 sor 402 als Teil der Verbindungssteuereinheit 302 dargestellt genannten 960 Teilnehmerschaltungen acht Koppelvielfache in ist, die wiederum Teil der Teilnehmerschaltung ist. Der Spei-der ersten Stufe vorgesehen werden. Bedingt durch die eher 550 des Umwerters enthält die notwendigen Umwerteta-Anschaltung an zwei Multiplexleitungen hat jede Teilnehmer- bellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zugriffszeit für eine Schaltung zwei Positionsnummern und der Umwerter über- Umwertung 4 ms überschreitet, ist kleiner als 1 zu 1000. Der wacht laufend den Zustand, d. h. den Besetzt-/Freizustand jeder 55 Mittelwert der Zeit für einen vollständigen Umwertungszugriff gehenden Gesprächshälfte und jeder kommenden Gesprächs- liegt unter 2 ms. Die Änderung der Daten für Teilnehmer und hälfte der Teilnehmerschaltung. Die Antwort auf eine Anforde- für das Amt besteht durch Neuprogrammierung des Speichers rung zur Rufnummern-Positionsnummer-Umwertung enthält 556, wenn zusätzliche Leistungsmerkmale für Kunden aufge-die Nummer einer freien Position und eine Anzeige, ob die Ein- nommen werden oder wenn sich die Zahl der Leitungen, die richtung mit der anderen zugehörigen Position frei, belegt oder -60 von der Vermittlungsstelle bedient werden, vergrössert. Dem angefordert ist. Wenn beide Teilnehmerschaltungen belegt Umwerter werden noch zwei Kanaltakte x und y über die Lei-sind, wird diese Information zum Mikroprozessor 552 (Fig. 6) tungen 570 und 572 zugeführt.
zurück übertragen. Der Mikroprozessor, der die gehende
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

627895 PATENTANSPRÜCHE
1. Dezentral gesteuerte Fernsprechvermittlungsanlage, mit digitaler Durchschaltung und mit einer Vielzahl von Teilnehmern, für die wahlweise Herstellung von Verbindungen mehrerer Teilnehmerleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Schnittstelleneinrichtungen (128) vorgesehen ist, dass jede Schnittstelleneinrichtung (128) für wenigstens eine Teilnehmerleitung (132) Zugriff zu einem von gemeinsamen Sprechwegen (204) ermöglicht, auf dem eine Mehrzahl von Verbindungen im Vielfach hergestellt wird, dass jede Schnittstelleneinrichtung (128) eine Steuereinrichtung (302) aufweist, in der digitale Steuersignale für den Verbindungsaufbau erzeugt werden, dass die gemeinsamen Sprechwege (204) an ein Koppelfeld (102) angeschlossen sind, über das mit Hilfe der Steuersignale für den Verbindungsaufbau Verbindungen zwischen den Teilnehmerleitungen (132) hergestellt werden, und dass jede Schnittstelleneinrichtung (128) einen A/D-Wandler (502) zur Erzeugung von digitalisierten Sprachsignalen enthält, so dass diese digitalisierten Sprachsignale und die digitalen Steuersignale für den Verbindungsaufbau über die gemeinsamen Sprechwege (204) übertragen werden.
2. Fernsprechanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Teilnehmerleitung (132) eine Schnittstelleneinrichtung (128) vorgesehen ist.
3. Fernsprechanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Steuereinrichtung (302) einen Mikroprozessor (402) mit einem zugeordneten Speicher (516) enthält.
4. Fernsprechanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass einer Gruppe (148) von Schnittstelleneinrichtungen ( 128) ein gemeinsamer Speicher (200) zugeordnet ist, der über die Steuereinrichtung (302) erreichbar ist.
5. Fernsprechanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Gruppe von Schnittstelleneinrichtungen (148) einem Umwerter zugeordnet ist, der über die gemeinsamen Sprechwege (204) erreichbar ist.
6. Fernsprechanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Steuereinrichtung (302) für den Verbindungsaufbau nur eine Halbverbindung steuert.
7. Fernsprechanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der gemeinsamen Sprechwege (204) eine Zeitmultiplexleitung ist.
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