CH631849A5 - Verfahren zur herstellung einer verbindung ueber ein fernsprechwaehlnetz fuer den bildschirmtextempfang. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung über ein Fernsprechwählnetz, das ausser der Übertragung von Fernsprechinformationen zwischen Fernsprechteilnehmern der Übertragung von Bildschirmtextinformationen zwischen einer Informationsbank und dem Heimfernsehgerät dient.
Die Bilschirmtextübertragung ist ein Fernmeldedienst, bei dem auf Anforderung vom Teilnehmer hin Textinformationen oder einfache graphische Darstellungen von einer Bildschirmtextbank her übertragen und auf dem Heimfernsehgerät des Teilnehmers wiedergegeben werden.
Der Verbindungsaufbau im Zusammenhang mit einer solchen Bildschirmtextübertragung wird bisher so vorgenommen, dass der Teilnehmer unter Benutzung seines Fernsprechgerätes eine Informationsbank anwählt, sofern diese frei ist, einen Datenton erhält und daraufhin sein Fernsehgerät auf den Empfang der erwähnten Bildschirmtexte umschaltet, indem er die Datentaste des Fernsehgerätes betätigt.
Bei bekannten Anlagen zur Durchführung des Bildschirmtextempfangs findet sich am Ort des Fernsehgerätes eine Fernbedienungssteuereinrichtung. Die Aufgabe dieser Einrichtung besteht zum einen darin, zwischen verschiedenen Betriebsarten umzuschalten. Als solche Betriebsarten kommen Fernsehen, der erwähnte Bildschirmtextempfang und schliesslich Videotextempfang in Frage, worunter der Empfang von gleichzeitig an eine beliebige Anzahl von Empfängern durch einen Fernsehsender gesendeten Textinformationen verstanden wird. Zum anderen dient eine solche Fernbedienungssteuereinrichtung dem Dialog zwischen Teilnehmer und Informationsbank bei aufgebauter Verbindung zum Zwecke der Auswahl bestimmter Textstellen.
Wenn sieht, wie häufig der Fall, das Fernsprechgerät einerseits und die Fernbedienungssteuereinrichtung mit zugeordneter Fernbedienungstastatur andererseits in verschiedenen Räumen befinden, dann ist die erwähnte bekannte Prozedur beim Verbindungsaufbau relativ umständlich. Darüber hinaus ist auch bei einer von der Bildschirmtextübertragung unabhängigen Benutzung des Fernsprechgerätes in bestimmten Fällen die Möglichkeit, den Verbindungsaufbau von einer vom Ort des Fernsprechgerätes entfernten Stelle vornehmen zu können, von Interesse.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Fernmeldesystem der eingangs vorausgesetzten Art anwenderfreundlicher zu gestalten.
Diese Aufgabe wird bei einem auf ein solches Fernmeldesystem bezogenen Verfahren zur Herstellung einer Verbindung erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die erforderlichen Kontaktbetätigungen, zumindest soweit sie manuell erfolgen, unter Ausnutzung einer zumindest vom Ort des Fernsprechgerätes des wählenden Teilnehmers getrennten und in erster Linie dem Dialogverkehr mit der Informationsbank bei aufgebauter Verbindung dienenden Fernbedienungssteuereinrichtung vorgenommen werden, und dass im Zuge des Verbindungsaufbaus empfangene Hörtöne über den Lautsprecher des Fernsehgerätes wiedergegeben werden.
Aufgrund des erfindungsgemässen Vorgehens kann ein Benutzer eine Verbindung zum Zwecke des Bildschirmtextempfangs vom Ort der Fernbedienungssteuereinrichtung aus aufbauen, selbst wenn sich das Fernsprechgerät an einem anderen Ort befindet. Dasselbe gilt für den Aufbau einer Fernsprechverbindung und ist insbesondere dann von Interesse, wenn die Fernsprechverbindung lediglich zum Empfang von Informationen, beispielsweise zum Empfang von Ansagen dient, die dann über den Lautsprecher des Heimfernsehgerätes hörbar gemacht werden.
Wenn gemäss weiterer Ausgestaltung der Erfindung als Fernsprechgerät ein Freisprechgerät eingesetzt wird, ist man nicht nur beim Verbindungsaufbau und beim Empfang von Ansagen, sondern auch bei der Abwicklung des Fernsprechgesprächs weitgehend unabhängig. Besondere Bedeutung hat dieser Betriebsfall, wenn die Fernbedienungstastatur drahtlos mit der zugehörigen Fernbedienungssteuereinrichtung in Verbindung steht.
Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die Wahl beim Verbindungsaufbau mit Hilfe von Zifferntasten der Tastatur der Fernbedienungssteuereinrichtung durchgeführt.
Gemäss einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist die Tastatur der Fernbedienungssteuereinrichtung zusätzlich eine oder mehrere Zieltasten zur Wahl einer oder mehrerer Informationsbanken auf, bei deren Betätigung automatisch im Fernsprechgerät befindliche Schalteinrichtungen für die Erzeugung der Wahlimpulse in Betrieb gesetzt werden.
Gemäss noch einer anderen Ausgestaltung der Erfindung werden bestimmte Hörtöne automatisch ausgewertet. Hier kommt insbesondere die automatische Auswertung eines Datentons in Frage, der dann gesendet wird, wenn eine freie Informationsbank erreicht worden ist und auf dessen Empfang hin das Heimfernsehgerät automatisch auf den Empfang von Bildschirmtexten umgeschaltet wird. Ausserdem kommt hier die automatische Auswertung des Besetzttons in Frage, die zu einer Auslösung der Verbindung führt.
Nachstehend wird die Erfindung am Beispiel des Aufbaus einer Verbindung zwischen Informationsbank und Heimfernsehgerät anhand von zwei Figuren näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt schematisch die Einrichtungen einer für den Empfang von Bildschirmtexten über das Fernsprechwählnetz eingereichten Teilnehmerstelle.
Die Fig. 2 veranschaulicht den Zusammenhang zwischen
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der durch die Fernbedienungseinrichtung auszulösenden Vor- Wahl, die Umschaltung auf den Modem-Betrieb und die Auslö-gänge und den über das Fernsehgerät wiedergegebenen Reak- sung vorgenommen. Wenn also ein Teilnehmer eine Verbin-tionen beim Verbindungsaufbau und während einer aufgebau- dung zu einer Informationsbank aufbauen möchte, spielen sich ten Verbindung. die in Fig. 2 veranschaulichten Vorgänge ab.
Gemäss Fig. 1 sind die zum Teilnehmer führenden Adern a, 5 Zunächst wird eine Belegungstaste BT der Fernbedienungs-b des Fernsprechwählnetzes mit Hilfe eines Umschalters U tastatur FT betätigt. Ein über das Fernsprechwählnetz gesen-wahlweise auf das Fernsprechgerät FG und auf einen Modula- deter Wählton wird über den Lautsprecher des Ferngerätes FS tor/Demodulator MD schaltbar. Der Modem MD stellt den Lei- empfangen. Daraufhin wird entweder mit Zifferntasten ZT der tungsabschluss der Fernsprechleitung zum Fernsehgerät FS Fernbedienungstastatur FT die Wahl direkt vorgenommen her. io oder aber es werden durch Betätigung einer Wahltaste die für
Eine Fernbedienungssteuerung FBSt ist vorzugsweise in die Durchführung der Wahl im Fernsprechgerät FG befindli-das Fernsehgerät FS eingebaut. Ihr ist eine Fernbedienungsta- chen Einrichtungen automatisch in Betrieb gesetzt. Der bei Statur FT entweder drahtgebunden oder drahtlos zugeordnet. Vorhandensein eines freien Zugangs zur Informationsbank Hinzu kommen weitere, dem Empfang von Textinformationen gesendete Datenton DTo wird ebenfalls über den Lautsprecher über das Fernsprechnetz dienende Einrichtungen, wie z. B. eine is des Fernsehgerätes FS empfangen. Es ist daraufhin eine Daten-Einrichtung zur Seitenspeicherung, sowie gegebenenfalls Ein- taste DT der Fernbedienungstastatur FT zu betätigen, die eine richtungen, die im Zusammenhang mit vom Fernsehsender her Umschaltung der Fernsprechleitung auf den Modem MD gesendeten Videotextinformationen stehen. Solche Einrichtun- durch den Umschalter U bewirkt. Diese Umschaltung kann, gen sind hier nicht dargestellt. wie angedeutet, auch aufgrund einer automatischen Auswer-
Die Fernbedienungssteuerung FBSt dient in erster Linie 20 tung des Datentons erfolgen.
dem Dialog mit einer über das Fernsprechwählnetz erreichba- Auf dem Bildschirm des Fernsehgerätes erscheint darauf-ren Informationsbank. In Durchführung des erfindunsgemäs- hin ein Begrüssungsbild BB. Es schliesst sich dann in üblicher sen Verfahrens wird über diese Fernbedienungssteuereinrich- Weise der Dialog zwischen Teilnehmer und Informationsbank tung bzw. mit Hilfe der zugehörigen Tastatur FT ausserdem die über das Fernsprechwählnetz durch Betätigung weiterer Belegung, die Wahl oder die Veranlassung einer automatischen 25 Tasten der Fernbedienungstastatur an.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung über ein Fernsprechwählnetz, das ausser der Übertragung von Fernsprechinformationen zwischen Fernsprechteilnehmern der Übertragung von Bildschirmtextinformationen zwischen einer Informationsbank und dem Heimfernsehgerät dient, dadurch gekennzeichnet, dass die erforderlichen Kontaktbetätigungen, zumindest soweit sie manuell erfolgen, unter Ausnutzung einer zumindest vom Ort des Fernsprechgerätes (FG) des wählenden Teilnehmers getrennten und in erster Linie dem Dialogverkehr mit der Informationsbank bei aufgebauter Verbindung dienenden Fernbedienungssteuereinrichtung (FBSt, FT) vorgenommen werden, und dass im Zuge des Verbindungsaufbaus empfangene Hörtöne über den Lautsprecher des Fernsehgerätes wiedergegeben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wahlkennzeichen mit Hilfe von Zifferntasten der Tastatur (FT) der Fernbedienungssteuereinrichtung (FBSt) erzeugt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugung der Wahlkennzeichen durch Betätigung einer Zieltaste der Tastatur (FT) der Fernbedienungssteuereinrichtung (FBSt) veranlasst und daraufhin automatisch durch Schalteinrichtungen des zum betreffenden wählenden Anschluss gehörenden Fernsprechgeräts (FG) durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Fernsprechgerät (FG) ein Freisprechgerät verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bestimmte Hörtöne automatisch ausgewertet werden.
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