CH632586A5 - Elektrisches abfeuersystem, insbesondere fuer waffen zum verschiessen von munition mit verbrennbarer oder ohne treibladungshuelse. - Google Patents
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Description
632 586
Claims (3)
1. Elektrisches Abfeuersystem, insbesondere für Waffen zum Verschiessen von Munition mit verbrennbarer oder ohne Treibladungshülse, mit einem elektrisch leitenden Kontaktstift mit einem Isolierkörper und einer Zündspitze, welcher in einer Bohrung eines Verschlusses aus einer Ruhelage über eine der Abfeuerung dienende Arbeitsstellung wieder in die Ruhelage axial beweglich und mit einer Spannungsquelle verbindbar angeordnet ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) der Kontaktstift (12) steht in seiner Ruhelage mit der Masse des Verschlusses (2) in leitendem Kontakt,
b) ein Repetierhebel ist dem Kontaktstift (12) derart zugeordnet, dass erletzteren gegen eine Rückstellkraft in die Arbeitsstellung bringt, in welcher er gegenüber dem Verschluss (2) isoliert ist, und ihn aus dieser Arbeitsstellung zur Rückkehr in die Ruhelage frei gibt und c) in der Ruhelage des Kontaktstifts (12) verschliesst ein Abdeckelement (20) ein rohrseitiges Ende (4) der Bohrung (3).
2. Elektrisches Abfeuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (20) an dem Kontaktstift (12) in unmittelbarer Nachbarschaft der Zündspitze (14) befestigt ist.
3. Elektrisches Abfeuersystem nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) das Abdeckelement (20) ist tellerförmig gestaltet,
b) auf seiner dem Verschluss (2) zugewandten Unterseite (21) ist das Abdeckelement (20) elektrisch leitend ausgebildet und c) die Unterseite (21) ist mit dem Kontaktstift (12) elektrisch leitend verbunden.
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Abfeuersystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Beim elektrischen Abfeuern von Munition mit verbrennbarer oder ohne Treibladungshülse sind die erforderlichen Isolierwerkstoffe höchsten thermischen und Druckbelastungen ausgesetzt, die selbst bei hochwertigen Werkstoffen zu schädlichen Veränderungen oder zur Zerstörung führen. Dieser Nachteil wird nicht durch die zahlreichen Vorteile der genannten Munition aufgewogen, denn er beeinträchtigt die Verfügbarkeit einer betreffenden Waffe auf nicht vertretbare Weise.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den genannten Nachteil zu beseitigen und damit die Gestaltungsmöglichkeiten für die betreffenden Waffen zu erweitern.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebene Erfindung gelöst. Der durch die Erfindung gebrachte technische Fortschritt erhellt aus der Aufgabenstellung, wobei vorteilhafterweise kostengünstige Isolierwerkstoffe verwendet werden können.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels des näheren erläutert. Dabei werden weitere Vorteile erkennbar, die sich aus den jeweiligen Ausführungsarten ergeben.
Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung unter Verzicht auf erfindungswesentliche Einzelheiten einen hinteren Bereich einer Rohrwaffe mit dem elektrischen Abfeuersystem nach der Erfindung im seitlichen Aufriss nach einem Schnitt in Waffenachse.
Am hinteren Ende eines Rohres 1 mit einer Achse A befindet sich ein Verschluss 2, der eine in Schliessstellung mit der Achse A fluchtende Bohrung 3 aufweist. Ein rohrseitiges vorderes Ende 4 der Bohrung 3 mündet in eine rohrseitig offene 5 Ausnehmung 5 mit einem Boden 6. Ein hinteres Ende der Bohrung 3 mündet in eine Aufnahme 7. Ein Kontaktstift 12 weist einen in der Bohrung 3 zur Axialbewegung geführten und mit einem Isolierkörper 9 umkleideten Schaft 13 auf. Der Kontaktstift 12 ist vorderendig mit einer Anzündspitze 14 auf einem io tellerförmigen Abdeckelement 20 versehen und hinterendig mit einer Federhülse 15 verbunden. Eine als Druckfeder ausgebildete Rückholfeder 19 stützt sich mit ihrem hinteren Ende auf einem Boden 16 der Federhülse 15 und mit ihrem vorderen Ende auf einer vorderen Stirnwand 8 der Aufnahme 7 ab. Die 15 Stirnwand 8 ist mit einem Isolierkörper 10 versehen. Die Federhülse 15 weist rückseitig einen Isolierkörper 11 auf, der mit einem Hubkörper 22 eines betätigbaren, nicht dargestellten Repetierhebels in Berührung steht. Der Hubkörper 22 weist Flächen 24 mit einem Abstand a1 und Flächen 25 mit einem Ab-20 stand a2 von einer Mittelachse 23 auf. Ein Kontaktschalter 29 ist über ein Kabel 30 mit einer elektrischen Spannungsquelle, beispielsweise einem Anzündkondensator, verbunden und liegt in der dargestellten Ruhelage des Kontaktstiftes 12 an einem isolierten Bereich 17 der Federhülse 15. In einem Ladungsraum 34 25 des Rohres 1 ist eine Treibladung 35 mit einem Treibladungsanzünder 31 dargestellt. Der Verschluss 2 ist verriegelt.
Die Wirkungsweise des elektrischen Abfeuersystems nach der Erfindung wird nachfolgend beschrieben. Zum Einleiten des Abfeuervorgangs wird durch Betätigen des Repetierhebels der 30 Hubkörper 22 in Richtung des Pfeils 26 gedreht. Hierdurch gelangt eine der Flächen 25 in eine Lage quer zur Achse A und lenkt über Berührung mit dem Isolierkörper 11 den Kontaktstift 12 aus seiner Ruhelage in axialer Richtung des Pfeils 27 gegen die Rückstellkraft der Rückholfeder 19 in die Arbeitsstellung 35 aus. Bei dieser Bewegung hebt sich das Abdeckelement 20 mit seiner Unterseite 21 vom Boden 6 der Ausnehmung 5 ab und ein leitender Bereich 18 der Federhülse 15 gerät in Kontakt mit dem Kontaktschalter 29, während die Anzündspitze 14 mit dem Treibladungsanzünder 31 zum Ingangsetzen der Abfeuerung in 40 einem Kontakt 32 kommt. Durch letzteren wird ein Abfeue-rungsstromkreis geschlossen. Bei weiterem Drehen in Richtung des Pfeils 26 gerät wiederum eine der Flächen 24 in eine Lage quer zur Achse A, so dass der Kontaktstift 12 unter der Kraft der Rückholfeder 19 plötzlich in Richtung des Pfeils 28 in seine *5 Ruhelage zurückkehrt. Hierbei verschliesst die Unterseite 21 des Abedeckelements 20 durch Anlage am Boden 6 der Ausnehmung 5 das rohrseitige Ende 4 der Bohrung 3 und schützt den den Schaft 13 umgebenden Isolierkörper 9 vor den schädigenden Einwirkungen der sich beim Abfeuern entwickelnden 50 heissen Treibladungsgase. Da die Unterseite 21 des Abdeckelements 20 vorteilhafterweise elektrisch leitend ausgebildet ist, ist der Kontaktstift 12 im wesentlichen nur zum Zeitpunkt der Abfeuerung gegenüber dem Verschluss (Masse) isoliert.
Sobald sich der Kontaktstift wieder in seiner Ruhelage be->5 findet, ist die zum Abfeuern erforderliche Isolierung wieder aufgehoben: es besteht also Kurzschluss zwischen der Masse des Verschlusses 2 und dem Kontaktstift 12, während zudem der Kontaktschalter 29 wieder am isolierten Teil 17 der Federhülse 15 anliegt. Auf diese vorteilhafte Weise wird die Sicherheit ge-60 gen ein unbeabsichtigtes Abfeuern erhöht.
Zum Ausnutzen dieses Vorteils lässt sich die Erfindung auch bei Rohrwaffen für Munition mit Treibladungshülse verwenden.
C
1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1015678A CH632586A5 (de) | 1977-09-29 | 1978-09-29 | Elektrisches abfeuersystem, insbesondere fuer waffen zum verschiessen von munition mit verbrennbarer oder ohne treibladungshuelse. |
Country Status (6)
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