CH628877A5 - Verfahren zur herstellung von acylcyaniden. - Google Patents

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CH628877A5 CH394977A CH394977A CH628877A5 CH 628877 A5 CH628877 A5 CH 628877A5 CH 394977 A CH394977 A CH 394977A CH 394977 A CH394977 A CH 394977A CH 628877 A5 CH628877 A5 CH 628877A5
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  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein chemisch eigenartiges Verfahren zur Herstellung von teilweise bekannten Acylcyaniden, welche als Ausgangsstoffe zur Synthese von Herbiziden verwendet werden können.
Es ist bereits bekannt geworden, dass sich Acylcyanide durch Umsetzung von Acylhalogeniden mit Metallcyaniden herstellen lassen [vgl. Angew. Chem. 68, 425-448 (1956)]. Dieses Verfahren weist jedoch eine Reihe von Nachteilen auf. So ist es zum Beispiel aufwendig und technisch nur schwer durchführbar, denn es handelt sich um eine Zwei-Phasen-Reaktion, bei der ein Feststoff mit einer Flüssigkeit bzw. mit einer in Lösung vorliegenden Substanz umgesetzt wird. Ausserdem liefert die Umsetzung kein einheitliches Reaktionsprodukt, sondern ein schwierig aufzutrennendes Substanzgemisch, das neben dem jeweiligen Acylcyanid auch eine grössere Menge eines entsprechenden Dimeren enthält. Demge-mäss sind die Ausbeuten an Acylcyanid relativ gering. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, dass das bei der Aufarbeitung anfallende Waschwasser vor dem Ableiten einer gründlichen Reinigung unterzogen werden muss, weil es noch erhebliche Mengen an hochgiftigen Metallcyaniden enthält, die bei der Umsetzung im Überschuss verwendet werden.
Ferner ist bekannt geworden, dass man Aroylcyanide durch Umsetzung von Arylcarbonsäurechloriden mit Blausäure in Gegenwart von Pyridin als säurebindendem Mittel in absolutem Äther synthetisieren kann [vgl. Angew. Chem. 68, 425-448 (1956)]. Auch dieses Verfahren ist jedoch mit mehreren Nachteilen verbunden. So ist es zunächst nicht allgemein anwendbar. Darüber hinaus ist es technisch recht aufwendig, weil die Arbeiten mit dem stark toxischen Pyridin und mit dem leicht entflammbaren Äther besonders hohe Sicherheitsvorkehrungen erfordern. Im übrigen ist auch hier eine gründliche Reinigung des bei der Aufarbeitung anfallenden Waschwassers wegen des darin gelösten Pyridins unumgänglich. Nachteilig ist ebenfalls, dass sich während der Reaktion eine beachtliche Menge an dimerem Aroylcyanid bildet, denn dadurch wird sowohl die Ausbeute an Aroylcyanid stark herabgesetzt, als auch dessen Isolierung erschwert.
Es ist weiterhin bekannt, Benzoesäureanhydrid mit Ka-liumcyanid in äquivalenter Menge umzusetzen, wobei in geringer Ausbeute (ca. 10% d.Th.) Benzoylcyanid erhalten wird [Liebigs Annalen der Chemie 287, S. 306 (1895)]. Das Benzoylcyanid muss der als Hauptprodukt gebildeten zähen, sehr stark verharzten, dunkelbraunen Masse mit Äther entzogen werden. Dies Verfahren ist technisch völlig ungeeignet, denn nicht nur die Extraktion mit Äther führt zu technisch unüberwindlichen Schwierigkeiten, sondern für die sehr stark verharzten, dunkelbraunen Massen besteht keine weitere Verwendung. Es handelt sich hierbei also lediglich um eine mögliche Bildungsweise für Benzoylcyanid.
Es wurde nun gefunden, dass man die teilweise bekannten Acylcyanide der Formel I
O
II
R-C-CN ©
in welcher
R für gegebenenfalls substituiertes Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl mit 3 bis 12 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiertes Aryl oder für einen gegebenenfalls substituierten 5- oder 6gliedrigen heterocyclischen Rest steht, der zusätzlich noch mit einem Benzolring anelliert sein kann,
im allgemeinen mit sehr hoher Ausbeute und ausgezeichneter Reinheit in einer «Eintopfreaktion erhält, wenn man ein Carbonsäureanhydrid der Formel II
R-CO-O-CO-R (II)
in welcher
R die oben angegebene Bedeutung hat,
in Gegenwart einer Verbindung der allgemeinen Formel III
R-X (III)
in welcher
R die oben angegebene Bedeutung hat und X für eine -COC1, -COF, -COBr, -CC13, -CFS, -CBrs, -CHC12,
-CHF2 oder -CHBr2-Gruppe steht,
mit Alkalicyaniden oder wasserfreier Blausäure, gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, bei Temperaturen zwischen 50° und 300°C umsetzt.
Es wurde weiterhin gefunden, dass die Carbonsäureanhydride (II) auch im Reaktionsgemisch («in statu nascendi») erzeugt werden können, z.B. durch Umsetzung von Alkali5
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salzen der entsprechenden Carbonsäuren mit den entsprechenden Säurehalogeniden. So kann beispielsweise Benzoesäureanhydrid im Reaktionsgemisch hergestellt werden aus Na-triumbenzoat und Benzoylchlorid.
Es ist beispielsweise als ausgesprochen überraschend zu bezeichnen, dass Acylcyanide der Formel (I) nach dem erfin-dungsgemässen Verfahren in hoher Ausbeute und ausgezeichneter Reinheit zugänglich sind, denn im Hinblick auf den bekannten Stand der Technik war zu erwarten, dass bei dem Verfahren entweder die gleichen Schwierigkeiten auftreten wie bei der Umsetzung von Acylhalogeniden mit Alkali- bzw. Metallcyaniden im Zweiphasensystem oder das gewünschte Acylcyanid nur in Spuren entsteht. Insbesondere war beispielsweise keineswegs vorauszusehen, dass die Bildung an unerwünschten dimeren Acylcyaniden oder harzartigen Produkten völlig unterbleibt.
Das erfindungsgemässe Verfahren besitzt im allgemeinen eine Reihe von Vorteilen. So ist es beispielsweise nicht auf die Synthese weniger bestimmter Verbindungen beschränkt, sondern es Iässt sich sehr breit, insbesondere in der aromatischen Reihe, anwenden. Das Eintopfverfahren stellt eine wesent-
cooco
Cr >0
liehe Bereicherung der Technik dar, da beispielsweise eine separate Aufarbeitung von Alkalisalzen der Carbonsäuren vermieden, die Reaktionstemperatur gesenkt, das Carbonsäureanhydrid nahezu quantitativ zurückgewonnen wird und die 5 Carbonsäurehalogenid-Gruppe sogar durch Trihalogenmethyl-und Dihalogenmethylgruppen ersetzt werden kann.
Das Verfahren liefert Acylcyanide im allgemeinen in praktisch quantitativer Ausbeute und ausgezeichneter Reinheit,
frei von störenden oder umweltfeindlichen Nebenprodukten. 10 Ein zusätzlicher entscheidender Vorteil des erfindungsgemäs-sen Verfahrens besteht beispielsweise darin, dass die Aufarbeitung keine Probleme bietet. Das im Verlauf der Reaktion entstehende Alkalihalogenid wird normalerweise abfiltriert und das Acylcyanid destilliert. Das Carbonsäureanhydrid 15 kann ohne Reinigung erneut verwendet werden.
Wird anstelle der Alkalicyanide Blausäure verwendet, so entsteht als Nebenprodukt Chlorwasserstoff, der in der Chemie vielseitig weiter verwendet werden kann.
Verwendet man Benzoesäureanhydrid, wasserfreie Blau-20 säure (oder Natriumcyanid) und Benzoylchlorid als Ausgangsstoffe, so kann der Reaktionsverlauf durch das folgende Formelschema wiedergegeben werden:
C0C1
+ HCN (NaCN)
00C0
C00C0.
COCN
+ HCl (NaCl);
bei Verwendung von Benzotrichlorid oder Benzalchlorid durch folgende Formelschemata:
a' "ìo *
CCI,
+ 3 HCN (NaCN)
0/ ^0 •
COOCQ .CHCl«
3 HCl (NaCl)
2 HCN (NaCN)
COOCQ jCOCN
■ O X) -er -d
CHO
+ ì II +HC1 (NaCl)
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4
Die als Ausgangsstoffe verwendeten Säureanhydride sind durch die Formel (II) und die verwendeten Verbindungen RX (d.h. Säurehalogenide sowie Trihalomethyl- und Dihalo-methyl-Verbindungen) durch die Formel (III) allgemein definiert und können nach bekannten Methoden synthetisiert werden.
In diesen Formeln steht R vorzugsweise für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wobei jeder dieser Alkylreste substituiert sein kann durch Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Carbalkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkoxygruppe, Nitro, Nitrii und/oder Halogen, wie z.B. Fluor, Chlor und Brom oder Jod. Ferner steht R vorzugsweise für gegebenenfalls durch Alkyl, Alkoxy oder Carbalkoxy mit jeweils bis zu 4 Kohlenstoffatomen,
Nitro, Nitrii und/oder Halogen, wie z.B. Fluor, Chlor und Brom, substituiertes Cycloalkyl mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen im Ringsystem. Weiterhin steht R vorzugsweise für gegebenenfalls durch Alkyl, Alkoxy oder Carbalkoxy mit jeweils bis zu 4 Kohlenstoffatomen, Nitro und/oder Halogen, wie z.B. Fluor, Chlor und Brom, substituiertes Aryl, insbesondere Phenyl oder Naphthyl. Schliesslich steht R vorzugsweise für gegebenenfalls durch Alkyl, Alkoxy oder Carbalkoxy mit jeweils bis zu 4 Kohlenstoff atomen, Nitro, Nitrii und/oder Halogen, wie z.B. Fluor, Chlor und Brom, substituierte 5- oder ögliedrige heterocyclische Reste, die 1 bis 3 Heteroatome wie Sauerstoff, Schwefel und/oder Stickstoff im Ring enthalten können und ausserdem mit einem Benzolring anelliert sein können.
Als Beispiele für insbesondere in Frage kommende heterocyclische Reste seien genannt: Morpholinyl, Imidazolyl, Pyrazolyl, Pyrrolyl, Isoxazolyl, Piperidinyl, Oxazolyl, 1,2,4--Triazol-l-yl, l,2,4-Triazol-4-yl, 1,2,3-Triazolyl, 1,2,4-Thia-diazol-2-yl, Benzimidazolyl und Furanyl.
Als bevorzugte Beispiele für Carbonsäureanhydride der Formel (II) seien im einzelnen genannt: Essigsäureanhydrid, Propionsäureanhydrid, Pivalinsäureanhydrid, Cyclohexan-carbonsäureanhydrid, Benzoesäureanhydrid, m-Chlorbenzoe-säureanhydrid, 3,5-Dichlorbenzoesäureanhydrid, Naphthalin--1-carbonsäureanhydrid, l-Phenyl-5-pyrazoIon-3-carbonsäure-anhydrid. Als besonders bevorzugte Anhydride seien die aromatischen Carbonsäurenahydride, insbesondere das Benzoesäureanhydrid genannt.
Als bevorzugte Carbonsäurehalogenide gemäss Formel (III) seien im einzelnen genannt: Acetylchlorid, Acetylbro-mid, Propionylchlorid, Propionylbromid, Cyclohexancarbon-säurechlorid-(bromid), Cyclopentancarbonsäurechlorid-(bro-mid), Benzoylfluorid, Benzoylbromid, Benzoylchlorid, m--Chlor-benzoylchlorid, 3,5-Dichlorbenzoylchlorid, Naphthalin--l-carbonsäurechlorid, l-Phenyl-5-pyrazolon-3-carbonsäure-chlorid, Terephthalsäuredichlorid, Isophthalsäuredichlorid und andere. Als besonders bevorzugtes Säurechlorid sei das Benzoylchlorid genannt.
Als besonders bevorzugte Dihalomethyl- und Trihalo-methylverbindungen gemäss Formel (III) seien im einzelnen genannt: Benzotrichlorid, Benzalchlorid, o-, m-, p-Chlor-benzotrichlorid, 2,4-Dichlorbenzalchlorid, Benzotrifluorid, Benzotribromid.
Als besonders bevorzugte Alkalicyanide seien das Natrium* und das Kaliumcyanid genannt.
Als Verdünnungsmittel, die bei der Durchführung des er-findungsgemässen Verfahrens eingesetzt werden können, kommen im allgemeinen alle inerten organischen Lösungsmittel, die weder mit den Carbonsäureanhydriden, den Verbindungen der Formel (III), noch den Metallcyaniden oder der Blausäure eine chemische Reaktion eingehen, in Betracht. Solche Lösungsmittel sind beispielsweise die Xylole wie o-Xylol, Chlorbenzol, o-Dichlorbenzol, die Trichlorbenzole, Nitrobenzol, Tetramethylensulfon. Als Verdünnungsmittel besonders geeignet ist ein Überschuss an Carbonsäureanhydrid (II).
Die Reaktionstemperatur kann in einem grösseren Bereich variiert werden. Man arbeitet bei Temperaturen zwischen 50 und 300°C, vorzugsweise zwischen 80 und 280°C.
Die Reaktion wird im allgemeinen bei Normaldruck durchgeführt. Bei Verwendung von niedrigsiedenden, aliphatischen Carbonsäureanhydriden ist jedoch ein leichter Überdruck günstig, dann im allgemeinen von 1 bis 10, vorzugsweise von 1 bis 5 Atmosphären Überdruck.
Durch Zusatz von katalytischen Mengen Base oder Lewis-Säure kann die Umsetzung beschleunigt werden. Geeignete Basen sind beispielsweise tertiäre Amine wie Dimethylbenzyl-amin und l,4-Diazabicyclo[2,2,2]octan sowie Alkalisalze von Carbonsäuren, zweckmässigerweise z.B. Natriumbenzoat. Als geeignete Lewis-Säuren sind beispielhaft zu nennen: Zinkchlorid, Zinkcyanid, Kupfer-(I)-cyanid und Kupfer-(II)-cy-anid.
Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens setzt man im allgemeinen stöchiometrische Mengen an Säureanhydrid mit einer Verbindung der Formel (III), einem Al-kalicyanid oder wasserfreier Blausäure um. Das Säureanhydrid kann jedoch auch im Überschuss, vorteilhaft dann sogar als Lösungsmittel verwendet werden.
Die Aufarbeitung erfolgt nach beendeter Umsetzung üblicherweise durch Filtration, Destillation und gegebenenfalls Umkristallisation.
Auch in der Gasphase kann das Gemisch aus Säureanhydrid, einer Verbindung der Formel (III) und Blausäure, ohne besondere Anwendung von Katalysatoren, erfindungsgemäss umgesetzt werden.
In einer besonderen Verfahrensvariante lässt sich die er-findungsgemässe Umsetzung auch kontinuierlich gestalten.
Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren herstellbaren Acylcyanide der Formel (I) sind beispielsweise wertvolle Ausgangsstoffe z.B. zur Synthese von l,2,4-Triazin-5-onen, welche hervorragende herbizide Eigenschaften besitzen (vgl. Deutsche Offenlegungsschrift 2 224 161).
So lässt sich beispielsweise das 3-Methyl-4-amino-6-phe-nyl-l,2,4-triazin-5-one der Formel
0
—NH
CH
herstellen, indem man in einer ersten Stufe Benzoylcyanid in Gegenwart von konzentrierter Salzsäure mit Äthanol umsetzt und den dabei entstehenden Phenylglyoxylsäureäthylester in einer zweiten Stufe mit Acetylhydrazin zur Reaktion bringt, wobei sich l-Phenylglyoxylsäureäthylester-2-acetylhydrazon bildet, das in einer dritten Stufe mit Hydrazinhydrat in Gegenwart von Pyridin in das oben erwähnte Endprodukt überführt wird. Diese mehrstufige Synthese kann formelmässig wie folgt wiedergeben werden:
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5
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1. Stufe
2. Stufe
C-CN
0 0
C2H5OH <0>Ü-OC2H5
(HCl)
(/ N^-d-c-oc2H5 + h2n-nh-co-ch3
-H_0 0=C-0CoHc 2 ^ . 2 5
(ch3°h) _c=n.nh.coch.
3. Stufe o
(/ n^-c=n-nh-co-ch
0
.0=C-0C2H5
N2H4 - Hydrat X^i/ Jj | 2
(Pyridin)
CH.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann durch die nachfolgenden Herstellungsbeispiele veranschaulicht werden:
Beispiel 1
CO-CN
In einem 1-Liter-Kolben wurden unter Rühren 226,2 g Benzoesäureanhydrid (1 Mol), 140,6 g Benzoylchlorid und 50 g 98%iges Natriumcyanid (1 Mol) gemischt. Die Mischung wurde innerhalb 30 Minuten auf 155°C erwärmt. Es trat eine schwach exotherme Reaktion auf. Nach 10 Minuten wurde durch Aussenheizung 30 Minuten bei 155-160°C weiter gerührt und die Umsetzung zu Ende geführt. Die Reaktionsmischung wurde auf 90°C abgekühlt, eine Destillationsapparatur installiert und das entstandene Benzoylcyanid im Vakuum abdestilliert.
Ausbeute: 130 g Benzoylcyanid (99% der Theorie); Schmelzpunkt 32°C.
Der Destillationsrückstand ergab nach seiner Reinigung 225 g Benzoesäureanhydrid (99% der Theorie) und 59 g Natriumchlorid. Das Benzoesäureanhydrid kann ohne Reinigung für einen erneuten Ansatz verwendet werden.
Beispiel 2
295 g 3-Chlorbenzoesäureanhydrid (1 Mol) wurden mit 179 g 3-Chlorbenzoesäurechlorid (1 Mol) und 65 g Kalium-cyanid (1 Mol) gemischt und langsam auf 190-210°C erwärmt. Nachdem die Reaktionswärme abgeklungen war, wurde weitere 30 Minuten bei dieser Temperatur belassen und anschliessend das Kaliumchlorid durch Filtration entfernt. Das Filtrat wurde destilliert.
Ausbeute: 162 g (98% der Theorie) 3-Chlorbenzoylcyanid; Siedepunkt 118-120°C bei 14 Torr.
Das entstandene 3-Chlorbenzoesäureanhydrid kann ohne Reinigung erneut verwendet werden.
Beispiel 3
93 g Pivalinsäureanhydrid (0,5 Mol) wurden mit 60,5 g Pivaloylchlorid (0,5 Mol) und 24,5 g Natriumcyanid (0,5 Mol) gemischt und langsam bis auf 100°C erwärmt. Nach dem Abklingen der exothermen Reaktion wurde fraktioniert destilliert.
Ausbeute: 37,5 g (67 % der Theorie) Pivaloylcyanid, Siedepunkt 47-53°C bei 15 Torr.
25 Das Pivalinsäureanhydrid wurde quantitativ zurückerhalten.
Beispiel 4
132 g 2,5-Dichlorbenzoesäureanhydrid (0,5 Mol), 105 g 30 2,5-Dichlorbenzoylchlorid (0,5 Mol) und 32,5 g Kalium-cyanid (0,5 Mol) wurden in einem 500-ml-Kolben unter Rühren langsam auf 150-200°C erwärmt. Die Umsetzung wurde IR-spektroskopisch verfolgt. Nach der vollständigen Umsetzung wurde fraktioniert destilliert (bzw., bei einem weiteren 35 Ansatz, umkristallisiert).
Ausbeute: 97 g (97 % der Theorie) 2,5-DichIorbenzoyl-cyanid, Siedepunkt 142-145°C bei 15 Torr.
Es wurden 130 g 2,5-Dichlorbenzoesäureanhydrid (98,5% der Theorie) nach der Destillation zurückgewonnen.
40
Beispiel 5
In einem 1-Liter-Kolben wurden 226 g Benzoesäureanhydrid (1 Mol), 37,0 g Natriumcyanid (0,75 Mol) und 48,8 g Benzotrichlorid (0,25 Mol) zwei Stunden auf 150°C erwärmt. 45 Die Reaktionsmischung war gegen Ende der Reaktion klar durchsichtig. Nach dem Erkalten wurde fraktioniert destilliert.
Ausbeute: 97 g Benzoylcyanid (98% der Theorie) Benzoylcyanid, Schmelzpunkt 33°C.
50 Von dem eingesetzten Benzoesäureanhydrid wurden 168 g (99% der Theorie) zurückgewonnen; Schmelzpunkt 42°C.
Beispiel 6
55 In einem 1-Liter-Kolben wurden 339 g Benzoesäureanhydrid (1,5 Mol), 50 g Natriumcyanid (98%ig, 1 Mol) und 80,5 g Benzalchlorid (0,5 Mol) in Gegenwart von 0,5 g Zinkchlorid langsam auf 130°C und dann auf 160°C erwärmt. Nach 30 Minuten ist die Umsetzung beendet. Die Reaktions-
60 produkte wurden durch Destillation getrennt.
Ausbeute: 125 g Benzoylcyanid (96% der Theorie); Schmelzpunkt 33°C.
Beispiel 7
65 226,2 g Benzoesäureanhydrid (1 Mol), 140,6 g Benzoylchlorid (1 Mol) und 44 ml wasserfreie Blausäure (1,1 Mol) wurden gemischt und durch ein auf 230-250°C erwärmtes Rohr, das mit Raschigringen gefüllt war, geschickt. Das Re-
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6
aktionsprodukt wurde in einem Kolben aufgefangen und fraktioniert destilliert.
Ausbeute: 114 g Benzoylcyanid (87 % der Theorie); Schmelzpunkt 32°C.
Beispiel 8
226 g (1 Mol) Benzoesäureanhydrid und 140,6 g (1 Mol) Benzoylchlorid wurden mit 3 g Natriumbenzoat 10 Minuten bei Raumtemperatur verrührt. Anschliessend wurden 50 g (1 Mol) 98%iges Natriumcyanid zugegeben. Diese Mischung wurde auf 120°C Innentemperatur erwärmt, wobei sich anfangs eine exotherme Temperaturerhöhung auf 136°C einstellte. Die Reaktion war nach einer Rührzeit von 3 Stunden bei einer Temperatur von 120°C beendet. Die Aufarbeitung ergab folgende Ausbeute: 127,5 g Benzoylcyanid (96,5% der Theorie); Schmelzpunkt 33°C.
s Beispiel 9
72 g (0,5 Mol) Natriumbenzoat wurden mit 140,6 g (1 Mol) Benzoylchlorid und 80 ml Tetramethylensulf on und 25 g (0,5 Mol) 98%igem Natriumcyanid gemischt. Nach einer Rührzeit von 20 Minuten wurde ein exothermer Tempèratur-10 anstieg bis 85°C beobachtet. Die Mischung war nun besser rührbar. Die anschliessende Reaktionszeit betrug 2,5 Stunden bei 150-160°C. Die Aufarbeitung erbrachte folgende Ausbeute: 65 g Benzoylcyanid (99,3% der Theorie); Schmelzpunkt 34°C.
v

Claims (7)

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1. Verfahren zur Herstellung von Acylcyaniden der Formel I
O
II
R-C-CN (I)
in welcher
R für gegebenenfalls substituiertes Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl mit 3 bis 12 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiertes Aryl oder einen gegebenenfalls substituierten 5- oder 6gliedrigen heterocyclischen Rest steht, der zusätzlich noch mit einem Benzolring anelliert sein kann,
dadurch gekennzeichnet, dass man Carbonsäureanhydride der Formel II
R-C-O-C-R (II)
II II o o in welcher
R die oben angegebene Bedeutung hat,
in Gegenwart einer Verbindung der allgemeinen Formel III
R-X (III)
in welcher
R die oben angegebene Bedeutung hat und X für eine -COC1, -COF, -COBr, -CC13, -CFS, -CBr3, -CHC12,
-CHF, oder -CHBr2-Gruppe steht,
mit Alkalicyaniden oder wasserfreier Blausäure bei Temperaturen zwischen 50° und 300°C umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart eines Verdünnungsmittels erfolgt.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei Temperaturen zwischen 80° und 280°C durchführt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Carbonsäureanhydride (II) aromatische Carbonsäureanhydride, insbesondere Benzoesäureanhydrid, eingesetzt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Verbindung der Formel (III) Benzoylchlorid, Benzo-trichlorid oder Benzalchlorid eingesetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Alkalicyanid Natriumcyanid eingesetzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Verdünnungsmittel überschüssiges Carbonsäureanhydrid eingesetzt wird.
CH394977A 1976-04-02 1977-03-29 Verfahren zur herstellung von acylcyaniden. CH628877A5 (de)

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