CH628060A5 - Verfahren zur herstellung von silicium-stickstoff-verbindungen. - Google Patents

Verfahren zur herstellung von silicium-stickstoff-verbindungen. Download PDF

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CH628060A5 CH1063077A CH1063077A CH628060A5 CH 628060 A5 CH628060 A5 CH 628060A5 CH 1063077 A CH1063077 A CH 1063077A CH 1063077 A CH1063077 A CH 1063077A CH 628060 A5 CH628060 A5 CH 628060A5
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hydrogen
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hydrocarbon radical
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Hans-Joachim Koetzsch
Ruediger Draese
Hans-Joachim Vahlensieck
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Dynamit Nobel Ag
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/08Compounds having one or more C—Si linkages
    • C07F7/10Compounds having one or more C—Si linkages containing nitrogen having a Si-N linkage

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
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Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Silicium-Stickstoff-Verbindungen der allgemeinen Formeln
(R3Si)nNR'3-n oder
R2Si(NR'2)2 oder cyclisches -R2SiNR'x -
in welchen n 1 oder 2,
R' ein Wasserstoffatom oder ein aliphatischer oder cycloaliphatischer Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, oder ein Arylrest, wobei die Reste R' gleich oder ungleich sein können,
R gleiche oder ungleiche Reste aus der Gruppe aliphatischer oder cycloaliphatischer Kohlenwasserstoffe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder Aryl und x 3 oder 4 ist.
Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Sila-zane haben technische Bedeutung erlangt, z.B. als Synthesehilfsmittel und Schutzgruppenreagenzien bei der Synthese von emisynthetischen Penicillinen bzw. Cephalosporinen und anderen Substanzen (vergi. z.B. US-PS 3.994.545).
Die für diese Zwecke geeigneten Silicium-Stickstoff-Ver-bindungen wurden bisher durch Umsetzung von Chlorsi-lanen mit Aminen hergestellt, wobei jedoch ein Mehrfaches an Amin eingesetzt werden muss, um das abgespaltene Chlorid als Hydrochlorid zu binden. Dieser Zwangsanfall an Aminhydrochloriden verursacht weitere erhebliche Nachteile: Es muss in verdünnten Lösungen gearbeitet werden, um die Maische noch rührbar und förderbar zu halten; es muss vom Salz filtriert oder zentrifugiert und anschlissend mit Lösungsmitteln gewaschen werden, die wieder destillativ abgetrennt werden müssen. Trotz Wäsche treten durch Adsorption am Salz grosse Ausbeuteverluste ein und die abgetrennten Salzabfälle müssen beseitigt werden.
Die geschilderten Schwierigkeiten werden durch das im Patentanspruch 1 geschilderte Verfahren in einfacher Weise behoben. Die Umsetzung wird bevorzugt bei erhöhter Temperatur vorgenommen. Geeignete Katalysatoren sind die Elemente der achten Nebengruppe des Periodensystems und deren Salze und Verbindungen.
Die Reste R und R' können verzweigte oder unverzweigte sowie gegebenenfalls ein- oder mehrfach olefinisch ungesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffreste sein. R und R' können auch gegebenenfalls alkylsubstituierte Cycloalkyl-reste sein, z.B. Cyclohexylreste.
Als Arylreste kommen gegebenenfalls mit aliphatischen Kohlenwasserstoffen kersubstituierte Aryl-, Aralkyl-, Alka-rylreste in Frage, bevorzugt einkernige. Die Seitenketten bzw. die Substituenten können verzweigt oder unverzweigt sowie gegebenenfalls ein- oder mehrfach olefinisch ungesättigt sein. Die Substituenten sind bevorzugt solche mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Amin bzw. Ammoniak und Hydrogensilan werden in beliebigem, vorzugsweise jedoch in stöchiometri-schem Verhältnis vermischt. Dieses Gemisch wird in flüssigem oder gasförmigem Zustand, vorzugsweise in gasförmigem Zustand, gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur, nach Art einer heterogenen Katalyse zur Reaktion gebracht, indem man es z.B. über den in einem Festbett angeordneten Katalysator leitet, wobei sich beispielsweise nach der Reaktionsgleichung
2 R3SÌH+NH3 - (R3Si)2NH+2 H2
neben Wasserstoff die Silicium-Stickstoff-Verbindung bildet.
Die Ausbeuten liegen im allgemeinen nahe an 100%. Bei Einhaltung eines stöchiometrischen Verhältnisses der Ausgangsstoffe fällt das Produkt in solcher Reinheit an, dass es ohne Aufarbeitungsmassnahmen weiterverwendbar ist. Liegt eine Reaktionskomponente im Überschuss vor, so wird gegebenenfalls nach den üblichen destillativen Methoden aufge5
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arbeitet.
Für das erfindungsgemässe Verfahren wirksame Katalysatoren sind z.B. die Elemente der achten Nebengruppe des Periodensystems Eisen, Cobalt, Nickel, Ruthenium, Rhodium, Palladium, Osmium, Iridium und Platin in metallischer Form oder in Form salzartiger oder komplexer Verbindungen.
Geeignete salzartige bzw. komplexe Verbindungen sind z.B. die Salze der Sauerstoffsäuren des Schwefels oder Phosphors, die Halogenide, Carbonate, Acetylacetonate oder Salze organischer Säuren.
Eine mögliche Einsatzform der Katalysatoren ist diejenige auf Trägern, wie beispielsweise Aktivkohle, Aluminiumoxid oder Siliciumdioxid mit hoher spezifischer Oberfläche, z.B. mit spez. Oberflächen von 50 bis 1000 m2/g. Auch poröse Formteile, wie sie z.B. in der DT-PS 1249147 beschrieben sind, sind als Trägerstoffe geeignet.
Die Katalysatoren können auch ohne Trägerstoff eingesetzt werden, z.B. in kompakter metallischer Form, wie z.B. als Späne, Pellets, Füllkörper und dgl. Auch als Werkstoff für den Reaktor selbst können die gleichen Katalysator-Metalle verwendet werden.
Die Herstellung der Träger-Katalysatoren erfolgt zweckmässig in an sich bekannter Weise durch Imprägnierung des Trägers mit einer Salz- oder Komplexsalz-Lösung des Katalysatormetalls mit anschliessender Trocknung und gegebenenfalls Reduktion zur metallischen Form, beispielsweise mit Hilfe von Formaldehyd oder Wasserstoff.
Mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens lassen sich Silicium-Stickstoff-Verbindungen in grosser Anzahl herstellen, beispielsweise Hexamethyldisilazan, N-Methylhexa-methyldisilazan, N-Äthylhexamethyldisilazan, N.N-Dime-thyltrimethylsilylamin, N.N-Diäthyltrimethylsilylamin, N-Phenyltrimethylsilylamin, Hexaäthyldisilazan, Hexame-thylcyclotrisilazan, Nonamethylcyclotrisilazan, Octamethyl-cyclotetrasilazan, N.N'-Tetramethyldimethylsilyldiamin, N. N' -Diphenyldimethylsilyldiamin, Si.Si ' .Si" -Trivinyltri-methylcyclotrisilazan, N.N'-Tetramethylvinylmethylsilyl-diamin, Si.Si'Si"-Triphenyltrimethylcyclotrisilazan, N.N'-Dimethyldiphenylsilyldiamin usw.
Diese Produkte entstehen nach dem erfindungsgemässen Verfahren im allgemeinen in reiner oder in leicht zu reinigender Form, ohne die gleichzeitige Entstehung von Abfallstoffen.
Als Ausgangsstoffe dienen Hydrogensilane und Amine. Die verwendbaren Hydrogensilane sind bekanntlich aus entsprechenden Organochlorsilanen durch Hydrierung auf chemischem oder elektrochemischem Wege zugänglich, z.B. Trimethylsilan, Dimethylsilan, Triäthylsilan, Diäthylsilan, Methylvinylsilan, Methylphenylsilan, Diphenylsilan usw.
Im Sinne der Erfindung verwendbare Amine sind beispielsweise primäre und sekundäre Amine, wie z.B. Methylamin, Dimethylamin, Äthylamin, Diäthylamin, Allylamin, Anilin, N-Methylanilin u.a.m.
Bei einer bevorzugten Verfahrensweise bringt man die Reaktionskomponenten mit den in Form eines Festbetts vorliegenden Katalysatorteilchen oder -formkörpern ohne Verwendung eines Lösungsmittels in Kontakt, wobei bevorzugt in der Gasphase gearbeitet wird.
Grundsätzlich kann jedoch die Umsetzung auch unter Mitverwendung eines inerten Lösungsmittels erfolgen. Als inerte Lösungsmittel sind zweckmässig solche zu wählen, die sowohl Lösungsvermögen für die Ausgangs- als auch für die Endprodukte besitzen. Geeignet sind z.B. gesättigte Kohlenwasserstoffe, wie z.B. Benzine und dgl.
Als Reaktor dient z.B. ein heizbares Doppelmantelrohr, beispielsweise aus Glas, Keramik, Stahl, Nickel oder gegebenenfalls einem anderen Katalysatormetall, in dem der Katalysator vorzugsweise nach Art eines Festbettes angeordnet ist. Vorzugsweise in absteigender Richtung wird über das auf die Reaktionstemperatur eingestellte Festbett das äquimolare oder in beliebigem molarem Verhältnis zueinander stehende Silan-Amin- bzw. -Ammoniak-Gemisch kontinuierlich dosiert, wobei sich erfindungsgemäss eine Si-Stickstoff-Ver-bindung bildet und daneben Wasserstoff entwickelt wird. Selbst bei sehr kurzen Verweilzeiten, beispielsweise zwischen 0 Sekunden und 180 Sekunden (berechnet auf das leere Reaktorrohr) findet bereits merkliche Umsetzung statt. Hohe Umsetzungsraten bis zur quantitativen Umsetzung und Ausbeute werden im Verweilzeitbereich zwischen 3 und 30 Minuten erzielt. Selbstverständlich werden auch bei längeren Verweilzeiten hohe bis quantitative Umsätze und Ausbeuten erhalten.
Der Bereich der Arbeitstemperaturen des erfindungsge-mäsen Verfahrens erstreckt sich im allgemeinen von 0°C bis ca. 280°C. Bevorzugt wird bei Temperaturen oberhalb 100°C gearbeitet. Dabei gilt die generelle Regel, dass höhere Umsetzungstemperaturen geringere Verweilzeiten erfordern.
Weiterhin von gewissem Einfluss sind Unterschiede in der Reaktivität der verschiedenen Silane, Amine und Katalysatoren: Beispielsweise ist ein vorteilhafter Betriebspunkt für die etwa quantitative Umwandlung des Systems Ammoniak-Trimethylsilan an Nickel-Spänen zu Hexamethyldisilazan die Anwendung einer Katalysator-Temperatur von ca. 168°C und einer Verweilzeit von ca. 10 bis 15 Minuten. Dagegen liegen diese Werte für das System Anilin-Diphenylsilan bei ca. 230°C und 22 bis 26 Minuten.
Die Umsetzung wird zweckmässig unter weitgehendem Ausschluss von Luftsauerstoff und Feuchtigkeit durchgeführt.
Die Isolierung der erfindungsgemäss hergestellten Silicium-Stickstoff-Verbindungen erfolgt in einfacher und an sich bekanter Weise z.B. durch Auskondensieren mit Hilfe eines Kühlers oder einer Quencheinrichtung.
Beispiel 1
Ein mit Drehspänen aus Rein-Nickel von ca. 0,4 mm Durchmesser gefülltes Doppelmantelrohr aus Glas von 900 mm Länge und 40 mm Durchmesser, mittels Thermostat im Doppelmantel auf 168°C beheizt, wird mit Argon luftfrei gespült und anschliesend kontinuierlich von oben mit einem im Molverhältnis 2:1 stehenden Gemisch, bestehend aus Trimethylsilan (Kp. 6,7°C) und Ammoniak, durchströmt unter Variation der Verweilzeit. Das am unteren Ende aus dem Reaktionsrohr austretende Gas wird über einen Wasserkühler geführt, der das entstandene Hexamethyldisilazan auskondensiert. Der auf —62°C nachgekühlte Wasserstoff, aus dem auf diese Weise ca. 2% flüssiges Produkt ausgeschieden werden, wird zur Weiterverwendung abgeführt.
Nachstehende Tabelle zeigt die bei 168 °C und verschiedenen Verweilzeiten erhaltenen Ausbeuten an Hexamethyldisilazan:
Verweilzeiten +) bei 168°C am Ni-Katalysator
Ausbeute an Hexamethyldisilazan
Umsatz
2' 10"
98,8%
84,2%
6' 35"
99,2%
92,1%
12'
99,3%
95,4%
15'
99,2%
96,8%
25'
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98,9%
40'
99,2%
98,7%
+) bezogen auf das leere Reaktionsrohr.
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Nach Beispiel 1 wurden 6237 g Hexamethyldisilazan vom Kp. 127°C hergestellt. Die bei der Reindestillation anfallenden geringen Mengen Trimethylsilan und Ammoniak wurden in den Reaktor zurückgeführt. Das erhaltene Rohprodukt ist jedoch von so hoher Reinheit, dass es auch ohne Destillation weiterverwendet werden kann.
Beispiel 2
Analog Beispiel 1 wird bei 144°C gearbeitet.
Nachstehende Tabelle zeigt die bei 144°C und verschiedenen Verweilzeiten erhaltenen Ausbeuten an Hexamethyldisilazan:
Verweilzeiten +) bei 144°C am Ni-Katalysator
Ausbeute an Hexamethyldisilazan
Umsatz
3' 30"
99,0%
76,4%
10' 10"
99,4%
88,1%
20'
99,8%
92,1%
30'
99,1%
93,8%
+) bezogen auf das leere Reaktionsrohr.
Beispiel 3
Analog Beispiel 1 wird bei 120°C gearbeitet. Nachstehende Tabelle zeigt die bei 120°C und verschiedenen Verweilzeiten erhaltenen Ausbeuten an Hexamethyldisilazan:
Verweilzeit + ! bei 120°C am Ni-Katalysator
Ausbeute an Hexamethyldisilazan
Umsatz
4' 20"
98,0%
69,5%
17'30"
98,8%
76,9%
30' 18"
99,0%
80,4%
+» bezogen auf das leere Reaktionsrohr.
Beispiel 4
In der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur wird bei einer Katalysator-Temperatur von 210°C mit einer 0,5% metallisches Platin enthaltenden wasserfreien Aktivkohle (in 4-mm-Pellets) als Katalysatorfüllung aus einem äquimolaren Gemisch, bestehend aus Trimethylsilan und Anilin bei einer Verweilzeit von 21 Minuten N-Phenyltrimethylsilylamin mit dem Siedepunkt 206°C in einer Ausbeute von 93,9% erhalten.
Beispiel 5
Analog Beispiel 1 wird aus einem im Molverhältnis 2:1 angewendeten Gemisch von Allylamin (Kp. 58°C) und Dimethylsilan (Kp. —20°C) bei einer Katalysatortemperatur von 176°C und einer Verweilzeit von 11 Minuten Bis-N.N' -diallyldimethylsilylamin mit dem Siedepunkt 82°C (bei 20 Torr) in einer Ausbeute von 92,6% erhalten.
Beispiel 6
Analog Beispiel 1, jedoch mit einer Katalysatorfüllung, bestehend aus 1% Palladium enthaltenden y-Aluminiumoxid (in 4-mm-Pellets), wird bei einer Katalysatortemperatur von 280°C und einer Verweilzeit von 25 Minuten aus einem im Molverhältnis 2:1 angewendeten Gemisch von Dimethyl-amin und Diphenylsilan (Kp. 270°C) Bis-N.N'-Tetramethyl-diphenylsilylamin mit dem Siedepunkt 139°C (bei 1 Torr) in einer Ausbeute von 87,8% erhalten.
Beispiel 7
Analog Beispiel 1, jedoch unter Verwendung von Stahl-Drehspänen von ca. 0,3 mm Durchmesser als Katalysatorfüllung, wird bei einer Katalysatortemperatur von 190°C und einer Verweilzeit von 15 Minuten aus einem im Mol Verhältnis 1:1 angewendeten Gemisch von Methylamin und Dimethylsilan Nonamethylcyclotrisilazan vom Siedepunkt 223°C (F. 33-34°C), daneben wenig Oligomere, in einer Ausbeute von 82,6% erhalten.
Beispiel 8
Analog Beispiel 4 wird bei einer Katalysatortemperatur von 180°C und einer Verweilzeit von 12 Minuten aus einem im Molverhältnis 2:1 angewendeten Gemisch von Trimethylsilan und Äthylamin N-Äthylhexamethyldisilazan mit dem Siedepunkt 162 bis 163°C in einer Ausbeute von 96,9% erhalten.
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Claims (9)

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1. Verfahren zur Herstellung von Silicium-Stickstoff-Ver-bindungen der allgemeinen Formeln
(R.3Si)nNR'3-n oder
R2Si(NR'2)2 oder cyclisches - RsSiNR' - x in welchen n 1 oder 2,
R' ein Wasserstoffatom oder ein aliphatischer oder cycloaliphatischer Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder ein Arylrest, wobei die Reste R' gleich oder ungleich sein können,
R gleiche oder ungleiche Reste aus der Gruppe aliphatischer oder cycloaliphatischer Kohlenwasserstoffe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aryl und x 3 oder 4 ist,
dadurch gekennzeichnet, dass man Hydrogensilane der allgemeinen Formel
Rj.ySiHy-f 1
in welcher y 0 oder 1 ist und R die obige Bedeutung hat, mit Ammoniak oder Aminen der allgemeinen Formel
NR'3-nHn in welcher R' und n die obige Bedeutung haben, in Gegenwart von Katalysatoren, unter Abspaltung von Wasserstoff umsetzt.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei erhöhter Temperatur durchführt.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysatoren die Elemente der achten Nebengruppe des Periodensystems oder deren Salze oder Verbindungen verwendet.
4. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Katalysatoren auf einem geeigneten Träger aufgebracht eingesetzt werden.
5. Verfahren nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysatorträger Aktivkohle, Aluminiumoxid oder Siliciumdioxid verwendet.
6. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktionskomponenten mit den in Form eines Festbettes vorliegenden Katalysatorteilchen oder -formkörpern ohne Verwendung eines Lösungsmittels in Kontakt bringt.
7. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionsteilnehmer in der Gasphase umgesetzt werden.
8. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass R' ein Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist.
9. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass R ein Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist.
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