CH630026A5 - Abgabeventil fuer druckbehaelter. - Google Patents

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CH630026A5
CH630026A5 CH501178A CH501178A CH630026A5 CH 630026 A5 CH630026 A5 CH 630026A5 CH 501178 A CH501178 A CH 501178A CH 501178 A CH501178 A CH 501178A CH 630026 A5 CH630026 A5 CH 630026A5
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Abgabeventil für Druckbehälter, mit einem einen Ventilsitz aufweisenden Ventilkörper und einem mindestens eine Eintrittsöffnung und eine im Abstand davon befindliche Austrittsöffnung aufweisenden, hohlen Ventilstössel.
In der älteren deutschen Patentanmeldung P 27 22 265 ist ein Abgabeventil der eingangs genannten Art für Druckbehälter beschrieben, das einen kippbaren, hohlen Mittel-Ventilstössel aufweist, der mit Einlassöffnungen versehen ist, die um den Stössel herum verteilt sind und vom Druckbehälter, auf dem das Abgabeventil befestigt ist, in den Ventilstössel führen. Der Ventilstössel erstreckt sich aus dem Druckbehälter heraus.
Ein Ventilteller umgibt im Inneren des Druckbehälters den Ventilstössel und liegt an einem stationären Ventilsitz an, der vom Ventilkörper gehalten ist. Wenn die Ventilscheibe am Ventilsitz anliegt, sind die Einlassöffnungen des Ventilstössels geschlossen, und wenn der Ventilstössel und der Ventilteller gekippt werden, entsteht ein bogen- und keilförmiger Durchlass für das unter Druck stehende Produkt zu den Einlassöffnungen des Ventilstössels.
Wenn man bei üblichen, kippbaren Abgabeventilen den Ventilstössel und den Ventilteller kippt, wird den vorderen Eintrittsöffnungen des Ventilstössels nur an derjenigen Seite des Ventilkopfes, die sich am weitesten öffnet, unter Druck stehendes Produkt zugeführt, während die anderen Einlassöffnungen und insbesondere die an der geschlossenen Seite liegenden Einlassöffnungen nur teilweise in Verbindung mit dem keilförmigen Durchlass oder Raum oberhalb des Ventilkopfes stehen. Infolgedessen wird der gesamte Strömungsquerschnitt der Einlassöffnungen des Ventilstössels nicht vollständig ausgenutzt. Dies verursacht keine Schwierigkeiten, wenn sich der Inhalt des Druckbehälters unter hohem Druck befindet, also wenn mit der Entleerung des Behälters begonnen wird. Wenn jedoch der Behälterinhalt nahezu aufgebraucht und der Behälterdruck niedrig ist, verhindert der verringerte Strömungsquerschnitt der Einlassöffnungen einen ausreichenden Produktstrom. Unter anderem deshalb wird bei einem derartigen Druckbehälter von einem sehr hohen Innendruck ausgegangen, um so eine ausreichende Strömungsrate in den Ventilstössel sicherzustellen, insbesondere dann, wenn der Behälterinhalt nahezu aufgebraucht ist.
Übliche Gasdruck-Behälter haben eine Auslassöffnung konstanter Grösser, weshalb es bei ihnen erwünscht ist, dass der Behälterdruck während der Abgabe des gesamten Behälterinhalts im wesentlichen konstant bleibt, da bei Abnahme des Druckes die Strömungsrate des aus dem Behälter abzugebenden Materials abnimmt.
Wenn der Inhalt eines Druckbehälters ausgegeben wird, nimmt jedoch das Druckgas im Behälter ein grösseres Volumen ein, und dies führt üblicherweise zu einer entsprechenden Verringerung des Gasdruckes, etwa wenn als Gas Druckluft verwendet wird. Um dies zu vermeiden, kann ein Druck5
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medium benutzt werden, das bei Vergrösserung des für das Gas zur Verfügung stehenden Volumens eine grössere Druckgasmenge zur Verfügung stellt. Üblicherweise wird hierzu ein verflüssigtes Gas eingesetzt, da eine derartige Gasfüllung einen im wesentlichen konstanten Druck im Behälter aufrecht erhält, wenn der unter Druck stehende Behälterinhalt allmählich ausgegeben wird. So wird als Druckmedium für viele Behälter beispielsweise Frigen verwendet. Inzwischen bestehen jedoch erhebliche Bedenken bezüglich der Verwendung von Frigen und anderer derartiger Druckmedien im Hinblick auf Umweltschädigungen. Es besteht daher das Bedürfnis, ein Abgabeventil für Druckbehälter zu schaffen, das den Einsitz von Druckmedien, etwa Luft, ermöglicht, die nicht umweltschädlich sind.
Die oben erläuterte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass am Ventilstössel in Längsrichtung gesehen auf der einen Seite der Eintrittsöffnung ein Ventilteller angeordnet und zusammen mit dem Ventilstössel bewegbar ist, wobei der Ventilteller am Ventilsitz anlegbar ist und die Entrittsöffnung des Ventilstössels bei Anlage abgedichtet und durch Abheben des Ventiltellers für den Eintritt von Material in den Ventilstössels geöffnet werden kann, und dass der Ventilkörper aus einem Material ausgebildet ist, welches derart verformbar ist, dass der Weg, um den der Ventilstössel und mit ihm der Ventilteller zu dessen Abheben vom Ventilsitz bewegt werden muss, mit dem Innendruck auf den Ventilteller abnimmt, so dass die Grösse des sich ergebenden Durchlasses zur Eintrittsöffnung bei vom Ventilsitz abgehobenem Ventilteller mit abnehmendem Behälterdruck zunimmt.
Zusätzlich kann am Ventilteller ein Dichtungsring vorgesehen sein, der im geschlossenen Zustand des Ventils in den Ventilsitz eingedrückt wird und als Dichtung gegen den Austritt von Behälterinhalt dient. Vorzugsweise ist ein Stützring im Umfangsbereich des Ventiltellers angeordnet, während sich der Dichtungsring mit Vorteil näher am Ventilstössel befindet. Im geschlossenen Zustand des Ventils dringen dann sowohl der Dichtungsring als auch der Stützring in den verformbaren Ventilsitz ein. Wenn bei dieser bevorzugten Ausführung der Ventilstössel gekippt wird,
bleibt der Dichtungsring während des anfänglichen Kippwinkels in dichtender Berührung mit dem Ventilsitz, wobei die Grösse des anfänglichen Winkels von dem auf den Ventilkopf wirkenden Druck abhängt.
Sind Stützring und Dichtungsring als getrennte Elemente vorhanden, so kann der Stützring Nuten aufweisen, durch die der Behälterinhalt im geschlossenen Zustand des Ventils in den Bereich zwischen Dichtungsring und Stützring gelangt.
Die Eintrittsöffnungen des Ventilstössels können länglich ausgebildet sein und sich oberhalb der Verbindung des Ventilstössels mit dem Ventilkopf befinden. Sie erstrecken sich vorzugsweise in den Ventilsitz und den Ventilkörper. Wenn sich dabei die Eintrittsöffnungen des Ventilstössels bei dessen Kippen öffnen, so tritt unter Druck stehender Behälterinhalt aus dem Ventilstössel aus.
Der Ventilsitz besteht vorzugsweise zumindest in dem Bereich, in dem der Dichtungsring anliegt und gegebenenfalls auch in dem Bereich, in dem der Stützring anliegt, aus einem verformbaren, elastischen Material, das durch den die Abstützungen tragenden Ventilkopf örtlich zusammendrückbar ist. Der Ventilsitz kann beispielsweise aus einem Elastomeren oder einem zusammendrückbaren Kunststoff bestehen. Der Ventilsitz kann eine Durometer-Härte von bis zu 90 aufweisen, jedoch reicht für die meisten Anwendungsfälle eine Durometer-Härte im Bereich von 20 bis 50 aus.
Es ist auch möglich, den Ventilsitz auf andere Weise verformbar auszubilden. Dazu können anstelle eines weichen,
elastischen Materials in der oberen Fläche des Ventilsitzes Nuten, Vertiefungen oder Aussparungen vorgesehen werden, die den Ventilsitz biegbarer und elastischer machen. Diese Nuten können aus einer Anzahl von konzentrisch angeordneten, radialen Nuten in der oberen Fläche eines verformbaren, jedoch nicht ohne weiteres eine Eindringung ermöglichenden Ventilsitzes bestehen, so dass beim Kippen des vorzugsweise starren Ventiltellers eine mehr oder weniger starke Verbiegung des Ventilsitzes eintritt, die vom Druck im Druckbehälter abhängt. Der Ventilsitz kann auch aus einem Schichtmaterial bestehen, bei dem eine Schicht eine geringe Härte hat, etwa ein Schwammaterial ist, während die andere Schicht eine grössere Härte aufweist.
Der Vorteil der erfindungsgemässen Lösung besteht darin, dass auch bei abnehmendem Innendruck eine im wesentlichen konstante Produkteausgabe stattfindet, indem die Druckabnahme durch die Vergrösserung der Austrittsöffnung ausgeglichen wird.
Damit wird es möglich, als Druckmedium im Druckbehälter Luft zu verwenden. Luft hat zwar die Eigenschaft,
dass bei Vergrösserung des Volumens, in dem Druckluft eingeschlossen ist, der Luftdruck abnimmt. Das erfindungsge-mässe Ventil bewirkt jedoch einen Ausgleich dieser Druckverringerung, so dass Luft oder andere umweltfreundliche Gase als Treibmittel benutzt werden können.
Herkömmlicherweise nimmt der Kolben in einem Druckbehälter etwa ein Drittel des Behältervolumens ein. Bei einem durchschnittlichen Behälter ergibt dies eine Änderung der Strömungsrate zwischen voll und leer von etwa 1,8 : 1. Eine derartige Änderung ist nicht ohne weiteres feststellbar und daher akzeptabel. Bei diesem Aufbau stehen jedoch nur zwei Drittel des Behältervolumens für das abzugebende Produkt zur Verfügung. Es ist ohne weiteres klar, dass die Kosten je Einheit brauchbaren Raums umso niedriger werden, je mehr Produkt in den Behälter eingebracht werden kann.
Bei Verwendung eines Abgabeventils gemäss der Erfindung und Druckluft kann dieser Nachteil vermieden werden. Es kann ein Kolben verwendet werden, der nur ein Fünftel des Volumens einnimmt. Bei einer derartigen Anordnung mit einem herkömmlichen Ventil und Druckluft ergäbe sich typischerweise eine Änderung der Strömungsrate zwischen voll und leer von 4:1, was an sich unbrauchbar wäre. Das erfindungsgemässe Ventil kompensiert dies jedoch und bewirkt eine gleichförmige Abgabe des Behälterinhalts.
Das erfindungsgemässe Ventil ist insbesondere gut geeignet zur Regelung der Abgabe von hochviskosen Stoffen, d.h. Stoffen einer Viskosität von 10 000 cP und mehr bei einem Anfangsüberdruck im Behälter von 0,42 kg/cm2 bis 2,81 kg/cm2.
Eine Ausführung des Abgabeventils wird nachstehend in Zusammenhang mit einem Druckbehälter (Überdruck von 0,42 kg/cm2 bis 2,81 kg/cm2) für hochviskose Stoffe (10 000 cP und mehr) beschrieben. Der Einsatz des Ventils ist jedoch nicht auf die Verwendung mit derartigen Behälter bei derartigen Drücken oder für Stoffe mit derartigen Viskositäten beschränkt.
Fig. 1 zeigt einen Druckbehälter mit einem Abgabeventil im Schnitt.
Fig. 2 zeigt vergrössert einen Schnitt durch das Ventil in geschlossener Stellung.
Fig. 3 zeigt das Ventil gemäss Fig. 2 in geöffneter Stellung bei hohem Behälterdruck.
Fig. 4 zeigt das Ventil in geöffneter Stellung bei niedrigem Behälterdruck.
Fig. 5 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel.
Fig. 6 zeigt teilweise im Schnitt ein weiteres Ausführungsbeispiel.
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Der in Fig. 1 dargestellte Druckbehälter 10 hat eine zylindrische Wand 10a. Dieser Behälter kann beispielsweise aus Aluminium, einem extrudierten Thermoplast oder sogar aus Pappe mit Endflächen aus Kunststoff oder aus Metallfolie hergestellt sein, wenn nur seine Festigkeit ausreicht, um den Behälterdruck aufzunehmen.
Der Behälter 10 enthält eine Unterteilung in Form eines Kolbens 11 mit nach unten verlaufender Schürze 12. Der Boden 13 des Behälters ist mit einer Doppelnaht 14 oder auf andere Weise dichtend mit der Behälterwand verbunden.
Der obere Hohlraum 10b des Behälters ist mit dem abzugebenden, unter Druck stehenden Produkt gefüllt. Diese Befüllung erfolgt vor dem Einsetzen des Ventils 15 oder eines anderen erfindungsgemässen Ventils durch das offene obere Ende des Behälters. Nach dem Befüllen wird das Ventil in der nachstehend zu beschreibenden Weise am oberen Ende der Wand 10a befestigt. Ist das Ventil 15 dichtend am oberen Ende des Behälters befestigt und im geschlossenen Zustand, so wird der Raum 10c unterhalb des Kolbens 11 und in der Schürze 12 über die danach mittels eines Stopfens 17 aus Kautschuk o.ä. zu verschliessende Öffnung 16 mit einem Treibmittel, etwa Luft, gefüllt, das einen Überdruck von 0,42 kg/cm2 bis 2,81 kg/cm2 aufweist. Das Treibmittel hat die Eigenschaft, dass sich sein Druck verringert, wenn sich das Volumen des Raumes 10c vergrössert. Mittels der Erfindung erfolgt jedoch eine Anpassung an diesen Druckabball, und es kann daher irgendein Treibmittel verwendet werden, das diese Druckabfalleigenschaft aufweist und das umweltfreundlich ist.
Der Ventilkörper hat einen metallischen Rahmen oder Becher 19, der vorzugsweise aus Aluminium besteht und der mittels einer Doppelnaht 20 an der oberen Kante der Wand 10a befestigt werden kann oder der mit dieser oberen Kante durch Krimpfen verbunden sein kann, wie dies bei 20a in Fig. 1 angedeutet ist. Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ventil ist im starren Metallrahmen 19 ein Ventilkörper 21 aus sehr nachgiebigem, gummielastischem, elastomerem Material o.ä. angeordnet, der dichtend am hohlen, rohrförmigen Ventilstössel 22 anliegt, durch den das unter Druck stehende Produkt beim Öffnen des Ventils austritt. Der Ventilkörper 21 hat einen gewölbten Bereich 23 mit ringförmigem Querschnitt, dessen obere Kante an der Schulter 24 des Stössels 22 anliegt, wodurch in diesem Bereich eine Dichtung gebildet und ausserdem ein Zusammendrücken in Richtung der Kippbewegung des Stössels verursacht wird. Am unteren Ende ist der Bereich 23 des Ventilkörpers bei 25 nach innen gekrümmt, um eine weitere Dichtung sowie einen weiteren Kompressionspunkt mit dem unteren Endbereich des Stössels 22 zu bilden. Durch die Elastizität des gekrümmten Bereiches 23 wird der Ventilstössel 22 in seine ursprüngliche aufrechte, ungeneigte Lage zurückgeführt.
Der Ventilkörper 21 hat einen ringförmigen Flansch 26' der an seiner Unterseite einen Ventilsitz 26 bildet. Der Körper 21 besteht aus einem Material, das ausreichend nachgiebig ist, so dass die nachstehend beschriebenen Eingriffsbereiche des Ventilstössels mit sich änderndem Innendruck im Behälter 10 in sich änderndem Umfang einsinken können. Wie Fig. 2 zeigt, ist der Ventilkörper 21 weich, um ein tiefes Eindrücken des Ventilsitzes 26 zumindest im ringförmigen Berührungsbereich mit einem Dichtungsring 30 und einen Stützring 31 an einem Ventilteller 29 zu ermöglichen. Der Boden des Ventilstössels 22 weist im Abstand voneinander angeordnete Streben 27 auf, die zwischen sich Durchlässe oder Einlassöffnungen 28 bilden, und diese Einlassöffnungen führen in den hohlen Innenraum des Ventilstössels. Die unteren Enden der Streben 27 sind starr am kreisförmigen, aus starrem Material bestehenden Ventilteller 29 befestigt.
Auf der oberen Fläche des Ventiltellers 29 befinden sich der Stützring 31 und der Dichtungsring 30, der radial zwischen dem Ventilstössel 22 und dem Stützring 31 liegt. Obwohl die Ringe 30 und 31 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel gleiche Höhe haben, kann der Dichtungsring 30 auch höher sein als der Stützring, um einen sicheren Dichtungseingriff des Ventilsitzes herzustellen.
Der Grad des Eindrückens der Ringe 30 und 31 in den Ventilsitz 26 hängt vom Innendruck im Behälter 10 ab.
Wenn der Innendruck abnimmt, wirkt die Elastizität des Materials des Ventilkörpers 21 in Richtung auf die ursprüngliche Form, und dadurch wird der Ventilteller 29 aus dem Ventilsitz 26 herausgedrückt.
Die Figuren 3 und 4 zeigen das Kippen des Ventils 15 bei unterschiedlichen Behälterdrücken. In Fig. 3 befindet sich der Behälterdruck im Bereich des höchsten Wertes. Wenn der Ventilstössel 22 in irgendeiner Richtung um den Sditzring 31 gekippt wird, hebt sich der Ventilteller 29 vom Ventilsitz 26 ab. Während dieses Ahhebevorganges presst jedoch der Behälterdruck den Ventilteller verhältnismässig fest gegen den Ventilsitz. Daher ist ein Kippen des Ventilstössels um einen relativ grossen Winkel erforderlich, bis sich der Durchlass 32 zu den Ventilstösselöffnungen 28 bildet. Ein wesentlicher Teil der Kippbewegung des Ventilstössels 22 wird durch die Elastizität des Ventilsitzes 26 aufgenommen, ohne dass sich ein Durchlass zu den Öffnungen
28 ergibt. Wenn sich schliesslich der keilförmige Durchlass 32 zu den Ventilstösselöffnungen 28 bildet, ist der Durchlass verhältnismässig schmal, so dass unter dem hohen Behälterdruck ein kleineres Produktvolumen austreten kann, wodurch sich die Strömungsrate des unter Druck stehenden Produktes gut steuern lässt.
Bei dem Zustand gemäss Fig. 4, bei dem der Behälterdruck infolge der Abnahme der Menge von unter Druck stehendem Produkt in der Kammer 10b und der entsprechenden Vergrösserung der Druckkammer 10c verringert ist, wird auf den Ventilteller 29 ein geringerer Druck ausgeübt, um diesen in den Ventilsitz 26 zu pressen. Die Ringe 30 und 31 sind nicht so tief in den Ventilsitz 26 eingedrückt, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist, sondern wesentlich geringer. Wenn der Ventilstössel 22 gemäss Fig. 4 im gleichen Mass gekippt wird, wie bei dem Behälterdruck gemäss Fig. 3, so wird wesentlich weniger dieser Kippbewegung des Ventilstössels durch den elastischen Ventilkörper 21 aufgenommen, und der Durchlass 32 öffnet sich früher als bei dem hohen Druck entsprechend Fig. 3. Durch das frühere Öffnen des Durchlasses 32 wird dieser bei gegebenem Kippwinkel des Ventilstössels 22 grösser als bei den Druckverhältnissen gemäss Fig. 3, so dass ein grösseres Volumen von unter Druck stehendem Produkt durch die Öffnungen 28 strömen kann. Auf diese Weise wird die Verringerung des Behälterdruckes, der das Produkt zu den Ventilstösselöffnungen drückt, mittels des vergrösserten Durchlasses ausgeglichen, der ein grösseres Produktvolumen zu den Ventilstösselöffnungen gelangen lässt. Infolgedessen bleibt die Strömungsrate durch die Ventilstösselöffnungen 28 über den gesamten Druckbereich des Behälters verhältnismässig konstant.
In dem Ausführungsbeispiel gemäss Figuren 2 und 3 sind die beiden Ringe 30 und 31 vorgesehen, und der Ventilteller
29 kippt oder verschwenkt um den radial weiter aussen liegenden Stützring 31. Wenn der Schwenkbereich weiter vom Ventilstössel entfernt ist, bewegt sich der Ventilteller für einen gegebenen Schwenkwinkel des Ventilstössels 22 entlang einer grösseren, bogenförmigen Bewegungsbahn, und die Grösse des Durchlasses 32 ändert sich für eine bogenförmige Bewegung der Ventilscheibe 29 stärker. Andererseits dringt der Dichtungsring 30 in den Ventilsitz 26 ein, um die geschlossenen Ventilstösselöffnungen 28 abzudichten, und
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durch das Abheben des Dichtungsringes 30 vom Ventilsitz 26 werden die Ventilstösselöffnungen 28 geöffnet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel haben der Dichtungsring 30 und der Stützring 31 die gleiche Höhe. Es ist jedoch ohne weiteres klar, dass die Höhe des Dichtringes grösser sein kann als die des Stützringes 31, um eine gute Dichtung sowie eine Aufhebung der Dichtung im geeigneten Augenblick sicherzustellen.
Da der Stützring 31 lediglich als Abstützung dient, um die der Ventilteller 29 schwenkt und keine Dichtungsfunktion ausübt, kann er eine Anzahl von in gleichmässigem Abstand um seinen Umfang verteilter Nuten (nicht gezeigt) aufweisen. Diese Nuten ermöglichen den ungehinderten Durchtritt von unter Druck stehendem Produkt durch den Stützring 31.
Das in Fig. 5 gezeigte Ventil 115 entspricht im wesentlichen dem Ventil 15, und entsprechende Teile sind durch um 100 vergrösserte Bezugszeichen bezeichnet. Zuvor bereits beschriebene Teile werden nicht erneut beschrieben. Der grundsätzliche Unterschied zwischen dem Ventil 115 und dem Ventil 15 liegt im Ventilteller 129 und insbesondere im Dichtungsring 130, der in dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 der einzige auf dem Ventilteller 129 vorgesehene Ring ist. Der Dichtungsring 130 dient somit auch als Stützring, um den der Ventilteller 129 gekippt wird. Abgesehen davon, arbeitet das Ventil 115 in gleicher Weise wie das Ventil 15.
Bei dem Ventil 215 gemäss Fig. 6 entsprechen wieder Teile denjenigen des Ventils gemäss Fig. 5, und diese Teile sind durch um 200 vergrösserte Bezugszeichen bezeichnet.
Daher arbeitet das Ventil 215 im wesentlichen in gleicher Weise wie die Ventile 15 und 115. Der Ventilsitz besteht aus einem Material, das nicht weich oder elastisch ist. Das Material des Ventilkörpers 221 ist jedoch so elastisch, dass es 5 versucht, einen unverformten Zustand einzunehmen. Die obere Seite des ringförmigen Flansches 226' weist eine Anzahl von sich radial erstreckenden Nuten 240 auf, die um den Umfang verteilt sind, und er hat eine Höhe, mit der er die für ihn vorgesehene Kammer 221a füllt. Andererseits io sind die Nuten 240 ausreichend tief, um das Material des Ventilkörpers 221 zu schwächen oder weich auszubilden, so dass er sich unter Wirkung der durch den Dichtungs- und Stützring 230 auf den Ventilsitz 226 an der Unterseite des Körpers 221 ausgeübten Kraft verbiegen kann. Diese vom 15 Dichtungsring ausgeübte Kraft verformt den Ventilsitz zur Einstellung auf unterschiedliche Drücke.
In allen vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen und allen weiteren naheliegenden Ausgestaltungen ermöglicht die Verformbarkeit bzw. Nachgiebigkeit des Ven-20 tilsitzes ein mehr oder weniger tiefes Eindringen der Ventilscheibe in den Ventilsitz, und zwar in Abhängigkeit von dem vom unter Druck stehenden Produkt auf die Ventilscheibe ausgeübten Druck. Die Menge des durch die Einlassöffnungen des Ventilstössels austretenden Produktes 25 hängt davon ab, wie weit die Ventilscheibe vom Ventilsitz weg bewegt wird und ist abhängig vom Druck des unter Druck stehenden Produktes. Da die Grösse des zu den Ventilstösselöffnungen führenden Durchlasses zunimmt, wenn der Druck des Produktes entsprechend abnimmt, wird eine 30 im wesentlichen konstante Strömungsrate des Produktes aus dem Behälter ermöglicht.
2 Blätter Zeichnungen

Claims (10)

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1. Abgabeventil für Druckbehälter, mit einem einen Ventilsitz aufweisenden Ventilkörper (21) und einem mindestens eine Eintrittsöffnung (28) und eine im Abstand davon befindliche Austrittsöffnung aufweisenden, hohlen Ventilstössel (22), dadurch gekennzeichnet, dass am Ventilstössel (22) in Längsrichtung gesehen auf der einen Seite der Eintrittsöffnung (28) ein Ventilteller (29) angeordnet und zusammen mit dem Ventilstössel (22) bewegbar ist, wobei der Ventilteller am Ventilsitz (26) anlegbar ist und die Eintrittsöffnung (28) des Ventilstössels (22) bei Anlage abgedichtet und durch Abheben des Ventiltellers (29) für den Eintritt von Material in den Ventilstössel (22) geöffnet werden kann, und dass der Ventilkörper aus einem Material ausgebildet ist, welches derart verformbar ist, dass der Weg, um den der Ventilstössel (22) und mit ihm der Ventilteller (29) zu dessen Abheben vom Ventilsitz (26) bewegt werden muss, mit dem Innendruck auf den Ventilteller abnimmt, so dass die Grösse des sich ergebenden Durchlasses (32) zur Eintrittsöffnung (28) bei vom Ventilsitz (26) abgehobenem Ventilteller (29) mit abnehmendem Behälterdruck zunimmt.
2. Abgabeventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilstössel (22) mit dem Ventilteller (29) bezüglich dem Ventilsitz (26) kippbar ist, und dass die Eintrittsöffnung derart angeordnet ist, dass durch das Kippen des Ventiltellers (29) bezüglich des Ventilsitzes (26) der Ventilteller (29) vom Ventilsitz (26) abhebbar ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Abgabeventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Ventilsitz (26) als auch der Ventilteller (29) ringförmig sind und sich um den Ventilstössel (22) erstrecken und dass der Ventilteller (29) im Abstand vom Ventilstössel (22) eine Stützanordnung (31) aufweist, die in Eingriff mit dem Ventilsitz (26) steht und um die der Ventilstössel (22) und der Ventilteller (29) beim Kippen des Ventilstössels (22) schwenken.
4. Abgabeventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Ventilstössel (22) durch den Ventilkörper
(21) und den Ventilsitz (26) hindurch erstreckt, und das sich die Eintrittsöffnung (28) des Ventilstössels (22) auf der einen Seit des Ventilkörpers (21) und die Austrittsöffnung des Ventilstössels (22) auf der gegenüberliegenden Seite des Ventilkörpers (21) befindet.
5. Abgabeventil nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch einen Dichtungsring (30) am Ventilteller (29), der zum Abdichten der Eintrittsöffnung (28) des Ventilstössels
(22) in Eingriff mit dem Ventilsitz (26) steht.
6. Abgabeventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Ventilsitz (26) mit zunehmendem Innendruck stärker verformt und dass die Verformung mit abnehmendem Innendruck wieder abnimmt.
7. Abgabeventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitz (26) sich mit zunehmendem Innendruck stärker verformt als bei niedrigerem Druck und dass die Verformung des Ventilsitzes (26) mit abnehmendem Innendruck wieder abnimmt.
8. Abgabeventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilstössel (22) mit dem Ventilteller (29) bezüglich dem Ventilsitz (26) kippbar ist, und dass die Eintrittsöffnung (28) derart angeordnet ist, dass durch das Kippen des Ventiltellers (29) bezüglich des Ventilsitzes (26) dieser vom Ventilsitz (26) abhebbar ist.
9. Abgabeventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Ventilsitz (26) als auch der Ventilteller (29) ringförmig sind und sich um den Ventilstössel (22) erstrecken, dass der Ventilteller (29) im Abstand vom Ventilstössel (22) eine Stützanordnung (31) aufweist, die in Eingriff mit dem Ventilsitz (26) steht und um die der Ventilstössel (22) und der Ventilteller (29) durch Kippen des Ventilstössels (22) schwenkbar sind, und dass am Ventilteller (29) ein Dichtungsring (30) vorgesehen ist, der bei Eingriff mit dem Ventilsitz (26) die Eintrittsöffnung (28) des Ventilstössels (22) abdichtet.
10. Abgabeventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Ventilstössel (22) durch den Ventilkörper (21) und den Ventilsitz (26) hindurch erstreckt, und dass sich die Eintrittsöffnung (28) des Ventilstössels (22) an der einen Seite des Ventilkörpers (21) und die Austrittsöff-nung des Ventilstössels (22) an der gegenüberliegenden Seite des Ventilkörpers (21) befindet.
CH501178A 1977-05-09 1978-05-09 Abgabeventil fuer druckbehaelter. CH630026A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/795,114 US4171074A (en) 1977-05-09 1977-05-09 Pressure responsive tilt valve for pressurized container

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH630026A5 true CH630026A5 (de) 1982-05-28

Family

ID=25164710

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH501178A CH630026A5 (de) 1977-05-09 1978-05-09 Abgabeventil fuer druckbehaelter.

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