CH628114A5 - Bodendichtungseinrichtung fuer schiebetuerfluegel. - Google Patents
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Landscapes
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Description
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Claims (3)
1. Bodendichtungseinrichtung für Schiebetürflügel, dadurch gekennzeichnet, dass am Türfuss eine Kunststoff-Lamelle (8) in Form einer flexiblen eigensteifen Folie in einem sich nach unten öffnenden Spalt (11) zwischen einer Türfussleiste (2) und einer seitlich daran befestigten Abdeck-leiste (9) gegen Längsverschiebung gesichert aber höhenverstellbar angeordnet ist, welche allein durch ihr Eigengewicht bodenseitig aufliegt und mindestens zwei Vertikalschlitze (16) aufweist, die von je einem Führungs- und Distanzbolzen (14) durchdrungen sind, wobei jeder Führungs- und Distanzbolzen (14) einerseits in je eine Bohrung der Abdeckleiste (9) eingreift und sich andererseits mit seinem Kopf gegen die Türfussleiste (2) abstützt sowie mit Schultern versehen ist, von denen sich die erste Schulter, zur Bestimmung der Spaltbreite, gegen die Innenkante der Abdeckleiste (9) abstützt und die zweite, innerhalb des Spaltes angeordnete Schulter (21) an der Lamelle (8) anliegt und derart angeordnet ist, dass die Lamelle (8) verklemmungsfrei im Spalt geführt ist.
2. Bodendichtungseinrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamelle (8) eine Dicke von 0,2-0,6, vorzugsweise etwa 0,4 mm hat und aus einem Poly-terephthalat besteht.
3. Bodendichtungseinrichtung nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, das die Lamellenunterkante eine Bodenunregelmässigkeiten angepasste Kontur hat.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bodendichtungseinrichtung für Schiebetürflügel.
Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, um den schwellen-seitigen Türspalt beispielsweise durch eine Bürstendichtung abzudichten. Andere Einrichtungen erforderten bisher entweder einen hohen konstruktiven Aufwand, beispielsweise mit anhebbaren Bodenleisten oder waren von ihrer Konstruktion her für Schiebetüren ungeeignet.
Aus der DE-U-1941 836 geht eine Türdichtung hervor, deren Dichtungsleiste in einer Halteleiste höhenverstellbar gehalten ist. An den Stirnseiten der Halteleisten sind das Austreten der Dichtungsleiste verhindernde Abschlusswände vorhanden. Eine derartige Bodendichtungseinrichtung ist für Schiebetürflügel ungeeignet, da bei einer Türbewegung die Dichtungsleiste mangels anderweitiger Führung gegen die stirnseitige Abschlusswand gedrückt wird und infolge Reibung in einer durch Boden-Unebenheiten od. dgl. bewirkten, angehobenen Lage verbleibt, da das Eigengewicht nicht ausreicht, um den Spalt wirklich zu dichten.
Bei einer Türdichtung gemäss der DE-A-2 614143 ist eine relativ dicke Dichtungsschiene vorhanden, die beweglich in einem Gehäuse mit U-förmigem, unten offenen Querschnitt sitzt.
Halte- und Führungsstifte durchdringen die Dichtungsschiene und überragen sie seitlich. Zur Montage ist deshalb das Gehäuse zu spreizen, so dass sich das Gehäuse erst nachträglich in eine das Aufspreizen verhindernde Nut im Türblatt einsetzen lässt. Dies setzt eine relativ breite Türkonstruktion voraus, die bei Glastüren in vielen Fällen nicht vorhanden und nicht erwünscht ist. Ausserdem behindert eine solche Konstruktion einen nachträglichen seitlichen Anbau an bestehende Türen.
Mit der Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine für Schiebetüren geeignete bodenseitige Türabdichtung zu schaffen, die möglichst geräuscharm und einfach ist und sich auch zum Anbau an bereits bestehende Schiebetüren eignet.
Die Erfindung, mit der diese Aufgabe gelöst wird, geht aus dem Kennzeichen des Patentanspruches 1 hervor.
Dies ergibt eine extrem einfache Dichtungseinrichtung für Schiebetüren, die sich Unebenheiten und baulichen Gegebenheiten leicht anpassen lässt. Ausserdem ist sie auch bei rascher Türbewegung praktisch geräuschfrei. Zudem kann diese Dichtungseinrichtung nachträglich an bereits bestehende Schiebetüren angebracht werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, das nachfolgend näher erläutert wird. Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Schiebetür mit der erfindungsgemässen Dichtungseinrichtung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Einrichtung bei abgenommener Deckplatte,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2 in einem gegenüber Fig. 1 grösseren Massstab.
Eine Schiebetür 1 gemäss Fig. 1 enthält eine aus Metall bestehende Bodenleiste 2 in welcher eine Türfüllung, vorzugsweise eine Glasscheibe 6 gehalten ist. Mit einer im Endbereich der Schiebetür 1 vorhandenen, am Boden befestigten U-Schiene 3 ist ein Führungsstück 4 starr befestigt. Eine ortsfeste Leiste 13 mit einer eingesetzten Glasscheibe 20 oder einem sonstigen Wandteil ist mit der U-Schiene 3 starr verbunden.
Auf der Türinnenseite ist ein vorzugsweise aus Leichtmetall bestehendes Abdeckblech 9 durch einen Klebstreifen 10 oder durch Schrauben an der Bodenleiste 2 derart befestigt, dass deren Unterkante einen geringen Abstand vom Boden bzw. der U-Schiene 3 hat. Der obere Teil dieses Abdeckbleches 9 hat eine grössere Dicke als der untere Teil, so dass sich ein nach unten offener Spalt 11 ergibt, in dem eine Lamelle 8 höhenbeweglich gehalten ist. Diese Lamelle 8 besteht aus einem glatten eigensteifen, weitgehend abriebfesten Kunststoff, vorzugsweise aus Polyterephthalat (Handelsbezeichnung «Mylar») mit einer Dicke von etwa 0,4 mm. Die auf dem Boden in Richtung des Pfeiles A gleitende Unterkante dieser Lamelle 8 wird an allfällige Bodenunregelmässigkeiten durch Anbringen von Ausschnitten 18 ange-passt. Die Lamelle 8 ist in Abständen von etwa 20-25 cm mit Schlitzen 16 versehen, die sich nach oben öffnen. In diese Schlitze 16 greift je ein in das Abdeckblech 9 eingepresster Distanzbolzen 14 ein, dessen Führungsdurchmesser wenig kleiner ist als die Schlitzbreite, so dass sich ein das Klemmen vermeidendes Spiel ergibt. Somit kann die Lamelle 8 unter ihrem Eigengewicht nach abwärts fallen und auf dem Boden 12 aufliegen. Die Lamelle 8 ist aber im Spalt 11 gegen Längsverschiebung durch die in die Schlitze 16 eingreifenden Distanzbolzen 14 gesichert. Jeder Distanzbolzen 14 ist mit einer Schulter 21 versehen, damit er die Lamelle in die Spaltmitte zentriert und diese sich nicht verklemmen kann. Die Breite des Spaltes 11 beträgt das Mehrfache der Lamellendicke, beispielsweise etwa das 4-6fache. Die Länge der Schlitze 16 in Vertikalrichtung ist grösser als die halbe Höhe der Lamellen 8. Die Distanzbolzen 14 sind im Abdeckblech 9 so angebracht, dass - zusammen mit der Schlitzlänge - ein Bewegungsbereich der Lamelle in der Grösse von mindestens lA der Lamellenhöhe möglich ist. Die bodenseitigen seitlichen Enden der Lamelle 8 sind abgerundet oder angeschrägt, so dass sie bei der Bewegung der Schiebetür über Bodenunebenheiten leicht hinweggleitet. Bei einer Bewegung der Schiebetür 1 entsteht durch diese Lamelle 8 praktisch kein zusätzliches Geräusch. Da die auf dem Boden 12 aufliegende Kante der Lamelle 8 durch Zuschneiden individuell leicht an Boden-ungleichheiten angepasst werden kann, ergibt sich eine gute Abdichtung gegen Wärmeverluste, Staub, Zugluft und Feuchtigkeit.
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1 Blatt Zeichnungen
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Family Applications (1)
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