CH632308A5 - Arrangement for sound insulation in buildings - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Schalldämmung bei Gebäuden, bestehend aus einem Fenster und einer oberhalb des Fensters angeordneten Belüftungsschleuse und einem Rollladen.
Es besteht in zunehmendem Masse das Bedürfnis, Räume in Gebäuden gegen eindringenden Lärm zu schützen. Einfach verglaste Fenster reichen insbesondere zur Nachtzeit in den meisten Fällen nicht aus, zumal es aus Belüftungsgründen wünschenswert ist, das Fenster nicht fest zu schliessen. Man hat daher bereits schallgedämpfte Lüftungsschleusen in Verbindung mit Fenstern mit Ein- oder Mehrscheibenverglasung angeordnet, um bei geschlossenem Fenstertrotzdem eine ausreichende Belüftung zu erreichen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass derartige Belüftungsschleusen in Verbindung mit einscheibenverglasten Fenstern nicht ausreichen, um den heute auftretenden Schall soweit zu dämmen, dass ein ungestörter Schlaf möglich ist, da bei den bekannten Anordnungen bei Verwendung einer Belüftungsschleuse die Anbringung eines im herabgelassenen Zustand schalldämmenden Rolladens aus Raumgründen nicht möglich ist. Man hat bereits versucht, die Schalldämmung mittels eines schallabschirmenden Rolladens mit einstellbaren Lüftungsschlitzen, dessen Leisten jeweils an einer Seite schallschluckend ausgebildet sind, zu erreichen. Dabei hat man Rolladen verwendet, die mindestens zwei mit Abstand voneinander angeordnete Panzer aufweisen und bei denen Lüftungsschlitze in den Panzern gegeneinander versetzt sind, wobei die schallschluckenden Seiten der Rolladenleisten jeweils zum Hohlraum zwischen den Panzern gerichtet sind. (DT-AS 1282284). Derartige Anordnungen haben jedoch den Nachteil, dass sie ein ausserordentlich grosses Einbauvolumen erfordern. Aus diesem Grunde haben sich derartige Anordnungen auch nicht durchsetzen können. Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Schalldämmung bei Gebäuden aufzuzeigen, die aus einfachen und weitestgehend bauseitig bereits vorhandenen oder erforderlichen Elementen zusammengesetzt eine auch bei einscheibenverglasten Fenstern ausreichende Schalldämmung bewirkt, wobei auch bei geschlossenem Fenster für eine ausreichende Belüftung des Innenraumes Sorge getragen sein soll. Die Anordnung soll auch bei bereits vorhandenen Gebäuden einsetzbar sein, insbesondere unter Ausnützung der bereits vorhandenen Bauelemente.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebene Merkmale in fortschrittlicher Weise gelöst. Dadurch, dass durch die parallele Anordnung der Belüftungsschleuse und des Rolladenkastens eine Hintereinanderschaltung bezüglich des Luftdurchtritts erreicht ist, ist sowohl bei herabgelassenem als auch bei hochgezogenem Rolladen eine gute und ausreichende Belüftung des Innenraumes bei geschlossenem Fenster möglich, wobei durch diese B auteile in Verbin-dung mit der Randdämpfung an den Seitenflächen der Gebäudeöffnung, in welcher die erfindungsgemässe Anordnung eingesetzt ist, auch ein optimaler akustischer Schutz erreicht ist. Bei herabgelassenen Rolladen, also abends oder nachts, ergibt sich eine besonders gute Schalldämmung. Es wurden Werte von Rw > 45 6 B gemessen, wobei ausserdem der K-Wert auf unter 1 kcal/h • m2 K gesenkt werden konnte. Durch die sich ergebende Verbesserung der Querdämmung der Schleuse durch den vorgesetzten Rolladenkasten ist es sogar möglich, für die Belüftungsschleuse fertigungstechnisch bessere Werkstoffe zu verwenden. Ein besonders günstiger Aufbau der Randdämpfung beschreibt der Anspruch 2, wobei die akustisch durchlässige Folie vorzugsweise aus Polyäthylen-Folie bestehen kann.
Nach Anspruch 3 ist in der Wand zwischen der Belüftungsschleuse und dem Rolladenkasten ein Lochblech angeordnet, wobei die Wand auch als ganzes aus einem Lochblech gebildet werden kann, was eine Vereinfachungin der Fertigung sein kann.
Dieses Lochblech dient dem Luftdurchtritt aus dem Rollladenkasten in die Belüftungsschleuse, wobei der Zutritt zur Belüftungsschleuse durch eine in der Frontseite angebrachte Eintrittsöffnung erfolgt, so dass eine Hintereinanderschaltung gewährleistet ist.
Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 4, ist die Durchtrittsöffnung des Rolladens aus dem Rolladenkasten als Ansaugöffnung erreicht, dass ohne dass zusätzliche Eintrittsöffnungen in dem Rolladenkasten angebracht werden müssen, eine ausreichende Luftmenge angesaugt werden kann. Die Luft tritt dabei auf der gesamten Längsseite in den Rolladenkasten ein und wird von dort an nur einer Seite in die Belüftungsschleuse angesaugt. An dieser Ansaugseite in der Belüftungsschleuse ist auch im Innern der Schleuse ein Ansauggebläse in bekannter Weise angeordnet, wobei die Austrittsöffnung der Luft in das Innere des Gebäudes an der entgegengesetzten Seite der abgewandten Seite der Belüftungsschleuse erfolgt, so dass die angesaugte Luft die Belüftungsschleuse immer in Längsrichtung durchströmt, wie in Anspruch 5 aufgezeigt.
Bei einer Neuinstallation der erfindungsgemässen Anordnung, also bei Neubauten oder Umbauten mit totalem Ersatz der Fenster hat sich eine Anordnung als besonders zweckmässig erwiesen, bei der der Rolladenkasten als Teil der Belüftungsschleuse ausgebildet ist. Hierdurch ergeben sich fertigungstechnische Vereinfachungenz. B. durch Fortfall einer Wand zwischen Belüftungsschleuse und Rolladenkasten, da gegenüber der getrennten Ausgestaltung nur eine Trennwand erforderlich ist. Auch einbaumässig ist es einfacher nur ein Bauteil einzupassen.
Gemäss der Dimensionierungsangabe des Anspruches 6 soll der lichte Abstand zwischen Verglasung und Rolladen bei herabgelassenen Rolladen mindestens 10 cm, vorzugsweise soll er 12 -14 cm betragen. Es hat sich gezeigt, dass bei diesen Massen eine optimale Schalldämmung erreichbar ist.
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Die Erfindung wird mit einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt in Längsrichtung der Belüftungsschleuse mit vorgesetztem Rolladenkasten und
Fig. 2 einen senkrecht hiezu verlaufenden Schnitt.
In Fig. 1 ist die erfindungsgemässe Anordnung dargestellt als Einbau in der Wand 1 eines Gebäudes. Die Belüftungsschleuse 2 ist mit der Innenseite des Gebäudes, der Rolladenkasten 3 mit der Aussenseite des Gebäudes abschliessend dargestellt. Dabei ist der Vorteil der längsdurchströmten Belüftungsschleuse 2, dass er nicht wie die bekannten querdurchströmten Schleusen weit in das Gebäudeinnere ragt, erkennbar. Die Randdämmung 4 besteht aus schallschluckendem Material, abgedeckt mit einer akustisch durchlässigen Polyäthylenfolie und einem vorgesetzten Lochblech. In dem Rolladenkasten 3 ist der Rolladen 5 angeordnet, der im herabgelassenen Zustand in einem lichten Abstand von a = 12 cm vor der Einfachverglasung 10 die Schalldämmung 5 bewirkt. Die Belüftungsschleuse 2 ist in bekannter Weise an mindestens zwei Seiten mit Schallschluckstoff 6/7 versehen. Ein eingebautes Ansauggebläse 8 saugt die bei 11 anstehende Luft in den Rolladenkasten 3 und über die Luftduchtrittsöffnung 9 in die Belüftungsschleuse 2, sodann durchströmt die Luft diese io Schleuse 2 in Längsrichtung und tritt durch die Luftaustrittsöffnung ins Gebäudeinnere. Als Ansaugöffnung der Luft ist in dem dargestellten Beispiel die Rolladenaustrittsöffnung 13 vorgesehen , so dass die Luft entlang des Rolladenkastens 3 eintreten kann. Die Befestigung von Rolladenkasten 3 samt Belüftungs-15 schleuse 2 erfolgt über Halteelemente 14 an der Wand 1.
M
1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Anordnung zur Schalldämmung bei Gebäuden, bestehend aus einem Fenster mit einer oberhalb des Fensters angeordneten Belüftungsschleuse und einem Rolladen, dadurch gekennzeichnet, dass der Rolladenkasten (3) in Lufteintrittsrichtung vor der Belüftungsschleuse (2) angeordnet ist und an mindestens einer Aussenseite und der der Belüftungsschleuse (2) zugewandten Seite je eine Luftdurchtrittsöffnung (9) aufweist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fensterlaibung an den zwei senkrechten Seitenflächen eine Randdämpfung (4) aufweist und diese Randdämpfung (4) aus schallschluckendem Material mit einer Abdeckung aus akustisch durchlässiger Folie und einem vorgesetzten Lochblech besteht.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wand zwischen der Belüftungsschleuse (2) und dem Rolladenkasten (3) ein Lochblech angeordnet ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung (13) für den Rollladen (5) in dem Rolladenkasten (3) als Ansaugöffnung für die Luft zur Belüftungsschleuse (2) ausgebildet ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1,2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdurchtrittsöffnung in der Frontseite des Rolladenkastens (3) an der einen Seite angeordnet ist, während die Luftdurchtrittsöffnung in der Trennwand zwischen der Belüftungsschleuse und dem Rolladenkasten an der anderen Seite der Frontseite der Belüftungsschleuse angeordnet ist, so dass die Zuluft nach Eintritt in den Rolladenkasten (3) bis zum Eintritt in die Belüftungsschleuse (2) den Rolladenkasten (3) in seiner Längsrichtung durchströmt.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rolladen (5) derartig angeordnet ist, dass zwischen Scheibe (10) und Rolladen (5) im herabgelassenen Zustand ein Abstand von mindestens 10 cm besteht.
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