CH629511A5 - Process for the preparation of flame-retardant foam plastics - Google Patents

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CH629511A5
CH629511A5 CH945277A CH945277A CH629511A5 CH 629511 A5 CH629511 A5 CH 629511A5 CH 945277 A CH945277 A CH 945277A CH 945277 A CH945277 A CH 945277A CH 629511 A5 CH629511 A5 CH 629511A5
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urea
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Chemie Linz Ag
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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von schwerentflammbaren Schaumkunststoffen durch Kondensation und dabei zwangsläufig erfolgende Verschäumung von wässrigen Lösungen von Aminoplastvorkondensaten mit mindestens bifunktionellen organischen Isocyanaten durch Einwirkung von Katalysatorkombinationen, bestehend aus «sauren» und «basischen» Katalysatoren sowie gegebenenfalls organischen Metallverbindungen, insbesondere den Zinnsalzen organischer Säuren.
Verfahren zur Herstellung von Aminoplastvorkondensaten mit dem Ziel, die guten Eigenschaften beider Kunststofftypen, nämlich der Aminoplast- und der Polyurethankunststoffe miteinander zu vereinigen, sind bereits bekannt.
So werden z.B. gemäss US-PS 3 632 531 Polyurethanschäume aus organischen Polyisocyanaten mit sogenannten «Methylolharzen» d.h. Aminoplastvorkondensaten unter der katalytischen Wirkung von organischen Zinnsalzen und sekundären oder tertiären Aminen kondensiert. Der Nachteil ist, dass der Wassergehalt des Realctionssystems bei diesem und den anderen bisher bekannten ähnlichen Verfahren weit unter 10% liegen soll, was bedeutet, dass Aminoplastvorkondensatlösungen, welche aufgrund ihrer technischen Herstellung beträchtliche Wassermengen enthalten, bevor man sie verwendet, zunächst einmal eingedampft werden müssen. Ferner ist zur Erzielung einer optimalen Flammfestigkeit und der nötigen mechanischen Festigkeit eine Nachhärtung erforderlich. Saure Verbindungen gelten hingegen für Polyurethane als Kondensationsverzögerer (siehe z.B. Kunststoff-Handbuch Carl Hanser-Verlag Bd. X, 1966, S. 151).
Bekannt ist ferner gemäss DE-OS 1 918 181 die Herstellung von Schaumstoffen aus Harnstoff- oder Melamin/Formalde-hyharzen, vor allem aber Phenolformaldehydharzen durch Reaktion mit Isocyanaten in zwei Stufen, wobei zunächst in Gegenwart saurer Katalysatoren und in Gegenwart eines Treibmittels wie fluorierten Kohlenwasserstoffen das Formaldehydharz erzeugt wird, worauf erst anschliessend Isocyanat zugegeben wird. Da in saurem Medium Harnstoff-Melamin- bzw. Phenolformaldehydharze bekanntlich rasch durchkondensieren, sind bei einem solchen Verfahren für die Reaktion mit Isocyanat nur mehr wenige OH-Gruppen zur Verfügung, so dass eine gleichmässige Verteilung von For-maldehyharze, und Polyurethanelementen im Kondensat nicht mehr zu erreichen ist.
Es konnte nun überraschenderweise gefunden werden,
dass es möglich ist, aus Aminoplastvorkondensaten und Polyisocyanaten Leichtschäume herzustellen, die ausser dem aus der Reaktion von Polyisocyanat mit Wasser gelieferten CO2 keines weiteren Schäummittels bedürfen, wenn man als Aminoplastkomponente eine wässrige Lösung eines wasserlöslichen Vorkondensates einsetzt, die Menge an Polyisocyanat so wählt, dass sowohl mit dem ersteren eine nennenswerte Kondensationsreaktion als auch eine optimale chemische Treibreaktion mit dem Wasser stattfindet und wenn man bestimmte Kombinationen saurer und basischer bzw. metallorganischer Katalysatoren einsetzt, für deren Zugabe bestimmte Regeln einzuhalten sind. Auf diese Weise ist es möglich, auf wirtschaftliche Art in einem einzigen Verfahrensschritt und kurzen Herstellungszeiten Schäume mit gutem Brand- und Isolierverhalten zu erzeugen, die ohne weitere thermische Nachbehandlung klebfrei aushärten.
Gegenstand der Erfindung ist somit das im Patentanspruch 1 definierte Verfahren. Unter Aminoplastvorkondensaten im Sinne der vorliegenden Erfindung sind alle wasserlöslichen N-Methylolverbindungen zu verstehen, wie sie als Ausgangsprodukte von Harnstoff- und/oder Melamin/Formaldehyd-harzen bekannt und unter einer Reihe von Firmennamen gehandelt werden. Es handelt sich dabei um solche, die entweder unbegrenzt oder wenigstens in der erfindungsge-mässen Wassermenge löslich sind, d.h. es sind relativ niedermolekulare Kondensate mit freien Methylolgruppen, wie sie z.B. bei Kondensationen bei pH-Werten vom Neutralpunkt bis schwach alkalisch erhalten werden. Typische Beispiele, siehe z.B. Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Georg Thieme-Verlag, Bd. 14, S. 348 ff (Harnstoff) und S. 365 ff (Melamin). Was die Zahl der Methylolgruppen anlangt,
soll die Aminoplastkomponente pro Molekül mindestens
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eine CHiOH-Gruppe enthalten, wünschenswert sind im Durchschnitt zwei pro Molekül. Was das Molverhältnis Formaldehyd: Aminoplastbildner anlangt soll dieses beim Einsatz von Harnstoff 1,2 bis 2,5:1, vorzugsweise 1,5 bis 2.1 : l betragen. Im Fall von Melamin soll es 1,8 bis 4,0 vorzugsweise 2,0 bis 3,0:1 betragen. Jedenfalls wäre aber ein grosser Überschuss an Formaldehyd ungünstig, doch können in allen NH-Gruppen die H-Atome durch CHiOH-Gruppen ersetzt werden. Im übrigen wird auf die zahlreichen Varianten der Herstellung dieser Vorkondensate hinsichtlich der pH-Einstellung und der Reaktionstemperaturen verwiesen, wie sie z.B. auch im Kunststoffhandbuch, 1966, Carl Hanser-Verlag Bd. X Seite 151 angegeben sind. Im Rahmen der beschriebenen Herstellungsverfahren kann somit die pH-Einstellung in relativ weiten Grenzen variiert werden. Das Molverhältnis ist im Rahmen der obigen Erläuterung auch nicht kritisch, d.h. es können im Rahmen des erfin-dungsgemässen Verfahrens sämtliche handelsübliche Vorkondensate aus Formaldehyd einerseits und Harnstoff bzw. Melamin andererseits verwendet werden. Je leichter der herzustellende Schaumstoff, um so niedriger kondensiert sollen die jeweils eingesetzten Vorkondensate sein, d.h. man wird beim Einsatz von Formaldehyd/Harnstoff-Vorkondensaten beispielsweise auch vom Dimethylolharnstoff ausgehen. Der Wassergehalt der Vorkondensatlösungen ist insofern wichtig, als er einerseits ausreichen soll, um mit dem Isocyanat, welches zum grössten Teil mit dem Aminoplastvorkondensat reagieren soll, so viel CCh zu geben, dass ein eben ausreichender «chemischer» Treibeffekt zustande kommt, andererseits darf der Wassergehalt nicht so hoch sein, dass der gebildete Schaum wieder in sich zusammenfällt. In diesem Sinn soll das Gewichtsverhältnis Wasser zu Isocyanat 0,05 bis 4,0:1, bevorzugt aber 0,14 bis 1,5:1 betragen. Der Wassergehalt beträgt 3-50 Gew.%, bevorzugt 13 bis 40 Gew.%, bezogen auf die wässrige Vorkondensatlösung.
Was die mit dem Aminoplast-Vorkondensaten umzusetzenden organischen Isocyanate anbelangt, so kommen auf Grund ihrer bekannt grossen Reaktionsfähigkeit im Prinzip alle in Frage, die in der Literatur bekannt sind und insbesondere diejenigen, welche als Schaumstoffkomponenten bereits beschrieben worden sind. Verbindungen dieses Typs sind beispielsweise in der US-PS 2 906 986 noch ausführlicher erwähnt. Bevorzugt sind jedoch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und grosstechnischen Zugänglichkeit solche, wie das 2,4- und 2,6-Toluylendiisocyanat («TDI»), das allenfalls rohe 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat («MDI») und das PoIyphenylen-polymethyIenisocyanat(«PAPI»). Diese Produkte werden in verschiedenen Merkblättern durch ihren NCO-Gehalt, ihre Viskosität etc. charakterisiert. Sind Isomere möglich, wie etwa beim Toluylendiisocyanat, wird auch meist das Isomerenverhältnis angegeben.
Diese Spezifikationen genügen dem Fachmann, um diese Verbindungen im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens zu verwenden.
Wesentlich für die Durchführbarkeit des erfindunsge-mässen Verfahrens ist ferner das Gewichtsverhältnis Aminoplastvorkondensat zu Isocyanat, wobei dieses Verhältnis so gewählt werden muss, dass unter Einwirkung der beschriebenen Katalysatorkombination einerseits eine optimale Kondensation zwischen den Reaktionspartnern abläuft, andererseits aber auch die Treibreaktion, d.h. die Reaktion des Isocy-anates mit dem vorhandenen Wasser aus der Aminoplastvor-kondensat-Lösung unter Entwicklung von zur befriedigenden Schaumbildung eben ausreichenden Mengen CCh optimal vor sich geht.
Es wurde gefunden, dass mit einem Verhältnis von beispielsweise 12 - 330 Gew. % vorzugsweise von 17-50 Gew.%, bezogen auf den rechnerischen Feststoffgehalt der Aminoplastvorkondensat-Lösung, das angestrebte Ziel am ehesten erreicht wird.
Was die erfindungsgemäss einzusetzenden Katalysatoren inlangt, so sind diese an sich bereits als Reaktionsbeschleuniger in der Kunststoffchemie, vor allem in der Aminoplast-und Polyurethanchemie, bereits bekannt. So werden zur Kondensation von Aminoplastvorkondensaten seit langem saure Katalysatoren, wie Mineralsäuren, Säurechloride oder organische Verbindungen, die mit Wasser starke Säuren bilden, verwendet. Bei der Herstellung von Polyurethankunststoffen aus den entsprechenden Isocyanaten und Polyolen werden seit langem tertiäre Amine, wie vor allem Triäthanolamin, Triäthylamin, Dimethyläthanolamin und l,4-Diazabicyclo-(2,2,2)-octan, verwendet. Unter den bekannten Aminen sind alle tertiären Amine besonders geeignet, während die primären und sekundären ihre Aktivität durch Reaktion mit den Polyisocyanaten verlieren können. In allen Fällen beträgt die Menge der eingesetzten Katalysatoren 0,5-5 Gew.-%, bezogen auf das schäumfähige Gemisch. Auch organische Metallverbindungen, wie die Zinn-Salze der Fettsäuren mit metallorganischen Bindungen, z. B. Dibutyl-zinndilaurat, werden allenfalls gemeinsam mit den tertiären Aminen zur Herstellung von Polyurethan verwendet, wobei sie in Anwesenheit von Wasser auch die CCh-Bildung fördern. Zusammenstellungen über alle prinzipiell auch im erfindungsgemässen Verfahren verwendbaren Katalysatoren sind der Fachliteratur zu entnehmen (siehe z. B. Kunststoff-Handbuch, Bd.VII, Carl Hanser-Verlag, 1966, S. 113 oder Kunststoff-Handbuch Bd. X, «Duroplaste», Carl Hanser-Verlag S. 151,1966).
Überraschend ist, dass die genannten Katalysatorgruppen gemeinsam in einem System, bestehend aus Aminoplastvorkondensaten, Wasser und organischem, mindestens bifunktionellem Isocyanat, wirksam sind, ohne sich gegenseitig zu hemmen. Ihr praktisch gleichzeitiger Einsatz führt vielmehr dazu, dass die drei Reaktionen, die zur Bildung des festen Schaumstoffes führen, gleichzeitig optimal ablaufen. Diese Reaktionen sind: die Reaktion des Polyisocyanates mit dem Aminoplastvorkondensat, die Polykondensation im Aminoplastharzteil selbst und die Reaktion des Polyisocyanates mit dem mit der Aminoplastvorkondensatlösung eingebrachten Wasser. Naturgemäss ist solch ein ausgewogener Reaktionsablauf besonders wichtig bei der Herstellung von Leichtschäumen.
Es sollte jedoch vermieden werden, das Aminoplastvorkondensat in Abwesenheit der Isocyanatkomponente mit dem sauren Katalysator zu mischen, weil dadurch sofort die Härtung der Aminoplastkomponente für sich allein eingeleitet würde, was insbesondere bei der Herstellung von sehr leichten Schäumen zu Schwierigkeiten führen und den Einsatz von grossen Mengen physikalischer Treibmittel erforderlich machen könnte.
Füllstoffe und Pigmente, Flammschutzmittel, Schaumstabilisatoren und andere übliche Füllstoffe können gleichfalls zugesetzt werden. Auch die Verwendung physikalischer Treibmittel ist naturgemäss möglich.
Die nachstehenden Beispiele sollen das erfindungsgemässe Verfahren erläutern. Eine Übertragung der angeführten Versuche auf Schäummaschinen der verschiedenen Typen ist nach Vorversuchen leicht möglich.
Beispiel 1 :
150,0 g einer 85 gew.-%igen wässrigen Lösung von methyl-oliertem Harnstoff mit einem Mol verhältnis Formal-dehyd:Harnstoff = 1,5 wurden gleichzeitig mit, aber getrennt von 5,0 g Benzoylchlorid zu einer unmittelbar vorher zubereiteten Mischung von 50,0 g rohem Diphenylmethandiisocyanat («Desmodur» 44 V 10), 2,0 g Silikonöl als Schaumsta-
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bilisator (DC 193), 4,0 g Triäthanolamin, 0,50 g Dimethyläthanolamin und 0,10 g Diazabicyclooctan gegeben und bei Zimmertemperturin einem Laborgefäss 10 s lang intensiv mechanisch vermischt. Der aus diesem Gemisch entstandene Schaum hatte folgende Daten:
Startzeit: 25 s Steigzeit: 45 s Klebfrei: nach 50 s Raumgewicht: 30 kg/m3
Verändert man bei gleicher Arbeitsweise das Molverhältnis Formaldehyd:Harnstoff von 1,5 auf 1,9, so erhält man Schaumstoffe mit einem Raumgewicht von 13 kg/m3 bei etwas verlängerter Steig- und Klebfrei-Zeit.
Beispiel 2:
150,0 g einer 60 gew.-%igen wässrigen Lösung von methyl-oliertem Harnstoff mit einem Mol verhältnis Formal-dehyd:Harnstoff von 2,0 wurden gleichzeitig mit, aber getrennt von 5,0 g Benzoylchlorid zu einer unmittelbar vorher zubereiteten Mischung von 50 g rohem Diphenylme-thandiisocyanat («Desmodur» 40 V10), 2,0 g Silikonöl (Schaumstabilisator DC 193), 4,0 g Triäthanolamin, 0,50 g Dimethyläthanolamin und 0,10 g Diazabicyclooctan gegeben und 10 s lang bei Zimmertemperatur intensiv unter Laborbedingungen verrührt.
Startzeit: 21 s Steigzeit: 161s Klebfrei nach: 180 s Raumgewicht: 30 kg/m3
Beispiel 3:
260 g einer 85 gew.-%igen wässrigen Lösung von methyl-oliertem Harnstoff, Molverhältnis Formaldehyd:Harnstoff = 1,90, wurden zusammen mit 5,00 g Benzoylchlorid zu einer unmittelbar vorher zubereiteten Mischung aus 50,0 g Diphe-nylmethandiisocyanat («Desmodur» 44 V 10), 2,00 g Silikonöl (DC 193), 4,00 g Triäthanolamin, 0,50 g Dimethyläthanolamin und 0,10 g Diazabicyclooctan gegeben und bei Zimmertemperatur 10 s lang intensiv mechanisch verrührt.
Startzeit: 29 s Steigzeit: 79 s Klebfrei nach: 79 s Raumgewicht: 19 kg/m3
Geht man von 400 g einer 85 gew.-%igen wässrigen Lösung von methyloliertem Harnstoff aus und verfährt man ansonsten analog, so erhält man einen Schaumstoff mit einem Raumgewicht von 30 kg/m3 bei gleichen Schäumdaten.
Beispiel 4:
200 g einer 85 gew.-%igen wässrigen Lösung von methyloliertem Harnstoff, Molverhältnis Formaldehyd:Harnstoff = 1,90 werden gleichzeitig mit, aber getrennt von 5,0 g Benzoyl-chorid zu einer unmittelbar vorher zubereiteten Mischung von 60 g rohem Diphenylmethandiisocyanat («Desmodur» 41 V 10), 2,0 g Silikonöl (DC 193), 4,00 g Triäthanolamin und 0,6 g Dimethylcyclohexylamin gegeben und im Labor bei Zimmertemperatur 10 s lang intensiv verrührt.
Startzeit: 24 s Steigzeit: 171 s Klebfrei nach: 171s Raumgewicht: 16 kg/m3
Beispiel 5:
Eine Mischung von 1000,0 g «Formurea» (Wassergehalt etwa 15 Gew.-%), 150 g Harnstoff und 199,7 g Melamin wurde bei annähernd neutralem pH-Wert so lange auf ca. 80-90°C erhitzt, bis eine klare Lösung entstand.
150,0 g der nach dem Abkühlen leicht trüben Lösung wurden bei Zimmertemperatur gleichzeitig mit, aber getrennt von 2,5 g Benzoylchlorid und einer Mischung von 50,0 g rohem Diphenylmethandiisocyanat, 3,0 g Schaumstabilisator (DC 193), 4,0 g Triäthanolamin, 0,50 g Dimethyläthanol und 0,10 g Diazabicyclooctan in einem Laborgefäss verrührt. Der aus diesem Gemisch entstandene Schaum hatte folgende Daten:
Startzeit: 20 s Steigzeit: 74 s Klebfrei nach: 2 min Raumgewicht: 26 kgk/m3
Beispiel 6:
300 g einer 85 gew.-%igen Lösung von methyloliertem Harnstoff, Molverhältnis Formaldehyd:Harnstoff =1,9 und 4,0 g Benzoylchlorid wurden gleichzeitig, aber getrennt, zu einer Mischung von 25,0 g Polyisocyanat («Desmodur» 44 V 10), 1,00 g Schaumstabilisator (DC 193), 2,0 g Triäthanolamin und 0,05 g Diazabicyclooctan gegeben und bei Zimmertemperatur 10 s lang mechanisch vermischt. Der aus diesem Gemisch entstandene Schaum hatte folgende Daten:
Startzeit: 25 s Steigzeit: 75 s Klebfrei nach: 120 s Raumgewicht: 109kg/m3
Beispiel 7:
150 g einer 85 gew.-%igen wässrigen Lösung von methyloliertem Harnstoff, Molverhältnis Formaldehyd:Harnstoff 1,9 und 5,00 g Benzoylchlorid werden gleichzeitig, aber getrennt, zu einer Mischung von 50,0 g Polyisocyanat («Desmodur» 44 V10), 3,00 g Schaumstabilisator (DC 193), 3,00 g Triäthanolamin und 0,40 g Dibuthylzinndilaurat («Niax» D 22) gegeben und bei Zimmertemperatur 10 s lang intensiv vermischt. Der aus diesem Gemisch entstandene Schaum hatte folgende Daten:
Startzeit: 14 s Steigzeit: 65 s Klebfrei nach: 65 s Raumgewicht: 20 kg/m3
Beispiel 8:
200 g einer 85 gew.-%igen wässrigen Lösung von methyloliertem Harnstoff, Molverhältnis Formaldehyd:Harnstoff = 1,9 und 20,0 g 42 gew.-%ige Phosphorsäure wurden gleichzeitig zu einer Mischung von 50,0 g Polyisocyanat («Desmodur» 44 V 10), 3,00 g Schaumstabilisator (DC 193), 4,00 g Triäthanolamin und 0,60 g Dimethyläthanolamin gegeben und bei Zimmertemperatur 10 s lang intensiv vermischt. Der aus diesem Gemisch entstandene Schaum hatte folgende Daten:
Startzeit: 9 s Steigzeit: 51s Klebfrei nach: 51 s Raumgewicht: 60 kg/m3
Beispiel 9:
200,0 g einer ca. 85 gew.-%igen wässrigen Lösung von
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methyloliertem Harnstoff, Molverhältnis Formal-dehyd:Harnstoff = 1,9 wurden gleichzeitig mit, aber getrennt von 3,14 g Benzolsulfochlorid zu einer unmittelbar vorher zubereiteten Mischung von 50,0 g Polyisocyanat («Desmodur» 44 V 20), 3,0 g Schaumstabilisator (DC 193), 4,00 g Triäthanolamin und 0,60 g Dimethyläthanolamin gegeben und 10 s lang bei Zimmertemperatur intensiv vermischt.
oliertem Harnstoff, Molverhältnis Formaldehyd:Harnstoff = 1,9 werden gleichzeitig mit, aber getrennt von 5,00 Benzoylchlorid zu einer Mischung von 40,0 g rohem Diphenylmethandiisocyanat («Desmodur» 44 V 10), 10,0 g Toluylen-: diisocyanat, 3,0 g Schaumstabilisator (DC 193), 4,0 g Triäthanolamin und 0,60 g Dimethyläthanolamin gegeben und 10 s lang bei Zimmertemperatur intensiv gemischt.
Startzeit: 13 s Steigzeit: 162 s Klebfrei nach: ca. 300 s Raumgewicht: 33 kg/m3
Startzeit: 16 s io Steigzeit: 79 s Klebfrei nach: 79 s Raumgewicht: 23 kg/m3
Beispiel 10: Sämtliche Schäume waren nach ASTM-1692-59 T selbst-
200,0 g einer 85 gew.-%igen wässrigen Lösung von methyl-is verlöschend.
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Claims (11)

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1. Verfahren zur Herstellung von schwerentflammbaren Schaumkunststoffen und dabei zwangsläufig erfolgende Ver-schäumung durch Kondensation von Aminoplastvorkondensaten mit mindestens bifunktionellen organischen Isocya-
np eil in Gegenwart von sauren Katalysatoren sowie organischen Aminen als basischen Katalysatoren und/oder gleichfalls J.atalytisch wirkenden organischen Metallverbin-<'ung?r-, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässrige Lösung eine« vasser!öslichen Aminoplastvorkondensats aus Formal-delr.und Harnstoff und/oder Melamin mit einem Wassergehalt von 3 bis 50 Gew.% gleichzeitig mit, aber getrennt von den sauren Härtungskatalysatoren, dem organischen Iso-cyanat zugesetzt wird, dem vorher das Amin und/oder die organische Metallverbindung zugesetzt wurde(n), wobei das Gewichtsverhältnis von Wasser zu organischem Isocyanat 0,05 bis 4,0:1 beträgt und man den sauren Katalysator in einem Mengenanteil von 0,5-5,0 Gew.%, bezogen auf das schäumfähige Gemisch, zusetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mol Verhältnis Formaldehyd: Harnstoff im Amino-piastvorkondensat 1,2 bis 2,5:1, vorzugsweise 1,5 bis 2,1:1,
OJlVCi'Xi.
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PATENTANSPRÜCHE
3. /erfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dpss das Molverhältnis Formaldehyd zu Melamin im Aminoplast-, orkondensat 1,8 bis 4,0:1, vorzugsweise 2,0 bis 3,0:1,
beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wassergehalt der Aminoplastvorkondensatlösung 13-40 Gew.% beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis von Wasser zu organischem Isocyanat vor Einsetzen der Reaktion 0,14 bis 1,5:1 beträgt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als organisches Isocyanat Toluylendiisocyanat verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als organisches Isocyanat Diphenylmethandiisocyanat verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Reaktionsgemisch der Isocyanatan-teil 12-330 Gew.%, vorzugsweise 17-50 Gew.%, bezogen auf den rechnerischen Feststoffgehalt der Aminoplastvorkondensatlösung, beträgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man als sauren Katalysator Phosphorsäure, Benzoylchlorid oder Paratoluolsulfochlorid verwendet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man als basischen Katalysator Triätha-nolamin in einem Mengenanteil von 0,5-5 Gew.%, bezogen auf das Schaumfähige Gemisch, verwendet.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man als organische Metallverbindung Dibutylzinndilaurat in einem Mengenanteil von 0,5-5
Ge w.%, bezogen auf das schäumfähige Gemisch, verwendet.
CH945277A 1976-07-30 1977-07-29 Process for the preparation of flame-retardant foam plastics CH629511A5 (en)

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