CH628090A5 - Verfahren zur herstellung von plattenfoermigen aluminium-knetlegierungen. - Google Patents

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CH628090A5
CH628090A5 CH123877A CH123877A CH628090A5 CH 628090 A5 CH628090 A5 CH 628090A5 CH 123877 A CH123877 A CH 123877A CH 123877 A CH123877 A CH 123877A CH 628090 A5 CH628090 A5 CH 628090A5
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Harvey P Cheskis
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Alusuisse
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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Knetlegierungen auf der Basis von Aluminium mit hoher Festigkeit und guten Schlageigenschaften.
Die Herstellung von blech- oder plattenförmigen Produkten aus Aluminiumlegierungen ist gut bekannt. Vor allem die Herstellung von Aluminiumwarzenblechen ist seit langem für den Gebrauch für industrielle Schiffahrts- und Transportzwecke erwünscht gewesen. Ein Warzenblech aus Aluminium ist ganz allgemein ein blech- oder plattenförmiges Produkt, welches mit einem erhöhten Muster auf seiner Oberfläche, das antigleitende Merkmale aufweist, hergestellt wird. Dieses Muster wird gewöhnlich durch ein Prägeverfahren erreicht, das im Verlauf des Verwalzens der Legierung durchgeführt wird. Wegen seiner guten Brauchbarkeit wird ein Warzenblech im allgemeinen für eine bedeutende Belastung verwendet, folglich muss ein solches Produkt eine genügende Festigkeitseigenschaft, welche eine sichere Arbeitsweise unter verschiedenen
Belastungsbedingungen gewährleisten, aufweisen. Die obenstehenden Eigenschaften müssen im weitern mit einem verhältnismässig leichten Herstellungsverfahren zu erreichen sein, erst dies wird die Herstellung von Warzenblechen aus Aluminium, 5 vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, wünschenswert machen.
In dieser Hinsicht haben herkömmliche Bearbeitungsverfahren von Aluminiumlegierungen, insbesondere Legierungen der Magnesium und Silizium enthaltenden 6000-Serie (Alumi-ionum Association), wie beispielsweise Legierung 6061, erforderlich gemacht, dass die Legierung lösungsgeglüht (homogenisiert), abgeschreckt und nachher ausgelagert werden muss, um ein Produkt zu erhalten, das im Gebrauch die notwendigen Festigkeitsanforderungen erfüllt. Das Lösungsglühen ist aber 15 nicht wünschenswert, weil es kostspielig und zeitraubend ist, eine spezielle Ausrüstung und Bedienung erforderlich macht und schliesslich häufig das Aussehen der Oberfläche des Produktes beeinträchtigt. Im weitern werden unerwünschte Ver-zerrungs- und Eigenspannungen entwickelt, welche durch 2o zusätzliche Verfahren, wie thermisches Abflachen, geringe Reduktion durch Walzen und/oder Strecken eliminiert werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Produkten, insbesondere einer Platte mit Trittfläche, aus einer 25 Aluminiumlegierung zu schaffen, welches die Notwendigkeit eines Lösungsglühens und eines die anschliessende Altershärtung hinreichend sicherstellenden Abschreckens überflüssig macht, und bei Magnesium und Silizium enthaltenden Aluminiumlegierungen, gegenüber mit hergebrachten Verfahren bear-3o beiteten ähnlichen Aluminiumlegierungen, eine bedeutende Verbesserung der Festigkeitseigenschaften, des Korrosionswiderstandes und des Aussehens der Oberfläche bewirkt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass a) die gegossene Legierung während einer Zeitdauer von 35 mehr als 6 Stunden bei einer Temperatur oberhalb 482 °C
homogenisiert wird,
b) bei einer Ausgangstemperatur von mehr als 482 °C und mit einer Reduktion von über 20% warm gewalzt wird,
c) kontinuierlich weiter warm abgewalzt wird, vorerst wäh-40 rend nicht mehr als 4 Minuten bei einer Temperatur von etwa
455 °C, dann während nicht mehr als 2 Minuten bei einer Temperatur von etwa 427 °C und schliesslich während nicht mehr als einer Minute im Temperaturbereich von 398 bis 287 °C und d) durch Abschrecken in weniger als einer Minute auf eine 45 Temperatur unterhalb 287 °C abgekühlt wird.
Die vorliegende Erfindung ist besonders gut anwendbar für die Herstellung von plattenförmigen Produkten wie geprägte Warzenbleche, bei welchen nach dem Warmwalzen kein separater Behandlungsschritt zum Lösungsglühen notwendig ist. so Die vorliegende Erfindung umfasst bevorzugt den Einsatz von Aluminiumlegierungen mit bis zu 1,35% Silizium und bis zu 1,5% Magnesium, Rest im wesentlichen Aluminium, insbesondere Aluminiumlegierungen der 6000-Serie mit 0,20 bis 1,35% Silizium und 0,3 bis 1,5% Magnesium. Die Aluminium-Silizium-55 Legierungen können weiter 0,05 bis 0,15% Mangan, 0,05 bis 0,15% Chrom und 0,05 bis 0,15% Zirkon enthalten.
Vorzugsweise wird die gegossene Aluminiumlegierung im Temperaturbereich zwischen 538 und 566 °C homogenisiert, danach auf eine Ausgangstemperatur für das Warmwalzen zwi-60 sehen 510 und 594 °C gebracht und mit einer Reduktion von über 30% warm gewalzt.
Der letzte Warmwalzschritt unmittelbar vor dem Abschrecken umfasst den Durchlauf der Aluminiumlegierung durch Prägewalzen. Nach dem Warmwalzen wird die Legie-65 rung bevorzugt einem Aushärten unterworfen, bei welchem die warm abgewalzte Legierung während mindestens 15 Minuten und bei einer Temperatur zwischen 135 und 232 °C ausgelagert wird.
3 628090
Die nach der vorliegenden Erfindung behandelten Legie- keit der Bearbeitung der Legierung zum Fertigprodukt, durch rungen zeigen die gewünschten Festigkeits- und Schlageigen- die Verhinderung von Mg2Si-Ausscheidungen, erheblich stei-schaften, in Verbindung mit einem leichten Herstellungsverfah- gert. Insbesondere muss das Warmwalzen so durchgeführt ren und einem vorteilhaften Aussehen der Oberfläche. werden, dass die Verweilzeiten bei bestimmten Temperaturen
Die Knetlegierung auf der Basis von Aluminium, welche 5 strikte eingehalten werden. Das bedeutet, dass die Legierung Magnesium und Silizium enthalten kann, wird während einer im Verlauf des Warmwalzens - im Hinblick auf die Gewährlei-Zeitdauer von mehr als 6 Stunden, vorzugsweise während 8 bis stung eines maximalen Auslagerungsverhaltens ist dies kritisch 14 Stunden, bei einer Temperatur oberhalb 482 °C homogeni- - während nicht mehr als 4 Minuten bei einer Temperatur von siert. Für den ersten Warmwalzschritt wird die Temperatur des etwa 455 °C, nachher während nicht mehr als 2 Minuten bei Barrens, unmittelbar bevor er in die Walze eingeführt wird, auf 10 einer Temperatur von etwa 427 °C, und anschliessend während mehr als 482 °C gebracht. Die Dicke wird um mehr als 20%, nicht mehr als einer Minute in einem Temperaturbereich von vorzugsweise um mehr als 30%, reduziert. 398 bis 287 CC verbleibt. Der vorstehend beschriebene Ablauf
Bei einer zweiten Folge von Warmwalzschritten bleibt die des Warmwalzens ist weiter gekennzeichnet durch ein Legierung während nicht mehr als 4 Minuten bei einer Tempe- abschliessendes Abschreckverfahren, mit welchem die Temperatur von rund 455 °C, bei nicht mehr als 2 Minuten bei rund )5 ratur der aus dem letzten Walzenpaar austretenden Legierung 427 °C und während nicht mehr als einer Minute im Tempera- auf unter 287 °C herabgesetzt wird. Diese Temperaturvermin-turbereich von rund 398 bis 287 °C. Bei der Herstellung von derung wird in weniger als einer Minute erreicht. Der letztere Warzenblechen wird der letzte Stich der zweiten Folge von Schritt wird als Teil des Ablaufs des Warmwalzens verwendet, Warmwalzschritten zwischen Prägewalzen durchgeführt. so dass das aus diesem Warmwalzverfahren austretende Pro-
Nach diesem letzten Warmwalzdurchgang wird die geknetete 20 dukt nach dem Abschrecken die oben erwähnte Temperatur Legierung so schnell abgekühlt, dass die Legierung über den von unter 287 °C hat. Es sollte noch hervorgehoben werden, gesamten Querschnitt in weniger als einer Minute auf eine dass die Abschreckoperation zur Erreichung einer vollständi-
Temperatur unterhalb 287 °C abgekühlt wird. gen Abkühlung der gewalzten Legierung über den gesamten
Eine grosse Anzahl von Knetlegierungen auf der Basis von Querschnitt durchgeführt wird. Die Absicht dieses Vorgehens Aluminium kann nach dem Verfahren der vorliegenden Erfin- 2s besteht darin, ein Produkt zu erhalten, das in der anfallenden dung bearbeitet werden. Die Legierungen fallen j edoch im all- Form brauchbar ist.
gemeinen in die Gruppe, welche von der Aluminum Associa- Weil das Verfahren der vorstehenden Legierung besonders tion als 6000-Serie von Aluminiumlegierungen bezeichnet wird, gut anwendbar und nützlich für die Herstellung von Warzen-
Diese Legierungen enthalten neben Aluminium als Haupt- blechen ist, sollte beachtet werden, dass das gewünschte bestandteile Magnesium und Silizium, insbesondere mit einem 30 Muster auf dem streifenförmigen Produkt als Teil des Ablaufs Gehalt von bis zu 1,35% Silizium und bis zu 1,5% Magnesium. des Warmwalzens hergestellt werden kann. Insbesondere kann Diese Materialien sind gut geeignet für die Verarbeitung zu der letzte Warmwalzstich durch geeignet strukturierte Präge-Trittplatten, weil sie lösungsgeglüht, abgeschreckt und zu walzen geführt werden, wodurch dann das gewünschte Muster hohen Festigkeitsgraden ausgelagert werden können. Nach der auf das bandförmige Legierungsmaterial aufgedruckt wird, vorliegenden Erfindung werden insbesondere Legierungen, 35 Zusätzlich zum oben geschilderten Vorgehen kann das welche 0,20 bis 1,35% Silizium und 0,3 bis 1,5% Magnesium ent- geknetete Produkt nach der vorliegenden Erfindung, falls halten, eingesetzt. In Übereinstimmung mit den Anforderungen gewünscht, einer Aushärung unterworfen werden, wobei das in bezug auf die Zusammensetzung der 6000-Serie können wei- Produkt während mindestens 15 Minuten auf eine Temperatur tere Legierungen eingesetzt werden. So kann die erfindungsge- im Bereich von ungefähr 135 bis 232 °C erwärmt wird. Mit die-mässe Legierung zusätzlich 0,05 bis 0,15% Mangan, 0,05 bis 40 sem zusätzlichen Auslagern können die Festigkeits- und Schlag-0,15% Chrom und 0,05 bis 0,15% Zirkon enthalten, ebenso zufäl- eigenschaften des geprägten Produktes sogar weiter verbes-lige, ungewollte Verunreinigungen von Beryllium, Titan, Bor sert werden.
und anderen Elementen, welche die Eigenschaften der Legie- Das nach der vorliegenden Erfindung hergestellte Produkt rung nicht beeinflussen. ist gekennzeichnet durch verbesserte Flachheit und durch
Die nach der vorliegenden Erfindung angewendete Art des 45 Muster mit erhöhter Reliefhöhe, weil das während des Ablaufs Schmelzens oder Giessens ist nicht besonders kritisch, weshalb des Warmwalzens in die Prägewalze eintretende Material eine übliche Verfahren des Schmelzens und Giessens problemlos solche Temperatur hat, dass kein nachfolgender Stich zur eingesetzt werden können. Die benutzten Giesstechniken kön- Erreichung der gewünschten Oberflächenqualität durchge-nen beispielsweise den direkten Kokillenguss und das Durville- führt zu werden braucht. Weiter verleiht die Verwendung des Verfahren (gekippte Giessform) umfassen. Anschliessend an 50 Verfahrens der vorliegenden Erfindung dem Produkt eine ver-das Giessverfahren wird eine Wärmebehandlung zur Homoge- besserte Oberflächenbeschaffenheit ohne vom Lösungsglühen nisierung bei einer Temperatur oberhalb 482 °C durchgeführt, herrührende Flecken, zusammen mit guten Festigkeitseigen-vorzugsweise während einer Zeitdauer von ungefähr 8 bis 14 Schäften des unbehandelten Walzproduktes sowie weiter verstunden in einem Temperaturbereich von 538 bis 566 °C. Wahr- besserte Festigkeitseigenschaften nach dem Auslagern. Für die scheinlich kann dank dieser Homogenisierungsbehandlung 55 Legierung 6205 mit einer Streckgrenze von 24,6 kg/mm2 sind während den späteren Stufen des Warmwalzens das Ausschei- bei Raumtemperatur typische Schlagfestigkeiten von 2,7 m • kg den von Mg2Si verhindert werden. gefunden worden. Dies ist besonders vorteilhaft im Hinblick
Nach dem Giessen und Homogenisieren wird die Legie- auf die Höchstleistungszwecke, für welche manche Warzen-rung durch Warmwalzen bei einer Ausgangstemperatur ober- bleche eingesetzt werden.
halb 482 °C bearbeitet, insbesondere bei einer Temperatur von 60 Das Verfahren der vorliegenden Erfindung und damit 510 bis 593 °C. Diese Ausgangstemperatur des Barrens zum erreichte Vorteile werden durch die nachfolgenden Ausfüh-Warmwalzen ist kritisch in bezug auf das Vermeiden von massi- rungsbeispiele näher erläutert und besser verständlich, ven Ausscheidungen von MgîSi während den folgenden Warmwalzstufen und trägt deshalb mit gleichem Gewicht zur Errei- Beispiel 1
chung des schon bei der vorhergehenden Homogenisierungs- 6s Durch Kokillenguss wurden Barren auf übliche nachste-behandlung ins Auge gefassten Zieles bei. hend beschriebene Weise hergestellt. Schmelzen und Gattie-
Der nach der vorliegenden Erfindung verwendete Ablauf ren der Legierung wurden in einem mit Gas beheizten, offenen des Warmwalzens ist besonders kritisch, weil sie die Leichtig- Herdofen durchgeführt. Nach dem Gattieren wurde die Legie-
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rung mit während 20 Minuten durchströmenden, gasförmigem sprachen der Legierung 6061 und 6205. Die Barren wurden der-Chlor entgast. Die mittlere Giesstemperatur lag bei 743 °C, die art hergestellt, um die Durchführung von vergleichenden mittlere Giessgeschwindigkeit bei 11,5 cm/min und die metallo- Untersuchen zu ermöglichen, wie sie in den nachstehenden Beistatische Druckhöhe wurde zwischen 6,4 und 7,6 cm aufrechter- spielen erfolgen. Die Zusammensetzung der in Frage stehenhalten. Vier Barren mit verschiedener Legierungszusammen- s den Legierungen werden in Tabelle I zusammengefasst. setzung wurden auf diese Weise hergestellt, je zwei Barren entTabelle I
Zusammensetzung (Gew.-%)
Legierung Si Fe Cu Mn Mg Cr Zn Ti Zr Be AI
A(handelsübliche
Legierung 6061)
0,73
0,54
0,23
0,06
0,97
0,18
0,05
0,023
-
Rest
B(Vergleichs-
legierung 6061)
0,61
0,37
0,29
0,07
1,15
0,17
0,05
0,018
-
Rest
C(handelsübliche
Legierung 6205)
0,73
0,49
0,06
0,09
0,40
0,09
0,04
0,026
0,07 0,008
Rest
D(Vergleichs-
legierung 6205)
0,67
0,46
0,22
0,11
0,37
0,12
0,04
0,014
0,09 -
Rest
Beispiel 2
Die nach Beispiel 1 hergestellten Legierungen wurden auf verschiedene Weise, wie unten näher beschrieben, weiterbehandelt. Alle Barren wurden homogenisiert und für das Warmwalzen wieder erwärmt. Die Barren C und D, bestehend aus der Legierung 6205, wurden während 8 beziehungsweise 12 Stunden homogenisiert, in einem Temperaturbereich der zwischen 538 und 566 °C lag. Jeder der beiden Barren wurde dann einem Warmwalzverfahren unterworfen, bei welchem Zeit- und Temperaturablesungen aufgezeichnet wurden. Die Barren A und C, bestehend aus den handelsüblichen Legierungen 6061 und Legierung 6205, wurden in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung behandelt, d. h. in deren Zeit- und Temperaturgrenzen warm abgewalzt, während die Vergleichslegierungen B und D nach der üblichen Praxis warm abgewalzt wurden.
Bei den nach der vorliegenden Erfindung behandelten Legierungen A und D wurde eine abschliessende Abschreckbehandlung, als Teil des Ablaufs des Warmwalzens hinzugefügt. Während dem Warmwalzen wurden für alle vier Legierungen Zeit- und Temperaturablesungen aufgezeichnet und in der nachfolgenden Tabelle II zusammengefasst:
Tabelle II
Zeit/Temperaturprofile beim Warmwalzen
25
Zeit
Temperatur (°C)
Legierung A
Eingang Walzgerüst 244 cm
Letzter Stich 244 cm Eingang Walzgerüst 203 cm Austretendes Band 203 cm (abgeschreckt)
Legierung B
Eingang Walzgerüst 244 cm
Letzter Stich 244 cm Eingang Walzgerüst 203 cm
9:24:40 9:25:25 9:26:10 9:27:00 9:28:45 9:30:40 9:32:45 9:33:05
10:07:45 10:08:35 10:09:30 10:10:20 10:11:50 10:13:05
496 488 491 491 491 482 455 246
499 485 485 488 488 477
Zeit
Temperatur (°C)
Austretendes Band 203 cm
10:13:25
319
Legierung C
Eingang Walzgerüst 244 cm
10:00:41
493
10:01:50
485
10:02:50
488
10:03:55
482
10:04:55
479
Letzter Stich 244 cm
10:06:00
479
Eingang Walzgerüst 203 cm
10:07:55
452
Austretendes Band 203 cm
10:08:15
235
(abgeschreckt)
Legierung D
Eingang Walzgerüst 244 cm
9:21:30
510
9:22:35
499
9:23:20
499
Letzter Stich 244 cm
9:24:55
482
Eingang Walzgerüst 203 cm
9:26:25
465
Austretendes Band 203 cm
9:26:45
293
Bei der vorstehenden Tabelle II sollte beachtet werden, 5o dass die Legierungsproben einem Walzverfahren unterworfen wurden, vorerst auf einem einfachen, 244 cm breiten Vorwalz-gerüst und anschliessend auf einem dreifachen 203 cm breiten Tandemwalzgerüst. Während dem Warmwalzen auf dem 203 cm breiten Tandemwalzgerüst wurde das gewalzte Produkt im 55 Falle der Legierungen A und C abgeschreckt und dann auf einen Haspel aufgerollt. Es ist ferner aus Tabelle II ersichtlich, dass die Legierungen A und C bei schnell wechselnden Temperaturen, welche mit den höchsten nach der vorliegenden Erfindung erlaubten Werten abfielen, warm gewalzt wurden, und 60 nach dem Abschrecken Temperaturen besassen, die unterhalb des in der Erfindung beschriebenen Maximums lagen.
Beispiel 3
Je zwei nach Beispiel 2 hergestellte Proben der Legierun-65 gen A, B, C und D wurden von den auf den Haspeln aufgerollten Bändern genommen. Eine Probe von jeder Legierung wurde einer Alterungsbehandlung unterworfen, die eine Wärmebehandlung von 6 Stunden bei 163 °C umfasste. Nachdem
5
628090
die Alterungsbehandlungen vollständig ausgeführt waren, wur- unterworfen. Die betreffenden Proben wurden jeweils doppelt den die acht Proben, welche den einzelnen Legierungen vor geprüft, und die Resultate dieser Prüfverfahren wurden in den und nach dem Auslagern entsprachen, einer Festigkeitsprüfung nachfolgenden Tabellen II und IV zusammengefasst.
Tabelle III 5 Tabelle IV
Legierungen vor dem Auslagern Legierungen nach dem Auslagern
Legie- Probe Reissfestig- Streckgrenze Dehnung Legie- Probe Reissfestig- Streckgrenze Dehnung keit (kg/mm2) (kg/mm2) (%) rung keit (kg/mm2) (kg/mm2) (%)
10
A 1 21,4 18,5 8,0 A 1 21,4 19,0 10,0
A 2 21,6 18,3 11,0 A 2 21,6 ' 18,8 10,0
B 1 19,3 15,5 10,0 B 1 18,7 15,0 10,0
B 2 18,9 15,5 11,0 B 2 18,5 14,9 10,0
C 1 22,7 20,9 12,0 )5 C 1 22,8 21,2 11,0
C 2 22,7 . 21,0 12,0 C 2 23,1 21,8 12,0
D 1 15,0 12,4 15,0 D 1 14,9 12,4 12,0
D 2 15,1 12,2 15,0 D 2 14,8 12,6 12,0
20
Beim Betrachten der Tabellen III und IV stellt man fest,
dass die nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellten Legierungsproben höhere Festigkeitseigenschaften zeigen als jene Proben, die nach einem üblichen Verfahren hergestellt worden sind. Weiter war die Wirkung des Auslagerns 2s bei den nach der Erfindung hergestellten Legierungsproben besser wahrnehmbar und günstiger, während die nach üblichen Verfahren hergestellten Proben nach dem Auslagern nur kleine oder keine Verbesserung der Eigenschaften zeigten.
30
Wie schon früher hervorgehoben, verwendet das Verfahren der vorliegenden Erfindung eine Abschreckbehandlung,
welche nach dem abschliessenden Warmwalzdurchgang durchgeführt wird, noch während die Legierung im Bereich des Walzwerks ist. Dieses Abschrecken kann in einer üblichen Art und Weise durchgeführt werden und wird gewöhnlich durch Sprühwasser, das gegen die sich bewegende Legierung gespritzt wird, verwirklicht. Das Abschrecken kann auch durchgeführt werden, indem die warmgewalzte Legierung durch einen oben offenen Trog, der von nach oben fliessendem Wasser gespeist ist, geführt wird. Die besondere Art, nach welcher das Abschreckverfahren durchgeführt wird, ist jedoch nicht kritisch für die Erfindung und ist nicht geeignet, diese zu beschränken.

Claims (10)

628090 PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Knetlegierungen auf der Basis von Aluminium mit hoher Festigkeit und guten Schlageigenschaften, dadurch gekennzeichnet, dass a) die gegossene Legierung während einer Zeitdauer von mehr als 6 Stunden bei einer Temperatur oberhalb 482 °C homogenisiert wird,
b) bei einer Ausgangstemperatur von mehr als 482 °C und mit einer Reduktion von über 20% warm abgewalzt wird,
c) kontinuierlich weiter warm abgewalzt wird, vorerst während nicht mehr als 4 Minuten bei einer Temperatur von etwa 455 °C, dann während nicht mehr als 2 Minuten bei einer Temperatur von etwa 427 °C und schliesslich während nicht mehr als einer Minute im Temperaturbereich von 398 bis 287 °C, und d) durch Abschrecken in weniger als einer Minute auf eine Temperatur unterhalb 287 °C abgekühlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Legierung mit bis zu 1,5% Magnesium und bis zu 1,35% Silizium, Rest im wesentlichen Aluminium, eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Legierung mit 0,3 bis 1,5% Magnesium und 0,20 bis 1,35% Silizium, Rest im wesentlichen Aluminium, eingesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Legierung mit zusätzlich 0,05 bis 0,15% Mangan, 0,05 bis 0,15% Chrom und 0,05 bis 0,15% Zirkon eingesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung während 8 bis 14 Stunden in einem Temperaturbereich von 538 bis 566 °C homogenisiert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Warmwalzen mit einer Ausgangstemperatur des Barrens von 510 bis 594 °C durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Warmwalzen mit einer Reduktion von mehr als 30% durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung für den letzten Warmwalzschritt vor dem Abschrecken durch Prägewalzen geführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Prägewalzen Warzenbleche erzeugt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die warm abgewalzte Legierung während mindestens 15 Minuten in einem Temperaturbereich von 135 bis 232 °C warm ausgelagert wird.
CH123877A 1976-03-04 1977-02-02 Verfahren zur herstellung von plattenfoermigen aluminium-knetlegierungen. CH628090A5 (de)

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RU2133295C1 (ru) * 1998-03-05 1999-07-20 Государственное предприятие "Всероссийский научно-исследовательский институт авиационных материалов" Сплав на основе алюминия и способ его термической обработки

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