CH631058A5 - Verfahren und vorrichtung zum erzeugen eines kuenstlichen tabakblatts mit der musterung eines natuerlichen tabakblatts. - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum erzeugen eines kuenstlichen tabakblatts mit der musterung eines natuerlichen tabakblatts. Download PDF

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CH631058A5 CH845078A CH845078A CH631058A5 CH 631058 A5 CH631058 A5 CH 631058A5 CH 845078 A CH845078 A CH 845078A CH 845078 A CH845078 A CH 845078A CH 631058 A5 CH631058 A5 CH 631058A5
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    • A24B3/00—Preparing tobacco in the factory
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen eines künstlichen Tabakblatts mit der Musterung eines natürlichen Tabakblatts und eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.
Neben anderen Eigenschaften und Qualitäten ist das Aussehen des Deckblatts einer Zigarre für einen Zigarrenraucher sehr wichtig. Die Verwendung künstlicher Deckblätter anstelle natürlicher Deckblätter würde die Herstellung von Zigarren auf automatischen Maschinen sehr erleichtern, jedoch kaufen sehr viele Raucher keine Zigarren mit künstlichen Deckblättern, da diese ein stumpfes, künstliches Aussehen besitzen.
Es wurden bereits viele Anstrengungen unternommen, um künstlichen Tabakblättern ein natürliches, blattähnliches Aussehen zu geben, jedoch mit sehr geringem Erfolg. Künstliche Deckblätter mit aufgedrucktem Blattadernmuster geben Zigarren ein unechtes Aussehen, das den Käufer mehr abstösst als das Aussehen von Zigarren mit künstlichen Deckblättern ohne Muster. Deckblätter, auf die ein erhabenes Tabakblattmuster aufgebracht wurde, hatten eine geringe Festigkeit oder das erhabene Muster verschwand beim Wickeln der Deckblätter auf Zigarren. Einigen der bekannten Methoden zum Bemustern von künstlichen Deckblättern bewirkten eine Entfärbung und Sprödigkeit der Deckblätter. Aus diesen Gründen führten die bisherigen Anstrengungen, künstlichen Deckblättern durch ein Blattadernmuster ein ansprechendes Aussehen zu verleihen, zu keinem Erfolg.
Ein fermentiertes Tabakblatt, das fertig zum Verbrauch ist, hat nicht an allen Stellen die gleiche Farbe. Zusätzlich zu den Färb- oder Schattierungsunterschieden der Blattadern kann das Blatt selbst gesprenkelt sein oder Schattierungen aufweisen. Soll einem künstlichen Tabakblatt ein natürliches Aussehen verliehen werden, so muss das auf das Blatt aufzubringende Muster zusätzlich zu den Blattadern noch verschiedenfarbige Flecken aufweisen. Es wurde festgestellt,
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dass ein künstliches Tabakblatt durch Verdichtung dunkler wird. Der Grad der Verdunkelung ist proportional der Grösse der Verdichtung. Höhere Temperaturen erleichtern das Verdichten des Blatts und ergeben ein dauerhaftes Schattierungsmuster.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens und einer Vorrichtung zum Erzeugen künstlicher Tabakblätter mit natürlich aussehendem Tabakblattmuster, welche Blätter als Deckblätter für Zigarren verwendet werden können.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens und einer Vorrichtung zum Erzeugen künstlicher Tabakblätter mit natürlich aussehendem Tabakblattmuster ohne dass die Qualität des mit dem Muster versehenen Tabakblatts verschlechtert wird.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens und einer Vorrichtung zum Herstellen künstlicher Tabakblätter mit einem dauerhaften, natürlich aussehenden Tabakblattmuster, welche Blätter, wenn sie als Deckblatt einer Zigarre verwendet werden, das Aussehen eines natürlichen Tabakdeckblattes besitzen.
Diese Aufgaben werden durch das Verfahren nach dem Patentanspruch 1 und die Vorrichtung nach dem Patentanspruch 7 gelöst.
Nachfolgend werden anhand der beiliegenden Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 mit längs der Linie 2-2 in Fig. 1 weggebrochenen Teilen,
Fig. 3 eine längs der Linie 3-3 in der Fig. 1 geschnittene Ansicht einer Antriebsrolle,
Fig. 4 und 5 Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 6 eine längs der Linie 6-6 in der Fig. 4 geschnittene Ansicht einer Endrolle, und
Fig. 7 und 8 Schnittansichten von Abwandlungen der Rollen nach den Fig. 3 und 6.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine erfindungsgemässe Vorrichtung zur Ausführung eines Ausführungsbeispiels des Verfahrens nach der Erfindung. Die Vorrichtung besitzt ein Gestell 10 sowie zwei parallele und in Abstand voneinander angeordnete, senkrechte Träger 11, die am Boden des Gestells aufstützen 12 befestigt sind. Am oberen Ende des Gestells sind die Träger 11 über eine Platte 13 miteinander verbunden, auf der eine Motor- und Getriebeeinheit 15 montiert ist, deren Antriebswelle mit einem Kettenrad 16 versehen ist. Anstelle des Kettenrades könnte auch eine Seilscheibe vorgesehen sein. Auf den Innenseiten der Träger 11 ist je eine im wesentlichen kreisscheibenförmige Platte 25 montiert.
Die beiden zueinander koaxialen Platten 25 sind oben längs einer Horizontalen 26 abgeschnitten und auf ihrem Umfang mit in gleichen Abständen voneinander angeordneten Schlitzen 27 versehen, die sich vom Umfang radial nach einwärts erstrecken. Die Schlitze 27 der beiden Platten 25 sind miteinander paarweise ausgerichtet. Zwischen und konzentrisch zu den Platten 25 ist eine Trommel 20 auf einer Welle 21 angeordnet, die sich durch die beiden Platten 25 und die beiden Träger 11 erstreckt und in diesen gelagert ist.
Die Umfangsfläche der Trommel 20 ist die Mantelfläche eines Kreiszylinders und ist, ähnlich wie eine Prägewalze mit einem Reliefmuster versehen. Das Muster entspricht dem Muster eines natürlichen Tabakblatts oder einem ausgewählten Teil eines solchen Blatts und wiederholt sich, wenn das wegen der Grösse der Trommel erforderlich ist. Zum Einpressen des Musters in das künstliche Tabakblatt wird eine Temperatur von 75 bis 90 °C benötigt. Diese Temperatur wird durch Heizen der Umfangsfläche der Trommel 20 erzeugt. Zu diesem Zweck kann die Welle 21 hohl sein und mit dem Inneren der Trommel in Verbindung stehen, so dass ein Heizmedium in und aus der Trommel fliessen kann.
Um die Trommel 20 herum sind Anpressrollen 30 vorgesehen, von denen jede auf einer Welle 31 sitzt, die sich von den Enden der Rolle in je einen der Schlitze 27 der beiden Platten 25 erstreckt. Die Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 hat neunzehn Anpressrollen 30, kann jedoch auch mehr oder weniger Anpressrollen besitzen. Am Eingabeende und am Ausgabeende, der durch die Rollen 30 gebildeten Anordnung, ist je eine Spannrolle 35 (siehe auch Fig. 3) vorgesehen, die auf einer Welle 36 sitzt. Jede Welle 36 ist an ihren beiden Enden in einer Spanngabel 38 gelagert, in die zwei Schraubenbolzen geschraubt sind, die in einem Tragteil 39 gelagert sind, der mit den Trägern 11 des Gestells 10 fest verbunden ist. Auf dem einen Ende jeder Welle 36 ist ein Kettenrad 37 (oder eine Seilscheibe) vorgesehen, zum gemeinsamen Antrieb der beiden Rollen 35.
Die Rollen 30 und 35 sind von einem endlosen Spannband 40 aus einem hochfesten, elastischen Material umgeben, dessen Breite im wesentlichen gleich der Rollen und der Breite der Umfangsfläche der Trommel 20 ist. Die Spannimg des Bandes 40 kann mit Hilfe der beiden Gabeln 38 eingestellt werden, welche eine Verschiebung der Spannrollen 35 gegen die benachbarten Anpressrollen 30 oder von diesen weg ermöglichen. Die Justierung der Bandspannung kann durch Einstellen einer oder beider Spannrollen erfolgen.
Mit den vertikalen Trägern 11 des Gestells 10 ist ein horizontaler Träger 14 fest verbunden, dessen freies Ende mit einer Einstellschraube 48 verbunden ist, die sich beim Drehen in vertikaler Richtung bewegt. Ein weiterer Träger 47 ist auf dem einen Ende der Welle 36 der Ausgabespannrolle 35 schwenkbar montiert. Der Träger 47 erstreckt sich über den festen Träger 14 und sein freies, zweiarmiges Ende liegt auf dem oberen Ende der Schraube 48 auf und trägt eine weitere federnd gelagerte Spannrolle 46.
Ein endloses Band 45 aus einem hochfesten, nicht dehnbaren Material wie Polyurethan mit einer Härte von 95 Sho-re-A-Härteeinheiten umgibt das Spannband 40 und die Spannrolle 46. Die inneren Trums der Bänder 40 und 45 liegen aufeinander und befinden sich zwischen der Umfangsfläche der Trommel 20 und den Rollen 30 und 35, wobei das Band 40 den Rollen und das Band 45 der Trommel benachbart ist. Das innere Trum des Bandes 40 übt einen radialen Druck auf das innere Trum des Bandes 45 in Richtung gegen die Umfangsfläche der Trommel 20 aus, während das äussere Trum des Bandes 40 eine radiale Kraft auf die Rollen 30 in Richtung gegen die Trommel 20 ausübt, welche Kraft durch die beiden aufeinanderliegenden inneren Trums der Bänder an den Stellen auf die Trommel 20 übertragen wird, an denen die Rollen 30 mit dem Band 40 in Berührung sind. Die Kraftübertragung erfolgt somit intermittierend, d.h. während kurzer Zeitspannen. Der Teil des Bandes 45 zwischen der Ausgabespannrolle 35 und der weiteren Spannrolle 46 bildet eine im wesentlichen horizontale Ausgabefläche für das künstliche Tabakblatt TS.
Die Motor-Getriebeeinheit 15 treibt die Kettenräder 37 (oder Seilscheiben) der Spannrollen 35 über eine endlose Kette 19 (oder Seil) an, die über Führungsrollen 70 und ein Spannkettenrad 18 geführt ist. Die Spannrollen 35 treiben über das Band 40 die Rollen 30 und über das Band 45, welches in direktem Kontakt mit dem künstlichen Tabakblatt TS steht, die Trommel 20 an. Im Betrieb der Vorrichtung wird das künstliche Tabakblatt TS über die Eingabespannrolle 35 zwischen das sich bewegende innere Trum des Bandes 45 und die geheizte Umfangsfläche der sich drehenden Trommel 20 gebracht und dann von dieser an den Anpress5
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Das Band 45 aus nicht dehnbarem Material bewegt sich mit gleicher Geschwindigkeit wie die Umfangsfläche der Trommel 20, wodurch jede Verschlechterung des Blatts TS infolge einer Relativbewegung zwischen Blatt und Umfangsfläche der Trommel 20 oder dem Band 45 vermieden wird. Es wurde festgestellt, dass, wenn das Band 45 aus elastischem Material besteht, das künstliche Tabakblatt ähnlich wie in einer Prägeform in das Reliefmuster der Trommel hineingedrückt wird, so dass keine verdichteten Stellen erhalten werden. Dieses Prägemuster ist jedoch nicht dauerhaft und verschwindet beim Wickeln des künstlichen Tabakblatts auf eine Zigarre. Wird ein Metallband verwendet, so muss ein für das Verdichten des Blatts ungenügender Druck verwendet werden, da sonst das künstliche Tabakblatt vom Reliefmuster der Trommel zerschnitten wird. Diese Nachteile lassen sich vermeiden, wenn das Band 45 aus einem nicht dehnbaren Material mit einer Härte von 87 bis 100 Shore-A-Här-teeinheiten besteht. Mit einem solchen Band lässt sich das gewünschte, dauerhafte Verdichtungsmuster auf dem künstlichen Tabakblatt erzeugen ohne dass dieses zerschnitten wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 treibt die Motor-Getriebeeinheit 15 über eine endlose Kette 19 die Spannrollen 35 und damit die Vorrichtung an. Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 ist anstelle des Kettenrads 16 ein kleines Kettenrad 16a vorgesehen, welches über eine endlose Kette 19 mit einem Kettenrad 22 in Antriebsverbindung steht, das auf der Welle 21 der Trommel 20 sitzt. Dadurch treibt die Motor-Getriebeeinheit 15 die Trommel 20 direkt an.
Wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist, sind die Wellen 36 der angetriebenen Spannrollen 35 in Lagern gelagert, die in den Spanngabeln 38 ausgebildet sind. Wenn jedoch, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 die Trommel 20 direkt angetrieben wird, können Spannrollen 35a verwendet werden, deren Wellen nicht drehbar gelagert sind. Eine solche Spannrolle ist in Fig. 7 dargestellt. Die Spannrolle 35a ist auf einem Kern 34 drehbar gelagert, in den Achsen 36a eingeschraubt sind. Anstelle der Gabel 38 ist ein Spannmittel 38a auf den Achsen 36a beidseits der Rolle 35a montiert, ähnlich dem Träger 47 der Spannrolle 46.
Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 besitzt ferner Mittel zum Einstellen des Anpressdrucks der Rollen 30 unabhängig vom Druck, den das innere Trum des Bandes 40 auf das Band 45 ausübt. Diese Mittel umfassen zwei Seilschlingen 50, die zu beiden Seiten der Rollen 30 über Seilscheiben 52 laufen. Die Seilscheiben 52 sind auf den Wellen 31a der Rollen 30 befestigt. Jede Schlinge 50 ist an ihren Enden mit Schraubenmitteln 51 versehen, die in einen Träger 53 eingreifen, der an den vertikalen Trägern 11 des Gestells 10 befestigt ist. Die Spannrollen 35a sind, wie Fig. 6 zeigt, mit Wellen 36b versehen, auf denen ausser der Spanngabel 38a und den Armen des Trägers 47 der Spannrolle 46 noch Seilscheiben 52 für die Seilschlingen 50 angeordnet sind.
Die Motor-Getriebeeinheit 15 kann zum Antrieb der Trommel 20 mit und ohne die Seilschlingen 50, und wenn keine Seilschlingen 50 vorhanden sind, auch zum Antrieb der Spannrollen 35 verwendet werden. Die Motor-Getriebeeinheit 15 kann auch zum Antrieb der Spannrollen 35 in der in Fig. 1 dargestellten Art verwendet werden, wenn die Vorrichtung, wie in Fig. 4 und 5 dargestellt, mit den Seilschlingen 50 versehen ist. In diesem Fall sind die Spannrollen 35, wie in Fig. 8 dargestellt, mit abgewandelten Wellen 31a versehen, wobei auf jeder Welle 31a zwei Seilscheiben 52, eine Spanngabel 38, die beiden Arme des Trägers 47 und ein Kettenrad 37 montiert sind.
Damit die beiden Bänder 40 und 45 immer ihre richtigen Bahnen einhalten und zur Erzeugung eines Musters, dessen Stärke an beiden Rändern des künstlichen Tabakblatts gleich ist, müssen die Spannungen längs der beiden Ränder des Bandes 40 und falls vorhanden auch die Spannungen der beiden Seilschlingen 50 gleich sein.
Damit ein mit dem natürlichen Tabakblattmuster versehenes künstliches Tabakblatt als Deckblatt für Zigarren akzeptiert wird, müssen die hellen und dunklen Bereiche des künstlichen Tabakblatts innerhalb bestimmter Helligkeitsgrenzen liegen. Es genügt nicht nur die Farbe des Blatts zu berücksichtigen, da dieses in verschiedenen Farben hergestellt werden kann. Bei dem nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten künstlichen Tabakblatt sind die Bereiche, die keinem Druck ausgesetzt waren, heller und von kleinerer Dichte und die Bereiche, die einem Druck ausgesetzt waren, dunkler und von gröserer Dichte. Es sind die Farbunterschiede oder die Dichteunterschiede des Blattmusters, welche das natürliche Aussehen des künstlichen Tabakblatts bestimmen.
Zur Bestimmung der Blattdichte SD in g/cm3 kann die Blattdicke ST in mil (1 mil = 25,6.10-3mm) mit einem Star-rett Dial Indicator Gage, Modell 1010E, gemessen werden. Das Blattgewicht S W wird am knochentrockenen Blatt in g/ Fuss2 gemessen. Die Blattdichte SD wird aus den Grössen ST und SW nach folgender Formel berechnet:
SW (g/Fllss2) ■ 0,424 <5ÜLZSü2 SD " ST (mil) m
Durch Abziehen der Dichte der hellen Bereiche von der Dichte der dunklen Bereiche wird die Dichtediiferenz des Blatts erhalten. Es wurde gefunden, dass ein künstliches Tabakblatt mit einer Dichtedifferenz im Bereich von 0,05 bis 0,2 g/cm3 als Deckblatt für Zigarren verwendet werden kann. Zur Beurteilung, ob das künstliche Tabakblatt als Deckblatt für Zigarren geeignet ist, kann auch die Farbdifferenz ÀE gemessen werden. Die Messung erfolgt vorteilhaft mit einem Gardiner Color Différence Messer, welches die Gesamtfarbe in drei verschiedene Komponenten Rd, a und b aufteilt. Die Rd-Komponente ist die Achse von dunkel zu hell. Die a-Kom-ponente ist die Achse von grün nach rot und die b-Komponen-te ist die Achse von gelb nach blau. Die drei Komponenten Rd, a und b bestimmen die Farbe eines Materials als Punkt im Raum.
Die Farbdifferenz A E zwischen zwei Materialien ist gegeben durch:
AE = 1/ (Rd2 - RdJ2 + (a2 - ax)2 + (b2 - b^2.
Wie festgestellt wurde, eignen sich künstliche Tabakblätter mit einer Farbdifferenz AE von 1 bis 3 als Deckblätter für Zigarren.
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    PATENTANSPRÜCHE
    1. Verfahren zum Erzeugen eines künstlichen Tabakblatts mit der Musterung eines natürlichen Tabakblatts, gekennzeichnet durch Verdichten ausgewählter Bereiche des Blatts in Gegenwart von Hitze, so dass diese Bereiche je nach dem Ausmass der Verdichtung dunkler werden und die Musterung eines natürlichen Tabakblatts bilden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtung der ausgewählten Bereiche bei einer Temperatur von 75 bis 95 °C erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterschied zwischen den Dichten des hellsten und des dunkelsten Bereichs 0,05 bis 0,2 g/cm3 beträgt.
  4. 4. Verfahren nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Blatt auf einer geheizten Trommel angeordnet wird, deren Umfangsfläche mit der auf das Blatt aufzubringenden Musterung in Form eines Reliefs versehen ist, dass das Blatt durch Drücken gegen die Umfangsfläche erwärmt und zusammen mit dieser bewegt wird, und dass in kurzen Abständen das Blatt mit zusätzlichem Druck gegen die Umfangsfläche gedrückt wird, so dass auf dem Blatt die verdichteten Bereiche, entsprechend dem Reliefmuster auf der Umfangsfläche der Trommel, erhalten werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsfläche der Trommel auf eine Temperatur von 75 bis 95 °C erhitzt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Drücken des Blatts gegen die Umfangsfläche der Trommel ein endloses Band aus nicht dehnbarem Material verwendet wird, das eine Härte von 87 bis 100 Shore-A-Härteeinheiten besitzt.
  7. 7. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine drehbare Trommel (20), deren Umfangsfläche die Mantelfläche eines Kreiszylinders bildet, und mit dem auf das künstliche Tabakblatt aufzubringenden Muster in Form eines Reliefs versehen ist, Heizmittel zum Erhitzen der Umfangsfläche auf eine bestimmte Temperatur und um einen Teil der Trommel herum angeordnete Andruckmittel (30, 35,40,45) zum Drücken des Blatts mit konstantem Druck gegen die Umfangsfläche, so dass sich das Blatt gemeinsam mit der Umfangsfläche bewegt, und zum Ausüben eines zusätzlichen Drucks auf das Blatt während kurzer Zeitintervalle um ausgewählte Bereiche des Blatts durch das Reliefmuster zu verdichten.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizmittel zur Erhitzung der Umfangsfläche der Trommel auf eine Temperatur von 75 bis 95 °C ausgebildet sind.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckmittel eine Reihe von in Abständen voneinander angeordneten Rollen (30,35), ein unter Spannung über die Rollen laufendes elastisches endloses Band (40) mit einem bogenförmigen inneren Trum, dessen Spannung den konstanten Anpressdruck liefert und einem bogenförmigen äusseren Trum, dessen Spannung die Rollen gegen die Trommel drückt und dadurch den zusätzlichen Anpressdruck liefert und ein nicht dehnbares endloses Band (45) umfassen, dessen inneres Trum in Flächenberührung mit dem inneren Trum des elastischen Bandes (40) steht, um den konstanten Druck sowie den zusätzlichen Druck auf das künstliche Tabakblatt zu übertragen.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Endrollen (35) der Reihe von Rollen zur Einstellung der Spannung des elastischen Bandes (40) gegen die benachbarten Rollen (30) und von diesen weg bewegbar sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Ansprach 10, dadurch gekennzeichnet, dass das nicht dehnbare endlose Band (45) eine Härte von 87 bis 100 Shore-A-Härteeinheiten besitzt.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch einen Motor (15), der über Verbindungsmittel (17,18, 19, 30, 35,40,45) mit der Trommel (20) in Antriebsverbindung steht.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch einen Motor (15), der über Verbindungsmittel (16,17, 19) mit den Endrollen (35) in Antriebsverbindung steht.
  14. 14. Vorrichtung nach Ansprach 11, dadurch gekennzeichnet, dass jede Rolle auf ihren Stirnseiten mit je einer Seilscheibe (52) versehen ist, dass zwei Seilschlingen (50) vorgesehen sind, von denen sich jede über die Seilscheiben auf je einer Seite der Rollen erstreckt, und dass Einstellmittel (51, 53) zum Einstellen der Länge jeder Seilschlinge vorgesehen sind, wodurch der zusätzliche Anpressdruck, jedoch nicht der konstante Anpressdruck geändert werden kann.
  15. 15. Vorrichtung nach Ansprach 14, gekennzeichnet durch einen Motor (15), der über Verbindungsmittel (16a, 19,22) mit der Trommel (20) in Antriebsverbindung steht.
  16. 16. Vorrichtung nach Ansprach 14, gekennzeichnet durch einen Motor (15), der über Verbindungsmittel (19, 37) mit den Endrollen (35a) in Antriebsverbindung steht.
  17. 17. Künstliches Tabakblatt, hergestellt nach dem Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch dunklere, verdichtete Bereiche, welche zusammen das Muster eines natürlichen Tabakblatts bilden.
  18. 18. Verwendung des künstlichen Tabakblatts nach Anspruch 17 als Deckblatt für Zigarren.
CH845078A 1977-12-19 1978-08-09 Verfahren und vorrichtung zum erzeugen eines kuenstlichen tabakblatts mit der musterung eines natuerlichen tabakblatts. CH631058A5 (de)

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